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Der englisch-omenkMche Handelsvertrag

Berlin, 18.Nov. (DNB.) Der deutsche Bot-

dustrie zu schützen? Daß dieser Ausgleich und diese iDr Hans Di7ckhoff7 ist

Abstimmung der beiden konkurrierenden Wirtschafts- Me »ur Berichterstattung nach Ser- systeme nicht immer leicht war, zeigen die vielfachen ^rden

Unterbrechungen und Stockungen m den Handelsver- *

Die Chinesen

über

Opfer auch noch ein Sittl'chkeitsverbrechen verübt

»ozialisten zunächst noch unklar ist. Diele?

sen in der Zeit der guten Konjunktur eingedeckt bat­ten. Die politisch wichtigste Frage des neuen Ver­tragswerts läßt sich dahin zusammenfassen: Wie weit ist es England gelungen, das auf der Wirt­schaftskonferenz von Ottawa 1932 geschaffene ein­heitliche Zoll- und Wirtschaftsgebiet seines Empire (überseeischen Reiches) gegen einen allzu starken Wettbewerb der amerikanischen In-

Meyer, hatte diese des öfteren besucht und kleine häusliche Arbeiten für sie erledigt. Auf Grund der

von nicht mehr als zehn Schilling je Paar zuge- standerr worden.

Man tut der Wichtigkeit des neuen Vertrages1 keinen Abbruch, wenn man von ihm sagt, daß er eben nur im Bereich des Außenhandels beider Staaten eine wichtige unmittelbare Funktion erfüllt, nicht aber, oder wenigstens nicht direkt, in ihrem Binnenhandel. Die Aufmachung, in der sich die feierliche Unterzeichnung des neuen Handels­vertrages vollzogen hat, deutet allerdings auf die Absicht beider Regierungen hin, ihn vor der breite­sten Oeffentlichkeit als Auftriebskraft für den noch immer schleppenden Geschäftsgang in beiden Län­dern darzustellen. Wir rufen dabei dem deutschen Leser in Erinnerung, daß der im Jahre 1935 und besonders im Jahre'1936 recht lebhatte Koniunktur- aufschwung der Weltwirtschaft Ende März 1937 mit einem gewaltigen Börsenkrach endete, der im Laufe weniger Wochen ein Standardpapier, wie die Aktien des 'Stahltrusts, auf ein Drittel chres Kurs­wertes vor Eintritt der Börsenkatastrophe zurück­schleuderte. Die sehr gute Ernte in den Vereinigten Staaten hat den Preisoerfall für Rohprodukte wei­ter beschleunigt. Für England ergab sich daraus die Folgerung, daß seine Fabrikanten auf den Rohstof­fen sitzenblieben, mit denen sie sich zu hohen Prei-

honna Meyer in ihrer Wohnung in Glienicke Mordlmhn) ermordet beraubt und an sein-m

Oer deutsche Botschafter in Washington zur Berichterstattung nach Berl n berufen.

Veröffentlichungen in der Taaespresse ginaen der Kriminalpolizei aus allen Kreisen der Bevölkerung eine Unmenge Hinweise zu, die alle in mühevoller Kleinarbeit nacbaevrüft wurden. Schließlich aelang es der Kriminalpolizei Zunker überraschend fefhu- nehmen Beamte der Berliner Mordkommission be­gaben si-h daraufhin nach Trier, um den Verbre­cher nach Berlin zurückzubringen.

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 18. November wurde die 1903 in Viereth bei Bamberg geborene Kunigunde Krämer geb. Reus hingerichtet, die vom Schwurgericht Nürnberg- Fürtb wegen Mordes zum Tode verurteilt wor­den ist. Die Krämer hat in Nürnberg ihre 73iährige Mutter durch Gas vergiftet, um in den Besitz der Erbichatt zu kommen.

Elf Todesopfer bei einem Volksaustauf in Istanbul.

