rn.267 Erstes Blatt
188. Jahrgang
Montag, 14. November 1958
Lrlchetn! rügttch. autza Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gtehenei Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle monatS’Besngspretr.
MU 4 Beüagen RM.1.9S Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr e -L5 Auch bei Nichterscheinen von - einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt
8ernsprechonschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Sieben
Postscheckkonto: grankfurl am Main 11686
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Stehen. Schrtstlettvng und Geschäftsstelle: schulsttahe 7
Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittag-
Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm
Breite 7 Rpf., für Text* anzeigen von 70mm Breits bO Rpf..Platzvorschrift nach oorh. Dereinbg. 25°/„ mehr.
Ermäßigte Grundpreise:
Stellen-, Derems«. gemein* nützige Anzeigen sowie ein* spaltige Gelegenheitsanzei* gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts« u. KehördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel 8
,/Die Ju-enfrage wird -em Volksempfin-en entsprechen- gelöst!"
Reichsminister L)r. Goebbels rechnet in einer Re-e vor -en ehrenamtlichen Helfern -es WHW. mit -er internationalen Fu-enhetze ab.
Berlin, 13. Nov. (DNB.) Gauleiter Reichs- Minister Dr. Goebbels brachte am heutigen Eintopfsonntag den 7 0 000 freiwilligen Helfern und Helferinnen, die seit Jahr und Tag neben ihrer eigenen Berufsarbeit für das WHW. in Berlin tätig sind, seinen Dank und seine Anerkennung für ihren selbstlosen und opferfreudigen Einsatz dadurch zum Ausdruck, daß er im Kreise von 500 Helfern und Helferinnen in den festlich geschmückten Germania- Sälen im Norden der Reichshauptstadt das Eintopfessen einnahm. Dr. Goebbels leitete diese Stunde der Gemeinschaft mit einer Ansprache ein, in der er nach Abstattung seines Dankes und seiner Anerkennung für die Helfer des WHW. auch auf den PariferMeuchelmorddesJudenGrün- f p a n und die entsprechenden Vergeltungsmaßnahmen der Reichsregierung zu sprechen kam, die zusammen mit der vom Minister in Form einer neuerlichen scharfen Abrechnung gegebenen Begrüdung durch imfner wieder aus- brechende, stürmische Zustimmungskund- gebungen als eine Willenskundgebung der Na t i o n als solcher eindeutig unterstrichen wurden.
Dr. Goebbels, auf dessen persönliche Anregung die Einführung der Eintopfsonntage zurückzuführen ist, wies zunächst darauf hin, daß diese Solidaritäts- bekundung des deutschen Volkes von Jahr zu Jahr volkstümlicher geworden fei und sich zu einem charakteristischen Kennzeichen des vom Volke und vor allem vom deutschen Arbeiter selbst getragenen Sozialismus der Tat entwickelt habe.
Wie einst schon mit heiligem Ernst gerade hier in Berlin um die Seele des deutschen Arbeiters gerungen worden sei, so sei auch heute der Staat Adolf Hitlers zutiefst von dem Wunsche beseelt, vom Vertrauen und von der Liebe der breiten Schichten des Volkes getragen zu werden. Eine Regierung, hinter der nicht als die eigentliche Kraft der Nation die Arbeiter und die Bauern stünden, werde zu großen innen- und außenpolitischen Handlungen völlig unfähig sein. Sie könne sich nicht lediglich auf eine dumme und meist recht wankelmütige Oberschicht von Int e l l e k t u e l l e n stützen. Wenn Geschichte gemacht werde, dann müsse das Volk in seiner Gesamtheit die Nerven behalten. Von nichts komme auch in der Politik nichts, und es sei meist ein großes Risiko nötig, um einen großen Erfolg zu erzielen. Gestützt auf die deutsche Nation, die einmütig und geschlossen hinter ihm stand, habe der Führer in den- vergangenen fünf Jahren auch diese Risiken nicht gescheut, und es sei dabei aus einem ohnmächigen, getretenen und verachteten, am Boden liegenden Deutschland eine Weltmacht geworden, die zugleich auch die stärkste Militärmacht der Erde sei.
