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Das neue Schiffshebewerk Rochensee bei Magdeburg

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auf gefaulten Kakao abholt.' Wenn der Weißeftine eingeborenen Aufkäufer inspiziert, so bringt er Säck­chen voll der hier kursierenden messingenen Scheide­münze von Nigeria mit. Wir sahen, wie einem Ein­käufer fünfzig- englische Pfund in Ein- und Zwei- Schillingstücken vorgezählt und eingehändigt wur­den. Dies Geld geht an die schwarzen Bauern. Da unser Einkäufer nichts schreiben konnte, so malte er als Quittung nur ein Kreuz auf das, Papier.

So wenig der Kakaobau der Eingeborenen in Kamerun eine Volkskultur im Sinne reiner Fa­milien- und Hausarbeit ist, so w^ig kann man sagen, daß er ohne Einfluß aus die Arbeiterfrage im ganzen ist, besonders mit Rücksicht auf den Plan­tagenbau. Man hört häufig, die Plantagen fordern für sich einen zu großen Teil der im gut bevölker­ten Hochland vorhandenen Arbeitskräfte. Die schwar­zen Kakaobauern greifen aber durchaus in dasselbe Reservoir, nur wird bei ihnen weniger und scylech- ter gearbeitet, als auf den Pflanzungen. Der Ein­geborene nimmt lieber Arbeit bei seinesgleichen, auch wenn er weniger Lohn bekommt, weil er dann besser faulenzen kann. Die schwarzen Kakaobauern, die genug Bäume haben manche besitzen bis zu fünf Hektar Kakaoland mit etwa 3000 Bäumen rühren überhaupt keine Hand mehr zu eigener Ar-

Tie englische Mandatsverwaltung möchte den An­kauf des Eingeborenen-Kakaos bei einer Kooperativ- Genossenschaft unter Leitung eines weißen Land­wirtschaftsinspektors mit eingeborenen Hilfskräften konzentrieren und die europäischen Kaufleute, meist Deutsche, aus dem Kakaohandel ausschalten. Die Bauern bringen aber ihre Ware nach wie vor lieber zu den deutschen Firmen, weil sie hier sofort ihr Geld bekommen. Die Genossenschaft zählt erst am Schluß der Saison und schreibt sich bei der Ab­

querung für die Beziehungen Deutschlands und der amerikanischen Union haben wird. Es wird letz von der Nachwirkung der Brinkmannschen Rede ab­hängen, ob sich in den Bereinigten Staaten die Ab­neigung gegen ein neues wirtschaftliches JBertrags- verhältnis mit Deutschland überwinden laßt.

rechnung große Spesen gut. Darüber kam es kurz lich unter den Bauern zu solcher Erbitterung, daß eine Hauptankaufsstelle gestürmt und verbrannt un dem englischen Inspektor ein Pferd erschossen wurde. Die Ruine deskooperativen" Kakaoschuppens wurde uns noch während unserer Fahrt gezeigt.

Zur Hebung der Qualität hat man eine be on« bere Kakao-Inspektion eingerichtet. Ihre Angestellten sind Schwarze, die das Recht haben, bei jeder europäischen Firma den Inhalt der Kakaosacke zu prüfen, den Kakao zu klassifizieren, einen Prüfung-- vermerk einzutragen und dann die Sacke zu plom­bieren Der Schwarze i ft also d e r Kon­trolleur und der Weiße der Kontrol­lierte- ein Unding für jedes normale Empfinden über das Verhältnis der Rassen auf afrikanischem

Es ist oorgekommen, daß ein Europäer, der sich non einem Ichwanen Kontrolleur fdjiEanrert Nchlte. biefem einen Taschenspiegel oorhielt mit der Frage, ob er einen Visen sehen wolle? Der Schwarze, oo - (er Wut, zog einen Revolver und drohte dem Wei- ßen, ihn niederzuschießen, wenn er nicht aut dem Fleck stehenbliebe, bis die Polizei natürlich wiederum Schwarze geholt würde. Die schuld an einem so unerträglichen Vorfall trifft weniger den Europäer, der in seinem Aerger auf unange­brachte Art aus der Rolle fiel, als das System, das darauf ausgeht, im Schwarzen einen Großmanns­dünkel und die Lust daran zu züchten, dem Euro­päer als Herr gegenüberzutreten. In diefem Fall besänftigte ein Bakschisch ohne weitere Umstände das Toben des wütenden Negers. Man kann sich aber auch denken, daß, wenn so weiter gewirtschaftet wird, eines Tages der Eingeborenen­kakao eine recht teure Ware werden könnte!

