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Grindelwald, 25. Juli. (DNB.) Die Nacht zum Samstag verbrachten die vier deutschen Alpinisten auf einer Höhe von etwa 3300 bis 3400 Meter. Der Eiger war wieder nebelfrei, das Wetter prächtig, und seit den frühen Morgenstunden konnte man von Grindelwald aus beobachten, wie alle vier den Aufftieg durch einen Kamin fortsetzten. Gegen 9 Uhr hatten sie eine Höhe von 3500 Meter erreicht und befanden sich damit etwa 100 Meter oberhalb der im letzten Jahr erreichten höchsten Stelle. Sie folgten einem tiefen Riß, der sich von dem bisher erreichten höchsten Punkt ostwärts gegen die Lauper-Route emporzieht, auf der 1932 ein Schweizer den Eiger-Gipfel erreichte. Dadurch umgingen die vier Kletterer die große teilweise überhängende „Gelbe Wand". Von dort aus ist es ihnen gelungen, in einer sehr heiklen und exponierten Traversierung oberhalb der „Gelben Wand" gegen die Wandmitte in das „Spinne" genannte große Schneefeld hinüberzuqueren. Zwischen 16 und 17 Uhr wurden sie von einem schweren Gewit- t e r überrascht, das sie aber heil überstanden. Um 17.15 Uhr wurden Förk und Heckmeier am oberen Rand der „Spinne" auf etwa 3650 Meter Höhe und die andere Partie im Schneefeld selbst gesichtet. Die Münchener Partie Förk und Heckmeier schien einen Biwakplah zu suchen. Auch die dritte Nacht mußten die Kletterer in der gefährlichen Wand zubringen.
Nach einer größtenteils klaren Nacht war am Sonntagmorgen im Berner Oberlnnd und damit auch über dem Eiger ein W e t t e r u m st u r z eingetreten. Seit ungefähr Tagesanbruch regnete es. Ueber 2800 Meter fiel Schnee. Die beiden Seilschaften verbrachten die Nacht vom Samstag auf Sonntag dank ihrer guten Ausrüstung in verhältnismäßig gutem Zustand. Am Sonntag früh um 7 Uhr setzten sie den Aufftieg fort. Es verblieben ihnen noch ungefähr 150 Meter im Fels und ungefähr die gleiche Höhe Schneekuppe des Gipfels, eine Strecke, die infolge der ständig niedergehenden kleineren und größeren Lawinen ganz außergewöhnlich große Anstrengungen an die vier Bergsteiger stellte. Nach längerem und hartnäckigem Kampfe gelangten sie im Laufe des späten Sonntag-
Die Ciger-Nordwand bezwungen.
Zähes Ringen in Eis und Fels. - Einer der deutschen Bergsteiger berichtet.
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britische Luftwaffe zu schaffen, was der Tatsache entspreche, daß die britische Flugzeugindustrie innerhalb von zwei Jahren 25 000 Flugzeuge im Jahre werde herstellen können. Die „Sunday Time;" schreibt, daß mit diesem Plan die Grundlage für den sogenannten „Plan 1" gelegt worden sei, der eine Produktion von 25 000 Maschinen im Notfall im Jahre vorsehe und der auf eine normale Jahren vroduktion von etwa 10 000 Maschinen eingestelll sei. Sechs Schattenfabriken seien im Bau begriffen, während bisher bereits folgende Fabriken für den Bau von Flugzeugen vorhanden seien: für Motoren' 5, für Flugzeugrahmen 2, für den Zusammenbau 2, für Vergaser 2, für Propeller 1, für andere Fluq- zeugteile 5. In diesen Ziffern seien jedoch Fabriken wie die neue Fabrik Lord Nuffields in Birmingham nicht einbegriffen. Der „Observer" bezeichnet den Plan als „außerordentlich kühn". Er werde, falls er die erwartete Aufnahme finde, England in eine Nation von Fliegern verwandeln, da er es jedem Mann und jeder Frau ermöglichen werde, billig fliegen zu lernen.