Cs fei sehr kurzsichtig, die Behauptung auf- zustellen, daß in einem Staatswesen, in dem ein IHann befehle und das Volk ihm folge, sehr leicht zu regieren sei. Wenn eine Regierung sv wie die nationalsoziatistische an ihrem Volke hange, wenn sie mit dem Herzen bei seinem Schicksal fei, ja, wenn fie ihr eigenes Schickfal mit dem des Volkes identifiziere, fo bedeute es im Gegenteil ein Unmaß von Verantwortung, gewagte Lntfchluffe zu faffen, von deren Ausgang Führung und Volk zugleich in ihrem Bestände abhängig find.
Der Minister nahm auch hier mieber Gelegenheit dem deutschen Volk und insonderheit der großen Masse feiner Werktätigen d e s Führers Dank dafür zum Ausdruck zu bringen, daß ste stch bei den weltpolitischen Ereignissen dieses Jahres so treu, so tapfer, so verstehend u n d f o einsichtsvoll hinter seine Führung ‘gefteut haben. Der Lohn dafür fei nicht ausgeblieben. Mir tiefer Beglückung, so stellte der Minister unter stürmischem Beifall fest, stünden wir dank dieser Einmütigkeit der Nation heute vor der Tatsache, datz nicht ein einziger dieser großen und,schweren Entschlüsse des Führers zu einem Fehlschlag geführt habe, daß sie im Gegenteil alle von niegea h n - ten Erfolgen gekrönt worden sind. Ein großartiger Beweis für dieses grenzenlose Vertrauen des Volkes zu seiner Führung sei die tn der ganzen Welt ohne Beispiel dastehende soziale Aktion des WHW. Was könne die Welt chm gegenüberstellen!
Das ruchlose Attentatvon Paris habe unser Volk erneut nicht zü der an sich wohl verdienten Ruhe kommen lassen. Dr. Goebbels erinnerte, von stürmischen Entrüstungskundgebungen begleitet, an den Hergang und die ersten Auswirkungen dieses feigen Mordanschlages, mit dem ein gedungener Judenjunge nicht einen einzelnen Mann, sondern, nach seinen eigenen Erklärungen, das deutsche Volk habe treffen wollen. Aber bei diesem zweiten Anschlag sei die Geduld des Volkes und der Regierung zu Ende gewesen.
Immer wieder von stürmischer Zustimmung unterbrochen, zerriß Dr. Goebbels das Lügengewebe, mit dem die internationale Judenp reffe das Verbrechen des Juden Grünspan zu bemänteln
und zu beschönigen versucht. Er legte den eigentlichen Plan dar, den das Judentum mit dieser Tat verfolgte. „Man wollte", so erklärte Dr. Goebbels unter stürmischer Zustistmmung, „einen deutschen Diplomaten niederschießen, um damit eine Trübung des Verhältnisses zwischen Deutschland und den Europäischen Größmächten herbeizuführen und so die sich aufhellende internationale Atmosphäre aufs neue zu stören." Der Schuß ist allerdings nach hinten losgegangen. Das deutsche Volk wurde hellhörig und reagierte dementsprechend.
Mit Nachdruck wandte sich der Minister in diesem Zusammenhang gegen die Behauptung der internationalen Judenpresse, daß die Aktionen gegen jüdische Geschäfte und Synagogen von der Regierung provoziert oder organisiert worden seien. „Das deutsche Volk war", und stürmischer Beifall unterstrich diese Feststellung, „von einer nie dagewesenen Empörung erfüllt; es hat sich übrigens nicht gegen die Personen/ sondern nur gegen die Sachen gewandt."
Dr. Goebbels schilderte dann die am Samstag beschlpsfeven einschneidenden Verordnungen und Maßnahmen der nationalsozialistischen Staatsführung, wobei er unter stürmischem Beifall feststeltte, daß ihr Erfolg besonders dem außerordentlich schnellen und radikalen Durchgreifen Generalfeldmarschalls Göring zu verdanken sei. Er habe nicht gefackelt und das Problem mutig beim Schopfe gefaßt. Diese Verordnungen sind, wie Dr. Goebbels betonte, erlassen worden, weil nach nationalsozialistischer Staatsauffassung das Handeln der R.egierung sich stets in Nebereinstimmung mit dem Willen des Volkes befinden mutz. Der immer wieder aufbrausende stürmische Beifall zeigte, wie' sehr die vom Minister im einzelnen erläuterten Matznahmen dem einmütigen Willen des deutschen Volkes entsprechen. „Der Jude Grünspan hat erklärt, er habe das beut-
Berlin, 12.Nov. (DNB.) Unter dem Vorsitz des Beauftragten für den Vierjahresplan, General- feldmarfchall Göring, fand heule im Reichsluft- fahrtminisierium eine Ehefbesprechung der beteiligten Minister mit ihren nächsten Mitarbeitern über die dringend notwendig gewordene Lösung der Judenfrage statt. An dieser Be- fprechung nahmen die Reichsminister Dr. Frick, Dr. Goebbels, Dr. Gürtner.Graf Schwerin von Krosigk und Funk teil.
