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meinen Frieden.

Paris beruhiat

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Die neue Tschecho-Slowakei

Oie ^esundungspolilik des neuen Kabinetts Beran.

Nachmittags brachte die Regierung erneut den Ent­wurf eines Ermächtigungsgesetzes ein. Der neue Entwurf begrenzt die Ermächtigung auf zwei Jahre. Außerdem werden in ihr die Rechte der autonomen Landesteile Slowakei und Karpatho- Ukraine berücksichtigt. Nach diesem Entwurf kann der Präsident Verfassungsgesetze abändern, doch bedarf es hierzu des einstimmigen Antrages der Regierung, der auch die Zustimmung der Mehr­heit der Mitglieder der slowakischen Landesregierung in sich schließt. Diese Ermächtigung gilt jedoch nicht für eine Abänderung des slowakischen Autono­mie-Gesetzes, es sei denn, daß der slowakische Landtag seine Zustimmung baiu erteilt. Das Not­verordnungsrecht der Regierung wird nun, wenn es sich um gemeinsame Angelegenheiten han­delt, gleichfalls der Zustimmung der slowakischen und karpatho-ukrainischen Landesregierungen bedürfen. Für den Bereich der Slowakei besitzt das Notver­ordnungsrecht die siowakilche Landesregierung, für das Gebiet der Karpatho-Ukraine die karpatho-ukrai- nifche Landesregierung.

<?ine Auskpracke Beran Kundt.

Prag, 13. Dez. (Europapreß.) Abgeordneter Kundt, der Vorsitzende des Klubs der deutschen nationalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren im Prager Parlament hatte mit Ministerpräsident Beran eine zweistündige Aussprache über laufende politische Angelegenheiten. Es wurde die Verein­barung getroffen, daß das Amt des Abgeordneten Kundt die lausenden, das Deutschtum in der Tschecho- Slowakei betreffenden Angelegenheiten jeweils dem Ministerpräsidium mitteilen und gemeinsam mit diesem Amte behandeln werde.

äframif* wirb Lanb^prache.

Fettigkeit abzulegen, mit der Italien die schnelles Ueberraschungen hervorgerufen.

Losung der Frw ***- *rr ri ! ' y -

blatt ,Hl Lavoro

DieXribuna" spricht von einerkalten Dusche", die aus London über gewisse Pariser Hitzköpfe niedergegangen sei und sie abkühlen werde.

wütigerer DersöhnNchkeit und klareren Derstäud- nisien zu begegnen. Allerdings müsie man sich fra­gen, ob diese elementaren Wahrheiten in Frankreich ...j.k----standen werden.

Lettischer Ministerbesuch in London.

England beteiligt sich au der lettischen Aufrüstung.

Londo n, 13. Dez. (Europapreß.) Der lettische Außenminister Munters verließ am Diens^g- nachmittag London, um über Dover-Ostende den Nordexpreß zu erreichen. Munters wird sich nach kurzem Aufenthalt in Riga zu der Konferenz der Baltischen Staaten nach Reval begeben, lieber seine Unterhaltungen in London wird von beiden betei­ligten Seiten Verschwiegenheit bewahrt. Es wird ledoch betont, der größte Teil der Verhandlungen habe den Fragen des englisch-lettischen Wandels gegolten, wobei die enalischen Regie­rungsvertreter ihrer Unzufriedenheit über die Hand- babunq der lettischen Einfuhrgenehmigungen deut­lich Ausdruck verliehen haben sollen.

Für die Beteiligu.ng der' englischen Rüstungsindustrie an Lettlands Aufrüstung habe Munters konkrete Vorschläge mit nach Riga

10 000 Juden im Wirtschafts- und Finanzwesen vorherrschen, unterstützten sie alle regierungsfeind­lichen Bewegungen mit reichlichen Geldmitteln Der Jude Schalom Abram, welcher allein in Serajewo 60 Häuser besitzt, gab noch am Vorabend des Wahl- tages erneut 100 000 Dinar zur Agitation qegen die Regierung. T)eV Jude Lakatosch schoß am Wahltage aus mehrere Mohammedaner und verletzte davon einen schwer. Die Empörung unter den Moham­medanern ist schon wegen der P-ttättinalrage groß gewesen und wurde durch diese Provokationen be­greiflicherweise noch gesteigert. In Serajewo sollen auch Flugzettel in hebräischer Schrift und Sprache gegen die Regierung verbreitet worden sein.

