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Die deutschen Festspiele

Goethes »Egmont^ in Salzburg.

OieIBolfüre* in Bayreuth.

Prosa

Generalprobe wie noch nie!

Das ganze Sportfeld ist zur Festwiese geworden, auf der sich ein Volksfest, sicherlich das größte und fröhlichste Volksfest abspielt, das Deutschland jemals erlebt hat. Deutschlands Jugend, erlebt zum ersten Male diesen Pulsschlag deutschen Lebens in seiner ganzen Unmittelbarkeit. Was sind da schon Wett­kämpfe, was bedeuten uns in diesem Zusammen­hang überhaupt Einzelleistungen? Sie gehen unter in dem großen Geschehen dieser Tage und niemand und am wenigsten die Wettkämpfer selbst nehmen diese Erscheinung mit Bedauern zur Kennt­nis.

_____ ... Regentin. Ihre durchgeistigte Auffassung schlug die Zuschauer sichtlich in Bann. Das Klärchen Angela S a l l o ck e r s knüpfte würdig an die Tra­dition der großen Derkörperinnen dieser Rolle an.

3m Führer sieht ein ganzes Volk seine nationale Hoffnung verkörpert

der größten Aufgaben gestanden, die jemals einer deutschen Staats- und Volksführung gestellt worden seien. Die Tage von Stuttgart seien noch als ein Fest der Hoffnung und des Ver­trauens gefeiert worden, in unerschütterlichem Glauben an den neuen Stern, der damals über dem Reich gerade aufgegangen war.

Aus diesem Fest der Hoffnung vom Jahre 1933 ist nun heute, im Jahre 1938, das Fest der Erfüllung geworden. Aus dem Glau­ben von damals wurde die Gewißheit von heute, und es ist aus Niederlage und Verfall der größte Triumph unserer deut- schen Geschichte entstanden. Den Krieg hatten wir verloren, aber wir haben die Re­volution gewonnen. Und was wir in den schmachvollen Jahren von 1918 bis 1933 aufgeben muhten, das haben wir in den ver­gangenen fünf Jahren wieder aufgeholtt

Dr. Goebbels betonte, daß es keineswegs feine Absicht sei, einem faden Illusionismus das Wort zu reden und etwa zu behaupten, es wären nun schon alle deutschen Fragen gelüst'. Gelöst sei nur ein Bruchteil von ihnen, ein größerer Bruchteil sei in Angriff genommen, und der größte Teil wenigstens schon anerkannt. Das Reich stehe in einem schweren wirtschaftlichen und polr-

von tragt chen Schauern umwittert. Großartig in ......."lickenschildt in der

heute die Geschicke des Reiches leitet und Wort­führer des Volkes,ist? Ist es nicht wie ein Wunder, daß in diesem Wanne das deut­sche Volk fein Schicksal selbst in seine eigene Hände genommen hat? Und ist es für uns nicht eine tiefe Beglückung, nun in diesem Wann die nationale Hoff­nung unseres ganzen Volkes ver­körpert zu sehen? Wie oft haben wir erlebt, daß, wenn er die Nation aufrief, sie ihm ein­schränkungslos ihr Jawort und ihre Gefolg­schaft zur Verfügung stellt. Das ist die Demo­kratie, wie wir sie verstehen, eine Demokratie der tiefsten Verbundenheit zwischen Führer und

Volk!"

,Zn diesen festlichen Stunden, in denen Teile unseres ganzen deutschen Volkstums um uns ver­sammelt sind, in diesen Stunden, da wir uns der großen politischen und kulturellen Mission des Deutschtums in aller Welt bewußt werden, gedenken wir am Anfang und Ende des Mannes, der unse­ren nationalen Glauben erfüllte und unsere natio­nale Hoffnung wahr machte. Der Führer läßt euch durch mich seine Grüße überbringen!"

