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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Mittwoch. 12. Oktober 1938

Aus dem Reiche der Frau

durch Tetrachlorkohlenstoff.

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rend die Selbständig die Verantwortung für den

mit 2 bis 3 v. S).

Ein weicher.

Nach beendetem Landjahr und Arbeitsdienst kann das Mädel, das der Schule entwachsen ist, als Lehr-

während der Sauerkirschensaft außerdem oon gün­stiger Wirkung auf die Leber ist. Die Erdbeere mit

nisbeere ist wertvoll durch ihren Gehalt an Frucht­säure, Heidelbeeren und Brombeeren zeichnen sich durch Phosphate aus, Stachelbeeren regen die Ma-

Heute vor. Die Farbe des Rockes und der Jacke ist Honigfarben und braun genoppt, die des Capes nur honiggelb. Die Bluse aus China­krepp ist ebenfalls gelb. Der Hut, der Schal und die Handschuhe sind braun.

Der Rock ist in vier Bahnen, mit vorne sprin­genden Falten und' zwei eingearbeiteten Taschen geschnitten, ebenso hat die Jacke die entsprechenden

solche steht sie sich außerordentlich gut, das An­fangsgehalt beträgt 200 bis 300 Mark und kann bis auf 700, ja sogar 800 Mark steigen. Wählt sie den Weg zur Meisterin, so kann sie nach Er­öffnung eines eigenen Ateliers selbst Lehrlinge aus­bilden. Als Mindestalter einer Meisterin ist 24 Jahre vorgeschrieben.

Die Berufsaussichten für Schneiderinnen sind nach

Mittel gewonnen wird, können außer Aepfeln auch alle Beerenfrüchte Kirschen, Erdbeeren, Joyan-

zu geben, seine Kenntnisse unter Beweis zu stellen oder aber den Lehrvertrag lösen zu können; denn nicht immer ist der gewählte Schneiderberuf für den jungen Menschen befriedigend, und er erkennt, daß seine Eignung auf einem anderen Gebiete liegt. Um ihm hier einen Weg freizuhalten, kann er aus die­sen wichtigen Gründen den Lehrvertrag lösen, eben­so wie der Lehrherr den Vertrag lösen kann, wenn er mangelndem Interesse oder Talentlosigkeit be­gegnet.

Während der Lehrzeit muß der Lehrling zwei Stunden wöchentlich die Fachschule besuchen. Auch für die ehemaligen Schüler höherer Lehranstal­ten ist der Fachschulbesuch Pflicht; vermittelt er ihnen doch mancherlei fachliche Kenntnisse über den eigenen Lehrbetrieb hinaus. Dem Abschluß der Lehre und der bestandenen Gesellenprüfung folgen fünf Ge­sellenjahre, von denen drei als Z u ar b ete r i n und zwei als S e l b st ä n d i g e gearbeitet werden muß. Während der Gesellenzeit beträgt die Entlohnung für die Stunde 64 Pfennig als Zu­arbeiterin, während die Selbständige 74 Pfennig bei Kleidern und 78 Pfennig bei Kostümen erhält. Die Zuarbeiterin ist einer Selbständiaen zur Hand­reichung beigegeben und macht die Kleinarbeit, wäh-

der Schneiderei den Rücken.

Manche junge Meisterin möchte sich ein Atelier einrichten, braucht dabei aber die geldliche Hilfe und den Rat Erfahrener. Bei der Handwerks­kammer und der Innung findet sie beides, und falls sie tüchtig ist, wird sie einmal beweisen, daß man die Hilfe einer Würdigen angedeihen ließ. Um der Schneiderinnung zu immer größerem An­sehen zu verhelfen, ist ein Güteverfahren auf­gestellt, und jeder, der sich in seinen Erwartungen hinsichtlich eines Maßckleides oder -kostürns betrogen fühlt, kann die Innung zum Schiedsrichter anrufen. Um die Schneiderinnung niemals in ein schlechtes Licht kommen zu lassen, dürfen die Gesellen (Zu­arbeiter) noch nicht selbständig Kleider ansertigen; denn sie können nicht zur Verantwortung gezogen werden. Außerdem wäre dieser Nebenverdienst Schwarzarbeit und damit Steuerhinterziehung und würde streng geahndet werden.