Die Kopenhagener Konferenz.
Die Oslo-Gruppe warnt vor Rüstungs- wettlauf.
Kopenhagen, 25. Juli. (DNB.) Nach Beendigung der Außenministerkonferenz der Oslo- Gruppe, zu der die Außenminister von Belgien, Dänemark, Finnland, Luxemburg, Norwegen, Holland und Schweden in Kopenhagen zusammenge- kommen waren, wurde eine Verlautbarung heraus- gegeben. Die politische Situation in Europa biete Grund zu ernster Unruhe, aber man habe das Vertrauen, daß die Völker und Staatsmänner das zur friedlichen Lösung der vorliegenden ernsten Probleme Notwendige tun werden. Die sieben inj Kopenhagen vertretenen Länder seien für ihren Teil! bereit, aktiv in allen internationalen Bestrebung«»! für eine Versöhnung mihuroirfen. Unter dem ftar-
Staatsminister Adolf Wagner, der Kommandierende General Ritter von Schoberth, Richard Strauß und Generalmusikdirektor Furtwängler. Nach Aufführung des großen Balletts von Beechoven „Die Geschöpfe des Prometheus" rollte das gewaltige Zeitgemälde aus dem 30jährigen Kriege ab, das ausklang in eine machtvolle Hymne an den Frieden. Die musikalische Leitung hatte Generalmusikdirektor Clemens Krauß, die Inszenierung hatte Rudolf Hartmann übernommen. Die glanzvollsten Stimmen der Bayerischen Staatsoper waren in den Dienst des Werkes gestellt. Das Haus war von dem ersten Ton an durch die dramatische Wucht des Werkes, zu dem Joseph Gregor den Text geschrieben hat, in Bann geschlagen. Den Darstellern und dem Komponisten wurden stürmische Huldigungen dar- gedracht.
Die sudetendeutschen Schiller- Festspiele in Gger.
Prag, 24. Juli. (DNB.) Bei herrlichem Sommerwetter begannen am Sonntag die unter dem Ehrenschutz von Konrad Henlein veranstalteten Schiller-Festspiele 1938 in der festlich geschmückten Stadt Eger mit einer glanzvollen Aufführung von Schillers „Wallenstein". Der Beauftragte Konrad Henleins für sudetendeutsche Kulturangelegenheiten, Dr. Franz Höller, gab ber Presse einen Ueberblicf über die Bestrebungen des sudetendeutschen Theaters. Abgesehen von der staatlichen Förderung, die der Staat dem sudetendeiltschen Theaterwesen zukommen lassen müsse, werde das Sudetendeutschtum im nächsten Jahre aus eigene^ Mitteln feinen Theaterleitern 4,5 Millionen Kronen zur Verfügung stellen, damit die sudetendeutschen Theater die K u n st st ä t t e n der Volksgemeinschaft rochen.
Nach einem Festakt im Stadthaus begab sich Konrad Henlein auf den festlich geschmückten Marktplatz, wo er von der Ehrentribüne das Zeichen zum Beginn der Spiele gab. In einer kurzen Ansprache unterstrich er, daß es sich bei den Egerer Festspielen um die Durchsetzung einer großen kulturpolitischen Idee bandelt. Eger solle durch die Festspiele zu einer Weihe st ä t t e deutscherBüh- nenkunst in den Sudetenlanden werden. Am Abend ging dann auf der Bühne der riesigen Festspielhalle im Egertal „Wallenstein" in Szene. Die führenden Rollen wurden von hervorragenden deut- scheu Bühnenkünstlern gespielt.
(Sine zivile Fliegerreserve in England.
