Dienstag, 22. März M8
M.D8 Erstes Blatt
188. Jahrgang
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Druck und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei k. Lange in Sieben. Schristieitung und SeschSstrstelle: Lchuiftratze l
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seinen Arm zum deutschen Gruß zu erheben. Diese zerbrochenen Handgelenke passen gut zu den „abgehackten Kinderhänden" aus der Zeit des Weltkrieges.
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Zum 70. Geburtstag Dietrich Eckarts bringt am Mittwoch, 21 bis 21.30 Uhr, die „Stunde der jungen Motion" unter dem Titel „Auf gut Deutsch" eine Sendung, die den Weg dieses ersten Sängers der nationalsozialistischen Bewegung in der Presse schildert. Sein Wort „Aus gut Deutsch" gab einst seiner Zeitschrift den Namen. Im Mittelpunkt der Sendung steht die Gedenkrede des Reichs» leiters Alfred Rosenberg.
und die Führer der Gliederungen werden diesen gigantischen Wahlkampf letzten Richtlinien ausgeben. Dieser meinsame Generalappell ist der Ausdruck ungeheuren Stärke und Einheit
sten sind das Gebot der Stunde. Der Führer ruft — das NSKK. marschiert!
Hühnlein, Korpsführer.
Männer des NG.-Fliegerkorps!
Am Mittwoch, 23. März 1938, treten wir an zum Generalappell, um den Marschbefehl entgegenzunehmen für den Auftakt der Wahlvorbereitungen. Es gibt für uns nur ein Ziel; mit der Idee und dem Willen unseres Führers im Herzen, in engster Verbundenheit mit den Kameraden der Partei und ihrer Gliederungen unser Bekenntnis zum heiligen Deutschland und unserem Führer auf jeden Deutschen zu übertragen. Heil unserem Führer!
Der Korpsführer des NSFK.:
F. R. C h r i st i a n s e n, Generalleutnant.
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Italien rüstet zum Empfang des Führers. Große Parade der Wehrmacht in Rom. Rom, 21. März. (DNB.) Die Vorbereitungen für den Besuch des Führers in Rom, Neapel und - Florenz sind in vollem Gange. Ueberall sieht man Hunderte von Arbeitern mit umfangreichen Vorarbeiten für Beleuchtungsanlagen, Wasserspiele und die Ausschmückung der Straßenzüge beschäftigt. Der neue Ostia-Bahnhof in Rom und die von ihm zur antiken Stadtmauer und zum Paulstor führende 40 Meter breite Straße, die nach Adolf Hitler benannt wird, sind im Rohbau annähernd fertiggestellt. Schon zwischen dem Bahnhof und dem Paulstor wird die Gäste ein großartiges Spiel von Beleuchtungseffekten und Flaggenspalier erwarten, das auf dem Wege zu den Wahrzeichen des antiken Rom, wie Palatin, Constantinsbogen, Colosseum und den alten Kaiserfora, eine noch nie dagewesene Pracht erfahren wird.
Rom, die Hauptstadt des Faschismus, will den Einzug des Führers zu einem triumphalen Ereignis gestalten. Im Königsschloß werden dem Führer Räume zugeteilt, die einen erhabenen Blick a u f die ewige Stadt gewähren. Wie die Zeitungen über die Vorbereitungen berichten, wird die große Parade auf der Triumphstraße ein ähnliches überwältigendes Aufgebot aufweisen, wie die Flottenparade vor Ne"--'
serer Bewegung. Alle Aktivisten der Partei und ihrer Gliederungen werden an diesem Tage zum Einsatz für Führer und Volk antreten.
Dr. Robert Ley, Reichsorganisationsleiter.
Sämtliche Wehrmachtsteile einschl. der faschistischen Miliz und der vormilitärischen Jahrgänge der Jugendorganisation des Liktorenbündels werden vertreten sein. Außerdem werden 400 Geschütze aller Art und 400 Tanks an der Parade teilnehmen, die damit zur größten Kundgebung der italienischen Wehrmacht werden wird.
Oer Führer in Nürnberg.
