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wiesen. Der Glaube an den Führer war es dann, der die einst kleine Schar um die Haken­kreuzfahne aum Siege führte. Jeder einzelne Kämp­fer fühlte sich dem Führer persönlich verpflichtet, das war die Macht der Bewegung, die ihr den Sieg erkämpfte.

Diese persönliche Verpflichtung ist es auch seit der Machtübernahme gewesen, mit der jeder einzelne dem Führer verbunden ist. Denn trotz aller Machtpositionen hat Adolf Hitler sich immer wieder des Vertrauens der deutschen Männer und Frauen ver­gewissert, und jedesmal war es ein ge­waltiges Bekenntnis zu ihm und feiner Idee. Diese Gesamthaltung des Volkes vermochte dann auch dem Führer die koaft zu geben, die unerhörten Aufgaben zu bewältigen, die das überwundene System als unsinniges Erbe zurückgelassen hatte. Den hun­ger galt es zu bannen und Brot zu schaffen. Der Rechenschaftsbericht des Führers am 20. Februar des Jahres war die überzeugende Antwort auf diese Aufgabe. Das aber, was er in diefem Bericht dem deutschen Volke kundgab, ist allein sein Werk, keiner kann heute sagen, ich habe aus eigenem Vermögen dieses oder jenes Werk wieder in Gang gebracht, denn keiner hätte den Weg gefunden, wenn Adolf Hitler ihn nicht gezeigt hätte.

In seinen Einzelheiten ließ dann der Gauleiter das gigantische Aufbauwerk des Führers erstehen und verwies dabei auf die Tatsache, daß sich auch der Gau Hessen-Nassau in den Gesamt­rahmen dieser Erfolge stolz einfügen kann. Nur wenige, besonders markante Punkte wurden heraus-

ge griffen: die Vereinfachung der Verwaltung im Lande Hessen, das Meliorations- und Siedlungs­programm, die Bildung von Erbhöfedörfern, der Bau von Siedlungen, die Reichsautobahnen, der Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main, eine ein« Zig e Leistung des Willens und der Kraft für die Gesamtheit des deutschen Volkes. Die sozialistische Praxis der Vergangenheit wird dann bewiesen. Die Bedeutung der Adolf- Hitler-Schulen erklärt der Gauleiter und be­tont hierbei, daß für die Heranwachsende deutsche Jugend nicht mehr Geld und Ansehen für ihr be­rufliches Weiterkommen ausschlaggebend sind, son­dern einzig die Leistung aus der Synthese: Gesinnung und Wissen.

Tiefbewegt vernahmen dann die versammelten Volksgenossen den Opfergang unserer deutschen Brüder in Oesterreich, die, nur weil sie sich zu ihrem Blute bekannten, durch Anhaltelager und Gefängnisse, ja selbst zum Galgen geschleift wurden. Und mit Entrüstung begleiteten sie die Darlegungen des Schuschnigg - Verrates.

Das österreichische Volk aber stand auf und erwehrte sich seiner Peiniger. Es gab sich fein durch Wilson proklamiertes Selbstbestim­mungsrecht und handelte danach. Deut­sches Blut hatte damit wieder zu seinesgleichen gefunden." Unter dem Beifall der Taufenden schloß der Gauleiter mit den Worten:Der Vertrag von Versailles ist v e r n i ch t e t, der Vertrag von St. Germain ist hinweg­gefegt. Zu dieser geschichtlichen Befreiungs­tat wird sich das deutsche Volk am 10. April bekennen, und wir wissen, es wird der grüßte Sieg des Deutschtums werden!"

Moskau hielt seine Stunde für gekommen

ßin Geheimbefehl an die bolschewistischen Komintern in Wien vom TS.Februar zur Entfachung des Bürgerkrieges in Oesterreich.

