Der neue Bundespräsident der Schweiz
Bundesrat Or. Wetter zum Chef des Finanz-Departements gewählt.
abenden feines Amtes eine Einrichtung schuf, die auch den Auslandjournalisten in Berlin Geist und Idee des Nationalsozialismus lebensnah vermittelt habe.
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Der ehemalige Ministerpräsident Vajda D o e v o d fjat. wie Europapreß meldet, den ihm angebotenen Posten der diplomatischen Vertretung Rumäniens in Berlin angenommen Er wird seinen neuen Posten unmittelbar nach Weihnachten antreten.
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In Chile ist Aquirre Cerda vom Parlament zum Präsidenten der Republik proklamiert worden.
Aus aller Welt.
Sin Mordprozeß
gegen zchn Heimwel-rmänner.
Wels, 15 Dez. (DNB) In Wels ging mit der Urteilsverkündung ein Prozeß zu Ende, in dem zehn Hcimwehrangehörige angeklagt waren, im Juli 1934 gegen die nationalsozialistischen Freiheitskämpfer gewütet zu haben wobei der SA.-Mann Martin D e u b l e r den Tod sand — Am 29. Juli 1934 hatte eine Heimwehrabteilung bei Goisern in Oderdonau eine Almhütte nach flüchtigen Nationalsozialisten durchsucht und einige gesunden, unter ihnen Martin D c u b l e r . Leopold Peer und Wilhelm Reiter Die wehr- und waffenlosen Nationalsozialisten wurden durch Faust- und Kolbenhiebe sowie durch Schläge mit dem Gummiknüvpel brutal mißhandelt. Bei einer Steinmauer anoelangt. riefen einige der Heimwehrmänner: „Da stellen wir sie hin, die Hunde, da ist der richtige Platz!" Deubler wurde durch einen Kolbenhieb zu Boden geschlagen. Als er sich erhob und weitergehen wollte, wurde er vom Angeklagten Alois Maner noch einmal nieder- gestreckt. Kurz darauf drückte der Anaeklagte Iolef Fischer aus unmittelbarer Nähe sein gegen die Brust Deublers gerichtetes Gewehr ab Der Schuß traf Deubler tödlich. Gegen ihn wurden dann noch weitere Schüsse abgegeben und zwar vom Angeklagten Ecker. Leovold Peer wurde bei der Schießerei schwer verletzt, während der dritte der Festgenommenen. Wilhelm Reiter, fliehen konnte
Nach mehrtägiger Verhandlung wurde nun das Urteil gefällt. Josef Fischer wurde wegen des Verbrechens des gemeinen Mordes an Martin Deubler zum Tode zwei weitere Angeklaate wegen der Teilnahme am Mord als entfernte Mitschuldige zu ie 5 Jahren schweren Kerker, ein Anaeklagter wegen des Gleichen Verbrechens und des Verbrechens des versuchten gemeinen Mordes ebenfalls zu fünf Jahren schweren Kerker und schließlich ein An sichrer der Heimwebr wegen des Verbrechens, die Verhinderung des Mordes an Deubler unterlassen zu haben, zu 18 Monaten schweren Kerker verurteilt. Vier Anaeklaate wurden freigesprochen Ein Angeklagter hatte sich der Verantwortung durch Selbstmord entzogen
Zwei 2Häbd)enmörber zum Tode verurteilt
Das Schwurgericht Meinigen verurteilte den 26jä»"-i^en Albert Hörnlein aus Eisfeld (Kreis Hil irghausen) wegen Mordes zum Tobe Hörnlein hat leine Geliebte, ein junges Mädchen feines Heimatdorfes erlchosien, angebl'ch weil die Eltern 'hrer Tochter verboten hatten, die Beziehungen zu dem als -irb-itsscheu, gewalttätig und gefühlsroh bekannten Mann fortzusetzen.
m®.ern' 15. Dez. (Europapreß.) Die vereinigte Bundesversammlung hat am Donnerstagvormittag zum Nachfolger des zurückgetretenen Chefs des eidgenössischen Finanz • Departements, Bundesrat Dceger, den bürgerlichen Kandidaten Dr Wetter mit 117 Stimmen bei 8 Stimmenthaltungen zum schweizerischen Bundesrat gewählt. — Der Kandidat ^.Sozialisten, der Züricher Stadtratsvräsident Dr. Kloti erhielt nur 98 Stimmen und hat somit die absolute Mehrheit von 108 nicht erreicht. Damit ist die Hoffnung der Sozialisten, in die oberste Landesbehörde der Schweiz einzuziehen, gescheitert. — Wie erinnerlich, hat siH unter der Freisinnigen Partei noch kurz vor der Wahl in den mehr links gerichteten Kreisen eine ziemlich starke Strömung für die Kandidatur Klötis bemerkbar gemacht, doch hat sich nunmehr durch die Wahl Dr Wetters jene Auffassung Bahn gebrochen, die vor allem auch für eine Zusammenarbeit mit der welschen Schweiz eintrat, die sich für Dr Wetter ausgesprochen hatte. Der neugewählte Bundesrat der bisher das Amt eines Präsidenten für die nächste Tagung des Schweizerischen Industrievereins inne hatte, steht im 61. Lebensjahr.
