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öle (Erni', -cknungsabkommen durch Zahlungsabkommen, bei UJ3Unebmen 1 ;nen die beiderseitigen Zahlungen in Bardeoisen
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flcrne in den Verbrauch. Der Erzeugung reiner Zllwollgarne galt ebenso unser Bemühen. Pro
diktion und. Verkauf dieser
Gespinste konnten 1937
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Zellwolle nicht um Ersatz, sondern um einen selb-
Zefreiungsieiern in Helsinki
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mit dem alleinigen Ziel
unsere 40jährige Pionierarbeit
beste Schmiermittel herzustellen — kommt Ihnen zugute!
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in Leipzig, zeigen, wie sich die Situation ge- nc adelt hat, obwohl doch die Zellwolle noch keines- ir-.gs in genügender Menge zur Verfügung steht.
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jaren die Juliabmachungen mit Frankreich, bedeutsam war weiter der Ersatz von starren Ver- >chnungsabkommen durch Zahlungsabkommen, bei
KrancosBormarschgehtwetter
Dicht an der französischenPyrenäen-Grenze.
Salamanca, 13. April. (DNB. Funkspruch.) Der nationalspanische Heeresbericht meldet: In den Pyrenäen nahm der nationale Vormarsch in den Abschnitten Esera-, Ridargorzana-
und -Pallaresa-Fluß seinen Fortgang. Die Truppen Francos stehen noch etwa20bis30Kilo- Meter von der französischen Grenze entfernt. Sie besetzten im Laufe des Dienstag 20 weitere Ortschaften, darunter die Stadt Sort, die nur noch 20 Kilometer westlich der Republik Andorra liegt. Ferner wurden fünf Bergstellungen, in denen die Bolschewisten Widerstand leisteten, überwunden.
Im Abschnitt B a l a g u e r griff der Gegner wiederholt den nationalen Brückenkopf des Segre-Flus- ses mit 20 Tanks und großen Infanteriewaffen an. Jedoch konnten alle Angriffe blutig zurückgewiesen werden, und zahlreiche Gefangene blieben in den Händen der nationalspanischen Truppen.
Die Marokkaner schlugen Angriffe bei Lerida ab. An der Front von Castellon nahmen die galicischen Abteilungen ihren glänzenden Vormarsch im Abschnitt von Morelia wieder auf.
Der Frontberichterstatter des nationalspanischen Hauptquartiers teilt dazu ergänzend mit, daß die Truppen des Generals Solchaga in den Pyrenäen bolschewistische Stellungen in 2500 Meter Höhe stürmen mußten.
In den Frontabschnitten der Provinzen Castellon und Tarragona drangen die Generäle A r a n d a und V a l i n o auf ihrer letzten Etappe zum Meer weitere 12 Kilometer nach der Küste hin vor. Die neugewonnenen Positionen sind nach maßgeblicher Meinung von großer taktischer Bedeutung.
Die Abschwächung der ausländischen Kohlen- lärkte hat sich im Laufe der letzten Monate gütlicher ausgeprägt. Der wichtigste Grund für das Nachlassen ist in dem sinkenden Bedarf der west- i.iropäischen Eisenindustrien zu erblicken. Auch 1937 jnb noch die Kohlenimporte Frankreichs und Bel- । cns gestiegen, und der deutsche Bergbau hat men- i?nmäßig hiervon profitieren können, so daß sich „1 ganzen die deutsche Steinkohlenausfuhr 1937 auf •5,6 (Vorjahr 28,7) Millionen Tonnen hob.
Helen ins verteilte an alle an der Einnahme der Ltodt 1918 beteiligten Mitkämpfer Erinnerungsmedaillen.