In Istanbul entstand vor dem Palast Dolma Baqtsche, in dem Atatürk aufgebahrt liegt, ein riesiges Gedränge. Hunderttausende wollten von

ihrem toten Herrscher Abschied nehmen, wobei die Polizeiketten durchbrochen wurden und die Massen auf einmal zu dem Katafalk fluteten. Dabei kamen 11 Personen, zumeist Frauen, ums Leben, die von der Menge zu Boden getreten und zertrampelt' wurden.

Aufsehenerregender Radiumdiebstahl in Amerika.

Im amerikanischen Rundfunk werden seit einigen Tagen täglich mehrere Sendungen verbreitet, die vor der Erwerbung eines kostbaren Päckchens war­nen, dessen Inhalt, Radium, in Laienhand tod­bringend sein kann. Aus einer Klinik sind fünf in eine Bleiröhre eingeschlossene Radium-Nadeln, die ein Gesamtgewicht von 50 Milligramm Radium ent­halten, gestohlen worden. Die Oeffnung dieser Bleiröhre bedeutet für jeden, der mit den hierbei unerläßlichen Vorsichtsmaßnahmen nicht vertraut ist, chwere Gefahren, unter Umständen sogar einen qualvollen Tod. Für den Fall, daß die Diebe sich bereits des Radiums entledigt haben sollten, fordert der amerikanische Rundfunk alle Personen, die ver­dächtige Verbrennungserscheinungen an ihrem Kör­per bemerken, auf, sich unverzüglich bei den Behör­den zu melden.

Der erste See, der zugefroren ist.

Während überall seit Tagen vorfrühlingsmäßige Temperaturen herrschen, wird aus Bad Reichenhall gemeldet, daß der 800 Meter hochgelegene Frillen-

tragsoerhandlungen.

Kanadische Kritik

an den neuen Handelsverträgen.

London, 19. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Times" stellt in einer Meldung aus Ottawa fest, daß der Abschluß des englisch-amerikanischen Han­delsvertrages, der nur unter schweren Op­fern der Dominien möglich gewesen sei, dort keine reine Freude hervorgerufen habe. Auch für das amerikanisch-kanadische Handelsabkommen, das durch den englisch-amerikanischen Handelsver­trag notwendig geworden sei, fehle es nicht an kriti­schen Stimmen. Besonders beklagten sich die Mo­to r f a b r i k e n , die einen Rückgang ihrer Aufträge befürchteten. Auch die T e x t i l f a b r i k a n t e n be­fürchteten eine Ueberschwemmung mit amerikanischen Waren, und die Hafenstädte verlangten die Abschaf­fung der englischen Vorzugszölle auf Weizen, da ein beträchtlicher Teil des Handels demnächst von kana­dischen und amerikanischen Häfen abgezogen werde.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer besuchte das Gefängnis in Landsberg, in dem er vor 15 Jahren, vom 11. November 1923 bis zum 20. Dezember 1924 in Festungshaft war, ferner den Erweiterungsbau des AugsburgerStadttheaters, den Professor Baumgarten leitet. *

Reichsminister Dr. Goebbels begibt sich am heutigen Samstag nachReichenberg,um dort zusammen mit Gauleiter Konrad H e n l e i n in einer Massenkundgebung den W a h l k a m p f für die am 4. Dezember stattfindenden Ergänzungswah­len zum Deutschen Reichstag zu eröffnen. Die Kundgebung, die um 19.30 Uhr in den Reichen­berger Messehallen beginnt, wird von den Reichs- sendern BreslauundLeipzig übertragen.

Die Eltern des Gesandtschaftsrats vom Rath und die deutsche Botschaft haben über die französische Presse ihren Dank für die zahlreichen Beileidskundgebungen zum Ausdruck ge­bracht. *

König Carol und Kronprinz Michael von Rumänien haben London nach einem dreitägi­gen Staatsbesuch wieder verlassen. Die rumänischen Gäste verabschiedeten sich im Buckingham-Palast von der Königin und wurden sodann von König Georg auf den Viktoria-Bahnhof begleitet. Von Dover überquerten sie mit dem ZerstörerSikh" den Ka­nal, um sich nach Brüssel und von da nach P a * ris zu begeben. *

Dem ägyptischen Königspaar ist in Alerandrien eine Tochter geboren worden, die nach der Mutter des verstorbenen Königs Fuad den Vor­namen Ferrial (die Lichtreiche) erhalten wird. Es ist das erste Kind aus der am 22. Januar 1938 geschlossenen Ebe Königs Faruk mit der damals 17jährigen Farida Zulfikar.

