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188. Jahrgang

M. 171 Erstes Blatt

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß

betritt nun die Rednertribüne.Die Toten unserer

wieder weiß, warum er sein Korn sät und erntet, daß euer Dasein wieder einen Sinn hat, daß das Wirken von Kopf und Hand nicht nur dem eigenen Ich dient, sondern vor allem der großen gemein­samen Heimat und ihrer Zukunft. Wie schmählich hat ein Großteil der Auslandpresse die Völker drau­ßen belogen über den Kampf der deutschen Natio­nalsozialisten hier! Und wie viele glauben heute draußen noch, ihr, meine Volksgenossen der Ost- mark, wäret unter Zwang zum Reich gekommen, ihr lebtet unter Zwang in Großdeutschland und es wäre Aufgabe der Welt, euch zu befreien von der Knute des Reiches. So mancher würde es am lieb- ften sehen, wenn wirklich unter dem Feldgeschrei Freiheit" große und kleine Staaten über uns her­fielen, um uns die Freiheit zu nehmen. Sie wür­den es begrüßen, wenn mit Gewalt wieder zunichte gemacht würde, wofür unsere Toten fielen. Es wäre ihnen recht, wenn unser Volk wiederdemo­kratisch", wenn es wieder in Parteien zersplittert wäre, wenn es sich wieder beschimpfte und zer­fleischte, da könnte man es wieder von neuem er-

Die Weiheskunde in Klagenfurt

Klagenfurt, 24. Juli. (DND.) Zur Weihe- i'tunde für die Helden der Ostmark, die in den Iuu- ?agen des Jahres 1934, als das deutsche Volk der 'Ostmark seinen ersten verzweifelten Aufbruch unter­nahm, Leben und Blut geopfert Haben, waren auf demPlatz der Helden" in den Vormittagsstunden des Sonntags die Gliederungen der Bewegung aus 2er ganzen Ostmark ausmarschiert, mit ihnen fast

Lützow.

Wofür denn anders als für das deutsche Volk haben die gefallenen Deutschen der früheren Donaumonarchie ihr Leben im Großen Krieg gegeben? Wofür denn anders haben die Männer aus Kärnten und Steiermark, aus

Pr^3mtnet wieder wird in frevlerischer Weise jener furchtbare Gedanke in die friedliebenden Völker getragen, der Gedanke an einen neuen Krieg. Je mehr wir in Ruhe auf­bauen und Werke des Friedens tun, je weniger wir selbst an den Krieg denken, um so mehr Vorwände erfinden sie für einen drohenden Kriegszustand, zetern diese erfahrenen Spe­zialisten der Völkerverhehunq, der Tarlaren- Nachrichten. Es ist ein Glück für die Mensch­heit, daß die Verantwortlichen der Völker mehr veranlwortungsbewuhtsein und mehr Vernunft zu haben scheinen, als die Hetzer, und es ist vor allem ein Glück für die Völker, daß der Führer Deutschlands sich nicht provozie­ren ließ und sich nicht provozieren läßt. Jn souveräner Ruhe tut der Führer, was er tun muh für sein Volk, und er lat es und wird es tun im Zeichen des Friedens, denn er wirkt für den Frieden in Europa, indem er das deutsche Volk, auch das deutsche Volk in Oester­reich rettet vor dem Bolschewismus. Indem er dieses Herz Europas davor bewahrte, zur . Brandfackel der Weltrevolution zu werden, hat er Europa davor bewahrt. Er wirkt für den Frieden, indem er Deutschland so stark machte, daß andere nicht mehr aus nichtigen Gründen einmarschieren können, um billige Lorbeeren

Chorgesang der Hitler-JugendHeiliges Paterland die Namen der 13 Nationalsozialisten auf, die durch Henkershand ihr Leben lassen mußten:

Franz Holzweber, Wien, 31. Juli 1934; Otto planetta, Wien, 31. Juli 1934; Fried- rich Wurnig, Jnnsbruck, 1. August 1934; Ernst Feite, Wien, 7. August 1934; Joseph Hackel, Wien, 13. August 1934; Franz Leeb, Wien, 13. August 1934; Ludwig Meißen, Wien, 13. August 1934; Erich Wohlrab, Wien, 13. August 1934; Johann Domes, Wien. 18. August 1934; Franz Saureis, Jfchl, 20. August 1934; Franz Unterberger, Ischl, 20. August 1934; Rudolf Erlbacher, Leoben. 23. August 1934; Fran; Ebner, Leoben, 29. August 1934.