Oer syris fie Ministerpräsident fährt heim.

Neuyork, 14. Dezember Funkjpruch.) Das Marineministerlum gab Einzelheiten des Flot­tenbauprogramms bekannt, das dem Kongreß im Januar vorgelegt werden soll. Danach ist der Bau von insgesamt 22 Kriegsschiffen g e - plant, von denen mindestens ein bis zwei Schlachtschiffe zu 45 000 Tonnen sein werden, die vor allem im Stillen Ozean angesetzt werden sollen. Drei neue Stützpunkte werden für die Luft­flotte im Atlantik vorgesehen, ferner neue Flug­häfen in Alaska sowie der weitere Ausbau

komisch wie irgendein anderes Tier. Ueberlegen Sie V'../. ucull

ßenau ob am Affenan sich" etwas komisch den Elefanten erschießen ist! Es ist nicht der Fall. Erst wenn Sie den Affen r 1 ------- '

Buchung zum Menschlichen setzen, wozu seine Menschenähnlichkeit verleitet, erst dann wirkt der Affe komisch.

sein! Bleiben wir beim Beispiel des Clowns der den Elefanten erschießen will. Wenn nämlich der Elefant, plötzlich übel gelaunt, mit seinem Rüssel den Clown, kaum daß dieser feine Korkenpistole abfeuerte, packt und ihn wütend durch die Luft schleudert und dann so heftig auf den Boden wirft daß der Clown tot liegen bleibt, so ist diese Replik" unangemessen, weil das Ende des Vor­gangs durchaus nicht komisch wirkt. Wenn aber der Elefant sei es aus Versehen, sei es, weil er dar­auf dressiert ist, nach dem Knall der Korkenpistole dem Clown den letzten Teil des Rückens zukehrt und etwas fallen läßt, wovon man in guter Gesellschaft nicht spricht, dann ist dieReplik" angemessen und beendet denKonflikt" verdientermaßen mit einem schallenden Gelächter. Dieses Beispiel zeigt außerdem zweierlei Tatsachen auf. Erstens, daß die Replik nicht gesprochen zu werden braucht, sondern auch in einer Geste bestehen kann. Zweitens, daß die Replik" von dem, der sie erteilt, gar nicht, als komisch empfunden zu werden braucht. Wichtig ist nur, daß die Replik von den Zuschauern als komisch erkannt wird!

nunmehru n t e r z e i ch n u n g s r e k f". Man dürfe in der Verzögerung, die die Unterzeichnung dieses Abkommens erfahren habe, nicht ein Zeichen der Uw einigfeit sehen. Daß Abkommen könne, sobald der neue Oberkommissar Frankreichs in Syrien, Puaux, seinen Posten eingenommen habe, sicherlich in Kraft treten.

Lteberflüisige Einrichtungen.

Paris, 13. Dez. (Europapreß.) Die radikal- sozialistischeEre Nouoelle , von der man sagt, daß sie dem Kammerpräsidenten H e r r i o t nahe- steht, veröffentlicht einen außerordentlichen scharfen Leitartikel gegen b i e Genfer Liga und den Haager Schiedsg^richtshof, die ihrer An- sicht nach keine Existenzberechtigung mehr hätten. Der panamerikanischen Kon­ferenz in Lima lägen zwei Fragen vor: die Schaffung eines panamerikanischen Bundes und eines panamerikanischen Gerichtshofes. Dies bedeute den Tod der Genfer Liga und des Inter­nationalen Gerichtshofs.

