Ausgabe 
30.4.1938
 
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Itr.roo Sechster Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

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Ernste Arbeit froher Feiertag

Neu belebt sind Sitte und Brauch im Bauhandwerk.

Aufmerksam prüft der Meister die Arbeit des jungen Buchdruckers.

Nur wo der Pflug neben dem Schwert die Furchen für die Saat zieht und wo im Schutze dieses Schwer­tes die Arbeit geleistet werden kann, da ist auch der Segen der Arbeit gegeben, da herrscht nach der ernsten Arbeit ebenso berechtigt die Freude! Und unserem deutschen Volke ist dieser Schutz seiner Ar­beit durch den Führer in so starkem Ausmaß ge­schaffen worden, daß wir alle wieder unserer Arbeit froh werden und, mit freudiger Zuversicht der Zu­kunft entgegensehen können.

den wir seit dem vorjährigen Nationalen Feiertag des deutschen Volkes auch in unserem Heimatgebiet erlebt haben. Und wo ein solcher Aufstieg vor­handen ist, da herrscht mit Recht Freude über den Erfolg des Mühens und Schaffens während eines ganzen Jahres.

vereinigt, so kommt auch darin wieder zum Aus­druck, daß der Waffenträger der Nation und der deutsche Arbeiter im Zivilkleid Schulter an Schulter stehen, als Arbeiter und Diener der deutschen Na­tion, wie als Gemeinschaft in der Freude über ein weiteres Jahr gesegneten deutschen Schaffens.

In diesem Zusammenhänge sei die Aufmerksamkeit aller Volksgenossen noch auf eine Einrichtung hin^ gelenkt, die erst in den letzten Tagen in den Lebens-

Der Zimmermann mit modernen Hilfsmitteln am Werk.

Wie tief unsere Wehrmacht mit den Volksgenos­sen im Zivilkleid verhunden ist, können wir in Gießen ja immer wieder mit Freuden beobachten. Bei ihrem Marsch durch die Stadt können unsere Soldaten stets die Wahrnehmung machen, daß ihnen die ganze Liebe der deutschen Volksgenossen gehört, daß alle Männer und Frauen sich bewußt sind, welchen starken Schutz sie an der nationalsozialisti­schen Wehrmacht des Dritten Reiches haben. Und wie gerne dienen unsere jungen Männer in dieser Wehrmacht! Wie freudig sehen Vater und Mutter ihren Sohn als Träger des Ehrenkleides des na­tionalsozialistischen deutschen Soldaten! Erinnern

Geschick und Geschmack verlangt der Beruf der Putzmacherin.

starke Energie für die Verwirklichung des dankens­werten Planes, den theaterlosen kleinen Orten gute Wanderbühnen zu schaffen, zum Ausdruck, daß man nur mit froher Erwartung der Durchführung der ausgezeichneten Gedanken entgegensehen kann. Ins­besondere werden unsere Volksgenossen auf dem Lande allen Anlaß haben, das unter der organisa­torischen Leitung des stellvertretenden Gauleiters Linder stehende neue Kultur- und Feierabendwerk mit aller Kraft zu unterstützen, und sie werden damit eine Arbeit fördern, die gerade die kleinen Gemein­den mit herzlicher Dankbarkeit begrüßen können.

Daß bei dieser Aufwärtsentwicklung unsere Stadt Gießen an erster Stelle in unserem Heimatbezirk steht, ist für jedermann ohne weiteres ersichtlich. Man erinnert sich, welch reicher Arbeitssegen allein aus der starken Bautätigkeit mit all ihren Neben­gewerben hervorgeht. Da konnten nicht nur die Maurer, Zimmerer und Hilfsarbeiter der Baube­triebe, sondern auch die Spengler, Schlosser, In­stallateure, Elektriker, Dachdecker usw. usw. Arbeit und Verdienst haben, erhielten alle diese Werkleute mit ihren Familien das tägliche Brot. Ihre Arbeit und ihr Verdienst wirkten sich in fruchtbarer Weise aus auf unzählige andere Volkskreise. Nicht nur

Lebens zu verspüren^ *

Aber nicht nur nach dieser Richtung hin hat auch das jüngste Jahr deutschen Schaffens viele neue Früchte getragen. Wie eindrucksvoll wirken hier doch die Zahlen, die am Donnerstag in dem Auf­ruf des Leiters der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley an alle schaffenden deutschen Menschen in Stadt

