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nis. das mich heute erfüllt Ermessen Sie meine innere Ergriffenheit, nach so langen Jahren dieses gläubige Bekenntnis in Erfüllung gebracht zu haben. (Minutenlang jubeln die Massen dem Füh­rer zu.) Denn die Vorsehung mich einst aus dieser Stadt heraus zur Führung des Reiches berief, dann muh sie mir damit einen Auftrag er­teilt haben und es kann nur ein Auftrag gewesen sein, meine teure Heimat dem Deut­schen Reich wiederzugeben! (Unbeschreib­licher Jubel, minutenlang hindern unablässige Heil- und Dankrufe den Führer am Weitersprechen.) Ich habe an diesen Auftrag geglaubt, habe für ihn ge­lebt und gekämpft, und ich glaube, ich habe ihn jetzt erfüllt! Ihr alle seid Zeugen und Bür­gen dafür!

Ich weih nicht, an welchem Tage ihr gerufen werdet. Ich hoffe, es ist kein ferner. Daun habt ihr elnzustehen mit eurem eigenen Bekenntnis, und ich glaube, dah ich vor dem ganzen deutschen Volk dann mit Stotz auf meine Heimat werde Hinweisen können. (Minutenlange Rufe: jawohl! Ja, ja!)" brausen über den weiten Marktplatz.) Es muh die­ses Ergebnis dann der Welt beweisen, dah jeder weitere versuch, dieses Volk zu zer- reihen, ein vergeblicher sein wird. So wie ihr danv verpflichtet sein werdet, für diese deutsche Zukunft euren Beitrag zu geben, so ist ganz Deutschland bereit, auch seinen Beitrag zu leisten. Und es leistet ihn schon am heutigen Tage! Sehen Sie in den deutschen Soldaten, die aus allen Gauen des Reiches in diesen Stunden einmarschieren, opferbereite und opfergesinnte Kämpfer für des ganzen großen deutschen Volkes Ein­heit, für des Reiches Macht, für seine

Gröhe und für seine Herrlichkeit, setzt und immerdar! Deutfchland, Sieg-Heil!

Die Anfprache des Führers wurde von immer neuen Beifallsstürmen unterbrochen Es war, als ob er sich jeden neuen Satz seiner Rede erst erkämp­fen mühte, so ungeheuer war der Jubel und die begeisterte Zustimmung dieser deutschen Menschen in Oesterreich. Der Platz war von brausenden Rufen erfüllt, die über ihn und über diese Stadt hinaus­getragen wurden nach ganz Oesterreich, das heute

Linz, 13. März. (DRB.) Der F ü h r e r besuchte heute mittag in dem nur wenige Kilometer von Linz entfernt liegenden L e o n d i n g auf dem Friedhof das Grab seiner Eltern. Der Aufenthalt des Führers am Grabe seiner Eltern war für alle Zeugen dieser Stunde ein tiefergreifendes unver­geßliches Erlebnis. Eben noch wurde der Führer auf der kilometerlangen Straße von Linz bis Leonding von dem Jubel und der Beigeisterung der unüber­sehbaren Menge umtobt, aber von der Nähe des Friedhofes ab machte diese Begeisterung einem wür­digen, ehrfurchtsvollen Schweigen Platz. Mit erhobe­ner Rechten säumten hier die Volksgenossen auf dem letzten Teil der Fahrt zu beiden Seiten die Straße.

