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gründlich, daß wir 1913 nur noch 5 Millio- n e n Schafe hatten. Die Zahl sank bis auf 3,4 Millionen im Jahre 1933. Heute gehören uns wie­der von den 700 Millionen Schafen, die die Welt besitzt, rund 5,3 Millionen. Das Tempo der Ver­mehrung wird durch zweckmäßige Förderungsmaß­nahmen noch beschleunigt.

Zu den wichtigsten Handelspartnern des Deut­schen Reiches gehören die Niederlande. Der gegenseitige Warenaustausch betrug hier stets über % Milliarde RM. Der wichtige deutsch-niederlän­dische Zahlungsverkehr ist nun nach längeren Ver­handlungen neu geregelt worden. Im wesent­lichen hat man sich bemüht, den bisherigen Vertrags­inhalt materiell zu verbessern, so z. B. durch Er­höhung ^der freken Devisenspitze der Reichsbank und Einbeziehung gewisser Posten des Dienstleistungs­verkehrs in das Clearing. Dennoch ist man aber in Zahlungstechnischer Hinsicht nicht zu dem gleich guten Ergebnis gelangt wie bei den deutsch-französischen Wirtschaftsbesprechungen vor rund einem halben Jahr. Man hat sich also von dem in Notzeiten ge­fundenen Clearing-Sy st em durch die dem normalen Zahlungsverkehr näherkommende Form des Zahlungsabkommens nicht lösen kön­nen. Die Erfahrungen mit den bisher deutscherseits- geschlossene^ Zahlungsabkommen nach englischem und belgischem Muster haben stets aufs Neue ge­zeigt, daß im Handelsverkehr mit den in Frage kommenden Ländern eine beachtliche Zunahme der Handelsumsätze zu verzeichnen war. Das Fehlen ein­facher Formen der Zahkungsabwicklung dürfte inner­halb deutscher und holländischer Handelskreise auch heute, nachdem der Clearingapparat über drei Jahre arbeitet, kleinere Firmen davon abhalten, Geschäfts­abschlüsse zu tätigen. Auch von holländischer Seite wurde kürzlich darauf hingewiesen, daß im unmittel­baren Verkehr zwischen kleinen Handelsfirmen in früheren normalen Zeiten eine besondere Stärke der deutsch-niederländischen Handelsbeziehungen lag. Selbst nach Abschluß des neuen einjährigen Ver­rechnungsabkommens dürfte der Hinweis am Platze fein, daß bei künftigen Verhandlungen eine Umstel­lung auch zufriedenstellend arbeitender Clearingoer­träge auf Zahlungsabkommen nur im allseitigen Interesse liegen kann.

Deutsch ist die Saar.

DasSaarland feiert den dritten Jahrestag der Abstimmung.

Saarbrücken, 13. Jan (DNB.) Den Auftakt zu der Feier anläßlich des dritten Jahrestages der Saarabstimmung bildete eine feierliche Kranz­niederlegung am Grabe des auf Grund eines Urteils des französischen Kriegsgerichtes erschossenen Eisenbahners Jakob Johannes. Die Gliederun- aen der Partei marschierten durch die festlich ge­schmückten Straßen Saarbrückens zum Markt. Hier gab nach einem Totengedenken der frühere Londes- leiter der Deutschen Front, N i e t m a n n, einen Rückblick auf die historische Bedeutung des Abftim- inungstages. Durch die Saarabstimmung sei der Weg des Führers frei gemacht worden für feine Politik, die Deutschland wieder zu einer Großmacht von Weltbedeutung gemacht habe. Besonderer Dank g"bühre dem Führer auch dafür, daß er durch die Schaffung des Gaues Saarpfalz den Neu­aufbau des deutschen Westens so tatkräftig gefördert, h ibe Nietmann erinnerte daran, Eie die deutsche Volksgemeinschaft durch die Gründung der Deut­schen F r o nt als unerschütterlicher Block geschaf­fen wurde. Wie damals alle anständigen Deutschen on der Saar Schulter an Schulter marschierten, so i ii'sse es auch in aller Zukunft der Fall sein. Unter stürmischem Beifall der Versammlung überbrachte fieUoertretenber Gauleiter Leyser der Saarbe- uölkerung die Iferzlichsten Grüße des Füh­rers An den Führer wurde ein Huldigungstele- gvamm geiandt Unter Vorantritt der Wehrmacht fand dann ein Marsch durch Saarbrücken statt. Auf dem Platz der Deutschen Front nahm stellvertreten­der Gauleiter Leyser in Begleitung von SA.- Gruppenführer F u st den Vorbeimarsch entgegen. In allen anderen saarländischen Orten wurde der Gedenktag ip ähnlicher Weise festlich begangen.