Unter der Parole: FreutEuch desLebens! wird sich die deutsche Volksgemeinschaft am morgigen 1. Mai, dem Nationalfeier­tag des deutschen Volkes, wieder unter dem Maibaum versammeln. Der ernsten Arbeit in allen Berufen folgt damit ein froher Feiertag. Diese Feier hat ihren besonderen, ihren tiefen Sinn. In den frohgestimmten Stunden dieses nationalen Feiertags kommt der Glaube an unser durch den Nationalsozialismus geeintes und wiedererstarktes deutsches Volk zum Ausdruck; aber auch die Freude an unserer Arbeit und an unserer Schaffenskraft, die frohe Pflichterfüllung für unsere Heimat finden darin ihren starken Widerhall. PZer wollte leug­nen, daß wir zu dieser Freude und zu dem froh- gestimmten Feiertag allen Grund haben? Ein Blick in die Runde, auf die engere Heimat sowohl, als and) auf unser herrliches großdeutsches Vater­land, zeigt jedermann, daß unsere Volksgemeinschaft mit Recht sich nach den Wochen und Monaten un­ermüdlicher Arbeit wieder einmal in froher Stim­mung gemeinschaftlich der Freude über die Er­folge der deutschen Arbeit hingeben kann.

Wir wollen in Gießen heute gar nicht weit zu- rückblicken. Unsere Aufmerksamkeit sei nur einmal auf das letzte Jahr gerichtet. Ist es da nicht für uns alle eine Genugtuung, feststellen zu können, daß wir auch in unserer Stadt und in unserer engeren oberhessischen Heimat wieder ein reichgesegnetes Jahr der Arbeit verzeichnen können! An anderer

Helferin im Dienste der Wissenschaft.

kreis der schaffenden deutschen Menschen unserer engeren Heimat getreten ist und die der Aufgabe dienen soll, insbesondere in den kleinen Städten und in den Landorten der guten Theaterkunst den Weg zum Volke zu ebnen. Der stellvertretende Gauleiter Linder hat sich das große Verdienst erworben, durch die Gründung des Rhein-Mainischen Ge­meindekulturverbandes eine verheißungsvolle Grund­lage für dieses Werk bereitet zu haben. In seinen Darlegungen in der Gründungsversammlung kam so viel Freude an der großen Aufgabe und eine so

So kann denn auch unsere Volksgemeinschaft in Gießen und in unserer oberhessischen Heimat sich am morgigen Nationalfeiertag frohgestimmt in den Kreis der herzlichen Freude des deutschen Volkes unter dem Maibaum einreihen. Wir erleben dabei wieder das Wunder des Frühlings in der Natur und zugleich den wundervollen, kräftespendenden Frühling der neuen deutschen Volkwerdung, das Bekenntnis zur Schönheit des Mai, wie zur Größe unserer deutschen Nation unter den Fahnen unse­res Führers Adolf Hitler, dessen dankbare und treue Gefolgschaft wir allezeit sein wollen im Dienste für unser ewiges Großdeutschland. B»

In der Gießener Universitätsbibliothek. Unsummen schöpferischer geistiger Tätigkeit sind hier verankert.

- 3m Dienste der Eichener Elektrizitätsversorgung. Waschinenpjlege

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und Land veröffentlicht wurden. Diese Zahlen sind markante Wegzeichen unseres Vormarsches un­ter der Führung Adolf Hitlers zu einer glück­licheren Zeit des deut­schen Volkes. Wie alle Volksgenossen im Be­wußtsein ihrer Pflichten im Dienste der deutschen Nation täglich froh ihrer Arbeit nachgehen wo­für unsere als Symbole deutschen Fleißes und deutscher Freude an der Arbeit hier abgedruckten Bilder aus dem Wirken deutscher Arbeiter der Stirn und der Faust Zeugnis sind so wis­sen sie auch, daß ihre Arbeit und die Früchte ihres Mühens dank der segensreichen Führung unseres Volkes durch un­fern Führer nun wieder geschützt sind durch eine starke deutsche Wehrmacht.

Der Facharbeiter an der Drehbank.

