Einzelbild herunterladen

Lord jRundman nach Prag entsandt

lft<)

dungswese»

Aus aller Welt

vor dos' und Als

Mussolini hat den Generalstabschef der fa­schistischen Miliz, General Russo, empfangen, der ihm über seinen Besuch in Deutschland Be­richt erstattete. Der Duce beauftragte den General, Stabschef Lutze seinen besonderen Dank für die kameradschaftliche Aufnahme zu übermitteln. Zur weiteren Vertiefung dieser Kameradschaft zwischen SA. und faschistischer Miliz hat der Duce ange­ordnet, daß demnächst ein Austausch von Führern der beiden Formationen stattfinden solle.

vor dem Stad

zur ersten deutschen Ostsee-Regatta.

Dor Warnemünde leuchten im Sonnenschein die großen weißen Segelflächen der Kreuzer- j achten, die an der international beschickten er­sten deutschen Oltsee-Regatta teilnehmen. Don den Fahnenmasten in Warnemünde flattern im leichten Meereswind die Fahnen von acht euro­päischen Nationen, die in scharfem Wettkampf die 380 Seemeilen betragende RennstreckeWarne- m ü n d e K i e l (über Bornholm) mit über 100 Kreuzerjachten bestreiten werden. Auf dem Emp­fangsabend, den die Seestadt Rostock im Kurhaus zu Warnemünde am Montag veranstaltete, waren etwa 400 Gäste erschienen. Der Führer des Deut­schen Segleroerbandes, Oberstleutnant a. D. Kc- wisch, erklärte: Der gute Erfolg der im vorigen Jahr von Schweden veranstalteten Gotlandwoche haben die deutschen Seglerkreise dazu gefiihrt, eine Regatta zu veranstalten, die nicht nur die Nationen der Ostsee zusammenführte, sondern darüber hinaus auch die Länder der Nordsee mit England, Holland und Frankreich. Für die Vertreter Englands, Frank­reichs und Hollands sprach der Vizekommodore King vom Royal Ocean Racing Club, London; für

;t Die Geisteshaltm diesen Schulen N I

Kurien" oder Volksgruppen

Die deutsche Himalaja-Expedition hat einigen Tagen nach zweitägigem Sturmwetter Lager V in 6 8 50 Meter Höhe besetzt durch Nachschub von unten weiter ausgebaut, nächstes wurde dann die Rakiot-Eiswand für Trä­ger gangbar gemacht und am 21. Juli der soge­nannte Mohrenkopf, eine Erhebung, die aus dem Grat zum Silbersattel aufragt, erreicht. Am 22. Juli machten die Bergsteiger sich auf den Weg, um das Lager VI, das bei 7000 Meter liegt,

lichkeitDas bedingt den Neubau des tschechi­schen Staates, der bisher ein zusammengestückeltes Objekt zur Unterdrückung der Nationalitäten ge­wesen ist. An diesen Umbau will Prag nicht heran. Um so bestimmter beharren aber die Sudeten­deutschen auf einer regionalen Neugliederung des Staates auf Grund seiner volklichen Zusammen­setzung. Erst wenn die 3,5 Millionen Deutschen ein eigenes Sprachrohr flir ihre Rechtsgarantien besitzen, ist die Gewähr vorhanden, daß die Entnationali- sierungsPolitik beendet werden kann.

Die Denkschrift der Sudetendeut­schen Partei vom 7. Juni hat alle diese Fragen in kluger Mäßigung zusammengestellt, sie können eine Plattform bilden, auf der eine wirkliche Befriedigung möglich wird. Nicht zu übersehen ist auch die Notwendigkeit der Wiedergut­machung der der deutschen Volksgruppe seit zwanzig Jahren zugefügten Schäden. Durch Ent­eignung des deutschen Grundbesitzes und durch die organisierte Zuwanderung tschechischerGrenzer" ist eine Schwächung des deutschen Elements auf seinem alten Dolksboden entstanden, die revi­diert werden muß. Die tschechischen Politiker schweigen mit Vorliebe gerade über diesen Punkt. Sie scheinen naiv genug zu fein, zu glauben, das Deutschtum werde sich mit dem Linsengericht von sogenanntenKurien" abspeisen lassen, um dafür das große Unrecht der letzten zwanzig Jahre als unabänderlich stillschweigend hinzunehmen. Weil davon keine Rede sein kann, behält das sudeten­deutsche Memorandum seine volle Bedeutung. Wenn Prag auf diesen Derhandlungsboden treten würde, so brauchte es nicht über das Drängen fremder Regierungen erstaunt zu fein, die ihrerseits ein­gesehen zu haben scheinen, daß eine Regelung und Befriedung von dauerhaftem Werte geschaffen wer­den muß.. B- R-