Weitere Ehrungen Filckners.

Berlin, 13. Jan. (DNB.) Im Rathaus fand der Empfang der Reichshauptstadt für den Forscher und Nationalpreisträger, Dr. Wilhelm Filchner statt. Nachdem sich Dr. Filchner in das Goldene Buch der Stadt Berlin eingetragen hatte, über­reichte der Oberbürgermeister und Stadtpräsident dem Forscher die silberne Ehrenplakette der Reichshauptstadt. Gleichzetig teilte er mit, daß der Dr - Wilhelm - Filchner - Stiftung von der Stadtverwaltung eine Ehrengabe von 10 0 0 0 Mark überwiesen worden ist. Reichsleiter Alfred Rosenberg empfing als Leiter der Kul­turtagung der Reichsparteitage Dr Filchner und ließ sich von ihm über die wissenschaftlichen Ergeb­nisse seiner Forschungsreise berichten. Alfred Ro­senberg übergab Dr. Filchner sein Bild mit Unter­schrift und widmete ihm ein Exemplar desMy­thos des 20. Jahrhunderts". Dr. Filchner hat folgende D a n k s a g u ng- der Oeffentlichkeit übergeben:Auf der Heimreise nach dreieinhalb- jähriger Abwesenheit von Deutschland sind mir an allen Plätzen, die ich berührte, soviel Zeichen der Ehrung und des herzlichen Emp­fanges seitens der Partei, des Staates und der Bevölkerung entgegengebracht worden, daß es mir ein aufrichttges Bedürfnis ist, auf diese Weise mei­nen tief st en und aufrichtigsten Dank zum Ausdruck zu bringen. Dieses eindrucksvolle Er­leben wird mir Kraft geben, all mein Leben und meine Arbeitskraft auch weiterhin voll einzusetzen für Führer und Vaterland."

Der llebergang auf die höhere Schule.

Wie die Frankfurter Zeitung berichtet, gibt der bevorstehende Abschluß des Schuljahres dem R e - qierungspräsidenten ' von Hannover Anlaß, in einer Verfügung darauf hinzuweisen, daß der Ministerialerlaß über den Uebergang kör­perlich und geistig gut entwickelter Kinder nach drei Grundschuljahren auf die höhere Schule sich deswegen anscheinend nicht genügend auswirke, weil immer noch die Meinung vertreten werde, daß der Uebergang nur für solche Kinder in Frage komme, diebeson­ders leistungsfähig" seien. Alsbesondere Leistungsfähigkeit" habe allerdings nach den Be­griffsbestimmungen eines Ministerialerlasses aus dem Jahre 1925 noch nicht der Umstand gegolten, daß ein Kind in der Grundschule,durchschnittlich gut" beurteilt werde. Es sollte sich damals, so sagt die Verfügung, um ganz vereinzelte, hervorragend begabte Kinder handeln. Der Regierungspräsident weist deshalb daraus hin« daß der Uebergang zur

Das gutmütigste Tier -er

Oer Elefant, wie er wirklich ist.

Wett.

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Der Hagenbecksche Tierpark in Stellingen bei Hamburg hat zum erstenmal in Europa ein Freigehege für (Elefanten geschaffen, wo ihnen auch ein Schwimmbassin zur Verfügung steht. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Schüssel Kandiszucker und ein paar Bündeln Zucker­rohr.

Unsere einzige Begegnung mit Elefänten pflegt im Zoo oder im Zirkus zu sein, und es gibt wohl kaum einen Menschen, der sich dem starken Eindruck dieser zugleich gewaltigen und liebenswürdigen Tiere zu entziehen vermöchte. Und doch wissen wir we­nig von ihnen. Das kommt uns erst richtig zum Bewußtsein, roenfr jemand, der mit ihnen vertraut geworden ist, von ihnen plaudert, wie dies Major F. Peats -Brown, einBengal-Lancer, in der Daily Mail" tut.

