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Jedem Begabten der richtige Arbeitsplatz

Eröffnung des Langemarck-Studiums in Hannover.

Stabschef Luhe

als Oberpräsident von Hannover sprach dann: Nicht jeder irgenbroie Begabte soll studieren. Wir brau» chen fähige Arbeiter und Handwerker genau so wie Ingenieure und Forscher. Niemand soll den Rah» men seiner fachlichen Eignung verlassen, aber der Zugang zur Hochschule muß jedem Deutschen o f f e n st e h e n, der sich durch seine berufliche Leistung und seinen Einsatz für die Welt­anschauung des Nationalsozialismus für ein speziell wissenschaftliches Studium in einem akademischen Berus als geeignet erweist. Für andere Leute darf hier in Zukunft kein Platz mehr sein. Getreu diesen Grundsätzen hat die Reichsstudentenführung eine Dorstudienausbildung geschaffen, die zugleich im Auftrage des Reichserzrehungsministers durchgeführt wird. Sie ist eine dauernde poli­tische Einrichtung. Der NameLangemarck-Studium" mahnt an die Toten von Langemarck, die einst star­ben für ein neues Reich der Ehre, der Gerechtigkeit, für den deutschen Sozialismus. Das deutsche Stu- dententum will als Erbe dieses Geistes einer Aus­lese von jungen Arbeitern und Bauern den Weg zur höchsten Bildungsstätte ermöglichen. Zugleich tritt die Dorstudienausbildung der drohenden Ge­fahr des Nachwuchsmangels wirksam ent­gegen. Es ist eine nüchterne Tatsache, daß der aka­demische Nachwuchs fast aller Berufsrichtungen aus dem normalen Zugang über die höhere Schule nach den eben aufgestellten Grundsätzen nicht gedeckt wer­den kann. Deshalb ist es wichtig, daß heute die Möglichkeit entsteht, etwas wieder gut zu machen, was einst zum Schaden Deutschlands verhindert bzw. von einer unfähigen Führung nicht als notwendig erkannt wurde. Wenn ich heute nicht nur als Ober- prüsident, sondern auch als Stabschef der SA. zu Ihnen spreche, dann muß ich auch darauf Hinwei­sen, daß es die Sturmabteilungen des Führers waren, in denen erstmals noch in der Zeit deutscher Zerrissenheit die deutschen Menschen, ganz gleichgültig ob sie Arbeiter der Stirn oder der Faust waren, zusammengeführt worden sind und in den braunen Bataillonen für das gleiche Ziel marschierten. In der SA. ist die nationalsozialistische Volksgemeinschaft zum erstenmal Wirklichkeit gewor­den, und durch die SA. ist die Idee der Einheit des Blutes in das deutsche Volk hinausgetragen worden. Wir wollen und dürfen nie vergessen, daß diebreite Masse des VolkesdasKraft- feld der Nation ist, aus dem sich die Führung des Volkes immer wieder ergänzen muß. Es darf da keine irgendwie gearteten Rücksichtnahmen ober Protektionen geben. Zur Führung darf immer nur Leistung berechtigen.

Reichsstudenlenführer ^Oberführer Dr. Scheel sagte: Wohl kaum eine Tatsache vermag den unge­heuren Wandel unseres völkischen Lebens schlag­artiger zu beleuchten als die, daß den 7 Millionen Arbeitslosen des Jahres 1932 etwa 1 Million fehlen­der Arbeitskräfte im Jahre 1938 gegenüberstehen. Während damals beste Fähigkeiten brachlagen, erleben wir heute eine wahre Jagd nach Arbeits- kräften. Mit dieser Entwicklung ist auch die Be­tz a b t e n so r d e r u n g in ein neues, und zwar in ihr entscheidendes Stadium eingetreten. Weil das liberale Büraertum das Volk inGebildete" und Ungebildete' schied, dabei allein den sogenannten Akademiker als gebildet ansah, mußte jeder studie­ren, der zu diesen gebildeten Herren gezählt werden und somit als etwas Besseres gelten' wollte. Dieser Unsinn einer standesmäßigen Rangordnung, deren eigentlich realer Angelpunkt im väterlichen Geld­beutel bestand, führte zu einer verheerenden Fehl- Leitung von Begabten oder angeblich Begabten in die akademischen Berufe: Wir besaßen in der Vorkriegszeit z u w e n i g q u a l i f i z i e r t e F a ch- Arbeiter, tüchtige Werkmeister und selbststän- ditze Handwerker, im ganzen zu wenig unstudierte Könner und zu viel akademische Nichtskönner.