Die Aervenzenlrale der deutschen Atlantikslüge

könnte man die Abteilung Seeflug der Deutschen Seewarte in Hamburg nennen, die nicht zuletzt an den Ersof -n b°r b°u?sch-n'vz°nsli-g°r-/b°t°i,ig. ist. Von hier °u- erhallen. b.° Flugzeuge Berichte über die Wetterlage in dem jeroeils von ihnen zu durchfliegenden Gebiet. Die große Leistung desCondor" wurde von seiner Mannschaft besonders auf die tadellose Zusammen­arbeit mit der Deutschen Seewarte zurückgeführt, in deren RaumenFeses^Biausgenommen wurde. Es zeigt die Gruppe derSeeflug-Wettermacher ihrem Leiter Professor Dr. S e 11 köpf (Zweiter von links). (Scherl-Bilderdienst-M.)

anderen Partners genügen, um die Voraussetzung für einen lebhafteren Warenaustausch zu schaffen.

Der amerikanische Botschafter in Berlin, W i 1 - s o n, hat durch sein Erscheinen auf dem Tempel- hofer Feld bei der Rückkehr der deutschenCondor"- Flieger sein Verständnis für die hohe verkehrspoli­tische Bedeutung bekundet, welche die Qzeanüber-

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Meer liegt und man in dem größten Teil des Jah­

res baden kann. Die Falange führt ihre Jugend

schon im Kameruner Kakaogebiet.

Wir hatten Gelegenheit, mit dem in Kamerun arbeitenden deutschen Dörfer zu fahren, wo schwarze

Vertreter einer Firma in die Aufkäufer den

ein, um ihnen die Erfüllung des höchsten Neger- ibeals, ein bequemes Dasein ohne eigne Arbeit, zu sichern. Ganz ähnlich stehen die Dinge jetzt auch

nicht bedeutet, daß eine wirklich innere Verschmel­zung schon zustandegekommen ist. Nach wie vor be­steht wegen der religiösen Frage eine Spannung, die erst nach Beendigung des Krieges beseitigt wer­den dürste. In ihrem erwachten Patriotismus null­ten die Jungen es den Erwachsenen gleichtun. Biele

nen und feststellen, daß sie d e.n I n d u ft r i e u an derer Länder vollkommen ebenbürti

Hungen weiter aus zubauen und die vor­handenen zu vertiefen. Außenh'andelsbesprechungen, die bisher immer zu guten Ergebnissen geführt haben, werden auch nun wieder die .führenden Männer der deutschen und ausländischen Wirtschaft vereinen

In diesem Jahre werden zum ersten Male meh­rere sudetendeutsche Firmen auf der Ostmesse in Er­scheinung treten. Selbstverständlich ist auch die Hauptstadt der wiedervereinigten Ostmark, Wien, vertreten. So stellt der Handelsbund Wien auf einer Exportschau seine hochwertigen Bijouterien und Mo­den aus, die in der Welt überall reichen Beifall fin­den. Weiter ist noch die Schau der Fachgruppe Deutsche kolonialwirtschaftliche Erzeugnisse" zu er­wähnen. Gibt es dckch in den ehemaligen Kolonien eine ganze Reihe deutscher Firmen, die sich der Verarbeitung der zum großen Teil auf deutschen

jetzt dreimal wöchentlich hinaus zum Sportplatz. Wenn man hier sehen würde, wie in Deutschland sogar ältere Männer und Frauen in kurzer Sport­kleidung im Wettstreit um den Siegeslorbeer fämp» fen, würden bestimmt viele brave Spanier schau­dernd die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Auf diesem Gebiet hat die Falange also ein außer­ordentlich fruchtbares und dankbares Arbeitsfeld vor sich. Daß auch in diesen Kindern unter der südlichen Sonne der Trieb nach natürlicher körperlicher Be­

beiterviertel gingen, um für ihre Organisation zu werben, wurden sie zunächst noch häufig mit Stei­nen beworfen. Der Anfang war sehr schwer. Dann wurden ihnen die Anfangsgründe der Disziplin bei- qebracht. Alle erhielten eine einheitliche Uniform; die Aermeren unter ihnen auf Parteikosten Die Jungen tragen ein blaues Hemd und Käppi, dazu

eine kurze schwarze Hose mit schwarzem Koppel- zeirg. Wer das 16. Lebensjahr erreicht hat, zieht sich lange Hosen an, die in Spanien stark bevor­zugt werden.

