Ausgabe 
31.1.1938
 
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Staat und Bewegung gedenken der Ermordeten des 30. Januar.

Berlin, 30. Ian. (DNB.) Im Jubel der Fei­ern wird nie das Gedenken der Opfer un­tergehen Zum fünften Male jährt sich auch der Todestag von Sturmführer Heinz Eberhard M a i-- k o w s k i und von Polizeioberwachtmeister Z a u - ritz, die in txeuer Pflichterfüllung ihr Leben lie­ßen. Ihrer gedachten in würdigen Feiern Staat und Bewegung. An der Mordstelle in der Mai- kowski-Straße zogen um 7. Uhr ein SA -Mann und ein Schutzpollzeibeamter zur Ehrenwacht auf. An­schließend wurden zahlreiche Kränze niedergelegt. An der schlichten Feierstunde am Grabe auf dem Jnvalidenfriedhof nahmen neben dem Traditions­sturm 33/1 sämtliche Führer der Standarte 1 mit den Fahnen der Standarte teil. Standartenführer Erich E r n st gedachte 'n schlichten Worten der Er­mordeten.

Zu mitternächtlicher Stunde fand an der Mord­stätte eine Gedenkfeier statt. Nach dem Aufmarsch der SA.-Standarte 1 mit ihren Feldzeichen, eines Ehrensturms der ff, einer Ehrenhundertschaft der Polizei mit der Fahne der Schutzpolizei Berlin, der Abteilung des Neichsarbeitsdienstes 4/92Hans Eberhard Maikowfki" und weiterer Abordnungen aller Gliederungen der Bewegung leitete der Mu­sikzug die Feierstunde mit dem Trauermarsch von Beethoven ein. Der Führer der Standarte 1, Stan­dartenführer Erich Ernst, sprach von dem Leben und Sterben seines gemordeten Kameraden, wäh­rend der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei, Generalmajor v. Kamps, des Opfertodes von Oberwachtmeister Zauritz gedachte. Im Namen von Stabschef Lutze und der SA.-Gruppe Berlin-Bran- denbutg legte dann Obergruppenführer von Ja- gow an der Mordstätte einen Kranz nieder.

Ordnung des Finanz- und VerwallungsapparalesderDAF.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Reichsleiter Dr. Ley hat folgende Anordnung erlassen:Durch das stän­dige Anwachsen der Aufgaben der DAF. bzw. der NSG. ,Kraft durch Freude^ und der damit zu­sammenhängenden Errichtung neuer wirt­schaftlicher Unternehmungen, ferner durch den Ausbau der Versicherungen, der Bank der D-eutschen Arbeit sowie der ge­planten großen S i e d l u n g s t ä t i g f e i t, hat sich eine Neuordnung im Finanz - und Ver- waltungsapparat der Deutschen Arbeitsfront als notwendig erwiesen. Mit der Gesamtleitung dieses Aufgabenbereiches habe ich meinen Stabs­leiter, Pg. Heinrich Simon, beauftragt. Er er­hält die hierzu notwendigen Vollmachten.

Mit Wirkung vom 1. Februar 1938 tritt im Ein­vernehmen mit dem Reichsschatzmeister der NSDAP, solgende N e u e i n t e i l u n g des Finanz- und Ver­waltungswesens der DAF. in Kraft: Finanzver­waltung der DAF.: Reichssachwalter Paul-Brink­mann, Etatamt der DAF.: Leiter Alexander Halder, Prüfungsamt der DAF.: Leiter Josef Hoffmann, Amt für die wirtschaftlichen Unter­nehmungen der DAF.-: Leiter Hans Strauch, Bank der Deutschen Arbeit: Leitung: Rosen­hauer, Geylhalter und L e n c e r. Pg. Bern­hard Bolz scheidet hiermit als Amtsleiter der DAF. aus, um in die freie Wirtschaft zurückzu­kehren. Ausführungsbestimmungen zu dieser An­ordnung, besonders hinsichtlich der Aufgabenabgren­zungen der einzelnen genannten Sachgebiete sowie der Vollmachten, erläßt mein Stabsleiter." Der Reichsorganisationsleiter hat ferner seinen Ches- adjutanten Marrenbach zum Geschäftsführer de» DAF. ernannt unter Beibehaltung feiner bis­herigen Tätigkeit.

Gruß zwischen Ostund West."

