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vor allem wegen seiner steuerpolitischen Maßnah-

dem Auslande. Bereits eine Milliarde Franks

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9.0 oy^

Veränderungen in der Wehrmacht.

Berlin, 17. Noo. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat mit dem 1. November 1938 be­fördert: Zu Generalen der Infanterie: Die Gene- ralleuntnante W a e g e r, Kdr. d. Kdo. St. Ober­rhein, Hoth, Kom. Gen. XV AK., Strauß, Kom. Gen. d. II. AK. Zum General der Artillerie:

Oaladier gegen seine Kritiker.

Ich werde vor keinem Manöver zurückweichen."

Paris, 18.Nov. (DNB.) Auf einer Veranstal­tung des Nationaloerb,andes der französischen Zei­tungen erklärte Ministerpräsident D a l a d i e r: Es gebe sicherlich keinen Franzosen, der der Ansicht sei, daß man 137 Milliarden ausgeben könne, wenn man nur 85 Milliarden einnehme. Sein Plan sei

ruhiger und unerschütterlicher Entschlossenheit abwartete, was der Führer befahl.

Denn das Ist das bemerkenswerte Fazit der Presse- und Rundfunk-Hachrichlenarbeit der Septemberwochen: daß die deutsche Hörer- und Leserschaft ein so großes Ver­trauen zu ihrer S t a a t s f ü h r u u g und ihren Führungsmitteln hak, daß sie im großen und ganzen von den auslän­dischen Propagandaparolen uji- berührt bleibt und sich durch sie nicht un­sicher machen läßt. Der beste Beweis dafür ist die Tatsache, daß sich in den kritischen Wochen im Gegensatz zur Entwicklung in anderen Län­dern z. V. der Einlagebestand der deutschen Ban­ken und Sparkassen kaum veränderte und sich we­der auf dem Lebensmittel noch auf dem Waren­markt Irgendwelche Anzeichen für Angstkäufe und dadurch entstehende Verknappungen zeigten. Und wenn hier und da einmal ein Leser und ein Hörer, der allzu eifrig auf Straßburg oder Prag hörte, einem Sender oder einer Zeitung einen groben Brief schrieb, dann ist das nur der Beweis dafür, daß letzten Endes nur einzelne Menschen mit schwachen Heroen der Spannung dieser Tage nicht ge­wachsen waren und die Masse des Volkes in

Können Meerschweinchen lesen?

Reflex, Instinkt oder Verstand? - Oer Regenwurm als Filmstar. - Wafferflöhe auf der Leinwand.

turellen Vorgänge in der Provinz zu beobachten. Er hat darüber zu wachen, daß innerhalb der Pro­vinz die Verwaltung in Einklang mit den Zielen der Staatsführung gemäß wirtschaftlich.

entgehen, suchen die Wasserflöhe die Oberfläche des Gewässers auf, zu der sie durch die Helligkeit des Tageslichts gelockt werden. Die Filmmänner hin­gegen waren arglistig genug, die Wasseroberflächen abzudunkeln, dafür aber auf dem Boden der Was­serfläche ein kleines Lämpchen anzubringen. Was trat ein? Die Wasserflöhe schwammen zum Licht­schein, wo sie besseres, reineres Wasser vermuteten. Die Folge war, daß sie schnurstraks in den Tod schwammen. Es gab für die Wasserflöhe -feinen anderen Weg, da sie instinktiv dem Reiz der helleren Wasserfläche folgen müssen, hier erwies sich also der I n st i n k t stärker als derVerstand".

