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Die alten 116er Helsen
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Die Sarbielungssolge
Die Gefallenen-Lhrung am 19. 3uni am Ehrenmal.
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Nr. 116.
Ansprache des Regimentskommandeurs Oberst Herrlein.
Nationallieder.
Ansprache: Generalmajor z. D. Mohr.
Musikstück: 116er-Marsch von C. Krauße.
Ansprache: Hauptmann d. R. Senßfeldek, Bad-Nauheim, Verbandsführer ehem. 116er. Mu itstück: Badenweiler Marsch.
Ansprache: Kreisleiter Backhaus, Gießen.
Musikstück: Somme-Kämpfer-Marsch.
Ansprache: Oberbürgermeister Ritter, Gießen. Liede,rvorträge: Soldatenchor der 6. Kompanie a) Nachtpatrouille,
Samstag, 18. Juni:
Empfang der Teilnehmer am Bahnhof durch Angehörige des II. Ball, des Regiments und die Regimentsmusik.
20.00 Uhr: Großer Kameradschaftsabend in der Volkshalle und im Zelt auf dem Trieb unter Mitwirkung der Regimentsmusik und Einlagen der Kompanien. Kurze Begrüßungsansprachen.
Sonntag, 19. 3uni:
6.30 Uhr: Großes Wecken (ausgeführt durch eine Einheit des II. Ball, und Regimentsmusik). Weg für das Große Wecken: Verdun-Kaserne, Licher Straße, Moltke- straße, Hitlerwall, Walltorstraße, Kirchenplatz, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg,
b) Wenn die Garde kommt. ;
14. „Das alte und das neue Regiment", vier Sol-' daten erzählen aus: ,
a) der Zeit der Freiheitskriege, b) vom deutsch-französischen Krieg 1870/71, c) vom Weltkrieg, d) der Nachkriegszeit;
anschließend Soldatenchor der 6. Kompaniek „Alte Kameraden". '•
Sie legte ihm die Hand auf den Arm.
„Fritz, nun sei doch vernünftig. Was bleibt denn anderes übrig? Mama schreibt, daß sie Papa mich dringend zu sehen wünschen Papa geht es in letzter Zeit gar nicht gut, schreibt Mama. Sage mir einen vernünftigen Grund, warum ich dem Ruf nicht folgen sollte. Daß ich hier bei einem gewißen Fritz Armbruster während der heißen Monate Kindermädchen spielen muß, dürfte oett Eltern nicht einleuchten."
(Fortsetzung tototU
„Natürlich? Du findest es also natürlich, daß du mich hier in der scheußlichsten aller Jahreszeiten einfach allein läßt? Ich finde das roh von
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und alles fertigzumachen, denn „Frau Armbruster" vergaß nur allzu leicht jede verwandtschaftliche
Hindenburawall, Goethestraße, Ludwig- straße, Luowigplatz, Kaiserallee.
10.20 Uhr: Einholung der alten und neuen Regimentsfahnen aus der Zeughauskaserne.
10.30 Uhr: Gefallenen-Gedenkfeier am 116er- Ehrenmal mit Fahnenkompanie und den ehem. 116ern. Anschließend gemeinsamer Marsch zum Trieb.
„910", machte er und dachte bei sich: Eigentlich ist es nicht viel besser als ein Zank gewesen, heute rüh am Telephon.
„Na schön. Ich mische mich nicht in deine Sachen. Grüß die Kleine! Aber um vier Uhr bist du wieder hier."
Fritz Armbruster nahm einen Taxi, denn es war pät geworden, und fuhr zu dem kleinen Beisel in )er Nähe des Konservatoriums, wo er seit seiner Studentenzeit, seit er sie kannte, manchmal mit der Reh eilt rasches Mittag „zwischen den Schlachten" zu essen pflegte.
