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Aus Natur und Technik

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nen Kilometer 300 Millionen Kilometer entfernt vom Ort des Geschehnisses ist: zu einer Mebrstrrcke

Bei den folgenden Experimenten mit gezähmten Ratten hatte man gleich Gelegenheit, einen Ein­blick in die neuartigen und exakten Methoden der wissenschaftlichen Erforschung der Tierseele zu tun. Der Gelehrte streute auf einen Laufsteg, der mit Querlatten versehen war, die wiederum eine Skalen­einteilung aufwiesen, verschiedenartiges Futter. Das verhältnismäßig geringe Erinnerungsvermögen der Ratten erwies sich dann darin, daß das Tier das in der Nähe liegende Futter sofort fand und das besser schmeckende von dem weniger wohl­schmeckenden unterschied. Je weiter die Entfernung des Futters war, desto unsicherer wurde das Tier und desto weniger wählerisch. Schließlich verlor sich das Onentierungs- und Unterfcheidungsver- mögen des Tieres um fo mehr, je weiter die Ent­fernung wurde und je mehr es sein Erinnerungs­vermögen anstrengen mußte. Die Ratte war in einLabyrinth" geraten und wußte sich offenbar nicht mehr zu helfen. An Hand der Skaleneinteilung war es dann möglich, die Grenzen der Intelligenz des Tieres zu messen. Jedes der Tiere, mußte etwas schwieriges tun", um feine Intelligenz, fein Erinnerungsvermögen und feine Zielsetzung zu beweisen. Die Tiere befinden sich gewissermaßen auf der Schulbank. Sie erhalten auch ihre Noten und zwar in Gestalt von graphischen Tabellen, in denen ihre Fortschritte auf den verschiedenen ge­bieten in Kurven ausgezeichnet werden.

chen sich um den Planeten bewegten! Er schilderte seinen Eindruck mit den Worten:

Ich war vor Bewunderung und Freude außer mir!" Der Astronom Galilei wußte nämlich, was er da sah: ein Sonnensystem tm Kleinen, einMo­dell" des Sonnensystems, das 67 Jahre vorher, 1543, Kopernikus der Welt geschildert hatte als eine Offenbarung, die aber bis jetzt nur ungläubigem Staunen begegnete! Galilei erkannte in der Beobach­tung dieses Iupitersystems, daß der Kopernikanische Schlüssel paßte: die Tür zu den Geheimnissen der Planetenbewegungen sprang auf!--

Die vier Iupitermonde, die annähernd die Größe unseres Mondes haben, kann man schon in einem kleinen Fernrohr verfolgen: es ist ungemein fesselnd zu beobachten, wie eine oder die andere dieser fernen schwebenden Leuchtkugeln (die in gleicher Weise rote Jupiter selbst vom Schein der Sonne einseitig er­hellt werden!) am Rande der Jupiterscheibe erlischt, untertauchend in seinem größeren Glanze: oder auch ihren Schlagschatten darauf wirft, der als schwar­zer Punkt langsam über die helle Fläche wandert, wenn der betreffende Mond zwischen Jupiter und Sonne steht: oder wieder, wie einer der Monde am Ronde der Jupiterscheibe plötzlich verschwindet, um hinter ihm seine Kreisbahn zu schließen. Der Ein­tritt eines Mondschattens in die Scheibe, sein Aus­tritt und wieder sein Verschwinden hinter dem Pla­neten geht so exakt vor sich, daß man auf den Stern­warten die Uhren nach ihnen regelt.

Und zu einer ganz besonders wichtigen Berech­nung haben diese Iupitermonde gedient, Hrämlich zur Berechnung der Lichtgeschwindigkeit! Hierzu dient besonders der Eintritt eines der Monde

in den Schattenkegel des Jupiters (jeder Planet wirft als dunkler Körper an der der Sonne abge- roandten Seite einen Schlagschattenkegel weit in den Raum hinaus!), wobei für diesen Mond eine Son-

botschaft 1000 Sekunden Mehrzeit folglich läuft sie in einer Sekunde de« tausendsten Teil von 300 Millionen Kilometer, das sind 300 000 Kilometer, die auch durch andere Berechnungen festgestellte Zahl der Licht- (und Elektrizitäts-) Geschwindigkeit.