Gegen 9.30 Uhr erschienen General Graf von der Goltz und Admiral Meurer und schritten, begleitet von General Helenius, die Fronten ber ehemaligen Mitkämpfer ab, worauf beide von bcn Vertretern der Stadt, ferner von dem Armeeinspektor, General S i h o w , sowie den Offizieren lind dem deutschen Gesandten von Blücher, dem deutschen Marineattache und dem deutschen Militärattache begrüßt wurden. General Graf von der Goltz richtete eiüige kurze Worte an die alten finnischen und deutschen Kameraden von 1918 und stellte befriedigt fest, daß auch jetzt noch, nach 20 Zähren, die gleiche Kameradschaft zwischen beiden bestehe. Dr. Berg, der Leiter des Finnischen Te-
D E t T S C H E V A C U U M O E L
legraphenbüros, begrüßte sodann namens der finnischen Weißen Garde von 1918 die deutschen Kameraden, welche 1918 bewiesen hätten, daß man in der Not am besten seine wahren Freunde erkenne. Der Vorsitzende der Stadtverordneten von Helsinki hieß die deutsche Abordnung herzlich willkommen. Nach einem Hoch auf Finnland und Deutschland wurden die Hymnen der beiden Länder gespielt, worauf ein weihevoller Feldgottesdienst mit dem gemeinsam von Deutschen und Finnen gesungenen Choral „Ein feste Burg ist unser Gott" und einem gemeinsamen Dankgebet und der Hymne an das Vaterland abgehalten wurde.
Um 13 Uhr fand die Kranzniederlegung an den deutschen und finnischen Heldengräbern statt. Der finnische Armeebefehlshaber, General Oestermann, bat dann General Graf von der Goltz und Admiral Meurer, gemeinsam mit ihm den Vorbeimarsch der beiden Ehrenkompanien, der ehemaligen deutschen Finnlandkämpfer und der alten Weißen Garde von 1918, abzunehmen. Besonders die Deutschen wurden von den dichtgedrängten Zuschauerreihen, als sie vor ihrem alten Führer im Weltkrieg vorbeimarschierten, freudig begrüßt.
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„Die Mehrerzeugung wäre nicht möglich gewesen l ne unsere oft zeitraubenden und durch die Zer- Üitterung in der Fabrikation auch kostspieligen Versuchsarbeiten mit allen Sorten der Zellrolle. Dem Jnlande haben wir fast noch Kamm- :rne mit Zellwolle gemischt in einwandfreier Qua- ät zugeführt. In diesen Garnen produzierten wir >37 d a s d r e i,f a ch e gegen 1935 und gegen 1936 »hr als das doppelte. Von größter Bedeutung i: die fachgemäße Eingliederung dieser Art Kamm-
Die Abschlüsse der Flick-Gruppe, d. h. der fSitteldeutschen Stahlwerke und der Eisenwerkgesell- haft Maximilianhütte finden stets besondere Beach- :Lng in der Öffentlichkeit, schon weil die Gruppe □n Zeit zu Zeit durch größere Finanzgeschäfte die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Jetzt haben Mittel- iahl und die Maxhütte die Abschlüsse bis zum ’i. September 1937 veröffentlicht. Ueberraschender- rkise hat Mittelstahl diesmal auf die Ausschüttung wer Dividende verzichtet, so daß also die Friedrich flick KG., die der Alleinaktionär von Mittelstahl ist, cis dieser Quelle keine Einnahme erhält. Offenbar irfügt die Kommanditgesellschaft über genügende Reineinnahmen aus ihren Betrieben, um die eige- M Zinsauswendungen bestreiten zu können. Der Üvidendenverzicht ist selbstverständlich nicht etwa kasdruck eines Rückganges der Wirtschaftlichkeit, liefe scheint sich im Gegenteil noch verbessert zu liben.
..?0[gen, so mit Frankreich, Neuseeland und Syrien- ibanon. Von den Krisenherden, die sich im Laufe
Jahres 1937 herausgebildet haben, ist Deutfch- 3nb bisher dank seiner zielbewußten Wirtschafts- glitik völlig verschont geblieben.
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e ^Matten Am ein Land gibt, mit dem im Jahre 1937 nicht
■ethoUt?en für .erhandelt worden ist. Eine ganze Anzahl von
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iS9Un95Dor[Q raren die Juliabmachungen mit Frankreich.