Wien, 25. März. (DNB.) Ein Dokument von ungewöhnlicher Eindringlichkeit, das jetzt in Wien von einem bisherigen Kommunisten zur Verfügung gestellt wurde, wirft ein grelles Schlaglicht auf die Gefahren, denen Oe ft erreich in den ersten zehn Tagen des März entgegen gegangen war, bis die nationale Erhebung und die Truppen aus dem Reich dem von Moskau geplanten Spuk ein Ende bereiteten. Aus dem. Dokument geht her­vor, daß die bolschewistischen Sendlinge die hinter­hältige Politik Schuschniggs ausnutzen woll­ten, um im Trüben zu sischen. Das Dokument, das ein^n Geheim befehl an die bolschewi­stischen Agenten in Wien enthält, beweist, daß die Komintern die Zeit gekommen sah, um durch planmäßiges Hervorrufen von Zwischenfällen mit Hilfe national getarnter Unruhestifter den Stein ins Rollen zu bringen, um nach diesem Vorspiel Unruhen zu entfesseln und die kommuni­stische Brandfackel zu entzünden. Das Dokument beweist aber auch, daß der Kommunismus durch eine umfassendeKleinarbeit" die Zersetzung aller politischen Institutionen in die Wege geleitet hatte, um der direkten Aktion die Bahn zu ehnen. Das Dokument hat folgenden Wortlaut:

Blatt 5/38. Am 28. 2. 1938.

1. Jungvolkabzeichen! Diese Abzei­chen sind unbedingt zu beschaffen und im an­gegebenen Sinne zu verwenden.

2. Bei den Aufmärschen, Demonstrationen usw. haben sich die Störungsgruppen unauffällig unter die Zuseher zu mengen und bei passender Gelegenheit i n heil- Schuschnigg!"- undPfui- h i t l e r!"-R u f e auszubrechen. Schläge­reien sind unbedingt anzunehmen. Bei Ver­haftung unbedingt auszugeben als Razigegner und Anhänger von Schuschnigg. Legitima­tionen der Vaterländischen Front bei sich tragen und bei Verhaftung vorweisen. Der Beobachtungsmann der Störungsgruppe hat an die Stelle IV sofort eventuelle Verhaf­

tungen weiterzuleiten, damit dagegen einge- fchritten werden kann.

3. Vor Geschäften, deren Inhaber Juden sind, sind die Störungen so durchzuführen, daß nur aufRazigefchlof- sen werden kann. Rach den Störungen sofort verschwinden.

Bei der Nationalsozialistischen Partei hat eine rege Werbetätigkeit eingesetzt, es ist daher leichter denn je, in diese Kreise einzudringen. Jeder kom­munistische Parteimann hat die Pflicht, dies ohne Zögern zu versuchen. Jeder gelungene Ein­tritt ist sofort zu melden, die Zersetzung hat sofort nach Angabe d^s Blattes 26/1937 zu er­folgen. Besonders ist darauf zu achten: Herab­setzung der Vorgesetzten von SA. und ff, Verdächtigungen von unredlichen Geldoer­wendungen durch Schar- und Truppführer sowie von feiten der Sturmführer, Beschuldigun­gen von Trunkenheit, Weiberaffären, Ehebruch usw. Nie direkt losgehen. Immer beginnen. Ich habe gehört... Unsere Schulungsredner haben unbedingt zu versuchen, diese Stellen auch in den Gliederungen der NS. zu erreichen. Es hat aber sofort mit der zersetzenden Arbeit an den NS.« Schulungsrednern zu beginnen.

Richt in Debatten einlassen! Rur in kamerad­schaftlichen Zusammenkünften das Vorgetragene herabfehen, nicht den Inhalt, sondern den Wert als solchen. Verdächttgung: Der hat auch noch vor kurzem anders gesprochen usw. Rur wenn wir die guten Schulungsredner un­möglich machen, ist es auch möglich, die Unzufriedenheit weiterzutragen und den Boden vorzubereiten, daß unsere Genossen die Stellen besehen. Schlechte Schulungs­redner sind zu unterstützen. Geld spielt in dieser Hinsicht keine Rolle.

Man kaufe sich diese Leute durch Zechezahlen. Unter vier Augen ist jedem Recht zu geben. Nie aber in persönliche Streitigkeiten einmenqen. Alle Adressen und Ehargen der ff und SA. sind in der Kartothek bekanntzugeben. Dieses Blatt ist 24 Stunden nach Empfang an die Ausgabestelle zurückzugeben."

Wollte Blum in Spanien eingreisen?

Enthüllungen über einen französischen Interventionsplan. - Chamberlain sollte gestürzt werden.