Die Besprechung ergab vollkommene Uebereinftimmung in der Beurteilung und Behandlung der zur Debatte stehenden Fragen. Es wurden eineReihevoneinschneidendsten Maßnahmen zur Lösung der 3ubenfrage besprochen und zum Teil schon entschieden. Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, erließ eine Verordnung, derzu- folge Juden vom 1. Januar 1939 der Betrieb von Einzelhandelsverkaufs st eilen, ver- sandgeschäften oder BefteUfontoren sowie der selbständige Betrieb des Handwerks untersagt wird. Ebenso kann nach dieser Verordnung ein Jude vom l.-Januar 1939 ab nicht mehr Betrieb s^ührer im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit vom 1. Januar 1934 sein. Ist ein Jude in leitender Stelle eines Wirtschaftsunternehmens tätig, ohne Betriebsführer zu sein, so kann das Anstellungsverhältnis durch den Betriebsführer mit einer Frist von sechs Wochen gekündigt werden.
Weiterhin erließ der Beauftragte für den Vier- jahresplan eine Verordnung, derzufolge alle Schäden, welche durch die Empörung des Volkes über die Hetze des internationalen Judentums gegen das nationalsozialistische Deutschland am 8., 9. und 10.November 1938 an jüdischen Gewerbebetrieben und Wohnungen entstanden sind, von den jüdischen Inhabern bzw. jüdischen Gewerbetreibenden sofort zu beseitigen sind. Die Kosten der Wiederherstellung hat der Inhaber der betroffenen jüdischen Gewerbebetriebe bzw. Wohnungen zu fragen. Versicherungsansprüche von Juden deutscher Staatsangehörigkeit werden «zugunsten des Reiches beschlagnahmt.
| Die weiteren einschneidenden Maßnahmen
fche Volk treffen wollen. Dieses Volk hat jetzt burch seine Regierung eine entsprechenbe Antwort erteilt. Es hat sich als Volk zur Wehr gesetzt gegen bic Rasse, bic burch bcn Juben Grünspan auf einen beutschcn biplo- matischen Vertreter geschossen hat." (Lebhafte Zustimmungskunbgevungen.)
In überzeugender Weise führte Dr. Goebbels seinen Zuhörern vor Augen, wie lächerlich die Behauptung einer gewissen übelwollenden Auslandspresse ist, die deutschen Juden könnten für das in Paris begangene Verbrechen nicht verantwortlich gemacht werden. Er stellte demgegenüber unter stürmischer Zustimmung fest, daß gerade die deutschen Juden die eigentlich Schuldigen sind; sie arbeiten in aller Welt gegen Deutschland und müssen nun auch die Folgen ihrer vielfachen Verbrechen tragen. Dr. Goebbels verwies in diesem Zusammenhang darauf, daß es in Wirklichkeit den Jüden in Deutschland bisher wirtschaftlich viel zu gut gegangen sei. Man habe sie allzu lange geschont aus deutscher Großzügigkeit und Gutmütigkeit, nun aber sei Schluß damit.
Mit besonders stürmischem Beifall dankten die Anwesenden dem Minister für die Mitteilung, daß im Rahmen der jetzt ergriffenen Maßnahmen jüdische Geschäfte aus dem deutschen Wirtschaftsleben überhaupt zum Verschwinden gebracht und in arischen Besitz übergeführt würden. Mit dem gleichen Jubel wurde die weitere Mitteilung über die von Dr. Goebbels erlassene Verordnung ausgenommen, wonach es Juden verboten ist, deutsche Theater, Kinos oder Varietes zu besuchen. „Es ist eine Entwürdigung unseres deutschen Kunstlebens, daß einem Deutschen zugemutet werden soll, in einem Theater oder Kmo neben einem Juden zu sitzen!" (Lang anhaltender Beifall.)
