Damaskus, 17. Nov. (D^B.) Die englischen Mandatsbehörden in Palästina haben eine sachliche Berichterstattung der ausländi- schen Pressevertreter über die Borgänge in Palästina dadurch unmöglich gemacht, dah sie die Telegramme der ausländischen Pressevertreter schärfster Zensur unterziehen. Es ist den ausländischen Pressevertretern nicht mehr möglich, eine wahrheitsgetreue Schilderung über das Borgehen der Engländer gegen die eingeborene arabische Bevölkerung an ihre Zeitungen zu geben, da derartige Schilderungen demRot st iftdes Zensors zum Opfer fallen. Pie Zensur gibt die Berichte der ausländischen Pressevertreter nur in einer Form weiter, von der sie annimmt, dah fie dem Ansehen Englands in der zivilisierten Welt nichts schadet.
Sine peinliche Frage im Merhais.
Warum werden ganze Araberdörfer in die Luft gesprengt-
London, 17. Nov. (DNB.) Eine höchst aufschlußreiche Szene spielte sich am Donnerstay im englischen Unterhaus ab Kolonialminister Macdonald wurde von dem Labour-Abgeord- neten Parker die peinliche Frage gestellt, ob die Zerstörung von Häusern, Städten und Dörfem in Palästina aus Anordnung und mit Zustim- mung des Kolonialministers erfolgte. Weiter fragte der Abgeordnete, ob man bei Zerstörung von Häusern über Beweismaterial verfüge, daß in ihnen Terroristen wohnten, und ob man auch sicherstelle, daß derartige Zerstörungen nicht eine genau entgegengesetzte Wirkung auslösten, indem sie Männer heimatlos machten, die somit den Terroristen in die Arme fielen.
Kolomalminister M a c D o n a l d konnte aus diese Frage keine konkrete Antwort geben Seine Erwiderung war vielmehr sehr ausweichend und höchst allgemein gehalten. Er erklärte, daß die Zerstörung von Häusern auf Grund von gewissen „Vollmachten" erfolge. Er, MacDonald, sei dessen sicher, daß die Behörden bei der Anordnung der Zerstörung eines Hauses nicht die Erwägungen außer Acht ließen, die der Abgeordnete im letzten Teil seiner Frage angeschnitten habe. Im übrigen übernehme er „jede Verantwortung . Auch Muhen ln rransiordanjen
Arabischer Sympathiestreik in Amman.
Zensur in Palästina.
England verhindert wahrheitsgetreue Berichterstattung der Ausländskorrespondenten.
Der neue Kurs in Prag.
Oie nationale Einheitspartei verwirklicht. - Zusammenarbeit mit allen Nachbarn
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst B umschein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; färben übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: fians Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Langs, K -G sämtlich in Gießen Monatsbezugsprois RM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufspreis 10 Pf- unh Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr ?ur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 ° gültig.
den sein.
Oie Mohammedaner ganz Indiens stehen hinter dem arabischenHreiheitslampf!
London, 17. Nov. (DNB.) Wie Reuter aus Bombay meldet, hat der Präsident des A l l i n d «- fchen Moslem-Verbandes Jinnah einem
Reuter-Vertreter erklärt: ,,Die Mohammedaner gan^ Indiens stehen geschlossen hinter dem Kampf, den die Araber für ihre Freiheit durckfechten. Nur mit größter Mühe haben wir uns m den letzten Monaten Zurückhaltung auferlegt und die Mohammeda-I ner in Indien daran gehindert, offen zu revol --1 tieren."
Amerikas Handelsverträge mit England und Kanada.
Neber ein Drittel
des gesainten Welthandels erfaßt.
Wafhington, 17.Nov. (DNB.) Donnerstag nachmittag wurde im Weißen Haus in Gegenwart Roosevelts der zwette Handelsvertrag mit Kanada und der erste mit England unterzeich-1 net. Der Handelsvertrag mit England umfaßt das Brttifche Königreich, Nordirland, Neufundland und alle Kolonien, jedoch nicht die Dominien und In- dien. Der amerikanische Außenminister Hüll erklärte, die Verträge stellten den Ausdruck der Entschlossenheit der drei größten Handelsnationen der Welt dar, dem internationalen Handel eine gesunde Basis zu erhalten. Der brttische Botschafter. Sir Ronald C. Lindsay, brachte seinen Dank an Indien und die Dominien zum Ausdruck, die durch Verzicht auf manche Vorteile den Vertrag mit Amerika ermöglicht hätten, und betonte, daß alle anderen Länder, die einen Meistbegünstigungsvertrag
Kommunisten lediglich jede Betätigung mit Ausnahme der parlamentarischen untersagt wurde.