Freundschaftskundgebung der HI. und der Jugend von Nippon.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Am Samstagmittag führte die HI. mit der japanischen Jugend über den Rundfunk beider Staaten ihre erste Jugendous^ tauschsendung durch.'. In dem mit den Fahnen Deutschlands und Japans geschmückten Sendesaal des Berliner Funkhauses waren mit dem Jugend­führer des Deutschen Reiches von^Schirach und dem Stabsführer der Reichsjugendführung Hart­mann L a u t e r b a ch e r die Amtschefs der Reichs- jugendführung erschienen. Von japanischer Seite waren Botschaftsrat Janai sowie der Vertreter des Grafen H u t a r a in Deutschland, Myamoto, erschienen. Ferner waren der Reichsintendant des deutschen Rundfunks Dr. G l a s m e i e r und Reichs- fende leite r Hadamowsky anwesend.

Der deutsche Teil der Sendung begann mit dem Nürnberger Fahnenmarsch, gespielt von einem verstärkten Bläserchor unter Leitung von Hauptbannführer Georg B l u m e n \ a a t, und dem LiedWir Jungen tragen die Fahne", gesungen von der verstärkten Rundfunkspielschar ,^oer RIF. und Lehrgangsteilnehmerinnen der Reichsführenn- nenfchule 1 des BDM., Potsdam. Der Jugendfuhrer des Deutschen Reiches hielt dann eine Ansprache an die japanische Jugend. Der deutsche Dell der Sendung klang aus mit der Heidelberger Festspielfanfare und dem Lied der HI.

Noch einem herzlichen Begrüßungswort des Rund­funksprechers in Tokio nahm das Wort ö e r Jugendführer Japans Graf Hutara.Liebe junge Kameraden in Deutschland!" begann er.An erster Stelle habe ich die Ehre, aus dem fernen Japan als Sprecher der japanischen Jugend dem von uns hochverehrten deutschen Führer und Reichs­kanzler auf dem Funkweg die ehrerbietigsten Gruße der japanischen Jugend zu übermitteln. Die schönste Erinnerung an meine Deutschlandreise im von gen Jahr ist der Besuch in Osnabrück. Der Reichs- jugendführer hatte damals die Güte, mich am 14. und 15. August zum Aufmarsch des Gebietes Nord­see der Hitler-Jugend einzuladen. Mit großer Be­geisterung habe ich damals mit meinen Jungen den Aufmarsch und das Kampfspiel Ihrer Kameraden gesehen. Ferner konnte ich in Nürnberg Öen ein­drucksvollen Aufmarsch Ihrer HJ.-Kameraden er­leben." Hutara berichtete dann, wie viele Bortrage übet die HI. in allen Teilen des japanischen Reiches gehalten wurden. Die bis auf den letzten Pivtz ge­füllten Säle hätten das Interesse der japanischen Jugend an der Entwicklung des nattonalsozialistl- schen -Reiches kundgetan. Ein Chor japanischer Jugend und ein nationaler Marsch aus Tokio be­schlossen die Stunde.

Neuer Dorstand des Vereins der Ausländischen presse.

Berlin, 29. Jan. (MSB.) Der Verein des Aus- ländischen Presse in Berlin wählte den neuen

Vorstand, der sich folgendermaßen zusammensetzt: Vorsitzender: Dr. B o j a n o (Italien), Stellvertre­tender Vorsitzender: Cable Oechsner (USA.), Schriftführer: Iourniac (Frankreich), Stellver­tretender Schriftführer: Kronika (Dänemark), Schatzmeister: L. S u ß (Frankreich), Kontrolleur: Dr. Frucht (Tschechoslowakei), Beisitzer: Blok- zijl (Holland), Graf Dembinski (Polen), Lambert (England), Dr. Mayer (Schweiz), (USA. °1 &5 (®n9lanö) und Sigrid Schultz

Nalionalspanischer Durchbruch an der Südfront.