7200 Betriebe der Damenschneiderinnung gibt es in Deutschland, mit durchschnittlich zwei Gesellen und 1800 Lehrlingen; davon sind 90 v. H. Frauen. Denn obwohl die Damenschneiderei vorwiegend von Frauen ausgeübt wird, ist sie doch kein den Frauen resllos vorbehaltener Berus. E. Sch.

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OswaldsgaHe, rkplatz) lr. 21ti-2146

.kussteuer!

ersten Tw Haushalt q luch Sie sic? >n - Aussteuer innten Fach-

Aussagen des Obermeisters sehr g u t. Nur lassen jh^m reichen Gehalt an Eisen, Natrium, Kalzium sich leider noch immer viele von dem scheinbar hohe-1 unb Silizium ist ebenfalls blutbildend. Die Joban- ren Gehalt einer Stenotypistin locken und wenden ni5beer wertvoll durch ihren Gehalt an Frucht-

vierteiliges Herbstkomplet aus I Taschen eingearbeitet. Die angedeutete Schuller- ', dicker Wolle in drei Farben schlagen wir passenform wiederholl sich an Jacke, Cape und " Bluse, ebenso die Schulterbetonung durch etwas

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legte ich auf den Rand der Kristalschüssel eine lang­stielige, goldgelbe Rose. Der Erfolg war verblüffend. Zudem badenständige Nahrung. Warum solL es nicht auch grünlichen Gelee geben, neben natürlichem rotem und gelben? Auf 3/< Liter Wein nahm ich einen großen Eßlöffel oon Waldhonig.

Ebenso lohnt sehr ein Versuch mit unserer all­bekannten Götterspeise aus Schokolade, Pumper­nickel und Schlagsahne, die es ja wieder gibt. Wald­honig mit seinem nußähnlichen Geschmack paßt vor­züglich dahin. Auch unsere Obstsalate können wir damit würzen. Unsere Marmeladen veredeln wir damit, ehe wir sie auf den Tisch bringen.

Nun die immer wieder auftauchende Frage: Ist Honig im Gebrauch nicht sehr teuer? Nein! Denn Honiggerichte machen sehr satt, hallen lange vor, man braucht kleinere Mengen, darum sind sie wirt- schafttich durchaus tragbar.

,,3d) werde Schneit erin!"

Wie oft hört man diesen Ausspruch von den jun- genMädchen, die vor der Berufswahl stehen. Schnei­dern, es erscheint ihnen verlockend; denn wollen sie eines Tages heiraten, können sie ihren Beruf bei-

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nisbeeren, Stachelbeeren u. a. verarbeitet wer- den Sie haben alle ihre besonderen, der Geiunü- heit zuträglichen Eigenschaften, die sie nicht nur zu einem Genuß- sondern zu einem Heilmittel werden lassen. Durch die Verarbeitung zu Süß­most bleiben chnen diese Vorzüge völlig erhalten. Die Süßkirsche ist blutbildend und blutreinigend.

muß es beim erhitzten Honig bleiben.

Durch die Zusammensetzung seiner Zuckerarten wirkt Honig als Flüssigkeit, auch wenn wir ihn in getändeltem Zustand verbrauchen. Darum müssen wir uns danach richten. Außerdem macht er rnehl- halttge Speisen dünner. Das ist die Schattenseite. Andererseits ist es aber auch das Kennzeichen, daß wir es mit gutem reinem Honig zu tun haben.