Nürnberg, 21. März. (DNB.) Der Führer weilte am Montag in Nürnberg, um sich von dem Fortgang der Bauarbeiten auf dem Reichsparteitagsgelände, insbesondere beim Bau der Kongreßhalle, zu überzeugen. Ferner besichtigte der Führer das im Hirschdachtal in der Hersbrucker Schweiz in natürlicher Größe errichtete Teilmodell des Deutschen Stadions, das einen nachhaltigen Eindruck von den gewaltigen Ausmaßen des auf dem Reichsparteitagsgelände entstehenden größten Stadions der Welt vermittelte. An der Besichtigung nahmen u. a. teil die Architekten, Generalbauinspektor Professor Speer und Stadtbaurat Brugmann (Nürnberg).
Gauleiter und Reichserziehungsminister Bernhard Rust, der am Sonntag hier bei uns in Gießen sprechen wird, ist geborener Niedersachse und steht im 55. Lebensjahr. Er hat in München, Berlin, Göttingen und Halle Germanistik, Philosophie und klassische Philologie studiert und war seit 1909 nach seiner Militärdienstzeit beim JR. 74 am Ratsgymnasium in Hannover tätig. Den Krieg machte er von Anfang bis zu Ende als Leutnant d. R. mit, wurde mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse und dem Hohenzollernhausorden ausgezeichnet und verwundet. Nach dem Kriege bereitete et mit seinem Freunde, Major Dinklage, in Niedersachsen den Boden für den Nationalsozialismus. Seit 1924 führt Pg. Rust den Gau Südhannover - Braunschweig. Aus dem preußischen Kultusminister, der sich besondere Verdienste um die Säuberung des Hochschulwesens und die Schaffung des Studentenrechts erwarb, wurde der Reichserziehung s- m i n i ft e r Rust, eine Tatsache, die erkennen läßt, wie der Führer die Arbeit und die Leistung seines Mitarbeiters einschätzt.
NSKK.-Männer!
Der größte Generalappell der Aktivisten der nationalsozialistischen Bewegung, den Deutschland je sah, ruft Euch zu Mittwoch, 23. März 1938, auf den Plan. In allen deutschen Gauen werdet Ihr 350 000 Männer des Korps und seiner Motorsportschulen in den Abendstunden dieses Tages auf den Euch von den Propagandaämtern zugewiesenen Aufmarschplätzen, Schulter an Schulter mit der SA., W, dem NSFK. und dem Pl. in einem Gemeinschaftsempfang aus dem Munde des Reichspropagandaleiters und der Führer der Gliederungen jenen Appell vernehmen, der in der Deutschlandhalle zu Berlin den gigantischsten Wahlkampf aller Zeiten einleitet. Rücksichtsloser Einsatz von Mann und Fahrzeug und Pflichterfüllung bis zum äußer-
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Gaupropagandaleiter Stöhr gab bann die technischen Anweisungen und Einzelheiten bekannt, die in den nächsten drei Wochen den ganzen Gau Hessen-Nassau in den Wahlkampf der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei treten lassen.
Die ersten Versammlungen liegen fest.
Reichserziehungsminister Rust spricht am Sonntag m Gießen.
Für den Wahlkampf, zu dem der Führer am Samstag in Berlin die Parole ausgegeben hat, liegen nun die ersten Versammlungen fest. In großen Kundgebungen werden im Gau Hessen- Nassau sprechen: am 2 7. März 1938 in Gleßen Reichsminister Rust, Berlin; am 28.März 1938 in Wiesbaden Gauleiter Florian, Düsseldorf; am 30. März 1938 in Mainz Gauleiter Forster, Danzig; am 30. März 1938 in Darmstadt Gauleiter R. Wagner, Karlsruhe.
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Gauleiter Sprenger gab die Parole
Oer Auftakt zum Wahlkampf im Gau Hessen-Nassau.
NSG. Arn Montagabend gab Gauleiter S p r e n- g e t den führenden Männern der Bewegung im Gau Hessen-Nassau d i e Parole für den bevorstehenden Wahlkampf. Der Gauleiter führte habet aus, daß wie immer an der Spitze des gesamten Wahlkampfes der Führer selbst stehe. Das Hauptmittel seien die aus der Kampfzeit her bewährten Volksversammlungen, aber auch die anderen modernen Mittel der Propaganda würden weitgehend und großzügig eingesetzt werden. Der Gau Hessen-Nassau werde in den nächsten Wochen ganz im Zeichen der Aktivität der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei stehen. Hinter der Bedeutung dieses Wahlkampfes trete alles andere zurück, es fei deshalb notwendig, daß sich auch der letzte Parteigenosse dem Führer zur Mitarbeit zur Verfügung stelle. Die überwältigenden Ereignisse der letzten Wochen verlangten den gesamten Einsatz der nationalsozialistischen Bewegung. Allein an der Tatsache, daß täglich 150 Redner eingesetzt würden, lasse sich die Größe des Einsatzes ermessen.
