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Aus -er engeren Heimai.

Feldbereinigung.

Neues Siedlungsgelände.

'+ Grünberg, 24. April. Hier fand eine V e.r - sammlung der Grundbesitzer statt, Me sich rtiit der Einleitung des Feldbereinigungs­verfahrens in der hiesigen Gemarkung beschäf­tigte. Vermessungsrat Rabenau vom Feldberei­nigungsamt Alsfeld erläuterte die wichtigsten Be­stimmungen -der mit diesem Jahre in Kraft getre­tenen neuen Reichsumlegungsordnung. Ein vorlie­gender Wahlvorschlag wurde mit großer Stimmen­mehrheit gutgeheißen. Als ordentliche Mitglieder der Teilnehmergemeinschaft für die Umlegung wurden danach bestimmt: Ortsbauernführer Leonhard Groß- Ha u s und Hermann Rühl II., als Stellvertreter August Laub er jun. und Konrad Trinkaus. Das Umlegungsverfahren wird wahrscheinlich einen Geländeabzug von 12 bis 12,5 v. H. beanspruchen. Dieser Geländeabzug dient zur Deckung der Kosten des Verfahrens und zur Bereitstellung von Siedlungsgelände. Letzteres soll zur Bildung neuer Erbhöfe durch Landzuteilung an Landwirte mit geringem Grundbesitz und zur A n s i e d l u n g bzw. Seßhaftmachung von Land­arbeitern und landwirtschaftlichen Handwerkern verwandt werden. Dabei soll nach den Forderungen des Reichsnährstandes die Errichtung von Einzelgehöften weit draußen in der Gemarkung erfolgen.

Vorbildliche Oorfqemeinschast.

LPD. Alsfeld, 25. April. In dem Kreis- orte Brauerschwend wird die Bevölkerung in den nächsten Tagen mit dem Bau einer D o l k s h a l l e beginnen, um dadurch einen Raum

zu schaffen für Versammlungen, Theater- und Film­veranstaltungen, sportliche Tätigkeit usw. In den Gasthäusern des Dorfes konnten derartige Raum­möglichkeiten bisher nicht geschaffen werden, so daß sogar der Turnverein zur Abhaltung seiner Uebungs- stunden jeweils einen Nachbarort aufsuchen mußte. Das Gemeinschaftswerk des Volkshallenbaues, das auch die Gastwirte des Ortes unterstützen, wird durch freiwillige und unentgeltliche Arbeit der Dorf­bewohner, wie Ausschachtungsarbeiten, Heranschaffen von Baumaterial usw., eine große Förderung er­fahren. Im Herbst d. I. soll die Volkshalle fertig- gestellt sein.

Landkreis Gießen.

- Mainzlar, 25. April. Der Schlosser Wil­helm Pfeiffer von hier kann am Freitag, dem 29. April, auf eine 25jährige Tätigkeit in den Di­dier-Werken zurückbllcken. Die hiesige Pflicht- feuerwehr hielt dieser Tage eine Hebung ab, die besonders dem Fußexerzieren gewidmet war. Die drei ältesten Jahrgänge der Pflichtfeuerwehr scheiden jetzt vom Dienst aus. Die neuen Feuer­sirenen wurden dieser Tage zum erstenmal in Tätig­keit gesetzt.

+ Staufenberg, 25. April. Aus der hiesigen Schule kamen 10 Knaben und 5 Mädchen zur Ent­lassung.

gfs. Annerod, 25. April. Der Mütter- dienst im Deutschen Frauenwerk wird hier einen Lehrgang in Gesundheitslehre und häus­licher Krankenpflege durchführen. Den Kurs wird Schwester Jofefine Englert leiten. Frauen und Mädchen, die sich daran beteiligen wollen, können sich bei der Leiterin der Ortsfrauenschaft anmelden.

5 Steinbach, 26. April. Am heutigen Diens­tag, 26. April, feiert Landwirt Karl Krämer I. seinen 7 2. Geburtstag bei gutem Gesundheits- zustande. Er kann die landwirtschaftlichen Arbeiten noch größtenteils selbst erledigen. Am 27. April

kann Frau Susanne Margareta Müller, geb. Arnold, Ehefrau des Adam Müller, ihren 7 7. Ge­burtstag feiern. Ihr Gesundheitszustand ist ver­hältnismäßig gut, so daß die Eheleute Müller hof­fen, dieses Jahr ihre goldene Hochzeit feiern zu können.

gfs. L ich, 25. April. Hier beginnt in nächster Zeit der Mütterdienst im Deutschen Frauenwerk einen Lehrgang im Nähen und Flicken. Mögen die Frauen und Mädchen sich zahl­reich an diesem Kurs beteiligen, der ihnen die für die Hausfrau und Mutter so wichtigen Geschick­lichkeiten mit Nadel und Faden übermittelt. An­meldungen nimmt die Leiterin der Ortsfrauenschaft entgegen.

