SerS-öpserdes„MhihllS" Alfred Rojenverg vollendet am12.Januar das 45. Lebensjahr.
In b6r Zeit der tiefsten Erniedrigung Deutschlands hält auf dem Marienplatz zu München ein Mann eine Rede, in welcher er den erstaunten und verwunderten Zuhörern Aufklärung gibt über das wahre Gesicht des 9. November. Tumult bricht .aus, verdächtig aussehende Gestalten suchen diese improvisierte Versammlung zu stören. Doch der Mann, der hier seine aufklärenden und aufrüttelnden Worte in die Menge schleudert, läßt sich nicht aus der Fassung bringen. Unter denen, die ihm zuhörcn, ist wohl keiner, der zu dieser Stunde ahnte, daß dieser Redner einmal im Leben der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und später des ganzen deutschen Volkes eine bedeutende Rolle spielen würde. Denn wer kennt damals Alfred Rosenberg? Er ist einer von denen, die den Zusammenbruch nicht teilnahmslos hinnehmen, einer von denen, deren ganzes Innere sich aufbäumt gegen
die Tatsache, daß verbrecherisches Gesindel sich die Führung des Staates anmaßt, einer von denen, die zu dieser Zeit den Schwur abgelegt haben, den Kampf gegen die dunklen Mächte der Niedertracht, der Lüge und der Ehrlosigkeit aufzunchmen und durchzufechten.
So reiht er sich in die Schar derer ein, die unter Adolf Hitlers Führung das Hakenkreuzbanner entrollen. Ihm wird die Aufgabe zuteil, die geistige und weltanschauliche Schulung der Partei in die Hand zu nehmen und durchzuführen, eine Aufgabe, deren Bedeutung erst so recht in den Jahren zutage trat, da die Partei immer stärkeren Zuwachs erhielt. Der 9. November 1923 findet ihn in der Spitzengruppe derjenigen, welche zusammen mit dem Führer den Marsch zur Feldherrnhalle antraten.
Es folgen Jahre des härtesten Kampfes, Jahre des härtesten Einsatzes. Immer größere Aufgaben weist der Führer Alfred Rosenberg zu, seine geschliffene Feder gibt der Kampfzeitung der Bewegung, dem „Völkischen Beobachter", eine besonders ausgeprägte Note. Seine grundlegenden Werke, in denen er die Weltanschauung des Natio- malsozialismus wissenschaftlich begründet und festigt, erregen Aufsehen und finden stärksten Anklang. Auch als Redner ist Alfred Rosenberg bald in ganz Deutschland bekannt; wenn er in den großen Versammlungen das Wort ergreift, dann steht die Masse sogleich im Banne dieser Persönlichkeit, die, von einem fanatischen Glauben beseelt und getragen, den Weg zeigt, welchen die Partei gehen muß, um ihr Ziel, die Eroberung der Macht, zu erreichen.
Schon in den Jahren des Kampfes hat der Führer erkannt, wie wichtig es ist, auch i m Ausland Aufklärung über das wahre Gesicht der Partei zu schaffen und den Lügen und Verleumdungen entgegenzutreten, welche von der internationalen Judenpresse planmäßig verbreitet werden. Alfred Rosenberg gelingt es, bei seinen Unterhaltungen mit führenden Persönlichkeiten des Auslandes viele Irrtümer über die Bewegung richtigzustellen. Das Außenpolitische Amt der NSDAP., welches planmäßig aufgebaut und erweitert wird, leistet dabei wertvolle Dienste. Immer ist Alfred Rosenberg der unermüdliche Streiter für die Ziele der Bewegung, der Mann, der sein Leben restlos in den Dienst des Führers stellt. Sein „Mythus des 20. Jahrhunderts" wirkt wie ein Fanal, seine anderen grundlegenden Werke werden mitbestimmend für die geistige Richtung, welche die Bewegung einschlägt.
