Deutschlands älteste Ostmark.
Von Dr. Kranz Lüdtke.
Es scheint ein Gesetz über Deutschland zu walten, daß jedem Niederbruch ein neuer, kraftvollerer Ausbau folgt und daß, was von uns getrennt ward, seine Wiedervereinigung findet mit Volk und Reich. Die deutsche Geschichte bietet für das Gesagte jede Bestätigung, und wir Lebenden erfuhren seine Richtigkeit in den Schicksalen der letzten zwanzig Jahre, vom Sturz des Zweiten bis zur Errichtung des Dritten Reiches, von der Versailler Vergewaltigung völkischen Rechts bis zum Anschluß Oesterreichs an das großdeutsche Volksreich Adolf Hitlers.
In dem Zeitraum, den man die Völkerwanderung zu nennen pflegt, verloren wir die Weiten östlich des Elbstroms, uralt germanisches Land; fremde Gruppen wanderten hier ein, fremde Laute ertönten. Das Mutterland war eng geworden, dazu von äußeren Feinden bedrängt und durch Stammesgegensätze zerklüftet — scheinbar ohne politische Zukunft. Da war es ein deutscher Stamm, der als der erste jene Enge des Raumes sprengte, siedelnd Neuland für künftige Geschlechter gewann: der bayerische, er, der uns des Reiches frühe st e O st mark schuf.
Das tapfere Herzogsgeschlecht der A g i l o l f i n - g e r war es, das im 8. Jahrhundert gegenüber den Slawen, die in das Alpengebiet eingedrungen waren, den deutschen Volksraum erweiterte. Mit der rodenden Axt, mit dem schürfenden Pflug wurde, man kann sagen: von den einzelnen Bauernhöfen aus, friedlich neuer Boden der deutschen Kultur erschlossen. Immer weiter siedelten sich die Bayern vor, bis ins kärtnische und steirische Land. Hand in Hand damit arbeitete von Salzburg aus die Mission; weltliche und geistliche, arundherr« liche und bäuerliche Siedlungen gaben diesen Gebieten das deutsche Gepräge, das ihnen noch heute eignet. Äugleich galt es, auf diesen vorgeschobenen Posten scharf Grenzwacht zu halten — Asien hatte bis hierher sein Schwert vorgestreckt, die Steppenreiter der Awaren, mongolischen Blutes, herrschten über das Donauland und bis tief in die Ostalpen hinein, als Herren der südslawischen Stämme. Es war ein harter Kampf, der zur Abwehr der sremdrassigen Raubscharen geführt werden mußte, und ein bitteres Los für den freiheitsstolzen Herzog Tassilo, als der Frankenkönig Karl ihm 788 sein Herzogtum entriß und Bayern der fränkischen Monarchie einfügte. In etwas anderer Form wiederholte sich hier das Schicksal der Sachsen und ihres Fürsten Widukind.
So fiel nun dem Gesamtreich Schutz und Ausbau dieser östlichen Bastion unseres Volkstums. König Karl entzog sich seiner Aufgabe nicht; er zertrümmerte die awarische Macht und errichtete gegen Osten hin eine Reihe von M a r k e n , die der militärischen Sicherung des deutschen Hinterlandes dienten. Von ihm aus erfolgte nun eine erneute Besiedlung, vor allem längs der Donau und an den Gehängen ihrer Nebenflüsse. So wurde das Wiener Becken deutsch. Immer neuer Bauernnachschub kam; Bistümer, Abteien, die edlen Geschlechter des bayerischen Stammes und die freien Bauernschaften wetteiferten in der Erschlie- jchung des Landes. Es war eine gewaltige kolonisatorische Leistung, die von den Bayern vollbracht wurde. Burgen schützten das Land, Straßen erschlossen es. Die an sich spärliche slawische Bevölkerung ging aus der awarischen in die deutsche Hörigkeit über und nahm schließlich mit der Kultur und der Religion ihrer Herren auch deren Sprache und Volkstum an. Es muß indessen hervorgehoben werden, daß dem so erworbenen Gebiet durchaus die nordische Art des schöpferisch gestal- tenden Germanentums verblieb.