Der Führer betrat nur mit seiner engsten Beglei­tung den Friedhof und begab sich allein an das Grab seiner Eltern, wo er Blumen niederlegte und längere Zeit schweigend verweilte. Die Zeugen dieses Augen­blicks waren bis ins tiefste ergriffen von der inneren Größe dieser Stunde, als der Führer des nunmehr geeinten deutschen Volkes in seiner Heimat an die Grabstätte seiner Eltern zurückkehrte. Auch diese Erde, die Erde seiner Heimat, die das Grab seiner Eltern deckt, hat der Führer nun frei gemacht und

befreit aufatmet. Nach der Ansprache des Führers werden spontan das Deutschlandlied und das Horst- Wesiel-Lied angestimmt, die die Menge mit erhobe­nem Arm singt. Immer wieder brandete draußen der Jubel auf, und wiederholt mußte der Führer auf den Balkon des Rathauses hinaustreten, um sich seinen befreiten deutschen Oesterreichern zu zei­gen. Das war der Gruß der Heimat an den Führer der Deutschen.

in den Schutz des Reiches genommen. Nachdem der Führer am Samstag in der überwältigenden Kund­gebung in Linz vor das ganze deutsche Volk Oester­reichs getreten war, trat er hier auf dem Friedhof von Leonding vor seine Eltern, um auch ihnen Kunde zu geben davon, daß er das Ziel, das er sich einst hier in Linz gestellt hatte, erreicht habe, wie er es im ersten Kapitel vonMein Kampf" unter der Überschrift ,Lm »Elternhaus" ausgedrückt hat: Deutsch-Oesterreich muß wieder zurück zum großen deutschen Mutterland. Gleiches Blut gehört in ein gemeinsames Reich."

Auch die Rückfahrt des Führers nach Linz legt ebenso Zeugnis ab von der einzigartigen unvorstell­baren Stimmung der Freude und der Dankbarkeit, die die ganze Stadt erfaßt hat. Unmittelbar nachdem der Führer wieder in fein Hotel zurückgekehrt ist, ziehen drei Kompanien des österreichi­schen Bundesheeres, mit Hakenkreuzfähnchen geschmückt, am Hotel vorbei. Ununterbrochen schallen ihre Sprechchöre:Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" undSieg-Heil", mit denen sie den Führer grüßen, über den weiten Platz.

Der Führer am Grabe seiner Eltern.

Ein ergreifender Augenblick auf dem Friedhöfe von Leonding.

Die Proklamation des Führers vom 12. März.

der deutschen Wehrmacht! Panzer- truppen, Infanteriedivisionen und die ff-ver- bände auf der Lrde und die deutsche Luftwaffe im blauen Himmel werden selbst gerufen von der neuen Nationalsozialist i- schenRegierunginWien der Garant dafür sein, dah dem österreichischen Volk nun­mehr endlich in kürzester Frist die Möglichkeit geboten wird, durch eine wirkliche Volksabstimmung seine Zukunft und da­mit sein Schicksal selbst zu gestalten, hinter diesen Verbänden aber steht der Wille und die Entschlossenheit der ganzen deutschen Ration!

Ich selbst als Führer und Kanzler des deutschen Volkes werde glücklich fein, nun- mehr wieder als Deutscher und freier Bürger jenes Land betreten zu können, das auch meine Heimat ist. Die Welt aber soll sich überzeugen, dah das deutsche Volk in Oesterreich in diesen Tagen Stunden seligster Freude und Er­griffenheit erlebt. Es sieht in den zu Hilfe gekommenen Brüdern die Retter aus tiefster Rot. Es lebe das nationalsozia­listische Deutsche Reich! Ls lebe das national­sozialistische Deutsch-Oesterreich!

(gez.) Adolf Hiller.

Berlin, den 12. März 1938.

Generalfeldmarschall Göring mit der Vertretung des Führers beauftragt.

Berlin, 12. März. (DNB.) Der Führer hak für die durch die Ereignisse notwendig gewordene Zeit seiner Abwesenheit von Berlin Generalfeldmarfchall Göring mit seiner Vertre­tung beauftragt.

Deutsch-österreichische Frontsoldaten grüßen ihre Kameraden im Zürich.