Sie war noch nicht da, er mußte warten. Er muhte sogar lange warten. Wahrscheinlich hatte sie auf dem Paßbüro zu tun? Obgleich er ihr morgens am Telephon das Versprechen abzunöttgen versucht hatte, keine Schritte in dieser vertrackten Sache zu tun, bevor sie sich gesehen.
Endlich kam sie, schlank und schön in ihrem weißen Leinenkleid, begrüßte mit einem „Servus", das sie sich während ihrer Wiener Zeit angewöhnt hatte, wenn sie mit Kameraden sprach, ein paar Studenten, die gleichfalls hier saßen, und setzte sich zu ihm an den Tisch.
„Hast du schon etwas bestellt, Fritz?"
„Keine Idee! Ich habe auf dich gewartet." Er unterstrich das Wort, obwohl er sich eigentlich vor« genommen hatte, heute unter allen Umständen ganz besonders nett mit ihr zu fein.
„Warten! Ja, übe dich nur. Du wirst diesmal ziemlich lange auf mich warten müssen."
„Wieso? Was heißt das? Du bist also entschlossen, zu reisen?"
„Ich habe schon alles besorgt."
„Du versprachst mir dock, keine Schritte —"
„Mein Lieber, dein Gedächtnis läßt nach? Ich versprach gar nichts. Du wolltest, daß ich es verspreche, aber ich tat es nicht. Natürlich reise ich."
Bei dem Massenaufmarsch anläßlich des 116er- Regimentsappells kommt es auf pünklliche und ordnungsgemäße Durchführung der einzelnen Veranstaltungen an, so daß die Kameradschaft ehemaliger 116er noch einmal einen dringenden Appell am gestrigen Montagabend abhielt. ,
Kameradschaftsführer Hans Bill gab die Einzel- f)eiten für den Aufmarsch der ehemaligen 116er und der Kriegsformationen bekannt. Er hob hervor, daß es nicht nur im Interesse eines reibungslosen Ablaufes, sondern auch in dem jedes Beteiligten liegt, wenn er pünktlich alle Zeiten einhält, damit ihm bei den erforderlichen Absperrmaßnahmen keine Schwierigkeiten entstehen.
Für die Einweisung in die Quartiere können sich noch Straßenkundige Kameraden melden, die den auswärtigen Kameraden mit ihren Stadtkenntnissen Zu Rate gehen. Die Führung in die Quartiere wird anderweitig besorgt werden. In der Bahnhofshalle werden Wegweiser zum Quartierbüro vorhanden sein.
Um das Wiedersehen mit den alten Kameraden zu fördern, werden bereits am Samstagabend in der Volkshalle die Tischanordnungen kompanieweise erfolgen. Kamerad Reitz wird die Vorbereitungen dafür durchführen. Auch am Sonntag treten die Kameraden kompanieweise an, marschieren im Kom- panieverband und bleiben dann den Tag über zusammen. Für den Samstag abend ist es notwendig,
geraten! Zwei Dutzend Briefe wurden diktiert, ein Dutzend davon wieder zerrissen. Der Schreibtisch sah aus wie ein uNaufgeräumtes Schlachtfeld, als „Frau Armbruster" eintraf und ihren Neffen sofort zu sich in das Allerheiligste deschied.
„Tag, Frau Armbruster!" sagte er und reichte ihr flüchtig seine kleine, fleischige Hand; er nannte sie immer so und niemals „Tante", weil ihm das au albern erschien und vor Fremden, die zu Verhandlungen ins Büro tarnen, entschieden nicht gut wirkte.
„Tag, Fritz! Na, was Neues? In Budapest ist alles glatt gegangen. Was hast du denn? Du siehst aus, als ob dir der Weizen verhagelt ist."
„Ach, nichts, Frau Armbruster. Nur so allgemein. Man verkommt ja hier in der heißen Stadt. Direkt blöd ist das ja hier! Ich möchte mal 'raus, in die Berge oder an den Lido oder —"
„Sonst möchtest du wohl nichts?" fragte sie. „Gerade jetzt, wo wir die Saison vorbereiten, weg- fahren, lieber Junge, du sagst dir hoffentlich selbst, daß davon keine Rede sein kann."