Bonzi ihre 6. Runde beendet hatten, brauste Diet­rich unter tosendem Beifall als überlegener Sieger über das Zielband. Mit dem hervorragenden Durch- chnitt von 315 km/st hatte er das 572 Kilometer lange Rennen in 1:48:56,2 Stunden beendet und dabei mit 1:04,38 Minuten (324,381 km/st) in einer Schlußrunde zugleich die absolut schnellste Zeit geflogen. Ein schweres Gewitter veranlaßte die Rennleitung zum vorzeitigen Abbruch des Wett­bewerbes.

Der zweite deutsche Rordatlanlik-Flug geglückt.

Montag morgen startete um 2 Uhr G. M. T. von dem bei Horta (Azoren) stationierten Flugstützpunkt Schwabenland^ das Lufthansa - Hochsee - Flugzeug HA 139Nordwind" zum Fluge nach Neu - york. Das unter Führung von Flugkapitän von Engel, Flugzeugführer Schirrmacher, Flugmaschi­nist Roesel und Flugzeugfunker Stein stehende Atlantik-Flugzeug landete um 18.28 Uhr G. M. T. in Port Washington, dem Neuyorker Wasserflug­hafen. Auch diese zweite diesjährige Uebersliegung des Nordatlantik durch eine Lufthansa-Maschine, die nur 16 Stunden und 28 Minuten erforderte, verlief planmäßig.

Der Kampf um den Ranga Parbat.

Prag. 26. Juli. (Europapreß.) Durch den eng­lischen Gesandten wurde dem tschecho-slowakischen Ministerpräsidenten Dr. hodza ein Vorschlag zur Kenntnis gebracht, eine führende Persönlichkeit des politischen Lebens, den ehemaligen Handelsminister Lord Datier Runciman. Mitglied der Libe­ralen Partei des Oberhauses, während der ganzen Dauer der Verhandlungen zwischen der tschecho­slowakischen Regierung und der Sudetendeutschen Partei nach Prag zu entsenden, wo er als Be­rater der tschecho-slowakischen Regierung wirken solle. Dieser Vorschlag, so erklärt dasPrager Tageblatt", werde angenommen werden. Lord Runciman werde in den nächsten Tagen nach Prag kommen. ,

Befriedigung in London.

London, 26. Juli. (Europapreß.) Die An­nahme des englischen Vorschlages, den ehemaligen englischen Handelsminister Lord Runciman als Berater der tschecho-slowakischen Regierung bei den Verhandlungen mit der Sudetendeutschen Par­tei nach Prag zu entsenden, wird in englischen Krei­sen sehr begrüßt. Man glaubt, daß hierdurch die Gefährt eines Zusammenbruchs der Verhandlungen mit der sudetendeutschen Volksgruppe vermieden wird. Verschiedene englische Blätter wollen wissen, Lord Runciman werde Anfang der nächsten Woche bei Aufnahme seiner Tätigkeit bereits bei den Ver­handlungen zwischen den beiden Parteien Mitwir­ken. Wie es heißt, wird sich der englische Vertreter voraussichtlich noch vor Ende der Woche nach Prag begeben. Es ist anzunehmen, daß Ministerpräsident

m[prad)en, öarunlt: | Ti 5tal)tjd)ulrat frl Amtes für Bnv ] in bet W. W | Mets bet OrgorcL chch Dr. $)agier,1 Labbe (Frackech

»ata (W1 ftemlrat Dr. W rium die ®ei*l ien erstattet, in dem and der Wend mb eine Kranzmed«. s

Chamberlain Dienstagnachmittag im Unterhaus auch kurz dazu Stellung nehmen wird.

Das Echo in Paris.