Der Nationalsozialismus hat diesen verlogenen Bildungsdünkel gestürzt und an die Stelle der Rangordnung der Klassen und Berufe die W e r t ordnung Der Leistung und Haltung ge­setzt. Deshalb kann es sich heute nicht darum han­deln, einen .Llufstieg der Begabten" zu fördern, sondern einzig und allein jeden Begabten an den richtigen Arbeitsplatz zu setzen, wo er für sein Volk eine Höchstleistung vollbringen kann. Hier im Langemarck-Studium haben wir zum ersten­mal den Gedanken einer nationalsozialisti- schen.A uslese für die Hochschule konse­quent durchgeführt. Wer die Männer unserer Lehr­gänge ansieht, der weiß, daß mit ihnen das Gesicht unserer Hochschule sich entscheidend wan­deln wird. Wir glauben: Hier erfüllt sich eine Grundforderung der Bewegung, hier zieht zum ersten Male in der deutschen Geschichte das deut­sche Mrbeit ertum in die höchsten Bildungs­stätten der Nation ein. Wir wollen diese jungen Männer zu beruflichen Könnern und bewußten Kämpfern der Bewegung erziehen, die niemals ver­gessen werden, daß sie als Glieder des deutschen Ar- beitertums hier stehen und deshalb alles Können und Wißen nur für dieses große schaffende Deutsch­land einzusetzen haben: Sie sind Arbeiter und werden Arbeiter bleiben und damit den Typ des Akademikers von gestern endgültig überwinden helfen.

Es ist nicht einzusehen, warum die großartige Berufsplanung und Berufslenkung, die heute über­all durchgeführt wird, für die Hochschule nicht gültig

Zufall überlassen bleiben, oder wenn das Studium besonders teuer ist, nur den Söhnen wohlhabender Eltern offen stehen. Ich habe deshalb dafür gesorgt, daß durch eine großzügige Berufsberatung auf den höheren Schulen eine entsprechende B e - rufserziehuntz während des Studiums und eine anschließende Berufslenkung jeder zu einem Studium geeignete junge Mann auch tatsäch­lich an den richtigen Arbeitsplatz gebracht wird.

JJ" 9. Dez. (DNB.) Im Beethoven. | fein soll. Die Wahl des Studiums darf nicht dem

^aal Der Stadthalle wurde das Langemarck-Stu. * *- - - -

Dium, Lehrgang Hannover der Technischen Hoch­schule, eröffnet. Dr. Gmelin, Leiter des Lange- marck-^studiums, betonte, nach Heidelberg, Königs» &er9 uud Stuttgart stehe man heute bereits vor bem Beginn des 4. Lehrganges.

Jugoslawien wählt.

