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Schulenburg, und sprach die Anerkennung des Gardekorps für die großen Leistungen des Obersten Reinhard im Weltkriege aus.

3000 deutsche Arbeiter in Tripolis.

Tripolis, 22. März. (DNB.) Seit Dienstag­früh ergehen sich 3000 deutsche Arbeiter in der afri­kanischen Sonne von Tripolis. Als die drei deutschen KtzF. - Schiffe im Hafen von Tripolis unter Den Klängen italienischer Militärkapellen die deutschen Urlauber an Land setzen, werden sie von Dr. Ley begrüßt. Präsident Cianetti bringt seine tiefe Ge­nugtuung über den heutigen Tag zum Ausdruck und verspricht Dr. Ley auch die weitere Unterstützung der italienischen syndikalistischen Organisationen. Unter der jubelnden Zustimmuna der Teilnehmer erklärt Cianetti, es sei sehr gut, daß sich die deut­schen Menschen auf diesem Wege wieder an den Aufenthalt auf kolonialem Boden gewöhnten.

Rach der Begrüßung begaben sich die KdF.- Fahrer in die alte innere Stadt und besuchten hier die zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Am Mittag besichtigten die deutschen Urlauber zusammen mit Dr. Ley d i e T r i p o l i s - M e s s e. Für Donners­tagabend hat Marschall B a l b o Einladungen an Dr. Ley und seine Begleitung ergehen lassen. Im Anschluß daran findet eine große Kundgebung statt, an der auch Marschall Balbo, Dr. Ley und Präsident Cianetti teilnehmen werden. Für Mitt- wochoormittag hat Marschall Balbo zu Ehren Dr. Leys eine große Truppenparade angesetzt.

Keine neuen Verpflichtungen in Europa."

England wird sich weiter zurückhalten.

London, 23. März. (DNB. Funkspruch.) In ihren Vermutungen über den Ausgang der Kabi­nettsberatung ist sich die gesamte Londoner Mor­genpresse darüber einig, daß die englische Regierung es ablehnen werde, weitere Verpflich­tungen in Mitteleuropa zu übernehmen, daß England ferner dieEinladung" Sow­jetrußlands zu einerinternationalen Kon­ferenz" a b l e h n e n und daß es schließlich an seiner Nichteinmischungspolitik gegenüber Spanien fest halten werde. Times schreibt, man nehme an, daß der P r e m i e r m i n i st e r am Donnerstag die Ansicht der englischen Regierung bekanntgeben werde, die auch von den ande­ren Regierungen des Empire unterstützt werde, nämlich im Augenblick keine neuen Ver­pflichtungen in Europa einzugehen. Der kleine Teil der Regierungsanhänger, der auf eine beson­dere Erklärung über eine militärische Un­terstützung der Tschechoslowakei ge- drängt habe, werde zweifellos enttäuscht sein. Man hoffe, daß der angekündigte Entschluß der tschechoslowakischen Regierung, berechtigte For­derungen der deutschen Minderheit in freundschaftlichem Sinne zu prüfen, dazu beitragen werde, die Spannung etwas zu ver­ringern.

Die Minister seien natürlichtiefbetroffen über die Lage in S p a n i e n". Aber die Politik der Nichteinmischung werde weiter verfolgt werden. Es liege kein Anlaß zu der Annahme vor, daß Eng- lano irgendeine andere Aktion in Spanien unter­stützen könne. Chamberlain werde sicherlich den Wunsch der Regierung zum Ausdruck bringen, i n engstem Kontakt mit Frankreich zu bleiben. Außerdem rechne man damit, daß Cham­berlain in der Lage sein werde, mitzuteilen, daß die englisch-italienischen Unterredun­gen in Rom zufrieden st ellende Fort­schritte machten. Die Blätter rechnen im übri­gen mit der Möglichkeit, daß der italienische Außen­minister Graf Ciano im nächsten Monat persön­lich nach London kommen werde, um das end­gültige Abkommen zu unterzeichnen.