Paris, 26. Juli. (Europavreß.) Außenminister Bonnet hat mit dem tschechischen Gesandten Osusky eine lange Unterredung gehabt. Man er­fährt, daß nach dem englischen Schritt in Prag nun auch die französische Regierung den dringen­den Wunsch auf eine schnelleRegelung der sudetendeutschen Frage dem tschecho-slowakischen Gesandten gegenüber ausgedrückt hat. Man er­klärte, gegenwärtig könne zwar von der Entsendung eines französischen Beraters nach Prag nicht die Rede fein. Die französische Regierung werde aber von London fortlaufend über die Tätigkeit von Lord Runciman auf dem laufenden gehalten werden. In Paris ist die englische Initiative mit Befriedigung ausgenommen worden. Sie sei erfolgt, nachdem man überzeugt gewesen sei, daß die Su­detendeutschen die Prager Vorschläge über das Na­tionalitätenstatut in der gegenwärtigen Form nicht annehmen würden, und daß daher neue Verwick­lungen zu erwarten seien. DerMatin" schreibt, es sei wahrscheinlich, daß die in Prag geführten Verhandlungen zu einemehrenhaften Resultat" führen würden, da die interessierten Teile kein In­teresse an einem Mißerfolg hätten. Jrn übrigen würden diese Verhandlungen sehr heikel sein. Der Sour" schreibt, daß Prag, indem es die englische Initiative angenommen habe, eine Anstrengung zu­gunsten des Friedens gemacht habe, nachdem die von Prag angewandte dilatorischeMethode in den letzten Tagen in der englischen Hauptstadt einen schlechten Eindruck hervorgerufen habe. An den Tschechen liege es nunmehr, die Ver­handlungen zu erleichtern.

Das ffe t Ql=l ner SteifoS ju-

die Staaten an der Ostsee sprach Professor Sven Welander, Stockholm. Dann fand die Preis­verteilung für die Zubringerfahrt Kopenhagen- Warnemünde statt. Dabei ergao sich, daß die eng­lische JachtF i r e b i r d" die beste Zeit gefahren hatte. An zweiter Stelle kam die deutsche Jacht Helgoland" vom Marine-Regattaverein ein, als dritte die JachtW e st w i n d" vom Weser-Jacht- Hub und als vierte Jacht dieH a m b u r o" vom Hambuger Verein Seefahrt.

Die ersten Plätze des Jlalien-Rundfluges für Deutsche.

Beim III. Internationalen Italien- Rund fl u g hat Deutschland durch Dietrich, Rie- chers, Friedrich, Mayer, Ahlefeld und Jacob den 1., 2., 3., 4., 7. uni) 9. Platz belegt. Auf der ab­schließenden Schnelligkeitsprüfung in Venedig bewiesen Dietrich aufSiebei" und die übrigen fünf deutschen Teilnehmer auf ihren schnel­len Messerschmitt - Maschinen wiederum henror- ragendes Können. Mit erstaunlicher Schnelligkeit und verblüffender Regelrnäßiakeit jagten die deut- schen Maschinen hinter ihren Gegnern her. Als kurz nach 18 Uhr dann die beiden Italiener Gabel und

wral

K'SS djen Sieg« i«1 Mich betet, die ,'en ®au(iegetn 6« des elften £®" htung durch Elements