Die Stellung der Regierung 6tojabino- witsch für die am Sonntag stattfindenden Wah- len zur Skupschtina ist denkbar günstig. Abgesehen davon, daß die reiche und sehr gute Ernte die Be- völkerung gerade für die Wahlzeit in eine sehr aufgeschlossene Stimmung versetzt hat, hat es die Regierung, die nunmehr im vierten Jahr amtiert, gegenüber Der Opposition insofern sehr leicht, als sie lediglich die praktischen Erfolge des Kabinetts Stojadmowitsch aufzuzählen braucht. Der stärkste ihrer Trumpfe liegt zweifellos in der Tatsache, daß Stojadinowitsch entgegen den unablässigen Ver­suchen der Opposition für keinerlei Unterstützung der tschechischen Katastrophenpolitik unter Benesch zu haben war und so sein Land gegebenenfalls * vor sehr ernsten Verwicklungen bewahrt hat. Für die Regierung Stojadmowitsch kämpfen bei den Wahlen am Sonntag die Partei des Ministerpräsi­denten, »jugoslawisch Radikale Gemein­schaft", die zahlenmäßig stärkste Partei, ferner bie I ugoslawische Volkspartei", die Radikalsozialisten und die Landwirte- ferner werden die Wähler der 700000 Köpfe zäh-' lenden deutschen Volksgruppe wie bereits vor drei Jahren für die Regierung stimmen. Die Opposition besteht aus den kroatischen foberalistiscken Bauern unter Führung Matscheks, ferner derJugoslawischen Nationalpartei" unter den früheren Minister­präsidenten Zivko witsch und Je flitsch und schließlich den F a s ch i st e n " unter LjotUsch. Die Opposition, die über keinerlei nennenswerte Wahlparole verfügt, ist zudem in sich uneins. Jugo­slawien, feit dem Anschluß Oesterreichs unser sud- osülcher Nachbar, steht schon seit Beginn der Regie­rung Stojadinowltsch in freundschaftlichen Bezie- Hungen zu Deutschland.

Die achte panamerikanische Konferenz eröffnet.

Lima, 10. Dez. (DNB. Funkspruch.) In An. Wesenheit der Spitzen Der Behörden von Peru, Des diplomatischen Korps, Darunter Des deutschen Ge­sandten, sowie Der Delegation von 21 Staaten fanD am Freitagabend im Saal Des Kongreßgebäudes die feierliche Eröffnung Der achten paname« rikanischen Konferenz durch Den Präsiden- len von Peru, General Benavides, statt. Er gab einen Rückblick über die Entwicklung Der füD« amerikanischen Staaten zu politischer unD natio­naler Selbständigkeit. Peru fei dabei stets einer der Hauptträger des Gedankens der friedllchen Soli­darität Der amerikanischen Staaten gewesen. Diese moralische Einheit fei Das höchste Gut Amerikas, das stark fein wolle, um geachtet zu fein. Dieser entschlossene Wille, so führte Benavides, offensichtlich an Die Adresse Roosevelts gerichtet, weiter aus, dürfte aber weder politisch und wirtschaftlich noch geistig zu einem kontinentalen Imperialismus füh. ren. Der Präsident schloß mit Der Aufforderung, alle Krittle daranzusetzen, diese Einheit ganz unter der Wahrung der Souveränität jedes Landes und unter Gestaltung eines erfolgreichen Systems Der inter­nationalen Verträge noch enger zu gestalten. Die Welt könne ohne Furcht den Entschlüßen des Kon- greffes entgegensehen. Amerikas Aufgabe fei Die Wahrung, nicht Die Scheidung gemeinsamer Inter­essen.

Mit besonderem Interesse sieht man Der Voll­sitzung entgegen, auf Der Der argentinische Außen­minister Cantilo und Der nordamerikanische Staatssekretär Hüll sprechen werden. Hinter den Kulissen sind die beiden Gegenpole Argentinien und USA. schon jetzt eifrig bemüht, durch Fühlungnahme mit den einzelnen Abordnungen Gefolgschaft für ihre Auffassung in den entscheidenden Fragen zu gewinnen Angesichts Der unbestreitbaren Sympa­thie, deren sich der araentinische Außenminister bei der Mehrzahl seiner lateinamerikanischen Kollegen erfreut, sind die Nordamerikaner, die schon während ihrer Schiffsreise in den einzelnen Staaten ihre Propagandakünste spielen ließen, fieberhaft um die Erweiterung ihres Einflusses bemüht. So wird bekannt, daß Kuba von den Vereinigten Staaten 50 Millionen Dollar erhalten soll, wo­von bezeichnenderweise ein erheblicher Teil für die Schaffung eines Flugstützpunktes verwendet werden soll.

