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llr. 66 Erstes Blatt
188. Zahrgang Samstag. 19./8onntag,20. März 1958
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AmIO.AprilWahlzumersienGwßdeutschenReichstag Oer Führer löst den Reichstag auf und beraumt Volksabstimmung über die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Gleich und Wahl zum ersten Großdeutschen Reichstag für das ganze Reichsgebiet an.
Die Verordnung des Führers.
Berlin, 18.März. (DRB.) Generalfeldmarschall Göring gab in der Reichstagssihnng folgende Verordnung des Führers und Reichskanzlers über eine Volksabstimmung sowie über die Auflösung und Reuwahl des Reichstages vom 18. März 1938 bekannt:
1. In der Absicht, dem deutschen Volke Gelegenheit zu geben, sich in seiner Gesamtheit zu dem durch die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich geschaffenen g r o h - deutschen Votksreich zu bekennen, ordne ich an, daß neben der Volksabstimmung im Lande Oesterreich auch im übrigen Reichsgebiet eine Volksabstimmung über die am •13. März 1938 vollzogene W l ed e r v e rei ni - gung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich stattfindet. Gleichzeitig löse ich den Reichstag mit Ablauf des 9. April 1938 auf, um den deutschen Volksgenossen in Oesterreich eine Vertretung im grohdeutschen Reichstag zu eröffnen.
2. Volksabstimmung und Reichstagswahl des grotzdeutfchen Volksreiches finden am Sonntag, dem 10. April 1938, statt.
Der Führer und Reichskanzler. Adolf Hitler.
Der Reichsmlnister des Innern. Frick.
Das Wahlverfahren.
Ein zweites Gesetz
über das Reichstagswahlrecht.
Berlin, 19. März. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird folgendes „Zweites Gesetz über das Reichstags- wahlrecht vom 18. März" veröffentlicht:
Die Reichsre^ierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:
§ 1
An die Stelle der Kreiswahlvorschläge tritt der Reichswahlvorschlag.
§ 2
Der Reichswahlvorschlag wird durch einen oder mehrere Bewerber bezeichnet.
§ 3
Für die Reichstagswahl im Lande Oester- re i ch gelten die allgemeinen Bestimmun- g e n der Reichstagswahlen, soweit nicht die Vorschriften für die Durchführung der Volksabstimmung in Oesterreich am 10. April 1938 eine abweichende Regelung enthalten.
§ 4.
Der Reichsminister des Innern ist ermächtigt, die Bestimmungen über das Wahlverfahren zu ändern, soweit es zur V e r e i n fa ch u n g des Wahlverfahrens erforderlich ist.
Berlin, den 18. März 1938.
Der Führer und Reichskanzler: Adolf Hitler. Der Reichsminister des Innern: Frick.
Dr. Goebbels
Letter des propagandakampses.
Berlin, 18.März. (DRV.) Zur Durchführung des Propagandakampfes für die Volksabstimmung am 10. April 1938 wurde die Reichspropa- gandaleilung für dievolksabsiimmung unter Führung von Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels gebildet. Dr. Goebbels hak zu feinen Stellvertretern den Stabslelter der Reichspropaganda, leitung der RSDAP.» Hugo Fischer, und Reichsamtsleiter Leopold G u t t e r e r ernannt Die Reichs- propagandaleitung für die Volksabstimmung hat ihren Sih in Berlin W 8, Hotel Kaiserhof, Fernsprecher 117 571. Sie ist bis zum Abstimmungstag ununterbrochen Tag und Rächt zu erreichen.
Wien hörte den Führer.
Tausende auf den großen Plätzen der Donaustadt.
Wien, 19. März. (DNB.) Kurz vor 20 Uhr flaute das Leben in den Straßen Wiens ab, wie mit einem Schlage veränderte sich das Straßenbild der Donaustadt. Auf den großen Plätzen sammelten sich die Menschen zu Tausenden. Ein großer Teil suchte die Gaststätten und Lichtspieltheater auf, um die Rede des Führers zu hören. In den Lokalen und Gasthäusern ruhte der Ausschank und die Essenausgabe, da das gesamte Personal an dem Gemeinschaftsempfang teilnahm.
