Mittwoch, 10. AugusN9Z8
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefien)
ltr.I85 Zweites Blatt
Aus der Welt des Films.
anderer Film
L. B. 1 7
diesem so
TL
M. Foto: Majestic-Tobis
Nr. 7
Politik und Liebe
Erfindung — die in der neuen Produktion in stärkerem Maße als bisher in Erscheinung tritt — oder in der oft genug gleichfalls zu gediegenen Wirkungen kommenden filmischen Umdichtung literarischer Dorwürfe anderer Art: Roman. Novelle, Schauspiel, Komödie, Operette. Und wir sehen einen verheißungsvollen Einsatz bewährter und jüngerer Künstler in Darstellung und Regie.
Wir leben in einer Zeit geschichtlicher Hochspan-
einer künstlerischen Idee. So gut in Reih und Glied, wie die bayerischen Soldaten, die nur Komparsen sind und die doch so glänzend marschieren und so straffe Haltung zeigen, als kämen sie eben erst von Arbeitsdienst zurück. Und das ist wohl das Schönste: der Geist der Kameradschaft im friedlichen Kulturschaffen einer Nation. Max Ingolf.
kung auf den Besucher in jedem Falle auf- klärend. Der Kriminalfilm warnt eindringlich vor dem Verbrechen, er erweckt unwillkürlich Abscheu vor dem Verbrechen bei jedem anständigen Menschen, und er klärt, was vielleicht das Wich-
Wandlungen des Kriminalfilms.
Als der Film vor 25 Jähren zur Volksunterhaltung wurde, gehörte der Abenteuer- und Kriminalfilm nächst dem Liebesfilm zum besten Geschäft der Filmindustrie und der Theaterbesitzer. Mancher erinnerte sich noch jener Zeit, als er Vaters Hose heimlich anzog, um auf diese Weise älter zu erscheinen und sich ins Kino zu schmuggeln. Wir erinnern uns auch der Tatsache, daß diese Filme aus Verbrecher- und Äbenteurerlaufbahnen heldische Mottve gestalteten. Damals verherrlichte der Krimi- nälfilm die Unterwelt, die Gewalt- und Kraftmenschen, von denen Polizei und Gerichtsbarkeit übertölpelt wurden, bis sich schließlich ein mit übermenschlichen Gaben versehener Detektiv fand, der alle Rätsel löste. Der Eindruck, den diese Filme hinterließen, bestand immer darin, daß rohe Kraft oder verbrecherisch angewandte Geistesgaben triumphierten, wenn auch handlungsmäßig Polizei und Detektive siegten. Diese Filme hatten sämtlich vorgefaßte Tendenz, indem sie blickmäßig das Verbrechen mehr herausstellten als den Kampf und den Erfolg der Polizei. Da auch das Schrifttum der damaligen Zeit einen sehr hohen Prozentsatz von Kriminal- und Abenteuerbüchern aufwies, war es kein Wunder, daß nicht nur der Produktion thematisch reichliches Material zur Verfügung stand, sondern auch ein großer Kreis, namentlich der jüngeren Filmbesucher, in den Kriminalfilmen die bildliche Verwirklichung jener Schundlektüre fand, die für wenige Pfennige zu kaufen war und daher
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erst im Laufe des Herbstes anlaufen dürfte, wendet
sich an den geistig und psychologisch intereffierten Besucher und soll eine gewisse Aufklärung für solche Menschen bieten, die zu voreilig in Verdächtigungen und bösen Nachreden sind. Ein anderer Film „Rote Orchideen" beschäftigt sich wieder nut der militärischen und Werkspionage. Abgesehen von diesep größeren Filmen, von denen wir nur einige aufzählen, hat der Kurztonfilm wieder zahlreiche Themen aus dem täglichen Leben aufgegnffen. Es handelt sich bei diesen Kurzkriminalfilmen durchweg um Aufklärungsfilme, die Fälle, wie sie stündlich im Getriebe der Großstadt, vorkommen, in dem gerissene Gauner die Gutgläubigkeit der Menschen ausnutzen, prägnant, mit humoristischem Einschlag, aber äußerst wirkungsvoll behandeln. Man hat nut diesen Filmen, die feit einem Jahr unter Mit-
Kriminalpolizei
Ein Blick auf die nunmehr übersehbare Produktion des neuen Filmj ahres 1938/39 zeigt bereits beim ersten flüchtigen Hinsehen das ernste Bestreben der Künstlerschaft und der Industrie, das flimmernde Spiel aus Licht und Schatten auf der lebenden Leinwand zu einem Spiegel des Menschendaseins zu gestalten in immer umfassenderen Themen, künstlerisch-ästhetischen, stimmungs- haften und geistig-ideellen Inhalten, in originaler
M. Foto Tobis-Vienna
Jawohl: es ist Paula Wessely!