Der 30. Januar 1933 bedeutet für Alsted Rosenberg keine Ruhepause: jetzt gilt es, der geistigen und weltanschaulichen Ausrichtung der Volksgenossen, die neu zur Partei stoßen, besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Das schnelle Anwachsen der Partei sowie der Ausbau der einzelnen Gliederungen der Bewegung stellen Alfred Roseüberg vor überaus wichtige und bedeutungsvolle Aufgaben. In grundlegenden Reden und Werken nimmt er zu all den Fragen, welche in diesen Jahren nach der Uebernahme der Macht von besonderer Wichtigkeit sind, Stellung und sorgt dafür, daß die geistige und weltanschauliche Schulung nie die Bahn verläßt, die ihr der Führer gewiesen. Es ist nicht möglich, auch nur annähernd einen Ueberblick über das zu neben, was Alfred Rosenberg gerade in der Zeit seit 1933 für die Partei und den Staat geleistet hat. Hervorgehoben zu werden verdient jedoch besonders die zielbewußte Aufklärungsarbeit, welche das Außenpolitische Amt der NSDAP, unter seiner Leitung vollbracht hat. Wenn heute in maßgebenden Kreisen des Auslandes den Zielen der Bewegung und der Staatsführung des Dritten Reiches in zunehmendem Maße Verständnis entgegengebracht wird, dann ist das nicht zuletzt au die Tätigkeit Alfred Rosenbergs und feiner Mitarbeiter zurückzuführen. Stets hat es sich Rosenberg besonders angelegen sein lassen, die Verbindung mit den Ausländern zu pflegen, welche das neue Deutschland besuchen, um sich ein Bild von dem von uns geleisteten Aufbauwerk zu machen; hingewiesen sei hier auch auf die Empfänge des Außenpolitischen Amtes, welche regelmäßig zahlreiche Diplomaten und ausländische Journalisten mit führenden Männern des Dritten Reiches in angeregtem Gedankenaustausch vereint finden.
Auf den Reichsparteitagen stehen Alfred Rosenbergs grundsätzliche Ausführungen im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses, es war mehr als eine äußere Auszeichnung, als auf dem Reichsparteitag der Arbeit im vergangenen Jahr Alfred Rosenberg vom Führer den DeutschenNationalpreis,
die höchste Ehrung des nationalsozialistischen Deutschlands, erhielt. Dr. Goebbels führte damals aus, daß Alfred Rosenberg in einem unermüdlichen Kampf um die Reinerhaltung der nationalsoziali- tischen Weltanschauung sich besondere Verdienste erworben hätte und daß erst eine spätere Zeit es
voll ermessen könne, wie tief der Einfluß dieses Mannes auf die geistige und weltanschauliche Gestaltung des nationalsozialistischen Reiches ist. So gehört Alfred Rosenberg zu den Männern des neuen Deutschlands, die aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr fortzudenken sind. D.S.
Amerikas Interesse in China.
Washington wünscht Verwicklungen zu vermeiden.
Washington, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Staatssekretär Hüll gab dem Bundessenat eine ausführliche Darstellung über die Zahl der in China lebenden Amerikaner und das dort investierte amerikanische Kapital. Danach lebten in China Mitte 1937 etwa 10 500 Amerikaner, eine Zahl, die jetzt auf 6000 gesunken ist. In Peking, Tientsin und Schanghai stehen außerdem rund 4000 amerikanische Soldaten. Die amerikanische Flotte in China hat 13 Schiffe, die 2000 Mann Besatzung haben. Das amerikanische Kapital schätzt man auf 132 Millionen Dollars. Hüll betonte, auf dem Jangtse seien amerikanische Kanonenboote schon seit den 40er Jahren des 19. Jahrhunderts stationiert. Dieses Recht sei in dem Vertrag mit China vom Jahr 1858 verbrieft worden. Stets habe die amerikanische Regierung die Absicht gehabt, ihre Truppen zurückzuziehen, sobald die chinesische Regierung allein den Schutz der Amerikaner hätten übernehmen können. jDie USA. seien tets ganz allgemein an der Aufrechterhaltung des Friedens interessiert. Jedes Jahr gehen etwa 200 000 Amerikaner in das Ausland. Wenn diese Amerikaner in irgendeinem Teil der Welt von ihrem Lande einmal im Stich gelas - e n würden, so würde das unvermeidliche Rückwirkungen auf die Rechte der Amerikaner in anderen Weltteilen haben. Deshalb verlange die amerikanische Regierung, daß amerikanische Rechte im Fernen Osten respektiert würden. Die amerikanische Regierung sei entschlossen, eine Verwicklung in Streitigkeiten anderer Länder zu vermeiden.
Kriegserklärung ohne Volksabstimmung.