„Ja, Frau Armbruster, aber wann wird denn einmal davon die Rede sein? Vor der Saison geht's nicht, und in der Saison geht's erst recht nicht! Ich muß aber wirklich mal ausspannen! An den Gardasee möchte ich —"
„Möchte ich auch. Und verschiedenes andere möchte ich auch noch. Also, reden wir zur Erholung von den Geschäften."
Fritz Armbruster schluckte seinen Aerger hinunter und fing an, der Tante Vortrag zu halten, wie sie es gewöhnt war. Sie saß mit der Miene einer Kömasmutter hinter ihrem großen Schreibtisch, machte sich hier und da eine Notiz, während er redete, erledigte inzwischen einige Telephonanrufe und sagte zum Schluß gnädig: er solle mit ihr frühstücken.
„Bedaure aufrichtig, Frau Armbruster!" Es tat ihm eigenllich leid, denn eine Einladung zum Früh- stück mit der Tante war unter keinen Umständen zu verachten, zumal er gern frühstückte.
„Warum?"
„fyabe mich verabredet. Mit der Reh."
„Bringe sie mit!" Frau Armbruster mochte das schöne Mädchen, das für ihren ziemlich verbummelten Herrn Neffen eigentlich zu schade war, gut leiden. „Bringe sie mit!"
„Geht nicht, Frau Armbruster. Geht diesmal leider nicht. Ich habe mit der Reh dringend zu reden. Und wenn man mit dir frühstückt, konzen- triert man sich ganz aufs Essen", versuchte er zu scherzen.
»Habt ihr euch gezankt?/
Musikstück: „Volk ans Gewehr".
Ansprachen der Kameradschastsführer der Regiments-Vereinigungen (nach vorheriger Anrnel- düng beim Kommandeur JR. 116).
Bodengymnastrk.
Großer Zapfenstreich.
einmal durchgenommen. Am heutigen Dienstagvormittag sahen wir andere, nicht minber irrte r- essante Bilder. Da mar zum Beispiel eine Infanterie- Geschütz-Kompanie mit interessanten Fahrübungen und Bereitstellungen zum Gefecht beschäftigt. Eine große Abteilung übte im Massenaufgebot interessante Boxkämpfe, wobei die Regimentsmusik die Aus- marschmusik darbot. Weiter zeigten die Manner des Reiterzuges ihre Reitkunst und zugleich Die prächtige Ausbilbung der Pferde. Die Mannschaften der Turnabteilungen waren ebenfalls in starker Besetzung zur Stelle. Die Medizinball-Mannschasten fehlten natürlich auch nicht. An anderer Stelle sah man vortreffliches Schulreiten. Kurzum: wohin man blickte, überall war viel Interessantes zu sehen und überall Konnte man die Wahrnehmung machen, daß unsere 116er mit Schneid und mit regstem Einsatzwillen bei der Vorbereitung ihres großen Regi- mentsfestes sind. , _
So wird es jetzt bis zum Freitagabend alle Tage gehen. Jeden Vormittag und jeden Nachmittag wird dort oben viel zu sehen sein. Besonders interessant dürfte es aber noch werden, wenn erst die Uebungen zu dem großen Parademarsch stattsinden werden. sAuf der ganzen Linie ist das Regiment dabei, sich
Große Strafkammer Gießen.
Der H. und der W. O., sowie der I. L. aus Rohrbach (Kreis Büdingen) waren im März d. I. wegen falscher Anschuldigung hzw. übler Nachrede in mehreren Fällen zu Gefängnisstrafen von drei Monaten zwei Wochen, fünf W o - chen und einem Monat verurteilt worden. Während der Angeklagte L. es bei der Strafe bewenden ließ, legten die Gebrüder O. gegen dieses Urteil Berufung ein, die sie allerdings von vornherein auf das Strafmaß beschränkten.