Freundlich und ohne Hinterlist.

Menschen lieben Elefanten", schreibt er,und mit Recht, denn sie sind die freundlichsten und gut­mütigsten Tiere der Welt. So oft ich sie jetzt in einem Zirkus sehe, muß ich immer denken, wenn sie typisch für prähistorische Tiere sind, rote ich es glaube, so muß das Leben damals edler und wür­diger gewesen sein als in dem gegenwärtigen Jahr des Heils. Doch es gibt eine Seite des Elefanten, in der er feine Bewunderer enttäuscht. Er sieht verschlagen aus, aber tatsächlich ist er vollkommen frei von Hinterlist. Er ist selber so gutartig, daß er auch bei anderen keinen Betrug voraussetzt. So erklärt sich seine Gegenwart bei uns als ein Ge­fangener. Man denke, wie er von seinem heimat­lichen Dschungel in Indien roeggeraubt wird. Ein Kheddah" ist einfach eine starke Holzeinzäunung, in die an die hundert Elefanten sich von Männern mit Stöcken und kläffenden kleinen Hunden hinein­treiben lassen. Wenn die Herde sich entschlösse, den Zaun niederzutrampeln, könnte nichts sie daran ^nbem. Stattdessen scheint sie verwirrt. Viele der weiblichen Tiere stehen da mit ihrem Rüssel im Maul, wie Kinder, die am Daumen lutschen, und lassen sich mit nur sehr geringem Widerstand von ihren zahmen Brüdern in Gefangenschaft abführen. In wenigen Tagen lernen sie, ihremMahout" zu gehorchen, und in ein paar Monaten sind sie voll­kommen dressiert.

Wie man mit ihnen spricht

Wenn man auf einem Kissen oder demHowdah" auf einem Elefanten sitzt, wird man nicht viel von diesen großen, guten, nachdenklichen Tieren kennen lernen. Aber wenn man den Platz desMahout" auf dem Nacken einnimmt, "dicht hinter den Ohren, wird man erfahren, wie der Elefant zuhören und nachdenken kann, und wie lebhaft und gelehrig er ist. Wenn man in der Sprache zu ihm spricht, die er versteht, in Indien ein bestimmter, von den Mahouts erfundener Dialekt, so scheint er jedes Wort zu verstehen. So sagt man, wenn er still­stehen soll,Dutt", wenn er weitergehen soll, Chai". Es gibt auch Worte für «rechts, links,geh schneller",geh langsamer",paß auf, hier sind Zuckerrohrstoppeln, die deinen Füßen weh tun könn­ten"Hathi-le-kuba!" heißt ,chebe den Baumstamm auf",Aire-la-kinch",hebe den- Stein auf und gib ihn mir". Ein guter Mahout spricht unausgesetzt mit seinem Elefanten.

Er geht einkauten.

Der Wärter vonLakshman Piari", einer Ele­fantenkuh, die ich zur Wildschweinjagd benutzte, pflegte jedes Trinkgeld, das ich ihm gab, mit ihr zu teilen und schickte sie mit ein paar Pfennigen im Rüssel zum Basar, damit sie selbst einkaufen konnte. Lakshman Piari" wußte auf ihren Kaufgängen sehr wohl, daß die Münzen sie dem Krämer will­kommen machten, und daß der Krämer hatte, was sie wünschte, sie ließ das Geld vor ihre gekreuzten Füße fallen und bediente sich selbst mit einer vollen

höheren Schule nach dem neuesten Erlaß allen körperlich und geiftig gut entwickelten Kindern frei stehe, deren K l a s s e n l e i st u n - gen gut seien. Der Kreis der Schüler und Schüle­rinnen, die nach drei Grundschuljahren ausgenommen werden können, sei also wesentlich weiter gezogen als früher.

Sowjetrussische Aufnahmebedingungen von der Gewerkschasts-,,Internationale-' als unannehmbar bezeichnet.