Washington, 10. Jan. (DNB) Der Kongreß lehnte mit 209 gegen 188 Stimmen eine Entschließung ab, die einen Verfassungszusatz -vorsah, nach dem kein Krieg ohne vorherige Volks-
abftimmung erklärt werden soll. Roosevelt hatte erklärt, daß der Plan jeden Präsidenten in der Außenpolitik außerordentlich behindern würde. Darüber hinaus würde die Durchführung des Planes andere Nationen zu der Annahme verleiten, daß sie ungestraft amerikanische Rechte verletzen könnten. Bezeichnend ist, daß selbst in der rein-republikanischen Opposition der Plan stark umstritten war. Auch der Präsident der amerikanischen Legion hatte sich gegen die Entschließung ausgseprochen.
Staatliche SörOerung der amerikanischen Handelsschiffahrt.
Neuyork, 10. Jan. <DNB.> Die amcrika- nische Bundesschiffahrtsbehörde hat ein neues ausgedehntes Schiffsbauprogramm bekanntgegeben. Danach wurden mit sieben Gesellschaften langfristige Subsidienoerträge über denBauvon 20 Frachtschiffen und Ausarbeitung von Plänen für 23 weitere Schiffe abgeschlossen. Der Bau von 14 Schissen beginnt in diesem Jahr, die übrigen sechs sollen bis 1942 fertiggestellt werden. Die Verträge sehen Subsidien von 7,3 Millionen Dollar vor. Die American Export Co. verhandelt noch wegen beS Baues von 10 Passagier- frachtd ampfern. Der Vorsitzende der Schifffahrtsbehörde, Kennedy, schätzt die Gesamtbaukosten dieser 53 Schiffe auf 110 Millionen Dollar. Die Schiffahrtsbehörde forderte Angebote für den sofortigen Bau von 12 Frachtern im Gesamtwert von 18 bis 23 Millionen Dollar ein. Sie gab ferner ein mit der Standard Oil Co. geschlossenes Abkommen über den Bau von 12 Oeltankern im Werte von etwa 37,5 Millionen Dollar bekannt, wozu die Bundesregierung 10,5 Millionen Dollar beitragen wird. Die United States Lines begannen bereits mit dem Bau eines mit 17 Millionen Dollar veranschlagten Ersatzschiffes für die „Leviathan".
polens Außenpolitik.
DaSMinderheitenabkommen.-Oie Völkerbundskrisis.—OiezweiseitigeMethode
OberstVeckvordemSejmausschuß
Warschau, 10. Jan. (DNB.) Jrn Auswärtigen Ausschuß des Sejm erklärte Außenminister Beck die Periode der letzten Jahre sei ein Zeitabschnitt grundsätzlicher Veränderungen in der internationalen Politik, gekennzeichnet durch die Erschütterung der bisherigen Methoden. Der Tiefpunkt diefes Prozeßes fei noch nicht erreicht. Das Bild der unmittelbaren polnischen Angelegenheiten ist erfreulicher, dank dem Umstand, daß die uns interessierenden Probleme unabhängig van Konjunkturen erwogen werden. Man hat uns sogar eine z u große Vorliebe für Zweiseitigkeit zum Vorwurf gemacht. Unsere nachbarlichen Beziehungen, deren wesentlichste Bestandteile die Nichtangriffspakte mit S o w j e t r u ß l a n d und dem Deutschen Reich sind, sind unabhängig von jeder internationalen Institution und Prozedur und behalten ihren unveränderten Wert. Die Bündnisse mit Frankreich und Rumänien bilden ebenfalls ein von irgendwelchen anderen Verträgen unabhängiges Element.
Dank dem Umstand, daß, wenn es um uns geht, wir auch nicht vor der Suche nach neuen Formen zurückweichen, haben wir im einverständlichen Streben mit der Deutschen Reichsregierung zur Festigung unseres, auf dem Grundsatz guter Nachbarschaft gestützten Verhältnisses, zur Lösung eines der wesentlichsten Elemente auf diesem Gebiete gegriffen, nämlich zum Problem der Behandlung der nationalen Minderheiten zu beiden Seiten der Grenze. Wir hatten kein früheres System zur Verfügung, das die Lebensprobe schon bestanden hätte. Da wir uns jedoch über das Ziel klar waren, haben wir m der Deklaration vom 5. November 1937 einen neuen Weg gefunden, der nach meiner Ueberzeugung eine vernünftige Art und Weife bildet, einerseits die innere Geschlossenheit eines jeden der Staaten zu gewährleisten, andererseits geeignet ist, gute Bedingungen zu schaffen für das Zusammenleben einer beträchtlichen feiner nationalen Kultur anhängenden Volksgruppe mit dem Staatsvolk eines jeden der beiden Länder. Ich erachte.diesen Akt als einen sehr wesentlichen Schritt zur dauernden Festigung und Kräftigung der Grundsätze, auf welche das Einvernehmen vom Januar 1934 gestützt war.