Ein ganz besonderer Vorzug unserer deut ich e n Honigernte sind die vielen verschiedenen Arten. Wir können nicht einfachmit Honig" kochen. Das WortHonig" ist eigentlich ein Sammelname für einen ganzen Kasten voll Gewürze. Honig 'st keine Fabrikware, die immer gleich schmeckt. Jede Farbe hat auch ihren Eigenges^smack. Im großen und gan-

Mas sollen wir tragen?

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

ling in einem Modeatelier eintreten; drei Jahre ist die Mindestlehrzeit. Zwischendurch finden nach zehn bis elf Monaten und im zweiten Lehrjahr Prüfungen statt, um dem Lehrling Gelegenheit

Unfere Küche im Oktober.

Im Oktober kommen endlich die vielen warmen und nahrhaften K a r t o f f e l g e r l ch t e wieder zu Ehren Alle freuen sich auf die beliebte Kartoffel­suppe, auf Kartoffelpudding oder einen Auflauf aus diesem nahrhaften und billigen Volksernahrungs- mittel. In vielen Gegenden sind gebratene Kartof­feln zum ersten Frühstück sogar eine Selbstverständ­lichkeit. . .

Im Oktober verabschieden wir uns auch oon den letzten Sommergästen, den P i l z e n und beginnen, unseren Gemüsebedarf etwas mehr mit Kohl zu decken Er ist nicht nur ein billiges Gemüse, sondern die verschiedenen Kohlarten enthalten Nährstoffe, die unserem Organismus durchaus nötig sind. Wie gut schmeckt ein Salat, aus Weiß- und Rotkohl gemischt, wie gerne essen wir alle die Kohlrolle, zu denen Wirsingblätter mit beliebiger Füllung gebunden werden. Und ein Wildbraten ohne Grün- oder Rot­kohl ist doch nicht zu denken.

Ueberhaupt Wild! Der Herbst und beginnende Winter lassen uns- öfter als die warmen Sommer­monate an Fleischgerichte denken, und neben dem saftigen Rinderbraten und dem wohlschmeckenden Hammelfleisch nimmt das nahrhafte und so fein- aromatische Wild einen Ehrenplatz ein, oon dem es allerdings oft und energisch durch den F i s ch ver­drängt wird. Fang, Transport und Aufbewahrung sind heute vorbildlich, und daher wird Fischessen immer mehr zu einem Genuß, auf den keiner ver­zichten mag. Ob mit Gemüse oder als Eintopf, ob zu Salat oder Auflauf, Suppe oder Braten zube­reitet, immer wird Fisch ein aus gesundheitlichen Gründen unentbehrliches, außerdem sehr gut- schmeckendes und billiges Essen sein. Dabei soll der gute, alte Salzhering, jetzt allerdings erst in neuer Jugend frische angekommen, besonders erwähnt werden. Und an die vielen feinschmeckenden Räucher­waren soll auch erinnert werden.

Aber der Grünkohl "mit dem Wildbraten bat uns ganz unsere anderen schönen Gemüse vergessen las­sen. Der Rosenkohl, schön grün und frisch, wird von allen Hausfrauen als eine willkommene Ab­wechslung begrüßt, und gar die Schwarzwur­zeln, nun, die sind eine besondere Delikat-stse. Außerdem wollen wir nun auch endlich rote Rü­ben und Kürbis nicht nur zum Einlegen ver­wenden, sondern die vielen sehr wohlschmeckenden Gerichte, die in anderen Ländern schon lange aus den Speisekarten davon zu finden sind, selber vro- bieren. Suppe, Gemüse, Aullauf und Pudding. Sa­late und Komvott. alles kann man daraus kochen mit Geschmack! Der Fettverbrauch kann eine Ein­schränkung durchaus vertragen. Diese ist auch aus gesundheitlichen Gründen nur empfehlenswert.

