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Wirtschaft

CD:

In Zürich wurde bei der Tagung des Internationalen Fußball-Verbandes die Mannschaft des Kontinents für den Kampf gegen England, der in London ausgetragen wird, aufgestellt. Insgesamt sind 16 Spieler bestimmt worden. Unter ihnen befinden sich auch (von links) die Deutschen Torwart R a f t l (Wien), Albin K i tz i n g e r (Schweinfurt) und Andreas Kupfer (Schweinfurt). (Scherl-Bilderdienst-M.)

Mein-Mainifche NSrse.

Mittagsbörse still, uneinheitlich.

Frankfurt, a. <M., 13. Oft. Die Börse lag weiterhin sehr still und lustlos. Solange die Ein­zahlungen auf die laufende Reichsanleihe vorge­nommen werden, dürfte sich kaum an der Haltung etwas ändern.

Der Auftragseingang betraf beide Seiten, so daß am Aktienmarkt die Haltung weiterhin uneinheitlich war, wobei heute die Abweichungen zum Teil mehr als Bruchteile v. H. ausmachten. Mafchinenwerte waren etwas angeregt durch die

vollmachtigten überhaupt nicht als für sich rechts­verbindlich anerkennen, oder er ist doch berechtigt, das Geschäft anzufechten und einem Anspruch des anderen Teils die Einrede der Arglist entgegen­zusetzen. Diese Voraussetzungen liegen jedoch bei dem geschilderten Sachverhalt im Fragefall nicht vor. Den Bevollmächtigten können Sie in voller Höhe des erlittenen Schadens in Anspruch nehmen.

Königsschießen der SchutzengeseWast 1926 Gießen

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Lleber dem letzten Fünf-Jahresdurchschnitt

Oie Oetreideernte.1938 in Hessen-Nassau und in Hessen.

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Die Schützengefellschaft 1926 Gießen hielt ihr diesjähriges Königsschietzen ab, das sich von Jahr ju Jahr einer größeren Beliebtheit erfreut. Einund­zwanzig Schützen waren angetreten

Bei etwa 350 Schuß auf den bunten Adler wurde lach VA Stunden auf 1OO Meter mit Großkaliber ton Kamerad Willi Becker der letzte Rest des Ldlers von der Stange geschossen. Er wurde somit Schützenkönig für das Jahr 1938. Erster Ritter nurbe Heinrich Balzer und zweiter Ritter Fritz D e w a l d.

Die Schießfreudigkeit der anwesenden Schützen war durch dieses Schießen noch lange nicht erschöpft,

beachtliche Dividendenerhohung der MAR. um 2 d. Sy auf 8 v. H. MAR selbst erschienen mit Plus-Zeichen, und wurden mit 140 (134) genannt. Eßlinger gewannen 1,5 v. H. auf 107,50, Fein­mechanik Jetter 1,25 v. H. auf 94,25, Rheinmetall gut behauptet mit 128,90, Junghans jedoch 0,50 v. H. abbröckelnd auf 104,25, auch Daimler 0,75 v. H. ermäßigt auf 135,25 Montanwerte lagen still und fast unverändert, Hoesch 112, Vereinigte Stahl 104,25, Mannesmann 0,40 v. H. ermäßigt auf 108,65. JG.-Farben blieben mit 151 behaup­tet, Metallgesellschaft weiter rückläufig auf 125,75 (126,75); Scheideanstalt erschienen trotz kleinsten

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ZdR. Die zweite Vorschätzung der Getreideernte, die zu Anfang September durch das Statistische Reichsamt durchgeführt worden ist, ergab im ganzen Reichsgebiet eine Verbesserung der ersten Ergebnis­werte, die sich auf den durchschnittlichen Hektarertrag der einzelnen Getreidearten erstrecken. Auch in der Provinz Hessen-Nassau konnte durchschnittlich eine höhere Schätzung der Erträge gemeldet werden, die eine wesentliche Verbesserung der örtlichen Getreide­versorgung bedeuten. Damit ist der Ia hres- ertrag der zurückliegenden fünf Jahre 1932 bis 1937 überall beträchtlich überschritten worden.