London, 24. Juli. (Europapreß.) Die Schaffung einer Freiwilligen-Fliegerreserve auf breitester Grundlage wird unter dem Namen „Zivile Luftwacht" vom Luftfghrtministerium angekün- digl. Engländer und Engländerinnen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren werden zum Eintritt aufgefordert, vorausgesetzt, daß die ärztliche Untersuchung ihre Eignung erweist. Dabei werden jedoch nur die gleichen Anforderungen gestellt, wie bei der Erteilung eines privaten Flugscheins. Die Ausbildung erfolgt an Kleinflugzeugen auf Kosten der freiwilligen Reservisten, sie sollen jedoch äußerst gering bemessen werden. Träger der Ausbildung sind Fliegerklubs und Fliegerschulen, die für jeden ausgebildeten Schüler einen Zuschuß von 30 bis 50 englischen Pfund (rund 375 bis 625 Mark) erhalten, je nach dem Typ der zur Ausbildung' verwendeten Maschine Die Reservisten selbst zahlen nur zwei Schilling und sechs Pence (etwa 1,50 Mark) für die Ausbildungsstunde, also etwa 20 Mark für den gesamten Lehrgang. Sie erhalten eigene Uniformen und müssen sich verpflichten, im Ernstfall sich den regulären Luftstreitkräften in jeder vorn Oberkommando für nötig erachteten Weise zur Verfügung zu stellen. Frauen sollen unter allen Umständen m einem solchen Fall nur zu Hilfsdiensten hinter der Front herangezogen werden. Die Gesamtleitung dieser Freiwilliaen-Organisation untersteht dem ehemaligen Luftfahrtminister Lord Londonderry, der mit dem Obersten Luftrat in Verbindung steht.
Die Blätter weisen darauf hin, daß auf diese Weise cs möglich sein werde, innerhalb von zwei Jahren eine ungeheure Mannschaftsreserve für die
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Wir wissen, daß fort werden will. 1 Hi-für alle Muh, Zeichen Erfüllun ften Forderung aus Milel hat er diesem fohen: „3tl steter r ter nationaWaP rang seine Ersvige Tatsachen sprechen streiten. All das, sprechen konnten, des Ausbaues sei können. Deshalb unseres fämpferif 8Qb unserem Tic d'e (Erfüllung".
3u biefem lamp *ltert stets gleich , M heute der Gai ms ihm bei der ehenden vielfälti । l eudige Gefolgfcha PMta. fteVi 1,1,3 Wtz (rblic
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(en Eindruck der Gefahren des gegenwärtigen Rü-1 stungswettlaufes für die Welt sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, um durch Abschluß eines internationalen Abkommens dem Rüstung? wettlauf ein Ende zu machen. Insbesondre sollt jede Initiative zum Abschluß eines Abkommens über die mit der ßuftbombarbierungju’ sammenhängenden Probleme unterstützt werden. In der Verlautbarung kommt zum Ausdruck, M man an der Arbeit der Genfer Liga meihr teilnehmen wolle, daß aber nach der bisher!«» Praxis und unter den gegenwärtigen Verhältnisse» bas Genfer Sanktionssystem — und zwar für alle Mitglieder der Genfer Liga — „nicht o b (i gc- kor i schen Charakter" habe. Schließt wünsche die Konferenz, daß her Genfer De red leine Tätigkeit, Konflikten vorzubeugen, und feint 2Irbeit hinsichtlich der internationalen ZusarnrnfN- I arbeit verstärkt.
nachmittags auf den Eigergipfel. Damit ist zum ersten Male überhaupt die gefürchtete und gr, jährliche Eigernordwand von deutschen Bergsteigern' bezwungen worden. — Abgesehen von einigen I kleineren Steinschlagverletzungen befinden sich bin vier Bergsteiger wohlauf. Nach ihrem Abstieg vom Eigergipfel zur Station Eigergletschsr der Jungfraubahn erholten sie sich im Hotel Eiger, gletscher, wohin auch die anderen im Gebiet von Grindelwald weilenden österreichischen und Müm chener Kameraden geeilt waren.