Der Hauptangeklagte H. O. hatte in einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft behauptet, der Bürgermeister seiner Gemeinde habe sich einer Verleitung zum Meineid schuldig gemacht. Bei der Vernehmung gab er weiter an, dieser habe auch den Oberamtsrichter von Büdingen der Bestechung bezichtigt. Damit nicht genug, verdächtigte er den Bürgermeister in zwei Schreiben an das Amtsgericht "bzw. an die (Bauleitung in Frankfurt der Brandstiftung und machte ihm judenfreundliche Gesinnung und weitere unehrenhafte Handlungen zum Vorwurf. Der Angeklagte W. O. hatte diese Behauptung seines Bruders in der Öffentlichkeit verbreitet.
Die Berufungsverhandlung, zu der 25 Zeugen geladen worden waren, nahm zwei volle Verhand- lungstage im Amtsgericht Büdingen in Anspruch, sie ergab jedoch in tatsächlicher Hinsicht nichts Neues. Da einroanbfrei festgestellt werden konnte, daß die von dem Angeklagten erhobenen Vorwürfe vollkommen haltlos waren, hatte das Gericht bei dem Hauptangeklagten H. O. keine Veranlassung, die Strafe zu ermäßigen, sondern es erhöhte im Gegenteil die Strafe auf vier Mo nate , wäh- reno es bei dem Angeklagten W. O. die Berufung zurückwies. In der Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß das Gericht exemplarische Strafen für notwendig halte, um endlich derartig schnöden Denunzianten das Handwerk zu legen und gleichzeitig andere zu warnen.
daß die Kameraden menen des zu erwartenden starken Andranges möglichst vor 20 Uhr ihre Plätze in der Volkshalle einnehmen. Hier wird dann ein umfangreiches Programm abgewickelt, dessen wichtige Einzelheiten bekanntgegeben wurden.
Der stellv. Aufmarschleiter, Major d. Res. Höl- z e I gab noch einmal einen Ueberblick über die Aufstellungen, wobei auch er auf unbedingte Pünktlichkeit und Befolgung der Anordnungen aufmerksam machte. Während der Besuch des Begrüßungsabends am Samstag in der Dolkshalle zwanglos vor sich geht, ist am Sonntag der geschlossene Aufmarsch unbedingt erforderlich. Am Kirchenplatz treten die Kameraden kompanieweise an, und zwar zuerst die ehemaligen 116er in der aktiven, der Reserve- und in der Landwehr-Formation, dann die Kameraden der ehern. 186, 222, 254, 390 und 418er. In dieser Reihenfolge marschieren sie zur Gefallenenehrung und zur Parade auf den Trieb.
Kameradschaftsführer Bill dankte Kamerad H ö l z e l für die Erläuterung und appellierte an die soldatische Haltung aller „Ehemaligen", die bekannte mustergültige Ordnung der allen Soldaten erneut unter Beweis zu stellen.
Nachdem noch eine Reihe von Einzelfragen klar- gestellt worden waren, schloß der Kameradschaftsführer den letzten Appell vor der großen Jubiläumsfeier in üblicher Weise.
Auf dem Trieb herrscht jetzt an jedem Tage Großbetrieb. Vormittags und nachmittags kann man dort Ereignisse sehen, die des gespanntesten Interesses wert sind. Es handelt sich um die letzten Vorbereitungen unseres Infanterie-Regiments 116 für die umfangreichen Darbietungen am nächsten Sonntag.
