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2118 der Führer und Reichskanzler auf dem Nürn-

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Große Enttäuschung in Jerusalem

zugezogen werden

Kleine politische Nachrichten

nen. An die Stelle der Kriegsoorräte war der K r i e g s s ch a tz" getreten. Rach dem Kriege 1870/71 war man in Deutschland stolz aus den Goldschatz im Juliusturm zu Spandau, der 120 Millionen Mark gemünzten Goldes umfaßte. Im Weltkrieg hat man eingesehen, daß ein solcher ..Kriegsschatz" kaum für die Deckung der laufenden Kosten wentgerTage ausreichte. Allenfalls hielt man es für richtig, dieeisernen Rationen" für die

Rach dem nationalspanischen Heeres­bericht dauert der Vormarscy ander Ebro- Fr o n t an. Das Aguilar- und Perlas-Gebirtze wur­den völlig erobert. Die Nationalen beherrschen nun­mehr die Ortschaft Carcia. Die Straße nach Asco ist den Roten abgeschnitten. Im Segre-Abschnitt' sind

Der englische Zeitungsmagnat Lord R o t h e r - mere, ein Kämpfer für die Revision des Diktates von Trianon. wurde vom ungarischen Reichsverweser von Horthy zur Audienz empfangen, bei welcher Gelegenheit ihm das ungarische Staatsoberhaupt die Insignien des Ungarischen Verdien st or« dens I. Klasse überreichte. Anschließend waren Lord Rothermere. sein Reffe Harmsworth und der Hauptschriftleiter Ward Price Gäste des Reichsver­wesers.

Der neuseeländische Mini st er für öffent­liche Arbeiten hatte sich Anfang November in einer Rede zu gehässigen Bemerkungen gegen führende deutsche Persönlichkeiten hinreißen lassen. Wie die neuseeländische Regierung alsbald amtlich mitteilte, hat der Minister seine Aeußetungen nach­träglich bedauert, und die neuseeländische Re­gierung hat ihrerseits ihre Mißbilligung der­artiger Aeußerungen zum Ausdruck gebracht.

gierungserklärung, so wird in Jerusalem erklärt, sei zu schließen, haß die arabischen Führer in stina, vor allem auch der Mufti, nicht zu der angekündigten Konferenz zwischen England, Ara­bern, Juden und Vertretern der Nachbarstaaten Pa-

Der neue französische Botschafter beim Quirinal Francois-Poncet suchte den italienischen Außenminister Graf Ciano auf. Er teilte ihm im Verlaufe einer nahezu einstündigen Unterredung den Inhalt seines an den König von Italien und Kaiser von Aethiopien gerichteten Beglaubigungs­schreibens mit.

Einlagerung ausreichender Getreidemengen und die Bereithaltung von Rohstoffen für die Kunstfsttge- winnung ein so bedeutendes Gerüst der gesamten Dolksernälirung, daß eineAushungerung" von außen ausgeschlossen erscheint. Der Appell des Rei­ches an die private Initiative, Getreidelagerraum zu schaffen, bekräftigt das enge Vertrauensverhält­nis, das zwi'schen der Staatsfuhrung und der Wirt­schaft besteht und bestätigt weiter die Entschlossen­heit des nationalsozialistischen Staates, sich auch unter besonderen staatswichtigen Umständen der Initiative der schöpferischen Unternehmerpersönlich- kelt zu bedienen. Cr.

lästinas hinzuaezogen werden sollen, l

würden die Araber auch niemals mit den

London schlägt Palästina-Konferenz vor.

Oer Teilungsplan aufgegeben. Oie Führer der arabischen Freiheitsbewegung sollen nicht

heftige Kämpfe im Gange. In der Umgebung des Ortes Seros tobt ein erbitterter Kampf. Die Ratio­nalen konnten den Brückenkopf von Segre erobern. Der Segre-Fluß ist zwischen Fraga und Seros rechts­seitig völlig in nationalem Besitz.

denen ihre verantwortlichen Führer ausgeschlossen seien. Die im Bericht niedergelegten politischen Richt­linien reichten nicht aus, um den Frieden in Palä­stina zu ermöglichen.

Die Araber enttäuscht.