Zu den vier großen Monden entdeckte man seit 1892 noch fünf kleinere: der nächste dieser kleineren Monde ist nur 2Vr Iupiterhalbmesser vom Zentral­körper dieses wunderbaren Schwingungssystems ent­fernt und kann sich nur durch äußerste Fluggeschrom- digkeit vor einem Aufsturz auf den mit starkem Arm anziehenden Riefenplaneten retten: in nur zwölf Stunden umrast er das Mittelgestirn! Da Jupiter seineRotation", die Umdrehung um sich selbst, in nur zehn Stunden vollendet (die so viel kleinere Erde braucht dazu 24!), so hält der kleine Mond fast mit seiner Aeguatorialbewegung gleichen Schritt, scheint also am Himmel des Jupiter fast stillzu- stehen. Man kann sich bei der Vorstellung des flei« nen Weltkörpers, der in solcher gefährlichen Nähe um einen großen kreist, dem Eindruck nicht ent­ziehen, daß alles Rennen ihn auf die Dauer doch nicht retten wird: er ist durch die Anziehungskraft des mafsestarken nahen Zentralkörpers schon so in die Länge gezogen, daß er, im Fernrohr gesehen, eher einem Ei gleicht als einem Mond in unserem Sinn. Je näher er dem Jupiter kommt, um so stär-. per wird dieser an ihm ziehen:sein großer Nachbar reckt ihn, als wäre er ein Stück Gummi" (Jeans). Und sollte aus irgendeiner Ursache seine Geschwin-" digkeit gehemmt werden, so könnte er dem starken Zug nicht länger entrinnen: ein Aufsturz und Ein­sturz würde erfolgen und vielleicht würde ein neuerRoter Fleck" wieder lange von der Kata­strophe zeugen, wie der Rote Fleck vom Jahre 1878 noch bis heute von einer wahrscheinlich ähnlichen Katastrophe zeugt! Man kann den Riesen Jupiter fast alsKindliftesser" beargwöhnen, wenn man an die Hunderte und fast Tausende von Planetentrüm- mern denkt, die zwischen Mors und Jupiter ihre gefährlichen Bahnen ziehen, und von denen manch­mal so ein Sternchen vorwitzig über die Grenze schweift! Uns aber und unserer Erde ist der Riesel' bruder fern genug: bei seiner jetzigen Stellung tren­nen uns mehr als 600 Millionen Kilometer von ihm: er steht uns viermal so fern wie die Sonne: daher hat er auch trotz feiner Größe er hat 317 mal mehr Masse als unsere Erde! keinerlei nen­nenswerte Einflüsse auf Erde und Mensch, weder gute noch böse: in unserer Schätzung ist er nur em schöner heller Stern.

nenfinsternis entsteht, die ihn plötzlich verschwin­den läßt. Dieser Vorgang ist genau auf die Se­kunde zu berechnen und zu beobachten. Ein irdischer Beobachter stellt dabei fest, daß die Botschaft dieser Erscheinung eine Lichtbotschaft! bei ihm 1000 Sekunden später eintrifft, wenn er sich mit der Erde

(seinemFlugzeug"!) auf ihrer Jahresreise um die Sonne auf der anderen Sonnenseite, ,,in Opposition

3um Jupiter" (dieserin Konjunktion mit der Sonne!") befindet, wenn er also zweimal 150 Millio-

Wischer vorgesehen, die elektrisch betätigt werden, wobei der Antrieb verdeckt liegt, den Motor also in keiner Weise stört. Auch der g e r l n g e Wende­radius von mehr als 5 m man kann also tn einer 10 m breiten Straße wenden, ohne zuruckzu- stoßen ist vom Standpunkt der Sicherheit und Bequemlichkeit der Fahrt als vortellhaft zu be­werten Man kann ohne Umstände in schmale Park­anlagen hineinrutschen", kommt in den Bergen gut in den Spitzkehren herum und kann sich schließlich im Gewühl der Großstadt leicht und bequem dem Strom des Verkehrs anpassen, ohne ihn zu be­hindern. , ., .