Die Fahnen senken sich, und es erklingt das Lied vom guten Kameraden.

Welches Opfer brachte auch die Jugend! Eine Jugend, für die schon im Kindesalter der Kampf und das große Leid begannen. Eine Jugend, die statt der Betreuung und Umgebung im Vater­haus nur Angst kannte, Sorge und Not um des Deutschtums willen. Ständig vom Verrat bedroht, ständig wachsam, daß nicht ein unbedachtes Wort den Vater, das tägliche Brot oder die Freiheit kostete, haben sie dahingegeben, was Millionen anderen das schönste Erinnern im Leben ist: , die wahre Kindheit. In der ernsten Erinnerung nicht nur an die gewaltige Zahl der Opfer, sondern auch an die lange Leidenszeit der Ostmark überhaupt dankt das deutsche Volk .heute nochmals diesen seinen Volksgenossen."

Das aber", so fuhr Rudolf Heß fort,macht die Erinnerung an die Jahrhunderte des Kampfes und des Leides, an die Zeit des Elends des letzten Jahrzehnts dem deutschen Volk zu einer tro st reichen Gewißheit: Die im Zeichen des Nationalsozialismus Gefal­lenen der vergangenen Jahre werden, das wissen wir, die letzten Opfer fein, die im Vruderkampf um das Deutschtum der Ostmark gefallen sind, und es ist die Tragik der Toten der letzen Jahre, daß sie den Sieg eines über tausendjährigen Kampfes, der so greifbar nahe vor ihnen stand, nicht mehr haben sehen dürfen. Nicht nur, daß sie am zähesten und härtesten mitgekämpfl, macht ihre Namen in der deut­schen Geschichte ewig, sondern daß auf ihren frischen Gräbern das Symbol des großdeulschen Sieges aufgepflanzt wurde: das Hakenkreuz.

Bewegung", so sagte er,sind das letzte Glied einer großen Opfer kette d e r Deutschen in der O st m a r k, die zurückreicht bis in die Zeit, da die besten Deutschen aller Stämme sich ihres ge­meinsamen Deutschtums bewußt wurden und damit zugleich die Sehnsucht der besten Deutschen erwachte nach der Vereinigung aller Glieder dieses deutschen Volkes in einem Deutschen Reiche. Eineinhalb Jahr­hunderte haben die Deutschen der Mark Oesterreich unter.schweren Leiden Grenzwacht gehalten gegen osmanische Scharen, bis damals Wien und damit das ganze Land befreit wurde durch ein Reichsheer, in dem Deutsche aller Gaue Dienste leisteten. Und gerade das ist symbolisch, daß nicht Männer eines Stammes oder eines Gaues die Ostmark verteidig­ten und damit das ganze Deutschtum retteten, son­dern daß auch damals schon die Besten des ganzen Reiches ihre Opfer brachten.

Wie verschiedenartig ist der Kampf gewesen, der zum Reiche aller Deutschen führte! Schien er eine Epoche lang ein dynastischer Streit zu sein, so sahen ihn die nächsten Generationen wieder aufer­stehen in Bauernaufständen, wieder andere in reli­giösen Revolutionen. Letzten Endes waren es Kämpfe um das Großdeutsche Reich aller Deutschen. Die Bauern in Oberösterreich so gut wie in Tirol, in Salzburg wie in Kärnten haben in der Zeit xber Bauernbewegung ihr Leben eingesetzt nach ihren eigenen WortenF ü r die Einheit des Reiches unter einer m a ch t e r f ü l l t e n Spitz e", und in der Gegenreformation da wollten die Deutsch-Tiroler in erster Linie fein wie sie selbst faatenHüter und Bewahre r-d er Te uts'chh eit". Ebenso wie nach der großen Revolte von 1918 sich Soldaten und Bauern, Ar­beiter und etuöenten Deutsch-Oesterreichs den Frei­korps anschlossen, um der großen Heimat zu dienen, so stellten schon 1813 und 1814 Tiroler Landes­schützen eine Kompanie zu Fuß dem Freikorps