Zum Bundespräsident en für 1939 rückt in der Reihenfolge der Vorsteher des Departements des Innern, Bundesrat Etter, auf Er erhielt 150 von 210 abgegebenen Stimmen Bundesvizepräsident für 1939 wurde Bundesrat Pilot mit 99 von 133 abgegebenen Stimmen. Zum Präsiden-
Das Schwurgericht München verurteilte den neunundzwanzig Jahre alten Thomas D u n a aus San- dizell bei Aichach wegen Mordes zum Tode. Duna hatte am 14 September d. I. seine Geliebte, die 24 Jahre alte Barbara Glas, mit einem Tier- fchußapparat im Schlachthaus in Schönegg erschossen.
Verhaftung eines jüdischen Schmugglers.
Den Spezialbeamten der hannoverschen Zolllahn- dung gelang es, wie die „Göttinger Nachrichten" melden, einen jüdischen Verbrecher, Max Hahn, unschädlich zu machen. Er hatte versucht, für 6000 Mark Goldgeld, Brillanten und Silber -ins Ausland zu schmuggeln. Er wollte angeblich eine acht- wöchiae Informationsreise nach Palästina machen und hatte sich zu diesem Zweck einen Kabinenkoffer beschafft. Mit der bekannten jüdischen Frechheit machte die Familie Hahn nun den zuständigen Zollbehörden Mitteiluno davon daß der Koster zu untersuchen sei. Die Zollbehörden prüfen bekanntlich iedes Geväck von Juden bei Reisen ins Ausland. Bei der Nachprüfung fand einer der Beamten in neuen Bergstiefeln eine goldene Uhr. Nunmehr wurde jedes einzelne Kleidungsstück eingehend untersucht Und ein Beutel mit ^ün^niarkstück"n stl- berne Bestecke, goldene Armbänder, Ringe und Broschen und ein aoldenes Zigarettenetui mit Brillanten gesunden Ferner hatte die Mutter des Juden Goldstücke mit Watte und Seide umwickelt und als Knöpte an den Moraenrock ihres Sohnes genäht. In ein»m Gürtel fand man eine Perlenkette und eine Brillantnadel. Die Sachen wurden beschlagnahmt und der Jude, desien Vater in Göttingen und Münck)ewGladbach nicht weniger als elf Häuser,
ten des Bundesgerichts wurde Bundesrat Fazy gewählt. Zum Leiter des Finanzdepartemerüs wählte die Bundesversammlung mit 117 von 223 abgegebenen Stimmen den freisinnigen Nationalrat Wetter. Ec tritt an die Stelle des zurücktretenden Bundesrates Dr. Meyer Der sozialdemokratische Kandidat Klöti erhielt 98 Stimmen
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Der neue schweizerische Bundespräsident Philipp Etter wurde 1891 als Sohn eines Handwerksmeisters in Menzingen (Kanton Zug) geboren, wo seine Familie feit dem 12. Jahrhundert anwesend ist. Er studierte an der Universität Zürich die Rechte, war dann in Zug Rechtsanwalt und wurde 1918 in den Großen Rat, 1923 auch in den Regierungsrat gewählt, wo er die Erziehungsund Militärdirektion übernahm. 1927/28 war er Landmann des Kantons Zug, 1930 Ständerat. 1934 wurde er Mitglied des Bundesrats und Leiter des Departements des Innern. Die Erklärung der rätoromanischen Sprache zur Landessprache ist fein Werk. Auch die Schaffung einer F lmkammer geht auf ihn zurück. Während des Weltkrieges war er Offizier der Grenzbefetzung. nach dem Kriege kommandierte er eine Zuger Kompanie und ist jetzt Infanteriemajor Als Verfasser Heimat- und rechtsgeschichtlicher Schriften ist er bekannt geworden. Er ist Vater von zehn Kindern Etter gehört der katholisch-konservattven Partei an.
zahlreiche Grundstücke, drei Lebensversicherungen, viele Wertpapiere und Hypotheken besitzt, verhas- t e t. Seine Mutter, die mit ihm gemeinsame Sache gemacht hatte, war nicht haftfähig.
Deutsches Reiseslugzeug startet zum Langstreckenflug nach Australien.
Dieser Tage begibt sich em zweisitziges Reisestugzeug vom Flugplatz der Aradowerke in Brandenburg nach Tripolis, um von dort zu einem Langstrecken stug nach Australien zu starten. An Bord werden sich Oberleutnant Horst P u l k o w s k i und Leutnant Rudolf I e n e 11 befinden. Der vorgesehene Flugweg führt über Nordafrika, Vorderindien, Siam, (Sumatra, Java und die Tnnorsee nach Port Darwin in Australien. Von dort geht es über die Philippinen. Riederländisch-Indien. Bri- ki sch-Indien, Klein-Asien und über den Balkan zurück nach Deutschland. Dieser Sportstug soll die hervorragende Leistungsfähiakeit der Ar. 79 und ihre besondere Eignung als Rersestugzeug auch für längste Strecken unter schwierigen Bedingungen bezüglich Klima und überflogene Gebiete unter Beweis stellen. Es sind dadei Sttecken von mehr als 1000 km im OhneHaltflug zurück zu legen und nicht nur die Alpen, sondern auch t)ie Riesen des Himalaja zu überqueren. Die längste Flugstrecke über ost en em Meer sind 800 km über den Persischen Golf und über die Timor fee in Länge von 750 km.