Unbeschreiblicher Jubel dankte Dr. Goebbels für diese Mitteilung, ein Jubel, der sich noch steigerte, als Dr. Goebbels ankündigen konnte, daß der Führer am Sonntag selbst als Vertreter der deutschen Ration vor ihnen stehen würde.Ihr werdet aus seinem Antlitz", schloß Dr. Goebbels unter Stürmen der Begeisterung,neuen Glau­ben und neue Hoffnung schöpfen, die ihr nötiger habt als irgend jemand anders, die ihr mitnehmen müßt in den schweren Kampf des All­tags für die Größe unseres Volkstums und die Ehre unseres Blutes." Seine Worte klangen aus in das Sieg-Heil auf Reich und Führer, das sich fort­pflanzte und von den Liedern der Ncu on abgelöst wurde, die die erhebende Stunde beschlossen.

Gebieten, aus Lettland, aus Rumänien und aus vielen Ländern von Ueberfee. Fassungslos weinend sah man sudetendeutsche Gruppen im Stadion sitzen, als sie dieses Bild deutscher Marinesoldaten erblick­ten. hier holten sich diese deutschen Kameraden die Kraft und den Mut!

Kein Mensch hatte sie zur Generalprobe geschickt, kein Befehl hatte sie dorthin geführt, aber sie waren schon zur Generalprobe da und aus ihrer Ergrif­fenheit entrang sich ein einziger Schrei der Be­geisterung, als diese Elitetruppe im Parademarsch den Platz verließ.

Glockenspiel:

,3n den Ostwind hebt die Fahnen*.

Und dann sollten wir in den Mittelpunkt dieses Festes die Leistung allein stellen? Auch der Klein-

Gewitter über der Festfladt!

Breslau, 29. JuN 1938.

Zum ersten Male wird im Pressezelt das eilige Klappern der Maschinen von 150 ununterbrochen arbeitenden Pressemännern vom Rollen des Don­ners und vom Brausen des Sturmes übertönt. Ein Woyenbruch geht auf das Dach des Preffezelts hernieder, alle Naturgewalten scheinen losgebrochen, es ist 15 Uhr und stockfinster über dem weiten Hermann-Göring-Sportfeld. In unserem riesigen Pressezelt brennen die Lampen. Aber der Nach­richtendienst läuft ununterbrochen weiter. Telephone versuchen mit schrillen Klingeln das Rauschen des Regens zu übertönen, Telephonistinnen bemühen sich um Fernverbindungen, alles ruft und winkt und arbeitet dabei doch. Die tropische Hitze der Festtage in Breslau hat endlich eine jähe Unter­brechung erfahren. Bereits am Freitag in den frühesten Morgenstunden zogen schwarze Gewitter­wolken am westlichen Horizont herauf. Sie türmten sich dick vor dem riesigen Sportfeld, und den Blicken der besorgten Festbesucher wollte es fast so scheinen, als ob sich die Wolken vor so viel Lebensfreude und Fröhlichkeit der 100 000 auf dem Sportfeld teil­ten, um nach Süden und Norden abzuziehen. Und nun ist das Wetter mit seiner Urgemalt da. Alles rennt von den Tribünen, sucht schützende Zelte auf, stellt sich unter Bäume und Sträucher und sucht in den Zugängen zu den Tribünen Schutz. In der sogenannten Ladenstraße unter der Nordtribüne be$ Friesenseldes herrscht fürchterliche Enge, denn die Turner, die zu Tausenden in bunter Folge zum Wettkampf der Vereine aufmarschiert waren, muß­ten den Platz räumen. Und dennoch: das Wetter kann zwar die Kämpfe unterbrechen, es kann uns aber.. nid)t die Laune verderben. Man trägts mit humckk, und in den riesigen Speisezelten spielte die bayerische Blasmusik auch bei Blitz und Donner ihre echt bajuvarischen Weisen weiter. Man lärmt und scherzt und freut sich kindlich, wenn einem Kameraden durch ein Zeltloch ein Regenguß in den Nacken läuft.