Unerschütterlich wie ihr slandel um eurer Ueberzeugung willen, so stehl der Führer für seinen Glauben und für seine Zendung für Deutschland. And ebenso unerschütterlich werden wir zu Deutsch­land stehen und zu Adolf Hitler» Das ist unser Gelöbnis an die loten Helden der Ostmark und des ganzen deutschen Volkes. Un­ser Leben gehört dem Führer, wie ihr Leben und Sterben ihm gehört hat. Unser

Wien und Tirol, haben die Deutschen Oester­reichs von 1914 bis 1918 und von 1918 bis 1938 gekämpft als für ihr deutsches Volk, das feine einzige, wirkliche Heimat in Großdeulsch- land Hal? Und heute weih es das ganze deutsche Volk und wird es nie vergessen, baß die Zahl der gefallenen Deutschen im Welt­kriege prozentual am höchsten gewesen ist in den deutschen Gauen der Ostmark, hier in Klagenfurt steht die ganz erschütternde Jnschrift zu lesen:Von dieser Stelle zog das 8. Feld- jägerbataillon am 10. August 1914 mit 38 Offi­zieren und 1222 Mann in den Weltkrieg. Vom Kärntner Feldjägerbataillon Nr. 8 find im Weltkrieg in Treue für Heimat und Volk auf dem Felde der Ehre gefallen: 38 Offiziere und 1221 Jäger und Unteroffiziere. Den Helden zum ehrenvollen Gedenken, der Nachwelt zum leuchtenden Vorbilde." Von diesen 1260 Mann kam also ein einziger zurück! Wie die tapferen Kärtner mit ihrem Blute deutsches Schicksal schrieben, so haben es nicht minder im Kriege und nach dem Kriege deutsche Wänner der anderen Ostmarkgaue getan, und auch die nationalsozialistische Bewegung, in deren Ge- statt schließlich großdeutfches Schicksal sich hier vollendete, beklagt in diesen Gauen die hochst- zaht der gebrachten Opfer.

Wir wollen ebenso die Opfer der Fr a uen Deutsch-Oesterreichs vor uns auferstehen lassem Wie haben sie, die unbekannten Frauen Deutsch-Oester- reichs, mit der Sorge um das tägliche Brot ge­kämpft, wenn ihre Männer oder ihre Sohne um des Glaubens willen im Kerker faßen. Wie oft haben sie selbst den Weg in Gefängniszellen ge­nommen, wie oft sind sie krank und elend wieder heimgekehrt. Und d e n n o ch ! Wie haben diese Frauen immer von neuem m die Herzen der oft

'ommen waren.