Berlin, 12.März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Samstagoormittag um 11 Uhr im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda die Vertreter der gesamten aus­ländischen Presse in Berlin, um ihnen die Prokla­mation des Führers zur Kenntnis zu bringen und über einige im Zusammenhang mit den Ereignissen der letzten 24 Stunden stehende Fragen Erklärun­gen abzugeben. Der Minister wandte sich besonders gegen eine Reihe von Lügen, die in der Auslandspresse Eingang gefunden hatten. Um 12 Uhr mittags verlas Reichsminister Dr. Goebbels über alle deutschen Sender und eine große Zahl von Sendern des Auslandes die Prokla­mation des Führers. Sie lautet:

Deutsche!

Mit tiefem Schmerz haben wir seit Jahren das Schicksal unserer Volksgenossen in Oe st erreich erlebt. Eine ewige geschichtliche Ver­bundenheit, die erst durch das Jahr 1866 gelöst wurde, im Weltkriege aber eine neue Besiegelung erfuhr, fügt Oesterreich seit jeher ein in die deutsche Volks - und Schicksalsgemein­schaft.. Das Leid, das diesem Lande erst von außen und dann im Inneren zugefügt wurde, emp­fanden wir als unser eigenes, so wie wir umgekehrt wissen, daß für Millionen Deutsch­österreicher das Unglück des Reiches die Ursache Der gleichen Bekümmernis und Teilnahme war.

Als in Deutschland die Nation dank dem Siege der nationalsozialistischen Idee wieder den Weg zu dem stolzen Selbstbewußtsein eines großen Volkes sand, begann in Oe st erreich eine neue Lei­de n s z e i t bitterfter Prüfungen. Ein Regime, dem jeder legale Auftrag fehlte, versuchte seine von der überwältigenden Mehrheit des österreichischen Volkes abgelehnte Existenz durch brutal st e Mittel des Terrors, der körperlichen und wirtschaftlichen Züchtigung und Vernichtung aufrechtzuerhalten. So konnten wir es als großes Volk erleben, daß mehr als sechs Mil­lionen Menschen unserer eigenen Herkunft von einer ziffernmäßig kleinen Minori ° tät unterdrückt wurden, die es einfach ver­standen hatte, sich in den Besitz der hierzu not­wendigen Machtmittel zu bringen. Der politischen Entrechtung und Knebelung entsprang ein wirt­schaftlicher Zerfall, der in furchtbarem Widerspruch zur Entwicklung im neuen Deutschland steht.

Der konnte es diesen unglücklichen Volksge­nossen verdenken, daß sie ihre Blicke sehnsüchtig nach dem Reich richteten? Rach jenem Deutschland, mit dem ihre Vorfah­ren durch so viele Jahrhunderte verbunden waren, mit dem sie einst im schwersten Kriege aller Zeiten Schuller an Schulter fochten, des­sen Kultur ihre Kultur war, zu der sie selbst aus so vielen Gebieten höchste eigene Werte beigesteuert hatten? Diese Gesinnung unter­drücken hieß nichts anderes als hunderttausende von Menschen zu tiefstem Seelenleid verdammen. Allein wenn vor Jahren die­ses Leid noch geduldig ertragen wurde, dann war mit dem steigenden Ansehen des Reiches der Witte, die Unterdrückung zu beseitigen, immer heftiger geworden.

Deutsche! Ich habe in den letzten Jahren versucht, die früheren Machthaber in Oesterreich vor die­sem ihrem Wege zu warnen. Nur ein Wahnwitziger konnte glauben, durch Unterdrückung und Terror den Menschen die Liebe zu ihrem an­gestammten Volkstum auf die Dauer rauben zu können. Die europäische Geschichte beweist es, daß in solchen Fällen nur ein um so größerer Fanatis­mus gezüchtet wird. Dieser Fanatismus zwingt dann die Unterdrücker, zu immer stärkeren Metho­den der Vergewaltigung zu greifen, und diese wie­der steigern den Abscheu und den Haß der davon Betroffenen.

Ich habe weiter versucht, die dafür verantwort­lichen Machthaber zu überzeugen, daß es auf die Dauer aber auch für eine große Nation unmöglich, weil unwürdig ist, fortgesetzt zu­sehen zu müssen, wie Menschen gleicher Volkszu­gehörigkeit nur wegen ihrer Abstammung oder ihrem Bekenntnis zu diesem Volkstum oder wegen ihrer Verbundenheit mit einer Idee unterdrückt, verfolgt und eingekerkert werden.

