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tracht. Die polizeilichen Ermittlungen wurden bald ausgenommen.
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Watzenborn-Steinberg, 17. Noo.
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csd Langsdorf, 17. Nov. Unsere Gemeindeverwaltung hat in den letzten Wochen unter der Bauleitung des Hochbauamtes Gießen das Aeußere unseres Schulhauses einer Erneuerung unterziehen lassen, die von den hiesigen vereinigten Weißbindern vorgenommen wurde.
Das auf der Hauptdurchgangsstraße, dem ehemaligen Steinweg, der jetzigen 'Obergasse, gelegene
Leider konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden, wer der Erbauer des Hauses ist; es ist keinerlei Inschrift vorhanden, auch konnten noch keine auf die Erbauung bezüglichen. Aktenstücke gefunden werden. Zu vermuten ist, daß der Geheime Kriegsrat Christian Jakob von Z w i e r l e i n der Erbauer war, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts den Herrenhof aus der Hand des Geheimen Legationsrats von Hopfen erwarb. Die ehemalige Schönheit des Gebäudes ist längst nicht mehr vorhanden.
Nachdem die Gemeinde im Jahre 1846 den gesamten Herrenhof angekauft hatte, wurde das Wohnhaus nach längeren Verhandlungen über anderweitige Verwendung zum Schulhaus umgewandelt. Diesem Umbau fielen leider mancherlei architektonische und künstlerische Vorzüge des Hauses zum Opfer. Die Hofseite hatte wahrscheinlich, ebenso wie das Hegerichshaus in der Reichen Gasse, (m Obergeschoß einen Laubenumgang, wie die roh abgesägten Valkenköpfe verraten. Im ganzen Hause würden die Fenster auf unnötige und unschöne Maße erweitert, so daß die ruhige Linienführung der doppelten waagerechten Riegel zerstört wurde, wodurch das gesamte Holzwerk in Unruhe geriet. Scheinbar in noch späterer Zeit wunde der auf der Straßenseite angebrachte Erker, eine Besonderheit der Alt-Langsdorfer hervorragenden Bauwerke, beseitigt. Trotz dieser mit wenig Verständnis für altes Baugut vorgenommenen Veränderungen wirkt das Gebäude noch heute mit seinem kraftvollen Holzwerk, seiner über 30 Meter langen Straßenfront und dem hohen, an den Giebeln übgewalmten Satteldach baukünstlerisch eindrucksvoll.
Die jetzt erfolgte Erneuerung läßt das Gebäude erst recht zur Geltung kommen. Das Untergeschoß zeigt einen in sich gefärbten rauhen Verputz, bei dem man von dem bisher auf dem Dorfe fast ausnahmslos geübten Spritzbewurf abgesehen hat. Seine gelbe Tönung fügt sich gut in das Straßen- bild ein. Alle Fenster wurden weiß gehalten, während das Rahmenwerk der Fenster ein lichtes Blau- grau erhielt. Im Oberstock erhielten alle Fenster wieder ihre ursprüngliche gegliederte Rauteneinteilung. Das Gebälk wurde schwarzbraun gestrichen und' hebt sich sehr wirkungsvoll von den ganz hellen Gefachen ab.
Die Schönheit des Holzbaues kommt nun wieder zur vollen Wirkung. Dem Beschauer ist wieder einmal an einem imposanten Gebäude gezeigt, von welch' großem künstlerischen Eindruck die hessischen Holzbauten der Väter bei pfleglicher Behandlung sein können. Im Rahmen der Dorfverschönerungs- aktion hat unsere Gemeinde nun wieder einen bedeutsamen Beitrag geleistet.
Das Schulhaus. — (Aufn.: Neuner, Gieß. Anz.) monumentale Gebäude ist in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden und war das ehemalige „Herrenhaus", d. h. das Wohnhaus eines adeligen Hofgutes, das seit unvordenklichen Zeiten hier be- tand. Der Unterstock des Gebäudes ist massiv aus Bruchsteinen aufgeführt; der Oberstock aber ist, bei derartigen Gebäuden des Landadels sonst eine Seltenheit, aus Eichenholz errichtet. Das hatte seine Ursache darin, daß die Gemeinde Langsdorf rechtlich verpflichtet war, aus ihren großen Waldungen den gesamten Bedarf des Herrenhofes an Bau- und Brennholz unentgeltlich zu liefern. Der Erbauer kam auf diese Art zu sehr billigen Baustoffen. Das gegenwärtige Dorf hat davon die Freude, in seinem Bereich einen Fachwerkbau von beachtenswerten Formen und von monumentalen Ausmaßen zu besitzen.