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Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blurn- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (verreist), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. III. 38: 10355. Druck und Verlag Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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w rden." Diese bemerkenswerten Ausführungen aus ien Geschäftsbericht des größten deutschen Kamm- §orn-Spinnerei-Konzerns, der Stöhr & C o. AG.
Wetterbericht
Das Hochdruckgebiet hat von Nordosten her einen raschen Abbau erfahren. Eine Störung, die gestern noch über dem Nordmeer lag, wanderte in raschem Zug in südöstlicher Richtung und liegt heute früh über dem Baltisum. Unter ihrem Einfluß wird unser Wetter wieder unbeständigeren Charakter annehmen, wobei es vereinzelt zu leichten Niederschlägen kommen wird.
Aussichten für Donnerstag: Vorwie- gend bedeckt, 'zeitweise leichte Niederschläge, Winde um Nordwest, Temperatur wenig verändert.
Aussichten für Freitag: Weiterhin unbeständiges später wechselhaftes Wetter.
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Die Bereitschaft Deutschlands, sich in den Welt- , anbei einzuschalten, hat zu einer außerordent- th reqen handelspolitischen Tätigkeit des Deutschen Reiches im Jahre 1937 geführt. Der Uebervlick, den
Reichswirtschaftsministerium über den Stand wirtschaftspolitischen Beziehungen Deutschlands Vorjahre herausgebracht hat, bestätigt, daß es
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überraschten, erst einmal eine Zigarette an... beinahe. Das heißt also, lieber Feuerwehrmann, er tat es nicht! Denn auch in seiner Garderobe prangte auf dem weißen Kalk die rote Warnung: „Rauchen polizeilich verboten!"
Der Garderobier erzählt, daß Diehl zu den Schauspielern gehört, die, bereits eine Viertelstunde vorher fertig angezogen, auf den Ruf des Inspizienten warten. Ursache: Er habe, als er noch in Wiesbaden Theater spielte, wirklich einmal beinahe eine Vorstellung „verschlafen". Das Theater hatte jeden Tag wechselnden Spielplan, und so hatte Diehl vollständig vergessen, daß er an diesem Abend spielte. Fünf Minuten nach 8 Uhr fiel es ihm ein. Mit einer Taxe erreichte er das Theater mit Müh' und Not, rein in die Ritterrüstung, den Bart rasch angepappt, und es klappte gerade noch einmal. — Seitdem ist er lieber eine Viertel st unde früher alp eine Minute zu spät im Theater.
Bei der leichten Muse.
Wir haben uns zum Schluß noch in eine Stätte der leichten Muse eingeschlichen, zehn Minuten vor Beginn der Vorstellung. Die „M aste in Blau" saß noch friedlich in ihrer Garderobe und strickte einen Pullover. „Ein gutes Mittel, die Nerven zu beruhigen", verriet sie uns. Ihre ehemalige Handarbeitslehrerin, die der Schülerin Carla Carlsen leider in Handarbeit ein „Mangelhaft" ausstellen mußte, hätte sich sicher gefreut...
Ein rotblond beschopstes Mädchen auf der Bühne schreit aufgeregt nach dem Inspizienten. Clara Tabody ist es, die noch rasch vor dem Mann im weißen Kittel einen Salto ausführt. Vor jeder Vorstellung „lockert" sie sich so etwas, und außerdem ist die junge ungarische Soubrette fest davon überzeugt, daß, wenn ihr jetzt ihre schwierigen akrobatischen Kunststücke gelingen, ihr während der Vorstellung nichts „passieren" kann.
Franz H e i g I und Nico Stefanini fanden wir beim Studium der neuen Verkehrsordnung. Und da wollten wir lieber nicht stören, zumal jetzt die Klingeln durch das Haus schrillten: „Bühne frei! Vorhang auf!" D. A. R u h 1 e.
ier.