Ueber 40 OOÖ Flüchtlinge hat allein Deutsch­land bei sich aufnehmen müssen, 10 000 andere sind in diesem kleinen Lande durch die Gefäng­nisse, Kerker und Anhaltelager gewandert, hun­derttausende sind an den Bettelstab gebracht

worden, sind verelendet und verarmt. Keine Ra­tion der Welt würde auf die Dauer diese Zu­stände an ihrer Grenze dulden können, außer­dem, sie verdiente es nicht anders, als selbst miß­achtet zu werden.

Ich habe mich im Jahre 1936 bemüht, irgendeinen Weg zu finden, der die Aussicht bieten konnte, die Tragik des Schicksals dieses deutschen Bruderlandes zu mildern, um so vielleicht zu einer wirklichen Aus­söhnung gelangen zu können. Das Abkommen des 11. Juli wurde aber nur unterzeichnet, umimnäch -- ft en Augenblick schon wieder gebrochen zu werden. Die Rechtlosigkeit der überwältigenden Mehrheit war geblieben, ihre unwürdige Stellung als Paria in diesem Staate wurde in Nichts be­hoben. Wer sich zum deutschen Volkstum offen bekannte, blieb verfolgt, ganz gleich, ob er nationalsozialistischer Straßenarbeiter oder alter ver­dienter Heerführer des Weltkrieges war.

Ich habe nun nocheinzweitesMal versucht, eine Verständigung herbeizuführen. Ich bemühte mich, dem Repräsentanten dieses Regimes, der mir selbst als dem vom deutschen Volk gewählten Führer ohne jedes eigene legitime Mandat gegenüberstand, ich bemühte mich, ihm ver­ständlich zu machen, daß dieser Zustand auf d i e Dauer unhaltbar sein würde, da die steigende Empörung des österreichischen Volkes nicht mit steigender Gewalt ewig niedergehalten wer­den könnte, daß hier von einem gewissen Augenblick an es auch für das Reich untragbar fein würde, einer solchen Vergewaltigung noch länger stillschweigend zuzusehen. Denn wenn heute schon koloniale Lösungen von Fragen des Selbstbestirn- rnungsrechtes der betroffenen niederen Völkerschaften abhängig gemacht werden, dann ist es unerträglich, daß 6 v/i Millionen Angehörige eines alten und großenKulturvolkes durch die Art feines Regimes praktisch unter diese Rechte ge­stellt sind. Ich wollte daher in einem neuen A b - kommen erreichen, daß in diesem Lande allen Deutschen die gleichen Rechte zugewiesen und die gleichen Pflichten auferlegt würden. Es sollte diese Abmachung eine Erfüllung sein des Vertrages vom 11. Juli 1936.

Wenige Wochen später mußten wir leider fest- ftellen, daß die Männer der damaligen österreichi­schen Regierung nicht daran dachten, dieses Abkommen sinngemäß zu erfüllen. Um aber für ihre fortgesetzten Verletzungen der gleichen Rechte der österreichischen Deutschen sich ein Alibi zu verschaffen, wurde nun ein Volksbegehren ersonnen, das be­stimmt war, die Mehrheit dieses Landes endgültig zu entrechten! Die Modalitäten dieses Vorganges sollten einmalige sein. Ein Land, das seit vielen Jahren überhaupt keine Wahl mehr gehabt hat, dem alle Unterlagen für die Erfassung der Wahlberechtigten fehlen, schreibt eine Wahl aus, die innerhalb von knapp 3 % Tagen ftattfinben soll Es gibt keine Wählerlisten, es gibt keine Wählerkarten. Es gibt keine Einsichtnahme in die Wahlberechtigung, es gibt keineVerpflichtigungzurGeheimhal- tung ber Wahl, es gibt keine Garantie für die unparteiische Führung des Wahl­aktes, es gibt keine Sicherheit für die Auszählung der Stimmen ufw. Wenn dies die Methoden find, um einem Regime den Charakter der Legalität zu geben, dann waren wir Nationalsozialisten im Deut­schen Reich 15 Jahre lang nur Narren gewesen! Durch hundert Wahlkämpfe sind wir ge­gangen und haben unsmühselig-dieZustim- m u n g des deutschen Volkes erobert.

