Aus der engeren Heimat
wurde
Oie Festpreise für Winterkartoffeln
fahren.
Einweihung
Kommunalpolitische Tagung in Alsfeld
(ßitoig^r!
Dnefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
I. Qu. in G. Der von Ihnen mit dem Ankauf bestimmter Materialien beauftragte Arbeiter hat infoweit entgegen der ihm erteilten Vollmacht gehandelt, als er auf Ihren Nqrnen Kreditkäufe tätigte und den ihm zur Begleichung des Kaufpreises übergebenen Betrag unterschlug und für sich verbrauchte. Die Lieferfirma verlangt nunmehr mit vollem Recht den gesamten Kaufpreis von Ihnen, denn diese braucht sich in der Regel nur um die Dollmachtmäßigkeit des Geschäfts zu kümmern. Rur wenn der Bevollmächtigte das betreffende Geschäft unter offenbaren, dem anderen Teile erkennbaren Mißbrauch der Vollmacht dem Interesse des Vollmachtgebers zuwider abgeschlossen oder gar in der dem anderen Teil bewußten Absicht, den Geschäftsherrn zu schädigen, gehandelt hat, tonn der Vertretene entweder die Abmachung des Be«
betrug 4,2 Millionen Tonnen im Jahre 1933 und belief sich auf 9,4 Millionen Tonnen im Jahre 1936. Im lebten Jahre ist der Schrottverbrauch noch weiter gestiegen,
Durch die Rüstungsanstrengungen des Auslandes ist die Deckung unseres Schrottbedarfs durch Einfuhr immer fchwieriger geworden. Abgesehen von der Devisenersparnis, ist also die Alteisenscrmmlung auch wegen dieser Entwicklung für uns notwendig gewor- den.
des Marburger Staatsarchivs.
Lpd. Marburg, 13. Ott. Rach dreijähriger Bauzeit wird das im Südviertel am Adolf-Hitler«
Rohstoff für die eisenerzeugende I n - d u st r i e ist. Dies gilt vor allem für die Siemens- Martin-Stahlwerke, welche für bie Stahlerzeugung auf den Schrott nicht verzichten können. Bei der Stahlgewinnung durch das Siemens-Marttn-Ver- fahren wird ungefähr 75 v. H. an Schrott benötigt. 55 v. H. unserer gesamten Stahlerzeugung bestehen aus Siemens-Martin-Stahl. Diese Zahlen geben eine Vorstellung von der Bedeutung, die gerade dem Schrott in der' deutschen Eisen- und Stahlindustrie zukommt.
Durch den Wirtschaftsaufschwung in Deutschland ist auch der Schrottverbrauch der deutschen eisen- erzeugenden Industrie außerordentlich gestiegen. Er
Darum ergeht nochmals der Appell an die Bevölkerung, die Alteisen-Sammelaktion der SA. wirksam zu unterüfcen. Macht den Männern die Arbeit
Arbeiter der Stirn und der Faust sammeln — Arbeiter der Stirn und der Faust geben zur ersten Reichsstraßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag. Spende auch du wie das ganze Volk!
Der zweite Referent der Tagung, Steueramtmann Hübner Vorstand des Finanzamts Alsfeld, sprach*über „Die Ausstellung der Steuer- karten für 1939". Er wies auf die Bedeutung der Steuerkarte hin, welche die richtige Abführung der Lohnsteuer gewährleisten soll. Deshalb sei es wichtig, daß die Steuerkarten sorgfältig und genau ausgestellt würden. Sodann erläuterte er die hauptsächlichsten Bestimmungen über die Ausschreibung der Steuerkarten für 1939 durch die Gemeinden. Es sei insbesondere zu beachten, daß die Ausstellung bis spätestens Ende Oktober erfolgt sein müsse, andernfalls die Anforderung der Bürgersteuer auf der Steuerkarte nicht möglich sei. Besonders wichtig sind die Bestimmungen über die Bescheinigung der Wehrsteuerpflicht auf der Steuerkarte 1939. Der Redner machte insbesondere noch darauf aufmerksam, daß Aenderungen auf der Steuerkarte nur
aufgehoben.
Rundfunkprogramm
Samstag, 15. Oktober.
