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em, 10. Mai. Ihre silberne

Hochz

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Handball -m kreis VIII.

Nr. 67

Nr. 3170

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)( Lich, 10. Mai. Dank der großen Kuchen- spenden zum 7 0. Jubiläum des Alice- Frauenvereins konnten gestern die Kinder unserer Kinüerschule, die Insassen des Krankenhauses sowie viele Kranke in der Gemeinde mit einer süßen Gabe bedacht werden. Die Gaben wurden von groß und klein dankbar entgegengenommen.

gfs. Inheiden, 10. Mai. Die von den Mit­gliedern der Frauenschaft und des Frauen­werks in der Abteilung Grenzland-Ausland im Winter gearbeitete Kinderwäsche ist jetzt an die Sammelstelle für den Kameradschaftsgau Schlesien abgeliefert worden. Die schön genähten und ge­stickten Sachen werden gewiß viel Freude bereiten.

< Ettingshausen, 8. Mai. Der Landwirt Georg Heinrich Keil L, der älteste Einwohner unserer Gemeinde, feierte heute seinen 8 8. Ge­burtstag. Der alte Herr geht noch jeden Tag ins Feld und hilft bei den Feldarbeiten mit. An den Tagesgeschehnissen nimmt er noch regen Anteil.

lieben Alten, die bei Kaffee und Kuchen sich in der frohen Gemeinschaft recht wohl fühlten.

_ A Dollar, 11.Mai. Am morgigen Donnerstag können Schreinermeifter Heinrich Henkelmann und Ehefrau das Fest ihrer silbernenHochzeit feiern.

# Mainzlar, 9. Mai. Der Landwirt Ludwig S pa ar III. und Ehefrau, Loklarer Straße hier, feierten das Fest der silbernen Hochzeit. Wir. gratulieren.

Um die deutsche Handball- Misterschast.

sere Frauen- eine Slutter-

bz-Mhen.

®uröen die Gaste Möbus be- ^erfreuten^lc nmen. Das ist,

Mchzen- Das ist die Ohren schon

offen.

emeinderat i &tyittQ mit runbfteuer wird 'erhoben, dafür bie her Staat ür die ®tunb= ed)ntn sch die L den Steuer­land- und forst- v. h. für die lünftig ebenfalls er Gemeinde er-

Schwere Strafen für Zigeunerbande

Große Strafkammer in Gießen.

Hunderttausend sehen Deutschland-England

Der große Fußball-Länderkampf im Berliner Olympiastadion.

Misterschastsschießen der deuffchen Ager

Hinterpommern vor Hannover.

Gaugruppe 4: VfL. Haßloch SD. Urach; SV. Waldhof Post SV. München.

Gießener Basletballer

beim Stadkelurnier in Dad Kreuznach.

Am 14. und 15. Mai findet in Bad Kreuznach ein Baskettballturnier statt, das außer dem Ver­anstalter Mannschaften aus Luxemburg, Bonn, Köln, Mainz und Gießen als Teilnehmer sieht. Gießen wird in den verschiedenen,Klassen mit vier Mann­schaften vertreten fein. Die Mehrzahl der Spieler in der aktiven und in der Frauenklasse stellt der Männerturnverein, der dadurch leider an der An­lagenstaffel nicht teilnehmen wird. Eine Verlegung des Turniers war aber nicht möglich, da der Ter­min schon Anfang Mai nach Ueberwinduna vieler Schwierigkeiten festgelegt wurde. Die Jugendmann, schäften stellen VfB.-ReichSbahn und Spielvereini­gung 1900.

Kriegerkameradschaft nötige junge Nachwuchs ge­sichert sei. Es fanden dann verschiedene Ehrungen statt. Das Khffhäuser-Ehrenzeichen 2. Klasse echiel- ten die früheren, um die Kameradschaft verdienten Führer Theodor Schlag und Karl Freitag. Acht Kameraden erhielten ein I^biläumsabzeichen,

dem dieses konnte auch sonstwo herrühren. Er konnte deshalb nicht wegen Bandendiebstahls, son­dern nur wegen Hehlerei bestraft werden.