Der Münchener H e ck m e i e r erklärte, die Besteigung der Eigernordwand sei in der Haupffache ein Kampf mit dem Eise, die ganze Wandj sei fast nur Eis und wenig Fels, teilweise rage sie | sogar über. Auch die beiden Kamine aber Bergrisie, in denen die vier am Samstag und dann wieder am Sonntag aufstiegen, beständen fast gänzlich aus Eis.. Sie zu nehmen, war das schwerste ber , ganzen Nordwand-Bezwingung. Zahlreiche Lawi. n e n und Steinschläge gingen nieder.
Am Samstag wären Harr ar und Kaspo. r e k ums Haar von einer Lawine mitgerissen roor« I den, als sie auf einem Eisfeld waren, während sich, Voerg und Heckmeier noch im Kamin be-1| fanden. Die beiden glaubten schon, ihre Kameraden ! feien in die Tiefe gerissen worden, weil sie fast eine! halbe Stunde lang nichts von ihnen sahen. Am Sonntag mußten wegen des Witterungsumschwun-1 ges die Pausen zwischen den einzelnen Lawinen! geradezu abgewartet und berechnet werden, um den Ausstieg durch den zweiten Kamin fortzusetzen. Das letzte Stück zum Gipfel ging dann völlig fent- recht in bie Höhe. Die Biwaks in der Nacht waren schlecht-und schwierig und konnten nur bank überlegtem Anseilen ausgehalten werden. Bei Bewältigung ber letzten 300 Meter vom großen Schneefelv, ber sogenannten „Spinne", bis zum Gipfel herrschte ein eisiger Sturm, der so stark war, daß sich bie vier kühnen Bergsteiger noch Erreichung des Zieles kaum aufrechterhalten konn- i ten. Sie traten schleunigst den Abstieg nach der! Station Eigergletschee an, der in etwa dreieinhalb V Stunden zurückgelegt wurde.
Die Beisetzung der Königinmutter von Rumänien.
B u ( a r e ft, 24. Juli. (Europapreß.) Aus 2fi' I laß der Beisetzung der Königinmutter M a r i a vr» Rumänien hatte die rumänische Hauptstadt Iraner- schmuck angelegt. Im Königspalast von Calea M> toriei begann die Trauerzeremonie mit einem Trauergottesdienst, den der Metropolit von Mrl- dau abhielt. Dann wurde ber Sarg in feierlichem Zuge auf einer Lafette nach dem Bahnhof cd» Mogofoaia übergeführt. Auf der vier Kilometer lan-J gen Strecke zum Bahnhof hatten sich laufen:)? von Menschen angesammelt. An der Spitze des | Trauerzugs schritt der Polizeipräfekt, dem ein I Ehrenkompanie des Hausregiments der Köniair j folgte. Auf einem Kiffen trug General Jlasievic die Krone der Königin. Dann folgte der Sarg au' her Lafette, dahinter ein Wagen mit unzählige Kränzen. Dann kamen König Karol und ein Reihe europäischer Fürstlichkeiten, darunter ber, Herzog von Kent und Prinzregen Paul von Jugoslawien. Deutschland n>n durch den Bukarester Gesandten Dr. Fabricirrsj der einen Kranz des Führers überbroch hatte, und den Chef des Protokolls, dem Gesandte Baron Dornburg, vertreten. Nach zwei Stund:r erreichte der Trauerzug den Bahnhof. Gegen Mitl-l fuhr der Zug mit dem Sarg nach Curtea de Arges wo der Sarg in der königlichen Familiengruft dortigen Klosters beigesetzt wurde.
Leben gehört ihm, durch dessen Wirken bas Schicksal unser Volk wieder auferslehen ließ, unser Leben gehört ihm, mit dem der Herrgott war und mit dem der Herrgott sein wird. Das ist unser heißer Glaube. Wir danken dem höchsten, daß er den Tod alt der Vielen nicht vergeblich sein lieh. Wir danken ihm, dah er den Tod unserer Kameraden gesegnet hat durch den Sieg des Ideals, für das sie starben. 3n diesem Ideal ist Leben und Tod des deutschen Nationalsozialisten umschlossen. Es heiht: Adolf Hitler! heißt Deutschland!