Welches großes Erleben doch dieser heutige Vor­mittag brachte! Auf der Friesenwiese marschierten bereits in den frühen, fonnenumfluteten Morgen­stunden Tausende von Vereinen auf, um Ausschnitte aus ihrer Vereinsarbeit zu zeigen. Das Bild, das sich dem Beschauer von den Zinnen der geroaltigen Tribünen bot, war in seiner Lebendigkeit und Buntheit einfach überwältigend. Und doch leerten sich allmählich die Tribünen. Man ging zur Schle­sierkampfbahn, drängte sich durch die Eingänge und verschaffte sich auf den Terrassen Platz. Rund 30 000 Menschen sitzen still und aufmerksam, obwohl im Programm keine Veranstaltung angekündigt ist, ob­wohl nichts darauf hinwies, daß hier etwas beson­deres.los ist". Es war nur eine General­probe für die Sondervorführungen heute und morgen Nachmittag. Aber was für eine General­probe. SA. zeigte Vorführungen, 140 Polizeian­wärter, die aus Wien übernommen wurden, mach­ten einige Stellproben und unsere Marine übte ihr Programm. Ja, unsere Marine!! Was kann sich eine Landratte schon unter diesen Vorführungen, was kann sich überhaupt der deutsche Sportkame­rad aus der Tschechv-Slowakei unter unserer deut­schen Marine vorstellen? Und sie saßen vollkommen im Bann der Blauen Jungen, die ihre Parade­märsche von einer begeisternden Exaktheit hinlegten, die ihre Traditionskompanien in den Uniformen der Marinesoldaten des Großen Kurfürsten aufmar­schieren ließen, die eine Abteilung Kolonial-Marins- soldaten in die Kampfbahn schickten, die eine Ab­teilung der kaiserlichen Marine aufziehen ließen und die schließlich die Kompanien der reichsdeut­schen Marinesoldaten mit Musik, mit Gesang in Weiß und Blau in donnerndem Gleichschritt in die . Kampfbahn brachten. Zehntausende jubelten, Zehn- : tausende saßen aber auch stumm vor Ergriffenheit : und zu diesen letzten Zehntausenden gehörten unsere volksdeutschen Kameraden aus den sudetendeutschen

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Inmitten festlicher Höhepunkte.

Breslau im Zeichen des Äolksbewußiseins und der Lebensfreude.

Don unserem Dr. Gt.-Sonderberichierstatier.

drei Ebenen des Schauspiels: der politischen Sze. nen, der Dolksauftritte und der Klärchen-Tragödie. Hilpert ließ die polittschen und die Klärchen-Szenen in den hohen Logenbauten spielen, während er tie Dolksszenen auf die ebene Erde verlegte, wo sich zwischen den Häusern ein buntes Hin und Her ent-, wickelte. Ewald Balser aestaltete seinen Egmont vorn Sprachlichen her, wohl die günftigfte Losung bei den besonderen akustischen Verhältnissen der Naturbühne. Werner Krauß spielte den Alba nicht als Theaterbösewicht, sondern fast als einen Wissenschaftler, einen Theoretiker, einen Methodiker

riums für Volksaufklärung und Propaganda sind aus Grund der Ausschreibungen für den Kunstwett- bewerb auch zahlreiche Einsendungen für den Schrifttums-Wettbewerb eingegangen. Der Reichs- sportführer hat in der Gruppe Lyrik von Werke

bild ist!

Der Gewitterregen hat aufgehört! Nur von Ferne grollt noch der Donner. Man wagt sich wieder unter dem schützenden Zeltdach hervor, eine frische Kühle liegt über dem herrlichen Sportfeld, vom Glocken­turm kündet das LiedIn den Ostwind hebt die Fahnen" die Stunde. Noch rieselt leichter Regen, aber über dem Häusermeer Breslaus zeigen sich die ersten hellen Streifen, die Reichsbundfahnen über allen Kampffeldern flattern wieder lustig im Wind, Das Fest kann feinen Fortgang nehmen!

Im Mittelpunkt des sportlichen Geschehens stehen auch heute die Deutschen Leichtathletik- Meisterschaften auf der Jahn - Kampfbahn. Während bei den Kämpfen der Junioren teilweise erstklassige Leistungen erzielt wurden, lassen die Er­gebnisse bei den Senioren zu wünschen übria. Diese Erscheinung ist ganz erklärlich, denn es fehlt nun einmal an der nötigen Konzentratton. Es ist nicht so, wie im Olympia-Stadion in Berlin, wenn zum 100-Meter-Endlauf angetreten wird. Während man1 in Berlin vor dem Startschuß eine Stecknadel hätte fallen hören können, nimmt man hier auf den Tribünen von wichttgen Entscheidungen weniger Notiz. Man schwatzt seelenruhig weiter, leckt in aller Ruhe an der kühlenden Eisstange oder raucht seine Zigarette zu Ende. Aber wie gesagt, was spielt denn schon die Einzelleistung für eine Rolle. Wenn unsere Athleten heute 10 ober 30 Zentimeter weniger weit gesprungen sind als sonst, dann wissen wir, daß die Jungen mit Rekordleistungen doch da sind, pjenn es bei Länderkämpfen darauf ankommt. Und daß auch unsere Senioren kämpfen können, das beweisen sie uns in Breslau auch zu den Athletik-Meisterschaften in jedem einzelnen Rennen.

