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nr. 210 Erstes vltM

188. Jahrgang

§reitag, 18. November M8

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Das Staatsbegräbnis für Ernst vom Rath.

Der Führer bei der Trauerfeier in der Düsseldorfer Rheinhalle.

DieTrauerfeier in derRheinhalle

Eine grotze Trauerversammlung gibt dem Ermordeten die letzte Ehre.

Düsseldorf, 17. Nov. (DNB.) Im Rahmen eines feierlichen Staatsaktes nahmen am Donnerstag der Führer und das deutsche Volk Abschied von Ernst vom Rath. Ganz Düsseldorf trägt ein ernstes, feier­liches Gepräge. An der Rheinhalle staut sich das Volk. An der Straße von der Rheinhalle bis zum Ratinger Tor stellt sich der Trauerkondukt auf, der die sterbliche Hülle Ernst vom Raths nach der Trauer- feter zum Friedhof geleiten wird. Vor der Rhein- yalle ist eine Ehrenkompanie der Wehrmacht an­getreten. Am Eingang zur Halle stehen Ehrenposten der StandarteFeldhetrnhalle" und der SS.-Ver- fügungstruppe. Fahnengruppen und Pylonen bil­den auch hier den Trauerschmuck. Weihevolle Stille liegt über der Trauerversammlung in der Rhein- Halle. Der gewaltige Kuppelsaal ist mit Hakenkreuz- bannern, silbernen Friesen, Lorbeer, Tannengrün und frischen Blumen ausgeschmückt. Zwölf silberne Pylonen umrahmen das weite Rund, aus ihren Schalen werfen Scheinwerfer ihr Licht empor. Von einem Meer von Kränzen und Blumen um­geben, steht auf hohem Katafalk der Sarg, den Hakenkreuzbanner, Mütze und Degen des Toten zieren. Fahnen und Standarten stehen zu seinen Häupten. Angehörige des Auswärtigen Amtes, der Auslandsorganisation und des NSKK. halten Ehren­wacht.

Der Führer trifft ein.

Punkt 12 Uhr trifft der Führer an der Rhein­halle ein. In feiner Begleitung befinden sich die drei Gauleiter der westdeutschen Grenzgaue, Florian Oberpräsident Terboven und Grohä, die den Führer am Bahnhof begrüßt hatten. Die Ehren­kompanie der Wehrmacht und der Ehrenposten am Eingang der Halle präsentieren. Die Arme der zu vielen Tausenden im weiten Umkreis stehenden Volksgenossen erheben sich zum stummen Gruß. Reichsaußenminister von Ribbentrop, der kurz vorher eingetroffen war, begrüßt den Führer und geleitet ihn dann in die Trauerhalle. Der Führer grüßt mit erhobener Hand Ernst vom Rath und nimmt zwischen den Eltern des Toten Platz Neben der Mutter des Toten nehmen der Neichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, ein Bruder des Ermordeten und Gauleiter Bohle, neben dem Vater der zweite Bruder Ernst vom Raths und Gauleiter Floxian Platz. Außer weiteren Angehörigen der Familie vom Rath sieht man Vertreter der Partei, des Staates und der Wehrmacht. Als Vertreter der italienischen Regierung nimmt Generallonsul Armao an der Feier teil. Auch ein Vertreter der französischen Botschaft in Berlin ist zugegen. Nach­dem BeethovensEroika" verklungen ist, spricht Gauleiter Bohle.

GauleiterVohlesAbschiedsworle

Jedes Opfer macht die Bewegung zum Siege entschlossener.

gerissen mit dem Schwur, in seinem Geist auch in aller Zukunft, ihre Pflicht zu erfüllen für Adolf Hitler und Deutschland.

Reichsaußenmimsier von Ribbentrop

führte sodann aus:

In Trauer und Ehrfurcht stehen wir vor unserem toten Mitarbeiter, dem Gesandtschaftsrat Ernst vom Rath. Erst vor wenigen Monaten aus dem Fernen Osten zurückgekehrt, traf den in der Blüte der Jugend Stehenden fein Schicksal in Paris in treuester Pflichterfüllung für Führer und Reich. Mit den Eltern und Brüdern des Toten trauern um diesen Blutzeugen des auswärtigen Dienstes seine Kamera­den, die in ihm immär den warmherzigen Menschen und Freund, den Mann mit dem geraden, aufrechten Charakter schätzten. Und es trauert um ihn das ganze deutsche Volk.