Nachdem die erste Uebergangszeit vorüber war, ging man daran, eine exakte Einteilung vorzuneh­men. Während in Deutschland die HI. in zwei Al­tersstufen eingeteilt ist, gibt es in Spanien davon öVei. Der Eintritt ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Es hat sich jetzt ein fester Stamm gebil­det, der an den Veranstaltungen teilnimmt. Aus dem herrschenden Kriegszustand ist es wohl zu er­klären, daß bei weitem noch nicht die Hälfte aller Jungen in der Falange organisiert ist. Es gibt hier noch immerVornehme", die es für eine sittliche Gefahr halten, wenn ihre Kinder mit den Alters­genossen aus einfachen Kreisen zusammenkommen. Es soll auch erwähnt werden, daß die ehemaligen eingefleischten Kommunisten sich innerlich erst lang­sam umstellen müssen, ehe sie ihre Kinder schicken. Man übt während des Bürgerkriegs nicht den ge­ringsten Druck aus. Es ist schon als ein kleines Wunder anzusprechen, daß die bisher Erfaßten jetzt ausgerichtet in Reih und Glied marschieren, da der Spanier bisher nicht im geringsten dazu neigte, sich irgendwelchen äußeren Zwang aufzuerlegen. Darum ist es auch sehr schwer,, einen Vergleich mit Deutschland zu ziehen, wo jedes Kind eine gewisse Veranlagung zur Disziplin mitbringt.

Das Ziel, welches sich die Falange gesteckt hat, besteht ebenfalls darin, die Jungen körperlich und geistig zu ertüchtigen, sie zu wert­vollen Gliedern des. zukünftigen autoritären Staates zu machen. An erster Stelle ist vielleicht der Sport zu nennen; hier kann sehr fruchtbare Arbeit ge­leistet werden, da man den Volks sportgedan- fen bisher nicht gekannt hat. In dieser Beziehung ist Spanien leider hinter den übrigen Nationen zu­rück. Es gibt noch viele Erwachsene, die diese Art

Malaga, Mitte August.

Der deutsche Leser mutz versuchen, sich noch ein­mal in die Zeit vor der Machtübernahw' zurückzu- oersetzen, wenn er das Entstehen und Wachsen der spanischen Staatsjugend voll und ganz verstehen will. Außerdem mutz er noch eine Reihe von Fak­toren einschalten, die dem spanischen Volke eigen sind.

Nachdem die Falange am 29. September 1932 ^on Jose Antonio Primo de Rivera gegrün­det worden war, schritt man in Malaga im Jahre 1934 dazu, eine Jugendgruppe der Partei zu bilden. Zunächst gehörten ihr eigentlich nur die Kinder der ersten Falangisten an. Da man schon damals in einer ausgesprochenen Kampfzeit lebte, bestand die Aufgabe der Jungen hauptsächlich darin, Propa­ganda zu treiben, durch Verkaufen von Zeitungen und Ankleben von Werbeplakaten. Wie mir ein fanatischer Junge erzählte, wurden sie häufig von Kommunisten überfallen, wobei es zu lebhaften Schlägereien kam Aber der Glaube an ein starkes und freies Spanien war schon tief in die Herzen dieser Jungen eingebrannt.

Todesopfer waren auch während der Revolution, als viele Kinder mit ihren Eltern flüchten mußten, nicht zu beklagen. Nach der Einnahme Malagas am 8. Februar 1937 wurde sofort die Jugend neu or­ganisiert. Es ließ sich aber nicht verhindern, daß zwei Jugendgruppen entstanden. Die Falange- Iugend hatte infolge der ersten Begeisterung sehr großen Zustrom; daneben bildete sieh eine Gruppe der Requetes. Das ist die Parte, der Traditio­nalisten, die ursprünglich monarchisch eingestellt war, und die jetzt die vorherige Machtstellung der Kirche auch auf politischem Gebiet wieder erstrebt. Vor einem Jahr gelang es durch einen Erlaß Fran­cos, diese beiden Richtungen zu vereinigen, was aber

Nahe Magdeburg gehen jetzt die Bauarbeiten an dem neuen Schiffshebewerk Rothensee, das im Zuqe des Mittellandkanals einen Niveauunterschied von 19 Meter ausgleichen wird, ihrer Vollendung entgegen. Schiffe bis zu 1OOO Tonnen werden in dem 25 Meter langen Bassin innerhalb von 20 Minuten gehoben werden. Die Eröffnung des Schiffshebewerks bas wir hier auf unserem Uebersichtsbilde zeigen, soll Anfang September erfolgen. (Atlantik-M.)

gegenüber ft ebt, ja, in manchen Fällen sie so­gar' noch überflügelt hat.