Die Große Strafkammer verurteilte den Emil Weiß wegen Bandendiebstahls und einfachen Dieb­stahls in zwei Fällen wegen seines jugendlichen Al­ters zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und vier Monaten, den An ton Weiß wegen Bandendiebstahl und Hehlerei unter Versagung von mildernden Umständen zu einer Gesamtzuchthaus st rafe von zwei Iah- ren und einem Monat und den Eberhard Dreschner unter Berücksichtigung seiner Jugend und seiner bisherigen Unbestraftheit wegen Banden­diebstahls zu einer Gefängnis st rafe von zweiIahren. Alois Kreutz, der bereits sieben­mal vorbestraft ist, wurde wegen Hehlerei im Rück­fall zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten oerurteill. Mit Rücksicht auf die ganze Persönlichkeit des Anton Weiß und des Alois Kreutz, die eine starke Gefähr­dung der Zlllgernemheit bedeuten, wurde auch noch bei chnen die Zulässigkeit der Polizeiaufficht ausge­sprochen und beiden die bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre aberkannt.

Der ebenfalls angeklagte Karl Kreutz wurde freigesprochen, weil in der Verhandlung ge­wisse Bedenken auftauchten, ob er identisch sei mit dem seinerzeit ausgebrochenen Zigeuner. Trotz star­ken Verdachtes auch gegen ihn blieb doch die Mög­lichkeit, daß der entflohene Zigeuner sich unbefugt den Namen und die Papiere des Karl Kreutz ange­eignet hatte; eine Verurteilung konnte daher nicht erfolgen.

und Arnar Georg Müller IV., lebende Mitbegründer, für 50jährü für 25jähriae Mitt".....

Haas, Wilhelm (

wiy Münch, Ludwig Rock, "Wilhelm"Will, Heinrich Schäfer. Kamerad Karl Freitag dankte im Namen der mit Ehrenzeichen Bedachten für die zuteil gewordenen Ehrungen. Es wurde dann noch verhandelt über die Errichtung der neuen Schießhalle, die im Laufe des Vorsommers fertig- gestellt fein dürfte. In echter Kameradschaft betei­ligen sich viele Kameraden freiwillig an der Er­richtung der Halle. Mit Dank und Gruß an den Führer schloß der Kameradschaftsführer den Appell, dem sich noch ein gemütliches Beisammensein an« schloß.

. Groh'Rcchlenbach Tv. Garbenheirn 8:7 (4:3).

Am 31. Oktober 1937 standen sich die beiden Mannschaften zum fälligen Pflichtspiel auf dem Platz des Tv. Groß-Rechtenbach gegenüber. Da- wannen die Gastgeber, trotzdem sie nur mit zehn Mann spielten, einwandfrei mit 11:6 Toren. Gar­benheim gab sich mit diesem Ergebnis nicht zuftie- den, legte vielmehr Einspruch ein, weil angeblich ein nicht geprüfter Schiri eine vollkommen unzu­längliche Schirileistung gezeigt habe. Auf den Ein­spruch hin wurde entschieden. Die Entscheidung mußte aber wieder aufgehoben werden, weil neue Momente zu prüfen waren. Die Ermittlungen wa­ren teilweise recht schwierig, so daß sich die Er­ledigung der Sache immer wieder verzögerte.

Arn Sonntag standen sich nun beide Mannschaften erneut gegenüber. Wohl steht die endgültige Ent­scheidung immer noch aus. Trotzdem hatte sich die Kreisspielleitung entschlossen, eine Treffen anzusetzen, ganz gleich, welche Stellungnahme der Gau ab­geben wird. Beide Mannschaften kommen nämlich, je nach Ausgang der Wertung des ersten Spieles, als Staffelsieger in Frage, d. h. der Gewinner des Endkampfes wird in die Bezirksklasse aufsteigen.