Breslau in Erwartung des Führers.

Die großen Kundgebungen des Sonntags.

Breslau, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Ankündigung von Dr. Goebbels, daß der Führer am Sonntag zur großen Abschlußkund­gebung des Deutschen Turn- und Sportfestes nach Breslaukommen wird, hat in der Fest- stadt unbeschreibliche Freude und Begeisterung aus- gelöst. Bei seinem Eintreffen wird Adolf Hitler durch den Gauleiter, den Kommandierenden Gene­ral, den Neichssportführer und den Oberbürgermei­ster der Feststadt willkommen geheißen. Nach dem Abschreiten der Front der Ehrenformationen begibt sich der Führer zu einem kurzen Verweilen in das Hotel Monopol und anschließend aus den S ch 1 o ß p l a tz, wo der Reichssportführer den Fest­zug des Deutschen Turn- und Sportfestes Breslau 1938 melden wird. Am Nachmittag wohnt der Füh­rer der Abschlußkundgebung des ersten großen Ge- meinschaftsfestes der deutschen Leibesübungen im Großdeutschen Reich auf Der Friefenwiese bei. Hier nimmt nach turnerischen und sportlichen Vorführungen sowie nach kurzen Begrüßungswor­ten des Gauleiters und Oberpräsidenten der Reichssportführer das Wort, um abschlie­ßend das Ergebnis des Deutschen Tum- und Sportfestes 1938 festzustellen und die sich daraus ergebenden Zielsetzungen für bie Zukunft auf» 1 zuzeigen.

Drei Auszeichnungen im Schrifttums-Wettbewerb.

I

! Bei der Reichsfchrifttumsstelle des Reichsministe-

3n dieses Reich", fuhr Dr. Goebbels fort, draußen vielfach verleumdet, mit haß und Lüge überschüttet, sind nun in diesen Tagen Zehntaufende unserer auslands- deut chen Brüdern und Schwestern aus allen Teilen der Erde hinein- geströmt. Sie, von denen Ungezählte ihr deut- fches Vaterland überhaupt noch nicht gesehen haben, wollen wir in diesen festlichen Tagen in Breslau ganz besonders fest in unser deutsches herz schließen, heute ist jeder von Ihnen da­von überzeugt, daß er stolz auf Reich und Volk sein kann I, stellte Dr. Goebbels un­ter minutenlangen Beifallskundgebungen der Waffen fest.Eine stürmische Revolution ist über Deutschland hinweggegangen, eine neue Gesinnung ist entstanden, und ohne zu übertreiben kann man heute sagen: Aus dem geknechteten und unterlegenen Volk von 1918 ist eine neue Großmacht geworden!

Dieses Volk, das 1918 verzweifelt und pessimi­stisch nicht mehr an seine eigene Kraft glaubte, stellt sich jetzt erhobenen Hauptes in den Kreis der übrigen Weltmächte. Wir sind uns unserer Kraft voll bewußt, wir wissen, was wir wollen, aber wir wollen auch, was mir wissen!" (Stürmische Zustimmungskundgebungen).Wir reden nicht nur, sondern wir losen auch die uns gestellten Aufgaben." Wieder erhob sich die jubelnde Zustim­mung der Zehntausende, geboren aus dem Stolz, sich zum deutschen Volk von heute zählen zu dür- ' fen.

Noch einmal befaßte sich der Minister mit den Gegnern des Reiches, deren Motive heute in erster Linie Haß und Neid seien. Wir fürchteten ihren Haß nicht, uns genüge es zunächst, ihre Achtung errungen zu haben, die sie alle dem Deutschland von heute nicht mehr oerfagen könnten. Das aber habe Deutschland nur einem einzigen Manne zu danken.