Salamanca, 31. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationalspanische Heeresbericht meldet, gelang es der im Südwesten Spaniens operieren5

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Lodernder Fackel- chein gegen den nachtjch^varzen Himmel; wehende Hakenkreuzbanner im Strahlenglanz der Schein­werfer; zündende Marschmusik und sieghafte Kampf­lieder zum Marschtritt der 25 000; zahllose Men- chenmengen im Rausch der Begeisterung; bran- )ende Heilrufe und immer wieder aufk'lingender dankerfüllter Jubel zum Führer; das sind die un­mittelbarsten Eindrücke aus dem Erleben dieses heutigen Abends auf dem Wilhelmsplatz, der den Berlinern die Wiederholung des historischen Fackel­zuges vom 30. Januar 1933 brachte. Stundenlang harrten die Massen Kopf an Kopf a u f dem Wilhelmsplatz aus, der im Lichte der von Scheinwerfern angestrahlen Gebäudefronten und Hakenkreuzfahnen ein wunderbar schönes und be­wegtes Bild bot. Am Brandenburger Tor rund um den Pariser Platz, die Linden und dann die Wilhelmstraße entlang stauten sich die begeisterten Berliner zu undurchdringlichen Mau­ern. Ohne Unterbrechung strömten von allen Seiten neue Menschenmassen zu, so daß die Polizei alle Mühe hatte, die notwendigen Absperrmaßnahmen aufrechtzuerhalten.

Inzwischen haben sich in der Charlottenburger Chaussee und in der Siegesallee die Marsch­kolonnen formiert; die Fackeln lodern auf, und unter begeistertem Jubel setzt sich die gewaltige Marschsäule in Bewegung. Noch warten die Massen auf dem Wilhelmsplatz in angespanntester Erwar­tung. Plötzlich ertönen in tosender Begeisterung Hestrufe: der Führer ist auf dem Balkon erschienen. In seiner Begleitung sieht man neben Rudolf Heß fast alle führenden Persönlichkei­ten der Partei, des Staates und der Wehrmacht. Eine endlos scheinende breite Feuerkette flutet die Wilhelmstraße heran. Und nun hat die Spitze, ge­führt von Obergruppenführer von Jagow, die Reichskanzlei erreicht. Der Führer hebt grüßend die Hand, und häufende Heilrufe brechen los. Ober­gruppenführer v. Jagow begibt sich dann auf den Balkon der Reichskanzlei, um Meldung zu erstat­ten. Hinter dem SA.-Musikzug, der am Wilhelms­platz einschwenkt, folgen zunächst die SA.-Standar­ten, danach ein gewaltiger Fahnenblock und dann in Zwölferreihen die braunen Kolonnen d e r SA., mehr als 10 000 Mann in kurz nach­einander folgenden Marschblocks, darunter die mit stürmischem Jubel empfangene SA. -Standarte Feldh er r nh alle". Einer kleineren Einheit der Werkscharen schließen sich 3 00 0 NSKK.- Mk n n e r in ihren Sturzhelmen an. Es folgen die

SA., SS. und ASM. sammeln.

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Die 4. Reichsstraßen­sammlung des WHW. am 5. und 6. Februar, auf der SA., SS. und NSKK. sammeln werden, steht im Zeichen deutscher Soldatenbilder. Zwölf Seiden­bild-Webereien, deren Soldatenbilder uns bis in die Zeiten mittelalterlicher Landsknechte zurückfüh­ren, geben tauf diese Weise einen historischen Rück­blick über die^Entwicklung deutscher Wehrmacht und damit deutschtzk Geschichte.

Der Wert dieser WHW.-Abzeichen ist vor allem, daß sie nicht nur bedürftigen deutschen Volksge­nossen helfen sollen, sondern daß sie auch vielen Hunderten von schaffenden Händen Arbeit, Brot und Lohn geben. Viele Arbeitsgange sind erforderlich, bis diese zierlichen Ansteckabzeichen versandbereit vorliegen. An zwei entgegengesetzten Ecken sind die reizenden Bildwebereien entstanden: im äußersten Westen des Reiches, in der Gegend oon Wuppertal und Krefeld und in der schlesischen Textilstadt Landeshut. Viele hundert fleißige Hände waren monatelang beschäftigt, rund 20 Millionen Stück dieser Soldatenbilder herzu­stellen Aber jedes Bild muß auch einen Rah­

den nationalspanischen Südarmee, im Abschnitt Granja de Terrehermosa (Provinz Badajoz) zahlreiche Gebirgszüge zu besetzen und sodann die feindliche Front bei Guarda de los Pinganillos z u durchbrechen, wobei ihr zahlreiche Waffen und Hunderte von Gefangenen in hie Hände fielen. Auch die Bleiminen vo>n Santa Barbara wurden oon den nationalen Truppen besetzt. Die Südarmee durchstieß die. feindliche Front in einer Breite von 20 Kilometer bis zu 10 Kilometer Tiefe. Von den eroberten Stellungen aus beherrscht sie das gesamte Pedroso-Gebirge. Nationale Flie­ger bombardierten als Antwort auf die heim­tückischen Versuche roter Flugzeugangriffe auf Sa­lamanca das feindliche Hauptquartier in Bar­celona mit großem Erfolg. Ein Angriff im Ab­schnitt Jaca (Provinz Huesca) wurde abgewiesen; ein sowjetspanisches Bataillon ist bei dem Ansturm aufgerieben worden.