Gegen diese volksfeindliche Willkürhevrichast hat- len sich in Oesterreich selbst Widerstandszellen her- usgebildet. Was am 25. Juli 1934 geschah, das □ar nicht das Ergebnis einer planmäßig vorberei- teten Revolution, das war vielmehr ein Ans­pruch empörter Dolksleidenfch asten, gequält und verfolgt hatten sich 'm der Bundes­hauptstadt sowie in einzelnen Städten der 2llpen- Innber entschlossene Männer zusammengefunden, i m durch eine machtvolle Erhebung eine Wendung erbeizuführen. Es hatte sich sofort gezeigt, daß diese »mittelbare aus dem Volksgefühl hervorgegangene Erhebung nicht von außen, sicher nicht vom ^e.ch beeinflußt und bestimmt war, wie denn auch die ^eichsregierung nicht zögerte, schon zu einer Zeit ie Grenzen sperren zu lassen, als die Erhebung in Wien noch im Gange war. Es wird sich wohl nicht nehr ganz aufklären lassen, ob auch Spitzel und Provokateure am Werke gewesen sind, um nach dem Waffen- und Sprengstoffverbot der Dollsuß-Regie- runge einen Putsch zu veranstalten, dazu beftimmt, dne nationalsozialistische Bewegung und ihre treue­ren Anhänger zu ermitteln und bloßzustellen Es Oird sich auch nicht ausklären lasten, wieweit offene ll nd geheime Gegnerschaft in der Dollfuß-Regierung ielbft am Werke gewesen sind, zumal es sich spater gezeigt hat, daß diese schwarz-gelbenRetter Oesterreichs sich einander selber nicht trauten. In ter Bundeshauptstadt waren es nicht viel mehr als yundert Mann, die das Dollfuß-Regime in wenigen Minuten über den Haufen werfen konnten, ohne freilich die gewaltige Bewegung auszulösen, die ßroar an sich vorhanden, für die aber noch nicht die Zeit gekommen war. Allein die Juli-Erhebung wird n der österreichischen Geschichte dennoch unsterblich nleiben, weil sie Zeugnis ablegt von der heldischen Vröße, von der seelischen Unerschütterlichkeit und Der nationalen Zuversicht tapferer deutscher Man­ner. Plan etta und Holzweber, Die am ri.Juli gehängt wurden, starben ebenso wie ihre Kampfgefährten, die das gleiche Schicksal teilten, würdig ihrer geschichtlichen Aufgabe, die gerade Durch dies heroische Opfer sich angekundigt hatte. Hart) der Juli-Erhebung von 1934 war das fchwarz- gelbe Regime so erschüttert, daß es durch fernen Terror, durch keine Hinterlist und durch keinen po­etischen Betrug zu befestigen war. Die Juli-Erhe- Dung hatte über das Blutzeugnis der Opfer für

Daß größere Deutschland und den Nationalsoziaus- inus auch noch die geschichtliche Bedeutung, das Ausland, das wirklich sehen und begreifen wollte, Darauf aufmerksam zu machen, daß m Oefterreicp | Dinge vor sich gingen, die mit anderem Maßstab I gemessen werden mußten, als etwa mit den öd)ein= r gründen der Versailler Verträge. Die Juli-Erhe- . vung war das Werk weniger entschlossener Manner, 'ne vollzog sich in einigen Stunden, gerade deshalo - offenbarte sie die Tragik einer Bevölkerung, Die um I ihre Nation kämpfte. O. s.

alle Kreis- und Gauamtsleiter der sieben Gaue. Die tiefgeftaffelten Kolonnen füllten den mit reichem Fahnenschmuck umsäumten Platz. Die Stirnfront bildete der kahle, nur mit den kleinen vergitterten Fenstern versehene Bau des früheren Polizei- gefängnisses von Klagenfurt, lieber dem ein­stöckigen Bau erhob sich das große goldene Hoheits- Eichen des Reiches. Mit dem Stellvertreter des Führers nehmen an der Weihestunde Reichsorgani­sationsletter Dr. Ley, Reichskommissar Gauleiter Bürckel, Reichsstatthalter Seyß-Jnquart, sämtliche Gauleiter der Ostmark und viele führende Männer von Partei, Staat und Wehrmacht teil. Lautlose Stille herrscht, als der Stellvertreter des Führers zunächst die Hinterbliebenen der als Opfer ihres politischen Glaubens durch den Strang ums Leben gebrachten 13 Männer begrüßt. Dann erstattet der stellvertretende Gauleiter von Kärnten, Kutschern, Meldung, daß zur heutigen Weihestunde 24 000 kampferprobte Männer der Gliederungen angetreten sind, und ruft nach dem

zu ernten.