In Aaram starb im Alter von 74 Jahren Dr. Ante T r u m b i t l cb . nach Mätschek der mar­kanteste kroatische Oppositionsführer und erster jugo­slawischer Außenminister.

Ans aller Wett.

Verhaftung eines Raubmörders.

Nach umfanareichen Fahndungen, die sich das ganze Reichsaebiet erstreckten, konnte in Ttier der 53 Jahre aste Peter Zunker feftqenommen werden, her am 3. d. M. die 28iährige Ehefrau Jo-

deulliche Oppositionsstellung gehen werden. Daladier kann dann keine Stimme der Rechten mehr entbeh­ren und muß den Wünschen der Rechten, vor allem auch in außenpolitischen Dingen, etwa in der Ko­lonialfrage, noch viel mehr als bisher Rechnung tragen. Es fragt sich, ob dann diese Regierung auf die Dauer noch den Namen Daladier führen wird, ober ob andere Kräfte stärker sein werden, etwa Paul-Reynaud selbst, der sich jetzt mit seinem dem Lande aufgezwungenen Sanierungs- plan bereits die Stellung einesUeberwirtschafts- ministers" gesichert hat.

Verteidigungsminister pirow a!S <*aff bei Göring.

Berlin, 18. Nov. (DNB.) Ministervräsident Ge- neralfeldmarfchall Göring gab zu Ehren des süd­afrikanischen Verteidigungsministers Pirow und Frau Pirow ein Frühstück, an dem neben dem süd­afrikanischen Gesandten und seiner Gattin General­oberst Milch, Staatssekretär Körner, General Stumpff, General Übet unb die Herren der näheren Umgebung des Feldmarschalls mit ihren Damen teil­nahmen. Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, empfing am Freitagnachmittag in Anwesenheit des Gesandten Dr. S. F. N. Gie Minister Pirow. Einige Stunden vorher hatte sich Pirow zum Ehrenmal Unter den Linden begeben, wo er einen Kranz niederlegte und die Front einer Ehrenkom- i panie abschritt.

Rezept bei Ertä'tung, Gr'pvec-esahr: Erwachsene trinken kurz vor dem Zubettgehen mög­lichst heifo zweimal je einen Efrlönel.Klosterfrau- Melissengeist und Zucker mit etwa der dovvelten Menge kochenden Wassers gut verrührt. Kindern gebe man die Hälfte. 7103V

Daraus schläft man gut und fühlt sich am an­deren Morgen meist merklich wohler. Zur Nachkur nehme man noch einige Tage die halbe Menge.

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Frankreichs Krastanstrengung

Von unserem E. I -Korrespondenien.

melden Beschießung Kantons.

London, 18. Nov. (Europapreß.) Die Londoner chinesische Botschaft erhielt Telegramme aus dem Hauptquartier des Marschalls Tschianakaischek, worin behauptet wird, bah bie chinesischen Truppen bie vor kurzem von den Japanern er­oberte Stadt Kanton beschießen. Die japa­nischen Truppen in Südchina sollen sich in bie Stadt zurückgezogen haben. Japanische Truppenverstär­kungen nähern sich, am Perlfluß entlang marschie­rend, der Stadt. An der Hunan-Front wollen die Chinesen bei einem Gegenangriff während der bei­den letzten Tage den Japanern große Verluste bei­gebracht haben. Die drei wichtigsten Städte der Provinz Kwangsi in Südchina, Naning, Lungtschau und Liutschau, wurden von japanischen Militärflug­zeugen mit Bomben belegt.

der Grundlaae des qeqenwärtiaen P^undkurses er­gibt einen Buchgewinn von 31 Milliarden Fran­ken, ein Betrag, um den sich automatisch die Schuld des Staates bei der Notenbank vermindert, so daß noch etwa 21 Milliarden Franken Schulden des Staates bei der Bank von Frankreich verbleiben. Andererseits hat der Staat noch eine Reihe sonstiger Guthaben btt der Notenbank, die sich zusammen auf etwa zwölf Milliarden Franken belaufen, so daß bis auf weiteres der S^aat nicht an den Kapitalmarkt wr Aistnbm' von Anltt*"m zu appellieren braucht.

