Ausgabe 
27.4.1938
 
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Mittwoch, 27. April 1938

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr.97 Zweites Blatt

Aus dem Reiche der Frau

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

werden wie der Gürtel zu einer Schleife ge-

/erschiedenes

nicht

Frühjahre beftchttgung rm Kleiderschrank.

Nassau schreibt: ,

Klärchen mußte in der Schule einen Aufsatz machen:Wenn Mutter große Wäsche hat." Darin schrieb sie:Mutters Waschtag ist für die ganze Familie garnich schön. Es ist dann so ungemütlich bei uns und wir kommen deshalb des Mittags nicht gerne nach Hause. Zum Essen gibt es nur Aufgeroärmtes vom Tag vorher, und das schmeckt uns'gar nicht." Als sie den Aufsatz zurückbekam, da hatte die Lehrerin an den Rand mit roter Tinte geschrieben:Muß das sein?"

Ja, muß das sein? 'dachte Klärchen, unti muß das fein? sagte sich der Vater, als er seiner sonst so tüchtigen Hausfrau schmunzelnd das Heft mit der Randbemerkung zeigte. Die Mutter gab keine Antwort, aber in Gedanken suchte sie nach einer Lösung.

Als der nächste Waschtag herankam, da war sie darauf vorbereitet. Wohl gab es wieder die berühm­ten Reste, aber nicht mehr aufgewärmt, sondern in der Form eines neuen Gerichts, in einer neuen Zu­sammenstellung. Die Mutter hatte einen Kartoffel­brei zubereitet und in eine gut gefettete und mit Reibebrot ausgestreute Randwrm gefüllt. Während sie den Teig eine halbe Stunde im Backofen über­bauen ließ, wurden kg gekochte Fleischreste durch die Fleischmaschine gedreht. Nun stellte sie schnell eine dunkle Mehlschwitze der, füllte mit einem hal- den Liter Fleisch- oder Würfelbrühe auf, schmeckte ab und gab das durchgedrehte Fleisch hinein. Der Kartoffelrand wurde aus dem Ofen genommen, auf eine Platte gestürzt und das Häcksel darin ange­richtet.

Wie gut schmeckte jetzt die Mahlzelt der Familie. Nun kannten sie kein Vorurteil mehr gegen Reste-

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tember 1937

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Nun meine Frühjahrsmäntel. Meinen hellen Gummimantel wasche ich gut mit Wasser ab und lasse ihn auf einem Bügel im Keller trocknen. Zuletzt wird er mit etwas Glyzerin eingerieben.

vermischt, unter Zuhilfenahme eines Luffalappens oder einer Hellen, alten Wollfocke statt des Schwam­mes von allem Seife- und Schmutzanfatz befreit.

Fliegenfchmgtz aus seidenen Lampen­schirmen entfernt man leicht, indem man die betreffenden Stellen mit einem in lauwarmes Essig- roaffer getauchten Läppchen vorsichtig abreibt.^Hier­durch verschwindet der Schmutz, ohne die tfarbe anzugreifen.

Marmor platten reinigt man nur mit einem milchähnlichen Schlämmkreidewasser, dem man auf 1/2 Liter 1 Teelöffel voll Salmiakgeist zusetzt Ein weicher Leinenlappen ist hier einem Schwamm vor­zuziehen. Zuletzt wird gewachst.

Silber und Gold. Aus Schlämmkreide oder Magnesia mit Spiritus einen Brei bereiten, in den einige Tropfen Salmiak zur Fleckenentfernung kom­men. Dann mit trockener Schlämmkreide oder Ma­gnesium nachpolieren, heiß nachspülen. Silber nimmt besser an, wenn es zuvor in heißem Wasser er­wärmt wurde. Nickel wie Silber und Gold, je­doch keinen Salmiak bei Magnesia oder Schlämm­kreidebrei verwenden, da er angreift.

Kristall in einer Seifenlauge abbürsten, in heißem Wasser nachspülen und zur Auffrischung des alten Glanzes Wasser mit Waschblau blauen und darin das Kristall nachspülen. Auf diese Weise wird das Kristall wie neu.