Die Juden

als Verhandlungspartner abgelehnt.

aen aus Hongkong finden zur Zeit heftige Kämpfe bei Schekwaitong statt, dem Anfangspunkt der Bahn von Kanton nach Sams ch ui.

Oie schweizerische Landesverteidigung.

Atakürks Zustand erneut sehr ernst.

Ankara, 10. Nov. (DNB.) Am Dienstagabend wurde ein amtlicher Bericht über das Befinden des Staatspräsidenten Atatürk ausgegeben, in dem es heißt, die Krankheit habe sich nach normalem Verlaus am Dienstag um 18.30 Uhr plötzlich verschlimmert und erneut ernsten Charakter angenommen. Nach einer amtlichen Mitteilung von Mittwoch. 20 Uhr, hat sich der Zustand Aatürks weiter verschlimmert. Der Patient ist jetzt bewußt- l o s. Man befürchtet, das Ableben stehe unmittel­bar bevor. Ministerpräsident Dschelal Basar ist am Dienstagabend, nachdem er an einer Sitzung der Abgeordneten der Regierungspartei teilgenom­men hatte, mit einem Sonderzug aus Ankara nach Istanbul abgereist, wo er am Mittwochvormittag eintraf. Er begab sich sofort in den Palast Dolma Bagtsche und weilte den Mittwoch über am Kranken­bette des Präsidenten.

Der japanische Vormarsch.

Schanghai, 9. Nov. (Europapreß. Funkspr.) Die von P u t s ch i, oberhalb Hankaus, aus in west­licher Richtung gegen Potschau vorgehenden japa­nischen Truppe yaben nunmehr die Eisenbahnlinie Kanton Hankau erreicht. Sie dringen aus beiden Seiten der Bahn weiter nach Süden vor. Rach heftigen Kämpfen haben die Javaner Pu n g- s a u t u n g , 35 Kilometer südwestlich von Putschi, besetzt. Der chinesische Widerstand war hier sehr stark. Die von Tsungyang nach Süden vormarschie­renden japanischen Truppen standen am Mittwoch zwölf Kilometer vor Tungtscheng. Sitz be­herrschen damit die wichtige Straße zwischen Tung­tscheng und Tsungyang. Nach chinesischen Meldun-

als durch diese Tatsache, denn früher wurde der Landwirt durch höhere Preise angeregt, sein Ge­treide schon zu Beginn des Wirtschaftsjahres zu verkaufen, nun ist es umgekehrt

Gerade weil es sich bei den großen Vorräten um keinen vorübergehenden Zustand handeln soll, muß das Problem des fehlenden Lagerraums rasch gelöst werden. Das Reichsernährungsministerium hat schon seit 1935 den Bau von Speichern geför­dert und für etwa 400 000 Tonnen zusätzlichen La­gerraum geschaffen. Dis zum Februar 1939 wird diese Aktion den Bedarf für zwei Millionen Ton- nevH^edeckt haben. Dann fehlt aber immer noch der R»Um für weitere zwei Millionen Tonnen Getrtzide. Daher hat der Bauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Gö­ring, den Staatssekretär Backe beauftragt, diese Lücke innerhalb weniger Monate zu schließen und die Initiative dazu soweit wie irgend möglich der Privatwirtschaft zu überlassen. Staatssekre- tär Backe, der dem engeren Stab des Feldmarschalls Göring in der Leitung des Dierfahresplanes ange- hört, hat die Reichs stelle für den Wirt- schaftsausdau beauftragt, die Bezirke und darüber hinaus möglichst auch die Plätze zu bestim­men, an denen die Magazine errichtet werden sol­len. Es wird sich dabei in der Hauptsache um zwei Gruppen von Lagereinrichtungen handeln: um eigenlliche Getreidespeicher mit einem Fas­sungsvermögen von 5000 oder 10 000 Tonnen, di* mit allen nwdernen Einrichtungen zur Regelung den Luftzufuhr, der Temperatur ufro. versehen sind, und um einfache Magazine, in denen solche beson­dere Apparatur fehlt. Es wird vom einzelnen Fall abhängen, ob man sich für einen richtigen Speicher oder einen einfacheren Aufbewahrungsraum gerin­geren Fasiunas-vermögens entschließt. Geeionete Ty­pen für Speicher und Magazine sind bereits a u e - gearbeitet und begutachtet, so daß es n'cht erst einer örtlichen volizeilichen Bauerlaubnis be­darf, um mit dem Dau zu beginnen. Es steht also nichts im Wege, daß auf breitester Linie mit dem Pau von Hunderten solcher Unterbringungsräume begonnen wird.