Die Künstlerin zeigt das Gesicht der Medizin- Studentin Hanna Karfreit. die im Mittelpunkt des Geschehens um den „Spiegel des Lebens steht.
nung ohnegleichen. Ist es da auch verständlich, wenn der erholungsuchende Volksgenosse sich gern in eine völlig andere, unpolitische Welt guter Unterhaltung heiterer oder ernster Natur flüchtet, so ist auf der anderen Seite doch der Drang, sowohl unsere jüngste deutsche Vergangenheit der letzten zwei, drei Jahrzehnte wie auch weiter zurückliegende Epochen der europäischen Geschichte zu erleben und in ihren Zusammenhängen zu erkennen, in allen Schichten des Volkes — und nicht nur bei uns — außerordentlich lebendig. Die schöne Aufgabe, durch die lebendige, farbige, unmittelbar sinnenhafte Heber- zeugungskraft des Filmspiels den Menschen in verantwortungsvoller Wahrheitsliebe, künstlerisch gesteigert und in klaren, charakteristischen Limen geformt, verschiedene Zeiten unseres europäischen Kul- turkreises in leichter, fesselnder Form zum Erlebnis werden zu lassen, hat die Filmleute unserer Tage gepackt und zu Plänen begeistert, deren Ausführung mir mit Spannung erwarten.
Historische Stoffe lassen sich im wesentlichen auf zweierlei Art bringen: als ernstes, ge- schichtliches Gemälde und als Lustspiel oder Operette. Beides bringt das neue Programm in verschiedenen Abwandlungen. Die Ufa, die mit 34 Filmen zusammen mit der Tobis (36 Filme) naturgemäß wieder an der Spitze steht und ein besonders reichhaltiges Drehprogramm vorlegt, hat wieder einen der auf diesem Gebiet hervorragend begabten Spiel- (eiter, Karl Rifte r, mit einem großzügig geplanten Werk aus der deutschen Weltkriegs- und Gegenwartsgeschichte beauftragt. Der Film „ P o u r le m e r i t e " setzt gegen Ende des großen Krieges ein und führt aus der Kameradschaft und Schicksalsgemeinschaft der Front über die Jahre des Verfalls bis hinüber zum neuen Deutschland und zu unserer heutigen stolzen Luftwaffe. Wieder werden Paul Hartmann und Fritz Kämpers in meisterhafter Weise uns den Typ des soldatischen deutschen Menschen verkörpern.' Auch der Ufa-Frlm „Am seidenen gaben" mit Willy Fritsch und Käche von Nagy führt in die jüngste
tigfte ist, die Allgemeinheit auf.
Es hat den Anschein, soweit man die neuen Produktionsreihen der Filmgesellschaften überblicken kann, daß die nächste Zeit uns eine Reihe sehr guter und wirkungsvoller Kriminal- bzw. Abenteuerfilme bringt, die nicht nur den erforderlichen moralisch-sittlichen Erfolg, sondern auch eine wirtschaftliche Realisierung versprechen. So ist in einigen Städten (auch in Gießen) ein Film „Mord- s a ch e Holm" angelaufen, der in vorbildlicher Weise die ernste und sachliche Arbeit der Polizei
men prächtig sich mischt.
Gerade soll ein Walzer gedreht werden, zu dem die Kapelle aufspielt. Die jungen Paarelosensich von den Tischen, füllen tanzend den .großen Platz vor dem Wirtshaus, die kelteren und d e Alten machen „Stimmung", wiegen die Körper irn Takt der Musik, werfen die Mützen m die Luft, luchzen zwischendurch in die Gegend —
Man könnte glauben, dies sei eine Szene, die balv klappen müsse. Doch der unbeteiligte Zuschauer nimmt mit Verwundern wahr, wie schwer es i]i, d -
' gnügt zu sein. Da muß jedes Paar wissen, wo wie es tanzen soll, da muß die Musik genau f- passen, müssen die Stichworte klar gegeben und tm Nu erfaßt werden, da müssen die Komparsen aus die geringste Kleinigkeit aufpassen, damit rem törichte Nebenwirkung entsteht (z. B. kerne Req ■ fiten unseres modernen Lebens versehentlich in. öie,e Gemälde einer andern Zeit und einer tn sich 9 - schlossenen Stammeskulttir hineingeraten) und viele andere mehr.