An bie Schilderung biefer gesetzlichen Maßnahmen müpfte ber Minister eine ernste Mahnung an bie Bevölkerung. Durch alle biefe Gesetze unb Bcrorbnungen, so erklärte er, wirb bas Geschäftsleven bes Jubentums in
zur Ausscheidung des Judentums aus dem deutschen Wirtschaftsleben und zur Abstellung provokatorischer Zustände werden in kürze st er Frist in Form von Verordnungen und Gesehen getroffen werden. Vor allem wurde der Beschluß gefaßt, den deutschen Juden in der Gesamtheit in Form einer Geldbuße von einer Milliarde Reichsmark die Strafe für den ruchlosen Word in Paris aufzuerlegen. Dieser Betrag verfällt in voller Höhe dem Reich. Der Beauftragte für den Vier- jahresplan hat bereits eine dementsprechende Verordnung erlassen.
Die Sühne.
Vom 1. Januar 1939 ab wird also die deutsche Wirtschaft vollkommen judenfrei sein. Man hat den jüdischen Unternehmern aller Art eine Uebergangs- frist gewährt, bie sie nunmehr benutzen müssen, um ihren Besitz abzustoßen. Die Frist ist, gemessen an dem Zeitraum, der den Juden seit 1933 zur Verfügung stand, sehr kurz. Sie sind in den vergangenen Jahren immer wieder gewarnt worden, sie haben aber die Zeichen der Zeit zum größten Teil - unbeachtet gelassen, weil sie meinten, ihr wirtschaftliches Schwergewicht und ihre finanzielle Verankerung würden stark genug, sein, um eine Operation, wie sie jetzt durchgeführt wird, unmöglich zu machen. Sie haben sich getäuscht, die Scheidung auf wirtschaftlichem Gebiet tritt nunmehr ebenfalls radikal ein, mit einem Schlag wird das Judentum ausgeschaltet. Das war nötig, weil der derzeitige Zustand auf die Dauev unhaltbar war und weil die Herausforderungen durch das Weltjudentum über kurz oder lang ähnliche Ausbrüche des Volkszorns, wie wir sie eben erlebt haben, wieder heraufbeschworen hätten. Der feige Mord in Paris fällt dem gesamten Judentum zur Last. Das Weltjudentum, das gegenwärtig wieder eine maßlose Hetze gegen uns betreibt, hat genau gewußt, daß das nationalsozialistische Deutschland einem zweiten Mord gegenüber nicht die Geduld an den Tag legen werde, wie das seinerzeit nach der Ermordung Wilhelm Gustlosfs der Fall war. Trotzdem schuf man die Voraussetzungen für die Bluttctt in der Pariser Botschaft, trotzdem drückte man einem Juden die Pistole in die Hand, damit er hingehe und einett Vertreter des nationalsozialistischen Deutschlands feige und heimtückisch niederstrecke. Diese Schandtat erheischt Buße und Sühne. Sie ist zunächst in die Form eines Strafgeldes in Höhe von einer Milliarde Reichsmark
beutfchc Hände übergeführt. „Es gib^alfo heute keine Möglichkeit mehr", betonte Dr. Goebbels mit Nachbruck, „burch Aktionen gegen Geschäfte ober Unternehmungen bcn Juben überhaupt zu treffen, da sein Besitz in kürzester Frist in beutscheHänbegelangt. Wer sich mithin künftig gegen solche Geschäfte ober Betriebe wen- bet, schädigt nur bas beutsche Volksvermögen. Es barf also in Zukunft solche Aktionen nicht mehr geben. Wer sie unternehmen sollte,' vergeht sich jetzt nur noch am beutschen Volks- vermögen unb hat bie entsprechenbe Strafe
zu gewärtigen."