Die Krise des internationalen Lebens, so erklärte der Minister weiter, steht vor allem mit dem Völkerbund in Zusammenhang. Unmöglich war ein Zustand, bei welchem das Statut einer auf Universalität berechneten Institution bloß von einigen Staaten zur Anwendung gebracht wird. Darin liegt die Quelle der Völkerbundskrise, die sich durch den Austritt einiger Staaten von erstrangiger Bedeutung noch vertieft hat. Der Völkerbund darf sich nicht in einen Block um gestalten, der gegen andere Blöcke gerichtet wäre. Der Austritt Italiens und die Erklärung Deutschlands dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Immer häufiger hören wir wieder von Plänen und Ideen eines Wiederaufbaues der internationalen wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen. Wir möchten seststellen, daß diese Projekte kerne ernsten Aussichten auf Erfolg haben, wenn man die Augen vor der Aktualität der Rohstoff- und Auswanderungsfragen verschließt. Eine Schwächung des Völkerbundes muß das Gefühl gesteigerter individueller Verantwortlichkeit der Regierung Hervorrufen. Daher verfolgt Polen mit lebhaftem Interesse die Versuche zur Anknüpfung von Gesprächen zwischen den einzelnen Hauptstädten.
, Oberst Koc von der Leitung der nationalen Einigung zurückgetreten.
Warschau, 10. Jan. (DNB.) Die Gerüchte über den Rücktritt des Obersten Koc als Leiter des Lagers der nationalen Einigung bestätigen sich. Zu seinem Nachfolger wurde der soeben in den Ruhestand getretene Divisionsgeneral Stanislaw Skwarczynfki ernannt. In einem Rundschreiben sagt Oberst Koc, daß er auf Grund des Auftrages von Marschall Rydz-Smigly den Versuch unternommen habe, alle konstruktiven Elemente im Interesse der Landesverteidigung zu vereinigen. Das Verantwortungsgefühl verbiete ihm angesichts seines Gesundheitszustandes, die Leitung des Lagers noch weiter zu tragen. Man glaubt, daß dieser Wechsel in der Leitung zu einer erheblichen Aktivierung der politischen Bestrebungen des Lagers der nationalen Einigung führen werde. General Skwarczynfki, der im 45. Lebensjahr steht, ist einer der jüngsten Generäle der polnischen Armee.
Oie Schlacht von Teruel.
Der nationalspanische Kommandant von Teruel, Oberst R e y, hat sich veranlaßt gesehen, mit 1500 Mann zu den Roten überzugehen. Daraufhin war auch der Verteidiger des Klosters Santa Clara, Oberst !8arba, gezwungen, sich mit dem Rest der nationalen Truppen in Stärke von etwa 2000 Mann zu ergeben. Die Kapitulation des Obersten Rey wurde von dem Rundfunksprecher der spanischen Nationalregierung, General Q u e i p o de Llano, als feiger Verrat gebranbmarft. Durch die Einnahme der kleinen mittelalterlichen Stadt haben die Bolschewisten strategisch keine neue Lage geschaffen, da die starke Ausbuchtung der nationalen Front nach Süden, die durch den Vorstoß im Herbst 1937 erreicht wurde, bestehen bleibt. Es ist den Roten also nicht gelungen, den Keil, der in das rotspanische Gebiet nach dem Mittelmeer hin vor- stößt, abzufchneiden. Auch der Geländegewinn der bolschewistischen Truppen ist im ganzen nur gering. Die Straße nach der Levanteküste hin, die die Gefahr einer Trennung Kataloniens vom übrigen rot- fpanifchen Gebiet in sich barg, ist zwar in den Händen der Bolschewisten, aber für die Gesamtlage hat der Fall von Teruel keine besondere Bedeutung.