Vor dem Parlament führte der tschecho-slowakische Ministerpräsident General S i r o v y nach einem hurten Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Tscyecho-Slowakei aus: „Wir sind aufrichtig bestrebt, in den neuen Grenzen des Staates mit allen Nachbarn in Frieden zu leben. Das gitt in erster Linie von unserem größten Nachbarn, von dem Deutschen Reich, jedocd auch | von allen übrigen Staaten. Wir wollen mit offenem Visier vorwärts schreiten und zu den bisherigen Freunden eine möglichst große Zahl neuer Freunde gewinnen. Wir werden darauf hinarbeiten. daß die Nationalitätenfrage nicht mehr Gegen st and von Zwistigkeiten ist, und daß in Mitteleuropa der Geist der aufrichtigen Zusammenarbeit herrscht. Wir vertrauen darauf, daß sich auch die übrigen Staaten darum bemühen werden, und daß unseren Volksgenossen jenseits der Grenze alle bürgerlichen und nationalen Rechte zuteil werden, so wie wir sie den hiesigen nationalen Minderheiten gewähren wollen. In diesem Glauben ersuchen wir unsere Landsleute, loyale Bürger ihrer neuen Heimat zu sein, ohne ihre Herkunft und ihre Sprache zu vergessen."
Der Ministerpräsident teilte dem Hause mit, daß die Regierung der Nattonaloersammlung ein E r - mächtigungsgesetz vorlege, das aus mehrfachen Gründen unerläßlich fei. Die Nationalversammlung werbe in der nächsten Woche zur Durchführung der Präsidentenwahl einberufen werden.
Kairo, 17 Nov. (DNB.) Aus Transjordaniens Hauptstadt Anziuan wird bekannt, daß die Ereignisse in Palästina auch auf das benachbarte englische Mandatsgebiet Transjordanien ubergreifen und die Araber auch in den Nachbarstaaten Palästinas jetzt aktiv in den Verteid'gungskampf der Araber eingreifen. Die Telephonoerbindungen von Amman nach Palästina sind ge sp er r4. SIuä die sonstige Verkehrskontrolle wird äußerst scharf ge handhabt. In der Hauptstadt Amman wurde der Sohn des dortigen früheren Bürgermeisters beer- diat, der in den Reihen der arabischen Freiheits- kämpfer in Palästina gefallen ist. Gleichzeitig traten die Bewohner Ammans, bei denen der Burger- meisterssohn sich großer Beliebtheit erfreute, in einen eintägigen Sympathiestreik. Während der Beerb- gung wurde ein durch Amman fahrender^Kranwagen der englischen Luftwaffe von der Bevolke- rung angegriffen. Im Gedränge sollen oon meiern Wagen zehn Gewehre verschwunden fein. Die Atan- datsregierung forderte sofort aus dem Lager de tranrjordanischen Grenztruppe in Äerka,M'Utar an. Weiter meldet die Zeitung „El Uafa , daß eine bewaffnete Schar die transjordanische Polizeistation Ieraich überfallen stat. Vor dem Angriff seien die
Fevnsprechleitungen durchschnitten worden. Polizei- pferde und Gewehre wurden mitgenommen Aucy die Polizeistation Schouneh, unwett der Winterresidenz des Emirs Abdullah, soll überfallen wor-
Prag, 17. Nov. (DNB.) Die Schaffung der Nationalen Einheitspartei wurde verwirklicht. Die folgenden Parteien werden aufgelöst und in der Nationalen Einheitspartei zufammenge- fcklosfen: die Tschechische Agrarpartei, die Tschechischen Volkssozialisten, die Gewerbepartei, die Nationale Vereinigung, die Nationale Liga und die Tschechisch-Klerikalen in Böhmen. In der Partei der Klerikalen ist also eine Spaltung ein« getreten: Der mährische Flügel folgt der Politik des Parteivorsitzenden Monsignore S r a m e f und wird selbständig bleiben, während sich der böhmische Flüge! der Einheitspartei anschließt. In einem Aufruf wird betont, daß die Nationale Einheitspartei die politische Verantwortung im Sinne einer autoritären Demokratie übernehmen werde. Das neue Wahlsystem werde es verhindern, daß neue Parteien gebildet werden können. In der Außenpolitik werde die Einheitspartei dafür Sorge tragen, daß die Republik besonders mit den nächsten Nachbarn zusammenarbeite.