Lösung Der belgischen Regierungskrise.

Spaak bleibt im Amt.

Brüssel, 10. Dez. (Europapreß.) Die Regie­rungskrise in Belgien hat eine Lösung gefunden. Die Regierung Spaak bleibt im Amt. Der Ministerprä­sident erklärte Der Presse, Die Regierung besitze Das Vertrauen Des Königs, des Parlaments und des Landes. Sie werde deshalb im Amte bleiben. Wie erinnerlich, hatte Spaak in Der Hauptsache deshalb die Absicht, zurückzutreten, weil er und feine so- zialisttschen Ministerkollegen mit Dem Wunsch, die Beziehungen zum nationalen Spanien auszuneh- men, auf erbitterten Widerstand innerhalb Der Reihen ihrer eigenen Partei gestoßen waren. Spaak erklärte, daß ein Rücktritt Der Regie­rung Das Land in eine Krise stürzen müsse, Die be­sonders vom finanziellen und wirtschaftlichen Ge­sichtspunkt aus verderbenbringend fein würde. In politischen Kreisen erklärte man, Die Verhandlungen -wischen der belgischen Regierung und Burgos we-

gen der Entsendung eines belgischen Vertreters nach Nationalspanien seien bereits weit gediehen.

(Souleifer (Sprenger spricht in der Frankfurter Universität.

NSG. Die ZohannDolfgangGoethe-llviversität in Frankfurt cl M. veranstaltet im Wintersemester 1938/39 eine aktuelle Vortragsreihe über Das Iudentum. Es werden insgesamt vier öffentliche Vorträge von maßgebenden Sachkennern gehalten.

Der erste Vortrag findet am IHoniag, dem 12. Dezember 1938, um 20.15 Uhr, in der Aula der Frankfurter Universität statt. Es spricht Gau­leiter und Reichs st atthalter Sprenger über das Thema:Der Jude als ewiger Zerstörer des völkischen Gedankens". Der Eintritt zu diesen Vorträgen ist frei.

Zwei neue RGB.-Heime im Gau Heffen-Raffou.

NSG. Am Freitag weihte Gauleiter Sprenger ein Säuglings- und ein Kinderheim in Gelnhausen und ein Heim f ü r werdende Mütter im Biebergrund bei Gelnhausen, Das erste Heim Dieser A-rt im gesamten Reichsgebiet. Der Leiter der NS.-Volkswohlfahrt Gau Hessen- Nassau, Gauamtsleiter Haug, sagte, das neue Heim werde eine vorbildliche Stätte zur Betreu­ung der Heranwachsenden Jugend werden. Die NSV. werde in Den nächsten Jahren schrittweise die not­wendigen Heime für Kleinkinder und werdende Mütter errichten. Der Anfang sei in Gelnhausen gemacht worden. Ein zweites Säuglings- und Klein- kinderheim werde noch in den nächsten Wochen fertiggeftellt Der Gauleiter gab feiner Freude Darüber AusDruck, Daß er ein so schönes Heim weihen Dürfe. Dem HilfswerkMutter und Kind" werde die NSV. ihre besondere Aufmerksamkeit schenken, denn nur eine gesunde Jugend