In dieser Zeit, da Adolf Hitler das nationalsozialistische große Deutschland geschaffen habe und unter einer neuen Idee eine neue große Gemeinschaft geschmiedet habe, sei es für jeden eine Ehre, sich bis zum Letzten einzusetzen. Ganz Deutschland sei erfüllt von der Größe der Stunde, da der Führer seine Heimat heimgeführt habe in das große Deutsche Reich, deshalb müßten aber auch alle gemeinsam am Aufbau mitarbeiten. Im Herzen Europas habe der Führer eine Nation von 75 Millionen Menschen in einem großen Reich geschaffen, das, geschützt von der schönsten und stärksten Wehrmacht der Welt, der Garant des Friedens sei.
Der Gauleiter schloß seine packenden Ausführungen und klaren Anweisungen mit der Aufforderung an die Parteigenossen im Gau Hessen-Nassau, alles daran zu setzen, daß der Gau Hessen-Nassau, der bisher immer an der Spitze marschierte, auch in diesem Wahlkampf vor sichselbst und dem Führer bestehen könne. Der grenzenlose Jubel und die unendliche Begeisterung dieser soeben erlebten Tage sollen in dem großen, gemeinsamen Bekenntnis des gesamten Volkes am 10. April ihren sichtbaren Ausdruck finden und dem Schöpfer dieses neuen Deutschen Reiches den Dank abftatten.
Ganz Deutschland bekennt sich zur Tat des Führers
Generalappell der aktivistischen Gliederungen der Bewegung im ganzen Reich.
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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tausende schwer gerüsteter Truppen einmarschiert, die nach der Art der Apachen das österreichische Land unter ihren Druck gesetzt hätten. Diese Beschimpfungen der deutschen Wehrmacht durch die „Times" stehen fast beispiellos da. Alle Welt weiß, daß der deutsche Soldat der disziplinierte st e und tapfer ft e Waffenträger der Welt ist. Die ungeheuerliche Herabwürdigung durch die „Times" muß mit allem Nachdruck zurückgewiesen werden, das deutsche Volk denkt nicht daran, sich derartige Anpöbeleien seines stolzen Soldatentums gefallen zu lassen.
Ein ebenso trauriges Beispiel internationaler Gesinnungslumperei liefert die Pariser Zeitung „Jntransigeant". Dort schreibt eine Französin, die sich Yvonne Andre nennt, einen Bericht über ihre Wiener Erlebnisse. Die ganze Begeisterung für Deutschland sei gut bezahlt worden. An Schulkinder seien 30 Groschen bezahlt worden, damit sie „Heil Hitler" rufen. Diese angebliche „Dame" erzählt, vor ihrem Hause in Wien habe ein Bettler gestanden, der das Hakenkreuzabzeichen stolz an der Brust trug. Sie habe ihn gefragt, ob er wohl für einen Schilling Hochrufe auf Frankreich ausbringen werde. Der Mann habe prompt das Abzeichen abgerissen und alles getan, um sich den Schilling zu verdienen! Wenn die Geschichte wahr wäre, so würde sie nur ein trauriges Bild auf den „Takt" der Yvonne Andrä werfen. Wir hätten es nicht für möglich gehalten, daß sich eine echte Französin eines armseligen Tropfes bedient, um seine Notlage auszunutzen und ihn zu einer Handlung zu bewegen, die nur unter Lumpen möglich sein kann. Wahrscheinlich ist aber die ganze Geschichte ersunden, ebenso wie die Erzählung derselben Hetzerin, es seien einem alten Manne die Handgelenke zerbrochen worden, als er sich inmitten einer großen Menge weigerte,
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Berlin, 21. März. (DNB.) Am 23. März 19381 findet in der Deutschlandhalle in Berlin ein großer Appell der aktivistischen Gliederungen der Partei statt. Dieser Appell wird zum Generalappell im ganzen Reich erklärt. Es werden an diesem Tage zur gleichen Stunde in ganz Deutschland die Formationen der Partei antreten, die im Wahlkampf Schulter an Schulter für das ewige große Deutschland kämpfen. Auf diesem Appell sprechen: Stabschef der SA. Lutze, Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels, Korpsführer des NSKK. Hühnlein, Korpsführer des NSFK. Christiansen, Reichsführer ff Himmler. Die Führer der Gliederungen haben für diesen Generalappell im ganzen Reich an ihre Formationen nachstehende Tagesbefehle erlassen:
Tagesbefehl an die SA.