Paris, 14 Jan (DNB. Funkspruch.) Der Vor­stand der Gewerkschastsinternattonale hat zu der zur Verbreitung der Agitationsbasis mit bemer­kenswerter Eile vorgenommenen Ratifizierung der Eingliederung der sowjet-russischen Gewerkschaft eine Entschließung angenommen, in der es heißt:Nachdem der Vorstand den Be­richt der nach Moskau entsandten Abordnung an­gehört hat, stellt er fest daß der Zentralrat der sorojetrussischen Gewerkschaften statt eines ord­nungsgemäßen Aufnahmegesuches eine Reihe von Bedingungen an sein Aufnahme­gesuch geknüpft hat, die der Vorstand der Interna­tionale als unannehmbar erachtet. Er hat be-

Oernormale-'SpeisezetteleinesTageS

Elefanten haben einen ungeheuren Appetit und sind daher sehr teuer zu halten. Heutzutage werden sie in Indien nur noch für Zeremonienzwecke und für Großwildjagd gebraucht Der normale tägliche Speisezettel für einen Elefanten bei Schwerarbeit würde aus etwa folgendem bestehen: fünf Zentner Gras oder Grünfutter, zehn Kilo Korn, zwanzig Kilo Häcksel und ein Kilo Zuckermelasse. Ihr Ge­schmack ist verschieden, aber Süßmäuler find sie alle. Manche nehmen auch Tee. starke Getränke oder Opium. Fast alle mögen Kuchen und Schokolade und Früchte. Sie erinnern sich an Freunde, die sie gefüttert haben, und sogar an Leute, die sie ge­tragen haben, besonders wenn es sich um Be­rühmtheiten handelt. Zweifellos haben die meisten Elefanten einen, Zug von Snobismus. Ich habe selbst gesehen, wie ein gewisser Oberst, berühmter Tierjäger und Freund von Vizekönigen, von 50 Elefanten spontan begrüßt wurde, als er vor ihnen erschien: sie wußten, daß er die Jagd leitete, so er­hoben sie ihre Rüssel und trompeteten ihr Will­kommen. (Ich muß allerdings hinzufügen, daß er gewöhnlich Mengen von Zucker in seinen Taschen hatte.)

Was der Elefant nicht mag.

Uebrigens ist es ein Irrtum, daß der Elefant seinen Rüssel als Angriffswaffe gebraucht. Der Rüssel ist ein Finger und von außerordentlicher Empfindlichkeit. Beim Angriff stößt der Elefant entweder mit den Zähnen oder zermalmt mit den Füßen. Niemals wird er feinen Rüssel gefährden, der hoch geringelt getragen wird, um ihn vor Ver­letzungen zu hüten. Die Dinge, die dem Elefanten am tiefsten verhaßt sind, sind folgende: Dorfhunde, die um seine Füße kläffen (je kleiner der Hund, um so mehr reizt es ihn); Ratten in seinem Stall; Pferdefliegen, die ich einmal beobachtet habe, wie sie einen großen Bullen rasend machten, so daß er durchging und heulte wie eine verdammte Seele; Männer mit Sporen, die über den empfindlichen Rüssel in den Sattel gehoben fein wollen, statt vom Schwanz her hinaufzuklettern; baumlose, schatten­lose Plätze, Treibsand und über Brücken Getrieben­werden, die aussehen, als ob sie ihr Gewicht nicht aushalten würden. Wenn sie an einen Fluß kom­men, sind Elefanten am glücklichsten. Sie sind groß­artige Schwimmer, und es ist ein prächtiger An­blick, sie mit ihren Mahouts beim Bad spielen zu sehen.

Ein Auto

fällt seiner Eifersucht zum Opfer.

Die Anhänglichkeit der Elefanten für ihre Herren beschränkt sich nicht auf Indien. Ein Elefanten­besitzer in England erzählte mir, daß feine sechs Elefanten ihn so sehr liebten, daß sie ihn kaum aus den Augey lassen wollten und leidenschaftlich eisersiichttg auf sein kleines Auto waren, dem sie die Schud gaben, wenn er weggeführt wurde. Eines Tages, als er den Wagen am Rande eines Feldes geparkt hatte, wo die Elefanten sich tummelten, marschierten sie zu ihm hin, untersuchten ihn sorg­fältig. beratschlagten zusammen, und dann stürzten sie sich einträchtig auf ihn und stampften ihn, vor Wonne trompetend, in die Erde, bis er flach wie eine Briefmarke war. Und dabei gibt es noch Leute, die behaupten daß ein Elefant keine Vernunft hätte! B

schloffen, sofort alle seine Verbände über die Einzel­heiten in Kenntnis zu setzen, um sie auf der näch­sten Sitzung des Vorstandes der Gewerkschaftsinter­nattonale in Oslo noch einmal zu erörtern.