Doch je mehr er in feinen Worten und in seinen Taten dem Frieden dient, desto stärker hassen sie ihn und desto stärker verdächtigen ihn die Hetzer zugleich. Sie lügen, er bedrohe den Frieden, aber zugleich sehen sie schweigend zu, wie kleine Staaten bewußt den Frieden bedrohen. Welch ein leichtfertiges Spiel wird hier mit dem Frieden Europas, wenn nicht gar mit der ganzen Welt getrieben! Wir aber haben den Glauben, daß auch diesem neuerlichen und unver­antwortlichen Treiben es nicht gelingt, den Frieden zu brechen. Wir glauben an eine höhere Gerechtigkeit, die nicht zulasten wird, daß von neuem Krieg in die Welt gebracht wird ein grauenhafter Krieg mit unausdenkbaren Folgen, der blühende Gefilde zu trostlosen Wüsten macht, Millionen Menschen hinschlachtet oder zu Krüppeln werden läßt, ein Krieg, der nur einen Sieger kennen würde: den Bolschewis fn u s. Wir hoffen, daß auch fernerhin noch soviel Ver­nunft in der Welt vorhanden ist, dies zu verhindern Wie dem aber auch sei: Deutschland hat auf alle Fälle vor gesorgt, daß fein Frieden nicht nur von der Vernunft anderer abhängig ist. Die Welt weiß, daß Deutschlands Frieden gesichert ist durch eine Wehrmacht stärker denn je, gesichert durch die Wehrmäcbt eines Reiches, an dessen Spitze wohlgemerkt Adolf Hitler steht. '

Wir haben auch den Glauben, daß eine höhere Gerechtigkeit alle Anschläge gegen den Frieden auf die moralisch Schuldigen zurückwirft. Wir wissen, daß ein gütiges Geschick mit dem Führer war, em Geschick, das alle Versuche seiner Gegner, ihm Scha­den zuzufügen, immer wieder zu seinen Gunsten1 ausschlagen ließ. Wir haben den Glauben, daß auch künftig dieses günstige Geschick mit ihm fein wird. Wir haben den Glauben, daß, was auch seine Geg­ner künftig gegen ihn erdenken mögen, alles schließ­lich nur beiträgt, den Führer und sein Deutschland zu stärken. - .,

Das Schicksal ist mit dem, der reinen Wil­lens ist und nicht kavitulieri vor der Macht des Bosen. Der Führer ist reinen Willens, und er wird nicht kavitulieren. Er wird nicht kapi­tulieren, so wenig wie die Männer kapitulier­ten, zu deren Gedächtnis wir diese Stunde feierlich begehen, so wenig wie ihr, meine alten Kampfge­nossen aus Deutschöfterreich, einst nad^egehen habt trotz aller Drohungen eines haßerfüllten Gegners, trotz aller Leiden. So wenig wie ihr gebeugt wer­den konntet, als ihr Foltern und Martern ertra­gen mußtet um Deutschlands willen, so wenig wird der Führer nachgeben.

Das Großdeutsche Reich eine Bürgschaft des Friedens

Oer Stellvertreter des Führers gedenkt der Blutzeugen des 25. Juli.

Verzweifelten, wie haben sie besonders in die Herzen ihrer Buben und Mädel immer wieder Zuver­sicht getragen, immer wieder Glauben ge­pflanzt! Wie haben sie mit ihren arbeitszerfurchten Händen den Ihren, die im fanatischen Kampf stan­den, Zeichen des Trostes, des Verstehens und des Glaubens an den gemeinsamen Sieg gegeben.

Mit welch großer Liebe hat so manche den letzten Gang der Ihren in bewundernswertem Leugnen eigenen Schmerzes zu einem stolzen Gang in eine große Zukunft werden lasten. Wieviel Güte, Ver­stehen und Glauben haben die Frauen in die Ge­fängnisse getragen, während die Männer in Kerkern und Anhaltelagern waren. Wie haben die Mütter und Bräute, die Schwestern und Tochter in ein­samen Dörfern in einer stillen Ecke ihrer Bauern­stube gesessen, wo der Kerzenschimmer das Bild des Führers beleuchtete. Wie haben sie mit ihren Kindern vor diesem Bilde gebetet für den Führer und für Grobdeutschland. Diesen Frauen Deutschösterreichs gebührt ein stilles Heldenlied, und die Dichter unserer Zeit, sie werden es schreiben, wie sie schon so viele Lieder des Kampfes und des Glaubens geschrieben haben!