Besonders eindrucksvoll gestaltete sich die lieber» tragung vor dem Rathaus, das in seiner festlichen Beleuchtung eine stimmungsvolle Knüffe bildete. In ergriffenem Schweigen standen Schulter
an Schulter Tausende von Wienern mit Polizei, Wehrmacht, SA. und ff. Als zum Schluß die Abgeordneten des Reichstages die Nationalhymnen sagen, erklangen auch hier die Lieder des Volkes, ein Bekenntnis Oesterreichs zum großen deutschen Dolksreich. Besonders stark und überwältigend ist der Eindruck der Ankündigung, daß am 10. April nicht nur das deutsche Volk in Oesterreich zur Volksabstimmung gerufen ist, sondern daß gleichzeitig das gesamte deutsche Volk sein Bekenntnis zur deutschen Einheit ablegen wird. Immer mi eiter
erklang der Iubelruf: „Ein Volk! Ein Reich! Ein Führer! zum Nachthimmel empor.
Heicksstatthalter Eeyß-Inquart vom Führer vereidigt.
Berlin, 19. März. (DNB.) Der Reich-statthal- ter in Oesterreich, Dr. Seyh-Jnquarl, ist am Freitag vom Führer und Reichskanzler vereidigt worden.
Oer erste Eindruck im Ausland.
„Unlösbare Bande."
Starker Eindruck der Führerrede in der italienischen Presse.
Mailand, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Von der norditalienischen Presse werden die Worte des Führers, die sich auf die Freundschaft mit Italien beziehen, besonders hervorgehoben. Der „Popolo d'Jtalia" stellt die Betonung der unlösbaren Bande zwischen Großdeutschland und Italien und die Worte des Führers über die Unverletzlichkeit der italienischen Grenzen in den Vordergrund. Den stärksten Eindruck hat es gemacht, daß Adolf Hitler den Volksentscheid in Oesterreich durch seinen im Reichstag verkündeten Entschluß zu einer Volksbefragung des ganzen deutschen Volkes ausgestaltet hat, wodurch das 75-Millionenvolk des ganzen Reiches vor ber ganzen Welt feierlich seinen Willen kundgeben wird.
FreundllcheVusnahmemVelgrad
Belgrad, 19. März. (DNB.) Die Rede des Führers vor dem Großdeutschen Reichstag ist in Jugoslawien mit allergrößtem Interesse erwartet worden. Die führenden Persönlichkeiten des Staates, mit Ministerpräsident Dr. Stojadinowitsch an der Spitze, hörten sie am Lautsprecher ab. Die großen Belgrader Zeitungen hatten einen Sonder
dienst eingerichtet, um die Rede noch in die Pro- vinzausaaben zu bringen. In maßgebenden politischen Kreisen freut man sich besonders über d i e herzliche Erwähnung Jugoslawiens und empfindet sie als eine Auszeichnung. An der Rede bewunderte man die klaren Formulierungen, ihre Festigkeit im Inhalt und die Abstufung im Ausdruck. Im übrigen zweifelt niemand daran, daß die Wahl am 10. April zu einer einmütigen Kundgebung des ganzen deutschen Volkes für Adolf Hitler werden wird.
Großer Andruck in polen.
Warschau, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Presse geht ausführlich auf die gestrige Rede des Führers vor dem Reichstaa ein. In dem Bericht der polnischen Telegraphen-Agentur heißt es, die Rede habe sich durch die große Energie ausgezeichnet, mit der sie vorgetragen wurde. Als Adolf Hitler über die Einigung Großdeutschlands sprach, sei seine Stimme voller Freude gewesen. In den Worten, in denen er sich an die Adresse der ausländischen Gegner dieses Werkes wandte, habe er mit erhobener Stimme und großer Bitterkeit gesprochen. Weiter wird darauf hinqewiesen, daß die Rede oftmals durch stürmische Beifallskundgebungen unterbrochen wurde. Der Hinweis des Führers auf die verständnisvolle Haltung Polens zur Lösung der österreichischen Frage wird von den Blättern besonders heroorgehoben.
Am 10. April ein hunderiprozentiges 3a.