Ist es nicht wie ein Wunder, daß ein unbekannter Weltkriegsgefreiter

tischen Existenzkampf, den es inmitten einer demokratischen Umwelt durchzuführen habe, die es bewußt oder unbewußt an dem notwendigen Verständnis für feine Lage fehlen lasse. Den bös­artigsten Gegnern des.Nationalsozialismus käme es offenbar sogar nicht einmal darauf an, Europa in einenblutigenKriegzu stürzen, wenn nur dadurch ihr Wunsch in Erfüllung gehe, den ihnen so vetchayten Nationalsozialismus zu stürzen. Aber sie kämen zu spät. Das Deutschlaird von heute sei ein ernst zu nehmender M a ch t f a k t o r.

Da man nun nicht mehr den Mut habe, bas Deutschland Adolf Hitlers mit Gewalt anzutaften, versuche man, sein Ansehen und seinen Kredit durch eine lügnerische $renefam» pagne zu untergraben. Da gebe es z. B. Kultur- apostel, die so täten, als müßten sie ausgerechnet die deutsche Kultur retten, wahrscheinlich, weil sie selbst keine Kultur haben, die es sich zu retten ver­lohne. Andere täten so, als sei das ganze Reich mit Stachelbraht umgeben und ein einziges Kon­zentrationslager. Sie behaupteten sogar, in Deutsch­land würde nicht mehr gelacht. In diesem Augen­blick ging ein Sturm des Gelächters über den Schloßplatz, die demonstrativste Widerlegung über alle deutschen Sender in die ganze Welt, die man sich denken kann.

einer besonderen Auszeichnung einzelner Abstand genommen. In der Gruppe schloß sich der Reichssportführer dem Vorschlag des Preisgerichts an und hat nachstehend ^nannte drei Werke mit einer Anerkennung ausgezeichnet: 1.

(Siemens Laar... reitet für Deutschland" (Carl-Friedrich Freiherr von Langen); 2. Wolf­gang FrankRudergänger war der liebe Gott" (Die Sturmfahrt derStörtebeker" über den At­lantik); 3. Günther GrellDie Seejungfrau".

Begeisternde Titelkämpfe der Binger.

Mit ungeheuerem Schneid und kraftvollem Ein­satz kämpften unsere Freistilringer am Freitaa um deutsche Meisterehren. Tausende von Schaulustigen hatten es sich nicht nehmen lassen, der großartigen Kunst unserer besten Ringer zuzusehen. Sie freuten

Lord Runcimans Mission.

Vorbereitungen in Prag. -

Praa, 29. Juli. (DNB.) In einer Konfus des Sechser-Ausschusses über die Selbstverwaltung in den Bezirken und Gemeinden soll über diesen Teil der Verwaltungsreform zwischen dem Secks«- Ausschuß und der Regierung Einigkeit hergestellt: werden, damit der ganze Nationatttätenkodex: (Nationalitätenstatut, Sprachengesetz, Verwaltung;-' reform) Montag von der großen Koalitions­konferenz der Parteivorsitzenden ge- nelymigt werden kann. Damit wäre die Vorberei­tung des Nattonatttätenkodex auf tschechischer Seit!! beendet und der Weg zu den Verhandlungen, mit der Sudetendeutschen Partei unli den Vertretern der übrigen Nationalitäten frei. De" endgültige Derhandlungstext wird ins Englische? übersetzt und Lord R u n c i m a n zur DerfüguW gestellt werden. Ueberbies arbeiten bereits die ein­zelnen Ministerien an der Beschaffung von Ma­terial für Lord Runciman, das Verfassung^ rechtlichen, geschichtlichen, statistischen, wirtschaft" lichen Inhalts sein roirb.*

Mehrere Londoner Morgenblätter melden, das» bie Kosten für die Mission Lorb Runcimans von der britischen Regierung getragen würben, unterstreichen aber erneut, daß zwisch'U der Aufgabe Lord Runcimans und der amtlichen Politik Londons fein Zusammenhang bestehe. Friedensapostel als Kriegshetze

Wo wird der Präventivkrieg gegen die autoritären Staaten gepredigt?