An uns liegt es nunmehr", so schreibt das Blatt, alle Konsequenzen aus diesen Ereianissen zu ziehen. Es ist klar, daß von nun an die Genfer Liga ebenso wie der Haager Gerichtshof nur noch als ein Vorwand dafür erscheinen können, eben­so zahlreiche wie unnütze Beamte zu unterhalten, die dazu noch außergewöhnlich hohe Gehälter beziehen. Ein solcher Luxus ent­spricht nicht mehr den Zeitumständen. Die Stunde gehört den Ersparnissen. Die Beamten von Gens und vom Haag haben keine Daseinsberechtigung mehr. Darüber hinaus muß man noch eine viel ernstere Lehre ziehen. Die internationalen Einrichtungen, auf denen sich so viele Hoffnungen gründeten, haben a u s g e I e b t und mit ihnen alle Systeme der Schiedsgerichtsbarkeit, der Beihilfe und der kollek­tiven Sicherheit. Jetzt muß man nur auf sich f e l bst zählen. Denn wer feine Verteidigung ver- nachläfsigt und nicht an feiner eigenen Sicherheit arbeitet, kann im Ernstfall nicht auf die Hilfe der anderen rechnen."

Amerikas Aufrüstung.

Mehr Schlachtschiffe, Flugzeuge, Flugplätze und Stützpunkte.

Prag, 13. Dez. (DNB.) Ministerpräsident B e - ran verlas im Prager Abgeordnetenhaus feine Regierungserklärung. Er betonte, daß sich die Grundlage des ganzen Lebens für die Tschecho­slowakei geändert habe. Es sei daher sicher, daß weder im Programm noch in den Me­thode n jene Politik fortgesetzt werden könne, die bis zur Septemberkrise durchgeführt wurde.Unsere internationalen Beziehungen sind heute von der neuen geographischen Lage und von den neuen Machtoerhältnissen in Europa bestimmt; unsere innere Ordnung ist ebenfalls verändert. Das Verhältnis zwischen den tschechischen, slowakischen und karpatho-ukrainischen Ländern wird a u neuer Grundlage geregelt. Die nationalen Ideale der Slowaken und Karvatho-Ukrainer, die sie in der Vergangenheit anstreoten, sind in vol­lem Umfange verwirklicht worden. Wer fähig ist, die einzelnen Fehler einzusehen und aus ihnen auch unliebsame Schlüsse zu ziehen, gibt da­mit kein Beispiel der Schwäche. Jeder Versuch der Rückkehr zu den alten Verhältnissen würde vom Volk schärfstens abgelehnt werden. Wir sind uns bewußt, daß wir keine politische Bewe­gung dulden können, die nicht heimischen Wurzeln entsprungen ist. Wir werden unsere Außenpolitik den Tatsachen anpaf­fen, ebenso die Wirtschafts- und sozialen 23er- hältnisse. Das klare Ziel der Regierung ist: dem Staat und den Nationen den Frieden zu retten. Es handelt sich für uns vor allem um die Herstel­lung eines Freundschaftsverhältnis- fes mit unserem größten Nachbarn, mit dem Deutschen Reich. Dieses für uns so wichtige Verhältnis wartet auf eine Verbreite­

tem Kochbuch bereits zur Koch-Meisterschaft führt? Sie werden anroorten, daß es mit dem Lesen und Auswendiglernen der Kochrezepte nicht getan ist sondern daß man das Kochenim Griff" haben müsse! So ist es auch mit dem Witze-Machen! Ein geborener Trübsalbläser kann noch so vielüber

Komische" lesen, er wirds nicht schaffen, er mird s nieim Griff" haben. Allen andern aber fei gejagt, daß zum Witze-Machen zunächst mal ein Möpschen" vonnöten ist, daß es aber auch auf dem Gebiet der Komik Hilfsstellunaen gibt, die selbst ein Köpfchen" nicht verachten sollte.