Da sieht man nicht nur Männer mit den verschiedensten Handwerkszeugen bei der Arbeit, son- dem auch ganze Abteilungen beim sportlichen Training. Rund um den Platz herum werden die Anlagen geschaffen, mit deren Hilfe der starke Besucher- zusttom geregelt werden soll. Auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ist von der Umzäunung nach der Grünberger Straße zu ein breites Stück beseitigt worden, um dadurch den Blick unbehindert fteizugeben in der Richtung nach dem Philosophenwald. Diese Arbeit gilt der Herrichtung des Platzes für die großen Freilichtaufführungen des Regiments mit Bildern aus „Wallensteins Lager", die aller Voraussicht nach einer der besonderen Höhepunkte der Gesamtveranstaltung sein werden.
Rücksicht, wenn man ihr das Geschäft verdarb. Elf Uhr achtundvierzig würde sie von Budapest zurückkehren und sofort in das Büro fahren, hatte sie bei der Abreise hinterlassen.
Fritz Armbruster war der Neffe von Frau Mizzi Armbruster, in Firma „Konzertdirektion Armbruster, Wien I, Wollzeile 37". Mehr als das, er war der Prokurist und mutmaßliche Erbe des großen Geschäfts, denn leibliche Kinder waren Mizzi Armoruster in chrer kurzen Ehe versagt geblieben. Um das Geschäft in der Familie zu erhalten, hatte sie sich dieses jungen Neffen angenommen, der damals am Staatlichen Konservatorium Musik studierte, nachdem er schon vorher ein Jahr lang in München dem gleichen Studium abgelegen hatte.
Als sie ihn ein einziges Mal am Flügel gehört, war sie sogleich überzeugt gewesen, daß sein Talent dem Schulgeld nicht entsprach; und mit der ihr eigenen Energie hatte sie ihn kurzerhand genötigt, die Studien aufzugeben und in das Geschäft einzu- treten. Und Armbruster hatte das, offen gesagt, nicht besonders ungern getan. Denn auch er besaß von seinen musikalischen Gaben keine so hohe Vorstellung, daß er sie nicht für das Wohlleben eines festbesoldeten jungen Mannes gern geopfert hätte.
Seit Jahr und Tag saß er nun, mit dem schönen, in diesem Fall aber wenig bedeutenden Titel eines Prokuristen geschmückt, im Büro an der Wollzeile und betrieb die Geschäfte, die ihm zugewiesen wurden, genau wie er bisher seine Unterrichtsstunden absolviert hatte: ein wenig nachlässig, ein wenig mit der linken Hand, aber auf eine so scharmante Weise, daß selbst die strenge „Frau Armbruster" ihm niemals ernstlich böse sein konnte. Er bezog sein festes Gehalt, mit dem er selten auskam, be«
Letzte Vorbereitungen zum 116er-Tag.
Das Regiment täglich bei fleißiger Aufbau- und Llebungsarbeit auf dem Trieb
12.00 Uhr: Paradeaufstellung des Regiments und der ehemaligen Angehörigen auf dem Trieb. Anschließend Vorbeimarsch. An diesem nehmen auch alle marschfähigen ehemaligen 116er teil.
___13.30 Uhr: Essenausgabe bei den Feldküchen.
14—16.30 Uhr: Besichtigungsmöglichkeit sämtlicher
Am gestrigen Montagnachmittag war auf dem
Trieb lebhafter Gefechtslärm zu vernehmen. Da, ----- .. v <
krachten Kanonenschläge und knatterten Maschinen- aufs Beste zur vollendetsten ßeif tung bere^3uma^en. qewebre. Es wurden gefechtsmäßige Uebungen für Und so sind denn auch schon diese Dorbereitungstag die Veranstaltungen beim 116er-Tag immer noch' für alle Zuschauer von stärkstem Jnteresie.
raben";
5. Kranzniederlegungen (kurze Gedenkworte).
। 11.00 Uhr Abmarsch der Fahnenkbrnpanie. Aufmarschleiter: Hauptmann d. R. Senßfelder.
Versammlung für den geschlossenen Anmarsch:
1. Kameradschaften ehem. 116er und der Kriegs- aüffteüungen: Kirchenplatz;
Beginn 10.30 Uhr.