Neue Offensive Francos.

Nördlich und südlich von Huesca

Einbruch in 10 Kilometer Tiefe.

Salamanca, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Der nationalspanische Heeresbericht meldet: An der Aragon-Front wurde die Offensive wieder aufgenommen und ein neuer Abschnitt, an dem der Gegner seit Kriegsbeginn große Mengen von Kriegsmaterial angesammelt hatte, in unse­ren Besitz geb rächt. Nördlich von Huesca fielen nach glänzendem Angriff feindliche Stellun­gen in einer Tiefe von 10 Kilometer in unsere Hand. Ebenso wurden südlich von Huesca bei dem an der Straße nach Saragossa liegenden Ort A l m u d e y a gegnerische Positionen in zehn Kilometer Breite und neun Kilometer Tiefe über den Haufen gerannt. Die Bolschewisten wichen in wilder Flucht zurück und verloren mehrere tausend Gefangene, sowie umfangreiches Kriegsmaterial. In der eroberten Zone befinden sich u. a. einige wich­tige Höhenzüge. Auch die Hauptstraße Hues- c aS aragossa ist nunmehr völlig in unserem Besitz.

Der Frontberichterstatter des nationalen Haupt­quartiers teilt ergänzend mit, daß die nationale Artillerie am frühen Morgen den nationalen An­griff mit intensivem Feuer eingeleitet und die von den Bolschewisten in 19 Monaten außergewöhnlich stark ausgebauten Stellungen st u r m r e i f gemacht habe. Die Infanterie trug dann den Angriff mit solcher Wucht vor, daß die Mehrzahl der sowjeti­schen Söldner sich nach kurzem Widerstand ergab.

Das eroberte Terrain umfaßt 250 Quadratkilo­meter. Gefangene sagten aus, daß die Bolschewisten von dem nationalen Angriffsplan Kenntnis hat­ten. In einem Aufruf war auf die Wichtigkeit der Huesca-Stellungen hingewiesen und aufgefor- dert worden, die Stellungenbis zum letzten Atemzug" zu verteidigen.

Blums Finanzexperimente.

Pariser Presse

spricht von Jnflationsmatznahmen.

Paris, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Morgenpresse veröffentlicht ihre Berichte von der Kammersitzung, in der zwei neue Gesetz­entwürfe über eine Erhöhung der Vorschuß- grenze um weitere 5 Milliarden Fran­ken und über die Landesverteidigungs­kasse angenommen wurden. DasJournal" schreibt: Die Regierung gebe durch diese Rückkehr Sur Inflation zu, daß sie bei den Massen der kleinen und großen Sparer nicht das not­wendige Vertrauen besitze, um die Finanz-

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ien erlebt Deutschland.

2000 Wiener Arbeiter zogen in die Reichs-Hauptstadt ein. Don unserem Ter.-Sonderberichterstaiier.

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Vor dem Berliner Bahnhof spielten sich stürmische Begrüßungsszenen ab. Wie lustig es dabei zuging, veranschaulicht das Bild links. Die Wiener benutzten die günstige Gelegenheit, mit Berliner Mädeln gleich auf der Straße ein Tänzchen zu wagen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Irn 1. KdF.-Zug WienBerlin.

Diese kurze Schnellreise von Berlin nach Wien und zurück bringt eine fast bedrückende Fülle star­ker Bilder. Eins aber hätte ich allen unseren Lesern mitzuerleben am meisten gewünscht, die A u s - reiseder2000WienerKopf - undHand- arbeiter aus Wien. Die Stadt hat viele Auf­züge in diesen Tagen tiefster Bewegung gesehen. Aber als die Marschkolonnen der 2000 Glücklichen, die auf acht Tage nach Deutschland reisen, durch die Straßen zum Wiener Westbahnhof zogen, da drängten die Wiener, unter denen man so viele ab= gezehrte Gestalten sieht, in ergreifender Mitfreude von den Bürgersteigen auf die Fahrdämme bis unmittelbar an die Züge der hinter der flotten Mu­sik Marschierenden, und die Angehörigen der Ber­lin-Fahrer hatten bei diesem Ansturm Mühe, nicht von der Seite ihrer Väter und Brüder gerissen zu werden.