Karos, Sterne und Strei f.en sind die auf hellgrundig-er Waschseide (Lavable) ausgedruck­ten Muster für das leichte Lauf kleid. Aber auch auf dunklem Grund, auf dunkelblau etwa, wirken die gleichen Muster in rot, weiß oder ^^Au? h?llblauem, dunkelblau bedrucktem Mate> rial ist das Kleid links mit der Glockenbahn. Der unter der Brust gelesene Blusenteil entspricht der Miederform, die Enden des Stehbündchens

gerichte. Die Hausfrau aber sah ein daß es nur einiger Mehrarbeit bedarf und einiger Geschicklich­keit, um aus den verpönten Resten ein neues und schmackhaftes Gericht herzustellen: Häcksel aus gekochten F l e i f d) r e ft e n. Zutaten: für den Kartoffelrand bei Kartoffelbrei Vs kg gekochte (oder gebratene Fleischreste), 30 g Butter (Fett),

schlungen.

Weiß mit schwarz-roten Karos ist das Kleid tn der Mitte. Dem Hemdblusen st il entsprechen der lange Aermel, das Passenteil und die Perlmutt­knöpfe.'Die Vorderbahn des Rockes ist eingelefen.

Mittelbraune Streifen auf blaßgelbem Grund hat das Kleid rechts. Die Rockmittelbahn ist in schmale Falten gelegt, die kleine Tasche ist ein­gearbeitet. Die Knöpfe sind aus Perlmutt. H.

würdige Zeichen, die sie für Gegenstände, Bilder oder Menschen hält. Dabei geschieht-es, daß sie ein wenig einnickt. Dann ziehen wir sie aus und legen sie ins Bett. Sie macht dann 1 bis 2 Stunden Mittagsschläfchen. Viele Kinder, auch noch, wenn sie in die Schule gehen, haben regelmäßig dieses Verlangen. Dem soll man nachgeben. Dann aber ist wichtig, daß sie ausgezogen ins Bett gelegt und nicht zu dick zutzedeckt werden. Fenster auf und frische Luft herein! Wenn es warm ist und die Kinder an einem zugfreien Platz im Freiey, im Garten oder auf dem Balkon schlafen, muß man dafür sorgen, daß sie sich richtig ausstrecken können. Zusammengekrümmt ruht sich der Körper nicht aus. Auch kein grelles Licht auf die Augen fallen lassen und dafür sorgen, daß die Sonne nicht den Kopf bescheint. Nach längstens 2 Stunden wecken, sonst geht es mit dem Einschlafen am Abend nicht gut.

Christa schläft immer sofort ein. Wir haben uns auch nicht auf lange Gespräche am Bett einge­lassen. Das Gute-Nncht-Sagen wird kurz gemacht. Manchmal mit ein wenig Energie. Mufti löscht das Licht aus und läßt sich auf kein Rufen mehr ein. Im Anfang tut auch gelegentlich ein kleiner Klapps Wunder. Wenn Schulkinder abends schlecht ein­schlafen können, werden natürlich oft auch die An­forderungen der Schule die Ursache fein. Dann muß man versuchen, auszugleichen: Schularbeiten recht frühzeitig machen, damit vor dem Schlafengehen noch ein kleines Spielchen eingeschaltet werden kann oder auch ein kleiner Spaziergang. Gut ist auch etwas Obst vor dem Waschen, das Blut wird dann vom Hirn weg zur Verdauung geleitet.

Christa hat eine kleine Freundin. Die hat ihr von ihrem schweren Einschlafen erzählt. Die Eltern, vernünftig, riefen den Onkel Doktor. Er sagte, daß die Blutverteilung oder -Zusammensetzung die Ur­sache sei. Das ist weiter nicht schlimm. Der Arzt kann mit ganz einfachen Mitteln abhelfen; denn nichts ist für den kleinen Menschen wichtiger als der gesunde Schlaf. Christa ist uns sehr dankbar dafür. Sch-r.