Auf dem Gebiet des Arbeitsmarktes wer- .........

ben durch den Sanierungsplan verschiedene für. hatte. Zunker ^war ^em Bekannter ^der Famüie Frankreich neuartige Fronen aufgeworfen, so die r "u "x *'** Ma,**a

Umschulung von 40000 Eisenbahnern, auf die bie Bahngesellschaft infolge ber Verlängerung ber Arbeitszeit verzichten kann und die künftig für bie Landesverteibigung arbeiten sollen. Daß alle diele Maßnahmen, die für das Leben des einzelen oft sehr weitgehende Einschnitte bedeuten dazu ge- es amu hören auch bie Maßnahmen, die die Autorität der N - imei Arbeitgeber gegenüber ihrer Gefolgschaft verstärken

_ , U ; Mbffl ©ei- Hotten, VON den marriftiWen Parteien unb Dr-

®r° M b7r ebe?attV U r? b jn vernünftiger < oantiafinnen lebhaft angefochten werben durften. Welf- geregelt werben, fo ba6 tunftig mosten i'b«" trifft bann schon bas ganze Problem der °?nze Industriezweige >m den S°mm rmonate^ ^ Stellung der Regierung Daladier zw.-

1 AuMt dieses Iah- fchen den rnarristischen Parteien, Kommunisten und -zeugung auf 55 v.H. Sozialisten auf der einen Seite unb ben Parteien Januar sinken ließ, der Rechten auf der anderen Gegenwärtig hat bie ganuarjtrire nBs Regierung zweifellos bie Unterftuhuna ber aefanv

direkten ten Rechten einschließlich ber Rabikallozialisten, * t*!? Kommunisten in ausgesprochener

Paris, 15. November.

DasJournal Officiel", das am Montag mit dem Datum des 13. November herausgekommen ist, ist ein dickes Buch: die 32 Verordnungen, die in ihm enthalten sind, und die in einer dramatischen Stunde der politischen Geschichte Frankreichs dem weiteren wirtschaftlichen Niedergang des Landes Einhalt ge­bieten sollen, sind in der Rekordzeit von einer Woche zustandegekommen. Nicht weniger dramatisch waren aber auch die Umstände, unter denen der jetzige Finanzminister Paul-Reynaud Anfang No­vember mit dem Erlaß der Sanierungsmaßnahmen vom Kabinettsrat beauftragt wurde, nachdem der entsprechende Auftrag dem früheren Finanzminister Marchandeau entzogen worden war.

Marchandeau hatte sich auf das Gebiet von Zwangsmaßnahmen begeben, die dem Staat weit­reichende Aufsichtsrechte in der Wirtschaft und vor allem die Devisenkontrolle übertragen haben würden. Die Mehrheit im Kabinett hat sich mit diesen von der Bürokratie des Finanzministeriums vertretenen Gedankengängen, die zudem noch sozialistischen Ideen entsprachen, nicht anfreunden können. Was jetzt im Zeichen Paul-Reynauds den Sieg davongetragen hat, kann grob formuliert als W i r t f ch a f t s- liberalismus bezeichnet werden, wenngleich die Rolle des Staates bei der Lenkung der Wirtschaft auch in Frankreich nicht mehr entbehrt werden kann. Im Hintergrund bei allen diesen Maßnahmen steht die Sorge um die Durchführung des Au fru­st ungsprogramms, für das im nächsten Jahr 25 Milliarden Franken vorgesehen find.