Dann kam die festlich beschwingte Stunde des Ab­schieds vor dem schön geschmückten Bahnhof, wo sich sogar Gauleiter Bürckel zu männlich-herzlichen Worten eingefunden hatte. Während die Zweitau­send in die Züge stiegen, wurden noch große Schubkarren voll appetitlich verpackter Brote in den Waggons verstaut, als erster Imbiß unterwegs, und die Wiener fielen aus einem Staunen ins andere, was Arbeitsfront,Kraft durch Freude", NSV., NSBO. in den knapp drei Tagen der Vor­bereitung alles geschafft hatten an Reisebetreuung, bis in die kleinsten Einzelheiten hinein.

Aber das war nicht das stärkste Erlebnis dieser Fahrt. Das war die Strecke vom Westbahnhof hin­aus bis zum letzten Haus der Wiener Vorstadt. Da standen sie zu ungezählten Tausenden und schrien und winkten, stürzten im letzten Augenblick vom Fenster ins Zimmer, rissen ein Tuch vom Bett oder Tisch, weil ihnen das Taschentuch zu klein war, und manche Frau stand da und winkte gar nicht, sondern hatte das Tuch vor das Gesicht gedrückt vor über­großer Freude. Seht: das find nicht allein die Wie­ner, die in Freud und Leid als leicht beweglich gelten, nein, das sind die Menschen, die feit an­derthalb Wochen sich jeden Tag wieder sagen, daß sie dies alles wirklich erleben und nicht nur träumen.

Die Fahrt durch das herrliche Land Oesterreich gestern und durch Deutschland heute war ein zwei- tausendfacher Triumphzug. Selbst auf den Stationen, die wir ohne Halt durchfuhren, stand alles mit dem deutschen Gruß da oder winkte, solange noch ein Wagen zu sehen roar> In Linz dann am späten Abend, in Passau nachts, in H o f im grauen­den Morgen Überbot sich alles, um die Gastfreunde aus dem Lande Oesterreich so herzhaft wie nur

irgend möglich zu bewillkommnen. Ueberall Musik­kapellen auf den Bahnhöfen nach den ersten Takten waren sie meistens völlig übertönt von den donnernden Sieg-Heil-Rufen der Wiener, die sich an den Fenstern Drängten. Wo sich dieser riesige Sonderzug mit seinen guirlanden- und fahnenge­schmückten Wagen zeigte, war alles andere plötzlich nebensächlich geworden.

Die Wiener wurden allmählich stiller, in sich ge­kehrt fast. Die kleinere Heimat hatte sie mit den herzlichsten Grüßen an das größere Vaterland ent­lassen und dieses größere Vaterland nahm sie jetzt in die mächtigen, starken Arme und führte sie durch Großdeutschland als ein herzlich froher frei­gebiger Gastgeber. An tausend Einzelheiten unter­wegs sahen sie, wie sehnlich sie erwartet worden waren, von den leckeren Frühstückspaketen in Hof (Teewurst, Brot, Semmeln, Zigaretten, Schokolade) bis zu dem Begeisterungssturm, der ihnen dann hier in Berlin bei der Ankunft entgegenbrauste.

Die Wiener wußten, sie kamen an einem Ar­beitstag nach Berlin, wo es alle Menschen so schreck­lich eilig haben sollen. Aber da dröhnte die weite Halle des Anhalter Bahnhofs von den Zurufen der Berliner, kaum konnte Stadtpräsident Dr. Lip­pert die Gäste aus Wien willkommen heißen. Und draußen standen die Menschenmauern auf den Straßen und Plätzen, und wäre nicht die vorsorg­liche Absperrung gewesen, die Berliner hätten die Wiener Arbeiter vielleicht gar nicht bis zu den wartenden Autobussen kommen lassen, sondern hät­ten sie einfach beschlagnahmt und in die Quartiere geschleppt.