Als mich der verewigte Herr Reichspräsi­dent endlich zur Regierung berief, war ich d e r Führer der weitaus stärksten Partei im Reich. Ich habe seitdem immer wieder ver­sucht, mir die Legalität meines Daseins und meines Handelns vom deutschen Volk bestätigen zu lassen, und sie wurde mir bestätigt. Wenn dies aber die richtigen Methoden sind, die Herr Schuschnigg anwenden wollte, dann war auch die Abstimmung im Saargebiet einst nur eine Schikane eines Volkes, dem man die Heimkehr in das Reich erschweren wollte. Wir sind hier aber einer anderen Meinung! Ich glaube, wir dürfen alle stolz daraus fein, daß mir gerade auch anläßlich dieser Abstimmung im Saargebiet in so unanfechtbarer Weise vom deutschen Volk das Ver­trauen erhalten haben.

Gegen diesen einzigdastehenden Versuch eines Wahlbelruges Hal sich endlich das deutsche Volk in Oesterreich selbst erhoben, wenn aber dieses Wal das Regime es nun wieder beabsichtigte, mit brachialen Mitteln die I

Protestbewegung einfach niederzuschlagen, dann konnte das Ergebnis nur ein neuer Bürger­krieg fein. Das Deutsche Reich duldet es aber nicht, daß in diesem Gebiet von jetzt an noch Deutsche verfolgt werden wegen ihrer Zugehörigkeit zu unserer Ration oder ihrem Bekenntnis zu bestimmten Auffassungen. Es will Ruhe und Ordnung! Ich habe mich da­her entschlossen, den Millionen Deutschen in Oesterreich nunmehr die Hilfe des Reiches zur Verfügung zu stellen. Seit heute morgen marschieren über alte Grenzen Deutsch-Oesterreichs die Soldaten

Wien, 13. März. (DNB.) Die Frontsoldaten Deutsch-Oesterreichs übersandten dem Deutschen Reichskriegerbund folgendes Telegramm: In historischer Stunde entbieten der Bundesfüh- rung und den Kameraden treudeutsche Grüße Grimm, Major, Chef des Evidenzbüros der österreichischen Soldatenfront." Der Bundesfüh­rer des deutschen Kriegerbundes, ^-Gruppenführer Oberst a.D. Reinhard, dankte in einem Tele­gramm und beglückwünschte die Weltkriegs­kameraden Deutsch-Oesterreichs, mit denen er und feine Kameraden durch Blut und Eifen verbunden feien, zu dem historischen Ereignis der Verwirklichung gemeinsamen Deutschtums.

Mit den deutschen Truppen über die Grenze

Jubelnder Empfang in ganz Tirol. Begrüßung mit den Italienern am Brenner

Deutsche Truppen rücken in Salzburg ein. (Im Hintergrund die Feste Hohen-Salzburg.)

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In Wagen eilen wir am Samstagfrüh über Starnberg, Mittenwald bei Scharnitz an d i e Grenze. Bis nach Mittenwald liegt die gewaltige Gebirgslandschaft in tiefster Ruhe. Aber mit dem ersten Sonnenstrahl wird es in den Ortschaften lebendig, die ersten Flaggen erscheinen an den Masten und an den Häusern. In Mittenwald selbst stößt man auf d i e er st en Truppen, Ge­birgsjäger. In endlos erscheinender Kolonne zieht Kompanie auf Kompanie hart rechts an der Straße mit Geschützen in voller Ausrüstung der Grenze zu. Stolz weht an der Spitze der Marschkolonne die Fahne des Regiments.