Diele schöne Süßspeisen bereiten wir und essen sie besonders gern als Abendbrotmahlzeit Sie werden aus Haferflocken. Graupen, Kartoffel­mehl und deutschem Puddingmehl hergest->llt, gewinnen noch an Nährwert durch den zu ihiyn verwendeten Zucker und erfahren die vielleicht durch Eiweiß nötige Bindung nicht immer durch ein Hühnerei, fonhern eb-nio durch geruch- und ge­schmackloses Fischeiw-'h. Es 'ft pulveri-siert zu kau­fen. hat die al-'chen Nährstoffe und erfnart ein Ei! Neben diesen Gerichten finden mir auf dem Ab-nd- brottifch unser gutes, derbes Roagenbrot. w-ißen und anbf-»n nahrhaften Eimeißkäle, oft mich eines der angeführten Kartoffelaerichte und viele besonders aut schmeckende Sveisen. die uns erft nach vielem Raten, als R-fte des Mittags geschickt aulfneu" zubereitet, deutlich werden. S. Fr.

Heuer aibls Wasthomg!

Von Frida Aisch.

zen unterscheiden wir zwei Gruppen: den Hellen Frühjahrshonig, wie Faulbaum, Raps, Akazie, Linde, sind zarte Honige. Die Hellen Honige sind dieses Jahr nur ganz vereinzelt geerntet. Die dunklen späteren Honige, wie Heide, Pha- zelia, gemischter Wiesenhonig, Edelkastanie, empfin­den wir als kräftig Der dunkle B l a t t h o n i g ist als Ausnahme zart. Tannenhonig ist ebenfalls eine Gruppe für sich. Unfern Waldhonig geben mir besonders gut zusammen mit Schokolade, Schwarzbrot, Nüssen. Reizend wirkt W e i n g e I e e mit Waldhonig. Rheinwein gibt einen strengeren, Moselwein einen zart lieblichen Geschmack. Apfel­wein kommt weniger in Frage. Dagegen ist edler Traubenmost vorzüglich geeignet. Der graugrüne ober bräunliche Waldhonig gibt natürlich den Gelees eine graugrüne ober oliobräunliche Farbe, wie bie Tönung ber Blätter ober Tannennadeln. Da ich diese Naturfarben nicht künstlich verändern wollte,

gen- und Darmtätigkeit an.

Der Apfelsaft mit seinem reichen Gehalt an Vi­taminen und Fruchtzucker ist zu einem richtigen Faktor in der Krankenküche geworden. Bei fiebri­gen Erkrankungen, bei Blusttauungen, wie sie bei sitzender Lebensweise oft eintreten, bei Arterien­verkalkung und Darmträgheit erweist er sich als erfrischendes und den Heilungsprvzeß förderndes Getränk.

Für die steigende Beliebtheit des Süßmostes zeugt in besonderem Maße die Tatsache, daß zwei Drittel des Verbrauches über die Gaststätten geht und nur ein Drittel im Hausball verzehrt w-rb. Daß auch andere Länder den Süßmost zu schätzen wisien, beweist eine auf der erwähnten Komerenz erstattete Mitteilung, nach ber in der Schweiz zehn­mal so viel Süßmost verbraucht wird als bei uns; in Bulgarien zweimal so viel Die Schweiz gibt sogar an, daß der starke Verzehr an Süßmost ein Drittel Brotersparnis bewirke, da ber Süß- most, außer seinen sonstigen Vorzügen burch feinen Reichtum an Kohlehybraten auch sättigt (ein Liter Süßmost enthält etwa 100 g Traubenzucker. D. S.

Süßmost.