Uebrigens Berge! Kann man denn auch mit dem KdF.-Wagen in die Berge fahren? Das ist selbst­verständlich. Der Wagen hat eine Steigfähigkeit von 32 v. H., die genügt, um im e r ft e n Gan g den Katschberg und wer dürfte diesen steilsten deutschen Alpenberg nicht kennen? ohne Schwierigkeit zu

Es ist erklärlich, daß sich die Forschungen des Wissenschaftlers nicht nur mit Experimenten der geschilderten Art begnügten. Der Charakter und die Eigenschaften der Tiere werden studiert. So will z. B- der Affe nicht nur allein fressen schlecht­hin, sondern er wird böse wenn er merkt, daß man ihm sein Futter versteckt oder absichtlich ihm das Erreichen des Futters erschwert. Das ist z. D. bei der Ratte nicht der Fall. Die Ratte ist sehr vergeßlich, während die höheren Tiere, wie Affe, Elefant und Hund ein ausgezeichnetes Gedächtnis haben. Auch die durch die Landschaft bedingten Unterschiede, seien sie klimatischer ober pflanzen- kundlicher Art, werben für das Innenleben der Tiere in Betracht gezogen. Denn genau wie der Mensch, der in einer trüben, düsteren Heimat wohnt, einen schwerfälligeren und melancholischeren Charakter hat als der in der Sonne des Südens aufgewachsene Mensch, so ist auch das Tier ein Produkt seiner Umgebung. Schließlich ist auch bte Beobachtung und Schlußfolgerung aus dem Zusam­menleben mehrerer Tiere einer Gattung interessant und für den Forscher aufschlußreich. Es entwickelt sich hier, wie man beobachten konnte, sehr bald einesoziale Rangordnung", meist wird das Tier, das am stärksten und klügsten, den Vorrang dehaup- ten und auch von anderen Tieren anerkannt wer­den. Das Zanken jinb Balgen um das Futter dau­ert bei den Ratten nicht lange, wenn die stärkste

Die erstaunlichen Fertigkeiten, die viele dressierte Tiere aufweisen, lassen immer wieder den Gedanken in den Vordergrund treten: was sind es für Dinge, die im Tiere vor sich gehen? Ist es eine Tierseele? Wie sind die Verstandesleistungen, die Gefühls­regungen und so manches, was wir beim Tiere zwar alltäglich finden, aber doch eine gewiße lleberlegung" erfordern muß, zu erklären?

Diese Fragen, die dem Tierfreund und nament­lich aber dem Wissenschaftler immer wieder gestellt werden, haben zur Gründung einerDeutschen Gesellschaft für Tierpsychologie" ge­führt. Sie sieht ihre Aufgaben in der Erforschung der Tierseele und in der praktischen Auswertung tierpsychologischer Erkenntnisse, vor allem, um das Zusammenleben von Menschen und Tieren würdig und fruchtbringend zu gestalten. Sie verdankt ihre Entstehung dem Willen der Zusammenarbeit zwischen reiner und angewandter Wissenschaft und beider mit der Praxis. Psychologen, Zoologen, Physiologen, Tiergärtner, Tierärzte, Tierzuchter, Vogelkenner, Jäger und Landwirte haben sich zu gemeinsamer Arbeit zusammengefunden, um auf neuen Wegen neue Erkenntnisse zu erlangen und brachliegende Werte für die Volksgemeinschaft nutz­bar zu machen. Forscher, die sich mit der Tier- seelenkunde beschäftigen, gibt es auch heute nur wenige in Deutschland.

dessen Hilfe ein im Käfig sitzender Affe ober ein außerhalb des Käfigs an einem Bindfaden hängendes oder auf dem Boden liegendes Stück Futter zu sich heranholen kann. Es handelt sich hier um einen sogenanntenHolversuch". Es zeigte sich schon gleich, daß der Affe bedeutend intelli­genter ist als der Hund. Der Affe wußte in dem gleichen Augenblick, daß ex den Hebel benutzen mußte, wenn das Futter am Bindfaden hangt und daß er eine Art Schaufel zu nehmen hatte, wenn das Futter auf dem Boden lag. Der Hund da­gegen probiert regelmäßig zunächst mit dem Hebel und, wenn er das Futter so nicht erreichen kann,

Haben Tiere Gefühl und Verstand?

Ein Besuch in der Zorschungsstelle für Tierpsychologie in Münster.

Deutsche Amgen aus Solingen.

Don Werner Lenz.