kurz nach 8 Ahr überschreitet die Spitze bei Scharnitz die Grenze. Am Schlagbaum stehen die Grenzer, die Beamten der österreichischen Gendarmerie, erheben den Arm zum Gruß. Die Bevölkerung eilt den ersten Soldaten mit Hakenkreuzfähnchen in der Hand jubelnd entgegen. Der Kommandeur des eingetroffenen Regiments nimmt mit feinem Stab vor dem Gemeindehaus von Scharnitz Aufstellung. Vor dem Schulhaus weht die Fahne Adolf Hitlers.

Die Truppen der deutschen Wehrmacht marschie­ren dann unter tosender Begeisterung in Seefeld ein. Im Nu sind Fahrzeuge und Soldaten umringt. Die Bevölkerung, die Gendarmerie, die Gemeinde- beamten, alles läuft auf dem Marktplatz zusammen, wo das Musikkorps des Regiments mit flotten Wei­sen den Tag einweiht. In Seefeld erstattet auch d i e erste Abteilung des Bundesheeres Mel­dung. Es gibt ein freudiges Händeschütteln. Men­schen haben zusammengefunden, die jahrelang durch eine unsinnige Politik voneinander ferngehalten wurden. In das Glockengeläut der kleinen Kirche klingt immer wieder der Helle Jubel, klingt immer wieder die Musik der Soldaten Die in Kufstein liegende Garnison des österreichischen Bundesheeres stellte sich den Kommandeuren der reichsdeutschen Truppen zur Verfügung: österreichische und reichs­deutsche Truppen marschierten gemeinsam unter dem

Subei des gesamten Volkes durch die Straßen der Stadt. So wie in Kufstein war der Empfang der Truppen in allen Dörfern und Städten des Unter« Inn-Tales. UeberaU zeigte sich bei dieser Gelegen« heit, daß auch die deutschen Bauern Tirols zu den treuesten Söhnen des deutschen Volkes zählen.

Ueber Zirl rückt die deutsche Truppe weiter nach Innsbruck, wo ihr gegen Mittag ein gleichstür« Wischer Empfang zuteil wird. Unter Führung des Kommandeurs des Jägerregiments, Oberstleutnant Tschörner, der sich als Offizier des Alpenkorps im Herbst 1917 bei der Erstürmung des Matta Eur den Pour le msrite erwarb, setzt sich nun eine kleine Abteilung, bestehend aus einem Zug leichter Ma­schinengewehre, Kraftradschützen und Panzerabweh­ren durch die Ortschaften Matrai, Steinach und Gries in Richtung aufden Brenner zu in Bewegung. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich das Eintreffen der ersten deutschen Soldaten a n der österreichisch-italienischen Grenze. Die Kolonne nimmt zwischen dem österreichischen und dem italienischen Schlagbaum Aufstellung. Der Kommandeur begibt sich mit seinen Offizieren an die italienischen Zollschranken, um den Italienischen Be- fehlshaber an der Grenze zu begrüßen. Dabei führt er aus:Ich habe den Auftrag von meiner vorge­setzten Stelle, mit einer kleinen Vertretung meiner Trupps mich hier an die italienische Grenze tu he- geben. Hier erwartet mich ein höherer italienischer Offizier. Ich habe den Auftrag, dem italienischen vtti- zier zu versichern, daß alle diese Unternehmunaen heute i ne inem durchaus kameradschaft­lichen Gefühl vor sich gehen, in einem Geist, ber ben freunö ^11^0 Beziehungen zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschi« tischen Stallen und der beiderseitigen Armeen ent« spricht Ich bitte Sie, diese Empfehlung dem Be­fehlshaber an der Grenze im Auftrag meines Kom­mandierenden Generals zu übermitteln." In einer Antwort gab der italienische Befehlshaber feiner Bewunderung für das große deutsche Heer Ausdruck und erklärte, er sei glücklich über die Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Ländern.