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S.Vf.-tfportf

Das llnterkreisiurnen in Holzheim.

Am kommenden Sonntag wird nun in Holzheim das Unterkreisturnen stattfinden, das die Turner und Turnerinnen des Kreises Gießen zu den verschieden­sten Wettkämpfen vereinigen wird. Gleichzeitig wird der Turnverein Holzheim die Feier seines dreißig­jährigen Bestehens feiern. Am Vorabend wird die Veranstaltung mit einem Gefallenengedenken, und dann mit der offiziellen Jubiläumsfeier ihren Auf­takt finden. Auch die Ehrung von treuen Mitgliedern und Mitbegründern ist vorgesehen. Die Kreisriege wird unter der Führung von Kreisturnwart Reu­ter ihr Können am Reck und am Barren zeigen. Für den Festsonntag ist nach dem Wecken und Nach der Kampfrichtersitzung sofort der Beginn der Wett­kämpfe vorgesehen, für die zahlreiche Meldungen vor­liegen. Die Veranstaltung des Unterkreisturnfestes dürfte für die Gemeinde Holzheim ein schönes Er­eignis bedeuten. .

Sportverein isro Heuchelheim.

1920 Heuchelheim I Naunheim I 4:2 (2:2).

Die Bezirksklassenmannschaft von Naunheim mußte in Heuchelheim eine empfindliche Niederlage einstecken. Die Einheimischen zeigten bei diesem Spiel, daß sie etwas gelernt haben, und daß bei aufopferungsvollem Einsatz der Erfolg den Kampf krönen mutz.

Schon nach zehn Minuten Spielzeit konnte Heu­chelheim durch seinen Rechtsaußen in Führung gehen. Die Gäste setzten ihrerseits durch wuchtige Angriffe die Heuchelheimer Hintermannschaft unter Druck. Erst nachdem Heuchelheim durch entschlossenen Schuß seines Halblinken zum zweiten Erfolg ge­kommen war, gelang es Naunheim, ein Tor auf­zuholen. Durch Bombenschuß des Gästemittelstür- mers fiel bald darauf der Ausgleich.

Nach der Pause entpuppte sich der Heuchelheimer Sturm als äußerst schußfreudig. Besonders der alt­bewährte Halbrechte war es, der aus den unwahr­scheinlichsten Stellungen heraus auf das gegnerische Tor knallte. Bei einem Angriff der Heuchelheimer mußte der Naunheimer Torhüter aus dem Kasten; er konnte nur schwach klären, der Halbrechte der Blauweißen nützte die günstige Gelegenheit und brachte durch schönen Schuh erneut seinen Farben

die Führung. In der Folge beherrschte Heuchelheim durch raumgreifendes Flügelspiel das Feld. Eine Viertelstunde vor Schluß schoß der Rechtsaußen der Einheimischen eine Flanke, die der Halblinke im Sprunge zum vierten Tore einköpfte, Damit war Naunheims Niederlage besiegelt.

*

HJ.-Kampfgemeinschafl 1900 3. 3gb. 6:1 (3:0).

Die Jüngsten der Blauweißen verloren ihr Rück­spiel in Vetzberg. Sie zeigten einen unermüdlichen Kampfgeist und nur die allzustarke körperliche lieber« legenheit der Vetzberger konnte den Sieg sichern.

Handball im Männer-Turnverein.

rNtv. I Tv. Garbenheim I 11:7 (4:5).

Bor einer zahlreichen Zuschauermenge lieferten sich beide Mannschaften einen schönen Kampf. In den ersten 20 Minuten mit zehn Mann spielend, gerieten die Mtoer stark ins Hintertreffen. Nach einem überraschenden Tor von Strack gelang es den Gasten, innerhalb kurzer Zeit auf 5:1 davon- zuziehen. Während der Neuling ein gefälliges Zu­spiel zeigte, ließ dies bei den Mtvern anfänglich sehr zu wünschen übrig. Und in der Hintermann­schaft wollte es gar nicht klappen. Erst als die Mtoer ihre Mannschaft auf elf ergänzt hatten, wen­dete sich das Blatt. Möckel mußte für das 5:2 sor­gen, und Strack fetzte darauf mit einem prächtigen Wurf aus 25 Meter Entfernung den Ball ins Netz. Möckel verkürzte auf 5:4.