Um die Kritik zu dem Spiel vom Sonntag gleich vorwegzunehmen! Zwei Gegner standen sich gegen­über, die weit davon entfernt sind, in der Bezirks­klasse ein Wort mitzureden. Nicht nur, daß man die eigentlich selbstverständliche Ballbehandlung und das bringeno notwendige Stellungspiel vollkommen vermißte, auch das Zusammenspiel ließ viel zu wünschen übrig. Es gab sehr viele Fang- und Fuß- fehler, so daß der sehr aufmerksame Schiri Krausch vom Mtv. Gießen mehr als sonst eingreifen mußte. Schließlich fiel immer wieder ditz unjaubexe Äb-

Der kommende Sonntag bringt für Deutschlands Handballsport eine Kraftprobe mit Holland, die in doppelter Auflage Männer und Frauen in Aachen durchgeführt wird. Daß das Reichsfachamt Handball trotz dieses Länderspiels die Gruppen­kämpfe am 15. Mai in vollem Umfange abwickeln kann, zeugt von der großen Zahl von Spitzen­spielern, über die Deutschland im Handballsport ver- fügt. Der Spielplan am nächsten Sonntag lautet:

Gaugruppe 1: MTSA. ßeipjig Oberalster Hamburg; Flak Stettin VfL. Königsberg.

Gaugruppe 2: MSV. Vor. Carlowitz Polizei- SV. Berlin; MSV. Weißenfels Tv. 47 Wetzlai

Gaugruppe 3: Hindenburg Minden VfB. 08 Aachen; Lintforter SV. Post SV. Hannover.

Die Hinterpommern verdanken ihr gutes Ab­schneiden in erster Linie den Schutzen Dallmer, Holzkamm und Tramoke. Der bisher führende Re­vierförster Marxen (Velgen) wurde auf den dritten Platz verwiesen. Die Spitze hält jetzt Dallmer mit 562% Punkten vor Holzkamm mit 562 und Mar­xen mit 560%. Der bisherige Zweite, Damme (Han­nover), liegt nun an vierter Stelle mit seinen 546 Punkten. Beyer (Berlin) mit 538% und Revierför­ster Steiner (Mühlenbeck) mit 538% Punkten sind die nächstbesten Schützen.

Am Dienstagnachmittag wurde der Wettbewerb der Jagdschützen fortgesetzt. Dabei gab es noch bessere Ergebnisse als tags zuvor. Radler (Groskau) schoß mit der Pistole 136 von 150 möglichen Rin­gen und setzte sich damit an die Spitze, gefolgt von Lohs (Berlin) und Klindworth (Ohrensen) mit je 135 Ringen. Euler (Tillowitz) mit 132 und Damm (Hannover) mit 131 Ringen. Mit der Büchse war Müller (Tetthun) bei 138 von 150 möglichen Rin­gen um drei Ringe besser als der bisher führende Dittmann (Hamburg).

Pferde

von einem Bienenschwarm getötet.

LPD. Lampertheim, 8. Mai. Ein w i l d ge­wordener Bienenschwarm griff plötzlich ein Pferd egespknn an und zerstach die beiden Pferde derartig, daß die Tiere unter furchtbaren Schmerzen eingingen. Der Knecht, der das Gespann begleitete, wurde ebenfalls von den stechlustigen Insekten über zugerichtet. Auch ein Gutsaufseher, der zu Hilfe eilte, wurde so zerstochen, daß er ebenso wie der Knecht in das Krankenhaus emgehefert werden mußte.

Riesensprengung

in einem Hinterländer Steinbruch.

Lpd. Marburg, 10. Mai. In dem nahe bei Mornshausen am Dautphe gelegenen Grün- st e i n b r u ch der Eiserfelder Steinwerke, m dem vor längerer Zeit bereits einmal 38 Zentner Spreng­stoff zur Entzündung gebracht wurden, ist wiederum eine Riesensprengung durchgeführt worden. Diesmal bohrte man einen langen Stollen mit Seitengängen in den unteren Teil der etwa 40 Meter hohen Felswand und lud den Stollen mit 25 Zentner Sprengstoff. Zahlreiche Zu­schauer waren Zeuge, wie der durch Elektriziat zur Entzündung gemachte Sprengstoff unter dumpfem Donnerschlag explodierte. Die Felswand hob sich etwas und stürzte dann in sich zusammen. Die Ab­räumung und Verwertung der losgelosten rie.iaen Gesteinsmenge nirnmt mehrere Monate in An­spruch.

ringer Schaden entstanden war und der Angeklagte infolgedessen zu keiner längeren Frecheitsstrafe als von einem Monat Derur teilt worden wäre.