Doch nun zu den Meerschweinchen und ihren erstaunlichen Lesekünsten! Dr. heydenreich be­tätigte sich in diesem tierpsychologischen Versuch vor der -Kamera nicht nur als Filmregisseur, sondern zeichnete auch für dieBauten" verantwortlich. In dem Stall, den er für seine Meerschweinchen gebaut hatte, gab es zwei Futterräume, die rechts und links von den übrigen Stallräumen lagen und nur durch zwei Klapptüren zugänglich waren, lieber der einen Klapptür stand klar und deutlich ein großes latei­nisches M, über der anderen Klapptür ein großes lateinisches O. In beiden Futterräumen lockten leckere Speisen zum Fraß. Während diese Lockspeisen aber in dem Futterraum M jederzeitzur freien Verfügung" bereit standen, waren sie in dem Futter­raum 0 mit einem Drahtgeflecht bedeckt, so daß die Meerschweinchen nicht von ihnen naschen konnten, und es sich daher auch nicht lohnte, den Futterraum 0 aufzusuchen. Nachdem die Meerschweinchen dies gelernt hatten, wechselte man mehrfach die Bezeich­nung M und 0 aus. So hing über dem rechten Futterraum mal ein M und mal ein O und dem­entsprechend auch über dem linken Futterraum mal ein 0 und mal ein M. Immer aber war in ö e m Futterraum, über dessen Klapptür ein M hing, das Futter zugänglich, während es in dem mit O be­zeichneten Futterraum mit dem hinderlichen Draht­geflecht bedeckt war. Und nun geschah, was man nicht für möglich halten sollte: nach geraumer Zeit suchten die Meerschweinchen stets nur den mit M bezeichneten Raum auf und mieden den Raum 0! Was aber bedeutet das? Nichts mehr und nichts weniger, als daß die Meerschweinchen gelernt hatten, den Buchstaben M von dem Buchstaben O zu unterscheiden, was aber wiederum nichts anderes bedeutet, als daß sie gelernt hatten zu lesen!

Schon diese drei Beispiele aus der Fülle der drei­ßig Tierversuche vor der Kamera zeigen, welche Be­deutung dieser neue Kulturfilm der Ufa besitzt: daß nämlich der »Film es erst ermöglicht, einer theoretisch unbegrenzten Anzahl von Menschen das Leben und Treiben der Tierwelt und die Wunder chres In­stinktes und ihter Reaktionsfähigkeit vorzuführen, so daß auch die weitesten Kreise des Volkes an den Versuchen der Wissenschaft teichaben können, die somit im besten Sinne des Wortes zu einer Dolks- wissenschaft wird. Dr.y

den Generalleutnant Haase, Kom. Gen. des III. AK. Mit dem 10. November 1938 ernannt: Generaloberst v. Bock zum Oberbefehlshaber d. h. Gru. 1. Die Generale der Infanterie Blas ko - witz zum Oberbehlshaber d. h. Gru. 3, v. Witz­leben zum.Oberbefehlshaber d. h. Gru. II. Die Generalleutnante: Erfurth zum Oberquartier­meister V i. Gen. St., Haase zum Kom. Gen. d. 111. AK., Petzel zum Insp. d. Art. Die General­majore: v. Tippelskirch zum Oberquartier­meister IV i. Gen. St. d. h., Graf v. Sponeck zum Kdr. d. 22. Dio., Lichel zum Kdr. d. 3. Div., Ziegeler zum Inf. Kdr. 19. Die Obersten: Stapf zum Oberquartiermeister III i. Gen. d. h., M ü h l m a n n zum Art. Kd. 3. Mit dem 24. No­vember ernannt: Die Generalleutnante: Raschik zum Kdr. d. KDO. St. Eifel, Schaller-Kaide zum Gen. z. b. V. b. XVIII. AK. Die General­majore: Freiherr von Waldenfels zum Kdr. d. 46. Div., Reinhard 3. Kdr. d. 35. Div., Witthöft z. Inf. Kdr. 26, Freiherr von Gab lenz zum Kdr. d. h. Dienststelle 5. Mit dem 10 November 1938 versetzt: Den General d. Inf. Adam, Oberbefehlshaber d. h. Gru. 2 z. V. d. Ob. d. h., den charakterisierten Generalleutnant Jengen zu d. Offz. zur Verf. d. Ob. d. h., den Oberst Müller (Eugen) zu d. Offz. zur Verf. d. Ob. d. h. Mit dem 10. November sind ernannt: Die Obersten Müller (Kurt) zum Abt. Ches i. Gen. St. d. h., A l l m e n d i n g e n zum Abt. Chef i. Gen. St. d. h., v. Z n a g e n zum Kdr. d. JR. 88. Mit dem 24. November sind ernannt: Die Obersten Thoma zum Kdr. d. JR. 85, Schmidt z. Kdr. d. JR, 72, Edler von Daniels b. St. d. JR. 18 z. Kdr. dieses Regiments, der Oberstarzt Dr. D e u b n e r zum Div.-Arzt d. 46. Div.

Oer Oberpräsident.

Reichsinnenminister Dr.Frick über Stellung und Aufgaben.