Gauleiter Klausner bittet bann Rubolf Heß, bem Führer bas Gelöbnis ber Nationalsozialisten ber Ostmark zu überbringen, baß diese heute und immerdar bereit sind, wenn es gilt, für bas Wohl, bie Freiheit unb bie Ehre bes Vaterlanbes bas Leben einzusetzen. Die toten Helben ber beutschen Ostmark sinb in bie Standarte „Horst Wessel" mit bem Namen bes Führers auf ben Lippen eingegangen. Ihr letzter Schwur ist auch unser Bekenntnis. Und so grüßen wir den Führer: Sieg-Heil!
Das Deuffchlandlied unb das Horst-Wessel-Lied beschließen die erhebende Weihestunde. Auf dem festlich geschmückten Adolf-Hitler-Platz findet nun ber Vorbeimarsch ber Glieberungen ber Partei vor dem Stellvertreter des Führers statt. Neben bem Wagen bes Reichsministers haben bie Angehörigen ber 13 Hingerichteten Platz genommen. Unter ben vielen Marschblocks befinbet sich auch ber
Bayreuth, 24. Juli. (DNB.) Arn Sonntag nahmen die Jubiläumsfestspiele zum Gebenken an den 12 5. Geburtstag Richard Wagners im Bayreuther Festspielhaus mit einer Ne u i n s z e- nierung von „Tristan und Isolde" ihren Anfang. Mit dem Führer sind Reichsminister Dr. Goebbels und zahlreiche weitere Persönlichkeiten des nationalsozialistischen Deutschlands erschienen. Die Feststadt Bayreuth hat ihr schönstes Festgewand angelegt. Alle deuffchen Mundarten und die Sprachen aus aller Herren Länder geben dem bewegten Leben und Treiben in den Straßen das Gepräge. Wenige Minuten vor 16 Uhr begibt sich der Führer mit seiner Begleitung vom Hause Wahnftied zum Festspielhügel. Tausende auf der festlich geschmückten Straße grüßen ben Führer mit stürmischer Begeisterung. Der Führer bankt für die Beweise der Liebe und der Treue ber Bevölkerung der Bayerischen Ostmark unb betritt dann bas Haus auf dem Festspielhügel. Am Eingangstor hießen Frau Winnifred Wagner, sowie Reichsminister Dr. Goebbels und Frau den Führer willkommen. Als der Führer mit Frau Winnifred Wagner, Reichsminister Dr. Goebbels und Frau Goebbels in seiner Loge erscheint, erweist ihm die im Hause versammelte Kunstgemeinde den Deutschen Gruß. Weiter bemerkt man unter ben zahl
reichen Persönlichkeiten bes Staates, ber Partei, ber Wehrmacht unb bes Kunstlebens, die der ersten Aufführung bes Bühnenfestspiele beiwohnen, die Reichsminister Darrä und Dr. Frank, Reichsleiter Bormann, den bayerischen Minister- präsibenten Siebert, Staatssekretär Hanke, Generalbauinspektor Profeffor Speer, Reichsbühnenbilbner Professor Benno von Arent und Reichsbilbbericht- erftotter Professor Hofmann.
