Einzelbild herunterladen

Volksweihnachten in Gießen.

Die Abendstunde des gestrigen Freitag brachte, wie überall im Reich, auch in unserer Stadt im Rahmen der einzelnen Ortsgruppen der NSDAP, stimmungsvolle Volksweihnachtsfeiern, die den Be­treuten des WHW. und den zahlreichen Gästen ein schönes Erlebnis wurden. Ueberall standen die Be­sucher im Banne der starken Volksverbundenheit, die Führung und Volk unlöslich zusammengeschweißt hat und die gerade in der weihnachtlichen Stim­mung wiederum besonders starken Ausdruck findet. Dankerfüllt für den Führer, unterdessen Schutz und Schirm sich auch diesmal wieder unser Volk zu froher Weihnachtsfeier vereinigen kann, verließen die Besucher die Stätten dieser schönen Weihnachts­feiern.

Ortsgruppe Gießen-Ost.

Im weihnachtlich geschmückten großen Hörsaal der Universität hatte sich die Ortsgruppe Gießen- Ost versammelt, um eine deutsche Weihnachtsstunde zu begehen. Unter einem fast bis zur Decke ragen­den Lichterbaum standen die Tische mit reichen Gaben für die Kleinen bereit.

Propagandaleiter Seibert hieß die Kleinen mit ihren Eltern herzlich willkommen. Die Jungmädel­gruppe der Ortsgruppe leitete mit alten Weihrrachts- liedern den Abend ein. Pg. Geiger vom Stadt- kheater Gießen las dann den Kindern das alte schöne MärchenSiebenschön" vor, dem die Kleinen und Großen mit Spannung lauschten. Hierauf verwan­delte die Iungmädelqrüppe mit ganz einfachen Hilfs­mitteln, Spinnrad, Schemel und Decken, den freien Platz des Saales zu einer Bühne und spielte das alte und doch immer schöne Weihnachtsmärchen Frau Holle".

Doch alles Schöne dieses Märchens konnte den langersehnten Weihnachtsmann mit seinen Ga­ben nicht vergessen machen. Endlich, mit viel Ge­polter, meldete er sich an. Als er den Saal betrat, herrschte größtes Schweigen. Doch rasch war die Verbindung zu den Kleinen hergestellt, und nun wetteiferten die Mädel und die Buben, ihre Vor­tragskunst zu zeigen, aber auch wohl um den Weih­nachtsmann gut zu stimmen. Wie leuchteten die Kin­deraugen, als er dann seine Gaben verteilte. Für -alle hatte er das Richtige getroffen; für die Buben nach echtem Jungensinn, für die Mädels nach ihrem Sehnen. Kaum hatten die Kleinen es in Händen, da war alles um sie her vergessen; die Weihnachts­freude für die Kinder hatte ihren Einzug gehalten. Aber neben all den schönen Spielsachen hatte der Weihnachtsmann auch Tüten voll Süßigkeiten mit­gebracht, kurzum alles, was das Kinderherz erfreut.

In engster Zusammenarbeit der Ortsgruppe Ost, mit dem WHW., dem BDM., der Schüler der Ober­realschule und der Marine-HI. konnte allen 120 Kindern eine wahre Weihnachtsfreude bereitet wer­den.

Auch Kreisleiter Backhaus nahm zur Freude aller Besucher an der schönen Feier teil.

Ortsgruppe Gießen-Mitie.

In der mit Adventskränzen und Tannenbäumen schön geschmückten Turnhalle hatten an langge­streckten Tischen tzie Kleinen und zu beiden Seiten deren Angehörige und die älteren Gäste der NSV. Platz genommen. Ortsgruppenleiter Weber und Ortsgruppenwalter der NSV. Dr. Sch eil Horn mit ihren Mitarbeitern bemühten sich um die klei­nen und großen Gäste, die erwartungsvoll den Dingen entgegensahen, die sich hier abspielen soll­ten.

Eine Hauskapelle verkürzte mit einigen bekannten Weisen die Wartezeit. Nach dem Dorspruch eines BDM.-Mädels erfreute der BDM. mit einigen Weihnachts- und Kinderliedern, für die die Kleinen nicht nur dankbar Beifall zollten, sondern an deren Singen sie sich auch beteiligten. In der Zwischenzeit hatten die Frauen der NS.-Frauenschaft die Kerzen der Tannenbäume neben der Bühne und auf den Tischen angezündet, deren Schein ein stimmungs­volles Bild schuf.