Eine feindliche Welt, in überlebten Formen erstarrt, glaubt durch Ablehnung alles Jungen und Starken,

Sein Opfer war

Toter Parteigenosse! Deine Arbeit und dein Trachten waren immer auf die Größe unseres Vaterlandes gerichtet. Jetzt kannst du ruhig schlafen. Langsam, aber unaufhaltsam ist die alte Welt im Versinken. Keine Ver­hetzung, keine Verleumdung, kein Terror kann das deutsche Volk wieder zur Knechtschaft zu­rückbringen, kann den Weg Deutschlands auf- hatten. Was eines Tages aus dem Zusammen­bruch der alten Gesellschaftsordnung in den anderen Ländern, was auf den Trümmern dieser alten versinkenden Geisteswelt Neues erstehen mag, wir wissen eS nicht. Eins aber ist unser heiliger Glaube und unsere tiefste Neber- zeugung: Immer wird nach dieser Weltenwende daS ewige Deutschland stehen, einig, stark und groß wie niemals zuvor.

Die Blutopfer eines Volkes sind die ewigen Mahner für die Erhaltung seiner Ideale. Sie sind der erhebenste Ausdruck des Lebenswillens eines Volkes im Kampf um seine Behauptung auf dieser Erde. Durch das heroische Opfer für, die Gemein- chaft gebracht meist von den Besten eines Volkes wird der Glaube an seine Zukunft und damit sein Lebenswille wach und lebendig erhalten. Niemals kann ein Volk untergehen, so lange es Männer sein eigen nennt, die jederzeit bereit sind zu sterben, damit ihr Volk lebt!

Nie strahlte das deutsche Heldentum leuchtender als im Weltkrieg, da Millionen namenloser Soldaten chr Leben für den Schutz der Heimat gaben. Aber wiederum, wie schon so oft in der deutschen Geschichte, schienen diese Opfer vergebens. Da stand ein Mann auf, der mit der heißen Glut feines Herzens und der übermenschlichen Kraft seines Glaubens das deutsche Volk wieder emporriß. Nun begannen durch ihn, den Führer, allenthalben Männer wieder zu glauben und zu kämpfen. Leo Schlageter ließ in

durch blinden Haß gegen die Gestalter und Träger eines neuen Zeitalters den Gang des Schicksals auf­halten zu können. Lüge und Verleumdung, Verfol­gung, Terror und Mord sind die Mittel des inter­nationalen Judentums und der anderen zersetzenden Mächte, die dem nationalsozialistischen Deutschland den Weg in die Zukunft verwehren möchten. Jl)r letztes Opfer ist unser Parteigenosse vom Rath.

Parteigenosse! In deinem jungen Leben konntest du Zeuge sein eines geschichtlich beispiellosen Vor­gangs: des Wiederaufstiegs Deutschlands aus tiefer Ohnmacht zu einem der machtvollsten Staaten auf dieser Erde. Du konntest miterleben, wie von Jahr zu Jahr, von Monat zu Monat, ja von Tag zu Tag Deutschland neu gestaltet wurde, wie der Führer aus unserem unterdrückten, vergewaltigten Land ein junges und stolzes Deutsches Reich schuf. Dieses miterlebt, hieran mitgearbeitet zu haben, ist allein schon mehr, als eine gütige Vorsehung Sterblichen vergönnt. Daß Ernst vom Rath sein Blut und sein Leben für die Ideale unserer Bewegung gab, ist letzte Erfüllung deutscher Mannestreue und sichert ihm einen dauernden Platz in der deutschen Geschichte.

nicht vergebens.

dieser Stadt sein Leben und in München marschierten die nationalsozialistischen Freiheitskämpfer zur Feld- hermhalle. Diesmal sollte ihr Opfer nicht ver­gebens sein, denn aus ihrem Blut entstand das neue Deutschland. Auch der Tod Ernst vom Raths war nicht vergebens. Wenn uns jetzt in der Welt neuer Haß entgegenschlägt, wenn man versucht, das Opfer unseres toten Parteigenossen durch erneute Lügen und Verleumdungen des deutschen Volkes zu entweihen, dann geht ein Sturm der Entrüstung durch dieses Volk, und sein Witte, jederzeit alles für Führer und Reich einzusetzen, wird um so härter und entschlossener. Ich wiederhole, die Worte, die der Führer am Grabe Wilhelm Gustlofss sprach: Wir verstehen die Kampfansage und wir nehmen sie auf!* Im Bewußtsein seiner Kraft steht das deutsche Voll einig und stolz hinter seinem Führer und marschiert mit ihm in die große deutsche Zukunft."