. Hauptdarsteller und Statisten müssen zwischendurch immer wieder ihre Gesichter prüfen, die Schmmre nachziehen lassen, und wenn alles sonst klappt, wenn nach mehreren Proben und einigen Aufnahmen Der
Themen, Künstler und Ausgaben
Scheinwerfer auf das neue Spieljahr.
gleichen kurzen Szene, die im Filmablauf einige wenige Stunden einnimmt, an die endgültige Ausnahme herangegangen werden soll, dann — ja dann chiebt sich eine Wolke vor die Sonne, ober em Flug- zeuggeschwaber überfliegt bonneriib bas Aufnahme- qelänbe von Babelsberg.
Dann heißt es warten. Bis von neuem alle Vor- bebingungen erfüllt finb, daß Bild und Ton ln harmonischem Einklang auf den Filmstreifen gebannt
werben können. . ,
Es ist ein bewunbernswürbiges Zusammenwirken aller Beteiligten. Nicht immer geht alles reibungslos, aber niemanb nimmt ein derbes Wort des Spielleiters ober bes Aufnahmeleiters Übel. Auch nicht, wenn eine Gruppe sich anders aufstellen soll und ihr da sie sich nicht allzusehr eilt, freund chaftlich der Rat gegeben wirb, nicht wie bie Blinbschleichen emher- zukriechen, man brehe ja hier im Augenblick fernen Kulturfilm. Jeber weiß, daß die Hitze grausam ft, aber auch, daß jeder günstige Sonnen-Augenblick ausgenutzt werden muß, koste es was es wolle.
Alois Johannes Lippl, der Verfasser der Pfingstorgel", der hier feinen dritten Film aus der bayerischen Landschaft - aber diesmal wie gesagt, aus der niederbayenschen — dreht, hat viele Wünsche. Er überblickt von seinem Platz die Szene, er sieht wo eine bestimmte Bewegung wirkungsvoller geformt, wo ein Wort, ein Satz geändert werden könnte, er steckt die Grenze ab, bis zu der bie Tanzpaare zur Kamera hin sich bewegen dürfen, er sikt selbst am Kurbelkasten auf dem phanttstischen fahrbaren Kran, der eine Bewegung vorwärts und »urück, nach oben und unten und nach allen Seiten ermöglicht, und gewinnt so die unmittelbare Anschauung von der Bildwirkung der Szene
Alle vom Spielleiter und den Hauptdarstellern, bis zum Beleuchter (auch bei Freilichtaufnahmen kann nur bei wenigen Szenen auf bie Jupiterlampen ver- ,jchtet werben, kennen nur bas eine 3ieI- Jlc Aufnahme klappt. Unb man merkt ein Gefühl starker kameradschaftlicher Verbunbenheit aller, bie irgend „zum Bau" gehören, auf welchem Posten es auch ^Die ganze Szene macht in ber Tat auf i^den unbeteiligten Zuschauer ben Einbruck eines fröhlichen Volksfestes. Unb wenn Albert F l o r a t h sich ben Schweiß von ber Stirne wischt ober §eli Finke n- aH I er für ein paar Minuten in einen Stichlnieber- finft so sieht es fast eher aus, als sei bies bie Erschöpfung nach äusgebehnten festlichen Freuben unb nicht bas Ruhebebürfnis nach angespanntester Arbeit.
Die einzelne Aufnahme ist bie Zelle, aus ber ber lebenbige Film sich formt. So ist es auch hier, bei lustigen Film, wo alles mit ber gleichen ßei’ benfchaft unb mit ber gleichen Disziplin sich m Rech unb Glieb stellt, mitzuwirken an ber Verkörperung
Tierschutz im Film.
Toni Attenberger erzählt von seiner schwierigen Arbeit.