Noch sollte die junge Ostmark schwere Notzeiten erleben. Das 9. Jahrhundert sah den Zerfall des Karolingerreiches, einen Kampf aller gegen alle, und endlich den Vorstoß wieder eines aus Asien heranbrausenden Reitervolkes, das jahrzehntelang der Schrecken Deutschlands, Oberitaliens und Westfrankreichs wurde: der Magyaren. Jetzt ging vieles von dem, was so mühsam gewonnen war, verloren, und unvergeßlich ist über ein Jahrtausend hinaus der heldische Schlachtentod des bayerischen Aufgebots und seines Herzogs Luitpol d im Jahre 907 bei der Verteidigung der deutschen Grenze. Erst die Schaffung eines starken Reiches unter König Heinrich I., dem Sachsen, brafyte die Wende. Sein gewaltiges Wehrprogramm, seine Aufrüstung, seine Befestigungs- und kavalleristische Maßnahmen, vor allem aber die durch ihn erzielte Einigung aller Deutschen führte zu dem großen Erfolg des Sieges über die Ungarn von 933: sein Sohn und Nachfolger Otto I. vollendete dann das Werk des Vaters durch den Sieg auf dem Lechfeld 955. Seitdem wurden die Ungarn seßhaft und nahmen in der Folge nordisches Blut in reichem Maße auf: sie ergaben sich der abendländischen Kultur und wurden ein europäisches Volk, das später selbst dazu berufen ward, Grenzwacht gegen Asien zu halten.
Wie schon unter den Karolingern, so blieb auch unter den Ottonen der Gegensatz zwischen dem stolzen Bayernstamm und dem Reich ungelöst. Dies wurde unter Kaiser Otto II. verhängnisvoll; er wußte sich nicht anders zu helfen als durch Zerschlagung Großbayerns. Das war ja das Unglück des alten Reiches: die Kaiser trieben Rom- politik und ließen ihre eigentliche deutsche Königsaufgabe oft genug außer Acht. Um den Rücken frei zu haben, zerschlugen sie jede aufblühende Macht im Innern des Reiches. So zerbrach Otto II das großartige, zukunftsreiche Gefüge Bayerns, indem er dessen Marken herauslöste und zu eigenständigen Fürstentümern erhob. Unter dem fränkischen Dynastengeschlecht der Babenberger wurde auch die O st m a r k s e l b st ä n d i g — der Name „Ostarrichi" (Ostreich, Oesterreich) klang damals zuerst auf, und 1156 vollendete sich diese Entwicklung, indem Oesterreich die Rechtstellung eines Herzogtums erhielt. Nur für .kurze Zeit wurde die Trennung wieder aufgehooen und Bayern mit Oesterreich vereint; dann schied sie das Schicksal von neuem.
Wenn wir bedenken, mit welcher Kraft damals das kleine Grenzland der Ostmark vorwärts drängte, ostwärts, immer wieder jungen Volksboden erschließend, so können wir ermessen, mit welcher noch erheblicheren Wucht, mit welch reicheren Mitteln, mit welcher gestraffteren Energie — und darum auch mit wieviel größerem Erfolge der ge- somtbayerische Stamm und ein ungeteiltes Bayernland seine osteuropäische Aufgabe in Angriff genommen und durchgeführt hätte! Aber das Kernland Bayern war aus den fruchtbaren Grenzbeziehungen zu dem donauländischen Vorfeld gelöst und wurde politisch mehr und mehr eingeengt, während seine einstige Ostmark die entgegengesetzte Entwicklung nahm und schließlich, unter den Habsburgern, zur deutschen Vormacht, ja, zur luropäijcheu Großmacht wurde. Der Weg,
den die Habsburger gingen, der Weg des Imperialismus, des politischen Katholizismus, der Gegenreformation, mußte sich in letzter Linie gegen das eigene Volkstum auswirken; im 19. Jahrhundert versuchte Metternich im Großen, im 20. Jahrhundert Schuschnigg im Kleinen die Fortsetzung des Weges — beide scheiterten, weil es ein Irrweg war.