170 Jahre Hanauer Stabffbeater.
NSG. Das Stadttheater Hanau a. M. kann in diesem Monat das 170jährige Bestehen als älteste, dauernd bespielte Bühne Süd- Deutschlands begehen. Diele Jahrzehnte städtischer
Kulturarbeit und insbesondere" die Leistungen der letzten Jahre, die eine Steigerung der Besucherzahlen um über 100 v. H. brachten, geben das Recht, stolze Rückschau zu halten. Aus diesem Anlaß veranstaltet die Stadt Hanau mit der Intendanz des Stadttheaters vom 18. bis 21. Dezember eine Reihe festlicher Tage, ,die neben einer Morgenfeier auch eine dem Wirken des Stadttheaters gewidmete Ausstellung vorsehen. Die Festfolge hält sich mit der Oper „Der Freischütz" und dem Lustspiel „Was ihr wollt" an die bewährte Tradition und leitet mit der Festaufführung der Oper „Enoch Arden" von Gerster und dem Schauspiel „Der Hochverräter" von Lan- genbeck auf die Gegenwart über.
Temperatursturz in Rußland.
Nachdem in den letzten Tagen in Moskau eine für diese Jahreszeit warme Witterung geherrscht hatte, nur 3 Grad unter Null, ist jetzt ein empfindlicher Temperaturrückgang eingetreten. In Moskau wurden 22 Grad, im Norden des europäischen Rußland sogar 40 Grad Kälte gemessen. Eigenartigerweise herrscht zu gleicher Zeit in den Polarregionen Regenwetter. So wird vom Franz-Ioseph-Land 1 Grad und Regen gemeldet
Kälteeinbruch in Ostpreußen.
In Ostpreußen setzte in der Nacht zum Freitag ein überraschender Witterungsumschwung ein. i Während am Donnerstag noch erträgliches Winterwetter herrschte, trat am Freitag in ganz Ostpreu- । feen unerwartet Kälte ein. So wurden in der Kö- | mgsberger Innenstadt um 8 Uhr noch über 12 Minusgrade gezählt, während in Tilsit 15 Grad und in Ebenrode sogar 17 Kältegrade gemessen wurden. Für die Nacht zu Samstag wird eine Temperatur von über Minus 20 Grad vorausgesagt.
2Refferbori4>f
Die Ueberffutung des europäischen Festlandes mit kalten, aus Rufeland stammenden Luftmassen macht rasch weitere Fortschritte Ost- und Mitteldeutschland sind bereits erfaßt, in West- und Süddeutschland kann bereits am Freitag bei lebhaften östlichen Winden fortreichende Abkühlung mit verbreitetem Eintritt von Frösten gerechnet werden.
Vorhersage für Samstag: Wolkig dis aufheiternd, höchstens leichter Schneefall, Frostzu- nahme, lebhafte östliche Winde.
Lufttemperaturen am 15. Dezember: mittags 2,4 Grad Celsius, abends 2,1 Grad: am 16. Dezember: morgens 1,2 Grad. Maximum 2,6 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Dezember: abends 3,6 Grad; am 16. Dezember: morgens 3,6 Grad.
Wintersport-Wetterbericht.
Nur in den Hochalpen Schneesportmöglichkeiten.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM.
2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 \ gültig
Jdi empfehle immer wieder die „Astra"l"
„Und do6 Du jetzt endlich eine leichte Cigarette rauchst, freut mich besonders."
„Die „Astra" schmeckt ja wunderbar. Das ist auch für die verwöhnteste Raucherzunge eine richtige Entdeckung!"
„Ich möchte meinem Mann Cigaretten schenken. Sie müssen ihm aber besonders gut schmecken und vor allem leicht sein, denn dann bekommen sie ihm
/ besser."
Wollen Sie „ihm" eine Freude machen?
Leichtigkeit und Wohlgeschmack - natürlich gewachsen - das ist das Geheimnis der „Astra". Hier kommt es nicht nur auf die Feinheit der Tabakblätter an, sondern ebenso auf die Meisterschaft der Tabakauswahl und Mischung. Auf der ganzen Welt lebt diese Kunst nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Sie sorgt dafür, daß die
„Astra", unabhängig von Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt.
Schenken Sie
„Astra"!
„Sie haben mir gut geraten. Mein Mann ist von dem Geschmack der „Astra** begeistert und er sagt selber, die bekommt ihm besonders gut. Er möchte wieder
100 „Astra"
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