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Zentner Stroh umfaßte, vollständig nieder. Bei der Lage des Strohhaufens mitten im Felde war an Feuerlöscharbeit natürlich nicht zu denken. Als Brandursache kommt Brand st iftung in
Oorfverschönerung in Langsdorf
Atter Fachwerkbau wurde erneuert.
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Aus der engeren Heimat.
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In der Gemarkung des Dorfes P e t t e r w e i l bei Friedberg brannte am Dienstagabend ein großer Strohyaufen, der eine Menge von etwa 400
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Sussex, bunt (Otto May, Lang-Göns, 3 sg., Z.), Minorka, schwarz (Otto May, Lang-Göns, 5 sg., E.), Orloff, rotbunt (Heinr. Becker, Allendorf a. d. Lahn, [ sg E.), Italiener, schwarz (W. Walther, Großen- Linden, 2 sg., E.), Italiener, rebh.-farb. (Willi Dechert, Lang-Göns, 5 sg., E., E. Knab, Großen- rinden, 2 sg., Z.), Italiener, silberf. (Otto Heß, Lang-Göns, 6 sg., E.), Wests. Totleger (Wilh. Jung, Großen-Linden, 3 sg., Z.), Rheinländer, schwarz Milh. Hankel, Lang-Göns, 4 sg., E., Z., Karl Philipp, Watzenborn-Steinberg, sg., Heinr. Braun, Zeienheim, sg., Ludwig Hankel, Großen-Linden, sg., Wilh. Pfaff, Krofdorf, 2 sg., I. Stork, Gießen, sg.), Hamburger, schwarz (Karl Frank, Lollar, 2 sg., Z.), Leghorn, weiß (Otto Boller, Lang-Göns, 2 sg., . L. Stumpf, Großen-Linden, sg.).
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A Ruttershausen, 17. Nov. Der Bürgermeister hatte die Gemeindeglieder zu einer Versammlung in der neuen Schule eingeladen, die der Ausbildung im Luftschutz dienen sollte. Nachdem der Untergruppenführer des Reichsluftschutzbundes, Zecher, den Abend eröffnet hatte, sprach Gemeindegruppenführer Eberle aus Lollar über Luftschutzbereitschaft und richtiges Verhalten bei Uebunqen und bei Aufruf des Luftschutzes. Seine Ausführungen fanden großes Interesse. U. a. führte er auch die Dolksgasmaske vor. Bürgermeister Schwarz schloß die Versammlung mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit des Luftschutzes und der demnächst zu treffenden Maßnahmen, und mit dem Siegheil auf unseren Führer.
D Mainzlar, 17. Nov. Im Saale der Gastwirtschaft von Müller fand eine Gemeindeversammlung statt, bei der Geimeindegruppenführer im Reichsluftschutzbund, Eberle (Lollar), einen lehrreichen Vorträg über das luftschutzmäßige Verhalten der Bevölkerung hielt. Die Versammlung wurde eröffnet durch den Führer der hiesigen Untergruppe Schwarz. Bürgermeister Kreiling forderte alle Bewohner zu ernster Mitarbeit im Luftschutz auf und schloß ntit dem Sieg-Heil auf den Führer.
# Mainzlar, 17. Nov. Nach altem Brauch haben hier jetzt wieder die ©pinn ft üben begonnen. Es tritt hierbei allerdings nicht mehr das Spinnrad, sondern die Stricknadel in Tätigkeit.
00 S e u e r n, 17. Nov. Der Gemeindehaushaltsplan für 1938 schließt im ordentl. Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 84086 RM. ab. Der außerordentliche Haushalt verzeichnet in Einnahmen und Ausgaben 21 345 RM. In den Haushaltsplan sind für gemeinnützige Zwecke erhebliche Beträge eingestellt. Für das Feuerlöschwesen ist eine Ausgabe von 3481 RM. vorgesehen; 2000 RM. gelten davon als Rücklage für die Anschaffung einer Motorspritze. 4000 RM. sind vorgesehen für die Anschaffung eines Steinbrechers. Für den Bau eines NSV.- Kindergartens ist eine Rücklage von 7840 RM. vorhanden. Für den Bau eines HJ.-Heimes liegen 18 000 Mark bereit. Die Bürgersteuer wird mit 200 v. H. erhoben. Die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen beträgt 120 v. H., die Grundsteuer für bebaute Grundstücke 42 v. H. Die Vermögensrechnung weist einen Ueberschuß von 35 922 RM. aus. Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen der Gemeinde beläuft sich auf 675 825 RM. Die Gemeinde zählt 1046 Einwohner.