Für Winterweizen gilt jetzt in Hessen- Nassau ein Hektarertrag von 26,9 dz gegen den Fünfjahresdurchschnitt von 23,4 dz, in Hessen sogar 27,5 gegen 23,6. Der Durchschnitt in Preußen beträgt zwar infolge der hohen Erträge in Nord­deutschland 28,3 dz, und liegt damit um 5 dz über dem Fünfjahresdurchschnitt. Aber der Durchschnitts­ertrag im ganzen Reich wird nur mit 26,7 dz je Hektar angegeben, was allerdings auch ein Mehr von 4,4 dz gegenüber dem Fünfjahresertrag ist.

Die Vorschätzung in den österreichischen Anbau- gebieten ergab einen Durchschnitt von 17,7 dz gegen den fünfjährigen Durchschnitt von 16,5 dz.

Bei Sommerweizen, dessen Anbau in Hessen-Nassau sehr zurücktritt, liegen die Durch­schnittserträge bei 22,6 dz, in Hessen bei 23,3 dz, in beiden Gebieten über dem Fünfjahresdurch­schnittsertrag.

Winterroggen brachte in diesem Jahr in Hessen-Nassau einen Ertrag von 22,8 dz gegen 19,9 dz in den Jahren 1932 bis 1937, in Hessen 21.8 dz gegen 20,0 dz. Der Reichsdurchschnitt lag mit 19,9 dz beträchtlich niedriger, aber doch höher als der fünfjährige Durchschnittsertrag von 17,5 dz. In

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Kurze Sportnotizen.

Zum Basketball-Länderturnier am 22. und 23. Oktober in Berlin hcK nach Lettland, Frankreich und England nun auch Italien seine Beteiligung zugesagt. Polen erteilte dagegen eine Absage und wird wahrscheinlich durch die Schweiz ersetzt.

Das deutsche St. Leger, die letzte große Prüfung der Dreijährigen, wird am kommenden Sonntag in Hoppegarten entschieden. Um das mit 21 000 Mark ausgestattete Rennen (2800 Meter) be­werben sich nur fünf Pferde: Cicerone, Marschall Vorwärts, Elbgraf, Faustitas und der Ungar Dra- gonyos, der von Otto Schmitt geritten wird

Frankfurts letzter Renntag in' diesem Jahr bringt am 30. Oktober sieben Rennen. Haupt-« nummer dürfte das II. Frankfurter Querfeldeinren­nen über 4600 Meter sein, das von einem Jagd­rennen, einem Hürdenrennen und vier Flachrennen umrahmt wird.

Alle deutschen Boxmeister sollen sich nach einem Plan von Ministerialrat Metzner dem­nächst in zwei Großveranstaltungen für das Winter­hilfswerk des Führers einsetzen. Die Berufsboxmei­ster sollen vollzählig in Sechsrundenkämpfen in der Berliner Deutschlandhalle, die Amateure in der Hamburger Hanseatenhalle antreten.

Deutschland und Finnland haben ver­einbart, am 21. oder 22. Januar in Königsberg einen Boxländerkampf zu bestreiten. Falls im Januar auch der Rückkampf gegen Schweden vonstatten gehen soll, so ist für ihn der 15. Januar vorgesehen.

Drei neue Landesrekorde gab es bei einem Frauen-Sportfeft im Mussolini-Stadion zu Turin. Grossi (Bologna) stellte im Kugelstoßen mit 11,69 Meter, Balbo (Turin) im 800-Meter-Lauf mit 2:25,0 Minuten und Filotschnica Mailand über 4X75 Meter in 38,3 Sekunden eine neue Best­leistung auf.

H. £. in G. Oberschulen, die vor zwei Jahren aus der Schulform des Realgymnasiums entstanden sind, gibt es außer in Gießen noch in Mainz und in Darmstadt.

P. Sch. in S. Ihre Anfrage wegen der Kar- toffelprelse wird in unserem Artikel überDie Fest­preise der Winterkartoffeln" im heutigen Blatte be­antwortet.

von einem Kameraden gestiftet worden war, wurde von Kamerad Konrad Becker, die zweite von Kamerad Hans Götz und die dritte Scheibe wie­derum von Kamerad Konrad Becker erschossen.

Schließlich errang die Willi-Wehling- Wandernadel mit 5 Schuß stehend freihand mit Wehrmannbüchse auf die 20er Ringscheibe bei 175 Meter Entfernung mit 87 Ringen (von 100 möglichen) Kamerad Dr. Hans Wil'helmi. Eine sehr beachtliche Leistung. Diese Nadel, für die min­destens 87 Ringe unter den obigen Bedingungen geschossen werden mußten, konnte zum erstenmal innerhalb 3 Jahren an einen Schützen verliehen werden.