Die 2000 Wiener Kopf- und Handarbeiter, die wir bei dieser freudigen Reise nach Berlin begleiten durften, mögen früher teilweise Demokraten oder Zentrumsleute oder Marxisten oder sonst was ge­wesen fein: heute sind sie ganz einfach D e u t s ch e im großen Sinne der Wiedervereinigung. Sie werden jetzt Deutschland wie aus einem riesigen Buch ge­wissermaßen lernen, sie werden nach Hause schrei­ben so froh und tiefbewegt, wie unsere Gespräche während dieser Reisenacht mit ihnen waren, in de­nen sie von ihren tausendfachen Nöten und wir von fünfjährigem Siegerkampf des neuen Deutschland gegen alle Not erzählten. Und wenn sie wieder da­heim sind, dann finden sie dort schon die Aufräu- mungs- und Aufbauarbeiten mitten im Gange, und dann können sie in Wien erzählen: das und das haben sie in Deutschland gemacht und so bekommen wir es hier auch, denn Wien und Graz und Kla­genfurt und Salzburg und Linz und Innsbruck und alles das liegt ja nun endlich auch im großen deut­schen Staat!

Politik durchführen zu können, für die hie Schaf­fung der Landesverteidigungskasse das Vorspiel hätte sein sollen. Die Regierung sehe sich gezwun­gen, es ft a 11 .mit einer Anleihe mit der Inflation z u versuchen. Dabei hätte die Regierung aus den Erfahrungen der letzten Jahre doch mindestens die Lehre ziehen müssen, daß eine solche Inflation gefährliche Nachteile mit sich bringe.

Auch die kommunistischeHumanits" spricht von 5 Inflationsmilliarden, erklärt jedoch etwas betreten, daß die kommunistischen Abgeord­neten für die Gesetze gestimmt hätten, weil man das finanzielle Leben des Landes hättesichern" müssen, und weil die Kommunistenallzu sehr dar­um besorgt" gewesen seien, der Nation die Mittel zu geben, die sie brauche, um den Gefahren die Stirn bieten zu können, die von draußen drohen (!). Der sozialdemokratischePopulaire" vermeidet es als einziges unter den Pariser Blättern peinlich, das Wort Inflation zu gebrauchen und hebt immer wieder hervor, daß es sich nur umr e i n provi­sorische Maßnahmen" handelt.

Oer Lehrkörper der Wiener Universität ans den Führer vereidigt.

Wien, 22. März. (DNB.) Im Senatssaal der Wiener Universität wurden alle ordentlichen und außerordentlichen Professoren feierlich auf den Führer vereidigt. Der kommissarische Rektor Dr. Fritz Knoll betonte in einer Ansprache, die Uni­versität füge sich damit in den Ausbau des national­sozialistischen Deutschlands ein. Nach Würdigung der großen Verdienste der deutscheingestellten st u - dentischen Korporationen Oesterreichs im Kampfe der nationalsozialistischen Beweguna er­klärte Prof. Dr. Knoll, daß die deutschen Professoren und die deutschen Studenten künftig eine Ein­heit bilden werden. Schon die ersten Tage der Zusammenarbeit hätten gezeigt, welch vorzügliche Führung die Studentenschaft besitze, und wie leicht man mit ihr zusammenarbeiten könne. Diese ge­meinsame Arbeit müsse vertieft werden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Generalappell der Parteiformationen am heutigen Mittwoch, 21 bis 22.30 Uhr, in der Deutschlandhalle in Berlin wird vo n a l l e n d e u t - scheu und deutschüsterreichischen Sen­dern übertragen.

Der Führer ^udReichskanzler hat dem Generaloberst Heye sowie dem General der Infan­terie Freiherrn von Ledebur anläßlich des 5 0. Gedenktages ihres Diensteintritts telegraphisch seine besten Glückwünsche übermittelt.