+ Grünberg, 16.Nov. Der Gesangverein „Sängerkranz" trat nach mehrjähriger Pause wieder mit einem Konzert vor die Oeffent- lichkeit. Die geräumige Turnhalle war sehr gut besetzt. Die Leistungen des Vereins, dessen Leitung Chormeister Konrad Nicolai (Großen-Buseck) hat, stehen auf beachtlicher Höhe. Die vorgetragenen Chöre, teils von älteren, teils von neueren Tondichtern, zeugten von guter Schulung. Den Höhe-
Abteilung 4 (Zwerge): Wyandotten, dunkel (Alb. Funker, Großen-Linden, 3 sg., Z.), Wyandotten, weiß (Otto Heß, Lana-Göns, 2 sg., Z.), Rhodeländer (Wilh. Becker, Lollar, sg.), Antw. Bartzwcrge, schwarz (Wilh. Sommerlad, GroßLn-Linden, 2 sg., Z.),Reuengl. Zwergkämpfer, birkenf. (Karl Philipp, Batzenborn-Steinberg, 4 sg., E.)> Deutsche Zwerge, silber (Wilh. Schmidt, Wieseck, sg.), Barnevelder Zwerge, doppeltges. (Erwin Diefenbach, Ober- Biddersheim, sg., Z.).
Abteilung 5 (Tauben): Altdeutsche Kröpfer, tiger (Karl Philipp, Watzenborn-Stemberg, 4 sg., E.), Hess. Kröpfer, geh. (Wilh. Becker Lollar, sa.), bess. Kröpfer, schwarz (Ludwig Mogk, Echzell, 3 sg., Z., Georg Reuhl, Hadamar, 5 sg., E., A. Lenz, Llein-Linden, sg.), Hess. Kröpfer, schwarztiger (Georg Aeuhl, Hadamar, 4 sg., E.), Engl. Zwergkropfer, schwarzgeh. (Otto Lippert, Klein-Linden, 2 sg.), Hess. Kröpfer, rot (Karl Maul, Beienheim, 3 sg.), Strasser, blau (Karl Philipp, Watzenborn-Stem- lerg, 2 sg., E., E. Burger, Watzenborn-Stemberg, 5 sg.), Brünner Kröpfer, weiß (E. Knab, Großen- Linden, sgZ, Schönheitsbriefer, rot (E. Knab, Großen-Linden, 2 sg., E., Georg Lutz, Klein-Linden, 5 sg.), Schönheitsbriefer, gelb (Karl Bittendors, trofborf, 2 sg), Thüringer Flügeltauben, blau (Karl Zimmermann, Lollar, 4 sg., Z,).
Nachtrag (Hühner): Altsteirer, wlldsarbig (Ge- iLügelzuchtverein Großen-Linden, 3 sg.)._______
mehl und ..Backin" werden gemifcht unb auf ein Backbrett (Tifch- plalte) gesiebt, in die mitte wird eine Vertiefung eingedrückt. Zucker. Vanillinzucker und milch werden hineingegeben und mit etwas von dem mehl zu einem Brei verrührt. Die in Stücke geschnittene halte Butter und die geriebenen Dußheme legt man darauf, bedeckt sie mit mehl und verknetet nun oon der mitte aus alle Zutaten mit dem Handballen rasch zu einem glatten leig, man rollt ihn 3 mm dick aus und stickt mit einem IDeinglas plähcken aus; sie werden mit verquirltem Eigelb oder kondensierter milch bestrichen, mit einem halben Nußkern verziert und auf ein Backblech gelegt Backzeit: 10-15 miauten bei guter fflittelhitje.
Bitte aussckneiden!
n sein: Reich- °t ls, Präsiden al der Artillm al der Fliese its abgereist ii ära eintreffen.
Kalharinenmarkt in Buhback.