garantiere eine gesunde Zukunft. Alle Aufbauarbeit wäre umsonst, wenn Die Erhaltung Des Volkes gefährdet sei. Nichts könne für die Ver­mehrung Der Kinderzahl zu viel getan werden. Das Heim für werdende Mutter bezeichnete Gauleiter Sprenger als ein Musterbeispiel Der Ar­beit Der NSV. und des WHW. Während früher die NSV. hungernden Menschen hätte helfen müssen, seien heute durch Das Aufbauwerk des Führers die Mittel für ihre ureigensten Aufgaben freigeworden. Das Gebäude, das in feiner Schönheit im Rahmen Der herrlichen Spesfartlandschast einzig­artig sei, sei vorbildlich und müsse im Gau viel Nachahmung finden. Jeder Volksgenosse müsse sich in den Dienst des Volkes stellen. Das sei Sozialis­mus, durch den heute schon unser Volk ein Volk der Kameradschaft geworden sei.

Aus aller Welt.

Wiedereinführung

der Eisenbahnpioniertruppe.

Berlin, 9. Dez. (DNB.) Im November d. I. ist die Inspektion Der Eisenbahnpioniere aufgestellt worden. Die Eisenbahnpioniertruppe war 20 Jahre durch Versailles zerschlagen. 1871 auf Die Forderung des damaligen Generalstabschefs Gene- ralfeldmarschall Graf von Moltke, hin geschaf­fen, hatte sich die Eisenbahnpioniertruppe Des alten Heeres bis zum Kriegsausbruch auf zwei Bri­gaden vermehrt. Die Truppe genoß nicht nur tech­nisch, sondern auch soldatisch hohes Ansehen. In den Kolonialkriegen und in O st a s i e n hat sie kämpferisch und technisch ihren Mann gestanden. Die Leistungen im Weltkriege hat Generalfeldmar- schall von Hindenburgals hervorragend" bezeichnet. 152 Offiziere sowie 3138 Unteroffiziere und Mann­schaften, über Dreiviertel des Friedensstan­des, haben ihre Soldatentreue mit dem Tode be­siegelt.

Straßenwetterdienst der Straßen'mspektion.

Berlin, 9. Dez. (DNB.) Rei.chsautobah- n e n: Schnee« uno eisfrei. Allgemeines Straßen­

netz: tm Flachlands schnee- und eisfrei; nur üt den höheren Lagen von Kärnten, Tirol, Vorarlberg, Salzburg, Steiermark und teilweise auch im süd« lichen Schwarzwald festgefrorene Schneedecke oder Glatteis. Straßen sind oder werden gestreut. Für diese Gebiete Schneeketten erforderlich. Die Groß- glockner-Hochalpenstraße ist von Ferletten bis Hoch­tor unpassierbar. Auf Der Reichsstraße 4 im Harz zwischen Harzburg unD Braunlage ist Der Verkehr wegen Schneematsch bis auf weiteres unmöglich. Sonstiger Straßenverkehr überall unbehindert.

49 Grad Kälte in Sibirien.

In Werschojansk, das im Nordosten Sibiriens liegt und als der kälteste Punkt der Erde gitt, wurden in diesen Tagen 49 Grad Kälte gemessen. Das Dürfte die tiefste Temperatur sein, die in dieser Jah­reszeit in Nordsibirien verzeichnet wurde.

kommunistischer Wordbube ;um Tode verurteilt.

Das Berliner Schwurgericht verurtellte den acht- undzwanzig Jahre alten Otto Schröder entspre­chend Dem Antrag des Staatsanwaltes wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Landfrie- densbruch als Rädelsführer zum Tode und Ver­lust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Schröder, ein früherer Funktionär des Kommuni­stischen FrontkämpferbunDes, hatte am 30. Juni 1931 an einer kommunistischen Demonstration teil» genommen und bei dieser Gelegenheit Den Polizei- oberwachtmeister Emil K u h f e'l D, Der als Führer eines Ueberfallkommandos die verbotene Demon­stration auflösen wollte, hinterrücks erschossen. In Der Verhandlung bestritt der kommunistische Mord- schütze, Den tödlichen Schuß auf den Polizeibeamten abgegeben zu haben, wurde jedoch durch die Be­weisaufnahme einwandfrei überführt.

jüdischer Riefenschwindel aufgeflogen.