Der bisherige Chef der österreichischen Flieger­truppe, Generalmajor Löhr, meldete sich beim Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, in Karinhall. Der Generalfeldmarschall überreichte Ge­neralmajor Löhr, der sich in Begleitung mehrerer deutschösterreichischer Fliegeroffiziere befand, einen Ehrendegen.

Die deutsche Regierung hat dem Generalsekretär der Genfer Liga eine Note übermitteln lassen, in der der Wortlaut des Gesetzes über die Wieder­vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich vom 13. März 1938 mitgeteilt und festgestellt wird, daß mit dem Tage der Verkündung dieses Gesetzes DU Mitgliedschaft des früheren Bundes­staates Oesterreich im Genfer Institut erloschen sei.

Der österreichische Unterrichtsminister Dr. Men - ghin nahm am Sonntag die Vereidigung des kom­missarischen Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats Dr. Kauer auf den Führer und Reichskanzler vor. Im Anschluß hieran wurde im Evangelischen Oberkirchenrat das gesamte Per­sonal in feierlicher Form vereidigt.

Seit der Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich ist nicht mehr die Zugspitze der höchste Gipfel Deutschlands, sondern der 3800 Meter hohe Groß- glockner in den Hohentauern. Nun Haden Drei

SA.-Männer Des Sturmes 23 in Mattei in Ost-Tirol nach schwierigem Aufstieg auf Dem Gipfel des Groß­glockners die Hakenkreuzflagge gehißt.

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DasE ch o d e P a r i s", das in feinem 54.. Er­scheinungsjahr steht, wird sein Erscheinen e i n ft e iTe n. Es ist vom Herausgeber des ,I o u r", dem Journalisten Bailby, aufgekauft worden. Es erscheint keineswegs gewiß, ob der berüchtigte jü­dische Außenpolitiker des Blattes, Pertinax- Grünbaum, so bald wieder ein Feld für seine Hetztätigkeit finden wird.

Aus aller Wett.

Rekordfänge deutscher Fischdampfer verstärkter Seefischverbrauch!

Begünstigt durch schönes Wetter hat jetzt die Dampf - Hochfee - Fischerei bis Island und an Der norwegischen Küste in vollem Umfange eingesetzt. Nach Den letzten Meldungen der Dampfer sind die Fänge im Steigen begriffen, so daß Der Zufuhrenstrom noch breiter werden Dürfte. Da in diesem Jahre erstmalig die im Rahmen des Vier­jahresplanes erhöhte Fängkapazität und die stark gesteigerte Leistungsfähigkeit der Dampfer sich aus­wirken, ist anzunehmen, daß die diesjährige Früh­jahrsfischerei die bisherigen Fänge erheblich über­treffen wird. Die großen Fänge sind eine erwünschte Gelegenheit, um durch einen verstärkten See­fi schverzehr unsere Lebensmittelversorgung auf anderen Gebieten zu entlasten und insbesondere die notwendige Verminderung des Schweinefleischver­brauchs zu emöglichen. Die Verbraucher sollten sich

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dieser Fangsteigerung anpaffen und durch einen ver­stärkten Seefischoerbrauch Dafür sorgen, daß Die Großfänge restlos Der Ernährung nutzbar gemacht roerDen. Dies sollte um so leichter fallen, als Die Fische Durchweg von bester Beschaffenheit sind und zu Den Denkbar nieDrigsten Preisen verkauft roerDen. Da in Den RekorDfängen Schellfisch, Kabeltau und Seelachs Die gebräuchlichsten Massenfische ent­halten sind, ist für genügende Abwechslung gesorgt. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre werden sich Die starken Frühjahrsfänge in Den nächsten beiDen Monaten fortsetzen. In Dieser Zeit muß also Die Lo­sung für Den Küchenzettel lauten:In jeder Woche zweimal Seefisch auf Den Tisch!

Schweres Autounglück an Der Mosel.