J ^tQUanti! °m lAich^ *> bleibt, bin4- Die 2'". Ziemlich »ns n weiter an : heiter bis L.MSrab, Einbe um lEg, meist 3.511.2 (Brat borgens imum heute 10 cm Tiefe 33 27. April: mscheindauer

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Wenn Christa schläft...

Fünf Minuten für die Gesundheit.

Christa ist unser Kind und drei Jahre alt. Wenn nichts besonderes los ist, sagt sie um 19 Uhr: Mutti Christa müde". Dann wird sie ins Bett gepackt und da schläft sie nun bis zum anderen Morgen um 7 Uhr. Glatt 12 Stunden schläft Christa. Sie hält das für einen richtigen und ver­nünftigen Kinderschlaf und läßt sich da auch nicht hereinreden.

Was meint dazu aber die Wissenschaft? Die kommt zunächst mit der Statistik. Sie hat errechnet, daß der Mensch in den ersten Tagen seines Erden­daseins fast nur schläft. Er hat später Zeit genug, wach zu sein. Er schläft 24 Stunden. Nach einem Monat verschlafen wir von 24 Stunden immerhin noch 18. Das nimmt dann ab. Nach dem ersten Halbjahr sind es noch 16, nach dem ersten Geburts­tag in der Regel noch 14 Stunden. Nach den ersten drei Lebensjahren 12. Erst vom vierten Lebensjahr ab wird der Tag länger als die Nacht. Man kann daraus eine Lehre ziehen: je jünger der Mensch, um so mehr braucht er Schlaf. So soll ein Schul­kind seine 10 bis 11 Stunden Schlaf haben, der Jugendliche 9 bis 10, der Erwachsene 7 bis 8 Stunden. Christa hat nicht das Bedürfnis, nach dem Essen zu schlafen. Sie schreibt dann gern Briefe". Sie setzt sich in eine ruhige Ecke, läßt sich ein Blatt Papier geben und macht darauf merk-

Wir erwarten ein Kind.

Wird in einem Haushalt ein Kind erwartet, dann muß sich nicht nur die Frau daraus einstellen, son- dem der ganze Haushalt', denn so ein kleines We­sen bedingt eine völlig neue Tageseinteilung. Das Kind verlangt morgens um 6 Uhr seine erste Mahl­zeit. Die Mutter muß sich daher an frühzeitiges Auf- stehen gewöhnen. Manchmal muß sie mit dem Mann auch die Nachtruhe opfern. Während bei der Frau ein natürliches Muttergefühl vorhanden ist, muß der Mann erst lernen, sich an seine Vaterschaft zu gewöhnen; er tut also gut daran, sich schon früh­zeitig mit dem Gedanken vertraut zu machen, daß bald ein Kind im Hause ist

Schon Wochen vor der Geburt bereitet die Mut­ter alles zum Empfang des Kindes vor. Sie be­sorgt eine Vertretung während ihres Aufenthaltes in 'der Klinik. Sie stellt vielleicht die Möbel um, damit Platz geschaffen wird für einen Wagen, einen Babykorb oder einen Tisch. Auch muß ein Fach für die Kindersachen freigemacht werden. Den Wäscheschrank hot sie umgekramt, um aus alten, vorhandenen Stücken Hemdchen oder Jäckchen zu nähen; denn dadurch kann manche Ausgabe erspart werden.

Ist die Frau nicht geschickt genug, so ist sie auf Fertigkauf und Geschenke angewiesen. Wie oft wer- den Mutter und Kind von Freundinnen und Ver­wandten mit allen möglichen Sachen beschenkt, die weder notwendig noch angebracht sind. Die Säug­linge erhalten schon Spielsachen und Schaukelpferde, während Windeln und Jäckchen fehlen. Oder man glaubt, mit einer Strampelhose besondere Freude zu machen, während die Mutter davon gar nicht entzückt ist, weil sie weiß, daß sie meist nicht so warm und bequem ist, wie angenommen wird. Es ist daher das Gegebene, daß sich die schenkenden Frauen nach den Wünschen der Mutter richten, um 0 gerade in einem wirtschaftlich schwächeren Haus­halt der Frau zu helfen, eine genügende und hübsche Säuglingsausstattung zulammenzutragen.