Einigen Beamten der Tschecho-slowakischen Natio­nalbank ist es gelungen, ein groß angelegtes jüdisches Schwindelgeschäft aufzudecken. Durch die Vermitllungen eines Praaer Rechts­anwalts ist der Nationalbank ein Gesuch einiger jüdischer Geschäftsleute in Prag zugeleitet worden, worin sie um Ausfuhrbewilligung von Waren im Werte von 10 Millionen Tschechenkronen baten. Die Nationalbank ließ Nachforschungen anstellen, worauf sich ergab, daß die Waren einen Wert von mindestens 40 Millionen Tschechenkronen hatten. Die jüdischen Gauner wollten sich Die Differenz von rund 30 Mil­lionen später im AuslanDe auszahlen lasten. Die Hauptrolle bei diesem Schwindelgeschäft spielte ein gewisser Aronowitsch aufs Tel Aviv, der als Ausländer das Geschäft mit feinem Namen decken wollte.

Raubüberfall auf ein siebenbürgisches Pfarrhaus.

In Der Gemeinde Gatalya in Siebenbürgen wurde in einer der letzten Nächte ein Raubmord ver­übt. Drei vermummte Räuber drangen in Die Woh­nung eines ungarischen Pastors ein und versetzten ihm und seiner Frau zahlreiche Mesterstiche. Dann plünDerten sie Das Haus. Während Der Pastor mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus geschafft werden mußte, erlag seine Frau den erlittenen Verletzungen. Die Drei Verbrecher konnten kurz nach Der Tat festgenommen werden.

IBdfer bericht

Zum erstenmal in diesem Winter hat sich auf Der europäischen Hochebene ein westliches Hochdruck­gebiet gebildet, bas für diese starke Frostzunahme bedeutet. Gleichzeitig verhütet es auch ein tieferes Eindringen der Atlantikwirbel auf dem Festland, so Daß Diese vorerst keinen stärkeren Einfluß aus unser Wetter gewinnen werden. Eine leichte Unbeständig­keit bleibt Dagegen erhalten.

Vorhersage für Sonntag: Morgens viel­fach Dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und nur geringe Niederschlagsneigung. Temperaturen bis in Gefrierpunktnähe absinkenD. Mittags ziemlich mlld. Winde aus meist süDlichen Richtungen.

Lufttemperaturen am 9. Dezember: mittags 4,2 Grad Celsius, abends 3 Grad: am 10. Dezember: morgens 0,7 Grad. Maximum 4,4 Grad, Minimum heute nacht 0,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Dezember: abends 3,4 Grad; am 10. De­zember: morgens 2,9 Grad.

Wintersport-Wetterbericht.

Rhön. Wasserkuppe: Bedeckt, 0 Grad, Gesamt­schneehöhe 8 cm, verharscht; Schi und Rodel in Den Waldschneisen gut.

Taunus: Keine Sportmöglichkeiten. In Den Mittelgebirgen ist über Tag mit Tauwetter zu rechnen.

Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt, 6 Grad, Gesamtschneehöhe 10 cm, verharscht; Schi und Rodel mäßig.

Alpen. Oberstdorf: Bewölkt. 2 Grad, Gesamt« schneehöhe 5 cm, verharscht; Schi und Rodel stellen­weise. Schneefernerhaus: Bewölkt,3 Grad, Gesamtschneehöhe 90 cm, verharscht, Pulverschnee; Schi und Rodel sehr gut. Predigtstuhl: Wolkig, 7 Grad, Gesamtschneehöhe 34 cm, Pulverschnee; Schi und Rodel mäßig.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für Die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R-Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

EIN WEIH NACHTSGESCHENK VON BLEI BE N DEM WERT

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chliUllasMm llnWmim, i widunlyu ddrißcbm mikhait!