Das Echo der Zührerrede in der pariser presse.
Paris, 19. März. (DNB. Funkspruch.) An erster Stelle bringen die Frühblätter die Rede des Führers. Journal" sagt: „Der Führer weiht die Geburt des Großdeutschen Reiches." Hitler habe in seiner triumphalen Rede mit allem Nachdruck auf die Festigkeit der Achse Rom — Berlin verwiesen. Van jetzt an müßte das Ausland wissen, daß das Deutschland Adolf Hitlers und das Italien Benito Mussolinis wohl aufs aller- engfte verbündete Mächte seien. Durch den Mund des Führers habe das Dritte Reich vor der ganzen Welt versichert, daß wer auch immer Italien oder seine Grenzen beeinträchtigen wolle, es mit der deutschen Wehrmacht zu tun haben würde. Das Markanteste aus der Rede sei die Stelle gewesen: „Hinter mir stehen 75 Millionen Deutsche und vor mir die deutsche Wehrmacht!" Der Beifall bei diesen Sätzen fja’be gedröhnt wie eine Artilleriesalve und ein Wirbelsturm. Die Begeisterung der Abgeordneten sei unbeschreiblich gewesen. Die Dankesworte des Führers an die Nationen, die nach dem Anschluß Deutschland gegenüber eine freundliche Haltung einnahmen, berühre die Eigenliebe der Franzosen, da der Führer an erster Stelle Polen und Jugoslawien genannt habe; zwei Verbündete oder frühere Verbündete Frankreichs. —
„Matin" unterstreicht, daß der Führer erneut die Zuverlässigkeit der Grenzen Italiens und Frankreichs garantiert habe. Deutschland wolle den Frieden; aber man denke nicht daran, der Unterdrückung von Millionen Menschen deutschen Blutes teilnahmslos zuzusehen. — „Petit Journal" unterstreicht die erstmalige Anwesenheit der österreichischen Minister auf der Regierungsbank. Man könne sicher sein, daß die Volks- abftimmung vom 1 0. April dem Führer fast hundertprozentig Ja-Stimmen bringen werde. Es gebe keinen Deutschen, der nicht zustimmend auf die gestellte Frage antworten werde, ob er den Anschluß wünsche. — „Petit Parisien" weist besonders darauf hin, daß die Berliner Bevölkerung, die seit der Verwirklichung des Anschlusses auf einen hohen Grad der Beaeisterung gewesen sei, in dichten Scharen auf dem Wege von der Reichskanzlei zur Krolloper gestanden habe. Wenig Verständnis in London.
London, 19. März. (DNB. Funkspruch.) Die Rede des Führers findet bei den Londoner Blättern große Beachtung. Besonders heben sie die Ankündigung des Führers hervor, daß die gesamte deutsche Nation jetzt entscheiden werde.
In den Kommentaren der Blätter, z. B. des „New Ehronicle", kommt jedoch wenig Verständnis zum Ausdruck. Fast alle Blätter schildern in ihren Berliner Berichten die Begeisterung, mit der die führenden Männer der deutschen Ostmark, besonders Reichsstatthalter Seyß-Jnquart, im Deutschen Reichstag begrüßt wurden. Die „Times" gebärdet sich wieder wie eine der frommen Weltgouvernanten, deren scheinheiliges Getue der Führer gerade erst gestern im Zusammenhang mit der Vergewaltigung des Selbstbestimmungsrecytes der Völker, wenn es sich dabei um Oesterreich handelte, vor aller Welt an den Pranger gestellt hat. Das Blatt sagt, wenn Hitler gewollt hätte, hätte er den Anschluß mit der Einwilligung beider Völker verwirklichen können. Hitler habe jede Gelegenheit gehabt, um dies mit dem „internationalen guten Willen" (!) oder zumindest mit der „internationalen Zustimmung (!) zu machen. Mit solchen Aeußerungen beweist das Blatt nur, daß es bisher noch nicht begriffen hat, daß es nur ein deutsches Volk gibt. „Daily Expreß" hebt in einer Riesenüberschrift die Worte des Führers hervor: „Ich rettete Oesterreich vor dem Schicksal Spaniens". Das Blatt berichtet über die begeisterten Ovationen, die der Reichstag den Vertretern Oesterreichs entgegenbrachte. „Daily Mail" hebt unter der Ueberfchrift „(Bebt mir nochmals vier Jahre Zeit" hervor, daß der Führer zu einem mit Energie geladenen Volk gesprochen habe.