Nach Wiederanpfiff gingen die Mtoer mächtig los, doch ließ das Zuspiel immer noch sehr zu wün­schen übrig. Die Gäste kamen zum 6:4. Weigand ging sofort auf 6:5 heran, und Strack glich aus. Klein brächte seine Mannschaft in Führung, die nun nicht mehr abgegeben wurde. Die Gäste lie­ßen mehr und mehr nach, so daß -sich schließlich beide Mannschaften mit 11:7 für Mto. trennten. Herbert, VfB.-R., leitete das faire Spiel.

Wlv. Jugend To. Garbenheim Jugend 10:4.

Was die Erste fertigbrachte, gelang auch der Ju­gend im vorhergehenden Treffen. Sie trat eben­falls nur mit zehn Mann an, hatte jedoch von An­fang an das Spiel in der Hand. Die neuen Leute fanden sich gut zusammen mit dem alten Stamm, von dem Jughardt der erfolgreichste Stürmer war. Von 10 Treffern gingen allein 9 auf sein Konto.

Meister der Vezirksstaffel Gießen 1938/39?

Diese Fruge tritt mit dem Beginn der Verbands­serie in den Vordergrund des Interesses der großen Fußballgemeinde des Sportkreises Gießen. Und so, wie im vergangenen Jcchre die Leistungen der ein­zelnen Mannschaften von den Anhängern mit ent­sprechender Teilnahme verfolgt wurden, wird es auch in diesem Lahre wieder sein. Denn wo ist nicht die Hoffnung, daß das, was im vergangenen Jahre nicht der Fall gewesen ist, diesmal doch eintreten kann? Die Vorbereitungen, die von den einzelnen Vereinen getroffen wurden, lassen jedenfalls darauf schließen, daß der Verlauf der Serie 1938/39 die vom vergangenen Spieljahr noch übertreffen wird. Für die Gießener Fußballanhänger ist dabei das erfreuliche, daß wieder zwei Vereine als Teilnehmer auftreten und mit dem FC. Teutonia Steinberg ein weiterer Kandidat aus der heimischen Umgebung im Wettbewerb ist.

Unsere Betrachtung über die Aussichten der ein­zelnen Mannschaften soll uns nun durch das Feld der Teilnehmer führen, die in diesem Jahre an den Spielen in der Bezirksstaffel Gießen teilnehmen.

Die Teilnehmer.

1900 Gießen, DfV.-ReichSbahn Gießen, Teutonia Steinberg, Sportverein 05 Wetzlar, B. C. Sinn,

Tuspo. Naunheim, Tuspie. Bissenberg, Tuspie. Burg, Oranien Frohnhausen und Sp. G. Ehringshausen. Der im vergangenen Jahr als elfter Verein teil- genommene Turn- und Sportverein Butzbach wurde wieder dem Sportkreis Friedberg zugeteilt.

Beginnen wir mit dem Meister 1937/38,

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Der Verlauf der Aufstiegspiele, der den Blauweißen die gewünschte Hoffnung nicht gebracht hat, ist zur Genüge bekannt. Die Meinung wäre aber falsch, anzunehmen, daß dadurch die Kampfkraft der Leute vom Trieb gebrochen wäre. Der Verlauf der letzten vorbereitenden Gesellschaftsspiele darf dabei nicht als Maßstab angelegt werden. Konnte doch keines mit der vorgesehenen Mannschaftsaufstellung durch­geführt werden. Bis zum Beginn der Meisterschafts- fpiele sind diese Umstände aber beseitigt, und die Sorge um die Mannschaftsaufstellung könnte dann nur sein, wie die einzelnen Posten besetzt werden sollen. Zu dem seitherigen Stamm von Lippert, Pankok, Sack, Quick, Erhard, Löbsack, Hormel, Berg­mann, Heuser, Schellhaas kommen Rensing, Herbst, Rahn, Kociok, Koch sowie Spieler der Reserve, die in den letzten Spielen ihre Eignung bewiesen haben.

Zweiter Gießener Vertreter ist der

VfS.-Reichsbahn.