Was aber trotz aller falschen Führung unvergänglich und unveränderlich blieb, das war die große geschichtliche Leistung der alten Ostmark, zu deren Bildung und Ausbau außer dem bayerischen Stamm auch das Blut und die Tatkraft der anderen deutschen Stämme beigetragen haben; das war Oesterreichs Grenzwachtstellung namentlich in den Türkenkriegen, das war vor allem sein unsterblicher Anteilan dem Geistesleben der Nation. In dem alten „Ostarrichi", der Ostmark des Reiches, wurde das Nibelungenlied neu geformt; hier erklangen die Weisen der Minnesänger, Dietmars des Alten. Reinmars des Alten, des Kürnbergers, Neidhards von Neuental, Reinmars von Zweier — hier jauchzte das selige Liebeslied und dröhnte der kämpferische
Sang Walthers von der Vogelweide!
Wenn politische Jrrführung die erste Ostmark des Reiches auch lange von der Einheit aller Deutschen fernhalten zu können meinte — gelungen ist es nicht. Stärker als die trennenden waren die einigenden Kräfte Oesterreichs; stärker als die Macht oolks- und lebensfeindlicher Programme war die Gewalt des Blutes, der Besinnung, der Kultur — und nicht der Verrat, sondern die Treue behielt den Sieg. Es war ein schmerzvoller Weg, den unsere Brüder gehen mußten; doch an seinem Ende erstand auch ihnen die wahre, im Volk gegründete Führung, die aus dem Irrweg den Weg zum Heil machen sollte. Eine seltsame Fügung war es, daß es einem Sohne jener alten, so oft umkämpften Ostmark beschieden sein sollte, zuerst Schöpfer eines neuen Reiches und dann Einiger des großdeutschen Volksreiches zu werden: Adolf Hitler. Was Jahrhunderte versäumt oder verhindert hatten, das Werk der Wiedervereinigung der Ostmark mit dem Reich — er begann und er vollendete es! Ihm werden noch die spätesten Geschlechter es danken, daß seine Heimat Oesterreich den Heimweg zu dem großen Deutschland fand.
Elsa Brandström, der Engel von Sibirien
Das Leben Elsa Brandströms, die am 26. März ihren 50. Geburtstag feiert, liest sich wie ein Roman. Wenn vom Heldentum der Frau mit Berechtigung gesprochen werden kann, so steht Elsa Brandström in der Reihe derjenigen Frauen, die durch ihre Taten größtes Heldentum bewiesen haben. Sie wurde in der alten russischen Hauptstadt St. Petersburg geboren, wo ihr Vater, der schwedische General Brandström, als Gesandter seines Landes eine hervorragende gesellschaftliche Stellung einnahm. Als der Krieg ausbrach, hielten es die Damen der Gesellschaft für ihre Pflicht, etwas gegen die Leiden des Krieges zu tun unb' einen Sanitätskursus mitzumachen. Sie hatten Gelegenheit, verschiedene russische Hospitäler zu besichtigen, und der Leiter des Kursus glaubte etwas Besonderes tun zu sollen, indem er den Teilnehmerinnen seine „Menagerie" zeigte. Damit
meinte dieser Biedermann dasLagerdeutscher Gefangener. Was Elsa Brandström hier gesehen hat, schnitt ihr in die Seele, und fortan faßte sie den Entschluß, jedem bequemen Leben zu entsagen und sich in den Dienst der Gefangenenhilfe zu begeben.