Schöffengericht Gießen.

Gestern hatte sich der erst 21jährige K. R. aus Echzell wegen Betrugs und schwerer Urkundenfäl-' schuna vor dem Schöffengericht zu verantworten. Der Angeklagte war bis zum 4. Jan. 1938 an der Reichsautobahn bei Reiskirchen beschäftigt. Nach seiner Entlassung feierte er zunächst wegen Rheu­matismus krank. Der Vertrauensarzt schrieb ihn zum 27. Jan. 1938 wieder arbeitsfähig. Um nun noch für die restlichen vier Tage bis zum 1. Febr. das Krankengeld in Höhe von 5 bis 6 RM. heraus­zuschlagen, veränderte er auf der ärztlichen Beschei- niaung das Datum vorn 27. in den 31. Jan. 1938. Gleichzeitig nahm er die entsprechende Fälschung auf dem Leistungsnachweis der Krankenkasse vor. Das Geld Eqm jedoch nicht zur Auszahlung, weil der Kassenbeamte sofort Verdacht schöpfte und den Angeklagten der Polizei übergab. In der gestrigen Hauptverhandlung war der Angeklagte reftlos ge­ständig und gab an, aus Not gehandelt zu haben. Mit Rücksicht hierauf und auf seine Jugendlichkeit, sowie seine bisherige Unbestraftheit billigte das Ge­richt ihm mildernde Umstände zu und erkannte auf die gesetzliche Mindestrase von drei Monaten Gefängnis.

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der einzig noch iber, für 50jährige Mitgliedschaft, gliÄrschaft die Kameraden Wllh. Schön, Karl Freitag, Lud-

' Aus den Gießener Gerichtssälen

. , v - .'önnen am Donnerstag, 12. Mai, der

Reichsbahn-Rangiermeister Karl Volk und Ehe- stau Marie, geb. Juno, Rathausstraße dahier wohn­haft, begehen. Die hiesige Änegerkamerad- schäft hält an den beiden nächsten Sonntagen ein Leistungsschießen mit Bewertung ab.

s. Lang-Göns, 9.Mai. Die hiesige Evan­gelische Frauenhilfe unternahm am Sonn­tag einen Ausflug nach Heidelberg, lieber 70 Mit- gliebgr nahmen an der Fahrt teil und hatten bei schönstem Maiwetter unvergeßliche Reiseeindrücke.

I Hausen, 10. Mai. Die yiesige Krieger- kameradschaft hielt einen gut besuchten Appell ab. Von den vielen Punkten, die zur Erledigung ta­rnen, seien besonders erwähnt die Mitteilung von der Ueberführunq der Kriegerkameraüschaft in den NS. Deutschen Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund). Kameradschaftsführer Fritz Wahl wies darauf hin, wie durch diese Ueberführung der zum Bestehen der

ebsfübrer Carl betonte, die Äreisobmann M und ü&t& ebenso der M Mltunq, Abteil eiter Görner Ley und Lal- renurfunbe mit iengel übest n Geschenk (jib e der Stadt. (Börner dar »berg schloß sich (.-Kapelle hohe

Amtsgericht Gießen.

Durch einen Strafbefehl war der F. E. aus Lich wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt worden. Gegen diesen Strafbefehl legte er Einspruch ein. Die am gestrigen Montag geführte Hauptverhandlung eraab, daß E. zusammen mit A. aus Lich etwa 14 dünne, zwei Meter lang geschnittene Eisenstangen von der Bau­stelle der Firma K. in Lich entwendet yatte. Als E. zusammen mit A. von Hungen kommend im November vorigen Jahres gegen Abend an der Baustelle Dprbeifam, hielt er dort an, angeblich um eine Reparatur an seinem Lastkraftwagen vorzu- nehmen, und veranlaßte 21., die dort lagernden Eisenstangen wegzunehmen und auf den Wagen aufzuladen. Der Angeklagte behauptete zwar, er habe angenommen, es handele sich bei den Eisen­stangen um Abfall, dessen Mitnahme ihm durch die Erlaubnis der Firma gestattet gewesen sei. Die Zeugenaussage ergab jedoch, daß her Angeklagte weder die Erlaubnis hatte, Eisenabfall mitzunehmen, noch daß die Art und die Lagerung der Eisenstäbe die Annahme rechtfertigte/ daß es sich bei ihnen um Abfall handelte. In dem Urteil wurde auf Grund des § 1 Absatz 2 des Strafsteiheitsgesetzes das Verfahren eingestellt, da die Verhandlung im Gegensatz zu den früheren Ermittlungen ergeben hatte, daß durch den Diebstahl nur ein ganz ge-