M. kHä mische"... Mchchasi ten Fr üor i'-Kxr «stteE J anzupasse"'

* (Beoenm S l9 der kI* k

1 WS 'nz unh echt. Dj.r, S Zur 5ß0J.e Wiii

Kiukiang von Japanern beseht

Schanghai, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Dienstag früh sind die ersten stärkeren japanischen Truppenverbände in Kiukiang e i n g * r ü cf t. Die chinesischen Truppen mußten am Montagnach­mittag nach dreitägiger Verteidigung aus ihren öst­lich von Kiukiang gelegenen Stellungen weichten. Frei­tagnacht hatten japanische Transportschiffe Truppen herangebracht, nachdem vorher zwischen Kutang und Kiukiang japanische Minenschiffe noch mehrere hun­dert Minen geräumt hatten. Die Landung der Truppen erfolgte am Samstag an der Westseite des Eingangs zum Poyangsee bei starkem Regen. Japanische Kriegsschiffe beschossen die chinesischen Stellungen am Jangtse einschließlich der Forts auf dem Löwenberg. Nachdem am Montag besseres Wetter eingetreten war, griffen starke Flugstreit- kräfte in den Kampf ein und bombardierten zu­sammen mit der Artillerie die chinesischen Stellun­gen. Die Chinesen traten schließlich den Rückzug unter Mitnahme ihrer Geschütze an. Die Spitze der japanischen Truppen erreichte Kiukiang Montag­nacht. Nach einer Mitteilung des japanischen Sprechers sind auch die Forts auf dem Löwenberg gefallen. Wie weiter berichtet wird, soll nunmehr die Stadt N a n t s ch a n g das nächste Ziel der Japaner sein. Don dort soll der Vormarsch in west­licher Richtung weitergehen mit dem Ziel der Unter­brechung derHankau-Kanton-Eisenbahn.

Freiherr v. Weizsäcker und der General­sekretär des türkischen Außenministeriums Botschaf­ter Numan Menemencioglu haben eine Reihe von wirtschaftlichen Vereinbarungen unter­zeichnet. Es ist damit zu rechnen, daß auf Grund der neuen Vereinbarungen alsbald eine wesentliche Stei­gerung der deutschen Ausfuhr in die Türkei und der türkischen Ausfuhr nach Deutschland eintreten wird. Auf dem Gebiet des Waren- und Zahlungsverkehrs wurde eine Reihe von Erleichterungen vereinbart. Gleichzeitig find die bisherigen Vereinbarungen zwi­schen den beiden Notenbanken über den Verrech­nungsverkehr durch ein staatliches Abkommen über die Zahlungen aus dem Warenverkehr ersetzt worden.

nicht ohne weiteres auf andere Völker überfragen werden könnten.

Der große Ausländer-Besuch des Berliner Kon­gresses für berufliches Bildungswesen erklärt sich durch das starke Interesse an den Anstrengungen und Leistungen des nationalsozialistischen Deutsch­land auf diesem Gebiet. Es wird manchem Zuhörer der deutschen Darlegungen vom 25. Juli nicht recht eingegangen sein, daß auch Technik und Betriebs­führung einen nationalen Einschlag haben. Und doch ist Os zweifellos so. Eine Arbeitsmoral und eine Arbeitsordnung, die nicht die spezifischen Be­gabungen der Völker berücksichtigen, können keine Höchstergebnisse Hervorrufen. Die deutschen Redner haben natürlich in keiner Weise beabsichtigt, die Veranlagung des deutschen Menschen auf diesen Gebieten als mustergültig für andere Völker hin- zustellen. Keinem Volk bleibt die Arbeit erspart, für sich selbst die Arbeitsmethoden zu finden und zu entwickeln, die seinem Charakter am meisten liegen.

In Prag ist man sehr empfindungsreich, der Welt Sand in die Augen zu ftreuen, um einen angeb­lichen Willen zur Verständigung mit den Volks­gruppen zu dokumentieren. Der englische Journalist Garvin hat soeben festgestellt, daß alle diese Projekte an den Kern der Dinge nicht herankommen, daß sie lediglich dazu bestimmt sind, oberflächliche Betrachter zu täuschen. Man ver­traut darauf, daß in den großen Ländern der Welt es nur wenige Menschen gibt, die in das merk­würdige System des tschecho-slowakischen Staates genügend ein gern eil) t sind, um den Schwindel zu durchschauen, der mit billigen Versprechungen über ein neues Sprachengesetz oder über die Selbstver­waltung in den Landtagen gemacht werden.

Um den Einwand zu widerlegen, daß auch in d e nLandtagen" die Deutschen, Ungarn, Polen usw. majorisiert werden sollen, ist man mit der Ankündigung hervorgetreten, daß in diesen Ver­tretungennationale Kurien" entstehen sollen, die nebeneinander Beschlüsse fassen dürfen. Diese Kurien gehen auf die verstaubten Zustände des römischen Reiches zurück, die eine Zeitlang auch im Wiener Parlament ihre Fortsetzung fanden. Dort kannte man als Vertretung geistlicher oder weltlicher StändeKurien", die sich gegenuber- ftanben und gelegentlich in ihrer Wirkung aufhob em

Zunächst ist zu bezweifeln, ob dieLandtage von Böhmen, Mähren-Schlesien oder der Slowakei überhaupt etwas zu bestimmen haben wer­den, was den nationalen Bestand der Volksgruppen betrifft, und Ob ihre Beschlüsse von der Prager Regierung auch anerkannt würden. Abgesehen da­von aber handelt es sich heute nicht mehr um solche Derwaltungsfragen, sondern um das in­dividuelle Recht der Angehörigen der Volksgruppen sowohl, wie um deren Anerkennung als eigeneDolkspersön-

zu beziehen.