Formationen der Politischen Leiter in Stärke von 2000 Mann und dann, mit Begeiste­rung begrüßt, 3 0 0 0 Hitlerjungen in ihrer kleidsamen Uniform. Eine Abordnung desRelchs- arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten, dann die Männer des N S F K., der NSKOV., des Reichsluftschutzbundes, des Deut­schen Reichskriegerbundes (Kyffhäuser), der Technischen Nothilfe, des N S. - M a- rinebundes und des R e i ch s t r e u e b u n - des. Dazwischen die Fahnenblocks und Musikzüge, .umsäumt von Hunderten von Fackelträgern. Und nun kommen zum Schluß die schwarzen Ko­lonnen der ff in Stärke von nahezu 4000 Mann, die Männer der -Leib standarte in Paradeuniform und die ^-Derfügungs- truppe. Die Begeisterung der Hunderttauseiide bricht sich in erneuten brausenden Heilrufen Bahn. Immer wieder dankte der Führer nach allen Seiten für die überwältigenden Treuebekundungen, auch diesmal war es den Absperrmannschaften nicht möglich, die Menge zurückzuhalten. Das Bild der von allen Seiten zum Führer hindrängenden und ihm mit erhobenen Händen zuwinkenden und ihm zujubelnden Massen bleibt unvergeßlich.

Nie Feiern in Italien.

Im Zeichen der deutsch-italienischen Freundschaft.

Rom, 31. Januar (DNB. Funkspr.) Die Feiern des fünften Jahrestages der Machtübernahme stan­den in ganz Italien im Zeichen der deutsch-italie­nischen Freundschaft und trugen einen besonders festlichen Charakter, du zum erstenmal Schwarz- Hemden als Vertreter der faschistischen Partei und des italienischen Staates erschienen waren. In Rom wurde die Feier ausgezeichnet durch die Anwesenheit des Gouverneurs von Rom, Fürst Colonna, des Präfekten von Rom, Presti, des Gauleiters der Provinz, Ippolito. Die Fest­ansprache hielt Hauptschriftleiter ff - Standarten­führer Günther d^Alquen. Besonders herz­liche Worte widmete er der engen politischen und geistigen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien. Die persönliche Freundschaft der beiden Führer, hinter der eine Kameradschaft der Millionen der beiden Länder stehe, sei keine politische Phrase, ihr Handdruck sei mehr wert als jeder Pakt.

men haben. Die schlichten, geschmackvollen Metall­umrandungen des WHW.-Abzeichens entstanden in der alten Bergwerks- und Eisenhüttenstadt Harz­gerode. Aus deutschem Leichtmetall, aus Elek­tron, wurden sie oon vielen hundert Arbeitern während mehrerer Monate gefertigt. '

Seidenbilder und Leichtmetallrahmen mußten nun noch zu einer Einheit zusammengefügt werden. Diese Fertigstellung erfolgte wiederum in Wupper­tal und in Schlesien, und zwar in der Hauptsache in den schlesischen Städtchen Frankenstein und Freiburg. Da wurden zunächst die Sei­denbilder von Handwerkern, wie Buchbinder, Tape­zierer und Maler auf große Pappbogen aufgeklebt. Dann wanderten die fertigen Bögen zu den Stan­zern, die die Abzeichen aus den Bögen heraus­schlugen. Die beiden letzten Arbeitsgänge wurden von Frauen besorgt. Denn erst abaezählt und in Kartons verpackt, waren dieSoldaten" marsch­bereit. Viele jahrelange Wohlfahrtsempfänger haben bei dieser Arbeit Brot und Lohn gefunden. So Hilst also auch hier das WHW. durch Arbeitsbe­schaffung Not zu lindern. Die prächtigen Seiden­abzeichen sind dabei ganz aus deutschen Rohstoffen von deutschen Händen geschaffen.

n e r heute nachmittag auf der italienischen Botschaft vor, um die Anteilnahme des Führers und Reichskanzlers und der Reichsregierung an dem Explosionsunglück zum Ausdruck zu bringen.