Die Leute vom Waldsportplatz, die sich am vergan­genen Sonntag im letzten Aufstiegsspiel die erforder­lichen Punkte für die Berechtigung zum Aufftieg er­kämpften, nehmen damit nach einjähriger Unter­brechung wieder an den Bezirksklassenspielen teil. Die Erringung der Kreismeisterschaft hat der Mann­schaft wieder starken Rückhalt verliehen, und die Resultate der letzten Spiele habe gezeigt, daß die Mannen der Reichsbahn nicht ohne Chancen in die Serie gehen. Der voraussichtlichen Aufttellung mit Gottschalk, Thron, Kramer, Krämer, Lukaschewfky, Berlenbach, Schlitz, Fischer, Bach, Heß, Sponick muß man sogar eine-Berechtigung für den Enderfolg einräumen zumal in Fehling, Mattern, Anthes, Fleischhauer und verschiedenen Neuerwerbungen Austauschspieler zur Verfügung stehen.

Der weitere Teilnehmer aus dem politischen Kreis Gießen ist der t

FL. Teutonia Watzenborn-Steinberg.

Die Aufhebung der Strafe des Gruppensportwartes hat den Teutonen wieder alle Möglichkeiten ge­geben, unbeschwert in die Spiele einzugreifen. Und da an der bewährten Besetzung Happel, Jung, Fett, Schmandt, Hedrich, Naumann, Lang, Däublin, Schmidt, O. Haas, Buß fast keine Veränderungen eintreten, werden die Leute von der Neumühle mit in den engsten Kreis der Mitbewerber gezogen werden müssen. Feststehen dürste wohl schon jetzt, daß keiner Mannschaft in Steinberg ein Punkt­gewinn gelingen wird.

Der Meister aus dem Jahre 1936/37, der Sportverein Wetzlar,

hat wohl die größten Schwierigkeiten in der Be« sttzung seiner Ligamannschaft. Der Verlust von Reuter hat sich schwer ausgewirkt. Und da verschiedene Spieler in das Alter gekommen sind, wo die Spann­kraft für die schweren Spiele nicht mehr ausreicht, hat man Sorgen an der Nauborner Straße. Die Versuche mit Jugendlichen sind in letzter Zeit wohl befriedigend ausgefallen, die Frage ist jedoch die, ob die Spieler für die Dauer den Anstrengungen gewachsen sind. x

Turn- und Sportverein Naunheim,

der in dieser Klasse auch schon zu Meisterehren ge­kommen ist, schickt seine vorjährige Mannschaft un­verändert in die "Kämpfe. Hiervon sind dieAlten", Gebr. Hattert, Keusch, Neeb und Landenfeld die­jenigen, die die Erfahrung besitzen, während die Jüngeren" die Schwungkraft mitbringen. An Ener­gie besitzen beide Teile das erforderliche Maß.

Ein sehr aussichtsreicher Bewerber ist der

DL. Sinn.

Durch die Jndustrietätigkeit in Sinn erhalten die Glockengießer stets Zuwachs aus den umliegenden Vereinen. Die Aeußerung, daß zwei gleichwertige Mannschaften gestellt werden können, ist nicht über­trieben. Die ©inner besitzen jedenfalls berechtigte Hoffnungen.

Oranien Frohnhausen,

im vergangenen Jahr stark mit Abstiegssorgen ge­plagt, melden ebenfalls Ansprüche an. Die Rück­kehr der Soldaten Hain, Greeb usw. füllen die lange offenen Lücken wieder aus und da sich von den Jugendlichen einige sehr gut entwickelt haben, ist man in Frohnhausen zuversichtlich.

Der Turn- und Spielverein Burg

muß zwar immer noch auf seine Hauptstützen, die Gebrüder Blecher, verzichten. Dafür sind aber Häu­ser und Nix wieder dabei. In ihrem, für fremde Mannschaften sehr ungünstigen Platz, besitzen sie einen ausschlaggebenden Vorteil, der es ihnen auch in diesem Jahre ermöglichen wird, die erforderliche Anzahl von Punkten zu ergattern, um den Ver­bleib in der Bezirksklasse zu sichern.

Die größte Verjüngung seiner Mannschaft hat Bissenberg

vornehmen müssen. Lediglich Bingel, Kleemann und Keller sind vom alten Stamm übrig geblieben. Und obwohl genügend Aktive zur Verfügung stehen, hat man sich für Nachwuchskräfte entschlossen, die ja zu

Ende der vergangenen Serie schon verschiedenttich mit bestem Erfolg tätig waren.