Tödliche Abstürze in den bayerischen Bergen.

Der Sonntag brachte, wie die Deutsche Bergwacht mitteilt, wieder eine Reihe schwerer alpiner Unfälle, denen 5 Menschenleben zum Opfer fielen. An der Zwölferkante im Großen Waxenftein bei G a r m i s ch stürzte ein 17jähriger Metzger­lehrling aus München-Pasing tödlich ab. Seine .Leiche wurde von Grainauer Bergführern zu Tal gebracht. Auf der gleichen Strecke verunglückte der 38jährige Lackierer Alois Bauer aus München- Pasing, ebenfalls durch Absturz. Er mußte mit schweren Verletzungen ins Garmischer Krankenhaus eingeliefert werden. Am Miefing-Berg bei Griesen stürzte der Engländer Donald Kay aus Warlingham tödlich ab. Die Leiche wurde geborgen. Auf der Pyramidenspitze im Zahmen Kais er beiKufstein wurde bei einem Gewit­ter ein Münchener Bergsteiger vorn Blitz er­schlagen. Seine beiden Begleiter erlitten Ver­letzungen. Auf einer Wanderung auf die Fuchskar- spitze irn Hochhobl-Gebiet im Allgäu stürzte der 25jährige Anton Lipp aus Vorder-Hinde- lang in der Gelben Wand tödlich ab. Sein Seilge­fährde kam mit Verletzungen davon. Drei junge Leute aus Kempten waren bei einer Tour auf den Aggensteinbei Pfronten irn Allgäu bis zur Ostlerhütte aufgestiegen. Sroei Bergsteiger mach­ten unterwegs auf eine schadhafte Wegstelle auf­merksam und stellten den weiteren Aufstieg ein. Der dritte, der 18 Jahre alte Gärtner Hans K r e i ß e 1, ging weiter und stürzte etwa 600 Me­ter tief ab. Die Leiche konnte geborgen werden.

Schwere Unwetter in Oberitalien.

In der oberitalienischen Ebene richteten schwere Wolkenbrüche große Verheerungen an. An den Bergabhängen zwischen Como und Secco wurden viele Ortschaften verwüstet. Straßen wurden vom Schlamm und Geröll überschwemmt. Die Eisen­bahnlinie zwischen Como und Lecco wurde an meh­reren Stellen unterbrochen. Auch die Straßenbahn von Como mußte stellenweise ihren Betrieb ein­stellen. Mehrere Häuser sind eingestürzt und zahl­reiche Wohnungen überschwemmt. In ein Haus brachen die Wassermassen ein, während fünf Perso- nen in einem Zimmer schliefen. Das Haus stürzte ein, wobei eine Person getötet und drei verletzt wurden. In Rooigo deckte der Sturm zehn Häuser ab. Zwei Personen wurden getötet und zahlreiche andere verletzt. Am Langensee wurden durch den Sturm die Telephonleitungen zerstört. Das Fähr­schiff zwischen Laveno und Jntra mußte auf halbem Wege umkehren, weil der Sturm zu stark war. Bel Cuneo ging ein Hagelwetter nieder.

Lin llrlauberzug aus hessen-Rassau im Bahnhof Fürth verunglückt.