Das Prager Abgeordnetenhaus setzt sich nunmehr folgendermaßen zusammen: Staatspartei der nationalen Einheit 106 Abgeordnete, Slowakischer Klub 34, Nationale Arbeiterpartei 29, Kommunisten 25, Tschechische Volkspartei 11, Karpatho-Ukrainische Einheistpartei 5, Deutsche Nationalsozia- listen 5, Slowakische Nationale Arbeiterpartei 4, Deutsche Sozialdemokraten 4. Außerhalb der Klubs verbleiben außerdem noch vier Abgeordnete. Der Klub der nationalen Staatspartei ist der größte, den das Abgeordnetenhaus in Prag je gesehen hat. Der kommunistische Klub bleibt bestehen, da die Kommunistische Partei nicht aufgelöst, sondern den
mit England haben, daran teilnehmen können
Die Verträge mit Kanada und England enthalten, wie alle bisher von Hüll abgeschlossenen Verträge dieser Art, den Grundsatz unbedingter und unbeschränkter Meistbegünstigung. Ferner sind gegenseitige Z o l l e r m ä ß i g u n g e n und Zollbindungen festgelegt worden. Die Verträge enthalten jedoch keine finanziellen Vereinbarungen außer der üblichen Klausel, daß die Verträge gekündigt oder geändert werden können, wenn wesentliche Verschiebungen im internationalen Geldwert der einen ober anderen Wäh-I rung eintreten sollten. Der Vertrag mit dem Britischen Königreich schließt zwar weder die Dominien, noch Irland, Indien, Burma und Südrhodesten ein, aber das vertraglich erfaßte Gebiet umfaßt trotzdem über ein Drittel d e s gesamten Welthandels. Für die Vereinigten Staaten werden sich die Vertrage auf etwa ein Drittel des amerikanischen Außenhandels auswirken.
Man schätzt, daß englische Einfuhren im Gegenwerte von elf Millionen Pfund von den amerikanischen Zollerleichterungen betroffen werden; das ist mehr als ein Viertel der derzeitigen englischen Ausfuhr nach Amerika. Die englischen Zollzugeständnisse umfassen, etwa zehn Millionen Pfund an amerikanischen Einfuhren, was etwa einem Neuntel des amerikanischen Exportes nach England entspricht. Ein großer Teil der englischen Zugeständ- nisse geht auf Kosten Kanadas. England hat sich jedoch hier zu Gegenzugeständnissen an Kanada bereiterklärt, die von der kanadischen Regierung als genügend angesehen worden sind.
Wetterbericht
Die Großwetterlage befindet sich in Umgestaltung. Dabei wird die vom Attantik ausgehende und sich verstärkende Wirbeltätigkeit immer weiter auf das Festtand übergreifen. Das Wetter wird daher auch bei uns unbeständiger, doch wird durch größere Lebhaftigkeit die Neigung zu Nebelbildung sich stark abschwächen. , .
Vorhersage für Samstag: Zunächst noch vielfach neblig, sonst Uebergang zu mehr wechselnd bewölktem Wetter mit Neigung zu einzelnen Regen- fällen. Im ganzen milder. Winde meist aus Sud.
Vorhersage für Sonntag: Bei wechselhafter Bewölkung vereinzelte Regenfälle. Tagsüber mild, lebhaftere Winde aus Süd bis West.
M
2.10.1938
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Junge - das ist ’ne Cigarette! Wunderbar,wie die „Astra" schmeckt I Und die soll so leicht sein?
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2.11.1938
Beiderbleibeich.
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Mein Befinden? Blendend!
MIT UND OHNE MUNDSTÜCK
Auch Ihnen kann geholfen werdenl Leichtigkeit und Wohlgeschmack — natürlich gewachsen, nicht chemisch erzielt — das ist das Geheimnis der „Astra". Hier kommt es nicht nur auf die Feinheit der Tabakblätter an, sondern ebenso auf die Meisterschaft der Tabakauswahl und Mischung. Auf der ganzen Welt lebt diese Kunst nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Sie sorgt dafür, daß die „Astra", unabhängig von Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt
Immer die gleiche: Reich an Aroma—besonders leicht!