Sie wurde Delegierte des Schwedischen Roten Kreuzes und hatte zunächst in Petersburg reiche Gelegenheit, für deutsche und österreichische Gefangene Pflege und Erleichterung zu schaffen. Mit der Dauer des Krieges wuchs aber ihr Arbeitsfeld immer mehr. Medikamente, Wäsche und Kleidung mußten bis ins ferne Sibirien gebracht werden. Elsa Brandström folgte den Hilferufen, die in ergreifenden Worten aus dem ganzen Riesenreiche an sie kamen und reiste unter großen Strapazen bis nach Sibirien. In furchtbarer Kälte eilte sie von einem Lager zum andern und erwarb sich bei ihren Schutzbefohlenen den Ehrentitel des „Engels Sibiriens". Mit Hilfe des Schwedischen Roten Kreuzes leitete sie den Austausch schwer verwundeter Gefangener ein, sammelte immer neue Spenden und tat alles nur Denkbare, um helfend und lindernd zu wirken.
Nach dem Ende des Krieges widmete sie ihre Kraft dem Hilfswerk für Kriegsbeschädigte und anderer Kriegsopfer. Elsa Brandström hat sich mit einem Buche über die Kriegsgefangenen in Rußland und Sibirien selbst ein Denkmal gesetzt, das ihr dann noch zum Ruhme gereicht, wenn alle Nöte und Folgen jener schweren Zeit längst vergessen sind. Im stolzen neuen Rathaus von Stockholm sind in wunderbaren Mosaiken die großen Männer und Frauen Schweden^ dargestellt. Mit Recht hat das schwedische Volk auch das Bild Elsa Brandströms an dieser Stelle verewigt. Sie lebt seit Jahren in Dresden und darf des Dankes des deutschen Volkes gewiß sein.
Wie sieht es in der Wirtschaft aus?
Mit der Bestätigung Dr Schachts in seinem Amt als Reichsbankpräsident auf weitere vier Jahre ist die Gewähr gegeben, daß die Führung der deutschen Geldmarktpolitik und die- Leitung des Kapitalmarktes durch den besten Kenner der Materie auch weiterhin auf einer Linie erfolgt, die die Erreichung der nationalsozialistischen Ziele sicherstellt. Natürlich ist es kein Zufall, wenn im gleichen Augenblick Dr. Schacht selbst in der Hauptversammlung der Reichsbank den Richtungswechsel in der deutschen Finanzpolitik bekanntgegeben hat, den man mit den Worten umreißen kann: Oeffentliche Finanzierung nur noch aus dem Staatshaushalt und aus dem Geldmarkt, d. h. also nicht mehr auf dem Wege der Wechselfinanzierung. Künftig wird die Finanzierung aller öffentlichen Aufträge also nicht mehr durch Wechsel finanziert werden, sondern entweder werden die Steuermittel ausreichen, oder es wird der Geldmarkt unmittelbar in Anspruch genommen, aber nur mit solchen Papieren, deren sofortige Einlösung nach kurzer Laufzeit feststeht, also beispielsweise mit sechsmonatigen Reichsschatzanweisungen, für die man bereits den Ausdruck „Lieferungsschätze" geprägt hat. Schacht hat selbst gesagt, der alte Weg habe nie als „endlose Straße" angesehen werden können. Nun zeigt sich deutlich der neue Weg.
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Das größte deutsche Kreditinstitut, die Deutsche Bank, hat diesmal als letzte der Filialgroßbanken ihren Abschluß veröffentlicht. Die Rechnung legt Zeugnis von einer weiteren gesunden Aufwärtsentwicklung ab. Bei um 12 Millionen Mark gestiegenen Betriebseinnahmen haben die Mehraufwendungen für Steuern allein die Hälfte des Mehrertrages aufgezehrt und ein weiterer Teil ist in vermehrtes Personal und Handlungskosten gegangen, so daß der Reingewinn nur um 1,6 Millionen Mark gestiegen ist. Immerhin kann daraus die vorgeschlagene Dividendenerhöhung von 5 auf 6 v. H. finanziert werden. Das gilt um so mehr, als bi< Deutsche Bank auch diesmal wieder alle Gewinne sowie die Erträgnisse aus dauernden Be- teiliaungen zu Abschreibungen und Rücklagen verwendet hat und außerdem die gesetzliche Reserve um 3 Millionen verstärkt.