Die Alteisen-Sammelakiion -er SA
Wirtschaftlich gesehen.
von denjenigen Behörden vorgenommen werden - dürfen, welche die Einttäge gemacht haben, d. h. von dem Bürgermeister oder dem Finanzamt.
Unter „Mitteilungen" gaben Kreisdirektor Dr. S ch ö n h a l s und feine Sachbearbeiter verschie- bene Verfügungen und Anordnungen der Hessischen Landesregierung und des Kreisamts an die Bürgermeister bekannt. Dabei war die Mitteilung von Interesse, daß im Kreise Alsfeld die Maul- und Klauenseuche wieder zugenommen hat. Der Kreisdirektor empfahl den Bürgermeistern, alle Vorsichtsmaßnahmen gegen eine weitere Verbreitung und Verschleppung der Seuche anzuwenden. Von allgemeinem Interesse war auch die Belehrung über die neuen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetz' buches über das Rot-Testameizt nor bem Bürgermeister auf Grund des Gesetzes vom 31. «Juli 1938 über die Errichtung von Testamenten und Erb» vertrügen. Danach ist zur Aufnahme des Rot-Testa« ments jetzt der Bürgermeister und nicht mehr der Ortsgerichtsvorsteher zuständig.
Verwaltungs-Inspektor D i p p e l l gab eine Darstellung der wichtigsten Bestimmungen der Verordnung über Kenn karten vom 22. Juli d. I. und machte die Bürgermeister mit diesem neuen Arbeits« gebiet der Gemeinden vertraut.
Der Kreisamtsleiter des Amts für Kommunal» Politik für den politischen Kreis Alsfeld-Lauterbach, Bürgermeister Thiele (Lauterbach), gab Anweisungen hinsichtlich der Meldungen zu den Lehr- gängen der kommunalpolitischen Schule des Gaues Hessen-Nassau in Frankfurt a. M.
Nach Erledigung verschiedener Einzelanfragen schloß der Kreisobmann die Tagung mit dem Trett- gelöbnis an den Führer.
Der Frosch bürgt seit Jahrzehnten für die Güte des- altbewährten Erdal. Achte darauf beim Einkauf von Schuhcreme, nimm £1(1(11
Georg Kühn und Reichsbahn-Sekretär Georg . Stern. ]
Die Treudienftehrenzeichen wurden durch den Be- i triebsführer des Bahnhofs Gießen, Reichsbahn- । amtmann Wahl, persönlich überreicht. Dabei i wies der Betriebsführer in herzlichen Worten auf i die langjährige verdienstvolle Tätigkeit der Jubilare 1 im Eisenbahndienst hin; sie könnten auf die schmucken Ehrenzeichen in Gold sowie auf die per- sönlichen Urkunden des Führers besonders stolz jein. Der Betriebsführer gedachte dabei auch des Mannes, der es allein ermöglicht hat, daß eine solche Feier wieder stattfinden kann, und schloß die Feierstunde mit dem Gruß an den Führer und Reichskanzler.
Platzkonzerte zur Sammlung der OAF.
Anläßlich der ersten Reichsstraßensammlung der DAF. für das WHW. werden am 15. und 16. Oktober folgende Platzkonzerte durchgeführt:
15. Oktober in Gießen: Marktplatz, von 17 bis 18 Uhr, Musikzug der SA.-Standarte 116.
15. Oktober in Grünberg: Marktplatz, von 17 bis 18 Uhr, NSKK.-Standarten-Musikzug.
15. Oktober inButzbach : Marktplatz, von 17 bis 18 Uhr, Werkscharen-Kapelle.
15. Oktober in F r i e d b e r g : am Kriegerdenkmal, von 17 dis 18 Uhr, Musikzug der SA.-Standarte 222.
16. Oktober in Gießen: Seltersweg, von 11 bis 12 Uhr, Kreis-Musikzug der NSDAP. Wetterau.
Schwurgerichtstagung in Gießen.