Toni Attenberger, Schriftsteller unb Regisseur, breht zur Zeit im Auftrage bes Reichstierschutzbundes einen großen Film, der dem Laien bas gesamte riesengroße Gebiet bes Tierschutzes zeigen soll. Soeben hat Attenberger einen bebeu- tenben Teilabschnitt biefes Filmes beenbet, ber sich mit bem Vogelschutz beschäftigt. Dieser Vogelschutzfilm, der ja nur ein Teil bes großen Films ist, ist allein 500 Meter lang. Gerabe in biefen 500 Meter Film gab es bie meisten Schwierigkeiten zu überroinben, bie sich überhaupt in bem Tierschutzfilm bieten werben. * -
Einer ber Filmstare dieses Bildstreifens mar ber Waldvogel, und die Filmateliers waren die Vogelschutzgebiete rund um Frankfurt, insbesondere bei Neu-Isenburg. Und nun versuchen Sie einmal, einen Vogel zu photographieren, und jeder wird begreifen, welch eine geradezu übermenschliche Geduld und Mühe dazu notwendig ist. Der Film zeigt einige stimmungsvolle Bilder der Heimat des Waldvogels. Wir sehen den Waldvogel an der D o g e 11 r ä n f e unb erfahren dabei, wie bie Vogeltränke richtig anzulegen ist. Weiter zeigt ber Film, was alles bei der Anlage von Brutkästen zu bedenken ist. Es kommt nicht darauf an, daß dem Tier geholfen wird, sondern vielmehr, daß richtig geholfen wird. Viele Vögel nisten im Unterholz. Derjenige, der hier richtig helfen will, wird Unterholz und Hecken stehen lassen ober anpflanzen. Niemals aber gehört ber Waldvogel in einen Käfig. Attenberger wendet sich mit aller Schärfe gegen bie Begründung, baß bas Walboögelchen im Käfig feinem Besitzer so viel Freude mache. Das ist nicht wahr — wendet er ein — denn jeder andere Vogel wirb bem Betreffenden ebenso viel Freude bereiten.
Immer wieder begegnet man bem Unfug, baß der Waldvogel sinnlos eingefangen wird. Für wissenschaftliche Zwecke muß gelegentlich ber Walb- oogel gefangen unb in Käfigen gehalten werben. Auch bas zeigt ber Film, wie ber Waldvogel richtig gefangen wirb. Der Käfig, in ben er gesperrt wirb,
reitzenben Absatz fanb.
Es soll -nicht unerwähnt bleiben, daß in neuerer Zeit verschiedene Staaten Schritte unternommen haben, ben verderblichen Einfluß des Films auf die moralische Entwicklung der Jugend durch Begrenzung und Zensur des Kriminal -und Abenteuerfilms zu vermindern. Eine wirklich durchgreifende und erfolgreiche Bekämpfung dieser Ein- fiüsse hat bisher aber nur Deutschland begonnen, indem der Kriminal- unb Abenteuerfilm mit negativer Haltung völlig abgebogen rourbe. Es konnte nicht ausbleiben, baß infolge dieser konsequenten Haltung die Zahl der Kriminalfilme in den letzten Jahren prozentual stark zurückgina. Es kam nun darauf an, einen ganz neuen Typ von Film herauszubringen. Die Autoren waren weitsichtig genug, zu berücksichtigen, daß auf diesem Gebiet nur neue Gestaltungsformen und wirkliche Leistungen in Betracht tarnen, bereu nachhaltige Wirkung sich aus ber allmählichen Wanblung ber Rechtsauffassung ergeben würbe. Diese Wandlung des Rechtsempfindens ist in der breiten Masse jetzt so weit gebieten, daß man an bie Entwicklung bes positiven Kriminalfilms Herangehen konnte. Aber nicht nur der Filmbesucher ist heute für eine neue Gattung bes abenteuerlichen unb kriminalistischen Films empfänglich geworben, fonbern auch ber Stoff zu berartigen Filmen ist inzwischen nicht nur aufgefrischt, sondern auch erheblich reichhaltiger als vor 10 bis 15 Jahren. Nach ber früheren Situation stand nur bas „normale" Verbrechen (Morb Betrug, Hochstapelei, Erpressung unb begleichen) stofflich zur Verfügung. Heute sind bie Begriffe ber Werkspionage der militärischen Spionage, Themen der politischen Zersetzung durch den Bolschewismus sowie das große Gebiet der Aufklärungsfilme vor den „kleinen" Verbrechen (Aufklärungsfilme über die verschiedenen Betrugsformen. Bauernfängerei, Heiratsschwindel usw.) hinzugekommen Alle diese Themen werden in dem Kriminal- und Abenteuerfilm von heute entsprechend dem gewandelten Rechtsempfinden und der Aufgabenstellung des Films von der positiven Seite aus aufgeblendet. Der Film dieser Art besitzt die gleiche Spannung und den gleichen Sensafionsreichtum wie die Kriminalreißer der vergangenen Zeit, nur ist seine Wir^
Bon der Stirne heiß...