Männer der Sturmabteilungen! Der Wille des Führers, die Kraft seiner Idee haben Großdeutschland Wirklichkeit werden lassen. Der 10. April 1938 soll nun das Bekenntnis des ganzen deutschen Volkes zu dieser Tat des Führers bringen. Dieses Bekenntnis zu der bisher gewaltigsten Treuekundgebung des ganzen Volkes für den Führer zu gestalten, ist unsere fr e u d i g e P f l i ch t. Wie in den Jahren des Kampfes vor der Machtübernahme im Reiche die SA. die Trägerin der großen Wahlkämpfe und Siege war, werden wir auch dieses Mal, getreu unserer Tradition, ans Werk gehen. Ich erwarte, daß jeder einzelne von Euch sich biszumLetzten e i n f e tz t und feine Pflicht tut. Der gemeinsame Generalappell am 23. März 1938 wird der Auftakt zu unserer Arbeit sein, und der 10. April wird der Welt beweisen, daß das Wort: Ein Volk — ein Reich — ein Führer! zur Tat geworden ist. Es lebe der Führer! Es lebe das Großdeutsche Reich!
Lutze.
Tagesbefehl an die ff.
Unser Führer hat durch seine Tatkraft das große ewige Reich geschaffen, das die Sehnsucht des deutschen Volkes durch Jahrhunderte gewesen ist. Dem Beispiel unseres Führers folgend, werden die Männer der Schutzstaffel ihre ganze Kraft, sei es als Redner, sei es im Propagandadienst, einsetzen, um am Erfolg des Führers mitzuhelfen.
Heinrich Himmler, Reichsführer ff.
politische Leiter.
Am Mittwoch, 23. März 1938, treten hie A k - tivisten der Bewegung im ganzen Reich zusammen, um in einem Gemeinschaftsempfang den großen Appell aus der Deutschland!)alle in Berlin mitzuerleben. Der Reichspropagandaleiter
Generalappell.
Wenn am Mittwochabend von der Deutschlandhalle in Berlin aus Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels, Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer ff Himmler, Korpsführer der NSKK. Hühnlein und Korpsführer des NSFK. Christiansen zu den aktivistischen Elementen der deutschen Freiheitsbewegung sprechen, werden überall in Deutschland diese Worte vernommen werden. Die einzelnen aktivistischen Trupps werden sich wie ■ein Sturmhaufen fühlen, um das geniale Werk des Führers zu sichern und alle deutschen Stämme nach her Heimkehr Deutsch-Oesterreichs mitzureißen geloben, damit der Tag der Wahl zum größeren Reichstag ein hundertprozentiger Triumph der Bestätigung des Willens des Führers werde.