'gistung'
Fjodor I. Schaljapin wurde 1873 als Sohn eines Bauern in Kasan geboren. Seine Jugend war voller Hunper und Entbehrung. Früh kam er zu einem Schuster in die Lehre, versuchte es dann bei einem Tischler und arbeitete später als Lastenträger in Wolgahäfen. In Tiflis wurde ihm die Möglichkeit, dem Gesangspädagogen Professor Ufatoff vor- zusingen, der sich bereit erklärte, ihn kostenlos auszubilden. Mit 19 Jahren kam Schaljapin an die Tifliser Oper. 1893 machte er seinen ersten Vertrag mit der Kaiserlichen Oper irt St. Petersburg, konnte hier aber infolge von Intrigen nicht vorwärtskom- men. Er löste deshalb seinen Vertrag und vervflich- tete sich an die Privatoper des Petersburger Kaufmanns Mamantoff. Ufatoff und Mamantoff verdankt Schaljapin feinen Aufstieg. Seit 1899 gehörte er wieder der kaiserlichen Bühne an, diesmal dem „Großen Theater". Vor dem Kriege trat er selten im westlichen Europa auL gab nur einige Gastspiele in Mailand und Paris. In Rußland war er der populärste Künstler, an dem das Volk mit solcher Begeisterung hing, daß auch sväter die Sowjets nicht wagen, konnten, gegen iyn aufzutreten, obgleich er für einen ausgemachten Reaktionär galt. Als es ihm 1923 gelang, Urlaub für eine Gastspielreise durch England und Amerika zu erreichen, wandte er Rußland für immer den Rücken. Seitdem gastierte Schaljapin in allen Kunstzentren Europas und Amerikas und entfachte durch feinen weichen, dabei kräftigen Baßbariton und feine hervorragenden schauspielerischen Leistungen Stürme der Begeisterung. Seine Gagen lagen noch höher
gigeniiber früheren Jahren um ein Vielfaches gefingert und ein Teil dieser Produktion ausgeführt
ftenbigen und gleichberechtigten Roh- und W e r k- floff handelt, der bereits seinen Siegeszug durch tie Welt angetreten hat.
3er Chef der deutschen Donauflottitte in Budapest.
Budapest, 12. April. (DNB.) Der Chef der dettschen Donauflottille, Kapitän der See Degen- hcrdt, stattete der ungarischen Hauptstadt einen Besuch ab, um an dem ungarischen Marineehrenmal eiten Kranz niederzulegen und damit die freund- schöstliche Verbundenheit zwischen der deutschen und der ungarischen Donauflottille zu be- fittben. Im Laufe des Besuches wurde Kapitän gut See Degenhardt vom ungarischen Reichsver- nwer, Admiral von Horthy, in Audienz emp- Ifotgen. Ferner stattete Kapitän zur See Degen- Mdt dem ungarischen Honoedminister General Nv d e r und dem Chef der ungarischen Stromwache eien Besuch ab.
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Aus aller Wett.
Oer Gänger Fjodor Gchaljapin -f.
Der bekannte russische Opernsänger Schaljapin, der nach der bolschewistischen Revolutton in Paris lebte, ist nach längerer Krankheit im Alter von 65 Jahren in seiner Pariser Wohnung gestorben.
Godunow (Mussorgski) und Iwan der Schreckliche (Rimski-Korsakow), in denen er schon an der Kaiserlichen Großen Oper Triumphe erzielte. Alle großen Rollen für Baßbariton hat er gesungen. 1934 verpflichtete er sich auch dem Film und spielte hier den Dyn Quichotte, dessen Geschichte die Pariser Filmproduktion auf die Leinwand brachte.