Dem Fußball-Länderkamps zwischen Deutschland und England, der am kommenden Samstag in der großen Kampfbahn des Olympia - Sportfeldes in Berlin ausgetragen wird, sieht man mit besonderer Spannung entgegen. Zum Spiel gegen Deutschland haben die Briten folgende Elf namhaft gemacht:

Woodley (Chelsea London); Sproston (Leeds United), Hap^ood (Arsenal London); Willingham, Boung (beide Huddersfield Town), Welsh (Charlton London); Matthews (Stoke Clly), Robinson (Shef­field Wed.), Broome (Aston 23.), Goulden (West- Ham), Bastin (Arsenal London).

In Reserve stehen der Verteidiger Bateman (Brentford), der Mittelläufer Cullis (Wolver­hampton Wanderers) und die Stürmer Drake (Arsenal) und Clifton (Chesterfield).

Das deutsche Aufgebot.

Am Moittag hat die Reichssportführung die deutsche Elf wie bereits kurz gemeldet wie folgt namhaft gemacht:

Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Münzenberg (Alemannia Aachen); Kupfer (FC. Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (FC. Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Gellefch (Schalke 04), Gauchei (Neuendorf), Szepan (Schalke 04), Peffer (Rapid Wien).

Der Jagdgau Hannover ist nicht lange an der Spike des Mannschaftswettbewerbes der Meister­schaftswoche der Jäger geblieben Die Hannoveraner hatten am Attmtag 2134% Punkte in der Deutschen Versuchsanstalt für Handfeuerwaffen in Berlin- Wannfee mit Büchse und Pistole auf Wildscheiben und mit Flinte auf .30 Wurftauben geschossen. Wie Hannover am ersten Tage, so zeigten sich auch am Dienstag die Hinterpommern, die im Vorjahre um nur % Punkte von den siegreichen Berlinern ge­schlagen worden waren, stark verbessert. Im Mann-, schaftswettbewerb, dessen Sieger den 2Banberpreis des Führers und Reichskanzlers erhält, und im Einzelkampf sind die Hinterpommern in Front. Die von ihnen erreichten 2163 % Punkte stellen das bisher beste Mannschaftsergebnis der Meisterschafts­woche dar. Hannover folgt jetzt als Zweiter mit 2134 % Punkte vor Groß-Berlin (2102%) und Hinterpommern II (2065%). Die Braunschweiger überboten ihre Vorjahresleistung um über 300 Punkte und liegen mit 2012% Punkten an fünfter Stelle.

DieBreslauer Elf", die im Vorfahre die groß- artigen Erfolge erzielte und vor drei Wochen gegen Portugal nicht allen Anforderungen gerecht wurde, ist also mit kleinen Aenderungen beibebalten wor­den. Das ist an sich keine Ueberrafdjung; Dr. Nerz hat sofort nach dem Spiel gegen Portugal auf diese Wahrscheinlichkeit hingewiesen. Aber im Sturm wurden doch zwei wichtige Posten neu'besetzt. Die Einstellung von Gauchei, der schon vor einigen Jahren als blutjunger Spieler in die National­mannschaft kam, dann -aber eine Formkrise durch­machte und wieder zurückgestellt wurde, und Pesser an Stelle von Siffiing und Fath soll der Fünfer« reihe wieder jene Durchschlagskraft geben, die man in den Kämpfen gegen die Schweiz, Ungarn und Portugal vermißte. Hoffentlich sind die beiden Schalter, Gellefch und Szepan, körperlich ganz auf der Höhe und in ihren Aktionen glücklicher als zu­letzt in Frankfurt. Wenn sich unser Sturm zusam­menfindet, dann wird es einen prächtigen Kampf geben, in dem Deutschland dank der Güte seiner hinteren Reihen keine schlechte Rolle spielen wird. 22ir würden uns freuen, wenn die deutsche^ Els an die Leistung jener Mannschaft anknüpfen würde, die 1930 im Grunewald-Stadion gegen England 3 :3 spielte. 100 000 Zuschauer und darüber hinaus ganz Sport-Deutschland erwarten es!