Der Pressedezernent beim Landgericht Gießen teilt uns mit: '
Die nächste diesjährige Tagung des Schwurgerichts beim Landgericht Gießen beginnt am Montag, 17. Oktober, und steht unter dem Vorsitz von Lcindgerichtsrat Locher. Es kommen folgende Anklagen zur Verhandlung: Montag, 17. Oktober, Strafsache gegen Hermann Ditzel aus Lehrbach wegen Meineids; Dienstag, 18. Oktober, Strafsache gegen Wilhelm Stark aus Zeilbach wegen Meineids; Donnerstag, 20. Oktober, Strafsache gegen Karl Franz aus Nidda und drei andere wegen Abtreibung; Freitag, 21. Oktober, Strafsache gegen Kaspar Heß aus Weckesheim wegen Meineids; Montag, 24. Oktober, Strafsache gegen Minna Erk aus Schwickartshausen wegen Kindestötung.
Einschränkung zusätzlicher Hausschlachtung von Schweinen.
ZdR. Die Zeit der Hausschlachtungen steht jetzt vor der Tür. Sie find und bleiben ein altes Vorrecht der Bauern und Selbsterzeuger, die das Fleisch im eigenen Betriebe im Winter verwenden. Wenn auch an diese Kreise wegen des knappen Schweinebestandes die Aufforderung gerichtet wird, nur die wirklich für den Bettieb notwendigen Haus- fchlachtungen vorzunehmen, die übrigen Schweine
Platz mit einem Kostenaufwand von 1,8 Millionen Mark errichtete Staatsarchiv am 22. Oktober feierlich seiner Bestimmung übergeben. Bei der Feier werden u. a. der Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, Prinz Philipp von Hessen, der preu- ßische Finanzminister Staatsminister Dr. Popitz, der Generaldirektor des Staatsarchivs Dr. Zipfel und der Präsident des Reichsinstituts für ältere deutsche Geschichtskunde, Professor Dr. Stengel, Ansprachen halten. Mit der Weihe des neuen Gebäudes ist eine Archivau*sstellung verbunden.
Vorgeschichtliche Funke.
Lpd. Aus dem Ebsdorfer Grund, 13. Oft. Bei einer Absuchung der Kartoffeläcker nach dem Kartoffelkäfer, die Lehrer W ö l l e r aus Wittelsberg mit feinen Schulkindern oornahrn, fanden diese eine beschädigte Pfeilspitze und einen Schaber aus vorgeschichtlicher Zeit. Lehrer Möller, der u. a. die große jungsteinzeitliche bandkeramische Siedlung in Arnsbach bei Borken entdeckt hat, ist kürzlich zum Pfleger für kulturgeschichtliche Bodenaltertümer im Bereich des Kreises Marburg ernannt worden.
Kreis Wetzlar.
* Dutenhofen, 13. Oktober. Die Gemeinde Dutenhofen hat jetzt den Haushaltsplan für 19 3 8 fertiggestellt. Der ordentliche Haushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 102 000 Mark, der außerordentliche Haushalt mit 8800 Mark ab. Die Grundsteuer für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen wird mit 200 v. H., die Grundsteuer für Grundstücke mit 220 v. H., die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital mit 200 v. H. und die Bürgersteuer mit 350 v. H. erhoben. Im neuen Rechnungsjahr sind u. a. für die Kanalisierung der Münchholz« hausener Straße 5000 Mark eingesetzt. 3800 Mark werden für die Einrichtung eines Brausebades im Schulgebäude bereitgestellt. Das Feuerlöschwesen wird ausgebaut; dafür steht ein Gesamtbetrag von 5400 Mark zur Verfügung. Die Errichtung einer Zisterne erfordert einen Kostenaufwand von 3500 Mark. Die Gesamtausgabe für das Straßenwesen erfordert einen Aufwand von 8600 Mark. Für das Kapitel Volksbildung, Heimat- pflege und Kirche wird mit einer Gesamtausgabe von 3275 Mark gerechnet. Die Ausgaben, die für die Wasserleitung, wie auch für die Elektrizitätsversorgung gemacht werden müssen, werden durch _ Einnahmen voll gedeckt. Die Kosten für öffentliche Fürsorge sind von 6000 auf 5000 Mark zurückgegangen. Für die Schaffung eines Sport« planes wurde ein Betrag von 2000 Mark als Rücklage eingesetzt. Die allgemeine Verwaltung erfordert einen Aufwand von 10 200 Mark, , in dem allerdings die Kosten für einen Rathausumbau in Höhe von 2000 Mark enthalten sind. Die Schulden beliefen sich, entsprechend dem Stand vom 1. April 1938, auf etwa 91 000 Mark. In den vergangenen fünf Jahren konnten 22 400 Mark Schulden abgetragen werden. Die Rücklagen betrugen zu Beginn des Rechnungsjahres 38 300 Mark. Nach dem Haushaltsplan sollen diesen Rücklagen weitere 8800 Mark zugeführt werden.