Die Aktion wird, wie bereits erwähnt, überwie­gend auf private Initiative gestellt sein. Das Reich wird iedem genehmigten Bauvorhaben einen verlorenen Zuschuß in Höhe von 25 bis 35 v. H. der gesamten Baukosten bewilligen. Es ist selbstver­ständlich. daß die Vorräte in diesen Speichern nach einiger Zeit ausqewechselt werden. Der eiserne Bestand sott iedoch im ganzen ausrechterhalten blei­ben. Um rasch zum Ziele zu gelangen, sott diese große Aktion ohne große Verwaltungsarbeiten vor­wärtsgetrieben werden. Zunächst sind daher von zentraler Stelle aus die Standorte der künftigen Speicher oder Hatten bestimmt worden, und zwar sowohl im Altreich wie in der Ostmark und im Sudetenlande. Damit wird ein falscher Wett- bewerb der Gemeinden oder Kreise untereinander ans schaltet. Daß bei der Bestimmung dieser Lager- statt n auch die strategischen Gefichtsounkte berück- sichtigt sind, ist selbstverständlich. Bei den Oberpräsi- deuten oder Reichsstatthaltern wird eine Kommis­sion gebildet. Die Landesvlanungsgemeinschaften suchen gemeinsam mit den Oberbürgermeistern ober Landräten der in B"tracht kommenden Bezirke die Baustellen aus. Die Kommission am Sitte des Ober« Präsidenten oder Reichsstatthalters entscheidet über den Beschluß. Der Bauauftrag wird durch die Reichs- stelle für den Wirtschaftsausbau erteilt. Sie sorgt auch für die notwendigen Rohstoffe und Arbeits­kräfte. Für dieienigen Speicher, die das Reich a u f eigene Rechnung erbaut, werden besondere Tyven nach zentraler Anweisung geschaffen, die statisch und baupolizeilich geprüft sind. Die Reichs- stelle für Wirtschaftsausbau wird auch den Bau derjenigen Sveicher und Hallen betreuen, der von privater Hand durchgeführt wird. Diese sind aber ebenfalls an den Standort aebunden, der durch Reichsreqelung bestimmt wurde. Zum Bau des eigentlichen Lagerraums tritt noch dis Aufstellung der Maschinen und der sonstigen Apparatur, die durch die Fürsorge des Reiches gefördert wird. Als private Bauunternehmer kommen die Genossenschaf­ten, der Getreidehandel und die Mühlen in erster Linie in Betracht. Es steht aber auch nichts im Wege, daß sich größere Gemeinden dem Bau von Getreidespeichern zuwenden. Nur in dem Maß, wie die private Initiative versagen sollte, würde das Reich sich entschließen, selbst als Bauherr au^u- t^eteruDerZweck soll unter alhm Umständen sicher-

3 Würfel 9 Pf.

1 Stange (6Würfel)18 Pf.

Juden verhandeln, da sie es ablehnten, die Juden als Verhandlungspartner und Nationali­tätengruppe anzusehen. Palästina sei arabisches Land, und nur englisch-arabische Verhandlungen könnten di« Zukunft des Landes bestimmen. Weiter würden die Araber Palästinas'nur auf eine Lösung eingehen, die vom Mufti gebilligt würde. Auch der Mann auf der Straße betrachte Den Mufti als den allein maßgebenden Mann. Das englische Weißbuch sei uni so enttäuschender, als man davon endlich eine klare Lösung erwartet habe, während nun der unhaltbare Schwebezustand weiter an­dauere.