+ Butzbach, 14. Nov. Seit mehr als 400 Jahren wird hier in der Zeit vom 13. bis 15. November der Katharinenmarkt in der üblichen Form abgehalten. Während der gestrige Sonntag nur den Auftakt zu dem Markte bildete, gilt der heutige Montag als Hauptmarkttag. Buden aller Art umsäumten die Hauptstraßen und den Markt- P Am gestrigen Sonntag waren die Geschäfte geöffnet, und so blieb denn auch ein starker Zustrom von Marktbesuchern, die mit der Bahn, in Omnibussen oder zu Fuß gekommen waren, nicht aus. Die Hauptmarktstraßen waren gestern und auch heute überfüllt, so daß zeitweise dichtes Gedränge herrschte. Nach Arbeitsschluß der hiesigen Betriebe glich unsere Stadt einem fast undurchdringlichen Menschenhaufen. Auch die Gast- und Kaffeestätten hatten starken Zuspruch zu verzeichnen.
Aus allen Beobachtungen ist ersichtlich, daß der Katharinenmarkt immer mehr an Bedeutung gewinnt und allen Dörfern unserer näheren und weiteren Umgebung Gelegenheit zu Einkäufen bietet.
Der Viehmar'kt, der in den vergangenen Jahren ebenfalls eine nicht unwesentliche Erweiterung erfahren hatte, mußte diesmal ausfallen, da in verschiedenen Dörfern der Umgebung zur Zeit die Maul- und Klauenseuche herrscht. Für die Jugend ist neben der Belustigung auf dem Marktplatz noch dadurch Sorge getragen, daß in allen größeren Lokalen am Hauptmarkttag Tanz stattfand.
Landkreis Gießen
* Lollar, 15. Nov. Die hiesige Kriegerkameradschaft hielt bei Kamerad Nuhn bei guter Beteiligung ihren Monatsappell ab. Der Eröffnung des Appells durch Kameradschaftsführer Zaubert folgte die Verteilung von Schießaus- zeichnunqen an sieben Kameraden. Die silberne Ehrennadel erhielt Kamerad Heinrich V i e h l, die bronzene Ehrennadel erhielten die Kameraden Theodor B e ck e l, Friedrich Heuser, Karl Moos, Heinrich Müller, Johannes Schäfer und Wilhelm Schmulbach. Im Verlaufe des Appells hielt Kamerad Bonhard (Gießen) einen Vortrag über das Spionagewesen während des Weltkrieges. Der Redner brachte aus dem Schatz reicher eigener Erfahrung viel Interessantes zu Gehör.
D Lollar, 17. Nov. In den letzten Tagen sammelte die hiesige Schule nochmals Bucheckern. Die durch die Schulkinder ausgebrachte Gesamternte dieser ölhaltigen Früchte beträgt nunmehr über zwei Zentner. Ein schöner Erfolg! — Im hiesigen O b st - und Gartenbauverein hielt Lehrer Schie- f e r st e i n einen lehrreichen Vortrag über die -Schädlingsbekämpfung. — Die hiesige Sänger- Vereinigung wirkte in einem Konzert der Gesangsabteilung des Turnvereins 1862 in Wieseck mit, bei dem ihre Darbietungen großen Beifall fanden.
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ballfeld ein Schwimmbad und einen Schießstand. Ferner soll es als Aufmarschgelände dienen. — Bei einem Jagdtreiben im Pohlheimer Wäldchen wurden 9.Hafen und eine Schnepfe geschossen.
Zubiläumsschau des Geflügelzuchtvereins in Lang-Göns.
* Lang-Göns, 14. Nov. Vom 11. bis 13. November fand in der hiesigen Turnhalle eine Geflügelausstellung statt, die aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Vereins schon im vorigen Jahre vorgesehen war, damals aber wegen der Maul- und ; Klauenseuche ausfallen mußte. Die Aufstellung umfaßte rund 200 Nummern. Die Geflügelliebhaber konnten sehr viele schone Tiere bewundern. Der Besuch war — auch infolge des schönen Wetters — sehr gut, auch von auswärts. Am Sonntagmorgen besuchte der Gauvorsihende Ackermann (Sprendlingen bei Darmstadt) die Ausstellung und sprach sich sehr lobend Über das zur Schau gestellte Tiermaterial aus. Die Ausstellung wurde von dem Vereinsvorsitzenden Otto May eröffnet. Schiedsrichter waren die Herren Mogk (Echzell) und Jäger (Ober-Horgern). Die . wichtigsten Ergebnisse der Prämiierung (sg. = sehr gut, E. = Ehrenpreis, Z. = Zusatz-Preis):
Abteilung 1 (Stämme): Rhodeländer (Karl Stoll, Lang-Göns, sg.), Italiener, rebh.-farb. (Willi Dechert, Lang-Göns, sg. Z.), Orloff, rotbunt (Heinr. Becker, Allendorf a. d. Lahn, sg.), Zwerg-Brahma, hell (Heinr. Ruhl V., Garbenteich, sg.).