Propagandaleiter Kern begrüßte die kleinen und die großen Volksgenossen und sagte ihnen, daß sie alle an diesem Abend Gäste des Führers find, der selbst gesagt hat, daß kein Volksgenosse freudlos in diesen Tager> sein soll und daß diese Stunde Son­nenschein in jedes Kinderherz tragen möge. Er ließ verstehen, wie dankbar wir sein müssen, daß dieses Fest wieder das ganze Volk zu einer großen Fa­milie zusammenschließt. Im Auftrage des Ortsgrup­penleiters dankte er allen Helfern, die sich selbstlos in den Dienst dieser schönen Dolksweihnacht stellten, ferner all den unbekannten Helfern, Helferinnen und jenen Volksgenossen, die durch ihre Geschenke und Beiträge die Ortsgruppe in die Lage versetzten, ihren Gästen einige Freuden zu bereiten.

Während der BDM. wieder mit einigen Darbie­tungen aufwartete, füllten die Helferinnen den Klei­nen die Tassen mit Kakao, und schmunzelnd griffen die Kinder nach den Kuchenstückchen, die zwischen schönen Werhnachtsfiguren, fein säuberlich aufge­häuft, für sie auf den Tischen bereitlagen. Als dann die Uebertragung der Weihnachtsansprache einsetzte, lauschten Groß und Klein den Worten, die aus dem Aether zu ihnen drangen. Freudig stimmten alle in den Treugruß an den Führer und in den Ge­sang der Nationallieder ein.

Der BDM. führte ein schönes Spiel auf, dem alle gespannt und erfreut folgten. Hierauf kam der Weih­nachtsmann, der mit lautem Hallo begrüßt wurde und dem die Kleinen ihre Gedichte und Lieder auf­sagten. Für jedes der 170 Kinder hatte er ein Ge­schenk mitgebracht, und dazu gab es einen Beutel mit Gebäck und Pfefferkuchen. Etwa 270 ältere Volksgenossen bekamen praktische Sachen, so daß alle, beeindruckt, von dieser schönen Feierstunde und erfreut über die Geschenke nach Hause wanderten.

Kreisleiter Backhaus nahm mit Kreisorgani­sationsleiter Hey mann an der Feier teil.

Ortsgruppe Gießen-Nord.

Die kinderreichste Ortsgruppe hatte ihre Feier im Caft Leib. Nach einigen weihnachtlichen Volks­weisen hieß Ortsgruppenleiter Thomas die 550 Kinder und deren Angehörige willkommen.

Auch hier half der BDM. mit seinen weihnacht­lichen und anderen stohen Weisen die Stunden verschönern. Besonders sinnig hatten sich die Mädels einen Beitrag durch ihr Flötenspiel aus­gedacht. Schulungsleiter Bur geleit sprach über das schöne Weihnachten, an dem jeder Deutsche sich an die Heimat und an seine Familie gebunden fühlt. Er, machte den großen und kleinen Gästen verständlich, wenn der Führer nach den ereignis­reichen Wochen dem kleinsten und letzten Volks­genossen Dank dafür gesagt, daß er tn schweren Stunden so treu zu ihm gestanden habe, damit auch diejenigen gemeint seien, die jetzt sich zur Volksweihnacht versammelt haben. Jeder Deutsche solle Weihnachten, das Fest der Familie und der Volksgemeinschaft feiern können. Als dann die Uebertragung der Rede aus Berlin einsetzte, ver­stummten selbst die Kleinsten und hörten zunächst

still zu, um dann mit lautem Hallo die freudigen Worte zu unterstreichen, die ihnen zugerufen wur­den.

Der BDM. führte dann das Spiel vomRumpel­stilzchen" auf, bei dem die Kleinen durch Beifalls­kundgebungen wacker mitspielten. Als nun der Weihnachtsmann auf der Bühne erschien, waren sie nicht mehr zu halten." Seine freundliche Einladung, sich bei seinen fleißigen Helfern die Geschenke ab­zuholen, fand stürmische Befolgung. Die Amtswalter und die Frauen hatten einen heftigen Ansturm auszuhalten, bis jedes Kind sein Geschenk und seine Tüte mit Gebäck in Empfang nehmen konnte. Es dauerte geraume Zeit, bis jedes der 550 Kinder beschenkt war und freudig, mit leuchtenden Augen, sich willig von der Mutter oder dem Vater heim- führen ließ.

Kreisleiter Backhaus verfolgte sichtlich erfreut das laute Treiben der vielen Kleinen, denen auch hier die NSV. eine so schöne Freude bereitet hatte.

Ortsgruppe Gießen-Eüd.