Mit Wirkung vom 1. November 1938 hat der Stabschef der SA. den SA.-Gruppenführer Giesler, Gruppe Alpenland, SA.-Brigadefllhrer Nibbe, Gruppe Südmark, und SA.-Brigadeführer Lins- meyer, Gruppe Niedersachsen, die bisher mit der Führung dieser SA.-Gruppen beauftragt waren, zu Führern ihrer Gruppen ernannt.

beraer Parteitag und in feiner Kundgebung liner Sportpalast von der Sicherung derdeut- schtzn Ernährung im Ernstfall sprach, wurde klar, daß man auch durch Sparsamkeit und, Energie das gleiche erreichen könnte, was Groß­britannien durch seine Kapitalmacht erreicht hat, nämlich die Ansammlung eiserner B e - st ä n d e für den Kriegsfall. Anfangs handelte es sich nur darum, Den besonders reichen Erntssegen oes Jahres 1938 vor dem Verderb zu schützen. Jetzt wollen wir nicht nur Den Ueberfluß eines Jahres einlagern, sondern eine große und weitschauende Vorratswirtschaft treiben. Es ist der Wille Der Reichsführung, stets einen solchen Vorrat an GetreiDe auf Lager zu halten, damit wir gegen alle Eventualitäten gesichert und niemals wieder gezwun­gen sind, gewissermaßen von der Hand in den Mund zp leben.

EL wird also Die Vorratspolitik in Der Getreide- Versorgung zielbewußt fortgesetzt, wozu Die gewal­tigen Vorräte Der letzten Zeit Den erwünschten Grundstock liefern. Dafür fehlen Die Lagerräume. Generalfeldmarschall Göring hat schon auf Dem Reichsparteitag ausgeführt, Daß er alle erfaßbaren Räume zur Lagerung von Getreide benutzen lasse, selbst Turnhallen unD Tanzsäle. Das kann aber nur ein vorübergehender Zustand sein. Auch die Lage- runfl in großen Kähnen, die früher viel geübt wor­den ist, hat ihre, Nachteile. Daher mußte den Bauern nahegelegt werden, ihre Körnerernte möglichst lange auf Dem Höfe zu halten, bis genügenD Raum ge­schaffen roerDen kann. Der Erzeuger erhält inzwi- scheu eine Kredithilfe oder einen Vorschuß für den späteren Verkauf seiner Ernte. Besser kann der Wandel unserer Marktlage kaum bezeichnet werden,

London, 9. Nov. (Europapreß.) Das Weißbuch, das die englische Negierung über das Palästina- Problem am Mittwoch veröffentlicht hat, bringt die erwartete Ankündigung, daß die Regierung den Teilungsplan für Palästina aufgegeben hat und daß sie jetzt versuchen will, selbst eine Verständi­gung zwischen Arabern und Juden herbeizu­führen, und zwar auf einer Konferenz zwischen Arabern, Juden und Vertretern der benachbarten Staaten in London.

In dem Bericht der Palästina-Kommission, der sogenannten Woodhead-Kommission, heißt es, daß man zwar einstimmig den ursprünglichen Plan der Peel-Konferenz abgelehnt habe, Palästina zu teilen, daß aber auch die Woodhead-Kommission zu keiner Einigung über einen neuen Plan gekommen sei. Die Kommission kam auch zu dem Schluß, daß eine Zollunion zwischen den vorgesehenen jüdischen und arabischen Ernzelstaaten und dem Gebiet, das auch weiterhin unter englischem Mandat verbleiben sollte, nicht vereinbar sein würde mit der Gewährung finanzpolitischer Unabhängigkeit an die beiden Natio­nalstaaten. Die Kommission meint daher, daß sie innerhalb der ihr erteilten Zuständigkeit nicht in der Lage sei, eine Abgrenzung der drei Terri­torien vorzuschlagen, die die Aussicht auf die künf­tige Bildung jüdischer und arabischer Einzelstaaten eröffnen würde, die auf eigenen Füßen stehen könnten. Die. .Kommission regt deshalb eine ab­geänderte Form der Teilung an, welche sie als wirtschaftlichen Föderalismus bezeichnet. Unter diesem System würde die Errichtung von Staaten für die beiden Nationalitäten davon abhängig ge­macht werden, daß diese in eine Zollunion mit dem unter englischem Mandat verbleibenden Gebiet ein­treten, wobei die Finanzhoheit für das gesamte Gebiet bei der Mandats macht verbleiben würde. Eine solche Lösung würde allerdings der eng­lischen Regierung für die Zukunft erhebliche finanzielle Verbindlichkeiten auferlegen.