Das Urteil im Düsseldorfer Esch-prozeß
Düsseldorf, 12. April (DNB.) Im Prozeß gegen den ehemaligen Steuerdirektor der Stadt Düsseldorf Erich Esch und 15 weitere Angeklagte wurde jetzt das Urteil verkündet. Esch wurde z^ 15 Jahren Zuchthaus, zu Sicherungsverwahrung, zehn Jahren Ehrverlust und 11 1000 RM. Geldstrafe verurteilt. Vier weitere Angeklagte, ein städtischer Beamter und drei Steuerberater, erhielten Strafen von vier Jahren Gefängnis bis sechs Jahren Zuchthaus. Sieben Angeklagte, darunter einige Firmenprokuristen, erhielten wegen aktiver Bestechung Strafen von 1000 RM. bis zu drei Jahren Gefängnis. Vier Angeklagte wurden freigesprochen. Esch hatte sich von 1928 bis 1933 als Finanzbeamter und von 1935 bis 1937 als Steuerdirektor schwere Unregelmäßigkeiten im Amt zuschulden kommen lassen, wobei ihm allein über eine Million Reichsmark und den Mitangeklagten etwa 350 000 Reichsmark in die Hände gefallen waren. Die Angeklagten hatten sich in vielen Fällen Bestechungsgelder in Steuerangelegenheiten zahlen lassen. Später haben sie in verbrecherischer Weise an sogenannten „Steuersündern" Zwangsmaßnahmen durchgeführt bzw. angedroht. Die Opfer wurden in unerhörter Weise erpreßt, his sie ihre Schuld anerkannten und die geforderten Beträge Herausgaben. Partei, Regierung, Polizei und Stadtverwaltung griffen bei der Entdeckung der unglaublichen Vorfälle schnell durch, um die Volksschädlinge ihrer verdienten Strafe zuzuführen und den Schaden für die Allgemeinheit auf ein denkbar geringes Maß zu beschränken, was auch gelang, da über eine Million Reichsmark sichergestellt werden konnte.
Hannes Schneeberger beim Führer.
Jy Berlin meldete sich beim Führer und Reichskanzler Parteigenosse Hannes Schneeberger aus Matrei (Tirol), der am 16. März mit zwei SA.-Kameraden auf dem 3800 Meter hohen Großglockner, dem höchsten Berg Großdeutschlands, die Hakenkreuzfahne hißte.
Treue bip zum Tob.
Ein leuchtendes Beispiel treuester Pflichterfüllung gegenüber Führer und Volk gab am Tag der Volksabstimmung der Metallschleifer Karl Vogel aus Untermünkheim bei Schwäbisch-Hall. Der Mann lag sterbenskrank im Diakonissenyaus; als er um 10 Uhr morgens sein Ende herannahen fühlte, bat er die diensthabende Krankenschwester, man möge ihn noch, bevor er sterbe, seine Stimme abgeben lassen. Die Wahlkommission des Krankenhauses begab sich daraus sofort an das Lager des Sterbenden, der unter Aufbietung feiner letzten Kraft durch sein Ja dem Führer Treue bis zum Tod bekundete. Zehn Minuten später war der wackere Schwabe tot.
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Berlin, im April.
Ein komischer Zustand.
Stellen Sie sich vor, Sie müßten mal... auf ein grellbeleuchtetes Podium steigen, dabei 500 bis 1000 Augenpaare auf sich gerichtet wissen und dann reden, reden, Wort für Wort, Satz für Satz, zwei Stunden lang. Wenn Sie das fertig bringen, ohne vor Beginn heiser zu sein, ohne sich zu verhaspeln, sind Sie ein guter Schauspieler — vorausgesetzt natürlich, daß Sie sonst auch alle schauspielerischen Talente besitzen.
Kein Wunder also, wenn Schauspieler Abend für Abend vor jedem Auftreten jenen Zustand neu erleben, del? man so unzutreffend „Lampenfieber" nennt . . . Eigentlich ein „Menschen-Fieber" . . . Angst vor dem dunklen Parkett.
Sie sitzen nach des Tages Last und Müh' abends erwartungsfroh im Parkett. Die Sorgen Ihres Alltags liegen weit hinter Ihnen. Hinter der Bühne aber beginnt mit dem ersten Klingelzeichen der 21,11= tag mit feinen Sorgen und Kämpfen...
Im Schatten einer Kulisse hockt eine junge Schauspielerin und memoriert, um die aufgeregten Nerven zu beruhigen, ihre Rvlle^ Ein andere strickt Topflappen für die lieben Bekannten, jemand.findet eine Berliner Weiße sehr bekömmlich.
„Die Grete, die ist richtig."