Rom, 29. Juli. (Europapreß.) Ein Artikel PariserRevue des deux Mondes" in dem Deuff land Kriegsabsichten für Mitte August angebitp worben sind unb in dem auch der Herausgebers halbamtlichenGiornale b'Jtalia", Gayda, angeß*" fen wurde, hat letzteren zu einer scharfen AbuM veranlaßt. Gayda erklärt, in Wirklichkeit bedroh^ die Demokratien den Frieden. Deren Umtriebe, H* darauf hinzielten, Beunruhigung hervorzurufen aber auf keine beweiskräftigen Dokumente geM seien, müsse man bereits als Kriegstreiberei

zeichnen. Man erzeuge dadurch zwischen den Dönem , Mißtrauen, Panik, Dergeltungsgei" und Kriegspsychose. Diese Beunruhig^! der Welt aber werde allein von den Dem n fratien verursacht und stelle einen Senu* bar, die größte Weltkatastrophe herbeizuführen. M:- müffe sich fragen, welche Absichten sich hinter D®- Veröffentlichung der französischen Zeitschrift bergen, die unmittelbar auf die Erklärung« Chamberlains folge, in denen die Klärutu der Beziehungen zu Italien und Deutschland möglich und wünschenswert bezeichnet wurde. £ ' Papierbombe fei etwas zu übereilt geworfen w den, und da jedes Beweismaterial fehle, habe m das Recht zu der Behauptung, daß es flt9 eine neue Lüge handele, die zu dunklen 0® ken und im Rahmen heimtückischer Manöver eiert worden sei. ., &

In welchem Land, wenn nicht in Franfreu die Formel vom Präventiykrieg aui^hr> men, zu deren Apostel sich der ehemalige minifter und Kriegsmaterialschieber aufgeworfen hat? I o u h a u x, der rote B Q* \ scher von sechs Millionen Gewerkschaftlern, M den Boykott der totalitären Staai»

mütigfte hat hier in Breslau erkannt, daß seine Einzelleistung nichts ist, daß sie nur Wert hat, wenn die Gemeinschaft aus dieser Leistung den Nutzen zu ziehen versteht, wenn diese Leistung eben Vor-

sich an den sportlich hochstehenden Gefechten unb werden nunmehr sicherlich mit ganz anderen Vor­stellungen von der Schwerathletik in die Heimo! zurückkehren. Mit Ausnahme des Nürnbergers Kur! H o r n f i f ch e r, der feinen Titel im Schwergewicht verteidigte, gelang es keinem der Vorjahrsmeister, sich zu behaupten. Auch der Kölner Fritz Nettes­heim kam wieder zu Titelehren, aber in einer an­deren Gewichtsklasse. Im Halbschwergewicht kam E h r et (Ludwigshafen) zum Siege, der sich in früheren Jahren schon mit dem Titel des deutschen Meisters schmücken konnte.

Besonders spannend verliefen die Endkämpfe unb mit welchem Elan hier gerungen wurde, bas be­weist bie Tatsache, daß es fast durchweg Schulter­siege gab.

Die neuen Weister.

Bantam: 1. Fischer ^Thaleischweiler). Feder: 1. Pulheim (Köln). Leicht: 1. Weidner (Stutt­gart). Welter: 1. Nettesheim (Köln). Mittel: 1. Scküser (Ludwigshafen). Halbfchwer: 1. Ehret (Ludwigshafen). Schwer: 1. Hornfifcher (Nürn­berg).

Welkere Berichte über Breslau im vierten Blatt.

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eU K-E >-r 3n|el * ion K-m-° W ; der Wenina anbia oerl 'de ZUM Gener. In der Nahe i mehrere N st«,Abteilungen, luUeuge zuA em der stelloert :a, Marke!U berichtet hatte, yta die Reoold gouverneur der rpräfibenten Mei h gelangt Dana nbig nieder Men wurden leben. Die offen at aeietzmäßigen Lertt Wg wieder befeßt morl M verurteilen mit gro inieaetedjnet kurz vor . res 4.August 1936 ftai Ich, als das gefaulte vorbereitet, der nationa j'is der Dankbarkeit ur een zum Ausdruck zu I irilizu, daß die starke r MM Lolk gestützt i Ipranfiert. Sie geben »Ile Aufständische un lallen. Bereits beim luge zerstreuten sich b m die Flucht. Zur Ze irii auf ganz Kreta § Ul- Regierung statt. lÄlstendes wurden zw- Wten verwundet. § afcte verhaftet, bie 21 0 rlchn.