Äie Juli-Erhebung.

Am 25. Juli 1934 spielten sich vor und in dem dundeskanzlerhaus zu Wien Ereignisse b, deren dramatische Wucht und Schnelligkeit sich rft noch und nach klären ließ. Wenn im größeren eutschland am vierten Jahrestag dieser Ereignisse edacht wird, wenn es im Rahmen einer Feier ge- hieht wie in Klagenfurt, so muß zum Verständnis aran erinnert werden, daß die Machtergreifung in Deutschland der nationalsozialistischen Bewegung in -esterreich einen starken Auftrieb gab. Man kann eute nicht mehr daran Vorbeigehen, daß der Natio- alsozialismus nicht nur als unterirdische Bewe- ung in Oesterreich mächtig war, vielmehr auch ichtbar einen sehr großen Teil der Bevölkerung er- ißt hatte. Der Leidensweg Oesterreichs von St. Zerwain bis zur Juli-Erhebung, bis weiter zur Rückgliederung in das Reich war angefüllt mit ineren Kämpfen für die nationale Freiheit und mabhängigkeit gegen den böswilligen Widerstand eaftionärer Mächte und Kräfte. Diese hatten sich och der Machtergreifung in Deutschland in der Bundesregierung unter Dollfuß und Schuschnigg icreinigt, um durch eine Restauration des Hauses »absdurg-Bourbon das deutsche Volk Oesterreichs m sein nationales Erstgeburtsrecht zu prellen Die Bundesregierung unter Dollfuß und Schuschnigg lotte schon 1933 einen mit massiver Härte durch- lesührten Kampf gegen die nationalsozialistische Be­legung ausgenommen, daß eine Entladung nicht j Ausbleiben konnte. Die Gefängnisse waren überfüllt, Konzentrationslager waren eingerichtet, um die na- tonalsozialistische Bewegung zu zertrümmern. Ar- ullerie und Maschinengewehre wurden eingesetzt, m jede Erhebung gegen die schwarz-gelbe Reaktion ter Dollfuß-Diktatur unmöglich zu machen. Immer □ieder wurde die Regierung umgebildet, um Män- er auszuschiffen, die nicht als ganz zuverlässig gal- E?n um schließlich den Bundeskanzler in einen Kreis :iön Leuten zu stellen, die gegen den Nationalsozia- I; smus und gegen ein größeres Deutschland einge-

Nicht für materielle Gewinne sind diese Opfer gefallen, sie sind gefallen für ihr Volkstum, und dieses Volkstum verlangt von der Welt nichts anderes als den Boden wirklich fein eigen zu nennen, auf dem es lebt. Es war und ist der Kampf u m f e i n e E x i st e n z , den das Deutsch­tum als Schicksalskampf geführt. Auch heute denken wir Deutsche nicht daran, etwa zwangsweise frem­des Volkstum deutschem Volkstum einzuverlewen, aber wir wollen auch um der vielen Opfer willen, die wir gebracht haben, kein deutfchesVolks- t um aus unserem mehr verlieren Das sind wir unseren Toten schuldig! Die Wiederge­winnung Oesterreichs für das Reich hat keinem Gegner von draußen Blut gekostet. Nur die deut­schen Nationalsozialisten haben ihr Blut geopfert, damit die Gemeinschaft der deutschen Herzen eine Einheit des deutschen Volkes in einem Deutschen Reich sei. Kein fremdes Volk, kein fremdes Land in Europa und auf der Welt hat dadurch Schaden gelitten, daß die Deutschen sich ihr Recht nahmen. Niemandem hat es zum Schaden gereicht, daß ihr Ostmärker aufgegangen seid im Grotzdeut- schen Reich. Wohl aber wird es Millionen zum Segen werden, daß auch h^r 'n diesem Lande neues Leben eingezogen ist, daß die Arbei^losen wieder Arbeit bekommen haben, daß die Raver, die stillstanden, sich wieder drohen, daß der Bauert