Vor allem aber ist in demSchema des Komi­schen" dieser Grundsatz wichtig:Alles Komische geht aus einem Gegensatz, aus einem .Streit', aus einem Konflikt' hervor!" Aber nicht jeder Kon­flikt ist komisch. Es gibt, wie wir wissen, auch tra. g'sche Konflikte. Komisch wird ein Konflikt dann, wenn das Verhältnis der beiden streitenden Par­teien ungleich ist. Diese miteinander streitenden un­ebenbürtigenParteien" brauchen nicht etwa im­mer Menschen zu fein. Stellen Sie sich vor, daß sich ein Mensch von 1,90 Meter Körperlänge au emen Kinderftuhl fetzen will. DieserKonflikt" zwi­schen zwei ungleichen Teilen, von denen der eine in diesem Falle der baumlange Mensch dem andern Teil von vornherein unterlegen ist, wirkt komisch. Und zwar, weil der baumlange Mensch von sich aus denStreit" begonnen aberprovoziert" bat, weshalb der Verfasser des Bucheslieber das Komische" von einerProvokation" spricht, die als unerläßliche Bedingung zum Komischen gehört. Ebenso unerläßlich ist aber auch, daß diese Provo- kation unangemessen" ist, d. h. daß sie einen Wi- derspruchm sich darsteltt. Der .Konflikt" des baum- langen Menschen mit dem Kinderstuhl ist ein sol­cher Widerspruch in sich; er hätte vernünftigerweise gar nicht ausbxechen dürfen.

Ein anderes Beispiel: Denken Sie an das Der- gnugen, das Ihnen mancher Clown im Zirkus be­reitet hat, der mit einem überlegenen Partner einen Streit in unangemessener Weise provozierte, etwa: indem er mit einer Korkenpistole einen Elefanten erschießen wollte. So belustigend dies ist, so ist der Voraang doch erst bann komisch, wenn er sich durch die ^tzte Bedingung im Schema des Komischen voll- endet hat: durch die Entgegnung des überlegenen wr °.crKIbeiben streitenden Parteien. Jünger nennt biefe Sebingung daher die ,Meplik" (Entgegnung, Antwort). w

Diese Replik muß der Provokation angemessen

Sprache fordern, können bei den ukrainischen Schulen Abteilungen mit russischer Unterrichtssprache errichtet werden. Sinkt die Zahl dieser Kinder un­ter dreißig, werden diese Abteilungen aufgehoben. Diese Vorschriften beziehen sich auf Volks-, Mittel- unb Fachschulen, ebenso auf die Lehrerbildungsan­stalten. Eine Ausnahme bilden die für die Deut­schen, Tschechen und Rumänen errichteten Min­derheitenschulen.

Oie ersten Wahlergebnisse in Memel.

Ueberall überwältigender Sieg der memeldeutschen Liste.

Memel, 13. Dez. (DJIB.) Die bisherigen Teilzahlungen der bei den memelländifchen Landlagswahlen abgegebenen Stimmen taffen er­kennen, daß die Memeldeutfche Lifte in allen Teilen des Landes einen überwältigenden Sieg erzielt hat. Die Zählung ist sehr langwierig, weil jeder Wähler bis zu 29 Stimmzettel abgegeben hat. Eine Zählung der bis Dienstagmitlag errechneten Teilergebnisse zeigt folgende Aufteilung der Stim­men:

Landkreis Memel: abgegebene Dahl­umschläge 374, davon Stimmen für die Memel­deutsche Liste 9 989, für die litauischen Listen 232, also 97,7 v. h. für die Memeldeukfche Liste;

kreis heydekrug : abgegebene Wahl­umschläge 1187, davon Stimmen für die Memel­deutsche Liste 32 614, für die litauischen Listen 1666, also 95,1 v. h. für die Memeldeulfche Liste;

kreis Wogegen: abgegebene Dahlumschläge 1 155, davon Stimmen für die Memeldeutsche Liste 28 012, für die litauischen Listen 1 877, also 93,5 v. h. für die Memeldeutsche Liste.

Aus der Stadt Memel liegen noch keine Zählungen vor. hier wird natürlich das Dahl- ergebnis durch die in den letzten Jahren zugewan­derten Litauer und Juden beeinflußt werden. Trotz­dem wird auch die Stadt ihren deutschen Charakter unzweideutig beweisen.

Freche Zudenhehe gegen die jugoslawische Regieruna.

So stellt sich basSchema des Komischen" bar als ein Streit zweier ungleichen Teile, den der unterlegene Teil unangemessen provoziert und auf den der überlegene Teil angemessen antwortet. Ein solches Schema ergibt sich deswegen, weilalles Komische seinem Begriff nach eins ist". Selbstver­ständlich gibt es vielfältige, bunte Abarten des Ko­mischen, von denen der Verfasser uns in seinem Buch ebenfalls sehr anregend, fesselnd und in be- wundernswert gutem Deutsch erzählt, wie er auch darüber hinaus sehr kluge Bemerkungen über die Beziehungen des Komischen zum Schönen und Ethi- schen anführt.