Herzliche Begrüßung der deutschen Zronttämpfer in Hom.
Rom, 18. März. (DNB.) Die Vereinigung der deutschen Frontkämpferverbände findet im Lande Mussolinis eine Aufnahme, die an Herzlichkeit und Begeisterung kaum Überboten werden kann. Am Freitagvormittag wurden sämtliche Teilnehmer im Hof des Quirinals vom König und Kaiser begrüßt. Von da ging der Marsch zum Grabe des Unbekannten Soldaten, wo der Präsident der Vereinigung, der Herzog von Coburg, in Anwesenheit italienischer Kriegerbünde und des Präsidenten Delcroix einen Kranz niederlegte. Ebenso wurden die gefallenen faschistischen Helden geehrt. Gegen Mittag wurden die deutschen Gäste im Palazzo Venezia vom Duce empfangen, der in deutscher Sprache erwiderte und die Frontkämpfer als Begründer des neuen Italiens und des neuen Deutschlands begrüßte. Sie seien es, die ihre Bereitschaft zum vollen Einsatz für Volk und Staat in Krieg und Frieden bewiesen hätten. Sein Heil! auf die beiden befreundeten Länder löste einen Sturm der Begeisterung aus.
Heil dem Führer!
Eine Woche von weltgeschichtlicher Bedeutung liegt hinter uns. Ereignisse von unvorstellbarer Größe sind auf uns eingeftürmt. Eindrücke in fast verwirrender Fülle drängten sich uns auf und lassen uns kaum Zeit, die einzelnen Stufen einer sich überstürzenden Entwicklung festzuhalten und zu ordnen. Nur eins haben wir alle erfaßt: Wir durften Zeugen sein der großen Tat eines genialen Staatsmanns, der in blitzschnellem Erkennen des einzigartigen Augenblicks, in richtiger Wertung der weltpolitischen Gesamtlage, in berechtigtem Selbstvertrauen auf die eigene Kraft mit kühnem Entschluß und großartiger Folgerichtigkeit den Traum vorn Großdeutschen Reich erfüllte, für den Generationen hindurch die Besten unseres Volkes gekämpft und gelitten haben, die Deutschen Oesterreichs, die sich einst nicht hatten „hinausdrängen" lassen wollen aus dem Reich, als es sich 1848 als unmöglich erwies, die Reichseinheit zu schaffen zusammen mit dem Dölkerstaat der Habsburger, aber auch viele Deutsche im Reich, die den Bruderkrieg von 1866 als tragisches Verhängnis deutschen Schicksals empfanden und Bismarcks Kleindeutsches Reich nur als provisorische Lösung begreifen konnten, die eines Tages durch den Anschluß Deutsch-Oesterreichs ihre naturnotwendige Ergänzung finden mußte. Bismarck selbst hatte schon durch seine Bündnispolitik diesen großdeutschen Gefühlen Rechnung getragen, die Waffenbrüderschaft des Großen Krieges hatte sie erneut geweckt und gewiß war es eine der bittersten Enttäuschungen der unheilvollen Jahreswende 1918/19, daß einem kraft- und mutlos gewordenen Geschlecht damals nicht einmal das gelang, aus dem Zerfall des Habsburgischen Nationalitätenstaates die Deutsch-Oesterreicher ins Reich zurückzuholen, obwohl sie selbst trotz der furchtbaren Lage Deutschlands den besten Willen dazu hatten. Deutsch- Oesterreich mußte wieder ganz auf sich selbst gestellt seinen Weg antreten in eine bitter und lähmend empfundene „Unabhängigkeit", deren Vevlust heute seltsamerweise gerade von den Mächten am meisten beweint wird, die mehr als ein Jahrzehnt hindurch geglaubt hatten, mit Völkerbundsanleihen einem Lande helfen zu können, dessen natürlichen Blutzu- ftrom man durch das Verbot des Anschlusses brutal und kurzsichtig unterbunden hatte und das damit verurteilt war, hinzusiechen und abzusterben, da$■ sich immer wieder in inneren Gärungen aufbäumte gegen das ihm zugedachte Schicksal, ein Spielball in der Hand ehrgeiziger politischer Intriganten zu werden, und das doch aus eigener Macht sich nicht durchringen konnte zu wirklicher Unabhängigkeit,, für die eben alle natürlichen Voraussetzungen fehlten.