Die Volksweihnachtsfeier der Ortsgruppe G i e - ßen-Süd im Saale des Studentenhauses am Leihgesterner Weg nahm einen stimmungsvollen Verlauf. Die Feier war in liebevoller Arbeit vor­bereitet worden. Frauen der NS.-Frauenschaft, des Frauenwerks und Helferinnen der NSV. hatten die langen Tische festlich mit Tannengrün und Lich­tern geschmückt. Gespannt auf das, was es wohl alles geben werde, drängten die Kinder (etwa 180 an der Zahl) in den Saal, eroberten sich rasch einen Platz, nahmen zunächst genau Kenntnis von

dem, was vor ihnen und für sie auf dem Tische lag und folgten dann gespannt den Darbietungen, die der Abend brachte.,

Nach einem Weihnachtslied, das von Mädchen des BDM. gesungen wurde, hörte man die lieber» tragung der Ansprache aus Berlin.. Anschließend hieß Ortsgruppenpropagandaleiter Kirchner die Kinder mit einer herzlichen Ansprache willkommen, so daß sie sich rasch in dieser festlichen Umgebung heimisch siihlten. Er wies vor allem darauf hin, wie schön es sei, daß dieses Fest in Frieden und Freude gefeiert werden könne, nicht zu vergessen, daß nun auch die Deutschen in der Ostmark und im Sudetenland frei und fröhlich deutsche Weih- nacht erlebten. Begeistert stimmten die Kinder in das Sieg-Heil auf den Führer und in die Lieder der Nation ein.

Nachdem dann die Kameradinnen im BDM. das MärchenAschenbrödel" aufgeführt hatten (es wurde in allen seinen dramatischen Spannungen aufmerksam verfolgt) und nachdem noch ein Gedicht vorgetragen war, kam der Nikolaus, der mit den Kindern manchen freundlichen Scherz machte. Dann verteilte er Aepfel und Nüsse. Als er den Saal verlassen hatte, Hub ein großes Schmausen (Schoko­lade und Kuchen) an, das geraume Zeit in An­spruch nahm. Schließlich fand die Bescherung statt, die jedem Kinde schönes Spielzeug brachte. Dankbar verließen die Kinder an der Hand der Eltern das Haus.

Kreisleiter Backhaus ließ es sich nicht neh­men, auch der Volksweihnachtsfeier der Ortsgruppe Gießen-Süd einen Besuch abzustatten.

Winterarbeit der Freiwilligen Feuerwehr

Nach einem Jahr reicher Arbeit, die zum größ­ten Teil der Ausbildung an den modernen Lösch­geräten der städtischen Berufsfeuerwache gewidmet war und sich bis in die letzten Tage hinein er­streckte, hat die Freiwillige Feuerwehr Gießen ihren wohl etwas ruhigeren, dafür aber mehr der theore­tischen Vertiefung dienenden Winterdienst mit einer Versammlung imFrankfurter Hof" eröffnet. Zu dieser Versammlung hatten die städtische Brand­direktion und die Wehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Gießen auch die Kameraden der vor kurzem aufgelösten Freiwilligen Gailschen Feuer­wehr eingeladen, um mit ihnen wegen des lieber» tritts zur Freiwilligen Feuerwehr Gießen in Ver­bindung zu treten.

Brandingenieur Lenz, der von dem Herrn Ober­bürgermeister als Leiter des gesamten Feuerlösch­wesens der Stadt Gießen eingesetzt ist, machte län­gere Ausführungen über den Werdegang der auf­gelösten Wehr. Der Vorgang sei im Zuge der Neu- ausrichtung des gesamten Feuerlöschwesens im Reich zu bettachten. Der Redner führte weiter aus, daß den Kameraden der nun aufgelösten Wehr keines­wegs der Boden für ihre ideale Pflichterfüllung entzogen, sondern ihnen Gelegenheit gegeben sei, unter den gleichen Verhältnissen ohne' persönliche Zurücksetzung und in gleichberechtigter Weise in den Reihen der Gießener Wehr ihre Tätigkeit als frei­willige Feuerwehrmänner weiter zu entfalten. Ich hoffe bestimmt, so betonte der Redner, daß sich keiner der Kameraden ausschließt. Hiermit schloß Brandingenieur Lenz seine Ausführungen, die mit großem Beifall ausgenommen wurden.

Der größte Teil der anwesenden Kameraden der ehern. Gailschen Wehr hielt es für selbstverständ­liche Pflicht, sich weiterhin dem Feuerwehrdienst zur Verfügung zu stellen, und erklärte mit sofortiger Wirkung den Beitritt zur Gießener Wehr.