Meldung der Aufstellung durch den Regimentskommandeur, Oberst Herrlein, an den Kommandierenden General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Arttl« lerie Dollmann, Kassel;
Regimentsmusik: Nieder!. Dankgebet (1. Vers); Ansprache: Pfarrer Leutnant d. R. Trapp;
Ansprache: Regimentskommandeur Oberst Herr- lein. Fahnensenkung — „Ich hatt' einen Kame-
Gletzener Dochemriarktpreile.
* Greß en, 14. Ium. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück, 4 bis 10 Pl-, Eier, deitt- sche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Enteneier 11% bis 12%, Wirsing, grün, % kg, 10 bis 12, gelbe Rüden, neue Bündel 20 bis 25, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 8 bis 15, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 20 bis 35, Spargel, 1. Sorte 55, 2. Sorte 35 bis 50, 3. Sorte 40 bis 45, 4. Sorte 20 bis 25, Erbsen 30 bis 45, Tomaten 40 bis 70, Zwiebeln, neue, Bündel 20, Rhabarber, % kg, 12 bis 15, Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg, 14 bis 15 Pf., Aepfel, ausländische, 60, Kirschen 70 bis 80 Pf-, Erdbeeren 1.— bis 1,20 Mark, junge Hahne 1,10 bis 1,15 Suppenhühner -,90 bis 1,05 Mark. Blumenkohl! das Stück 10 bis 60 Pf., Salat 5 bis 10, Salat- qurfen 35 bis 50, Oberkohlrabi 15 bis 18, Lauch 5 bis 10, Rettich, das Bündel 20, das Stück 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, Bund 5 bis 10 Pf.
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** Dienstjubiläen bei den Universitäts-Kliniken. Von der Verwaltung der Universitäts-Kliniken wird mitgeteilt: Die Küchenverwalterin Schwester Milli Peters der gemeinsamen Küche der Augen- und der Kinderklinik feiert am morgigen Mittwoch, 15. Juni, das Jubiläum einer 25jährigen Tätigkeit im Dienste der Kliniken. Schwester Milly genießt bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern, wie auch bei den Patienten das beste Ansehen. — Ferner kann die Zentralwaschanstaltsangestellte Marie Weinandt aus Klein-Linden am Donnerstag, 16. Juni, auf eine 25jährige Tätigkeit in den Universitäts-Kliniken zurückblicken. Auch sie genießt bei Vorgesetzten und Gefolgschaftsmitgliedern alle Wertschätzung.
** Motorraddiebe f e ft genommen. Am Samstag wurden zwei etwa 20 Jahre alte junge Männer von hier wegen Diebstahls von Motorrädern und unbefugter Benutzung von Fahrrädern feftgenom- men und dem Amtsgerichtsgefängnis zugeführt. Die Motorräder, die hiesigen Eigentümern gehören, konnten wieder herbeigeschafft werden.
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Vornan von Hans von Hülsen.
Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell.
1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!)
Fritz Armbruster kam am Montagvormittaa sehr spät und in ganz außerordentlich schlechter Laune in das Büro an der Wollzeile.
Die Damen im Sekretariat waren gewohnt, daß er irgendeine Melodie vor sich hinträllerte und ihnen ein vergnügtes „Hobe die Aehre!" zurief, sie wohl auch mit listigem Zwinkern seiner runden Auaen fragte, ob sie gut geschlafen hätten.
Von alledem war heute nicht die Rede.
Er riß die Tür auf, warf sie wieder zu und stürmte, den Hut auf dem Kopf, in sein Zimmer.
Dort ergriff er sofort das Telephon.
„Bedaure, die Dame ist eben ausgegangen", klang es aus der Muschel.
„So, ausgegangen!" Aergerlich legte er den Hörer auf.