Paris, 25. März, Eine längere Schilderung, wie dke französische Regierung an einer Inter­vention in Spanien verhindert worden sei, veröffentlicht die oppositionell eingestellte WochenschriftCyrano", der man die Verantwor­tung für die Richtigkeit allerdings überlassen muß. Es sei allgemein bekannt, so schreibt das Blatt, daß Negrin sowie der Vertreter Barcelonas und der sowjettusstsche Botschafter von Blum und Paul Boncour Versprechungen einer sofortigen Interventton in Spanien erhalten hätten. Am Mon­tag, 14. März, sei alles bereitgewesen. Drei Divisionen der französischen Armee sollten die Pyre­näen überschreiten. Das Fliegerregiment von Tou­louse habe Befehl erhalten, zum Start nach Bar- celcma bereit zu sein. Die Intervention sei nicht erfolgt, weil erstens der G e n e r a l st a b sich mit aller Kraft widersetzt habe. Die Generäle hätten erklärt, daß es ein schwerer Fehler wäre, die ftanzösische Ostgrenze zu entblößen und unter den gegebenen Umständen einen Teil der Artillerie und Luftstreitkräfte abzugeben. D a l a d i e r sei derselben Ansicht gewesen, und die Sitzung

des Obersten Landesverteidigungsrates sei stürmisch verlaufen. Blum und Paul Boncour seien aber hartnäckig bei ihrer Ansicht geblieben. Hierauf habe General Gamelin dem Staatspräsidenten er­klärt, daß mehrere Generäle entschlossen seien, im Falle einer Intervention in Spanien 3 u r ü cf - zutreten und ihre Grunde in einem zu ver­öffentlichenden Brief darzulegen.

Gleichze-itig und hierin decken sich die Ent­hüllungen desCyrano" mit dem am gleichen Tage veröffentlichten Leitartikel desJour sei em englischer Schritt erfolgt. Das Londoner Kabinett habe den ftanzösischen Ministerpräsidenten wissen lassen, daß es sich einer Intervention in Spanien nicht anschließen würde und daß eine Entsendung französischer Truppen nach Barce­lona den Bruch der französisch-engli­schen Solidarität bedeuten würde. Der eng­lische Botschafter soll Lövn Blum erklärt haben, daß die Anwesenheit Paul-Bonco»rrs im Außen­ministerium die englische Regierung mit Beun­ruhigung erfülle. Gegenüber diesem Ultima­tum habe Lüon Blum nachgegeben. Paul-Boncour

Konrad Henlein fordert Neuwahlen!

Logische Folge des sudetendeutschen Zusammenschlusses.

Prag, 25. März. (DNB.) Unter dem Vorsitz Konrad Henleins trat am Freitag der Politische Ausschuß der Hauptleitung der Sudetendeutscken Partei in Prag zusammen. Bei dieser Gelegenheit hielt Konrad Henlein ein wichtige politische Rede, in der er u. a. ausführte: Die endgültige Einigung der gesamten sudetendeutschen Volkskräfte konzen­triert den Willen von 1 600 000 deutschen Wählern auf ein einheitliches politisches Ziel und bringt die­sen Willen durch eine Volksvertretung von insge­samt 81 Parlamentariern zum Ausdruck. Die Su­detendeutsche Partei ist demnach die weitaus größte Partei des Staates. Die vollzogene Einigung ist aber nicht nur eine Angelegenheit des Sudetendeutschtums, sondern ebensosehr, eine An­gelegenheit des tschechischen Volkes, des Staates und jener europäischen Mächte, die durch Inter­essen ober Verträge an den Vorgängen innerhalb der Tschechoslowakei interessiert sind.

Die Einheit unserer Volksgruppe verändert in einem entscheidenden Ausmaß die Struktur der innenpolitischen Verhältnisse und verleiht den Sudetendeutschen die Bedeutung eines politischen Kraftfeldes, von dem entscheidende Wir­kungen auf das künftige Schicksal des Staates aus- ftraylen müssen. Es ist Sache des tschechoslowaki­

schen Volkes, dies zur Kenntnis zu nehmen und danach zu handeln.

Ich fordere daher fürs erste die Ausschrei­bung von politischen Wahlen in allen ge­setzgebenden und verwaltungstechnischen Körper­schaften! Nach Recht und Gesetz soll allen Staats­bürgern, vor allem den Sudetendeut­schen, die Gelegenheit geboten werden, zu den Ereignissen der letzten Wochen Stellung zu nehmen. Ich erhebe diese Forderung, weil ich der gesamten Welt beweisen will, daß die Einigung der Sudetendeutschen keine Angelegenheit des Augenblicks ist und ohne Zwang herbeige­führt wurde. Darüber hinaus aber geht es um die große Entscheidung, ein politisches S y st e m zu liquidieren, das dem Sudetendeutschtum eine unendliche Fülle von Not und Leid sowie poli­tischer und wirtschaftlicher Rechtlosigkeit ge­bracht hat und beseitigt werden muß