Eine Fälschung.

Wir veröffentlichten am 12. Januar eine Auf­nahme, die spanische Bolschewisten mit den abgeschlagenenKöpfen ihrerGeg- ner darstellen soll. Die Aufnahme ist von einer ausländischen Bildagentur deutschen Zeitungen übersandt worden. Es ist nunmehr fest- gestellt worden, daß sie einer raffinierten Fälschung zum Opfer gefallen sind. Es handelt sich um eine Trickaufnahme, die breits in den 1927 erschienenen Erinnerungen Abd-el- Krims enthalten ist. Die Aufnahme ist von der gleichen ausländischen Stelle an marxistische Aus landsblätter mit dem Bemerken geschickt worden, es handle sich um nationalspanische Soldaten mit den abgeschlagenen Köpfen ihrer Gegner.

Hilfe für die rumänischen Dauern.

B u k a r e st, 14. Jan. (DNB. Funkspruch.) Auf einer Wirtschaftstagung unter Vorsitz von König Carol wurde eine Reihe von Maßnahmen zur

Erleichterung der Lage der Bauernschaft be­schlossen. So eine Verbesserung und Verbill gung der Versorgung mit Salz, Petroleum und Baumwolle, die vom Staat in die Hand genommen wird. Ferner sind Neuregelungen über die Einfuhr landwirtschaftlicher Erzeugnisse und über den Verkauf rumänischer Landwirtschasts- produkte festgelegt worden. Schließlich wurde eine Verbilligung der Eisenbahnfahrpreise für die 3. Klasse beschlossen. Am Montag wird ein Ministerrat das Gesetz über die Nachprüfung auf betrügerische Weise erlangter Einbürge­rungen, was bei einer Anzahl von Juden der Fall ist, ferttgstellen.

Irlands Probleme.

De Valeras Wünsche

für die Londoner Konferenz.

London, 13. Jan. (DNB.) Die Tatsache, daß es der nordirische Ministerpräsident Lord Crai» g a d o n für notwendig gehalten hat, das nord­irische Parlament aufzulösen, um sich von der Bevölkerung bescheinigen zu lassen, daß sie für eine Beibehaltung der nordirischen Selb­ständigkeit uno gegen ein Aufgehen im getarnt» irischen Staat ist, läßt den Schluß zu, daß bei den englisch-irischen Verhandlungen die Frage der Tei­lung Irlands eine größere Rolle spielt, als man in London anzunehmen geneigt war. Die Trennung Irlands ist 1920 von dem Home-Rule-Gesetz geregelt worden. Damals wurde Südirland die Selbstregierung zugestanden. Die sechs Grafschaften Nordirlands jedoch erhielten ihre eigene Regierung mit dem Sitz in Belfast und blieben in enger Ver­bindung mit England. Die neue Verfassung Eires ist durch das Weglassen der BezeichnungFrei­staat" darauf abgestellt, eine Vereinigung mit

Rezept bei Erkältung, Grippegesahr:

Man rührt je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissen­geist und Zucker m einer Tasse gut um, gießt lochen- des Wasser hinzu und trinkt möglichst heiß vor dem Schlafengehen zwei Portionen dieses wohl­schmeckenden Geiundheitsgetränkes (Kindern gibt man die Hälfte). Darauf schläft man gut und fühlt sich am anderen Morgen meist merklich wohler. Zur Nachkur nimmt man noch einige Tage lang die halbe Menge.

Bergessen Sie nicht, bei der nächsten Gelegen­heit in Ihrer Apotheke, Drogerie oder in Refwm- gefchäft den echten Klosterfrau-Melissengeist mit­zunehmen. Flaschen zu RM. 0.90, 1.65 und 2.80? niemals lose. Dieses Rezept bitte ausschneiden!