Generalintenbant Staatsrat Heinz T i e t j e n , besten Massenregie in ber Bayreuther „Lohengrin"- Vorstellung sowohl in Berlin als auch zur Reichstheaterfestwoche in Wien ungeteilte Bewunderung fand, hat als Spielleiter ber „Tristan"-Aufführung dem bicht besetzten Haus ein neues Beispiel feiner ebenso ftilfidjeren wie geistvollen Jnszenierungs- kunst gegeben. Seine feinfühlige Gliederung ber szenischen Vorgänge unb bie vielfältige Schattierung im hoheitsvollen Spiel der einzelnen Darsteller zeigten, wie unter ber Führung von Tietjen ein ebenso lebenbiger wie werkgerechter Wagner-Sttl in Bayreuth gepflegt wird. Aufs innigste oerbanben sich mit biesen Regieabsichten bie Bühnenbilber und Trachten, bie Professor Emil Prätorius entworfen hatte. Die Naturpoesie des Walbbilbes im zweiten Akt unb die Meeresweite bes britten offenbarten ben Zuschauern bie mit sinnvollen Gegensätzen unb feinsten Färb- und Lichtwerten malerisch und räumlich überall gestaltende Phantasie bes Künstlers. Als musikalischer Leiter ber Erösfnungs- oorstellung^hat Staatskapellmeister Karl E l m e n= borff nach mehreren Jahren wieber seine Dirigententätigkeit in Bayreuth aufgenommen. Unter ber Stabführung biefes mit ben akustischen Verhältnissen des Festspielhauses vertrauten Dirigenten spielte bas prachtvolle Orchester mit einer Klangschönheit unb musikalischen Vollkommenheit, bie zu ben stärksten Erlebnissen jeder Bayreuther Aufführung zählen. Elmenborffs ausgewogene unb bei aller Lewenschaft vielseitige Auslegung des Musikdramas vereinigte sich mit einer sicheren Beherrschung ber Bühne. Hier stauben bem Dirigenten Sänger ersten Ranges zur Verfügung. Neben Frida Leider als einer Jsolbe von größtem barstellerischen Format unb Hohen gesanglichen Fähigkeiten fesselte vor allem Max Lorenz als Tristan. Der Künstler, ber ben Tristan zum ersten Male sang, oerbanb mit ber ihm eigenen Schauspielkunst eine gesangliche Leistung, bie im Helbischen wie im Lyrischen alle Anforberungen ber schwierigen Partie restlos er» füllte. Mit bem ftrömenben Wortlaut ihres Alts unb ihrer großen Erfahrung als Wagner-Darstelle» rin fügte Margarethe Klose auch die Brangäne in bas beherrschende solistische Dreigestirn dieser Aufführung ein. Jaro Prohaska als temperamentvoll spielender unb makellos fingenber Kurwenal unb Josef von Manowarbas persönlich profilierter König Marke trugen ebenso wie Martin Kremer, Fritz Wolff, Edwin Heyer unb ber von Friedrich Jung einftubierte Chor zu bem tiefen Eindruck bei, ber sich in ergriffenem Schweigen ber Zuschauer nach jebem Akt zu erkennen gab, bevor ber herzliche Beifall enbete.
Der Führer bei ckouleiier Wächtler
Bayreuth, 24. Juli. (DNB.) Der Führer stattete am Sonntagvormittag dery erkrankten Gau
Beginn der Bühnenfestspiele in Bayreuth
„Tristan und Zsolde" in Anwesenheit des Führers.
Unser Bild zeigt ben Führer im Park des Hauses Wahnfried in Bayreuth zusammen mit Frau Winnifred Wagner unb Wielanb Wagnex. — (Scherl-Bilberbienst-M.)
Sturm ber Standarte 89, die am 25. Juli 1934 ben Marsch zum Bunbeskanzleramt unternommen hatte. Die Ostmark-Gauleiter vereidigt Am Sonntagnachmittag fand im Wappensaal bes Lanbhauses zu Klagenfurt bie feierliche Verewigung ber sieben vom Führer neuernannten Gauleiter ber Ostmarkgau e'burch ben Stellvertreter bes Führers statt. Gauleiter Bürckel sprach von bem tiefen Sinn ber Nationalsozialistischen Partei. Seinen Worten lag ber Gebanke zugrunbe, baß in unserem nationalsozialistischen Reich ber Partei als bem Lebensfaktor unseres Volkes eine hohe Verantwortung obliege. Die Partei sei gewissermaßen bie Initiative für die Exekutive, ben Staat. Von biefer hoher Auffassung von ben Aufgaben ber Partei ausgehend, bie bie Sicherung ber Ewigkeit ber Nation verkörpere, umriß Gauleiter Bürckel mit Klarheit unb Schärfe bie besvnberen Fvr - berungen, die an bas Hanbeln und Lassen ber Parteigenossen und vor allem bes politischen Leiters ber Partei gestellt sind.