Getragen klingt das Lied vom guten Kameraden durch die Halle. Die Lieder der Nation erfüllen ge­dämpft den Raum. Der Führer verabschiedet sich von den Eltern und Brüdern des toten Helden. Noch einmal verweilt er im stillen Gedenken vor den sterblichen Ueberreften des für sein Vaterland Gefallenen. Mit erhobener Hand nimmt er Abschied und verläßt sodann die Halle.

Die Standartenabordnungen, die am Sarge die Ehrenwache hielten, treten vor, voran das Ehren­zeichen der Motorstandarte 30Ernst vorn Rath". Ihnen schließt sich die Abordnung des Düsseldorfer Fascio mit ihrem Banner an. Männer des NSKK. tragen die Fülle der Kränze. Dann folgt der Sarg, dem der Kranz des Führers von ^-Männern voran­getragen wird. Dem Toten geben Reichsaußenmini­ster von Ribbentrop, die Eltern, Gauleiter Bohle, die beiden Brüder und die lange Reihe der Teil­nehmer der Trauerfeier das Geleit. Unter dumpfem

Trommelwirbel wird der Sarg auf die Lafette ge­hoben. Die Ehrenkompanie der Wehrmacht präsen­tiert und überall erheben sich die Arme zum letzten Gruß.

Die letzte Fahri.

Langsam setzt sich der große Trauerzug zum Nordfriedhof in Bewegung. Ein Spielmanns- und Musikzug der SA. eröffnet den Zug, es folgen der Fahnenblock und ein Ehrensturm der SA., die Ehrenkompanien der Wehrmacht und der ff-Der- fügungstruppe. Eine Ehrenhundertschaft der Schutz­polizei und die Ehrenabordnung des Arbeitsdienstes mit geschultertem Spaten schließen sich an. Vor dem Sarg, den die sechsspännige Lafette trägt, schreiten vier Männer der -f-VerfügUngstruppe mft dem großen Kranz des Führers und ein NSKK.-Führer mit dem Ordenskissen. Reichsaußenminister von Ribbentrop, die Eltern und Brüder des Ermordeten sowie die große Zahl der Trauergäste folgen dem Sarge; ihnen schließen sich die Abord­nungen des Auswärtigen Amtes und der Auslands­organisation der NSDAP, an. Die Ehrenobordnun- gen sämtlicher Parteigliederungen bilden den Ab­schluß des Zuges, der nun vorbei an großen Pnlo- nen und Trauerfahnen den fast vier Kilometer lan­gen Weg zum Nordfriedhof nimmt. Kopf an Kopf stehen Hunderttausende, die schweigend den Toten grüßen.

Die Beisetzung.

Am Grabe wird zu Häupten der offenen Gruft der Kranz des Führers niedergelegt. Dahinter nimmt der NSKK.-Stander des Sturmes, in dem Ernst vom Rach schon in der Kampfzeit für die Idee des Führers kämpfte, Aufstellung und zu bei­den Seiten des Grabes die StandarteErnst vom Rath", die SA.-Standarte Düsseldorf, die SA.- StandarteSchlageter" und die Standarte des Fliegerkorps. Dann wird der Sarg von der Lafette gehoben und unter den getragenen Klängen des Lie­des vom guten Kameraden in die Gruft gesenkt. Zum letzten Gruß neigen sich die Fahnen, heben sich die Arme.