Die englische Regierung macht sich diese Empfeh­lungen der Kommission nicht zu eigen. Sie erklärt, der Bericht der Kommission habe gezeigt, daß die politischen, administrativen und finanziellen Schwie­rigkeiten, die der Vorschlag der Schaffung unab­hängiger arabischer und jüdische^ Staaten mit sich bringen müsse, eine solche Lösung undurchführbar machen würden. Die Regierung werde deshalb ver­suchen, andere Wege als die der Tellung zu finden. Die sicherste Grundlage für den Frieden und den Fortschritt wäre eine direkte Verständigung zwischen den Arabern und den Juden. Mit diesem Ziele soll die erwähnte Konferenz in aller Kürze in London zusammenberufen werden. Auf bie Tagesordnung dieser Konferenz werde auch die Frage der jüdischen Einwanderung gesetzt wer- den. Die englische Negierung behalte sich vor, die Beteiligung Derjenigen arabischen Führer an dieser Konferenz zu verweigern, welche sie als verant­wortlich für dieMord- und Gewalt-Kampagne" betrachtet. Die Regierung betont, daß sie auf eine rasche Entscheidung in den Londoner Beratungen drängen werde. Sollten diese Verhandlungen nicht in einer angemessenen Zeit zu einer Einigung führen, so werden die englische Regierung eine eigene Ent­scheidung über die Zukunft Palästinas treffen, wobei siedauernd den internationalen Charakter des Mandats, mit deckt sie betraut worden sei, und ihre Verpflichtungen in dieser Hinsicht im Auge behalten" werde. Auf Anfrage bestätigte Dominien- und Kolonialminister MacDonald im Unterhaus, daß die englische Regierung der Mandatsregierung von Palästina eine zusätzliche finanzielle Unter­stützung geben wolle. Die Unruhen hatten zu erheb­lich steigenden Ausgaben und absinkenden Einnah­men geführt, so daß die Regierung von Palästina nicht in der Lage sei, ihre Verpflichtungen zu er­füllen. Finanzielle Hilfsmaßnahmen seien daher not­wendig.

Der Konferenz-Vorschlag unzureichend.

Die Stellung des arabischen Ausschusses in London.

London, 10. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Lei­ter Des Arabischen Ausschusses in LonDon, Dr. Tan­no u s , wurde am Mittwochabend vom Kolonial- Minister Macdonald empfangen. Zu Dem eng­lischen Palästina-Bericht hat er anertennenD ver­merkt, Daß Die britische Regierung Den GeDanken einer Tellung Palästinas habe fallen lassen unD ein­gesehen habe, daß alle arabischen Länder Interesse an Der Sicherstellung Palästinas hätten. Die Araber beDauerten jeDoch, Daß keine Andeutungen auf eine gereckte Bereinigung Des Palä­stina-Problems entgalten sei, und aufjerbem'öie n a - türlichenRechtederAraberaufSelbst- regierung keine Anerkennung gefunden hätten. Die vorgesehene Konferenz sei zwecklos, wenn die britische Regierung sich das Recht vorbehalte, gewisse arabische Führer auszuschließen. Kein Araber werde an Verhandlungen teilnehmen, bei

gestellt werden, nämlich die Schaffung zusätzlichen Lagerraums für Getreide innerhalb weniger Mo­nate.

bewaffnete Macht bere'rtzuhalten. Der Ausgang des Weltkrieges hat uns gelehrt, daß Die eigentliche Ge­fahr nicht Die Aushungerung Der Wehrmacht, son- Dem Die Aushungerung Des Volkes ist. Die zwei Millionen Tonnen Lagerraum, Die bis zum Frühjahr 1939 errichtet werben sollen, finb zusätzlich, treten also zu dem Lagerraum hinzu, Der im Laufe Der letzten Wochen geschaffen ober ersaßt worden ist und ber schon vorher bestanden hat. Der Führer und Reichskanzler hat damals auch Mitteilungen über Die deutsche Fettversorgung gemacht. Wenn es selbstverständlich auch nicht mög­lich ist, Den Bedarf eines großen Volkes in allen Einzelhellen für eine längere Reihe von Monaten oder gar für Jahre sicherzustetten, so bildet doch Die

Vorzügliche fleischbrüh-Suppen bereitet man schnell und billig mit MAGGI Fleisehbrüh-Würfeln

Bern, 9. Nov. (Europapreß.) Im Nationalrat wurde eine Anfrage von bäuerlicher Seite über die Maßnahmen des Bundesrats zum Schutze der Schweizer Grenze während der September- Krise sowie ein Antrag der westsckweizerischen Frei­sinnigen zur Verbesserung ber ßanbcsoerteibigung beraten. Der Chef bes Ei'

Oer Einmarsch ins ungarische Oberland.