Ebenso bekannt wie die Hochwertigkeit, ja Un- Übertrefflichkeit der Stahlklingen Solingens ist so unbekannt ist uns Alter und Entstehung dieser In- dustrie in der bergischen Wupperstadt. Im Dammer der Vorgeschichte vielleicht schon schwangen germa­nische Schmiede dort ihre Hämmer, um haften für ihr Volk zu schaffen. Aber erst dem frühen Mittell alter entstammt die erste Kunde von einer Oertlich- EeitSolagon", und zwar ist der Name in einer Urkunde Erzbischof Brunos I. von Köln, des jung- ften Sohnes Heinrichs des Reichsgrunders, enthalten.

Im Jahre 1067 wird die OertlichkeitSolonchon geschrieben. Anno 1374 echielt dasborp Stadt- rechte. Seitdem kommen fast nur noch die Schreib­weisenSolingen" undSöllingen vor. 1405 mutz es befestigt gewesen sein: denn es wurde belagert und erobert. Um die gleiche Zeit werden die egten Zünfte der Klingenschmiede dort erwähnt. DieHar­ter und Schleifer" können ein Privileg vom Ja­nuar 1401 vorweisen und bilden somit die älteste nachweisbareBruderschaft" Solingens im Bereich der Eisenindustrie. DieSchwertfeger und Reiber haben ein Privileg vorn 9. März 1412 erhalten: es war aber eine Erneuerung älterer Verleihung, deren Datum verschollen ist. Ebenso ging es den Schwert- schmieden": auch ihr Privileg vom 25. November 1472 ist eine Erneuerung einer früheren Urkunde. Alle diese drei Gewerke durften aber auch Messer­arbeiten machen, behielten dies Vorrecht auch, als am 14. Januar 1571 eine Bruderschaft derMesser- macher" bestätigt wurde. Bemerkenswert ist, daß die .Härter und Schleifer" sowie dieSchw er tsch miede bei ihrer Aufnahme in die Bruderschaft einenVer- bleibungseib" leisten mußten, damit sie nicht außer Landes gingen unddie Kunst nicht verschleppt werde"!

Zupiler und sein Reich.

Don Auguste Peters.

Jupiter, der Himmelsherrscher, ist wieder am Abendhimmel! Im Osten steigt er empor auf der Bahn seines Triumphzuges, alle Sterne mit seinem starken Glanze überstrahlend. Es ist leicht einzu­sehen, warum die alten Babylonier diesen Stern zum Sitz und Symbol ihresHeil- und Herrscher­gottes" Marduk wählten: er bleibt vom Abend bis zur Morgendämmerung als strahlendster aller Sterne sichtbar während Venus, die ihn zwar zuzeiten an Glanz noch übertrifft, sich immer nur einige Stunden lang als Königin des Abend- oder Morgenhimmels huldigen läßt, die andern Pla­neten aber den Glanz dieser beiden bei weitem

Die Breite der Karosserie ist völlig ausreichend, auch die Länge der Sitze genügt, um die längsten Beine unterzubringen. Die Verstellung der vorderen Sitze erfolgt durch Schellen oder Schrauben bequem in wenigen Sekunden? Was will man noch mehr?

Deutlich ist, daß die Gestaltung der Strom­linienform weitgehend angenähert ist. Das ist erforderlich, denn bei einer Geschwindigkeit von 100 km/st ist der Luftwiderstand schon beträchtlich: trotzdem oder sollte es gerade deswegen fein? ist die Form als ausgesprochen schön anzu- sehen. Die vorderen Scheinwerfer sind in die Kot­flügel eingelassen. Im Heck sind die nach der Wagen- straßen-Verkehrsorbnung voraeschriebenen beiden Rückstrahler und das Stopplicht vorhanden, ebenso der Rückstrahler. Die geschickte konstruktive Lösung der Karosserie hat zur Folge, daß jegliches Karosserie- dröhnen vermieden wird.

S t o ß st a n g e n sind vorn und hinten vorhanden. Man erkennt schon äußerlich, daß sie nicht als Luxus vorgesehen sind, sondern wirklich dem Schutz des Wagens beim Parken in der Reihe usw. dienen. Sicher fahren kann man aber nur, wenn man eine gute Sicht hat. Wer sich in den KdF.-Wagen setzt,, wird feststellen, daß man durch die große Wind­schutzscheibe aus Sicherheitsglas nach allen Seiten den Verkehr vorzüglich übersehen kann. Die Scheinwerfer sind groß und liefern ein weit besseres Licht, als durch die Polizeivorschriften verlangt wird.