Am Montagabend gegen 19 Uhr stieß, wie dem Deutschen Nachrichtenbüro aus Nürnberg gemeldet wird, im Bahnhof Fürth ein mit zurückkeh- renben Urlaubern aus Hessen-Nassau besetzter Son­derzug, der von Berchtesgaden nach Frankfurt a. M. unterwegs war, mit einem anderen Zug zusammen. Die beiden Maschinen flie­ßen mit großer Wucht aufeinander und entgleisten. Bei dem Zusammenstoß wurden mehrere Personen, in der Hauptsache Zugpersonal, schwer und außerdem 25 bis 30 Urlauber leichter verletzt. Der Verkehr im Bahnhof war nach bei­den Richtungen zwei Stunden lang unterbrochen. An der Unfallstelle fanden sich bald Gauleiter Ju­lius Streicher und der Oberbürgermeister von Fürth ein. Im Krankenhaus in Fürth haben 13 Verwundete Aufnahme gefunden, in der Hauptsache find sie leicht verletzt, nur einer hat eine Gehirn­erschütterung, ein anderer einen Rippenbruch davon- getragen. Die übrigen Verletzten haben überwiegend Schnittwunden aufzuweisen. Im Krankenhaus in Nürnberg meldeten sich zwei Personen, J)ie aber keine Verletzungen aufwiesen, sonder nur Schwäche­anfälle erlitten hatten.

Schwerer Verkehrsunfalt.

In der Tiergartenstraße in Prüm (Rheinland) prallte ein Möbeltransport auto an einer gefährlichen Straßenecke gegen eine Mauer. Eine gerade vorüberkommende Familie, Vater, Mutter und der 13jährige Sohn, wurden von dem Wagen erfaßt, das Elternpaar auf der Stelle getötet, der Sohn so schwer ver­letzt, daß er in hoffnungslosem Zustand ins Kran­kenhaus gebracht wurde. Die vier Insassen des Kraftwagens kamen mit leichten Hautabschürfungen davon.

Drei Jahre schwerer Kerker für einen Rohling des Schuschnigg-Systems.

Das Grazer Schöffengericht verurteilte den ehe­maligen Gendarmen Ludwig Ringhofer, der sich eines besonders scharfen und rohen Vorgehens gegen die . Nationalsozialisten befleißigt und unter dem Schusch­nigg-System für seine Gewalttat an dem Ingenieur - Gröger keinerlei Strafe erhalten hatte, zu drei i Jahren schweren Kerkers. Ringhofer hatte : am 15. Oktober 1934 im Zuge einer Amtshandlung . gegen Nationalsozialisten in Voitsberg den Inge- , nieur Gröger, der für andere verhaftete National- t fozialiften zu intervenieren versucht hatte, ohne je- . den Anlaß auf unmenschliche Weise durch Sch ü s s e I schwer verletzt. Bei der Verhandlung erklärte > Ringhoser, daß fortwährend schärfster Waffenge-

Jüdisches Bombenattentat in Haifa.

46 Araber getötet. Der Ausnahme­zustand verhängt.

Haifa, 25. Juli. (Europapreß.) Nach einigen Tagen verhältnismäßiger Ruhe ist am Montag­vormittag durch einen neuen jüdischen Terrorakt wieder eine bedeutende Verschärfung der Lage in Palästina eingetreten. Durch die Explosion einer Landmine in der Kingswaystraße auf dem Gemüsemarkt in Haifa wurden 4 6 Ara­ber getötet und 60 schwer verletzt. Das Attentat ereignete sich art der gleichen Stelle, an der durch einen Terrorakt am 6. Juli 20 Personen getötet und 60 verwundert worden waren. Sofort nach der Explosion wurde über Haifa der Ausnahmezustand verhängt; englische Truppen und Polizei in voller Kriegsausrüstung besetzten alle wichtigen Punkte der Stadt. Mehrere der Schwerverletzten schwebey m Lebensgefahr. Auch die Anzahl der Leichtver- letzten ist sehr groß, und die Beanspruchung der Krankenhäuser ist so stark, daß in der Nähe des Tatortes eine Schule als Notlazarett ein­gerichtet werden mußte. Der Marktplatz ist teilweise Zerstört. Dutzende von arabischen Lasttieren sind Wenfalls Opfer des Terroraktes geworden. Vor den Krankenhäusern haben sich Hunderte von weinenden ^raberfrauen einigefunben. Außerhalb Haifas hat