B u b a p e st, 9. Nov. (Europapreß.) Der vor­letzte Tag Des ungarischen Einmarsches ins Ober­land brachte die ungarischen Truppen im west­lichen und mitteleren Drittel ganz an die neue Grenze heran. Die Truppen stehen unmittelbar vor den am Donnerstagoormittag zu besetzenden Städten Lewentz, Loschontz und Groß-Steffelsdorf. Am Mittwochvormittag wurde auch die alle Grenze südwestlich von Kaschon überschritten und D6r südliche Zipfel Der Zips mit dem Städtchen Moldau besetzt. Die hier vorrückenden Abteilungen erreichten nach einem Tagesmarsch von 30 Kilo­metern in den Abendstunden die südlichen Vororte von Kaschau, der größten Stadt des Oberlandes mit 70 000 Einwohnern. Der feierliche Einmarsch wird hier erst am Freitag mit Reichsverweser von Horthy an der Spitze erfolgen. Zugleich mit der Besetzung Kaschaus wird am Donnerstag auch die nach Der Karpatbo-Ukraine führende Bahnlinie Kaschau Unovar mit Den Abzweigungen nach Munkacz unD Sächsisch-Bereg von Den ungari­schen Truppen in Besitz genommen werden.

Oie Regierung der Karpatho-llkraine nach Ehust übergesiedelt.

Chu st, 9. Nov. (DNB.) Die Regierung Der Kar- vatho-Ukraine hat sich von Ungvar, Das Durch Den Wiener Schiedsspruch Ungarn zugeteilt wurde, nach Chu st, der nunmehrigen Hauptstadt der Karpatho-Ukraine, begeben. Ministerpräsident Wo­loschin hat einen Sonderausschuß eingesetzt mit der Aufgabe, Die wichtigsten Maßnahmen auszuarbei­ten, Die Den Ausbau Der VerbinDung mit Dem übri­gen tschecho-slowakifchen Staatsverband erleichtern sollen. Das bisher bereits vorliegende Material zeigt. Daß die reichen Bodenschätze, Das günstige Klima, Die schöne Natur unD Die reichen Mineral- quellen Des Landes ihm bei rationeller wirtschaft­licher unD verkehrstechnischer Aufbauarbeit eine ge- Deihliche Entwicklung sichern roerDen.

Grenzbefestigungen an allen Fronten fertig fein, auch sonst sei eine Reihe von Beschlüssen zur Stei­gerung Der Wehrbereitschaft gefaßt worden. Der AllerDings Bundesrat wandte sich gegen Die Sozialdemokraten, mit Den Durch Deren frühere Haltung eine Verstärkung Der Wehrbereitschaft behindert worden sei.. Für Die Flug- waffe sei es gelungen, aus Dem AuslanDe eine Serie sehr leistungsfähiger Apparate zu erwerben, auch Das Problem Der Gasmaske für Die Zivilbevölke­rung beschäftige Das Militärdepartement.

Jerusalem, 9. Nov. (DNB.) Das englische ......^... ... w ..

Weißbuch über Palästina, das die Aufgabe des Tei-! beraten. Der Chef des Eidgenössischen Militär-De- lungsplanes bestätigt und eine Konferenz in London | partements, Bundesrat Minger, erklärte, daß antundigt, hat in arabischen Kreisen einen äußerst ber Bundesrat alle Maßnahmen vorbereitet gehabt ungünstigen Eindruck gemacht. Aus dieser Re- fyabe, um auch die Wirtschaft in den Verteidigungs- ---------"------ fI'* "-"ärt, sei wftanb zu setzen. Die Schweiz würde nie Opfer eines Palä- Angriffes werden. Bis zum Frühjahr würden die