Im zweiten Teil der Versammlung machte der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gießen, Hauptbrandmeister Koch, nähere Ausführungen über den Dienst im abgelaufenen Jahre und be­tonte, daß die Wehr in ihrer Ausbildung ganz er­hebliche Fortschritte gemacht habe, die jedoch bei weitem noch nicht als abschließend zu betrachten seien, sondern im kommenden Jahre mit größtem Eifer fortgesetzt werden müßten. Die Neuumformie- rung könne, so erklärte der Wehrleiter, dank der Bereitstellung der erforderlichen Mittel durch die Stadtverwaltung und dank der -Befürwortung der Forderungen durch die Städtische Branddirektion nunmehr bis auf kleinere Anschaffungen und die Neueinkleidung der Kameraden aus der Gailschen Wehr als abgeschlossen betrachtet werden. Den Dank für das Entgegenkommen der Stadtverwaltung könne man am besten damit abstatten, daß jeder seinen Dienst bis zum letzten restlos erfüllt.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen gab der Wehrleiter den vorgesehenen Dienst bis zum 6. Februar 1939 bekannt, der am 2. Januar mit einem technischen Vortrag beginnt. Am 16. Januar erhalten alle Führer vom Löschmeister an aufwärts Instruktion an den Motorgeräten, am 6. Februar folgt wieder eine Vollversammlung mit einem tech­nischen Vortrag. Ein im Laufe des Februar begin­nender Lehrgang für Führer und Unterführer soll die Vorarbeit bilden für die Durchführung des Ge­rätedienstes nach der neuen Ausbildungsvorschrift für den Feuerwehrdienst in der gesamten Wehr.

Nachdem der Wehrleiter nochmals auf die großen Aufgaben hingewiesen hatte, die den Freiwilligen Feuerwehren durch das am 23. Dezember 1938 in Kraft getretene Reichsgesetz über das Feuerlösch­wesen gestellt werden, schloß er die Versammlung mit den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen und mit dem Sieg-Heil auf den Führer.

Möbelhaus !Ruhl

Führendes Fachgeschäft in Giefeen

Verkaufsräume: Markts trafee 29/30

Ausstellung: Bahnhofstrafee 2-4

8593 A

Frieda Klewitz

05649

8521D

Statt Karten!

Gießen, Weihnachten 1938

Menzelstraße 6

Senckenbergstraße 23

8589 A

05632

05647

Wir haben uns verlobt

Dillenburg, Weihnachten 1935

05629

05636

8586D

Die Verlobung meiner Tochter Liselotte mitHerrn Gerichisreferendar Heinz Hartmann gebe ich bekannt

Gießen

Ederstraße 4

Gießen

Bückingstraße 5

J. B. Häuser 6 i e ß e n am Oswaldsgarten Parkplatz-Fernruf 2145-2146

Gießen

Am Nahrungsberg 69

Zu einemimmerfrohen*' Haushalt gehören in erster Linie gute Haus- und Küchengeräte. Unsere kostenlose Aussteuerliste hilft Ihnen bei der Zusammenstellung. Sie finden gute Geräte in schöner Auswahl bei

Äurg-Gräfenrode Lang-Göns / Kassel

Weihnachten 1938

Hilde Kost

Erich Boller, Ingenieur geben ihre Verlobung bekannt

Gießen

Marburger Straße 119

Weihnachten 1938

Meine Verlobung mit Fräulein

Liselotte- Klewitz

Tochter des verstorbenen Herrn Or.med. Karl Klewitz, Oberstabsarzt a. O., und seiner Frau Gemahlin Frieda, geborene Älindow, zeige ich an

Heinz Hartmann

Groß-Umstadt

Odenwald

Ihre Verlobung geben bekannt

Anna Damm Willi Hofmann

Elisabeth Müller Erich Schlaudraff Dentist

Ihre Verlobung geben bekannt Annemarie Eidmann Ewald Brinkmann Unteroffizier

Vornehm t

Geschmackvoll/ Persönlich I

iXese drei wesent­lichen Eigenschaften der gediegenen

Familien-

Drucksache Bietet Ihnen in zahl­reichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren billigst die BrUhrsche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251

Ihre Verlobung geben bekannt

Gertrud Bauer

* Walter Geck

Feldwebel b. W.-Ä.-Kdo.

Gießen Lüdenscheid

Gießen

Dillenburg, Decherstraße 1

Lotte Hahn Heini Müller, Ass.-Arzt

Verlobte

Gießen, Löberstraße 17 Heuchelheim

Weihnachten 1938

Gießen

Lübeck-Niendorf im Dezember 1938