Wenn aber, um nunmehr auf die anfangs gestellte präge zurückzukommen, alles Komische nach einem festen Schema abläuft, bann müßte es doch für jeberman jederzeit möglich fein, Komik zu konstruie­ren und somit auch Witze zumachen"! Und wir hatten bann in bem uns von Jünger bescherten Buch bas wünschenswerteWitze-Kochbuch . W'e steht es also nun um basMachen" von Witzen? Fragt einmal bis Hausftauen, ob bas Lesen in

Allein auf einer einsamen Znsel...

Auf den Karten des Stillen Ozeans findet man unter dem 180. Meridian unb etwa 8 Grab südlich oom Aequator die Ellice-Jnfel verzeichnet, eine aus neun Inseln bestehende, den Engländern gehörende Gruppe von Koralleninssln, deren Natur vor 40 fahren durch Bohrungen genauer untersucht worden i|t. Die bedeutendste darunter ist Funafutt die Na^ men der anderen sind für europäische Zungen kaum auszusprechen. In diesem kleinen Reich, das von 4300 Südseemsulanern bevölkert wird, lebt, fern unb ab- gefonbert non allem Weltgeschehen, ein einziger Weltzer, Donald G. Kennedy, der englische Verwal- tungsbeamte. Es ist ein einsamer Posten, und er felbft ercklart, er ftnde so selten Gelegenheit, Englisch zu sprechen, baß er es kaum noch fließend beherrscht Das Postboot kommt dreimal im Jahr, und dann kann er einmal mit dem Kapitän sich unterhalten. Einmal im Jahr sieht auch eine Schaluppe aus 9leu- Seeland nach ihm, und das ist für Mr. Kennedy immer em besonderes Fest. Aber er hat sich an dieses genant, und er findet es gar nicht einsam. Seit 15 Jahren lebt er auf den Ellice-Inseln, und er bat sogar ein Buch darüber geschrieben, das Die Kultur von Vaitupu" so heißt eine der neun In- fein behandelt. Es enthält eine Fülle von Boob- Ortungen, die er im Saufe der 15 Jahre über die Bewohner der Ellice-Inseln gemacht hat. B

Kann man Witzemachen"?

Von Hannes Oeyben.

Wer gute Witze erzählen kann, hat die Lacher auf feiner Seite. Begreiflich daher, daß viele Menschen ständig auf der Jagd nach guten Witzen sind. Wenn nur nicht die Jagdbeute so mager wäre, da gute Witze selten und obendrein meist bekannt sind! Kaum haben wir begonnen, einen guten Witz zu erzählen, da winkt unser Gegenüber schon mitleidig ab unb unb streicht sich seinen Barbara sa-Bart den er gar nicht besitzt.

Was also tun, um guter unb unbekannter Witze b^dhaft zu werden? Wie wäre es, wenn wir unsere Witze selbstmachten", sie gewissermaßen im (Eigen, betrieb, womöglich am laufenden Bande herstellten? Das wäre yin Witz! Aber kann man Witze über­hauptmachen"? Es müßte eigentlich möglich fein' Denn schließlich wird doch jeder Witz irgendwie ein­malgeboren , indem er irgendwann von irgend lemand zuerst erzählt wird. Woher hat also ein Kerl bie funkelnagelneuen Witze, mit denen er die Lacher juf feine Seite zieht? Was dieser Glückliche kann, bas mußte man boch auch selbst können. Das wäre doch gelacht!