Münster, 17. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Frick führte den Gauleiter von Westfalen-Nord und Reichsstatthalter von Lippe Pg. Dr. Alfred Meyer als Oberpräsidenten der Provinz West- ifalen ein. Er sagte dabei, der Oberpräsident ist der berufene Vertreter der Reichsregierung wie der Staatsregierung in der Provinz. Er hat die ge­samten politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kul-

Die Frage, ob Meerschweinchen lesen können, würde manchem unter uns ein milleidiges Lächeln entlocken, wüßten wir nicht, daß wir manche alt­hergebrachte Meinung und Ansicht zu verbessern haben, seitdem die Wissenschaft dank ihrer tier- psychologischen Versuche immer tiefer in das Sinnen- leben der Tierwelt einbringt. Trotzdem wurde aber vielleicht noch bei manchem ein Zweifel aufkom­men, gäbe es nicht den Film und insbesondere den Kulturfilm, der die Tatsächlichkeiten der ller- psychiologischen Versuche für Millionen wißbegieri­ger Menschen sichtbar macht.

Ein solcher Kulturfilm ist es auch, der uns aus die absonderliche Frage, ob Meerschweinchen lesen können, eine klare Antwort gibt. Es ist dies das Verdienst des Kulturfilmregisseurs Dr. Fritz Hey­den r e i ch , der in Zusammenarbeit mit Dr. Ulrich K. T. Schulz, dem Leiter der biologischen Herstel­lungsgruppe der Ufa, und mit der Mikrooperateurm Herta Jülich und dem Kameramann Erichhuns F o e r st e r den FilmR e f l e x, I n st i n k t o d e r Verstand?" mit unermüdlicher Geduld, größter Geschicklichkeit und feinstem Einfühlungsvermögen gedreht hat. ~

Der Ausgangspunkt dieses Films ist, wie der Name sagt, die alte Frage der Wissenschaft, ob die Tiere Verstand haben oder ob das, was wir Ver­stand nennen möchten, nur. Reflex oder Instinkt ist. Aus vielen hundert Versuchen der Wissenschaft wur­den für diesen Kulturfilm der Ufa, dem wir alle tn Bälde zuschauen können, dreißig besonders inter­essante Versuche ausgewählt. Sogar den Regen­wurm hat man alsFilmstar" vor die Kamera gebeten und ihn--dressiert! Man gab diesem

Regenwurm zwei Möglichkeiten zum Kriechen. Der eine Weg führte in schützendes Erdreich, der dem Regenwurm der willkommenste ist. Der andere Weg führte in eine Helle Umgebung. Selbstverständlich wählte der Regenwurm instinktiv den dunklen Weg. Allein hier widerfuhr ihm jedesmal ein arges Miß­geschick: sobald er sich in diesen dunklen Weg hinein­wand, bekam er einen elektrischen Schlag, der ihn sofort zum Rückzug und zur Wahl des anderen, wenn auch Hellen Weges, bewog. Mehr als hundert Mal wurde der Regenwurm vor diese Wahl der beiden Wege gestellt. Mehr als hundert Mal wand er sich in den dunklen.Weg, bis ihm dann endlich dieErleuchtung" kam, daß es doch besser sei, den Hellen Weg zu wählen/Don diesem Augenblick ab mied er dann auch- wiederum instinktiv den dunklen Weg. SeinGedächtnis" war erwacht und half chm nun.

Weniger erfreulich waren die Versuche für bie Wasser flöhe. Das Wasser, in dem die Wasser­flöhe sich aufhielten, wurde durch einen Zusatz von Kohlensäure verdorben; eine Erscheinung, die den SB aff er flöt) en nicht unbekannt ist, weil auch die Na­tur das Wasser durch verwesende Pflanzenteile kohlensäurereich zu machen pflegt. Um nun dem durch natürliche Einflüsse verdorbenen Wässer.zu

Die Heidelberger Kriminalpolizei hat bei einer Schwesternpaar eine Durchsuchung nach versteckte" Devisen vorgenommen und hierbei im Keller, unf<r den Kohlen verborgen, l000O0Reichsmarl^

sparsam, sauber und einheitlich geführt Gold und für 100000 Reichsmark Schmus wird. Don laufender Verwaltungsarbeit hat er sich f a ch e n vorgefunden. Gold und Schmuck -mutoc tunlichst freizuhalten. Das ist die Sache der Regie- sichergestellt; die beiden Schwestern sind in mngspräsidenten und Landräte.__________________genommen worden. ___