Zum ersten Mole ist :n diesem Jahr mit der Ost­messe auch eine O st s ch a u des Neichsnähr­st a n d e s vereinigt. Hier ergibt sich für die Land­wirte Ostpreußens und darüber hinaus für die der Oststaaten eine ganz ausgezeichnete Möglichkeit, ihren Bedarf an Landmaschinen zu decken. Aber auch der Bauersmann, der nach Königsberg kom­men wird, hat auf der Ostschau des Reichsnähr­standes Gelegenheit, sich neue Anregungen zu holen, die er nutzbringend auf seinem eigenen Hof ver­werten kann, um dem Ziele der Erzeuaunasschlacht, die Nahrungsfreiheit auf der eigenen Scholle, sicher­zustellen, näherzulommen. Darüber hinaus wird die Schau des Reichsnährstandes zugleich einen um­fassenden lieb erb lief über die landwirtschaftlichen Besonderheiten des Gaues Ostpreußen geben, den man mit Recht dieSpeisekammer des-Reiches" nennen tonn.

Farmen erzeugten Landesprodukte widmen. Eine Zusammenstellung dieser Waren wird die Kenntnis vom Umfang und der Bedeutung der Kolonialwirt­schaft ganz 'erheblich erweitern.

In einer Sonderausstellung wird Ostpreußen seine wichtigsten Erzeugnisse den Besuchern und Käufern vorlegen. Gerade hier kann man deutlich erkennen, daß sich Ostpreußen in den letzten Jahren des Wirtschaftsaufschwunges vom reinenAgrar- land zu einem Industrieland gewan­delt hat. Neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen zeigen Konserven, Lederwaren, Garne und Stoffe, chemische Erzeugnisse, Metall- und Holzwaren, Bau­stoffe und Möbel, daß ostpreußische Werke die rei­chen Agrarerzeugnisse zu hochwertigen Industrie- Produkten umwandeln können. Sogar die Kraftfahr­zeuge und Maschinen fehlen nicht, die gerade für Ostpreußen mit seiner Verkehrsferne eine bedeutende Rotte spielen.

Wenn im Ausland behauptet wurde, daß der an­gebliche Mangel an Rohstoffen erhebliche. Lieferfri­sten für Fertiawaren bedinge und sich daher die deutsche Industrie nicht an Ausstellungen und Messen beteiligen könne, so ist die Ostmesse der beste Beweis dafür', daß dieses böswillige Entstellungen find So liegen, nur um ein Beispiel zu nennen, für Textil- und ßeberAmaren, Nahrungs- und Ge­nußmittel, Haus- und Küchengeräte 12 bis 15 v. H. mehr Anmeldungen vor als im Vorjahre. Weit stärker werden auch die einzelnen Zweige der Ma­schinenindustrie vertreten sein. Die Ausländer selbst werden sich in diesen Tagen in Königsberg von dem Stand der deutschen Industrie ein Bild machen kön-

JIIV. Bei den schwarzen Kakao­bauern in Kamerun.

Kumba , 19. Juli.

Wir bewegen uns jetzt jenseits der Europäer­pflanzungen in der Region, wo auf Grund von Vor­arbeiten der früheren deutschen Verwaltung nach dem Kriege umfangreiche Eingeborenenkulturen von Kakao entstanden sind. Im englischen Mandatsge­biet von Kamerun wurden 1936 rund 5 Millionen Kilogramm Kakao erzeugt. Seitdem mag die Menge noch etwas zugenommen haben. Nur ein Drittel non ihr kommt auf Europäerpflanzungen; zwei Drittel sind Eingeborenen-Kakao.

Wo von Eingeborenen-Kulturen die Rede ist, denkt man zunächst an Betriebe, in denen der ein­zelne Schwarze mit seinen Familienangehörigen die Arbeit leistet. Das war anfangs bei den schwarzen Kakaobauern in Kamerun auch der Fall. Heute gilt es nur noch zum kleineren Teil. Schon bei unserem Besuch in Ostafrika hörten wir, daß in Uganda, wo die Engländer den Baumwollbau auch als soge­nannte Volkskllltur eingeführt haben, viele schwarze Baumwollpflanzer gar nicht mehr daran denken, ihr Land selbst zu bestellen, sondern sich dazu Ar­beiter aus dem dicht bevölkerten Runnda-Urundi kommen lassen. Die Baumwolle bringt ihnen genug

Das Schaufenster von 12 Nationen

Die Internationale Deutsche Ostmeffe in Königsberg.

Die spanische Staatsjugend im Aufbau

Von D. Zeffel, Malaga.