Gibt es benn nicht vielleicht irgendein Buch, in dem man nachlesen könnte, wie gute Witzege- macht" werden? Gleichem ein Kochbuch mit Re- jepten für die Herstellung guter, schmackhafter Witze? Nun, wenn es auch kein derart wünschens- wertesWitze-Kochbuch" gibt, so gibt es doch jetzt em Buch, dessen Verfasser Friedrich Georg I ü N° g er mit großem Ernst über.bas Komische nach- gedacht hat. Warum lachen Sie? Weil jemanb mit Ernst über das Komische nachgedacht hat? Sehen Sie! Da haben Sie bereits einen Lehrsatz aus dem Schema" des Komischen:Das Komische ergibt sich nur durch die Beziehung auf eine Regel, der es widerspricht." Mit diesem Lehrsatz hängt der fof. genbe eng zusammen:Nichts an sich selbst ist komisch." Dafür ein verblüffendes Beispiel- der Affe! Obwohl Sie es zunächst nicht glauben unb es nicht zugeben wollen, ist der Asse ebenso wenig

rung. Wir finb ber Ansicht, baß burch birette F ü hlungnahme ber Staatsmänner beider Länder diese Lösung beschleunigt unb vertieft wird. Wir verbergen nicht, baß wir in der ersten Zeit die natürlichen Ueberrefte ber psychologischen Folgen unserer schweren territorialen unb nationalen Ver­luste überwinden müssen. Wir glaüben jedoch, daß bas beutsche Volk mit feinem Führer die seelische Befassung unseres Volkes nach der Sturmwette, die über unsere Köpfe hinweggegangen ist, wohl verstehen wird. Der Ministerpräsident gab auch seiner Freude Ausdruck, baß sich bie Beziehungen zu Italien, Polen unb Ungarn erheblich gebessert hätten. Beran erklärte schließlich, bie Tschecho-Slowakei werde keine Politik ber Isolie­rung betreiben, sondern ihren Beziehungen zu allen anderen Staaten aufrechterhalten und fördern, vor allem mit Frankreich, England und USA. Aller- bings hege bie Tschecho-Slowakei auch keine Sehn­sucht danach,an allem Anteil zu haben".

Die Armee, die ber dauernde Ausdruck der Einheit der Tschechen, Slowaken unb Karpatho- Ufrginer bleiben wird, bereitet die Rückkehr in die normalen Verhältnisse vor. Der Erfolg des Staats­umbaues fetzt eine gesunde Finanzwirt­schaft voraus. Die Regierung wird forafältig dar­auf bedacht fein, durch eine vernünftige Währungs­politik die Stabilität ber inneren Kaufkraft unb da- mit den Lebensstandard ber Bevölkerung aufrecht zu erhalten unb zu sichern. Die nationale Wieder- geburt unb die (Erneuerung des Staates - tst ohne eine neue Schul- und Kulturpolitik nicht denkbar. Es ist notwendig, daß wir die neue Gene- ration vor allem für das praktische Leben vor-

bereiten. Wir müssen die Ueberprobuftion von Be­amtennachwuchs einstellen, für den in absehbarer Zeit keine Anstellungsmöglichkeit sein wirb.

Die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks und ber wissenschaftlichen Forschung wollen wir nicht be­schränken, soweit sie wirklich schöpferische Kräfte be« sitzen, bie ber nationalen Tradition unb bem heimischen Boden entspringen. In Presse, Rundfunk unb Film wirb bie Regierung bie Normen einer strengen sittlichen, sachlichen, poli- tischen unb kulturellen Verantwortlichkeit einführen. Sie bereitet eine Reform der Arbeitslosenunter, stützung vor unb wirb durch Entfaltung des pri­vaten Unternehmertums unb durch Investitionen der möglichst größten Zahl von Angestellten die Beschaf- fung von Arbeit ermöglichen. Die Emigranten müssen ihren dauernden Aufenthalt in Staaten mit größerer Wirtschaftskapazität suchen. Auch die Ju­de n f r a g e wird gelöst werben.

der Diplomatie, sondern auf dem der poli­tischen Pathologie. Das werde bedrohlich für das europäische Gleichgewicht unb den allge-

Paris, 13. Dez. (Europapreß.) Der syrische mfterprdfibent Djemil Mardam Bey hat sich nach annähernd sechsmonatigem Aufenthalt in Frankreich in Marseille an Bord derPatria" nach Beirut eingeschifft. Während seines Aufenthaltes in Frankreich hat er sich vergeblich um bie Ratifi­zierung bes französisch-syrischen Ab- kommens bemüht. Djemil Marbam Bey erklärte der Presse, bas französisch-syrische Abkommen fei