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Mon, 29. M ß ^föHlacbonalb üy über bie neue Ü Wiler betonte, bie ü »«arischen firnes Eiebeftürveniger wir riMerunz ber Kolon liRüumen in einem ai nratderNeai Vertreter von ber % gestern nur das '®erbe' »Nb zwei Bei * ernannt. Die i .Mts würden diele H 2en MlÄ

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Dem ersten Hauptwerk im musik-dramatischen Der zweite Schauspielabend der Salzburger Fest. Zyklus ,3er Ring der Nibelungen^, derWal- spiele war mit großer Aufmerksamkeit erwartet küre" wurde in Bayreuth eine glanzvolle Wieder- ; worden. Man war sehr gespannt daraus, rme Heinz gabe 3utril $ßiri>fr wurde der Führer Z-uge Hilpert bie ^<9W einer Aufführung bie durch die Vereinigung eines rockmeistern m den Festen des Monchsberges er- schier unübertrefflichen Ensemble von Solisten den , richteten Bauten der F eils e n r e_ t fiiutl e für bu Ruhm der Bayreuther Festspiele als der Vorbild- Aufführung von GoethesEgmont nutzen lichen Pflegeftätte der deutschen Kunst Richard Wag- werde. Die weit auseinanderbezogene Kulisse bet ners befestigte. Der Regisseur Staatsrat Heinz Naturbuhne gestattete eine natürliche Aufteilung der Tietjen gewann dem aus hervorragenden Mit- nrt''***A** " n,° G nn * on

gliedern zahlreicher Orchester gebildeten Festspiel- Orchester als Dirigent der Walküre-Aufführung ein­drucksvolle Wirkungen ab. Mit äußerstem Willens- einsatz führte Franz Völker feine anspruchsvolle Hauptrolle des Siegmund durch, obwohl er noch unter den Nachwirkungen seiner Verletzungen litt. Als Sieglinde erneuerte Maria Müller ihren großen Erfolg, ber eine aus langjähriger Vertraut­heit mit ber Gestalt erwachsene Leistung bestätigte. Rubolf Bockelmann unb Margarete Klose überboten als bas Götterpaar Wotan und Fnckan ,_ .....

noch ihre Leistung vom Vortage. Zwei Hauptrollen der Inquisition. Hans T h i m i g s Brakenburg mar wiesen eine neue Besetzung auf. Maria Fuchs von tragischen Schauern umm.tt-ri Grobariw in lang die Brunhilde und überzeugte vor allem durch erster Linie Elisabeth F l den metallischen Klang chrer strahlenden Höhe und Rolle ber Regentin. Ihre j bie Eindringlichkeit ihres Spiels. Den Hunding hatte Ludwig Hofmann übernommen, der die Dämonie des finsteren Gegenspielers des Wälsun- .. . ro.-

gcn-Paares mit der dunklen Tiefe feines fülligen Eid Kabinettstück der Mutter war Frieda Rl. Baffes charakterisierte. Zu einem der stärksten Ein- 'chard. Besonders gelungen erschienen die Volks- drücke der Aufführung gestaltete sich wieder der , szenen, in deren Mittelpunkt der Schneider Jettei letzte Akt, in dem die Regie bas glanzvoll besetzte Bruno Hübners unb ber Vansen Otto W e r- Walküre-Ensemble auch zu einem mitreihenben sze- nettes standen. Der Hilpertschen Inszenierung btt Nischen Einsatz brachte und die Bildkunst von EmilEgmont", von ber unsterblichen Musik Beethooeiv Pretorius in bem nach musikalischen Gesichts- umrahmt, wird der große Erfolg der ersten AuM punkten farblich reich gestuften Feuerzauber einen rung treu bleiben. D. K. K.