Das Geheimnis des verschlungenen deutschen Wesens wird nie ein Ausländer ohne hingebende Mühewaltung und ohne die tausend Fühltaster der Liebe ergründen, aber eins wird und muß auch dem Auslande klar werden: daß das deutsche Volk zu Adolf Hitler und zu seinem Werk in allen seinen Stämmen, vom Brenner bis zum Belt, steht. Es ist immer der Urgrund deutscher Schwäche gewesen, daß dieser Wille an sich wohl vorhanden war, daß aber im Alltagsleben das Sonderinteresse, der Individualismus, ihn lahmlegte. Anders als in anderen Nationen sah im Deutschen Reiche der Deutsche zunächst nur ein Gewand, das ihm zu groß war, dessen einzelne Teile ihn wenig küm- , inerten. Dafür vergrub er sich aber in feine Tagesarbeit, in seine Ideen, in sein Werk. Dieser Zwiespalt, daß der Deutsche schlechthin zunächst lediglich Angehöriger eines Standes, einer Stadt, eines Dorfes, dann eines Stammes war, hatte die deutsche Einigung verzögert, während z. B. Frankreich und England schon seit Jahrhunderten die Nationalisierung vollzogen hatten. Da kamen mit Adolf Hitler und seiner Bewegung die aktivistischen Gruppen. Jede von ihnen hatte ihre besondere Aufgabe. Jede Formation schuf den neuen deutschen Menschen, indem sie ihn zunächst nur für seine besondere Aufgabe schulte, aber der einheitliche Geist, der alle diese aktivistischen Gruppen bestell, gründet sich doch zuerst auf der Tatsache, daß zu allererst der Deutsche sich feiner selbst und seiner Kraft in Verbindung mit der Kraft anderer Deutschen bewußt werden muß und sie gemeinsam an» zusetzen hat. Diese Idee der nationalen Einigung, der wachsenden Bedeutung dieses zu einem nationalen Block zusammengeschweißten Deutschtums für Europa wurde von den aktivistischen Formationen vorgelebt und erfüllt. Es ist nicht so, daß diese Formationen den einzelnen Deutschen „vergewaltigten". Das ist eine Lüge ausländischer Journaille, die mit dem deutschen Wesen überhaupt nicht vertraut ist. Im Gegenteil: In diesen aktivistischen Gruppen fand der einzelne Deutsche seine Betätigungsform, er fand dort den Geist der Gemeinsamkeit, und das stolze Werk des Nationalsozialismus, sein neues Arbeitsethos, seine tiefgehende soziale und nationale Erneuerung sind nur durch diesen Aktivismus der Partei und ihrer Gliederungen erklärlich, da sie einem Willen gehorchen. So sind die Kämpfe und Siege, die die Partei in Deutschland zum einzigen Träger des nationalen Grundgedankens machten, nicht denkbar ohne die Aufopferungsfähigkeit, die Liebe und jenen Kampfes- mut, der viel tausendfach sich bewährte.
Am 10. April legt das gesamtdeutsche Volk ein Bekenntnis ab zu der Politik des Führers, die es aus dem Moder der Vergangenheit herausriß, es wieder sauber und ehrlich machte und nunmehr durch den Anschluß unserer österreichischen Brüder . zum geeinigten und unüberwindlichen Kernvolk Europas. Am 10. April wird Gesamtdeutschland das Ergebnis der genialen staatsmännischen Kunst des Führers bestätigen und ihm das Vertrauen für die Zukunft erneut aussprechen. Daß jeder Deutsche weiß, was er tut, weshalb er an jenem Tage so handelt und welche Bedeutung seine freie Zustimmung besitzt, das wird durch die Tätigkeit der aktivistischen Gliederungen der Partei ihm bis dahin überzeugend und einwandfrei klargelegt werden. Denn es geht um das Größte im Erleben eines Volkes, um das Bekenntnis: Ein Volk — ein Reich — ein Führer! rt.
perfide Heuchelei.
Don unserer Berliner Schriftleiiunq.
Das deutsche Volk hat keineswegs erwartet, daß die Wiedervereinigung der bisherigen deutschen Staaten zu einem einheitlichen Volksreiche den Beifall aller ausländischen Gazetten findet. Es ist gewöhnt, im Unglück mit Redensarten abgefpeift und bei jedem Erfolge von gewissen Seiten mit Mißgunst betrachtet zu werden. Es wirkt beinahe komisch, wenn die „Time s" sich zu der Bemerkung versteigt, England habe niemals ernstlich behauptet, daß der Status quo gegenüber Oesterreich aufrecht erhalten werden müsse. Nun weiß jedes Kind, daß England zu denjenigen Mächten gehört, die dem Versailler Diktat seinen Charakter gegeben haben. England war dabei, als den Oester- reichem das Recht über eine Abstimmung für ihre Zugehörigkeit zum Reiche verboten wurde, England spielte eine führende Rolle, als die Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich nicht Zustandekommen durfte. Für eine Abänderung dieses himmelschreienden Unrechts hat sich in England niemand von den Verantwortlichen ausgesprochen. Die anderslautende Behauptung der „Times" ist daher nichts als Heuchelei.
Diese Haltung des Londoner Weltblattes findet aber ihre Krönung durch die Behauptung, Deutschland habe durch brutale Methoden den Anschluß Oesterreichs erzwungen. Es seien Hundert-
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