Oie Kronprinzessin der Niederlande von einer Prinzessin entbunden.

Amsterdam, 31. Jan. (DNB. Funkspruch.) Um 9.59 Uhr wurde die glückliche Geburt einer Prinzessin bekanntgegeben. Der Jubel in Amsterdam und im ganzen Lande ist unbe- chreiblich. ,

Carl-Schurz-Schüleraustausch der national-politischen Erziehungs­anstalten/'

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Mit dem Dampfer St. Louis verließen elf deutsche Teilneh­mer desCarl-Schurz-Schüleraustausches der na­tionalpolitischen Erziehungsanstalten" unter Füh­rung eines Erziehers Deutschland, um sich f ü r e ch s Monate nach den Vereinigten Staaten zu begeben. In Neyyork treffen sie mit der gleichen Anzahl deutscher Austausch-Jungman­nen zusammen, die nach einem halbjährigen Besuch amerikanischer Internate in die Heimat zu­rück k e h r e n. Der Austausch erfolgt in der Weise, daß elf amerikanische Schüler für ein gan­zes Jahr nach Deutschland kommen, während die Jungmannen der nationalpolitischen Erziehungsan- talten bei einer doppelten Teilnehmerzahl in zwei Gruppen aufgfieilt sich j e s e ch s M o n a t e in Amerika aufhalten. Das Unternehmen, an dem sich zehn amerikanische Internats-Anstalten beteiligen, wird bereits seit einigen Jahren van der Landes­verwaltung der nationalpolitischen Erziehungsan- talten durchgeführt. Einen wesentlichen Anteil dar­an nimmt die Vereinigung Corl Schurz, die darin eines der wichtigsten Mittel auf dem Ge­biet der Pflege freundschaftlicher Beziehungen zu anderen Völkern sieht.

Kleine politische Nachrichten.

Der Leiter des Flugverkehrs auf dem Flug­hafen Rhein-Main, Ritter von Lech­ner, übernimmt ab 1. Februar die Leitung des Flugbetriebs auf dem Zentral flughafen Berlin-Tempelhof. Sein Nachfolger ist der bisherige Flughafenleiter in München O. Wieprich.

Die Volksabstimmung im schweizerischen Kan­ton Waadt über das Verbot der kommunisti­schen Organisationen ergab eine Annahme des Verbotes mit der großen Mehrheit von 34 536 gegen 12 693 Stimmen. In der Stadt Lausanne, wo die Marxisten bei den Gemeindewahlen im November nahezu 10 000 Stimmen aufzuweisen hatten, sprachen sich jetzt nur 4536 Personen gegen das Kommunistenoerbot aus.

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Am Samstag verließen das britische Schlacht­schiffN e l s o n" mit dem Oberkommandierenden der britischen Heimatflotte, Sir Robert Backhouse, an Bord sowie das SchlachtschiffRodney" und fünf Zerstörer Portsmouth mit Ziel Lissab o n. Die Schiffe werden dort drei Tage bleiben, um sich dann zu den großen Manövern nach Gibraltar zu begeben. Eine britische Militärabord­nung wird am 20. Februar in Lissabon Verhand­lungen mit der portugiesischen Regierung führen.

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Der rurnänische Gesandte in Moskau Ciuntu ist von seinem Posten ab berufen wor­den. Die Abreise des Gesandten, der seit der Auf­nahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Rumänien und der Sowjetunion die rumänische Ge­sandtschaft in Moskau geleitet hat, dürfte mit der plötzlichen Abberufung des Sowjetge­sandten in Bukarest Ostrowski im Zusammen­hang stehen. * *

In den zwischen Oesterreich und der Tschechoslowakei geführten Verhandlungen über die Beseitigung der Benachteiligungen von österreichischen Staatsbürgern durch das tschecho­slowakische Staatsverteidigungsgesetz wurde völlige Uebereinftimmung erzielt.

Wetterbericht.