Dann sprach der Stellvertreter bes Führers R u - bolf Heß, nach ernsten Worten ber Mahnung an bie Bedeutung bes Eibes, ben sieben Gauleitern bie Worte des Eibes ber Parteiführerschaft vor, bie mit erhobener Schwurhanb seine Worte wieberholten und ben Eid ablegten. Mit ben Worten: „Geht nun hinaus in bie herrliche Ostmark unb wirkt nach bem Eibe, ben ihr soeben abgelegt habt, wirkt in Treue für ben Führer", schloß Rubolf Heß bie Verewigung.
leiter unb Reichswalter bes NSLB.» Pg. Fritz Wächtler, im Stäbtischen Krankenhaus einen Besuch ab unb sprach ihm bie besten Wünsche für eine balbige Genesung aus. Gauleiter Wächtler überreichte dem Führer einen künstlerisch gestalteten Bildband über bie am 19. Juni eingeweihte Grenzlanbschule bes NSLB. in Neu- borf im Gau Bayerische Ostmark. Der Führer gab seiner Freube über bie Schulbauten bes NS^B. Ausbruck, unb nahm ben Bilbband mit Worten bes Dankes entgegen.
Die Salzburger Festspiele eröffnet.
„Die Meistersinger" in Anwesenheit von Dr. Goebbels.
Salzburg, 23. Juli. (DNB.) Die Salzburger Festspiele mürben am Samstag mit ber Aufführung ber „M eifterfinger von Nürnberg" unter ber Leitung Wilhelm Furtwänglers in Anwesenheit von Reichsminister Dr. G o e b b-e I s unb zahlreicher führenber Männer ber Bewegung, bes Staates und bes Kunstlebens eröffnet. Durch bie mit Hakenkreuzfahnen übersäten Straßen ber Stabt wogte eine unübersehbare Menschenmenge, um Dr. Goebbels auf seiner Fahrt zum Festspielhaus zu begrüßen. Neben Dr. Goebbels waren in ber Ehrenloge bes Festspielhauses Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, Reichsleiter Dr. Ley, bie Minister Dr. h. c. G l a i s e - Horst e n a u unb Dr. Hueber, Gauleiter Dr. Rainer unb ber Kommanbierenbe General bes XVIII. Armeekorps Beyer anwesenb. Ferner bemerkte man unter ben Zuschauern in großer Zahl Vertreter von Staat, Bewegung unb Wehrmacht unb viele Künstler, auch zahlreiche auslänbische Freunbe ber deutschen Kunst, vor allem Italiener unb Eng- länber. Prof. Furtwängler birigierte bie Wiener Philharmoniker. Walter Großmann (Berlin) verkörperte einen machtvollen Sachs. Unerreicht ist ber Davw Erich Zimmermanns (Berlin). Die Wiener Staatsoper stellte Herbert Alfens prächtigen Baß als Veit Pogner, Maria R e i n e i n g als Evchen, Fritz K r e n n als Koth- ner, Pirotska Tutsek als Magbalena. Alfreb I e r g e r s Beckmesser knüpft an größte Trabitio- nen in ber Verkörperung biefer Rolle an. Eine be- fonbere Ueberraschung bot ber Schwebe Svet Svanholm als Walther Stoltzing. Jubelstürme bankten für bie glänzenbe Darstellung unb bas her» üorragenbe Zusammenspiel.
Glanzvoller Anstatt der Mnchener Feftfyiele. Uraufführung von Richard Strauß' „Friedenstag."
Glanzvoll würben bie Münchner Festspiele 1938 am Sonntagabenb eingeleitet mit ber Uraufführung ber neuen Oper von Dr. Richarb Sttauß „F r i c» b e n 5 t a g". Man sah unter ben Zuschauern viele fubrenbe Persönlichkeiten aus Bewegung, Staat unb Wehrmacht sowie aus bem Kunstleben, an ber Spitze Reichsstatthalter Ritter von (Epp, Gauleiter