MMcchnre» [9]: Neuner, Gießener Anzeiger»)

die KdF.-Fahrer, an die Besucher der Freizeit- Veranstaltungen oder an die Teilnehmer von Vortrags- und änderen Bil­dungsveranstaltungen. Sagen wir es offen: viele, ja die meisten dieser Annehmlichkeiten des Lebens waren vor der Machtübernahme dem schlichten schaf­fenden Manne des Volkes, aber auch zahlreichen geistigen Arbeitern einfach verschlossen! Der Natio­nalsozialismus erst ebnete die Wege und schuf neue Einrichtungen, damit alle deutschen Menschen die Möglichkeit haben, nach ernster und anstrengender Arbeit auch die Entspannung und die Sammlung neuer Kräfte durch den Genuß der Schönheiten des

der tägliche Bedarf fand seine Deckyng, sondern die Arbeit und der gesicherte Lohn ermöglichten es auch, solche Erfordernisse des Lebens zu beliebigen, die über den Rahmen der täglichen Notwendigkeiten hinausgehen, die das Leben froher und damit die schaffenden Menschen innerlich freier machen. Es würde zu weit führen, hier auf allo Einzelheiten dieses erfreulichen Aufschwungs einzugehen-, es mag genügen, gerade heute am Vorabend des National­feiertages des deutschen Volkes alle Volksgenossen anzuregen, sich einmal im Geiste dieses Tages im eigenen Lebenskreise und in seiner Nachbarschaft umzuschauen. Man wird dabei die Feststellung ma­chen können, daß jetzt nicht nur der kleine Kreis der mit Glücksgütern bevor­zugten Volksgenossen sich der frohen Seiten des Le­bens erfreuen kann, son­dern daß auch die breite­sten Schichten unseres Volkes Anteil haben an den schönen Künsten, an den Früchten des deut­schen Geisteslebens, an dem Erleben der Schön­heiten unseres deutschen Vaterlandes, wie auch be­freundeter anderer Län­der. May denke z. B. an

Stelle unseres heutigen Blattes drucken wir einen Artikel des Direktors des Arbeitsamtes Gießen, Oberregierungsrats Dr. List, über die Arbeits­einsatzlage in Oberhessen ab. Wie erfreulich ist es, dort von autoritativer Seite die Feststellung zu hören, daß wir schon lange nicht mehr vor dem Problem der Arbeitsbeschaffung stehen, .sondern jetzt die große Aufgabe lösen müssen, Arbeitskräfte für die vielfachen Arbeitsaufgaben irgendwie und irgendwo heranzuholen. Sogar deutsche Volksge­nossen aus Oesterreich und Männer und Frauen des befreundeten italienischen Volkes müssen auch für die Arbeit in unserer engeren Heimat in An­spruch genommen werden, weil wir selbst und die benachbarten Bezirke nicht mehr genügend Kräfte zur Bewältigung aller Aufgaben bereitstellen kön­nen Diese Entwicklung gibt Anlaß zu unserer Ge­nugtuung, denn sie ist ein überzeugender Grad­messer für den weiteren wirtschaftlichen Aufstieg,

Der Küfermeister bei seiner Arbeit am Faß.

wir uns, mit welcher großen Freude die Gießener Teile der neuen Wehrmacht bei ihrem Einzug in den Standort Gießen von jung und alt, von Männern und Frauen aller Stände und Berufe begrüßt wurden. Es ist schon so: Volk und Wehr­macht im Deutschland Adolf Hitlers sind eine un­trennbare Einheit, in erfreulichem Gegensatz zu jenen trostlosen Jahren vor dem Januar 1933 in denen viele deutsche Volksgenossen im Zivilrock an keine Gemeinschaft mit den deutschen Brüdern im Soldatenkleid glauben wollten. Auch dieses Wandels zu einer neuen, schöneren Seite des deutschen Volks­lebens sei heute vor allem gedacht. Und wir wollen dabei noch unserer besonderen Freude darüber Aus­druck geben, daß unsere Stadt Gießen die Auszeich­nung erfahren hat, in weit bedeutsamerem Maßstab Garnisonstadt der deutschen Wehrmacht sein zu dür­fen, als jemals zuvor. Die ideelle Freude darüber ist gepaart mit dem Bewußtsein, daß aus dem Kreise unserer Soldaten auch die heimische Wirt­schaft in vielfältiger Weise Aufschwung und Be­lebung für die Dauer erfährt, nicht nur zum Nutzen eines bestimmten Personenkreises, sondern durch die vielfältigen Auswirkungen zum Besten der Gesamtheit in Gießen. Wenn daher bei dem Aufmarsch aller deutschen Volksgenossen am mor­gigen Nationalfeiertag des deutschen Volkes die Wehrmacht durch eine Ehrenkompanie sich als innig verbundenes Glied der deutschen Volksgemeinschaft mit den deutschen Männern und Frauen aller Stände und Berufe zur gemeinsamen Dankesfeier