Was kostet nun diese Säuglingsausstattung, wenn die Frau alles kaufen ckuß und dabei nur Durch­schnittsqualitäten und das Notwendigste anfchafft? Der Säugling braucht 6 Hemdchen und 6 Jäckchen in der Größe 2 und 3, da er diese noch bis zu sechs und sieben Monaten anziehen kann. Die Hemdchen kosten 50 Pfennig, in Trikotstoff 60 bis 70 Pfennige, die Jäckchen 90 Pfennig und 1,40 Mark. Dann braucht das Kind ein Strickjäckchen und Mützchen. Beim Selbstarbeiten stellt fick dieses auf 2 bis 3 Mark, fertig ungefähr 5 Mark. Zwei Dutzend Windeln müssen angeschafft werden, und zwar ein Dutzend Nesselwindeln, das Stück zu 50 bis 80 Pfennig, und ein Dutzend Mullwindeln, das Stück zu etwa 65 Pfennig Weiter sind zwei bis vier Einschlagtücher zu 1,40 Mark Molton vom Meter nötig und 1 bis IV2 Dutzend kleine Em- schlagtücher zu 40 bis 50 Pfennig. Das 1:1,50 Me­ter große Badetuch zu 2,50 Mark kann auch durch zwei aneinander genähte Frottiertücher ersetzt wer­den. Vier Waschlappen für Gesicht und Körper müs­sen vorhanden fein und ein Wickelpolster. Dieses kann sich jede Frau selbst aus in Seifenlauge aus- gekockter Holzwolle, die in einen Bezug gesteckt wird, Herstellen. Es kostet 2 Mark; ebenso teu»r ist die auf dieselbe Art hergestellte Matratze. Endlich braucht das Kind noch eine Badewanne, die später als Waschwanne dienen kann und aus Zink etwa 7,50 Mark kostet. Ein Waschkorb ist ja mahl in jedem Haushalt vorhanden; mit geblümtem Stoff verklei­det und mit Barchent ausgeschlagen, kann er in der ersten Zeit recht gut als Bettchen dienen. Zwei- bis viermal Bettwäsche richtet sich im Preis ganz nach den gewählten Qualitäten. Die Wolldecke zum Ein­ziehen stellt sich in guter Ausführung auf etwa 12 Mark.

Die Säuglingsausstattung kostet also ungefähr 70 bis 90 Mark. Dazu kommt noch der Kinderwagen, der in feder Preislage zu hnb»n ist Auch die Pflege- mittel für den Säugling müssen rechtzeitig beschafft werden, damit alles vorhanden ist, wenn die Mut­ter das Kind aus der Klinik bringt und nun zum !$ ersten Male selbst betreuen muß. E.Sch.

Die linden Lüfte sind erwacht soweit Aprilschauer uns noch einmal frösteln machen und damit auch der Wunsch der Frauen, wieder fröhlich-helle Kleider tragen zu können. Also gibt es heute eine Generalbesichttgung des Kleider- schrankes. Was ist noch brauchbar, was kann aus- qefrischt werden? , , , s

Hm, der weiche graue Filzhut wäre ja gerade richtig, leider ist er aber schon em wenig schmudde­lig. Aber halt, ich dürste ihn erst mit einer weichen, sauberen Bürste ab, dann nehme ich noch feines Sandpapier zum Adreiden, damit bekomme ,ch die kleinen Regenflecke fort. Aber hier den braunen Filzhut von meinem Mann, der sich zufällig in meinen Kleiderschrank verirrt hat, werde ich mit Tabakbrühe abbürsten und ihn dann feierlich als

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XulCRr wiro er mir eirous '...rj.

Meinen Gadardinmantel wasche ich in einer neu- 40 g Mehl, 1 Zwiebel, /2 Liter Brühe (r> sch' traten Seife, dann ist er nach dem Aufbügeln wie- , oder Würfelbrühe), Prise Salz, Lorbeerblatt, 1 Tee« der tadellos. G. W. 'löffel Tomatenmark, etwas Eisig.

neu überreichen. _. .