Die Schlacht von Teruel brach am 15. Dezember überraschend an. Die Bolschewisten hatten zehn Divisionen bereitgestellt, um die schwache Besatzung zu überrennen und die Offensivvorbereitungen, die General Franco an einer ganz anderen Stelle der
weitgespannten Front getroffen hatte, zu stören. Die kleine Stadt Teruel liegt knapp 100 Kilometer vom Mittelmeer entfernt und ist umgeben von hohen Gebirgen, deren einzelne Kuppen in den Besitz der zahlenmäßig weit überlegenen Roten gelangten. Der spanische Winter hatte- in der Umgeb u na von Teruel seinen Einzug gehalten und die Kämpfe vollzogen sich unter heftigen Stürmen sowie unter reichlichem Schneefall. In Teruel liegen jetzt Schneemassen bis zu 2 Meter hoch! Trotz aller Kraftanstrengungen aber vermochten die überraschend aufgetretenen roten Divisionen zunächst nicht vorzudringen. Gegenüber dem Widerstand der Verteidiger im Kloster Santa Clara und im Hospital, wo Oberst Rey kommandierte, waren die in Teruel eingedrungenen Roten 24 Tage lang erfolglos. In den engen Gassen der Stadt erwiesen sich die bolschewistischen Tanks als unbrauchbar, Haus für Haus mußte von der roten Uebermacht in erbitterten Nahkämpfen genommen werden. Die Zivilbevölkerung von Teruel wurde abtransportiert, durch diesen Abtransport entstand eine Verwirrung im Verteidigungssystem, die von den Roten ausgenutzt werden konnte und zum Zusammenbruch der letzten Widerstandsnester geführt hat, als die Versorgung der Verteidiger mit Wasser, Lebensmitteln und Munition unmöglich geworden war
Als die Kämpfe um Teruel entbrannten und plötzlich die Roten nach Teruel Division auf Division
warfen, mußten die nationalspanischen Kräfte erst zusammengezogen werden, ehe der Versuch gemacht werden konnte, Teruel zu entsetzen. Die nationalen Streitkräfte standen unter dem Oberbefehl des Generals A r a n d a , der zunächst versuchen mußte, die Stelle zu schließen, an der die Roten in die nationale Front eingehrochen waren. Inzwischen rückten weitere natiönalspanische Reserven heran und die Schlacht, die sich auf dem verhältnismäßig engen Gebiet von 25 Kilometer abspielte, nahm immer größere Dimensionen an Auf beiden Seiten ind etwa je 70 000 Mann in den Kämpfen, die zu den heftigsten des spanischen Bürgerkrieges zählen, verwickelt worden. Die Nationalspamer haben einzelne Höhenstellungen — die höchsten Gebäude Teruels, so das bischöfliche Klostergebäude, liegen rund 900 Meter über dem Meeresspiegel — wieder erobert, aber die Roten warfen ihre modernsten und zum größten Teil aus Ausländern bestehenden Divisionen in den Kampf. Während in der Luft die Nationalspanier überlegen blitben, ging die Wiedereroberung des verlorenen Geländes infolge der außerordentlich schwierigen klimatischen Verhältnisse nur so langsam vor sich, daß inzwischen in Teruel selbst sich die Reste der Nationalspanier ergeben mußten. Der Süden und der Westen von Teruel sind im Besitze der Nationalspanier. Daß wenige Bataillone Nationalspcmier sich solange gegenüber 10 bolschewistischen Divisionen halten konnten, zeugt von der Kampfkraft der Männer des Generals Franco. D. S.
Oer nationalspänische Heeresbericht.
Salamanca, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Wie im nationalen Heeresbericht mitgeteilt wird, geht die Schlacht bei Teruel weiter. Mehrere bolschewistische Angriffe in der Nähe der Bahnstation scheiterten, wobei die Sowjetspanier über 100 Tote hatten. Andere bolschewistische Angriffsoersuche sind im Keim e r st i ck t worden. An der Muela- Stellung ließen die Bolschewisten bei einem Vorstoß 50 Tote zurück. An der Höhe 1076 brach ein roter Angriff im MG.-Feuer der nationalen Truppen zusammen. Die Bolschewisten haben einige Gebäude in Teruel, in denen nationale Abteilungen immer noch heftigen Widerstand leisten, unterminiert. Die nationale Artillerie beherrscht von dem Vorort San Blas und von der Muela-Stellung aus einen großen Teil von Teruel.
Aufstandsbewegung
in sowjetspanischen Städten.