Das Fräulein am Vermittlungsapparat im Büro konnte nun wenigstens den verwunderten und empörten Kolleginnen mitteilen, daß vermutlich „die Dame" der Grund der schlechten Laune war. „Die Dame" — also das Fräulein „Reh". Man wußte ja Bescheid!
Fritz Armbrusters Barometer stieg den ganzen Vormittag lang nicht um einen Strich. Es stand auf „Sturm". Immer von neuem machte er das Büro wild, indem er bald diese, bald jene Korrespondenzmappe verlangte — und stets war es die falsche.
Na, man wußte ja, daß der junge Herr Armbruster von Zeit zu Zeit an Launen litt. Man verzieh sie ihm ohne weiteres, weil er sonst ein wirklich netter Junge war. Aber heute war es doch beinahe zu stark. Fräulein Wingert, die für ihn persönlich schrieb, wagte eine entsprechende Frage im Ton wärmster Anteilnahme, mit dem sie sonst stets Erfolg gehabt hatte; heute erhielt sie nur die grobe Antwort: sie möge sich gefälligst um ihren eigenen Kram kümmern. Worauf sie sich beleidigt zurückzog.
Und gerade heute gab es soviel Post, wie feit langem nicht in diesen Hundstagen, in denen die Geschäfte noch schlechter gingen als ohnehin.
Er arbeitete verzweifelt, um hindurchzukommen
Unterkünfte des Regiments und Kaffeetafeln in den Kasernen.
17.00 Uhr: Wehrsportfest auf dem Trieb. Sportliche und militärische Vorführungen. Anschließend Preisverteilung durch den Regimentskommandeur Oberst Herrlein.
20.30 Uhr: Aufführung oon „Wallen st ei ns Lager" durch Angehörige des Regi» ments.
21.40 Uhr: Tanz in der Volkshalle und Trieb.
Montag, 20.3uni:
9.45 Uhr: Frühschoppen in den Gaststätten Gießens und Stadtbesichtigung. Billige Möglichkeit zu Kraftwagen-Gesellschafts- fahrten zum Gleiberg nach vorheriger Anmeldung beim Regiment in der Wach' stube der Bergkaserne. Abfahrt 10 Uhr Bergkaserne.
12.30 Uhr: Derpflegungsausgabe an den Feldküchen (Bergkaseme).
17.00 Uhr: Wehrsportfest.
20.30 Uhr: Wiederholung von „Wallensteins Lager" auf dem Trieb.
Der Kameradschaslsabend
am 18. 3mü in der Volkshalle um 20.30 Uhr.
wohnte eine kleine Junggesellenwohnung und saß allabendlich im Kaffeehaus Zentral an der Herrengasse, wo er seinen Tarock spielte — wenn er nicht mit Reh zusammen war. Außerdem ging er mit Reh und „Frau Armbruster" in alle Konzerte, die die Firma veranstaltete, und dann und wann in das Opernhaus oder in das Burgtheater oder in das Theater an der Wien zur Operette.
Es war im großen und ganzen ein angenehmes Leben. Und wenn „Frau Armbruster" sich einmal erweichen lassen würde, sein Gehalt „entsprechend seinen geschäftlichen Fähigkeiten" zu steigern, bann würde er Reh heiraten. Vorausgesetzt, daß sie bann wollen würde. Einstweilen wollte sie durchaus nicht, hatte nur ihre Gesangsstunden im Kopf und lachte ihn aus, wenn er vom Heiraten sprach. Aber das v würde sich ja hoffentlich geben.
verwandtschaftliche l Ach, es wollte heute mit der Arbeit gar nicht
1. Musikstück: Große Fantasie aus „Der fliegende Holländer" von Richard Wagner.
‘ Gedichtvortrag: „Anloy, der Ehrentag des Regiments 116" (Feldwebel Hühne, 15. Komp.). Musikstück: Alexandermarsch II. 161 von F. Bernhardt, Parademarsch des ehern. Infanterie- Regiments „Kaiser Wilhelm" (2. Großh. Heft.)