Pfarrer Schick i. 5t. 75 Zahre alt
* Laudach , 14. Oft. Der feit 1929 hier im Ruhestand lebende Pfarrer Schick kann am morgigen Samstag, 15. Oktober, in guter Gesundheit fein 7 5. Lebensjahr vollenden. Don 1905 bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand im Jahre 1929 war Pfarrer Schick evangelischer Gemeindepfarrer für die Orte Queckborn und Lauter. Vorher wirkte er in Stumpertenrod und in Burg-Gemünden. Der Jubilar hat sich in den langen Jahren seines Wirkens in den Gemeinden Queckborn und Lauter, aber auch darüber hinaus in dem Umkreise des engeren Heimatgebietes ein hohes Maß von Wertschätzung in allen Kreisen der Bevölkerung erworben. Als guter Kenner der alten Heimatgeschichte hat er durch interessante schriftstellerische Arbeiten, die u. a. aud) im „Gießener Anzeiger abgedruckt wurden, viel zur Verbreitung und Vertiefung des heimatgeschichtlichen Wissens in weiten Bevölkerungskreisen beigetragen. Der oberhessischen Landschaft brachte er als eifriger Wanderer allezeit große Liebe entgegen. Dem Jubilar, einer charaktervollen und liebenswürdigen, stets gefälligen Persönlichkeit, bringen auch wir zu seinem Geburtstage herzliche Glückwünsche dar.
Preiskontrollen in Grünberg und Lich
Vom Kreisamt Gießen wurden am Mittwoch und am Donnerstag in Grünberg bzw. in Lich Preiskontrollen in den Ladengeschäften durchgeführt. Im allgemeinen haben sich dabei keine Beanstandungen ergeben. Jedoch mußten in einigen Fällen die Ladeninhaber darauf hingewiefen werden, daß die Preisschilder nicht nur in dem Laden, sondern auch in den Schaufenstern angebracht ein müssen und stets die für die einzelnen Waren geltenden Preife aufzuweisen haben. Ferner ist darauf zu achten, daß z. B. auch die in den Metzgerläden im Schaufenster und auf dem Verkauf s t i f ch ausgelegten Wurftforten mit Preisschildern zu versehen sind. Diese Hinweise sind richtunggebend auch für alle anderen Gemeinden.
Feuerwehrmaterial
für die Bezirks-Motorspritzen.
Bei dem kürzlich von uns berichteten Verkauf der Kreis-Motorspritze an die Stadt Gießen hat das Kreisamt Gießen das umfangreiche Schlauchmaterial der früheren Kreis-Motorspritze, sowie die Strahlrohre und die Verteilungsstücke in jenen Verkauf nicht mit eingeschlossen. Dieses Material wurde vielmehr zur Verbesserung der Ausrüstung der Bezirks-Motorspritzen bestimmt. Nunmehr haben die sieben Bezirks-Motorspritzen in Lollar, Großen-Buseck, Londorf, Großen-Linden, Grünberg, Lich und Hungen je 150 Meter Gummischlauch, ferner Strahlrohre und Verteilungsstücke erhalten. Damit hat die Schlagfertigkeit der Bezirks-Motorspritzen in erfreulicher Weise eine erhebliche Steigerung er»
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- pause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland 10: Schulfunkfeierstunde: Bach-Feier. 11.45: Ruf Ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heiterer Sang — froher Klang. 15: Der letzte lieber» lebende vom Kreuzer „Köln" erzählt. 15.30: „Frisch bläst der Wind vom Land, juchhe!" Eine Sendung der Rundfunkspielschar 8 Ffm. 16: Sing-Sang und Gel- qenklang. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.30: Blasmusik. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Großer Operettenabend. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 2: Nachtkonzert.
$ Alsfeld, 13. Okt. Am gestrigen Mittwoch fand hier unter dem Vorsitz des Kreisobmanns, Bürgermeister Dr. V öl sing, eine Arbeitstagung der KreisabteilungAlsfelddes Deutschen Gemeindetags statt, zu der auch Kreisletter Z ü r tz erschienen war. Nahezu alle Gemeinden des Kreises Alsfeld waren durch ihre Bürgermeister vertreten.