Die Zeit wird zeigen müssen, ob dem Same- rungsprogramm Paul-Reynauds ein größerer Er­folg befdiieben sein wird als früheren Versuchen, die nach dem Zusammenbruch bes Kabinetts Blum unternommen worben waren, im Juli 1937 von dem damaligen Finanzminister B 0 n n e t un Zei­chen des Kabinetts Chautemps, und im Anchiayr dieses Jahres in den ersten Zeiten des Kabinetts Daladier. Alle damals unternommenen propagan­distisch stark gerühmten Anstrengungen zur Be­lebung ber französischen Wirtschaft unb zur Besse­rung ber Staatsfinanzen waren trotz ber mit ihnen oerbunbenen Währungsmanöver erfolglos geblieben, weil sie nach wie vor im Z e i ch e n d e r Volks­front standen und im entscheidenden Punkt, der immer weiter gesunkenen i n b u ft r i e II e n C r = Zeugung, nicht ben Hebel ansetzen konnten

Wenn jetzt von Paul-Reynauds Sanierungswerk bessere Ergebnisse erwartet werden, bann vor allem beshalb weil es nach bem offiziellen En de der Volksfront unternommen wird. Durch die Ein- führung von Ueb erstund en wird praktisch mit der 40-Stunden-Woche aufgeräumt; vor aUern roiro mit dem System der F ü n s t a g e w 0 ch e nach dem SchemaFünfmal acht" gebrochen, und es wird bald in den meisten Industriezweigen k e t r -f

nanzjahr mit einem Anlechebedarf von 60 Milliar­den Franken gerechnet wurde, bleibt noch eine ge­waltige Summe zu beschaffen, die nicht allein durch Einsparungen ausgeglichen werden kann, lieber« Haupt ist die neue Belastung des französischen Steuerzahlers der wunde Punkt aller dieser Programme. Schon die letzten Sanierungspläne brachten Steuererhöhungen. Besonders die verschärf­ten indirekten Steuern, die Preiserhöhungen für den Betriebsstoff, Tabakwaren, Wein, Zucker, Kaffee usw. bringen, belasten die Lebenshaltung empfind­lich und werden höchstwahrscheinlich neue Lohn­bewegungen auslösen. Man hält sogar eine Steigerung der Arbeitslosigkeit in diesem Zusam­menhang für möglich, und es wird sich zeigen müs­sen, ob die Hoffnung, diesen Gefahrenpunkt durch die Belebung der Wirtschaft auf anderen Gebieten aus­gleichen zu können, berechtigt ist,

Was die Währung betrifft, so sieht Paul-Rey­naud, dessen Pläne in der Hauptsache den Wünschen der Großfinanz Rechnung tragen, neue Gefahren nicht für gegeben, da er mit einer Festigung des allgemeinen Vertrauens rechnet. Er hofft im Gegen­teil auf Rückkehr von Fluchtkapital aus dem Ausland, und die Börse scheint ihm , zunächst mit der bereits eingetretenen Kurserhöhung für viele Werte Recht zu gehen. In diesem Punkt tra­gen seine Maßnahmen noch am meisten dem Schlag­wort des Wirtschattsliberalismus Rechnung. Das­selbe gilt auch von ber Lockerung der Preis­kontrolle für die wichtigsten Großhandelspreise; aber auch hier besteht die Gefahr neuer Preissteige­rungen, die ihrerseits wieder Lohnbewegungen zur Folge haben können.