Da findet sich ja auch noch em netter S tr o h° Hut, zwar in den Farben etwas verblaßt aber das werde ich schon kriegen: ich reibe ihn vorsichtig mit etwas Del ab, und schon wird er als neu den Freundinnen vorgeführt. Die Lederblume konnte ich auch erft einmal abmachen und mit Benzmoform reinigen, dann mit etwas Glyzerin abreiben.

Aber wo sind eigentlich meine kleinen, dazu passenden Schleier? Aha h-er- sind sie schon, allerdings recht waschdedurftig. Aber das ist ja nicht schlimm. Den weißen drucke ich m einer guten Seifenlauge aus, spüle ihn gut Ziehe ihn zuletzt durch zuckerhaltiges Wasser und platte ihn schließ­lich noch feucht, dann ist er wieder tadellos steif und frisch. Den schwarzen Schleier wasche ich aber lieber in dem Wasser von roh geriebenen Kartof­feln, dann wird er nicht grau, sondern behalt ferne schöne schwarze Farbe.

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eilen Lleernng 1 erkaufen: ichinen: motor, liegend rom-Dynamo, pM. . , pp. Zweitakt» iend, 90/75 PS

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Klaviertasten werden wieder weiß, wenn man sie mit verdünntem Wasserstoffsuperoxyd ab­reibt.

Auffrischen polierter Möbel: 1 Teil gelbes Wachs, 1 Teil Terpentin im Wasserbad ge- chmolzen, dann in Platten ausgeaossen. Ganz dünn auf Möbel gerieben und mit Leinenlappen (mit Terpentin anfeuchten) nachreiben. Mit Flanell Hoch­glanz.

Teppiche werden auf folgende Weise wie neu: Auf 1 Liter Wasser 12 Eßlöffel eines Wasch- mittels durch tüchtiges Verquirlen auflösen und diese Lauge mittels einesDelourstreifens" aufstreichen und tüchtig reiben. Gerade der gleichfaserige Streb en nimmt vom Teppich besonders den Schmutz. Man spült auf die gleiche Weise mit einer um die Hälfte verdünnten Lauge nach. (1 Liter Wasser, V2 Eßlöffel Waschpulver). Aber auch mit aufgelösten Seifenflocken kann das gleiche Ziel erreicht werden, nur daß zur Auflösung der Seife xk Liter heißes Wasser genommen, das dann mit kaltem Wasser auf 1 Liter erhöht wird.

Alle Plüsch stoffe werden wie neu durch Abbürsten mit einer sauberen Bürste, die in Petro­leum getaucht ist. Den Plüsch dann trocknen lassen.

Emaillierte Badewannen werden mit einer dickeren Schlämmkreidelösung als sie zum Reinigen der Küchenmöbel verwendet wird, also mit Borax

Der Schuloussi'h.

Landesbauernschaft Hessen-

Jetzt meine Handschuhe. Hier, meine seidenen; großartig, daß ich sie letztes Jahr so gut schonte! Ich habe nämlich jedesmal nach dem Waschen in die Fingerspitzen etwas Watte gesteckt, so daß sie dann beim Tragen von den Nägeln nicht zerrissen wurden. Die Handschuhe kann ich in diesem Jahr noch tragen und brauche sie nur zu waschen. Das kann ich dann zugleich mit meinen weißen Wild­lederhandschuhen, die in gutschäumender Seifenlauge durchgedrückt werden. Dann werden sie gut gespült und zuletzt noch durch ein leichtes Seifenwasser gezogen. Auf diese Weise bleiben sie immer weich, namentlich wenn ich sie vorsichtig trockne, also nicht in der Sonne und nicht zu nah am Ofen.

Wenn ich nur auch voriges Jahr mit meinen weißen Leinenschuhen besser umgegangen wäre! Aber leider habe ich jetzt erst gehört, daß die Spitzen längst nicht so leicht unansehnlich und schmutzig werden, wenn man sie nach dem Säubern mit einer Wasserglaslösung bestreicht; das werde ich aber jetzt gleich machen. Meine Wildleder­schuhe reibe ich sorgfältig mit ganz feinem Sand­papier ab und behandele fie mit dem gleichfarbigen Puder, dann sind fie, auch wieder wie neu.