Als erster Referent sprach der Kreisgruppenführer ür den zivilen Luftschutz für den politifchen Kreis Alsfeld - Lauterbach, Stadtbauinspektor Braun (Lauterbach), über „Das Erfassungswesen i m Luftschutz". Der Vorttagende wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß neben den zahlreichen anderen Ausgaben den Bürgermeistern in ihrer Eigenschaft als Ortspolizeiverwalter auch die Bearbeitung der Angelegenheiten des zivilen Luftschutzes obliegt. Das neue Luftschutzrecht habe den Grundsatz der Lustschutzpflicht eingeführt. Der Red- ner erläuterte sodann die hauptsächlichsten Bestimmungen über die Erfassung zum zetten Luftschutzdienst auf Grund der Durchführungsverordnung und legte dabei die Mitwirkung der Bürgermeister hinsichtlich ihrer polizeilichen Tätigkeit dar.
Kreisleiter Zürtz sprach im Anschluß an diese Ausführungen über die allgemeinen Pflichten des Bürgermeisters als Orts Polizei - oerm alter und über seine Tätigkeit im zivilen Luftschutz, sowie über die Wichtigkeit des Luftschutzes auch für die Orte des flachen Landes. Es sei eine vollständig falsche Auffassung, daß mit Luftangriffen im Ernstfälle nur die größeren Städte und Industrie-Zentren zu rechnen hätten. Der Kreisleiter gab bann einen Ueberblick über die außenpolitische Lage und warnte davor, im Han blick auf die überwundene Krise im September nunmehr zu glauben, daß jede Bedrohung für Deutschland vorhei fei Dhr internationalen Kriegshetzer seien immer noch am Werk gegen Deutschland, und wir mühten immer auf der Hut sein.
Wie wir aus verschiedenen Anfragen entnehmen, herrschen sowohl bei Erzeugern, als auch bei Verbrauchern noch einige Unklarheiten über die Festpreise für Winterkartoffeln.
Auf Anfrage bei der zuständigen Stelle wird uns mitgeteilt, daß die Festpreise seit dem 24. September eindeutig festliegen, und sie haben seitdem keine Acnderung erfahren. Bei der Preisgestaltung wird zwischen zwei Kartoffelgruppen unterschieden: weiße, rote und blaue Kartoffeln sind im Preise etwas niedriger gehalten, als gelbe Speisekartoffeln.
In Städten, Jndusttiebezirken und sonstigen Orten, in denen die Versorgung mit Speisekartoffeln nicht unmittelbar durch den Erzeuger sicher- gestellt werden kann, d. h. überall da, wo eine Wegstrecke zurückgelegt werden muß, um die Kartoffeln zum Verbraucher zu bringen, koßen weiße, rote und blaue Sorten einschließlich eines Entgeltes für den Transport vom Erzeuger zum Verbraucher — frei Keller — 2,85 Mark; für gelbe Sorten beträgt der Preis 3,15 Mark je Zentner.
Diese Preise gelten insbesondere für Gießen, ferner für die Städte Bingen, Darmstadt, Mainz, Worms, Offenbach, Buchschlag und Neu-Isenburg.
In allen übrigen Städten und Dörfern beträgt der Preis bei Lieferung vom Erzeuger zum Verbraucher — frei Keller — für weiße, rote und blaue Sorten 2,70 Mark, für gelbe Sorten 3 Mark je Zentner. , .
Für den Fall, daß der Verbraucher seine Kartoffeln selbst beim Bauern, also beim Erzeuger ab» holt, beträgt der Preis je Zentner für weiße, blaue und rote Sorten 2,35 Mark, für gelbe Sorten 2,65 Mark.