Die Neubewertuna des Goldbestan- des der Bank von Frankreich etwa auf

London, 18. Nov. (Europapreß.) Aus dem am Donnerstag abgeschlossenen englisch-amerikanischen Handelsabkommen geht hervor, daß die Zuge­ständnisse für die englische Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika f a ft zwei Drittel ber Waren auf ber Grund­lage der Zahlen von 1936 betreffen Für rund ein Viertel der Waren, die bisher nicht mit Zöllen be­lastet waren, wird der zollfreie Eingang auch für die Zukunft gewährleistet, während für ein weiteres Viertel die bisherigen Zölle herabgesetzt werden. Drei Zwanzigstel werden auf ber bisherigen Höhe stabilisiert. Die Zollherabsetzungen betreten ins­besondere den größten Teil der englijchen Textil- a us fuhr nach den Vereinigten Staaten. Für Baumwolltuche betragen die Herabsetzungen im all­gemeinen zwischen 20 unb 30 0. H. ber bisherigen Sätze. Von großer Sebeutung ist auch bie Stabi­lisierung bes im kanadisch-amerikanischen Handels­abkommen von 1935 um 50 v. H. herabgesetzten Whisky-Zolls. Die Whisky-Ausfuhr machte im Jahre 1936 rund 12 0. H. der gesamten englischen Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten aus. Für Wolltuche höherer Qualität ist der Wertzoll von 60 auf 35 0. H. herabgesetzt. Für Leinen sind gleichfalls Ermäßigungen durchgesetzt worden, je nach Art der Gewebe wird der Zoll von 30 bzw. 35 v. H. auf 20 v. H. gesenkt. Zollvergünstigungen kommen auch der englischen Baumwollspitzen- und Gardinen-Jn- buftrie im Bezirk von Northingham zugute. Ferner sind in der Liste der Zollvergünstigungen irdene Ge­schirr-, Porzellan- und Glas-, sowie versilberte Ge­genstände, Schreibfedern, Fahrräder, Verbrennungs­motoren und eine ganze Anzahl von Maschinen­arten aufgeführt, schließlich auch Schuhe.

Die englischen Zugeständnisse für ame­rikanische Waren erstrecken sich zunächst auf die freie Einfuhr einer Reihe von Roh­stoffen, darunter auf Rohwolle, Rohpelze, Harz und Schwefel. Für die Dauer des Abkommens wird der gegenwärtige zehnprozentige Zoll für Harthöl­zer und Asphalt aufrechterhalten. Die Zugeständnisse für die amerikanischen Fertigwaren kommen etwa einem Viertel der englischen Fertigwarenein­fuhr aus den Vereinigten Staaten zugute. Hier­unter fällt bie Festlegung bes bestehenden Zolls für große Kraftwagen. Desgleichen bleiben die Zollsätze für landwirtschaftliche Zugmaschinen, für Vaseline, Zelluloid zur Filmherstellung und für Baumwoll-Frauenkleider bestehen. Zollermäßigun- gen, bie in ber Mehrzahl 15 bis 20 v. H. ausmachen, betreffen: Rechen- und Büromaschinen sowie Ma­schinen für Reinigungsanstalten und Wäschereien, Benzinpumpen, Metallmöbel, elektrische Koch- und Heizapparate, Kühlschränke, Staubsauger, Lautver­stärker und Grammophone. Mit Bezug auf den be­stehenden 43'/sprozentigen Zoll auf seidene Strümpfe wird die Einschränkung gemacht, daß die Zollsumme 10 v. H. je Paar nicht überschreiten soll. Dies wird eine Zollermäßigung für die teuren Seidenstrümpfe bedeuten. Zollermäßigungen sind schließlich auch für Frauenhandtaschen im Werte bis zu vier Schilling pro Stück, sowie Frauenschuhe und -stiefel im Werte

fee am Nordabhang bes Zwiesel mit einer Eis­fläche bedeckt ist. Es würben bereits bie ersten Schlittschuhrennen auf der Eisdecke durchgeführt; die Reichenhaller Eisschützen veranstalteten schon bas erste Eisschießen. Der Frillensee liegt ganz im Schlagschatten des Berges und ist in jebem Jahr ber erste See, ber sich mit einer Eisdecke überzieht, die bis in den späten Frühling hinein erhalten bleibt.

Wildernde Hunde überfallen einen Schaspferch.

Zwischen Ochshausen und der Kasseler Erlenfeld- siedlung drangen nachts zwei Hunde in einen Schaf­pferch. Sie töteten zehn Schafe und verstümmel­ten durch Bisse 15 andere Tiere derart, daß sie not- geschlachtet werden mußten. Die Eigentümer ber roilbernben Hunde sind festgestellt. Ein Hund wurde sofort erschossen.

Polens Jäger verlangen ein neues Jagdgesetz.