Die Verbindung zwischen Reichs- und Landes» Verwaltung wird in erster Linie dadurch vollzogen, daß den Oberpräsidenten weitgehende Be­fugnisse eingeräumt werden. Sie können sich von sämtlichen Reichs- und Landesbehörden sowie den öffentlich-rechtlichen Körperschaften innerhalb der Provinz über dienstliche Vorgänge unterrichten lassen. Sie können diese auf die maßgebenden Ge­sichtspunkte und die danach erforderlichen Maßnah­men aufmerksam machen sowie bei Gefahr im Ver­zug einstweilige Anordnungen treffen. Ob er Präsi­denten wie Regierungspräsidenten stehen für die Durchführung besonderer Reichsaufgaben sämtlichen Reichsministern zur Verfügung.

Diese Neugestaltung der Stellung der Oberprasi- denten ist auch unter dem Gesichtspunkt der Ein- heitder Verwaltung von besonderer Bedeu­tung. Zwar hat sich an dem Aufgabenbereich der einzelnen Reichssonderverwaltungen (z. B. Reichs- finanzverwaltung, Reichsarbeitsoerwaltung) und an den Einrichtungen der Betriebsverwaltungen des Reiches (Reichsbahn, Reichspost), zunächst nichts ge­ändert. Jedoch wird durch die Person des Ober- Präsidenten die gesamte ©onber Dermal« tung mit der allgemeinen Verwaltung in Ver­bindung gebracht, um alle Kräfte auf eine einheitliche Zielsetzung auszurichten. Die Stellung des Oberpräsidenten ist zum Vorbild für das Reichs st atthaltergesetz vom 30. Januar 1935 geworden. Oberpräsident wie Reichsstatthalter, zumal in der üblichen Personalunion als Gauleiter der NKDAP. sind damit die echten Reprä­sentantendes Führers, Vertreter von Volk und Staat in ihrem Gau und Träger der politischen Verantwortung für ihren Gau.

Die deutsche Abordnung bei der Trauerfeier für Atatürk.

Berlin, 18. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Führer und Reichskanzler wird an den Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen Präsiden­ten der türkischen Republik, Kemal Atatürk, durch folgende Abordnung vertreten sein: Reichs- minifter Freiherr von Neurath, Präsident des Geheimen Kabinettsrats, General der Artillerie List, Admiral Carls, General der Flieger Felmy. Die Delegation, die bereits abgereift ist, wird am Samstagvormittag in Ankara eintreffen.

einzelnen Derhandlungsphasen Zurückhaltung auferlegen und sich davor hüten mußten, wie die Aus- landsender und Auslandzeitungen halbstündlich und stündlich Meldungen über den angeblichen Gany der Verhandlungen zu geben. Es ist bekannt, daß bei der­artigen Verhandlungen sich die Situation inner« halb der Besprechungen nicht selten mehrfach ver­schiebt. Es wäre sinnlos gewesen, der deutschen Öffentlichkeit vor Abschluß der Verhandlungen und vor Dorliegen eines Ergebnisses dauernd Ge­rüchte über die einzelnen Phasen der Verhandlun­gen vorzusetzen, um schließlich dann am Schluß des Derhandlungstages erklären zu müssen, daß sich alle Mutmaßungen als falsch erwiesen hätten und das Endergebnis ganz anders sei.

Schweigen die wirksamste Waffe

Damit wäre dem deutschen Volk nicht ge­dient worden. Gerade das Schweigen hat sich an diesen Verhandlungslagen als eine ganz besonders wirksame Waffe erwiesen. Die deutsche Führung hatte ebenso wie die deutsche Oeffentlichkeit gute Herven. Und während die deutsche Führung aus den fast stündlich von ausländischen Rund­funksendern und ausländischen Zeitungen ver­breiteten Meinungen und Gerüchten die Stim­mung und die Auffassung der anderen entneh­men konnte, suchten Deutschlands Gegner ver- geblich nach solchen Stimmen aus Deutschland, die ihnen vielleicht taktische Hilfsmittel hätten sein oder ihnen Anhaltspunkte hätten geben können. Man konnte an ihren Meinungsäuße­rungen ablesen, wie sie von Stunde zU Stunde nervöser nicht zuletzt dadurch wurden, daß die deutschen Informaiionsinstru- mente beharrlich schwiegen.