Bilbao, 11. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die sowjet-spanischen Rundfunksender verbreiten eine Mitteilung, wonach die Bolschewisten einer ausgedehnten Äufstandsbewegung innerhalb des sowjet-spanischen Gebietes auf die Spur gekommen sind. In Madrid, Valencia und Barcelona und anderen rotspanischen Städten seien zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden. — Wie Londoner Zeitungen melden, wurden am Montag i n Madrid durch eine Explosion hundert Personen -getötet und acht Häuserblocks vollständig zerstört. Die Ursachen der Explosion sind unbetont.
Roms Vorbereitungen für den Führerbesuch.
Rom, 10. Jan. (DNB.) Für den Empfang des Führers und Reichskanzlers in der italienischen Hauptstadt hat man mit dem Bau eines neuen Bahnhofes an Stelle der alten Stazione Ostiense im Süden der Stadt begonnen. Von dem 20000 Quadratmeter großen Bahnhofsvorplatz aus wird eine neue 40 Meter breite Allee als Serbin- dungsstraße zur V i a Triumphalis angelegt. Sie mündet an der alten Stadtmauer bei der Porta San Paola, dem besterhaltenen und schönsten Tor Roms, in die große Triumphftraße, die an die gewaltigen Zeugen der Glanzzeit des antiken Rom, so den Thermen des Caracalla, dem Circus Maximus — wo der Obelisk von Axum als Sinnbild des Sieges über Abessinien Aufstellung gefunden hat — dem Constantin-Bogen und dem Colosseum vorheiführt. Von hier aus folgt als Verbindung zum Herzen der Hauptstadt die von Mussolini errichtete Dia del I m p e r o , die flankiert vom Forum Romanum, den Kaiserforen und dem Forum des faschistischen Imperiums sowie dem Nationaldenkmal „Dittoriano" auf der Piazza Venezia endet.
Mit diesen Erweiterungsbauten wird, wie „Gior- nale d'Jtalia" betont, Millionen der in Rom zusammenströmenden Italiener die Möglichkeit gegeben werden, denn Führer der befreundeten Nation m i t größter Herzlichkeit und flammender Begeisterung entgegenzujubeln. Die Tatsache, daß diese neue Triumphftraße durch den Besuch des Führers ihre glanzvolle Einweihung finden wird, sei als eine besondere Ehrung für den Führer und sein Volk gedacht, das den Duce während seiner denkwürdigen Reise durch Deutschland mit so viel Herzlichkeit und Begeisterung ausgenommen habe.
Reichsminister Darre besuchte das pontinische Siedlungsgebiet.
Rom, 10. Jan. (DNB.) Reichsminister Darre besuchte unter Führung des italienischen Landwirt- schaftsministers Rossoni das pontinische Urbarmachungs- und Siedlungsgebiet. Zunächst wurden.Trockenlegungsarbeiten und Pumpwerke besichtigt, da'nn wurde die Verwaltungsorganisation der Stadt S a b a u ö i a studiert. Eine Fahrt kreuz und quer führte durch besiedeltes, noch brachliegendes und nicht zugeteilkes Land. In Lit- t o r i a hatten sich Tausende von Siedlern eingefunden und begrüßten die deutschen Gäste mit lebhaften Heilrufen auf den. Führer. Ein Vorbeimarsch der Organisationen bot ein lebhaftes Bild, besonders auch durch die teilnehmenden Trachtengruppen, lieber die kürzlich eingeweihte Stadt Aprilia ging die Fahrt nach Änzio, wo ein Essen alle Teilnehmer zu einem Gedankenaustausch vereinte.
Italienische Geistliche bei Mussolini.
Rom, 9. Januar. Mussolini empfing im Palazzo Venezia sämtliche Erzbischöfe und Bischöfe sowie zweitausend Genleindepfarrer, die in einem von einer katholischen Zeitschrift ausgeschriebenen landwirtschaftlichen Wettbewerb für den Klerus Preise davongetragen haben. Der Duce wies auf die Bedeutung des Friedensschlusses zwischen dem italienischen Staat und dem Vatikan hin Ausgezeichnete Beziehungen zwischen Staat und Kirche hätten sich während des abessinischen Krieges bewährt. Mussolini lobte die Geistlichen für ihre Leistungen im Kampf um die Autarkie auf dem Gebiete der Landwirtschaft und forderte sie auf, mitzuwir- ken, die Landbevölkerung gesund und gläubig zu