Wegen seines reichen Wildbestandes stellt Polen ein Dorado für die Freunde bes edlen Weibwerks bar. Der Wert bes in Polen jährlich erlegten Wil- bes wird auf 15 Millionen Zloty (7,5 Millionen RM.) geschätzt. Das Jagdwesen ist somit ein wichti­ger Faktor in der polnischen Volkswirtschaft. Polen fehlt aber ein ben Anforberungen ber heutigen Zeit genügenbes Jagdrecht, das ben Schutz bes Natur­reichtums dieses Landes garantieren könnte. Das gegenwärtig verpflichtende Jagdrecht ist veraltet. Eine in Kattowitz in diesen Tagen abgehaltene Zu­sammenkunft der Jäger ganz Polens verlangte eine Erneuerung des Jagdgesetzes, um dem polnischen Jagdwesen die Bedingungen einer rationellen Ent­wicklung zu schaffen.

Eine finnische Akademie in Rom.

Wie die Blätter in Helsinki melden, soll die Grün­dung einer finnischen Akademin in Rom demnächst Tatsache werden. Der Ausschuß, der sie vorbereitet, ist dieser Tage zusammengetreten. An der Sitzung nahmen der finnische Unterrichtsminister, der italienische Gesandte in Helsinki und zahlreiche führende Persönlichkeiten des finnischen Kulturlebens teil. Der Ausschuß hat offiziell mitgeteilt, daß Musso­lini für den Bau der Finnischen Akademie ein Grundstück in Rom zur Verfügung gestellt habe. Die Versammlung sprach der italienischen Regierung Dank und Anerkennung aus.

Bärenplage in den französischen Pyrenäen.

Das unerwartete Auftreten von Bären in den französischen Pyrenäen, die im letzten Sommer be­sonders unter den Viehherden des Tales von Ossau im Departement Basses-Pyr^nees großen Schaden anrichteten, hat unter der Bevölkerung um so größere Bestürzung hervorgerufen, als man seit Jahren in dieser Gegend keinen Bären mehr zu Gesicht be­kommen hatte. Der Generalrat des Pyrenäendeparte­ments hat zwar jetzt einen Kopfpreis von 500 Franks auf jeden erlegten Bären ausgesetzt, womit aber die Bärenplage kaum aus der Welt geschafft werden dürfte, da die für die Schußprämien verfügbare Summe insgesamt nur 2000 Franken beträgt.

Weiierherickt

Ein äußerst fräftiger Sturmwirbel ist vom At­lantik zum Nordmeer vorgestoßen und nimmt auch auf unser Wetter Einfluß. Dabei wird der Durch­zug einer Störungsfront am Samstag vorüber­gehend stärkere Regenfälle und böig auffrischende Westwinde bringen. Anschließend setzt sich zunächst Aufheiterung durch, doch bleibt der Gesamtcharak­ter unbeständig.

Vorhersage für Sonntag: Veränderlich mit Aufheiterung und einzelnen Niederschlägen. Bei lebhaften Winden um West Tagestemperaturen um etwa 6 Grad. Später wieder zunehmende Unbe­ständigkeit.

Vorhersage für Montag: Bei Luftzufuhr aus West weitere Unbeständigkeit.

Lufttemperaturen am 18. November: mittags 4 Grad Celsius, abends 2,5 Grad; am 19. November: morgens 2 Grad. Maximum 4,1 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. November: abends 5,6 Grad; am 19. November: morgens 4,8 Grad.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für^Politik unb für bie Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeiUErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. 21. X. 38: 10013. Druck unb Verlag: Brühlsche UniDerfitätsbruderei R Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Jllu- ftrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

gleichzeitig ft i 11 g e l e g scheinunq, die beispielsweise im -o- , c.

res in ber Eisenindustrie die Erzeugung auf 55 v. H. gegenüber 83 v. H. (1928) im

Auf steuerlichem Gebiet sollen durch

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indirekten Steuern vier Milliarden ^r n . Sozialisten zunächst noch unklar ist. Vieles

ken weiterer Einnahmen erschlossen werden. Da n rf) u g c r 0 3 Sozialisten ebenfalls in eine

den bisherigen Schätzungen für das kommende öM*IPuc9l Da*ul' UUß d 1