Im Herbst und Winter vorigen Jahres lagerte in Eudorf in der Nähe von Alsfeld eine größere Zigeuner bände und unternahm von dort aus in den verschiedensten Ortsckasten Diebstähle. So wur­den in 'Romrod mehrere Fahrräder gestohlen, auch Bettwäsche und Hühner waren abhandenge« kommen. Gleiches geschah in Nieder-Aula und ;; in Heddersdorf. Der Verdacht lenkte sich auf die Zigeuner, die in Lingelbach gestellt und von da in das Gerichtsgefängnis nach Alsfeld transportiert wurden. Zwei der inhaftierten Zigeu­ner verstanden es, aus diesem Gefängnis zu ent­fliehen und konnten bis heute noch nicht wieder festgenommen werden.

2ßegen dieser Diebstähle hatten sich am gestrigen Dienstag der Alois Kreutz, Karl Kreutz, Ernst W 's i ß , Anton Weiß und Eberhard Dreschner vor der Großen Stafkammer in Gießen zu verant­worten. Alle Angeklagten leugneten hartnäckig, irgend etoas mit den Diebstählen zu tun zu haben, obwohl die Beweisaufnahme einwandfrei ergab, daß alle außer Karl Kreutz entweder die Diebstähle ausgeführt hatten oder mindestens als Hehler tätig waren.

So wurden bei der Durchsuchung der Behausung des Anton Weiß in dem Bett seiner Frau, welche die Kranke spielte, ein auseinandergenom­menes Rad vor gefunden, das in Romrod gestohlen worden war, und noch ein Bettlaken, das zu der gestohlenen Wäsche gehörte. Außerdem bestand starker Verdacht, daß Anton Weiß auch an dem Fahrraddiebstahl in Heddersdorf t eilgenommen hatte. Dies konnte ihm aber nicht nachgewiesen werden. Einwandfrei wurde aber festgestellt, daß Anton Weiß das dort gestohlene Rad weiterver- ' kauft hatte. Dabei gab er in höchst unglaubwürdiger Weise an, diese Rader von einem Unbekannten ge­kauft zu haben. , ,

Sein Sohn Emil Weiß hatte dagegen zu- sammen mit dem ausgebrochenen Leon harp Weiß die Diebstähle in Nieder-Aula ausgeführt. Das eine dort gestohlene Rad stellte er in einem Dorfe in einer Scheune unter, das andere verkaufte er an einen .gutgläubigen Dritten. Auch er gab an, das Rad von einem ihm unbekannten Handwerks­burschen mitten^ auf der Landstraße erworben zu haben.

Eberhard Dreschner, der an sich nicht zu den Zigeunern gehört, aber mit diesen im ßanbe um« herzieht, gab an, das bei ihm gefundene gestohlene Damenfahrrad von einem Unbekannten zur Ver­fügung gestellt bekommen zu haben. Dreschner unter­nahm nach seiner Festnahme auch einen Flucht­versuch. Er warf auf dem Marsch nach dem Ge­fängnis dem Gendarmeriewachtmeister das Rad gegen die Beine und entfloh in den Wald. Er konnte jedoch am nächsten Tage mittels einer groh- angelegten Razzia wieder festgenommen werden.

Durch die Beweisaufnahme kam die Kammer zu der Ueberzeugung, daß diese drei Angeklagten ge­meinschaftlich die Diebstähle in Romrod ausfuhrten, - und daß sie sich zur fortgesetzten Begehung von t Diebstählen verbunden hatten.

Auch Alois Kreutz war erhebllch verdächtig, sich an den Romroder Diebstählen beteiligt zu haben, insbesondere, weil er einige Tage spater in Llngett s dach ein gestohlenes Rad verkaufen wollte; doch konnte ihm nicht nachgewiesen werden, daß es sich dabei um ein in Romrod gestohlenes Handelle, Jon*

I wehrarbeit der Hintermannschaften auf. Die Folge davon war eine Reihe von Strafwürfen, die aller­dings nur selten verwandelt werden konnten.