Ja, und nun meine Strümpfe. Erfreulicher­weise' habe ich ja noch eine ganze Menge, die an der Fußspitze noch gut sind, seit ich meineZehen­schützer", kleine Kappen aus Trikot, trage. Freilich, die Nacken sind reichlich gestopft! Aber auch da weiß ich Rat: man näht an der Hacke eine kleine Quer­latte ein, so daß die verstopften Stellen tiefer in den Schuh kommen und nicht mehr sichtbar sind.

Hausputz.

Das Deutsche Frauenwerk, Abt. Volkswirtschaft- Hauswirtschaft, Gaustelle Hessen-Nassau, Frankfurt am Main, schreibt:

Nun naht wie alljährlich wieder die Zeit des Hausputzes. Viele Ehemänner bekommen schon einen aelinden Schrecken, wenn sie nur das WortHaus­putz" hören. Es ist bei ihnen unlöslich verbunden mit einem ungemütlichen Heim und schrecklich viel ( Durcheinander. Bei der klugen Hausfrau merkt hm- j oeqen der Ehemann fast nichts von dem so ge- s fürchteten Hausputz, weil diese das Großreinemachen , nicht in wenigen Tagen, sondern aus einige Wochen , verteilt, richtig und systematisch durchfuhrt.

Zuerst werden nach und nach sämtliche Schranke , geräumt, gesäubert und der Inhalt geordnet. Die . Winterkleider werden gründlich gereinigt und ge­lüftet, die Wollsachen wenn notig gewaschen, die Pelze geklopft und alles gut emgemottet^ bewahrt. Wir können es uns aus volkswuckschaf lichen Gründen nicht erlauben daß die Motten ihre Zerstörungswut daran auslassen. Wichtig ist, oatz immer nu9r ein Schrank gründlich vorgenormnen und hintereinander fix und fertig gemacht wird. Sind alle Schränke in Ordnung, werden die Gar­dinen abgenommen, die Stores, Scheibengardlnen und wafckbaren Uebergarbmen gewaschen, oder man Mt sie waschen. Die seidenen, und dunklen Uebergarinnen werden tüchtig °usS°burstet und cott nefauat Will man dem Herrn des Hauses nun nicht einige Tage alle Zimmer ohne Gaumen zu- muten kann man di- Gardinen nur tn I- -'nem Zimmer fertig machen. Der

Nun wird ein Zimmer fertig gereinigt. rer Tpnnirh aeklovft oder gesaugt und gereinigt. Alles transportable Möbel fäiiberr^ "©malk

einen anderen Raum stellen. Bilder

Silbersachen usw. reinigen unb in ^en ^eren Raum stellen. Nun wird der Ofen ; fltfauöert, Zimmerdecke abgekehrt und die Tapete m t e n Leichen Lappen, den man über dem Seien hat, abgerieben. Jetzt werden die Ensterrahmen und Türen gereinigt. Man putzt die Fenste , 9

die Möbel, welche nicht verstellbar sind; zuletzt d Boden säubern und wachsen. ftpmalten

Schimmelflecken in Tapeten oder vemauen Wänden beseitigt man mit bestem Erfolg durch Abtupfen mit Spiritus. Der Spiritus trockn t d Stellen gut aus, so daß man schon nach kurzer Qpit die Flecken ausmalen kann, ^^n schlimmen Allen kann man sogar mit der Handbürste, die

Spiritus faucht wurde, sest abburster. aus- walchcu und nochmals nachwaschen Dl- Farbeder Tapete oder Bemalung verschwindet an solchen Stellen durch den Schimmel sowieso, man hat nun kber wenigstens die Stelle durch den Sp.r.tns gut °^en°»°rsch eiben. Spiegel und Bild-rglas werden durch Abreiben mit Spiritus rajch blank.