Tapfer und treu der Idee, Ostmark des Reiches zu sein, hat der überwiegende Teil der Deutsch- Oesterreicher auch in diesen Jahren auf seinem schweren Posten ausgeharrt, zäh, mutig und unbeirrt wie in dem vorausgegangenen Jahrhundert der Trennung vorn Reich, wo es für die Deutschen galt, sich im erbitterten Kampf der erwachenden Nationalitäten zu behaupten auch gegen die stets zu Kompromissen auf Kosten der deutschen Lebensrechte geneigte Staatsgewalt der Habsburger. Das Deutschtum Oesterreichs hat trotz manch verständnislos ablehnender Kühle aus dem sich saturiert dünkenden, in rein staatlichem Denken befangenen Vorkriegsdeutschland niemals die Hoffnung auf eine endliche Rückkehr ins Reich aufgegeben. Wie erst in Tagen des Unglücks in uns der großdeutsche Gedanke wieder lebendig war, wie dann in den Jahren der inneren Gesundung unseres Volkes in der Schule des Nationalsozialismus, der unser Selbstbewußtsein stählte und uns durch die geniale Führung Adolf Hitlers auf allen Lebensgebieten zu höchsten Leistungen emporriß, auch der Wille zum großdeutschen Reich in uns wuchs, der Wille, nicht das für alle Zeiten als unabänderlich hinzunehmen, was der Siegesrausch verblendeter Politiker einst in Paris diktiert hatte, so überströmend ist heute das Glücksund Dankgefühl des deutschen Volkes, daß durch die weise Staatskunst des Führers nun die großdeutsche Einigung geschichtliche Tatsache geworden ist., Der unbeschreibliche Jubel, der den Führer auf seiner Fahrt durch die österreichischen Lande und in Wien, der altehrwürdigen Hauptstadt der deuffchen Ostmark, begleitete, der triumphale Empfang, den die Reichshaupfftadt dem Führer des geeinten Groß- deutschen Reiches bei feiner Rückkehr von einem Siegeszuge ohnegleichen bereitete, her ohne Schwert^ streich, ohne die Rechte fremher Mächte auch nur zu berühren, die Grenzen des Reichs bis an den Brenner und an die Karawanken vorgeschoben hat, die von tiefster innerer Bewegung zeugende Festes- ftimmung in ganz Deutschland sprechen davon, wie der Führer mit seiner £at der Wiedervereinigung Deutsch-Oesterreichs mit dem Reich den tiefsten Herzenswunsch seines Volkes erfüllt hat.
Die größte Vollzugsmeldung seines Lebens hat der Führer selbst in seiner Ansprache an die Bevölkerung Wiens, die Rückführung seiner engeren österreichischen Heimat in den Schoß der Mutter Germania genannt. Und daß es ein Sohn dieser deutschen Ostmark war, der mit dieser Tat ein neues Blatt deutscher Geschichte umschlug, ist es nicht eine Rügung, für die wir besonders dankbar sein müssen? Wie sehr ihn selbst niemals der Gedanke an die Rückkehr feiner Heimat ins großdeutsche Vaterhaus verlassen hat, hat er in seinem Werk „Mein Kampf" mit zu Herzen gebenden Worten geschildert, er kannte die tiefinnere Sehnsucht seiner Landsleute und wie er in diesen epochemachenden Märztagen aus diesem Verstehen heraus mit beispiellosem Mut seine kühnen Entschlüsse faßte und sich damit auch dort die Herzen Deutsch-Oesterreichs im Sturm gewann, wo man bisher vielleicht noch kühl oder gar ablehnend gewefen mar, fo