Abteilung 2 (Wassergeflügel): Gajuka-Enten, schwarz (Otto Heß, Lang-Göns, 9mal sg., Z., E.).
punkt des Abends bildeten die mit Orchefterbeglei- tung vorgetragenen Chöre „Bataillons-Garde" und „An der schönen blauen Donau". Letzterer erzielte durch die Mitwirkung der Turnerinnenabteilung, die unter Leitung ihrer Dorturnerin Dina Michel den Tanz fein zur Darstellung brachten, ganz besondere Wirkung. Beide Chöre mußten wiederholt werden. Die instrumentale Mitwirkung hatten Angehörige der Gießener Regimentskapelle unter Leitung von Feldwebel Ochse übernommen, die auch noch verschiedene Musikstücke zum Vortrag brachten. Der Verein kann das Konzert als einen vollen Erfolg buchen.
A Laubach, 16. Noo. In der Aula der hiesigen Oberschule für Jungen fand em Sonderlehr- gang der Luftschutz-Hauptschule Gie- ß e n statt, an dem sämtliche Untergruppenführer und Blockwarte der Gemeindegruppe Laubach teilnahmen. Nach der Flaggenhisiuna und Begrüßung des Lehrganges durch den LS.-Oberführer Clotz (Gießen), der auch über die Notwendigkeit und Or- ganifation des zivilen Luftschutzes sprach, begann die Schulung der Teilnehmer. Ausbildungsleiter LS.-Obertruppmeister Schmalz machte lehrreiche Ausführungen über die Angriffsmittel der Luftstreitkräfte, ihre Abwehr, über die Brandbekämpfung und den Luftschutzraum. Auf die Pflichten des Luftschutzwartes, die Aufgaben der Selbstschutzkräste und des Blockwartes wies LS.-Führer Schmidt besonders hin. Die GG.-Frauensachbearbeiterin Frau Brinkhoff (Laubach) behandelte das Thema „Die Frau im Luftschutz", und LS.-Führer Bergener gab zum Schlüsse Unterweisungen in der Verwaltungsführung. — Im „Schützenhof" hielt der hiesige Karneval-Verein 19 0 8 seine sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Präsident Heinrich Wahl gab nach seiner Begrüßungs- ansprache einen eingehenden Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr. Es wurden sodann die Veranstaltungen für den komrnenden Karneval festgelegt. Die Mitqliederzahl ist auf 236 gestiegen. Die letztjährige Rechnung schloß mit einem Ueberschuß von 32 Mark ab. Der seitherige Präsident, der den Verein seit zehn Jahren in vorbildlicher Weise führt, wurde einstimmig wiedergewäblt. Jung und alt hudigte dann noch einige Stunden dem Tanz.
ungünstiger Witterung kaum erreichbar, ein würdiges Schwimmbad ist ebenfalls nicht vorhanden, und der bisherige Sportplatz an der Neumühle ist für eine führende Bezirksklassenmannschaft (die 1. Mannschaft des FC. „Teutonia" führt zur Zeit die Tabelle der Bezirksklasse) ebenfalls unzulänglich. Daher begrüßen es die Sportler und die Sportanhänger, daß die Gemeindebehörde nun das Problem einer neuen, modernen Sport- ftättenanlage in Angriff genommen hat. Die Pläne sind annähernd fertiggestellt, der Beginn der Arbeiten wird sicher nicht mehr allzu fern fein. Das Sportgelände kommt hinter die Volkshalle zu liegen. Es enthalt außer einem, vorschriftsmäßigen Fuß-
Schon seit langer Zeit genügen in dem sportfreudigen Watzenborn-Steinbera die S p 0 r t st ä t t e n nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der derzeitige S ch i e ß st a n d in der „Lehmkaute" ist bei
Abteilung 3 (Hühner): Reichshühner (Karl Schäfer, Lang-Göns, 2 sg., Minna Kempf, Beienheim, 2 sg., E.), Rhodeländer (Karl Stoll, Lang- Göns, 4 sg., 2 E., Wilh. Görlach, Lang-Göns, 4 sg., ^r. Bauer (Gießen) 3 sg., E., Z., Heinr. Maul, Beienheim, fg.), Wyandotten, ftlber (Alfred Jung, Vroßen-Linden, 6 fg., E.). Barnevelder, doppeltges. <Erwin Diefenbach, Ober-Widdersheim, 2 sg.),
Leihgestern. 15.Nov. Der hiesige Kleinkaliber-Schützenverein hielt an den letzten Sonntagen ein Preisschießen ab, das bei guter Beteiligung und vorzüglichen Ergebnissen nunmehr abgeschlossen wurde. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: Altersklasse: 1. Karl Winter II., 36 R.; 2. Eugen Velten, 3. Wilhelm Jakobi, 4. Karl Velten XL, 5. Albert Schmandt, 6. Karl Dem II., 7. Wilhelm Volk, mit je 35 R., 8. Mlhelrn Schmitt, 9. Richard Laux, 10. Otto Schäfer L, mit je 34 R., 11. Walter Winter, 12. Wilhelm Krämer, 13. Hans Schmidt (Gießen), 14. Georg Langsdorf, 15. Georg Dem, mit je 33 Ringen. Jugendklasse: 1. Wilhelm Dem, 2. Otto Schäfer, mit je 35 R., 3. Wilhelm Jung. 34 R., 4. Richard Textor, 5. Willi Seipp, mit je 33 R., 6. Karl Jung, 7. W. Trietsch, mit ,e 31 Ringen.