Auf der vor kurzem in Frankfurt am Main ab« gehaltenen Reichskonferenz für gärunaslose Früchte­verwertung wurde berichtet, daß der Verbrauch von Süßmost in den letzten zehn Jahren allein beim Apfelsast um das Vierzigfache gestiegen ist ge­wiß ein überzeugender Beweis für Wohlgeschmack und Bekömmlichkeit dieser Getränke. Im Jahre 1920 wurde die gewerbliche Herstellung oon Süßmost in größerem Umfang ausgenommen, aber es dauerte noch einige Jahre, bis sich bie Neuerung durchsetzte. Erst oon 1926 an kann oon einer dauernden Stei­gerung des Verbrauchs von Süßmost bis zum heutigen Umfang des Verzehrs gesprochen wer­den. Während 1926 nur 2,5 Millionen Literflüs- figes Obst" gewerblich hergestellt wurden die häusliche Herstellung läßt sich natürlich schwer schätzen waren es 1935 bereits 43 Millionen Liter geworden. Den stärksten Antell hatte daran der Apfelsaft mit 83 o. H.; Traubensaft war mit 14 bis 15 v. H. beteiligt, die übrigen Beerensäfte

eingelesene Kugeln. Dem Cape ist ein schmaler Stehbunb angeschnitten, die Bluse hat einen kleinen Bubikragen unb zwei schrägeingeschnittene Taschen.

Alle Nähte der Jacke und des Rockes sind breit abgesteppt, die Knöpfe sind mit Stoff bezogen.

H.

Die Tapete ist das Kleid der Wohnung.

Die Tapete ist das Kleid der Wände, deshalb muß man sie auch genau so sorgfältig behandeln, wie man wohl ein Kleidungsstück behandeln würde. Ein Kleid, das einem nicht steht, macht unsicher und nervös, man ärgert sich und zieht es nicht mehr an. Mit der Tapete ist es ganz ähnlich nur daß da die Sache nicht so einfach liegt: eine Tapete kann man nicht in den Schrank hängen, wenn man sie sich Übergesehen hat. Nun ist man schon bei dem Kernpunkt angelangt: immer muß man bei der Auswahl der Tapete denken: gefällt sie dir auch wohl noch in ein paar Jahren? Sind Muster und Farbe bann noch modern?

Man muß vorsichtig fein bei gemusterten Ta­peten, denn gerade eine Musterzeichnung, die man besonders originell und apart findet, sieht man sich am schnellsten über. Tapeten für das Kinderzimmer brauchen nicht immer unbedingt Teddybären und Puppen zu zeigen, die kleinen Bewohner dieses Zimmers werden ja jedes Jahr größer und es ist für den Primaner oder die Lyzeumsschülerin nicht gerade erfreulich, wenn ihr Zimmer immer noch mit diesen Teddybären tapeziert ist und sie die­sem Alter doch längst entwachsen sind.

Man wähle also lieber ein neutrales Muster. Deshalb ist es aber nicht nötig, nun alle Zimmer im gleichen monotonen Weiß ober Elfenbein zu tapezieren, benn bas wirb auf bie Dauer auch lang­weilig. Tapete und Möbel sollen ein harmonisches Ganzes bilben. Zu schönen alten Stilmöbeln paßt keine moderne Tapete. Wenn man keinestilechte" bekommen kann, bann nehme man eine einfarbige. Moderne Möbel sehen am besten vor einfarbigen Tapeten aus, besonders die neuen Möbel, die Wert darauf legen, weniger durch Formenreichtum als durch die schone Maserung des Bolzes tu wirken

Die Tapete muß wie ein Kleid gepflegt werden. Sieverschießt" genau so wie das Sammerk'-id, wenn man sie der allzu grellen Sonne aussetzt. Hellblaue und lila Tapeten verändern ihre Farbe am leichtesten im Sonnenlicht, dankbarer sind gelbe und grüne Tapeten,giftige" grüne Tapeten, wie sie wohl noch zu Zeiten unterer Großeltern vor­kamen (mit Schweinfurter Grün gefärbt) gibt es beute nicht mehr man kann also unbesorgt die Wände in Grün kleiden.