Bleibt als letzter der Neuling im wahrsten Sinne des Wortes, die

Sportgemeinde Ehringshausen, die sich erstmals in erlesener Gesellschaft befindet. Auf eigenem Gelände vielleicht für die eine oder andere Ueberraschung fähig, ist wohl nicht anzuneh» men, daß den Ehringshäusern gelingen sollte, was Steindorf mißlang, sich länger als ein Jahr in der Bezirksklasse zu halten.

Bei genauer Uebersicht müssen wir jeststellen, daß ein ausgesprochen favorisierter Be­werber nicht vorhanden ist. Und das ist im Interesse des Sportes wünschenswert. Es erhöht das Interesse und wenn dann am Schlüsse einer entsprechend seiner gezeigten Leistungen sich mit Recht den Meistertitel erworben hat, dann darf er besonders stolz sein.

Terminliste der Bezirlsklaffe.

Staffel Gießen.

18. September: Bissenberg Burg, Frohnhausen gegen Sinn, Naunheim Wetzlar.

25. September: 1900 Ehringshausen, Steinberg gegen VfB.-R., Wetzlar Sinn, Burg Naun­heim, Bissenberg Frohnhausen.

9. Oktober: VfB.-R. Bifsenberg, Naunheim gegen 1900, Ehringshausen Steinberg, Frohn­hausen Wetzlar, Sinn Burg.

16. Oktober: 1900 Burg, Sinn VfB.-R., Steinberg Naunheim, Wetzlar Bissenberg, Frohnhausen Ehringshausen.

23. Oktober: VfB.-'R. 1900, Steinberg gegen Sinn, Bissenberg Naunheim, Burg gegen Frohnhausen, Wetzlar Ehringshausen.

30. Oktober: 1900 Frohnhausen, Ehringshausen gegen VfB.-R., Steinberg Bissenberg, Burg- gegen Wetzlar, Sinn Naunheim.

6. November: VfB.-R. Burg, Wetzlar 1900, Frohnhausen Steinberg, Naunheim Ehrings­hausen, Sinn Bissenberg.

13. November: Bissenberg 1900, VfB.-R. gegen Frohnhausen, Burg Steinberg, Ehringshausen gegen Sinn.

20. November: 1900 Steinberg, Wetzlar gegen VfB.-R., Naunheim Fronhausen, Ehringshausen gegen Burg.

27. November: 1900 Sinn, Naunheim gegen VfB.-R., Steinberg Wetzlar, Ehringshausen gegen Bissenberg.

Tagung des llhrmacherhandwerks.

LPD. Frankfurt a. M., 11. Sept. Die Versammlung der Uhrmacher des Bezirks Hessen, die am Sonntagvormittag im Volks­bildungsheim in Anwesenheit des Reichsinnungs­meisters des Uhrmacherhandwerks, H. Flügel, statt­fand, wurde vom Bezirksführer des Treuhänder­bezirks Hessen, Bezirksinnungsmeister Trebbe (Gießen), mit der Verpflichtung der drei Ober­meister Demmer (Limburg), Krieger (Frankfurt a. M.) und Schäfer (Friedberg) eröffnet.

Reichsinnungsmeister Flügel sprach dann über gute und wirksame Werbung. Vorher ging er auf das Problem Uhrenhandwerk und Uhrenhandel ein und vertrat die Meinung, daß der Uhrenhandel nur zum Uhrenhandwerk gehöre. Dann forderte er die Kameraden des Bezirks Hessen auf, sich in die große Front einzureihen und einmal eine groß­zügige Werbeaktion zu unterstützen. Diese Werbung beziehe sich zunächst auf die Schaufenster, die die Visitenkarte des Uhrmachers seien. Die Nachwuchs­frage werde immer dringender, weil auf der einen Seite die Beschäftigung dauernd steige und auf der anderen Seite det Nachwuchs zurückgehe. Nach einer Pause von vier Jahren werde im nächsten Jahr wieder eine Reichstagung des Uhrmacherhandwerks in Wien stattfinden. Zur Fortbildung der Meister und Gesellen sei von der Innung eineFliegende Uhrmacherschule" eingerichtet worden, die ihre Tätig­keit in Sachsen begonnen habe und jetzt in Ost­preußen arbeite.

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