Ich warne aber gleichzeitig die tschechoslowa­kische Oeffentlichkeit davor, in diesem historischen Augenblick bedenkenlos einer verantwortungslosen Hetzpresse zu folgen, die nichts anderes will als die Aufrechterhaltung einer verhängnisvollen Jllufions- politik, die über kurz ober lang zusammenbrechen muß.

habe in verschiedenen Unterredungen mit dem Svwjetbotschafter die Frage geprüft, wie der englische Widerstand gebrochen werden könnte. Der Sowjetboschafter habe erklärt, daß man das Kabinett Chamberlain stürzen müsse. Hierauf fei ein Komplott geschmiedet worden, um Cham­berlain zum Rücktritt zu zwingen. Am Quai d'Orsay sei von Comert ein Feldzug von falschen Nachrichten und alarmierenden Gerüchten in die Wege geleitet worden. Lloyd George sei von Löon Blum nach Paris gebeten worden, um den Angriff gegen das konservative englische Kabinett vorzubereiten. Wenn diese Verschwörung gelänge, gäbe es Krieg. Wenn sie Schiffbruch er­leide, würde sich die enblisch-franzöfische Freund- schäft abkühlen. In beiden Fällen, so schließt Cyrano", würde Frankreich aber verlieren.

DerJour" berichtet von einem Vorfall, der sich am 16. März 3Ugetragen haben soll. An diesem Tage habe Ministerpräsident Blum dem Außen­minister Paul-Boncour und dem Kriegsminister Daladier den Befehl erteilt, alle Maßnahmen z u treffen, um zwei voll ständige Divi­sionen der ftanzasischen Armee nach Barce­lona zu entsenden (!). Die englischen Nachrichten­dienste hätten im letzten Augenblick von diesen Plänen erfahren und das brittsche Kabinett habe daraufhin die Regierung Blum davon in Kenntnis gesetzt, daß England jeoe mllitärische Einmischung in den spanischen Bürgerkrieg, dessen Ausgang keinem Zweifel unterliege, als eine Unklugheit betrachte.

Maßvoll und vorsichtig.

Schon die ungewöhnlich lange Vorbereitungszeit der Rede des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain und die von ihm veranlaßte mannigfache Ueberprüfung sowohl durch die ein­zelnen Kabinettsmitglieder als auch durch die Re­gierungen der Dominiens ließen darauf schließen, daß der englische Regierungschef erheblichen Wert darauf legte, kein europäisches Porzellan zu zer- schlagen und vielleicht gar nach verschiedenen Seiten hin abwiegelnd zu wirken. Der endgültige Text, wie er dann im Unterhaus vorgetragen wurde, betätigt im großen ganzen die Erwartungen. Ohne etwas wesentlich Neues oder gar Sensationelles zu sagen, hat Chamberlain alle von ihm berührten Probleme mit dem ersichtlichen Bemühen um Zurück - Haltung behandelt. Das besagt nicht, daß es ihm gelungen wäre, den gerade im letzten Augen­blick vorliegenden Notwendigkeiten gerecht zu wer­den, so etwa bei der Behandlung des deutsch-tschechi­schen Problems. Es muß hier ganz unmißverständ­lich ausgesprochen werden, daß dieses Problem ganz einfach Sudetendeutsche heißt, so und nicht anders. Wir verzeichnen gewiß gern, daß Herr Chamberlain in der Frage des Suoetendeutschtums den Tschechen ein paar sehr vorsichtige gute Worte gegeben hat. Aber diese Worte waren eben zu unverbindlich, als baß man sie in einem Lande beachten könnte, bas auf allgemeine Ermahnungen solcher Art noch niemals merklich reagiert hat.

Ebenso scheint uns Herr Chamberlain das eigent­liche Wesen der deutsch -- österreichischen Vorgänge zu verkennen, obwohl die natürliche, d. h. unvoreingenommene Erkenntnis von der logi­schen Folgerichttgkeit der Revolution in Oesterreich gerade bei einem so um sachliche Kühle bemühten Beurteiler hätte naheliegen sollen. Wie kann man heute plötzlich vonBeunruhigung" sprechen, wenn man in den Jahren vorher oft und ost gerade das österreichische Problem als einen der gefährlichen Unruheherde in Europa bezeich­net hat! Bei Beseitigung dieses Unruheherdes durch das geschichtlich, politisch und blutmäßig bedingte Zusammenwirken Gesamtdeutschlands wäre mm« bestens ein Wort einsichtigen Dankes wohl am Platze gewesen.