Tv. Lützellinden Tuspo Butzbach 13:11 (10:5).

Ein recht torreiches Ergebnis erbrachte das erste Aufsttegspiel, das der Sieger der Staffel 4, der Turnv. Lützellinden, auf seinem Platz durchführte. Es braucht, danach zu urteilen, wohl nicht beson­ders betont zu werden, daß zwei ausgezeichneten Stürmerreihen zwei weniger gute Hintermann­schaften gegenüberstanden. Immerhin aber ergab diese Tatsache dem Spielverlauf das Gepräge und hielt vor allen Dingen auch die sehr zahlreichen Zu­schauer in ihrem Bann. Was die Einheimischen be­sonders in der ersten Halbzeit zeigten, war Hand­ball in höchster Vollendung. Da war jeder Mann auf seinem Posten, und selbst der junge Tormann wuchs über sich selbst hinaus. In dieser Form hat Lützellinden die größten Aussichten, auch noch wei­tere Spiele zu gewinnen und vielleicht sogar den Ausstieg in die höchste Klasse möglich zu machen. Doch das sind Fragen, die der grüne Rasen ent­scheidet und die zunächst die weiteren Spiele klären müssen. Auffallend war, daß Butzbach sehr bart spielte und oft Anlaß zum Einschreiten des Schiris gab. Dahingegen verhielten sich die Einheimischen mit Ausnahme einiger Zuschauer wieder ein­mal mehr mustergültig und waren nur darauf be­dacht, ein günstiges Ergebnis zu erzielen. Daraus wurde allerdings nichts. Denn die Gäste kamen nack vorgenommener Umstellung immer mehr auf, während Lützellinden, durch die harte Spielweise etwas mitgenommeen, verhallen spielle. Schließlich kam ein knapper, aber jederzeit verdienter Sieg zu* ftanbe, der eigentlich bei Halbzeit schon feststand.

Es ist klar, daß die Hiesigen, besonders in der aktiven Klasse gegen Kreuznach und Luxemburg, kaum um eine Niederlage herumkommen werden. Es wird aber der Mannschaft auf Grund ihres fleißigen Trainings möglich fein, die Spiele aus­geglichen zu gestatten.

Günstiger sind die Aussichten in der Frauen- und in der Jugendttasse. Hier ist Gelegenheit gegeben, wenn auch nach Kampf, den lurnierjieg zu er­ringen. Hoffen wir, daß der Besuch unserer Mann­schaften in Bad Kreuznach ein voller Erfolg wird. Ep.-L 1920 Heuchelheim in Herborn.

Am Sonntag weilten die Heuchelheimer mit einer kombinierten und ihrer Jugendelf im Dilltal. Die kombinierte Mannschaft, die aus 6 Spielern der erften und 5 aus der zweiten bestand, hielt sich bis zur Halbzeit tapfer gegen die spielstarke K^eis- klassenelf des Herborner Eisenbahnvereins. Drei schöne Tore wurden erzielt, wovon das eine wegen Abseits nicht gegeben wurde, während bei einem weiteren Tor der Schiedsrichter auf Protest der einheimischen Zuschauer seine Torentscheidung auf Torabstoß änderte. Noch der Pause spielte Herborn mit dem Wind und konnte dreimal erfolgreich fein. Die Blauweißen gaben sich jedoch nicht geschlagen. Immer wieder zog das kombinierende Jnnentrio dem gegnerischen Tore zu, und zahlreiche Sck)üssc verfehlten knapp das Ziel, oder landeten in den Händen des ausgezeichneten Herborner Torhüters. Die beiden Ersatzaußenstürmer der Gäste verloren in den aussichtsreichsten Stellungen stets den Ball an die gegnerische Abwehr. So mußte sich Heuchel­heim mit dem Resultat von 1:3 zufriedengeben, ob­wohl es nicht ganz dem Spielverlauf enssprach.

Die Heuchelheimer Jugendelf, die nur mit zehn Mann antrat, konnte mit 0:0 ihrem Gegner Wider­stand leisten.

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