Mit den Ergebnissen der Verhandlungen aller­dings waren dann die deutsche Presse und der deutsche Rundfuük zuerst da und am-schnellsten in der ganzen Welt. Sie hatten dadurch die sonst so seltene Möglichkeit, die Lüge, die immer schnel­ler ist als das Dementi, zu überholen und durch die Tatsache empfindlich zu schlagen. Wenn z. B. in der Nacht vom 23. zum 24. September einzelne Auslandssender unter Führung von Prag glaubten, das Scheitern der Godesberger Verhandlungen und die vorzeitige Abreise Chamberlains melden zu kön­nen, weil nach ihren aus Godesberg stammenden Informationen die Schlußunterredung zwischen dem Führer und Chamberlain um 22.30 Uhr n u r e i n e Viertelstunde dauern würde, konnten der deutsche Rundfunk und die deutsche Presse um 1.30 Uhr nachts melden, daß die Unterredung zwi­schen den beiden Staatsmännern drei Stunden dauerte und Chamberlains Abreise erst für den nächsten Vormittag festgesetzt war.

während presse und Rundfunk anderer Lan­der die Heroen ihrer Hörer halbstündlich und stündlich mil Mutmaßungen aller Art bis zum Zerreißen strapazierten und ihre Hörer zwi­schen Hoffnung und Verzweiflung pendeln lie­hen, schonte der deutsche Rundfunk und die deutsche presse die Heroen der Hörer und Leser und uerschonten diese mit Mutmaßungen und Annahmen, denen |ebe Grundlage fehlte, um umso schneller und wirkungsooller ihnen Tatsachen zu bringen. Der Grundsatz hieß nicht wie draußen:In­formationen um jeden preis", sondern Tatsachen um jeden preis".

Unser Vertrauen hat sich ae'ohnt

sei in die Bank von Frankreich zurückgeflossen.

Ich pfeife auf die Intrigen!", so rief Däladier. Ich werde vor keinem Manöver zurückweichen. Ich verachte die Drohungen; sie werden mich nicht auf= halten. Ich werde das Gesundungswerk fortsetzen! Ich werde nicht der Mann des Zusammenbruches fein, ebenso wenig wie ich der Mann des Krieges war. Es geht um das Wohl der Republik, der Frei­heit und um Frankreich." Daladier wandte sich gegen Vorwürfe, sein Finanzplan werde zur Dik­tatur führen, und stellte fest, die Freundschaft zu England und die Sympathie der Vereinigten Staa­ten könne durch Einigkeit und Disziplin nur gestärkt, durch Uneinigkeit aber gefährdet werden. Wenn er im Namen des ganzen Landes feinen Friedens­willen allen Völkern gegenüber versichere unb fein entschlossenes Verbundensein mit den Grundsätzen der Menschenrechte und der Achtung vor der mensch­lichen Person feststelle, so dürfe man glauben, daß diese notwendige Versicherung um so mehr Gewicht haben werde, wenn Frankreich sich seiner endgül­tigen Wiederaufrichtung nähere. Er habe Vertrauen in das Gelingen des finangjeUen Gesundungswer­kes, weil er Vertrauen habe'in sein Vaterland.

Aus aller Wett.

Der Deutsche Sängertag 1939 in Kassel.

Der Gesamtplan der lOO-Iahrfeier de; Sängergaues Kurhessen (Mitteldeutsche: Sängerbund e. V.) , die vom 21. bis 30. Mai 193A in Kassel stattsindet, ist endgültig festgelegt worden. Die Einteilung sieht folgende Veranstaltungen vor: Am 21. Mai beginnt der Festakt mit einer Doxfeier am Orte der Bundesgründung, und zwar in Hann- Münden. Am 22. Mai wird die Festwoche durch eilt Konzert Orpheus" von Gluck eröffnet Auch ist eine Ehrung von zwei verstorbenen Kasieler Kompo­nisten, Johann Le walt er und Fritz Hoff­mann, vorgesehen, sowie das erste Festkonzert: unter Beteiligung sämtlicher Kasseler Männerchöre. Während für das zweite Festkonzert ein Konzert-- 3eit vorgesehen ist, steigt am Pfingstsamstag der Deutsche Sängertag. Der Pfingstsonntag wird mit: einer Probe für das Gausingen auf der Karlswiefs eingeleitet, daran anschließend findet eine Helden- gedenkfeier im Stadion statt. Das Gausingen tnfi der Karlswiefe steht unter dem TitelSingendes Kurheffen". Ein Vorbeimarsch auf dem Friedrichs- platz schließt sich an. Im Konzertzelt hört man bas Singen der Kreise und der gemischten Chöre. Ann Pfingstmontag finden Sonderkonzerte statt. Im Konzertzelt wird die 9. Symphonie vorgetragen:. Der Dienstag beschließt die Festveranstaltungen mit einem kameradschaftlichen Beisammensein uni» Fackelzug.