„Die Regierung steht auf der Wacht!", stellt« der Minister unter immer neuen Zustimmungskunb- gebungen fest. „Sie wird keine Provokation des internationalen Judentumes unbeantwortet lassey! Ich habe vorgestern den Vertretern der Auslandspresse in Berlin in aller Deutlichkeit vor Augen gehalten, daß jede Aktion des internationalen Judentums in der Welt nur den Juden in Deutschland Schaden zufügt. Ich bin der festen Ueberzeugung, daß sich die deutsche Regierung damit in vollkommener und restloser Uebereinftimmung mit dem deutschen Volke befindet. Die Judenfrags wird in kürzester Frist einer das deutsche Volks- empfinden befriedigenden Lösung zugeführt! Das Volk will es so, und wir voll st recken nur seinen Willen!" Daß ein Teil der Auslandspreise noch Haß äusstreue, berühre uns nidft, Deutschland sei gefestigt und gesickert, und niemand, habe ihm dareinzureden, wenn es sich gegen lästige Parasiten zur Wehr setze. X
Dr. Goebbels schloß mit einem herzlichen Dank an die vielen selbstlosen ehrenamtlichen Helfer des' WHW. Er empfinde tiefe Freude darüber, fo viele Menschen als Mitarbeiter zur Verfügung zu haben. Daß in Berlin und im Reich Hunderttausende freiwillig daran Mitarbeiten, sei ein wunderbares Zeichen für unsere Berliner Bevölkerung wie für unser ganzes deutsches Volk. „Als der Führer bic Führung des deutschen Volkes übernahm, befand es sich in einem erbarmenswerten, heute kaum noch vorstellbaren Zustand. Er hat in diesen fünf Jahren gewaltige Erfolge zu verzeichnen gehabt: Er hat große Gebiete und 10 Millionen Deutsche dem Reich wieder zugeführt, eine Armee errichtet, Autobahnen gebaut, ein Winterhilfswerk durchgeführt. Alles das aber ist nur wenig gegenüber der Tatsache, daß er ein anderes Volk erzogen hat, daß das von Neid unb Haß zerrissene Voll von 1933 mit bem von 1938 gar nid)t mehr zu vergleichen ist. Das deutsche Voll von heute ist eine wirkliche große, kameradschaftliche Gemeinschaft! Im Geiste dieser Gemeittschaft wollen wir diese schöne Stunde gemeinsam verleben."
gekleidet, die das Judentum in Deutschland auf* zubringen hat. Ferner müssen bie Juben alle Schüben wieder Herstellen, die in den letzten Tagen eingetreten sind, ohne daß fie dafür bie Versicherungen in Anspruch nehmen bürfen. Vielmehr werben bie Versicherungsansprüche burch bas Reich beschlagnahmt. Diese Maßnahmen werben bestimmt ihre Fortsetzung finben, wenn bas Weltjubentum meint, es müsse nun bie Hetze gegen uns auf bie Spitze treiben unb alle möglichen finsteren Pläne, an benen man namentlich in ben Vereinigten Staaten arbeitet, ber Verwirklichung entgegenführen. Es kann ben Juben im Auslanbe nur geraten werden, schleunigst bie Hetze einzustellen unb sich barauf zu besinnen, baß Deutschland sich in ber Abwehr befinbet. Die Grenzen biefer Abwehr sinb noch längst nicht erreicht. Es ist burchaus möglich, baß noch ganz anbere Saiten aufgezogen werben, wenn zu alten Herausforbe- rungen neue hinzutreten. Man würbe bamit ben Juben in Deutschland nur einen sehr schlechten Dienst erweisen. D. 8.
Juden bei kulturellen Veranstaltungen nicht mehr zugelaffen
Berlin, 12.Nov. (DRV.) Dr. Goebbels hat in seiner Eigenschaft als Präsident der Reichskulturkammer mit sofortiger Wirkung allen Theaterleitern, Konzert- und Vortragsveranstaltern, Film- thealerunternehmern, artistischen Unternehmern, Veranstaltern von Tanzvorführungen und Veranstaltern öffentlicher Ausstellungen kultureller Art untersagt, jüdischen- Personen den Besuch ihrer Unternehmeu zu gestatten. Uebertretungen ziehen für die Veranstalter und besonders für die Juden schwere Strafen nach sich. In seiner Anordnung verweist Reichsminister Dr. Goebbels darauf, daß der nationalsozialistische Staat den Juden seit nunmehr schon über fünf Jahren innerhalb jüdischer Organisationen die Pflege ihres e i gegen e n Kulturlebens ermöglich habe. Damit entsteht keine Veranlassung mehr, den Juden den Besuch der bezeichneten Veranstaltungen und Unternehmungen zu gestatten.
Die von Reichsminifter Dr. Goebbels angetünbigte, im Auftrage des deutschen Volkes von der Reichs» regierung erteilte Antwort auf den feigen Meuchelmord an Herrn vom Rath in Paris erfolgt Schlag
Die ersten Maßnahmen -er Reichöregierung.
Ausschaltung -es Judentums aus -em -eutschen Wirtschaftsleben.
Eine Buße von einer Milliar-e RM. - Gcha-enbeseitigung auf Kosten -er Fu-enschast.