UJ Allendorf a.d. Lahn, 17. Nov. Seinen 79. Geburtstag kann am heutigen Tage der Landwirt Jakob Rinn in der Hintergasse feiern. Der Jubilar erfreut sich trotz seines hohen Alters noch guter körperlicher und geistiger Rüstigkeit. Alle in der Landwirtschaft vorkommenden Arbeiten verrichtet der Jubilar noch in vollem Maße. Wir gratulieren.
s. Lang-Göns, 15. Nov. Am vorigen Samstag wurde unser Mitbürger, Landwirt Philipp Keßler unter großer Beteiligung der Gemeinde und auswärtiger Trauergäste zu Grabe getragen. Phil. Keßler war eine bekannte Persönlichkeit. Viele Jahre war er Rechner des Gießener Landwirtschaftlichen Lokalvereins, außerdem war er ältestes und zugleich Ehrenmitglied unseres Turnvereins, sowie Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Kranzniederlegungen am Grade legten Zeugnis ab von der Beliebtheit des Verstorbenen. Anfangs November hatte er sein 73. Lebensjahr vollendet.
I Lich, 17.Noo. Die hiesige Volksbücherei, die pom Volksbildungsverein ins Leben gerufen roitfbe und sich jetzt im Besitz der Stadt befindet, wurde in den letzten Jahren von Lehrer Schön mustergültig verwaltet. Durch die Berufung Schöns als Kreistumwart nach Friedberg ruhte die Bücherausgabe in letzter Zeit. Nun hat sich Lehrer Schnierle in anerkennenswerter Weise bereit erklärt, die Leitung der Bücherei. zu übernehmen. Es kann mit einer baldigen Bücherausgabe gerechnet werden.
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0 Wißmar, 15. Nov. Unter Leitung des Dirigenten W. Bittendorf veranstaltete der hiesige Gesangverein „Germania" im Saale von Wolf ein Konzert. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Dereinsführer H. Bittendorf hielt die Begrüßungsansprache und hieß insbesondere den Vertreter der Partei, den Bürgermeister Krauß, sowie den Sängerkreisführer Müller (Gießen) willkommen. Als Solisten wirkten Herr und Frau Groh (Tenor und Sopran) und Herr Henkelmann (Trompete) mit. Das Programm brachte in reicher Abwechslung musikalische Darbietungen der Kapelle Groh und Lieddarbietun- aen des Chores des Vereins. Ferner wurde .die Vortragsfolge durch Quartettvorträge bereichert. Im Verlaufe des Abends gab Sängerkreisführer Mül- l e r seiner Freude darüber Ausdruck, daß es dem Gesangverein „Germania" gelang, im letzten Jahre die Zahl seiner aktiven Sänger zu verdoppeln. Er ermahnte insbesondere die Jugend, sich mehr dem Gesang und der Pflege des deutschen Liedes zu widmen. Der Konzertabend nahm einen schönen Verlauf und brachte den Teilnehmern einige unterhaltsame Stunden.
Kreis Biedenkopf.
_1_ Bottenhorn, 17. Nov. Auf der hiesigen Treibjagd wurden 30 Hasen, ein Fuchs und zwei Rehe geschossen.
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