Nach Einbruch der Dunkelheit nahm dann für den erkrankten Vereinsoorsitzenden dessen Stellver­treter, Kamerad H. H e r r ö b e r, die Königsprokla­mation vor und an Stelle der seitherigen Orden er­hielten in diesem Jahre erstmalig der vorigjährige Schützenkönig Konrad Becker, sowie der diesjährige Schützenkönig Willi Becker und die beiden Ritter Balzer und Dewald je einen goldenen Fingerring mit entsprechender Widmung.

Anschließend nahm dann Kamerad Herröder noch die Verteilung der übrigen Ehrenpresse und Ehren­scheiben vor, wobei er außerdem noch an Kamerad Heinrich Balzer die kleine bronzene, silberne und goldene Schießauszeichnung des Deutschen Schützen- Verbandes nebst den dazugehörigen Ehrenurkunden überreichen konnte.

Schon im Laufe des Nachmittags hatten sich die Angehörigen der Schützen mit Freunden und Gön­nern des Vereins auf dem Schießstande eingefunden, die das Schießen mit Spannung verfolgten.

Abends gab es dann ein gemütlichen Beisammen­sein, bei dem ein von Kamerad Karl Franz an­läßlich seines 60. Geburtstages gestiftetes wunder­volles Führerbild zur Ausschmückung des erweiter­ten Schützenhauses überreicht wurde.

ten sich dicht bei Frey halten. Als Favoriten im Zweier-Kunstfahren gelten die Brüder Beeschoten (Schiefbahn), die sich bereits zweimal hintereinander den Titel holten. Im Sechser- K u n st r eigen hofft Wanderlust Heilbronn den vorjährigen Sieg wiederholen zu können. Im Schulreigen hatSturmvogel" Suhl den Titel eines Reichssiegers zu verteidigen.

Mannschostskampf im Freistilringen.

Deutschland USA.

Als Amerikas Freistilringer nach Europa kamen, da konnte man sich keinen rechten Begriff von ihrem Können und ihrer Stärke machen. Sie doku­mentierten aber beides recht eindeutig beim großen Vierländerturnier in Stockholm, wo sie gegen Deutschland (allerdings mit viel Glück!) 4:3 und gegen Ungarn 5:2 gewannen und den entscheiden­den Kampf gegen Schweden nur dadurch 3:4 ver­loren, weil die Kampfrichter nicht ganz auf der Höhe waren. Die Amerikaner hinterließen jeden­falls in Stockholm einen sehr nachhaltigen Eindruck. Sie haben einige Ringer von absoluter Weltklasse in ihren Reihen, so den Halbschwergewichtler Harrell, der den berühmten Schweden Axel Cadier entscheidend besiegen konnte! Aber auch der Ban­tamgewichtler McDaniel und der Federgewichtler Millard sind von der gleichen Klasse wie Harrell. Diese starke USA.-Streitmacht wird am Sonntag in Stuttgart zu einem offiziellen Länderkampf gegen Deutschland antreten, bei dem die deutsche Mannschaft die Absicht hat, die unglückliche und nicht ganz verdiente Stockholmer Niederlage wett­zumachen. Da Deutschland diesmal in wesentlich stärkerer Besetzung antreten kann und außerdem nochzuhause" kämpft, ist ein Sieg über Amerikas Ringerkönige keine Unmöglichkeit.

Deutschlands Saalsport-Meisterschasten in Stuttgart.

Württembergs sportfreudige Hauptstadt Stuttgart erlebt am Wochenende wieder zwei bedeutende sportliche Veranstaltungen. Am Samstagabend geben sich in derStädthalle" die besten Radball­spieler und Kunstfahrer Deutschlands ein Stelldich­ein, um hier die Deutschen Meister zu ermitteln, und kaum 24 Stunden später steigt der Ringer­länderkampf zwischen Deutschland und USA.