Um auch im Regen die Fahrbahn beobachten zu können, sind serienmäßig zwei Scheiben-

Sehern sein Äönlgenbild!

Eine Erfindung von Professor Holfelder.

Neber die Bedeutung der Röntgenauf­nahme für die Volksgesundheit ist kein Wort zu verlieren. Die Reihenuntersuchung, die erst mit dem Röntgenbild möglich geworden war, brachte der medizinischen Wissenschaft nicht nur manche neuen Erkenntnisse, sondern sie gestattete auch einen objektiven Einblick in den Gesundheitszustand z. B. eines Betriebes, einer Schule oder Kreises gesund­heitlich gefährdeter Menschen. Bisher konnten Rönt­genaufnahmen nur in der Weise gemacht werden, daß ein Filmblatt in der Größe von 35X35 Zenti­meter verwandt wurde. Dadurch war die Aufnahme

mit der Schaufel.

Ueberhaupt erkennt man daran, wie die einzelnen Tiere ihr Ziel erreichen, die Intelligenz des Tie­res. Stets sind Hindernisse zu überwinden, Löcher zu graben, Bretter zu durchnagen, Gräben zu überspringen und dergleichen. Interessant in die­sem Zusammenhang ist auch der Versuch mit nie­deren Tieren, zum Beispiel mit einem Regen­wurm. Man sollte es kaum glauben, aber auch der Regenwurm läßt sich abrichten. Auf einem Brett ist dem Regenwurm in T-Form sein Weg vorgezeichnet. Nach einigen Hebungen hat er schon heraus, daß am rechten Querbalken ein Kasten mit Erde befestigt ist, dem seine Sehnsucht gilt Er ringelt sich gemächlich den vorgezeichneten Weg herauf und nimmt den rechten Querbalken, weil er weiß, daß dort der Kasten mit Erde steht.

Sicherheit über alles!

Interessante technische Einzelheiten am KdF.-Wagen.

Sie Schollung des KdF.- Wagens legt dem Konstrukteur eine hohe Verantwortung auf. Er ist auch für die Sicherheit der zukünftigen KdF- Fahrer verantwortlich. Sein besonderes Augenmerk galt daher den B r e m s e n. Wenn wir erfahren, daß der Wagen aus 40 km/st auf einer Strecke von nur 7 m zum Stillstand gebracht werden kann, so be­deutet dies eine ganz hervorragende Bremskraft, die durch zuverlässige Bremsen erreicht worden ist! Man muß dabei bedenken, daß das Gewicht des KdF.- Wagens nicht hoch ist: mit voller Besetzung erreicht er nicht einmal die 1000-k§-Grenze. Entsprechend gut ist die Beschleunigung, denn es ist ja bekannt, daß man manchmal nur durch schnelles Gasgeben einer drohenden Gefahr entrinnen kann. Dom Stillstand kommt man in 14 Sekunden auf 60 km/st!

Diele Kraftfahrer glauben Anast haben zu müssen, wenn sie den KdF.-Wagen ansehen, da vorn der Motor fehlt. Man hört vielleicht die Aeußerung Wenn wir da zusammenstoßen, dann hat man gar keinen Schutz." Abgesehen davon, daß bei einem vorn liegenden Motor dieser nicht dazu angebracht ist um als Schutz bei einem evtl. Zusammenstoß zu dienen, hat man beim KdF.-Wagen vielleicht einen noch wirksameren Schutz.

Unter der vorderen Haube ist das Reserverad am Rahmenkopf fest untergebracht. Dieses leistet bei einem evtl. Zusammenstoß die erste Auffangarbeit, die durch den Luftreifen besonders weich aufgenom- men wird. Man sieht also, daß die Insassen des KdF.-Wagens keineswegs sich in höherer Gefahr be­finden, im Gegenteil kann man feftstellen, daß sie besser geschützt sind.

Der B e n z i n t a n k hat einen Inhalt von 24 Liter mit Reservestellung. Man kann also mit den 24 Liter Benzin die Verwendung von Gemisch ist keines- wegs erforderlich eine Sttecke von mehr als ins­gesamt 350 km ohne Sorgen zurücklegen. Die tn Reserve befindlichen 4 Liter, die nach Umstellung eines Dreiwegehahns verbraucht werden können, ge­nügen stets, um die nächste Tankstelle zu erreichen.