Werden die Kartoffeln vom Händler bezogen, so beläuft sich, ebenfalls frei Keller, der Preis für weiße, rote und blaue Sorten auf 3,15 Mark, für gelbe Sorten auf 3,45 Mark je Zentner. Bei der Abgabe von Kartoffeln aus der Verkaufsstelle des Kleinhändlers können für je 10 Pfund 37 bis 40 Pf. verlangt werden.
aber restlos den Märkten zuzuführen, so können vorläufig Genehmigungen zusätzlicher Hausschlachtungen durch Privatpersonen, die die Schweine nicht selbst gezogen haben, also kaufen müssen, nicht erteilt werden.. Es ist also zwecklos, jetzt schon Anträge auf Hausschlachtungen an die Sachbearbeiter und Außenstellen des Viehwirtschaftsverbandes einzureichen, da solche Anträge abgelehnt werden müssen. Die Verbraucher haben zudem Gelegenheit, überall ihren Fleischbedarf beim Fleischer einzukaufen.
Große Strafkammer Gießen.
Gestern hatte sich der H. P. aus Frankfurt a.M. vor der Großen Strafkammer wegen Unterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte war an den Unregelmäßigkeiten in der Viehverwertungsgenossenschaft Hungen, die schon einmal die Große Strafkammer beschäftigt hatten, maßgebend beteiligt. Der Geschäftsführer der Genossenschaft wurde vor einiger Zeit in der gleichen Angelegenheit zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Das Verfahren gegen den jetzigen Angeklagten mußte seinerzeit abge- trennt werden, da er infolge eines Unfalls nicht zur Hauptverhandlung erscheinen konnte. Der Angeklagte hatte in acht Fällen Gelder, die er aus Verkäufen von Schlacht- und Zuchtvieh für die Genossenschaft vereinnahmt hatte, nicht abgeführt, sondern in seine Tasche gesteckt und so die Genossen- jchaft um rund 2300 Mark geschädigt.
In der gestrigen Hauptverhandlung war der Angeklagte restlos geständig. Zu seiner Entschuldiguna gab er seine wirtschaftliche Notlage an, die durch verschiedene geschäftliche Fehlschläge hervorgerufen worden sei. Mit Rücksicht auf sein Geständnis und auf die Tatsache, daß er non dem Fehlbettag 1500 Mark wieder abgedeckt hat, beließ es das Gericht bei einer verhältnismäßig geringen Strafe und erkannte auf zwei Monate und zehn Tage Gefängnis. Die zehn Tage gelten durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Der Haftbefehl
V. A. Seit mehr als drei Monaten wird nun von 1 der SA. die Alteifen-Sammelaktion im ganzen Reich durchgeführt. Damit gibt die SA. einen neuen Beweis ihrer steten Einsatzbereitschaft, denn in mühevoller Kleinarbeit wird hier eine Arbeit geleistet, tue darauf gerichtet ist, die Widerstandskraft Deutschlands weiter zu festigen. So muß diese Alteisen- Sammelaktton der SA. zunächst als politische Leistung beurteilt und bewertet werben. Generalfeldmarschall Göring hat auf dem Reichspartettag einen Begriff von der polittschen Bedeutung der Rohstoffe und der Wirtschaft überhaupt gegeben. Politik und Wirtschaft gehören im Dritten Reich zusammen. Wirtschaft ist nach nationalsozialistischer Auffassung ein Bestandteil der Politik.
Es lohnt sich, die Alteisen-Sammelaktion auch einmal nur von der wirtschaftlichen Seite zu betrachten. Millionenwerte werden dadurch aufgebracht und der Volkswirtschaft zur nutzvollen Verwendung zugeführt. Bereits im März d. I. hat die SA. eine Älteisensammlung durchgeführt und etwa 100 000 Tonnen zusammengetragen. Unter Zugrundelegung eines Preises von ungefähr 25 Mark pro Tonne wurde damals von der SA. Alteisen im Werte von kund 2,5 Millicmen Mark gesammelt. Der ^Referent beim Reichskommissar für Altmaterialverwendung, Dr. Adolf Stöcker, hat in einer Broschüre, „Die Bedeutung der Altmaterialwirtschaft in Deutschland", unseren Schrottbedarf auf 10 Millionen Tonnen pro Jahr veranschlagt. Wir decken den Schrottverbrauch etwa zu 90 v. H. aus dem Inland. Durch die Alteisensammlung soll also ein möglichst großer Anteil der fehlenden Spitze zusätzlich herbeigeschafst werden. Jede Torme Alteisen bedeutet zugleich eine Ersparnis von 25 Mark an Devisen, denn was aus dem Inland noch herausgeholt werden kann, brauchen wir nicht einzuführen.
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