Nun nimmt Bischof Peter (Berlin) das Wort:Ernst vom Rath ist für Deutschlands Frei­heit gefallen. Groß ist das Herzeleid der Eltern; aber ihr Schmerz ist gelindert durch die Anteil­nahme des ganzen deutschen Volkes. Ernst vom Rach hauchte seine Seele aus für das H« wir in dieser Welt besitzen: Deutschland hilft, daß Deutschland lebt! Darum, beu.,-, -----

sollst du, wenn du den Schmerz dieser Tage teilst, wiederum gläubig bejahen lernen, da das Deutsch­land des Niederganges und des Schmerzes gewor­den ist das Deutschland der Gnade und der Kraft. Ernst vom Rath war ein Held der Freiheit, und Helden der Freiheit stehen auf. So gilt es, das Letzte allen Tuns, den Glauben, der uns stark macht, weiter zu tragen. Es gilt, die Bahn der Sendung weiter zu beschreiten, auf die uns der Allmächtige durch Adolf Hitler rief." Der Bischof richtete dann einen flammenden Appell an die Völ­ker der Welt:Wir wissen, wer für die Tat ver­antwortlich ist. Wir fragen in dieser Stunde die Völker der Erde, wir fragen die Christen der Welt: Was wollt ihr tun gegen den Geist jenes Volkes, gegen Juda? Wir fragen die Völker in unserem Schmerz und Stolz, und wir erwarten chre Ant­wort."

Nach dem Schlußgebet klingt das Kampflied der Bewegung auf, nochmals senken sich die Fahnen und recken sich die Arme zum Gruß. Drei Ehren­salven krachen über das offene Grab hinweg.

Ernst vom Rath, so sagte er, ist der achte Blut­zeuge des Auslandsdeutschtums, das achte Opfer jüdifch-bolschewistischer Mordlust im Ausland. Mit ihm find Wilhelm Gustloff und die in Rot­spanien ermordeten Parteigenoffen stumme und doch leidenschaftliche Ankläger gegen die Elemente, die im Ausland den politischen Mord als Ausdruck ihres Hasses gegen das Großdeutsche Reich gewählt haben. Die Schüsse von Davos, von Barcelona und von Paris hatten nur ein Ziel. Dieses Deutschland. Dieses Ziel ist das Dritte Reich. Die Ausländsdeutschen, die überatt tn der Welt als anständige und loyale Gäste der Staaten, tn denen sie leben, ihrem Beruf und ihrer Arbeit nachgehen, sind heute die Zielscheibe des Hasses, der Ver­folgung und der Verleumdung für das inter­nationale Untermenschentum, das alle setne Kräfte auf die Vernichtung des wiedererstandenen Reiches konzentriert. Die Juden vergessen aber, daß tote Nationalsozialisten die Bewegung, die Deutschland wieder zur Weltmacht erhob, niemals geschwächt, sondern diese Bewegung immer nur stärker und zum Siege entschlossener gemacht haben. So wird auch das Opfer des Parteigenossen Ernst vom Rath das nationalsozialistische Auslandsdeutschtum noch enger als bisher zusammenschließen. Die Welt sott wissen, daß diese nationalsozia­listische Volksgemeinschaft das höchste Gut ist, das der Führer uns Ausländsdeutschen gab und das uns nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet, überall in der Welt, wo Deutsche leben, die gleichen Gemeinschaften zu bilden, die hier im Reich die Menschen übet Klassen und Berufe hinweg zu einem einzigen nationalen Willen zusammen­gefügt haben. Wit nehmen Abschied in dem Be­wußtsein, einen Kämpfet verloren zu haben, in dessen Stelle Tausende und Abertausende aus- landsdeutsche Nationalsozialisten einrücken werden. Wir beugen uns in Ehrfurcht vor den schwergeprüf­ten Eltern unseres toten Kameraden und geloben ihnen, daß das große Opfer ihres Sohnes nimmer­mehr vergessen sein wird. Die Fahnen der Be­wegung, die in diesen Tagen zu Ehren des Partei­genossen vom Rath gesenkt sind, werden von seinen Kameraden im Reiche und im Ausland wieder hoch-

sRtto nnn hör Trauerfeier für den Gesandtschaftsrat Ernst vom Rach in der Düsseldorfer Rheinhalle. In der ersten Reche sieht man Tiibrer Atniidien den Eltern des Ermordeten. Weiter links Reichsaußenmimster von Ribbentrop, ganz links Gauleiter Staats-

öen 6uyrer annjajen w fetretär Bohle. (Scherl-Bilderdienst-M.)