Heber die Karosserie ist viel geredet worden. Das ist gut so, denn es zeigt das große Interesse weitester Volksschichten. Die Wahrheit ist, daß die Karosserie in Ganzstahlausführung geliefert wird und nicht in Preßstoff oder einem ähnlichen Werkstoff. Sie ist sehr stabil, fo daß sie auch einen evtl. Heber­schlag aushalten kann; also auch in diesem Sinne sind die Insassen weitgehend geschützt.

macht, Amt für Volksgesundheit und die städtischen Gesundheitsämter haben sich zu einem Bezirksver- banb zusammengeschlossen, der die Aufgaben über­nommen hat, die Arbeit in der großzügigsten Werse zu unterstützen. Zunächst sollen einige hunderttau­send Aufnahmen gemacht werden, um ein möglichst umfangreiches Material zu gewinnen. Aus diesem Material sollen neue Erkenntnisse gezogen werden. Professor Dr. Holfelder bezeichnete es als das er­strebenswerte Ziel, daß von jedem Deutschen ein Karteiblatt über seinen Gesundheitszu­stand angelegt werde. Jeder Deutsche müsse in Ab­ständen von wenigen Jahren immer wieder durch­leuchtet werden, damit das Karteiblatt seines Ge­sundheitszustandes laufend ergänzt werden könne.

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bewältigen, selbst mit voller Besetzung. Im zweiten Gang hat man 18 v. H. Steiafähigkeit: das genügt, um die Rennstrecke am Großglockner zu befahren, wurde doch beim großen Bergpreis die 12,5 km lange Strecke in einer Zeit von 21 Minuten 54 Se­kunden, entsprechend einem Durchschnitt von 34,5 km/st mit Leichtigkeit gefahren. Im dritten Gang, den man zweckmäßig auch tm langsamen Ver­kehr der Großstadt benutzen wird, kann man noch 65 km/st fahren und 9 v. H. steigen. Das Schalten, das bei einem Motor von 1,0 Liter Hubraum öfter erfolgen muß, als wenn man einengroßen Mer­cedes" fährt, geschieht leicht und ohne jede Anstren- $ Bei niedriger Geschwindigkeit kann man zwischen dem 3. und 4. Gang ohne Zwischengas und Zwischen- fupplungen schalten. Bei größeren Geschwindigkeiten genügt wenig Zwischengas.

mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden und gestattete Reihenuntersuchungen nur in beschränktem Umfange. Eine zweite Möglichkeit war die Durch­leuchtung, die aber nur beschränkt bleiben konnte, da einerseits die Menschen dabei eine längere Zeit den schädigenden Strahlen ausgesetzt sind, zum an- deren aber auch der Arzt weiter stärker in Anspruch genommen ist, dadurch selbstverständlich nach einigen Untersuchungen ermüdet und ein objektives Bild des Gesundheitszustandes nicht mehr gewährleistet ist.

Alle diese Mängel sind durch die neue Apparatur von Professor Dr. Holfelder, dem Leiter des Frankfurter Röntgen-Instituts, befeitigt worden. Die neue Röntgenaufnahme-Apparatur, die, wie Pro­fessor Dr. Holfelder in einer Unterhaltung mitteilte, den NamenRöntgen schirmbild-Serio- g r a p h" erhalten wird, hat einmal die Kosten der Aufnahme auf ein Minimum gesenkt, so daß ohne Schwierigkeiten Massenuntersuchungen möglich sind, zum anderen gestattet der Apparat ein sehr schnel­les Arbeiten, so daß an einem Tag tausend Auf­nahmen gemacht werden können. Die Apparatur Holfelders ist in mehrjähriger Arbeit entwickell worden. Sie schaltet alle schädigenden Wirkungen der Röntgensttahlen aus. Professor Dr. Holfelder nannte einen Preis von 50 Pf. für eine Aufnahme.