Kreuz und quer durch den Schwarzen Erdteil Briefe von einer Afrika-Reise.

Von Or. Paul Rohrbach.

Bauern-Kakao sackweise für das Exporthaus zufam- menholen. Man sieht die ganze Aufbereitung. Der Kakaobaum trägt dicht am Stamm oder am Ansatz der stärksten Zweige gelbe oder rotbraune Früchte von der Form der Größe einer kleinen Melone. D)enn man sie öffnet, so liegen die Samenkerne, die soge­nannten Kakaobohnen, in einer aromatisch duften­den, rosa gefärbten schleimigen Masse. Man nimmt die Bohnen heraus, füllt sie bei der bäuerlichen Aufbereitung in primitive, aus Palmblattrippen geflochtene, mit Bananenblättern zugedeckte Behäl­ter und läßt sie dort, unter öfterem Umschaufeln, fünf bis sechs Tage fermentieren. Die dabei eintre­tende Selbsterhitzung bis auf einige 40 Grad gibt dem Kakao erst sein Aroma. Dann wird er auf Matten zum Trocknen ausgebreitet, und wenn er genügend getrocknet ist, in Säcke gefüllt, die je 70 kg fassen. Der schwarze Aufkäufer sieht zu, wieviel Sack er von den Bauern zusammenbekommt. Ein Ver­trauensmann hatte fünf Sack eingekauft, ein an­derer zwanzig, ein dritter sogar vierzig! Wöchentlich wird von der Firma ein Lastauto geschickt, das den

Schon seit zwei Wochen sind die umfangreichen Arbeiten für die 2 6. Deutsche O st m e s s e i n K ä H i gsb er g abgeschlossen. Jetzt, wenige Stunden vor der Eröffnung durch den Reichswirtschafts- minifter Funk, kann man feststellen, daß die dies­jährige Messe einen Erfolg bringen wird, der in bet Geschichte Königsbergs einzigartig dasteht. Seit 1933 hat diese Veranstaltung sich in gerader Lime auswärts entwickelt. Don Jahr zu Jahr haben sich sowohl die Zahlen der Besucher, als auch der Aus- > steller ständig gesteigert. Fortgesetzt mußte die Aus­stellungsfläche vergrößert werden. Betrug sie noch 1937 = 110 000 qm, so wird sie in diesem J^hre für die Ostmesse und die ihr angegliederte Ostschau des Reichsnährstandes weit über das Doppelte mes­sen. Diese Erscheinung ist nicht ein Zeichen einer ungesunden Konjunktur, sondern sie ist das Spiegel­bild eines stetigen und organischenWirt- schaftsaufbaues

Zwölf Staaten sind es, die in diesem Jahre ihre Erzeugnisse auf der Ostmesse, dem Schaufenster der Nationen, ausstellen roerben. Zum ersten Male sind Britifch-Indien und Norwegen vertreten. Die Freie Stadt Danzig, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Mandschukuo, Polen, Schweden, die Türkei und ' Ungarn sind alte Bekannte, die der Königsberger Messe treu geblieben sind. Zum größten Teil haben sie ihre Stände vergrößert und neue Produkte hin­zugenommen. Recht interessant ist die Vertretung Britisch-Jndiens, bas seinen Reichtum, wie Tee, Curry unb Reis zur Schau stellen wirb. Im ganzen merben etwa 300 Firmen bes Auslandes vertreten sein; eine Erscheinung, bie einwanbfrei beweist, baß Deutschland qar nicht daran denkt, sich vom Aus­land abzuschließen unb von einem internationalen Güteraustausch zurückzuziehen. Deutlich genug be­weist bas Reich, daß es seinen Teil bazu beiträgt, die internationalen Handelst) ezie-

der körperlichen Bewegung in leichter Turnkleidung als unmoralisch ansehen. Die Falange hat es sich auch Dorgenommen, den Schwimmsport eifrig zu .... ... ,......____,_____ pflegen. Man kann sich fast keine Vorstellung davon

meldeten sich an Oie Front. Beweise großer Tapfer- r achen, wie viele Kinder und Erwachsene in Malaga feit wurden an den Tag gelegT. Diejenigen, welche . Nichtschwimmer sind, obwohl die Stadt direkt am noch nicht das nötige Alter erreicht hatten, stellten | sich zum Nachtdienst in den Kasernen zur Der- s fügung oder unterstützten die Aelteren bei ihren Patrouillen durch die Stadt, um die öffentliche Ruhe und Ordnung wiederherzustellen. Als sie in die Ar-