In Der Nähe des Ortes Büchel bei Kochern (Mosel) trug sich ein Verkehrsunglück zu. Der Weinhändler Kölsch aus Eller im Kreise Kochern fuhr aus noch nicht geklärter Ursache mit seinem Wagen in voller Fahrt gegen einen Baum, wobei sich das Fahrzeug überschlug und zertrümmert wurde. Der Hilfsförster Jakobi aus Kennfus und die Schwester des Försters I a x aus Lutzerath wurden auf der Stelle getötet. Kölsch erlitt einen schweren Schädelbruch. Zwei weitere Mitfahrer wurden ebenfalls schwer verletzt.

Autodieb und Betrüger abgeurteilt.

Wegen Betrugs, Privaturkundenfälfchung, Unter­schlagung, Diebstahls, unbefugter Ingebrauchnahme von Kraftfahrzeugen, wegen Fahrens ohne Führer­schein und wegen eines versuchten Notzuchtver­brechens hatte sich Der 1917 geborene Hugo Mannsmann aus Hauenstein vor der Großen Strafkammer Landau zu verantworten. In Pirma­sens, Landau, Ludwigshafen, Mannheim und Bruchsal stahl er neun Kraftwagen. Mannsmann schädigte in 64 Fällen Personen in der Saarpfalz, in Württemberg und Baden. Das Urteil lautete auf eine Gesamtgefängnisstrafe von drei Jahren, wor­auf Dem geständigen Angeklagten vier Monate Untersuchungshaft angerechnet werden.

Auslandsreise der Segelschulschiffe

Albert Leo Schlageter" undhorst Wessel".

Bei herrlichem Sonnenschein verließ das Segel­schulschiff der KriegsmarineAlbert Leo Sch läge ter" von Kiel aus die Heimat. Wie das SchwesterschiffHorst Wessel", das schon kurz vorher durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal ausgelaufen war, hat das Schiff eine Dreimonatige Auslandsreise nach Westindien angetreten. Trotz Der frühen Mor­genstunde hatten sich am Signalturm im Kieler Hasen viele Menschen eingefunden, um dem Auslaufen des Albert Leo Schlageter" beizuwohnen.

Tag für Denkmalspflege und Heimatschuh" Hamburg 1938.

Der vorn Deutschen Heimatbund und dem Deut­schen Denkmalspflegetag veranstalteteTag für Denkmalspflege und H e i m a t s ch u tz" findet vom 3. bis 7. Juli in Hamburg statt. Er steht unter Der Leitung Des LanDeshauptmanns Der Rheinprovinz, Hauptamtsleiter Der Reichsleitung Der NSDAP. Heinz Haake, unD von Ministerial- rat Dr. e. h. Hiecke vom Reichs- und preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung unD Volks­bildung. Die Tagung wird sich mit dem Thema Heimatpflege in Der StaDt" beschäftigen. Neben einer Reihe von Vorträgen finD mehrere'Ausstellun- gen vorgesehen. Die Tagung findet ihren Ausklang in Lübeck.

Wetterbericht

Die Luftdruckoerteilung über Mitteleuropa ist noch immer sehr unausgeglichen. Die Zufuhr feuchter Luftmassen aus dem Mittelmeergebiet führt jedoch zu zeitweise stärkerer Bewölkung, wobei es in Der Nacht zum Mittwoch im Rhein-Main-Gebiet sogar örtlich zu leichten NieDerschlägen kam. Eine rocfent- liche AenDerung ist aber immer noch nicht zu er- warten.

Aussichten für Donnerstag: Morgens dunstig, tagsüber veränderlich, vereinzelt leichte Nie­derschläge, Tagestemperatur um 15 Grad, chwache Winde.

Aussichten für Freitag: Leicht unbestän- diges Wetter, Temperatur nicht mehr ganz so hoch ansteigend.

Lufttemperaturen am 22. März: mittags 19,6 Grad Celsius, abends 9,2 Grad: am 23. März: morgens 3,6 Grad. Maximum 20,1 Grad: Minimum heute nacht 3,2 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. März: abends 10,1 Grad: am 23. Marz: mor­gens 5,6 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 5,9 Stunden.