Der Röntgenschirmbild-Seriograph ist bereits fer­tiggestellt, die Dersuchsaufnahmen sind hervorragend gelungen, so daß mit der Arbeit begonnen werden kann. Professor Dr. Holfelder wird mit seinem neuen Apparat zunächst im Gau Hessen-Nassau Reihen­untersuchungen im großen Umfange vornehmen. Alle in Fraae kommenden Stellen der Regierung, DAF., NSV., Reichsoersicherungsanstalt, Wehr-

nicht erreichen. Hätten die alten Völker schon ge­wußt, daß Jupiter auch noch über ein Reich von neun Monden gebietet, so wären die Herrscher- namen Marduk Zeus Jupiter noch besser be­gründet gewesen ... aber diese Monde als erster zu sehen, blieb Galilei vorbehalten! Am 7. Ja- nuar 1610 war es, als er in den Abendstunden sein erstes Fernrohr auf den Jupiter richtete, der sieg­reich wie jetzt, als ein anziehendes Objekt am reinen Himmel über Padua stand: diesen kulturgeschichtlich bedeutsamen Moment schildert der Forscher später mit den kurzen Sätzen:Ich nahm ein Bleirohr, befestigte an feinen beiden Enden eine plankonkave und eine plankonvexe Glaslinse und richtete es auf den Jupiter?" Wie staunte der Forscher, als er bei ----- _ , , ......

längerer Betrachtung feststellte, daß vier Lichtpünkt- von 300 Millionen Kilometer braucht also die Licht-

Komplizierter waren naturgemäß die Versuche- die mit Affen oder Hunden angestellt wurden. . r-f 1

Da sah man zum Beispiel einen Apparat, mit sich Respekt verschafft hat.

Interessant sind andere Sozialmaßnahmen der drei ältesten Klingenschmiedgilden Solingens. Die bestellte Arbeit wurde gleichmäßig unter die Zunft­genossen verteilt, damit alle wirtschaftlich jueid)* gestellt seien. Und ein wirksamer sozialer SelIt- schütz muß es gewesen sein, wenn es allen Ge- werksbrüdern zur Pflicht gemacht wurde, für säumig zahlende Besteller fürderhin nicht mehr zu arbei­ten. Das könnte manErziehung des Kunden nen­nen.' Das,Erbzeichen, die Klingenmarke, muhte auf jedem Werkstück eingeschlagen werden; und so verlautbarten sie die fabelhafte Leistungsfähigkeit der Solinger Klingenschmiede, die bereits im Mittel­alter Weltruf hatten. Prachtstücke hat z.B. das Ber­liner Zeughaus, und dio Hausmarken künden heute noch den Ruhm alter Solinger Schmiede und Schmiedesippen. Da ist derlaufende Wolf Peter Hoppes, derKöniqskopf" des Johannes Wundes, dasJagdhorn" des Peter Wrisberg.Halb­mond", Segelboot" undEinhorn" sind Erbzeichen , der Meister Clemens Starn, Clemens Keuller und Clemens Horn aus dem 16. Jahrhundert.

Viel umkämpft wurde Solingen im 30jährigen Kriege, wohl weil jede Kriegspartei sich dieKlin- genstadt" sichern wollte. Nicht ruhiger verlief für Solingen der 7jährige Krieg; fchllmm war .zu­mal sie von Mißernten begleitet wurde die Zeit nach der französischen Revolution. Zwar bekam die Waffenindufttie der Wupperstadt viele Auftrage; bezahlt aber wurden die Lieferungen mit dem In- flationspapier der französischen Republik. Es war also eineScheinblüte" der Gewerke. 1806 wurde Solingen französisch! Hnd als 1813 die wackeren Solinger nicht mit ihren eigenen Schwertern gegen die deutschen Brüder kämpfen wollten, Napoleon aber Aushebungen anbefahl, flohen viele Solinger aus ihrer Heimat; doch wurden einige leider ge­faßt undstandrechtlich" erschossen. 1814 tarn Solln- gen mit dem Großherzogtum Berg an Preußen. Als 1853 Prinz Wilhelm, der spätereAlte Kaiser , dort anläßlich eines Manövers weilte, überreichte ihm der Klingenschniied Joh. Will). Stamm eine Da­maszenerklinge, bte er im 86. Lebensjahre als Feierabendstück" nach langer Meisterzeit geschmle- det hatte. , .

Auch Heute noch ober wieder steht die Er­zeugung von blanken Waffen und Schneidwaren in Solingen an führender Stelle.

H.M III