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Deutschlands größte Gummireifenfabnk, die Continentalen Gummiwerke AG. in Hannover, kann auch für das Jahr 1937 wieder mit besonders hohen Leistungen aufwarten. Die Personalaufwendungen von insgesamt 39 Millionen Mark und die Steuern von fast 19 Millionen Mark geben ein Bild von der Größe der Arbeit und des Umschlags. Besonders erfreulich in dem Bericht ist die Mitteilung, daß die Rohstoffversorgung s i ch e r g e st e l l t werden konnte: Der ganze Industriezweig ist ja vorläufig noch ziemlich stark „devisenabhängig". Zur Umstellung auf deutsche Werkstoffe sind' natürlich erneut große Aufwendungen für Auf- und Ausbau, auch der Verarbeitungsbetriebe, erforderlich. Hierfür sollen 22 Millionen Mark bereitgestellt werden. Auch diese Ziffer läßt die innere Kraft und Gesundheit des Unternehmens erkennen.
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Die gemeinsam von der Gutenhoffnungs- Hütte in Nürnberg und der Gutehoffnungshütte Oberhausen ausgegebene Sprozentige Anleihe über 20 Millionen Mark, die im August des Vorjahres zu 100 v. H. zur öffentlichen Zeichnung ausgelegt wurde, wird nun durch ein unter Führung
der Deutschen Bank stehendes Konsortium an der Börse in Berlin eingeführt und wird demnächst auch in Frankfurt a. M., Düsseldorf und München eingeführt werden. Aus dem Anleiheerlös soll, wie der Einführungsprospekt betont, der Ausbau der Rohstoffgrundlagen und die mit der Uebernahme neuer Aufgaben notwendig gewordene Erweiterung der Bergwerks- und Hüttenanlagen finanziert werden. Von den Ergebnissen des laufenden Jahres berichtet der Prospekt, daß sie sowohl bei den Bergwerken wie auch bei den Hüttenbetrieben und weiterverarbeitenden Abteilungen der Oberhausener Gesellschaft entsprechend der montanindustriellen Gesamtbeschäftigung „zufriedenstellend" seien, und daß für den Geschäftsgang der bei der Nürnberger Holdinggesellschaft zusammengefaßen Konzerngesellschaften das gleiche gelte.
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Auch die Oberschlesische Eisenindustrie läßt einen deutlichen Aufstieg erkennen. Erzeugung und Versand haben den höchsten Stand seit Gründung der Gesellschaft im Jahre 1925 erreicht. Dabei stiegen die Lieferungen an inländische Verbraucher diesmal um 21 v. H., und auch im Auslandsgeschäft konnte eine weitere Steigerung erzielt werden. Die Bedeutung des Unternehmens nicht nur für den Grenzbezirk wird gekennzeichnet durch die nunmehr auf über 30 Millionen Reichsmark gestiegenen Aufwendungen für Löhne, Gehälter und soziale Leistungen, aber auch durch die Tatsache, daß der Konzern bei der starken Beschäftigung der Betriebe die Möglichkeit zur Selbstfinanzierung des Anlageausbaus und der Modernisierung gefunden hat. Die gute Beschäftigung hat zu einer Erhöhung des Gewinns geführt, der sich auf 2,17 Millionen Mark beläuft (gegen 1,47 Millionen im Vorjahr).