Man kann es verstehen, daß besonders Schauspielerinnen ihr Herz gern an kleine Glücksbringer hängen. Grete Weiser — Sie kennen sie ja aus manchem Film —, die wir 10 Minuten vor ihrem ersten Auftritt in der Garderobe überfielen, besitzt ein richtiges Lager an Maskottchen aller Größen. Vom Schornsteinfeger bis zym quackenden Stoffhund. „Der Vorrat reicht", meinte Grete lachend, „einmal, wenn es auf der Bühne nicht mehr gehen sollte, einen Handel damit aufzumachen. Das hat aber vorläufig noch Zeit!"
Aber Grete besitzt — und das ist vielleicht das Wichtigste — noch eine höchst erdenschwere Maskotte. Frau Schreiber, eine Garderobiere von beruhigender Rundlichkeit. Es ist für einen Schauspieler ssshr beruhigend, immer denselben Menschen in der Garderobe, fei’s im ^Filmatelier oder im Theater, um sich zu wissen. Tatsächlich ist dies einer der wenigen Fälle, wo eine Schauspielerin immer dieselbe Garderobiere hat. Dor etwa drei Jahren, bei dem ersten großen Bühnenerfolg der Weiser am Kurfürstendamm, meinte die rundliche Garderobiere: „Die Grete, die ist richttg, die wird noch ganz groß!" Frau Schreiber tippte richtig, und seitdem tippt Grete — kein Wunder — auf Frau Schreiber!
Luise Ullrich ohne Lampenfieber.
Schiller brauchte angeblich zu seiner Arbeit den anregenden Geruch fauler Aepfel. Luise Ullrich genügt zur Erfrischung in der Pause ein frischer Apfel, bevor sie in ihrer neuen Rolle und einem alten Stück zu dem Entschluß kommt: „Also gut! Lassen wir uns scheiden!" Nein, abergläubisch ist sie nicht. Und ihre Rolle memoriert sie auch nicht noch einmal. „Bei Stücken, die ,en suite‘ gespielt werden, brauche ich das nicht. Da gibt es auch kein Lampenfieber mehr. Anders war das, als ich die ,Jungfrau1 zu spielen hatte. Da brauchte ich zehn Minuten vor dem ersten Auftritt noch besondere Konzenttation, um mich ganz in die Rolle zu versenken." Ihr ständiger Ängsttraum: auf der Bühne zu stehen und die Rolle vollkommen vergessen zu haben. Zum Glück blieb es ein Traumerlebnis, in Wirklichkeit passierte es nie. In her Garderobe entdecken wir in einem winzigen Schrein eine zierliche Madonna. Seit Kindheitstagen begleitet das zierliche Figürchen die Schauspielerin in jede Garderobe im Filmatelier, im Theater. Und in den spärlichen »Ruhepausen zwischen Theater und Film erfüllt die Madonna wieder ihre „Kinderrolle": sie wandert zurück auf den Nachttisch, auf dem sie einst den Schlaf der kleinen Luise behütete.
Einmal verschlafen... nie wieder.
Karl Ludwig Diehl, der Ullrich Scheidungs- Partner auf der Bühne, steckte sich, als wir ihn
(Scherl-Archiv-M.)
die Carusos. Seine Glanzrollen waren Boris
Die „Maske in Vlan" flritfi einen pnllover.
Zehn Minuten vor dem Auftritt. — Bekannte Schauspieler in der Garderobe.
dnich die finnische Weiße Garde festlich beflaggt. An 20(0 ehemalige Angehörige der finnischen Weißen ®Qr&e und etwa 80 ehemalige deutsche Finnlands- JU »-tampfer versammelten sich am frühen Morgen in der Reithalle der finnischen Garde. Gouverneur General
; ber wertvollst Hesremngsmern in neyim». S “nb " Helsinki, 12.April. (DNB.) Die ganze Stabt
J aisii'' Helsinki war heute, am 20. Jahrestag des Ein- Moony ! mrsches der deutschen Ostsee-Division unter Graf ’flt im> j von der Goltz und der Entsetzung durch das dntsche Geschwader unter Admiral Meurer, sowie
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