Die von dem ftanzösisch-ttzhechisch-sowjetrussischen Block so dringlich erstrebte Blanko-Garantie für die Tschechoslowakei lehnt die Regierung Chamberlain ab. Aber scheint es nicht, als ließe sie sich eine Hintertür offen, wenn sie in dieser Rede des Mini­sterpräsidenten zweimal auf die Ausbreitungsmög« lichkeiten eines etwaigen europäischen Krieges Hin­weisen zu müssen glaubt und sich zudem auf Grund früherer Edenscher Auslegungen bis zu einem ge­wissen Grade freie Hand für die Entscheidung von Fall zu Fall voebehält? B. R_

In Eilmärschen auf Lerida.

Die bolschewistischen Stellungen

im Alcubiurre-Gebirge umzingelt.

Bilbao, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Wie aus dem Heeresbericht vom Freitag hervorgeht, setz­ten die nationalen Truppen nach Niederringung zahlreicher schwerbefestigter bolschewistischer Stellun­gen ihren Vormarsch im nördlich en Ara­gon in Eilmärschen in Richtung auf Lerida, der Hauptstadt der gleichnamigen katalanischen Provinz, fort. Die Truppen des nördlichen und südlichen Kampfabschnittes der Huesca-Front konnten westlich von Sarimena die Verbindung miteinander Herstel­len, wodurch das gesamte Gebirge mit sei­nen wichtigen sowjetspanischen Stellungen e i n ge­schlossen ist und allmählich gesäubert werden kann. Bei Huesca breiten sich die Natio­nalen strahlenförmig, insbesondere längs der Hauptstraße nach Barbastro und Lerida, nach Osten aus. Am Ebro stehen die Truppen des Generals Pague nach der Einnahme des wichtigen bolsche­wistischen Stützpunktes B uj al a ro z nur noch 70 Kilometer von Lerida entfernt. Auch im süd­lichen Aragon konnte südlich von Alcaniz der Vor­marsch überraschend fortgesetzt werden. Hier stießen die nationalen Truppen im Abschnitt Alcorisa bis über den Oberlauf des Guadalope-Flusses in Rich­tung auf die Hauptstraße AlcanizValencia vor und eroberen das Städtchen C a st e 11 a.

Aus aller Welt.

OerOurchbruck" verboten.

Berlin, 25. März. (DNB.) Auf Veranlassung des Reichsministers für Volksaufklärung und Pro­paganda ist die in Stuttgart erscheinende Zei­tungDurchbruch", Kampfblatt für deutschen Glau­ben, Rasse und Volkstum, unbefristet ver­boten worden.

Riefenschaben durch verbrecherischen Leichtsinn.

Das Großfeuer auf dem Rostocker Stadtgut Schmarl, bei dem mit vielem anderen Volksver- mögen auch 40 Rinder und 165 Schafe umkamen, ist nach Mitteilung des Polizeipräsidiums durch Rauchen in der Nähe eines Strohhaufens ent­standen. Der Schuldige, ein wegen solchen leicht­fertigen Verhaltens schon mehrmals verwarnter Obermelker, wurde verhaftet.

Wetterbericht

Eine Tiefdrucksttömung hat sich am Freitag über die Nordsee entwickelt und hat unter lebhaften auf­frischenden Winden kältere Luftmassen nach Mittel» europa einströmen lasser^ Der Temperaturrückgang wurde in den heimischen Gebirgen so stark, daß die besonders in der vergangenen Nacht auftretenden Niederschläge in Höhen über 800 Meter als Schnee fielen,

Aussichten für Sonntag: Wechselnd be­wölkt, besonders im Bergland zeitweise kühle Schauerniederschläge, lebhafte Nordwestwinde.

Aussichten für Montag: Fortdauer der unbeständigen und kühlen Witterung.

Lufttemperaturen am 25. März: mittags 19,9 Grad Celsius; abends 14,6 Grad; am 26. März: morgens 3,1 Grad. Maximum 20,2 Grad, Minimum heute nacht 2,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. März: abends 10,9 Grad; am 26. März: morgens 8 Grad. Niederschläge 2,5 mm. Sonnenscheindauer 8,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange, K «G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

BEVAULIN