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Die neue französische Regierung Blum hatte dringende Finanzoovlagen eingebracht, da die Staatskassen leer waren. Die Volksfrontmehvheit der Kammer nahm sie an, aber das Echo in Ker eigenen Presse war ziemlich unerwartet. Blum sei auf dem Wege der Inflation, die Sparer zeigten überhaupt kein Vertrauen mehr, er sei also ein Mann, der lediglich Uebergangsfunktionen erfülle usw. Und schon zeigte sich die Wirkung. In London fiel der Franc weiter und die Alternative, entweder sich durch Ausgabe kurzfristiger Schatzwechsel vorläufig zu helfen oder den Franc neu zu bewerten, bleibt bestehen, wobei die erste Methode wohl, weil sie zu oft angewandt wurde, selbst von der Blum- Regierung nicht gewagt wurde. Nach der im September 1936 unter dem ersten Kabinett Blum erfolgten ersten Abwertung des Franckurses hatte bte Bank von Frankreich zunächst für das gehamsterte Gold den alten Preis bezahlt,« obgleich der Wert natürlich viel höher geworden war. Die Folge ift gewesen, daß statt der erwarteten 10 Milliarden nur etwas über eine halbe Milliarde Francs Gold aufgekauft werden konnte. Man ging also von diesem System ab und feit der Zeit wird der Goldpreis täglich notiert. Die durch die neuen Fmanz- vorlagen erforderlichen Mittel werden auf 8 Milliarden Francs geschätzt. Da sie nur auf dem Wege der Notenpresse beschafft werden können, also keinerlei Deckung dafür vorhanden ist, bedeutet Blums Vorschlag tatsächlich eine weitere Inflation, und die Steigerung des Großhandelsindex auf 619 gegen 600 Ende Dezember wird bereits als bedrohlich betrachtet, zumal die Weltrohstoffpreise einen neuen Tiefstand erlebten. Die Geldschöpfung zu
Staatszwecken ohne Hebung der Produktion ist inflationistisch, und der Marxist Blum ist der Urheber dieses die Wirtschaft ausbrennenden Systems, das zu immer schärferem Gegensatz der Klassen führt.
Deutsche Krafisahrl voran!
Von NSKK-Oderg uppensühier Sevdel.
NSG. Der Beginn des Jahres 1933 sah die deutsche Krastverkehrswirtschaft in einem erschreckendenNiedergang. Setzte 1930 schon ein hoffnungsloser Stillstand ein, so ging die Wirtschaftskuroe 1931 und 1932 sogar in so gewaltigen Sätzen zurück, daß es kaum mehr möglich schien, den Verfall aufzuhalten. Während im Jahre 1930 noch 93 868 Wagen produziert wurden, fiel diese Ziffer im Jahre 1931 auf 76 165 und 1932 sogar auf 51 483, in zwei Jahren also um nicht viel weniger als 50 v. H. Schlimmer als der wirtschaft- liche Niedergang dieser lebenswichtigen, modernen Industrie war aber die falsche Einstellung der amtlichen Kreise und der öffentlichen Meinung der Systemzeit zur deutschen Motorisierung. Ein Personenkraftwagen galt als Luxusgegenstand für reiche Leute — ein Lastkraftwagen als schädigender Konkurrent der Eisenbahn. Eine erdrosselnde Kraftfahrzeug st euer machte es dem Manne aus dem Volke nahezu unmöglich, sich ein Kraftfahrzeug zu halten. Diese allgemein- Verständnislosigkeit mußte sich natürlich auf den Kraftfahrsport und insbesondere auf den Rennsport unheilvoll auswirken, der im Jahre 1932 mangels jeglicher Förderung keinerlei Unternehmungslust und Initiative zeigte.
Es ist das historische Verdienst des Führers, schon in der Zeit der Opposition der Partei gegen die Novemberrepublik mit seherischem Blick kommende große Möglichkeiten vorausgeahnt und in genialer Weise davon Gebrauch
tritt der neue Preis in Kraft. Die Normal* dose ist 2 Pfg. billiger. Viele Millionen mal 2 Pfg. werden jetzt für noch bessere, reichlichere Erdal-Sch uh pflege frei. Dafür mehr Erdal kaufen und Schuhe sparen* ßZZ Erdal \ spuren.
gemacht zu haben. Am 11. Februar 1933, also bereits 12 Tage nach der Machtergreifung, kündigte der Führer anläßlich der Eröffnung der Automobilausstellung sein gewaltiges Motorisierungsprogramm an. Dann folgten Schlag auf Schlag die gesetzlichen Unterlagen zur Durchführung des Programms, so am 10. April die Steuerfreiheit für fabrikneue Personenjahr- zeuge, am 31. Mai die Steuererleichterung für alte Kraftfahrzeuge, am 1.Juni die Steuerbefreiung für Ersatzbeschaffungen, es folgten weiter: Die Abzugsfähigkeit des Preises neuer Lastkraftwagen, die als Ersatz für veraltete angeschafft wurden, an der Einkommensteuer, die Abschaffung des Fahrschulzwan- ges, die Senkung der Führerscheingebühren, die Beseitigung des Konkurrenzkampfes zwischen Eisenbahn und Kraftwagen, die Förderung des Kraft- fahrsportes durch großzügige Unterstützung des Baues deutscher Rennbahnen sowie durch die Bildung der Obersten Nationalen Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt.