Mit dem Federwedel ober einem feinen Haar- befen müssen bie Tapeten mindestens einmal in der Wache abgestaubt werden, wenn man einen Staub­sauger hat, so ist es sehr schön, ry"nn man die Tapetensaugt", damit sich nicht Bakterien und Staubkörner auf ihnen sammeln. Oesters muß hoch die Hausfrau betrübt feststellen. daß ein Fettfl"ck an ber Tapeteglänzt". Wie entfernt man ihn? Es gibt ia beute schon abwaschbare Tapeten, die man wie Wachstuch reinigen kann aber sie sind doch noch immer selten, nur in Kinderzimmern sind sie sehr angebracht. Hat man keine abwaschbaren Tapeten, so entfernt man den Fettfleck am besten, indem man einen Brei aus Talkum mit Benzin gemischt, aufträgt, trocknen läßt und bann forataPig abwischt. Swimmelstecke auf Tapeten entfernt man

m üange. rch Slum« fhe Silber; ans Thyliot; Wigenleüer: »alt der An- 9143, Drui lei R. Lange, ispreis RK nii der Illu« 510 Pf. und 5 Ps. mehr, itember 1937

Longe genug haben wir auf unfern Lieblings­honig gewartet, benn bie letzten Jahre war die Ernte knapp. Daß aller Honig eine Kraftquelle für bas Herz ist,Benzin für ben Herzmotor", wie ein be­rühmter Herzforscher in Bad-Nauheim tagt, haben alle erfahren, die viel Honig genossen. Darum wol­len wir dies köstliche Geschenk der Natur mit Freu­den begrüßen unb so viel als möglich anwenden.

Gewiß ist H v n i g b r o t eine gute Sache, aber das ist nicht bie einzige Möalichkeit, Honig zu ver­zehren. Um ben Körper ständig unter feinen guten Einfluß zu stellen, geben wir ihn in bie täglichen Mahlzeiten. Da erwärmter Honig zum größten Teil feine Süßkraft verliert, fo finb mit Honig bereitete Sveifen durchaus keine süßen Gerichte. Wir müssen uns von bem Gedanken freimachen, baß Honig Zucker ersetzt. Das kann er nur teilweise. Durch zu großen Honigzusatz verderben wir nur die Speisen, ohne sie süßer zu machen. Beifußen Sachen müssen wir immer noch mit Honia ab- , , . , _ .. .

schmecken Der Hauptwert des Hamas lieat in seiner behalten oberx aber durch Selbstschnei'bern dem Anwendung als Gewürz. Diefe Erkenntnis Manne unnötige Ausgaben ersparen bzw. in Zetten ist nicht nur die Weisheit unterer Taae. Schon vor einer No läge vor der ja keine F^ulie sich resttos mchr als zweitausend Jahren haben die Leute nut sicher suhlen kann, diese durch ihre Mitarbeit lindern Honig gekocht. Vor kurzem stieß ich bei meinem helfen. _ .. , .

Forschen auf eine Kochvorschrist aus bem alten Athen aus bem Jahre 70 v. Ehr., bie alle Zutaten für ein Honiggericht enthielt, wie wir sie auch, beute noch gebrauchen: Graupen, Milch, frischer Weißkaie, Hirn,' Fett, Honig. Ich habe den Versuch gemacht und Klößchen davon erhalten, welche, in Huhner- fuppe gekocht, vollständig den Eindruck un_ier!r heutigen Geflügelklößchen machten. Honia im Koch­topf wirkt auf zweierlei Art: Einmal ist er selbst das Hauptgewürz, ein andermal tritt er vollständig in den Hintergrund und hebt nur den Geschmack der einzelnen Zutaten Aber immer veredelt er_ das Essen. Damit mir nicht seine Fermente, zerstören, und damit seine Wunderwirkunaen zunichte machen, dürfen wir Honig nie über 50 Grad Celsius erhitzen. Nur bei der Bereitung ber Honigkuchen

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schneiden unb Abformen teilnehmen unb sich nach­her als Direktrice eine Stellung suchen. Als

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