Die äußerst lebhafte, vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit setzt sich fort. Einzelne Störungen folgen dicht dabei in ungewöhnlicher Schnelle, so daß die Witterung auch bei uns ein sehr unruhiges wechselhaftes Gepräge trägt, wodurch es am Sonntag zu verbreiteten, vielfach recht beträchtlichen Schnee­fällen und in unseren Nachbargebieten teilweise wie­der zu neuen Schneesportmöglichkeiten kam. Es muß bereits am Montag wieder mit dem Eindringen küh­lerer Meeresluft und mit dem Einsetzen neuer Regen- fälle gerechnet werden. Das sehr unbeständige Wetter bleibt erhalten.

Aussichten für Dienstag: Unbeständig, mit einzelnen auch im Gebirge meist Regenfällen, mildere, lebhafte westliche Winde.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unruhigen und unbeständigen Witterung mit Nie­derschlägen.

Lufttemperaturen am 30. Januar: mittags 4,6 Grad Celsius, abends 2,1 Grad; am 31. Januar: morgens 4,5 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum 0,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Januar: abends 2,1 Grad; am 31. Januar: morgens 1,2 Grad. Niederschläge 2,4 mm. Sonnenscheindauer 0,7 Stunden.

Jintersport-Wetterbericht.

Vogelsberg. Herchenhainer Hohe: Bedeckt, 4 Krad, 40 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 15 Zentimeter Neuschnee, Ski und Rodel gut.

Rhön. Wasserkuvpe: Nebel,3 Grad, 16 Zen­timeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut._________________________________________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Explosionsunglück in einer italienischen Pulverfabrik.

18 Tote und 200 Leichtverletzte

Rom, 29. Ian. (DNB.) In der 60 Kilometer südlich von Rom hinter den Lepiner Bergen ge­legenen großen Pulverfabrik Segni hat sich am Samstagvormittag ein Explosion suu glück ereignet. Die Pulverfabrik Segni beschäftigt Tau­sende von Arbeitern in Tag- und Nachtschicht. Gegen 7.30 Uhr ereignete sich eine erste Explosion, der X Stunden später die hauptexplosiou folgte und die einen ausgedehnten Brand verursachte. Die erste amtliche Liste der bis jetzt identifizierten Toten weist 18 Namen auf. Gleichzeitig wird von amt­licher Seite festgestellt, daß in einem Teil der Pul­verfabrik bereits Mitte dieser Woche die Arbeit wie­der ausgenommen wird. Aus Rom ist der ganze Ambulanzpark mit Rettungsmannschaft und Polizei zur Hilfeleistung aufgeboten worden. Der König ha» sich sofort nach Eintreffen der Unglücks- nachricht nach Segni begeben, wo seither die Ber­gungsarbeiten mit Aufbietung aller Kräfte in vollem Gange sind. Der Duce ist am frühen Nachmittag nach Segni abgefahren. *

lieber bas Unglück wird folgende amtliche Mittel- lung ausgegeben;In den Werken zur Herstellung

von Explosivstoffen in Colleferro ist in der Abtei­lung für Tritol eine Explosion erfolgt. Als Opfer sind einige Tote, deren Namen noch veröffentlicht werden, und einige Dutzend Verwundete, zum größ­ten Teil Leichtverletzte, zu beklagen." Nach dem ersten Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung scheine das Unglück auf Unvorsichtigkeit zurückzu­führen zu sein, wodurch ein Rohr mit komprimier­ter Luft explodierte. Agenzia Stefani hat eine weitere amtliche Mitteilung herausgegeben. Danach hatte man zunächst befürchtet, daß das Unglück sehr viel schwerer war als die anschließenden Forschun­gen ergeben haben. Ferner wird bekannt, daß der K ö n ig in Begleitung der Königin und der ita­lienische Regierungschef Mussolini in Begleitung des Parteisekretärs die Unglücksstelle besichtigt und die Verwundeten im Krankenhause besucht haben.

Wie verlautet, ist die Gefahr neuer Explosionen auszuschließen. Dem umsichtigen Eingreifen der Feuerwehr und der Truppen ist es gelungen, des Brandes vollständig Herr zu derben. Die Gemeinde Segni hat keinen ernsthaften Schaden genommen.

O»e Anteilnahme des Führers.

Berlin, 29. Jan. (DNB.) Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers sprach der Staats­minister und Chef der Präsidialkanzlei Dr. M e i ß >

OerhistorischeFackelzugznrIieichskanzlei

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Oie 4.Heichsstraßensammlung am 5. und « Februar 1938.