Die Erfolge dieser Regierungsmaßnahmen waren gewalttg. Die Produktion von Kraftfahrzeugen stieg von 51 000 im Jahre 1932 auf 293 000 im Jahre 1936 und auf 330 000 im Jahre 1937. Die Zahl der in der Automobilindustrie b e ° schaftigten Volksgenossen stieg von 33 000 im Jahre 1932 auf 118 000 im Jahre 1936 und auf über 120 000 im Jahre 1937. In den Zubehör- und Lieferungsindustrien stte- gen die Zahlen der Beschäftigten mindestens im gleichen Maße. 1932 befanden sich rund 400 000 Personenkraftwagen im Verkehr und 1937 bereits 1 108 500, was eine Steigerung um 175 v. H. ergibt. 1932 traf in Deutschland ein Kraftfahrzeug auf jeden 40. Einwohner, 1937 hatte schon jeder 24. Einwohner sein eigenes Kraftfahrzeug.
Besonders sichtbar waren die Auswirkungen i m internationalen Rennsport. Auf fast allen großen internationalen Wagen- und zahlreichen Motorradrennen haben deutsche Fahrer auf deutschen Maschinen gesiegt. Diese im internationalen Kraftfahrsport erkämpften Siege trugen wesentlich dazu bei, das deutsche Kraftfahrzeug — sei es Wagen oder Motorrad — i m Ausland als hochwertiges Erzeugnis deutscher Industrie zu propagieren. Tatsächlich zeigt auch der Kraftfahrzeug export eine dauernd ansteigende Linie. Während wir im Jahre 1934 3740 Personenkraftwagen ausführten, stieg diese Zahl auf 27 000 im Jahre 1936 und auf 70 000 im Jahre 1937.
An der steilen Entwicklung der deutschen Krast- fahrt seit der Machtübernahme hat das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps einen wesentlichen Anteil. Im Rahmen der ihm vom Führer gestellten Aufgaben versehen seine Männer selbstlos und uneigennützig einen anstrengenden Dienst. Bei den letzten Wahlen fuhren die Män* ner der Motorobergruppe West Tausende und aber Tausende von Kilometer für den Wahldien st und ermöglichten ungezählten Volksgenossen eine Wahlbeteiligung. Auch in den kommenden Wochen bis zum Tage der Volksabstimmung werden die Männer des NSKK. Tag und Nacht unterwegs sein, um der Politischen Leitung im Dienste der Volksbefragung eine unentbehrliche Unterstützung zu gewähren. Angefangen vom Meldefahrer bis zum Fahrer großer Fernlaftmge — sie alle stehen jetzt im Dienste der Pro» paganda für ben 10. April 1938. Auch bas letzte Kraftfahrzeug in Stabt unb Land wird aufgetrieben, um auch denjenigen, die nicht selbst zur Wahlurne schreiten können? die Möglichkeit der Teilnahme an der großen Volksabstimmung zu geben. Denn niemand will fehlen, wenn es gilt, dem Führer in einem einzigartigen Treuebekenntnis feinen Dank abzustatten. Deshalb wirb sich auch das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps, die motorisierte Gliederung der politischen Armee, dieser besonderen Aufgabe unterziehen und — um mit den Worten des Korpsftihrers Hijhnlein zu sprechen — „sie in der ganzen Erhabenheit ihrer Bedeutung mit karnpfesftoher Verantwortung erlassen und leidenschastlichek Hingabe erfüllend