Nordirland zu erleichtern. Außerdem ist die Verfassung in dem früheren südirischen Freistaat in Kraft,solange die Wiedervereinigung des natio­nalen Gebietes noch nicht vollzogen ist". Die bri­tische Regierung hat sich bei der Inkraftsetzung der neuen Verfassung Eires auf die Erklärung be­schränkt, daß sie den neuen Namen unter der Vor­aussetzung anerkenne, daß das nicht die Ober­hoheit über Nordirland bedeute. Auf die Frage, was de Valero tun könne, um diese schwie­rige Lage zu ändern, erklärt Preß Association, das einzig Mögliche scheine das Ersuchen an die britische Regierung zu sein, auf Nordirland im Sinne einer Wiedervereinigung einzuwirken. Eine solche Anregung würde jedoch wenig Hoffnung auf Erfolg haben. Hingegen werde die Verteidigungs­frage eine Hauptrolle spielen. Es sei aber klar, daß die Frage der englischen F l o t t e n st ü tz -- punkte in, Eire auftauchen werde. Zweifellos werde auch die Frage der jährlichen Zahlun­gen Eires behandelt werden. Wenn man diese regeln könnte, würde sich die Zollfrage von elbst losen, und man wäre einen guten Schritt voran- gefommen. Die Weigerung Eires, die jährl chen Zahlungen an England weiter zu leisten, war von englischer Seite seinerzeit mit Kampf zollen beantwortet worden.

Wann können Familiennamen geändert werden?

Richtlinien des Reichsinnenministers.

Berlin, 12. Jan. (DNB.) Zu der reichsrecht­lichen Vereinheitlichung und Neuregelung über die Aenderung und Feststellung von Familiennamen hat der Reichsinnenminister- umfangreiche Richt­linien erlassen. Als ausreichender Grund zu einer Namensänderung ist es anzusehen, wenn der bis­herige Name anstößig oder lächerlich klingt oder geeignet ist, Anlaß z u unange­nehmen Wortspielen oder Scherzen zu geben. Ein Name darf nur geändert werden, wenn aus der Person des Antragstellers keine Bedenken dagegen bestehen. Als neuer Name wird in erster Linie der e>ines Vorfahren des Antragstel­lers in Frage kommen Bei ehelichen Kindern kön­nen nur schwere Vorstrafen, etwa Sittlichkeits­delikte des Vaters, die Namensänderung begründen. Den Gesuchen unehelicher Kinder, die bezwecken, die uneheliche Geburt nicht erkenntlich werden zu , las­sen, ist, wenn ein ausreichender Grund sie recht­fertigt, entgegenzukommen. Auch für die Stief- und Pflegekinder wird eine entgegenkommende Regelung vorgesehen.

Bei gewissen Sammelnamen (Vulgärnamen) liegt die Hinzufügung eines unterscheidenden Zu­satzes im Öffentlichen wie im Interesse der Träger. Als solche Sammelnamen bezeichnet der Minister: Brcnai, Becker, Fischer, Lehmann, Mayer, Müller, Schutze ufro., ebenso die mit ihnen lautlich oder ähnlich klingenden Namen. Als Zuname kommt in erster Linie der Geburtsname der Mutter oder einer Großmutter in Frage. Führen deutschblütige Per­sonen jüdische Namen, so kann Anträgen auf Aenderung stattgegeben werden. Welche Namen als jüdisch anzusehen sind, bestimmt sich nach der Auffassung der Allgemeinheit. Anträgen von Ju­den und Mischlingen, ihren Namen zu ändern wird grundsätzlich nicht stattgegeben, damit nicht die Ab­stammung verschleiert wird. Der Minister behält sich die Entscheidung selbst vor, wenn ein Name erbeten wird, der eine frühere Adelsbezeichnung enthält und wenn gemäß den Richtlinien die Aenderung eines jüdischen Namens erfolgen soll.

Zusammenfassung aller Auslandsschweden.

Stockholm, 13. Jan (DNB.) Der Reichstags^ abgeordnete der Rechtspartei und Direktor der schwedischen Exportvereinigung Nylander hat die Festsetzung der Rechte und Pflichten der Aus- landsschweden durch den Reichstag beantragt mit dem Zweck, die Bande zwischen der Heimat und dem Auslandsschwedentum fester zu knüpfen Ny­lander berechnet die Zahl der Auslandsschweden,