das Attentat zu arabischen Vergeltunasmaßnahmen geführt. Zwischen Haifa und dem Berg Carmel wurden zwei jüdische Polizisten erschossen und sechs weitere schwer verletzt. Ein jüdischer Polizist wurde in der Nähe der jüdischen Siedlung Hahoreh er­schossen. Bei Tiberias und in der Nähe von Haifa wurden drei Juden Opfer der arabischen Ver­geltungsmaßnahmen. Bis zum Nachmittag wurden im ganzen 50 Todesopfer gemeldet. In dem soge­nannten Terror-Dreieck von Tulcarem haben Polizei und Truppen unter der arabischen Bevölkerung um­fangreiche Verhaftungen vorgenommen. Die Ver­hafteten stehen im Verdacht, arabischen Nationa­listen Vorschub geleistet zu haben. In einem Dorf, dessen Bewohner an der Erschießung eines eng­lischen Soldaten beteiligt gewesen sein sollen, wur­den 50 Häuser in die Lust gesprengt.

Kleine politische Nachrichten.

NSG. Anläßlich seines 54. Geburtstages sind Gauleiter Sprenger von Partei- und Volks­genossen unseres Gaues inso überaus reicher Zahl Geschenke und Glückwünsche über­mittelt rporden, daß es ihm unmöglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken. Er spricht daher allen, die ihn an seinem Ehrentag mit Geschenken und Gratulationen erfreuten, aufoiefem Wege seinen herzlich st en Dank aus.

Wien gedenkt des 25.3ult.

Wien, 25. Juli. (DNB.) Auf dem Wiener Ball­hausplatz wurde am Montagmittag das Gedenken an die Volkserhebung vom 25. Juli 1934 feierlich begangen. In der Reichsstatthalterei erwarteten Reichsftatthalter Dr. Seyß-Jnquart zahlreiche Vertreter von Staat und Partei sowie Abordnun­gen der Wehrmacht den Zug der Freiheits­kämpfer der ^-Standarte 8 9, der den­selben Weg durch die festlich geschmückten Straßen nahm, wie vor vier Jahren. Vor der Reichsstatt­halterei schritten der Reichsftatthalter und Gauleiter Bürckel die Front ab. Sodann sprach vom Balkon aus Staatskommissar Dr. Wächter, einer der Anführer des Sturmes auf das Bundeskanzleramt, zu seinen Kampfgefährten. Im Kongreßsaal sprach Gauleiter G l o b o c n i f zu den Angehörigen der Hingerichteten. Feierlich wurde nun die neben dem Portal der Reichsstatthalterei angebrachte G e - benftäfel enthüllt.154 deutsche Männer der 89. ^-Standarte traten hier am 25. Juli 1934 für Deutschland ein. Sieben fanden den Tod durch Henkershand", kündet sie. Anschließend wurde noch am ehemaligen Rundfunkgebäude zur Erinnerung an die dort gefallenen Kämpfer der Bewegung eine Gedenktafel ei thüllt.

Graz(Stadt der Volkserhebung".

Graz, 25. Juli. (DNB.) Am 5. Juli ist vom Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers an den Bürgermeister der Stadt Graz folgendes Schreiben eingetroffen:Auf Ihren An­trag vom 26. April d. I. hat der Führer und Reichs- kanzler in Anerkennung der besonderen Verdienste der Steiermark und ihrer Hauptstadt im Kampf um die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deut­schen Reich genehmigt, daß die Stadt Graz sich Stadt der Volkserhebung" nennt. Im Auftrage des Führers beehre ich mich, Ihnen davon Kenntnis zu geben." Ein vom 8. Juli datiertes und vom Gau­leiter überreichtes sowie vom Bürgermeister Dr. Kaspar unterzeichnetes Schreiben an den Führer lautet:Tief beeindruckt von der hohen Auszeich­nung, die Sie der Hauptstadt des (Baues Steiermark und damit dem ganzen Gau zuteil werden liehen, bitten wir, unseren Dank entgegennehmen zu wollen. Das deutsche Volk in der Steiermark wird sich durch unverbrüchliche Treue und restlosen Einsatz für Sie, mein Führer, und die Bewegung dieser Auszeichnung würdig erweisen. Wir bitten, den Volksgenossen ihren Entschluß am 25. Juli 1938, dem Tage des Versuchs der ersten Erhebung, in deren Verlauf über 70 Par­teigenossen ihre Treue zu Ihnen mit dem Tode be­siegelt haben, verkünden zu dürfen."

sSsÄ

ÄgS* ind r