Wolfsplage in Polen.

Mit dem nahenden Winter hat sich auch in die­sem Jahr wieder die W o l f s g e f a h r in den pol­nischen Ostgebieten erheblich verstärkt. Aus der Sowjetunion dringen die Wölfe in Rudeln über bi< Grenze nach Polen ein und richten unter dem Vieh­bestand bedeutenden Schaden an. Auf Wunsch bec Bevölkerung des Kreises Postaw im Wilnagedick wurde von behördlicher Seite eine Treibjagd auf Wölfe veranstaltet.

Verurteilte Schwarzhörer.

Im Vierteljahr Juli bis September 1938 find 173 Schwarzhörer gerichtlich verfolgt worden. von wurden vier zu Gefängnisstrafen von einer Woche bis zu zwei Monaten und 78 zu Geldstrafen von 3 Mark bis zu 150 Mark verurteilt; zwei Ju­gendliche wurden auf andere Wsise bestraft. In einer Anzahl von Fällen wurde das Verfahren auf .Grund des Straffleiheitsgefetzes eingestellt.

Sechs Tote bei dem Flugzeugunglück in Holland.

Die Zahl der Toten bei dem Absturz btf Douglas-MaschineIjsvogel" der KoninkW Luchtwaart Mij. hat sich auf sechs erhöht. Es W vier Mann der Besatzung und zwei Fluagäste. AN' fänglich war vermutet worden, der Flugkapitän b< fände sich unter den Ueberlebenden. Man hat ifr1 jedoch später noch unter den Trümmern der Kc- bine gefunden. Bei den beiden toten Fluggäste» handelt es sich um zwei Berlinerinnen. Die übrige» 12 Fluggäste, mit Ausnahme von vier Engländer alles Deutsche, sind teils schwer, teils leicht d er1 letzt. Der fünfte Mann der Besatzung, der Ei«' ward, ist gleichfalls verletzt.

Der Goldschatz im Sohlenkeller.

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Abteilung Schäfer, Lang- heim, 2 lg., L) 9ön0,4 fg., 2 fvr. Bauer (&ie\ Reichem, fg.),1 Kosten-Linden, ( (Erwin Diesen -ussex, bunt (£ Mörla, schwär; Arloff, rotbunt ( 4>E.), Italic Linden, 2 sg. Mert, Lau; Linden, 2 sg., Lang-Göns, 61 Men-Linden Eh. Hankei, ÜV, Wnbi Awnheinl, so., j M Lsass, A Würger, Hw Leghorn, weiß <

Stumpf, ferne te - fab-Welt Gersheim, sg. Steilung g

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Das Gesicht des gesamten deutschen Nachrichten­wesens war in diesen Tagen weniger nach innen gerichtet als nach außen. Die Bedürf­nisse der Leser- und Hörerschaft muhten denen des Volks - und Staatswohles nachge­ordnet werden. Als Beispiel dafür sei die mehr­fache Wiederholung ganzer Nachrichtenspannen im Rundfunk angeführt, die den Hörer im Reiche er- >...a_.. .. ... . , -

mübete, dafür aber für die von jeder Nachrichten- men kritisiert worden. Es gebe aber keinen Gesun- ouelle abgeschnittenen Sudetendeutschen, die meist | dungsplan ohne derartige Maßnahmen Der Plan zu den geläufigen Nachrichtenzeiten infolge Strom-, bezwecke die Rückkehr des Kapitals aus sperre keine Nachrichten hören konnten, die einzige Verbindung mit den Ereignissen und Trost und Hoffnungsstrahl in schweren Stunden war. Es hat sich gezeigt, daß auch im Aetherkrieg der deutsche Hörer ein Außerordentlich feines Unterscheidungs- Vermögen dafür hat, was Tatfachenmeldungen sind und was gegnerische Zweckmeldungen, und sich durch Zweckmeldungen nicht aus der Ruhe bringen

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