+ Obbornhofen, 24. April. In unserem Dorfe lebt im Verhältnis zu der Gesamteinwohner­schaft von 680 Seelen eine große Anzahl alter Leute. So haben 46 Personen bereits das 70. Lebensjahr überschritten; von denen wie­derum vier Personen jede mehr denn 80 Lenze zählt. Der einzige noch lebende Altveteran unseres Dorfes, Heinrich Peter R u p p e l, steht im 91. Le­bensjahre. Am 2. Ofterfeiertag fand hier die Einsegnung der schulentlassenen Kinder, 13 an der Zahl (6 Knaben und 7 Mädchen) statt. In Beglei­tung von Pfarrer Schäfer machten die Konfir­manden am folgenden Tage mit den Konfirmanden von Melbach und deren Ortsgeistlichen Pfarrer Ostermeyer einen gemeinsamen Ausflug. Die Fahrt fand in einem Omnjbusse statt und ging über Friedberg Bad-Nauheim bis Wiesbaden, dem vorläufigen Reiseziele. Hier wurden einige Sehens­würdigkeiten besichtigt. In Bieberich wurde Mit­tagsrast gehalten. Dann führte tue Fahrt über Mainz nach dem Weltflughafen Frankfurt a. M. Eine Besichtigung der Zeppelinhalle und des stolzen LuftschiffesGraf Zeppelin" waren wohl die stärk­sten Eindrücke des Tages. Auf der Heimfahrt

wurde noch in Bad Homburg und Friedrichsdorf gerastet. Wohlbehalten und in bester Stimmung kamen die Ausflügler wieder zu Hause an.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 27. April.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nach­richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Rat­schläge für Küche, und Haus. 10: Schulfunk: Ein Musikant geht durch die Welt. Szenen aus dem Schaffen von Franz Schubert. 11.40: Volk und Wirt­schaft: Moderne Schatzgräber. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Kleines Kon­zert. 15.30: Es tönen die Lieder: Pimpfe und Jung­mädel fingen und musizieren. 16: Nachmittagskon­zert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Laut­sprecher. 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nach­richten. 19.10: Klang der Landschaft: Das deutsche Lied jenseits der Grenze. 20: Großes Konzert. 22: Nachrichten. 22.30:Wenn die kleinen Veilchen blühn Unterhaltungskonzerte 24 dis 1: Nacht­musik.

Briefkasten der Redaktion.

81 (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

f). L. in TB. Hat die Vertreter-Versammlung bei? Bäuerlichen Bezugs- und Absahgenoffenschaft be­schlossen, daß die 3 o. H. Rückvergütung nur in Wa­ren erfolgen soll, so müssen Sie sich diesem Beschluß unterwerfen. Ein solcher Beschluß dürfte übrigens im Interesse einer Erhöhung des Umsatzes der Ge­nossenschaft liegen.

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Stadttheater-Miete.

Die Einlösung des achten Abschnitts der Stamm- Miete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 2825C

Mittwoch, den 27. April 1938, für die Mittwoch- Mieter,

Donnerstag, den 28. April 1938, für die Freitag- Mieter,

Freitag, den 29. April 1938, für die Dienstag- Mieter

in der Zeit von 1013 Uhr und von 17 bis 18 Uhr, Donnerstag nur von 1013 Uhr.

Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadtheaters Gießen, erfolgt Ueberfendung der Mietkarten.

10, RM.

10,

4,

3,

2,

2,-

im I. und II. Ring ....40 RM.

im III. und IV. Ring ....,40

Die Einlösung der 8. Rate muß unbedingt vor der 29. Mietvorstellung erfolgt fein. Die oben angegebe­nen Einlösezeiten sind einzuhalten.

Gießen, den 21. April 1938. j

Der Oberbürgermeister: Rrtter.

IV. Ring .

V. Ring........1,60

Außerdem sind zu zahlen für die Altersversorgung der Bühnenschaffenden

Bekanntmachung.

Die in den Gärten vorhandenen Schnakenlarven sollen beseitigt werden. 28270

An alle Garteninhaber ergeht daher die Bitte, im Interesse der allgemeinen Dolkswohlfahrt die Schnakenbekämpfung dadurch zu unterstützen, daß den beauftragten Personen das Betreten der in Frage kommenden Gärten gestattet wird.

Gießen, den 25. April 1938.

Städtisches Hoch- und Tiefbauamt.

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