Stuttgart ift für den Radsport ja fein Neuland und so wird man bei den Titelkämpfen der Saal­sportler zweifellos ein sehr sachverständiges Pu­blikum finden. Im Mittelpunkt der Ereignisse steht die Meisterschaft im Zweier-Radball, für die Schreiber-Blersch vom RV.Wanderlust" Frankfurt a. M. als Favoriten gelten. Die Frank­furter gewannen schon zehnmal die Deut­sche Mei st erschuft und dazu sechsmal die Weltmeisterschaft. Weitere aussichtsreiche Paare sind Köping-Scyäfter (Hamburg) und Schulz- Rudolf (Chemnitz), die zusammen mit dem Frank­furter Weltmeisterpaar in der Endrunde, wo jeder gegen jeden spielt, erwartet werden. Die insgesamt 12 Mannschaften treten bereits am Nachmittag in drei Gruppen zu den Ausscheidungskämpfen an. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es hier zu der einen oder anderen Ueberraschung kommt, denn der Rachwuchs ist sehr stark. Gespannt darf man vor allem.auf das Konstanzer Paar Kaiser-Stöckle sein!

Viel Interesse finden auch die Meisterschaften der Kunstfahrer. Im Einer-Kun st fahren sind 11 Teilnehmer gemeldet. Da Meister Compes (M.- Gladbach), der augenblicklich beim Militär ist, fehlt, wird es Europameister Frey (Chemnitz) nicht allzu schwer haben, sich den Titel x\i sichern. Posch- ßan (Wien) und Alb. Beeschoten (Schiefbahn) soll-

so daß sich die Schützengesellschaft veranlaßt sah, noch ein Wettschießen anzuglledern. Von befreundeter Seite wurde ein prächtiger Preis gestiftet, der von dem neuen Schützenkönig Willi Becker mit 155 Rin­gen bei 15 Schuß auf die 12er Ringscheibe (100 Meter) errungen wurde.

Den Wanoerbecher errang zum zweitenmal mit 151 Ringen, ebenfalls mit 15 Schuß auf die 12er Ringscheibe (100 Meter), Kamerad Hans Götz. Aber auch mit diesen beiden Schießen war die Schießlust noch nicht gestillt, so daß noch 3 Ehren­scheiben herausgeschossen wurden.

Die erste, eine gemalte große Ehrenscheibe, die

Oesterreich lautet die Ernteschätzung auf 16,4 dz gegen 15,3 dz.

Die Wintergerstenerträge erreichten in Hessen-Nassau 26,9 dz gegen 23,2 dz, in Hessen sogar 29 dz gegen 24,4 dz im Fünfjahresdurch­schnitt. Beide Erträge lagen jedoch unter dem dies­jährigen Durchschnittsertrag des Reiches (29,9 dz).

Günstiger dagegen ist Sommergerste, wo in Hessen-Nassau 21,4 dz gegen 19,2 dz in den letzten 5 Jahren geerntet wurden, in Hessen sogar 24,3 gegen 22,1 dz. Der Reichsertrag stellte sich auf 22,8 dz je Hektar, während der Durchschnittsertrag von 1932 bis 1937 nur 19,8 dz war.

Die Haferernte hat zwar stark unter Regen gelitten, jedoch konnten sehr hohe Ernteerträge ein­gebracht werden, in Hessen-Nassau 22,7 dz je Hektar gegenüber 20,7 dz, in Hessen 22,7 dz gegen 21,2 dz. Aber diese Erträge liegen unter dem durch-, schnittlichen Ertrag des Reiches, der 23,2 dz erreicht, auf Grund der guten Ernten in^Nord- und Ost­deutschland. Der fünfjährige Durchschnittsertrag war nur 19,9 dz.

Die Gesamtgetreideernte in Mais im Deutschen Reich, einschließlich Oesterreich, beziffert sich setzt auf rund 28 Millionen Tonnen, das sind 3.8 Millionen Tonnen oder 15,1 v. H. mehr als im Vorjahre im gleichen Gebiet. Unter Einbezug der in das neue Wirtschaftsjahr herübergenommenen Vorräte stehen jetzt fast 31 Millionen Tonnen zur Verfügung. Der durchschnittliche Getreidebedarf nimmt etwa 25 bis 26 Millionen Tonnen in Anspruch, so daß die dies­jährige heimische Ernte nicht nur den Bedarf der Gesamtbevölkerung und der Tierbestände decken, sondern auch noch die Vorräte, die am Ende des Wirtschaftsjahres übrig bleiben, auf das Doppelte erhöhen kann.

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