Ehust, 13. Dez. (Europavreß.) Eine Verordnung der karpatho-ukrainischen Landesregierung erklärt das Ukrainische zurStaatssprached'erKar- patho-llfraine. Die sich zur tschechischen, slo­wakischen oder russischen Nationalität bekennende Bevölkerung kann sich in ihren Eingaben bei den Berroaltungsbehörb-'n ihrer Muttersprache bedienen. Das Ukrainische wird auch zur Un­terrichtssprache erklärt. Für den Fall, baß mindestens vierzig Kinder vorhanden sind, deren Eltern den Unterricht in b e r russischen

Belgrad, 13. Dez. (DNB.) In der Regie- rungspartei hat die Haltung der Juden bei den Skuptschinawahlen Empörung ausgelöst. Nach­dem mehrfach maßgebende Männer ber Regierung erklärt hatten, daß es in Jugoslawien keine Iu- benfrage gäbe unb bie Juden such keine S ° n - ° l - n , n A I ° s k a |o»ie ber weitere Ausbau bergesetze z u befürchten hätten fühlten 2.° n anberer Inseln im Stillen

sich diese so sicher, daß si?zum Dank bafür^ am Stutzpunkte. Schließlich umfaßt der Plan

Sonntag ihre Stimmen meistenteils gegen d i e m011"1-7?ri*nd9fCmt.-fxema 1965 $Iug3eu9s

Regierung abgaben und sich aktiv im reaie» 1 ?urch Ausbildung von weiteren

rungsfeindlichen Sinne betätigten. So löste es! OOO Spezlalarbeltern im Schiffsbau wird die Ge­grüßte Empörung aus, daß am Wahltage i n I ausgebildeten, 100000 errei-

Agram der Jude Leo Abram ein Richter nm ।d?en" Lehrschulen auf allen Marinewerften sind Appellationsgericht, in öffentlichen Ansprachen zur ^"6ewiesen worden, sofort die höchstmögliche Zahl Stimmabgabe gegen bie Regierung aufforberte. 3n S?"«'J?1a^'2ns°-g- d°r geringen Serajewo, wo bei 70000 Gimnabnem über ?n fahren iq»S>b bif 1«»' k m

~ - i oen yapren 1922 bis 1932 herrscht ein besonderer

Mangel an Architekten, Ingenieuren, Kupferschmie­den und Technikern.

Die in Paris herrschende Enttäuschuna sei begreif- Paris, 14. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Rede llch, benn bie französische Presse habe in diesen Chamberlains hat in französischen Kreisen einen Xagen eine Riesenspekulation auf die französisch- günstigen Eindruck hinterlassen. Havas sagt, die vor- enalifche militärische Solidarität aufgezogen, die jetzt gestern im Unterhaus von Chamberlain gegebene zusammenbreche. Der Besuch Chamberlains in Rom negative Antwort auf die Frage, ob England zur roertie auch für Frankreich eine große Bedeutung i Unterstützung Frankreichs im Falle eines militä- haben, weil er bem französischen Beobachter ge» rischen Angriffs von italienischer Seite verpflichtet IrL- e Rechenschaft von der energischen [ fei, habe ihres lakonischen Charakters wegen einige

Fettigkeit abzulegen, mit ber Italien die schnelle^ Ueberraschungen hervorgerufen. Die gestrige Er- L. osung der Fragen fordere. Das Gewerkschafts-1 klärung Chamberlains habe die Dinge klar blatt ^Jl Lavoro Fascista" meint, offenbar habe* gestellt. Der bem Außenministerium nahestehende man sich in Frankreich ber Täuschung hingeaeben, , Petit Parisien betont, bie Rebe Chamberlains stellte daß En glanbs Grenze nach dem Ausspruch erneut die Friedenspolitik des Premierministers ins Baldwins nicht nur am Rhein liege, sondern bis Licht. Das rechtsstehende Journal meint, Frankreich Korsika, Tunis und Dschibuti reiche, i dürfe mit diesen loyalen unb unzweideutigen Er- Damit befinde man sich nicht mehr auf dem Boden ' klärungen Chamberlains zufrieden fein.