Ein Drehtag in sommerlicher Glut.
Es ist immer wieder von Zeit zu Zeit notwendig, den Volksgenossen, bie nach harter Arbeit ihres Werktages beim Film Entspannung, Freude und Zerstreuung suchen, ein wenig zu erzählen vom Tagewerk jener Menschen, bie in gemeinsamem hingebungsvollem Schaffen bas Kunstwerk der lebenden Leinwand gestalten. Sie alle, ganz gleich ob Kuns ler ober technische Mitarbeiter, müssen alle Kräfte alle Nerven anspannen, müssen kämpfen um jede flüchtige Sekunbe bes Filmablaufs, bamit mir ein glaubhaftes Spiel vom ewigen Auf unb Ab des Menschendaseins vor uns ablaufen sehen.
Da ist z. B. eine Freilichtaufnahme notwendig m einem Spiel, dessen Geschehen uns in te WW und bas Soltstum Niederbayerns fuhrt. Aus einem weiten Marktplatz, befien S)auier ranten mit tbren lustig gestuften unb gerunbeten ^beln in uberzeu genber stilistischer unb bautechmfcher WW au - geführt sind ist aus zwei Gemeinden allerlei Volk zusammengeströmt. Es ist ein wunberbares Färbern spiel ber echten Bauerntrachten fenes ^aues, das d in ber Sonne auf unb ab wogt, unb man bebauert es ehrlich, baß im Film biefe munberbaren garir- Wirkungen verloren gehen, mit denen noch b f W Blau ber Solbaten unb bas tiefe Grün ber ®enbar-
Der Pariser Schauspieler und Volksheld Debureau (Gustaf Grundgens) und die Geliebte König Karl X. (SybiUe Schmitz) in- einer Liebesszene des vor Ausbruch der Juh-Revolution 1830 spielenden Majestic-Films der Tobis „Tanz auf dem Vulkan“ (Spielleitung Hans Steinhoff).
soll viereckig sein, groß unb eine weiche Decke haben, damit der Waldvogel, der nach oben immer wieder bie Freiheit sucht, sich nicht an ben harten Stäben des Käfigs ben Kopf einstoßen kann. In allen anderen Fällen ist bas Fangen bes Waldvogels verboten.
Die ungeschützten Vögel (Elster, Saatkrähe, Rabenkrähe u. a.) wurden im Frankfurter Tiergarten gefilmt. In Freiheit hätte man sie nur mit bem Tele- Objektiv aus großer Entfernung aufnehmen können. Attenberger aber kam es barauf an, gerade die Schädlinge der Vogelwelt in Großaufnahme zu zeigen, so daß jeder sie kennenlernt. Zu diesem Zweck wurde im Tiergarten zunächst auf einer zwei Quadratmeter großen Fläche naturgetreu bie Landschaft aufgebaut, in ber die Saatkrähe lebt. Davor baute sich die Filmkamera auf, die Objektive wurden eingestellt, die Menden gerichtet, bann kam ber Wärter, ber mit ber gefangenen Saatkrähe bereit ftanb, setzte den Vogel in bie vorbereitete Miniaturlandschaft, unb nun wurde über das Ganze ein großes Netz gebreitet, so daß ber Vogel nicht entfliehen konnte. Auf ber Aufnahme, die nun aus nächster Nähe gemacht werden konnte, durfte man das Netz nicht sehen. Auch das ist mit Hilfe eines besonderen Tricks gelungen. Die Aufnahme muß immer genauestens in ber Richtung ber Sonnenstrahlen so gemacht werben, daß bas hauchdünne Drahtnetz, dos die gleiche grüne Farbe hat wie bas dahinter befindliche Laub, nicht die geringsten Schatten werfen kann. Das ist nur möglich, wenn die Kamera dauernd mit ben Sonnenstrahlen auf den Millimeter genau bewegt wirb. Das bedeutet, daß aber auch gleichzeitig die Min'aturlandfchaft sich ständig ändern muß. Welche Mühe es erforderte, diese Aufnahmen im Tiergarten mit ber Saatkrähe zu machen, mag man daran ermessen, daß an einem Bildstreifen von 25 Meter Länge 11 Stunben ununterbrochen gearbei- t e t wurde. Dabei waren ständig 20 Personen beschäftigt.
Der Film wirb sich auch mit bem Thema Katze unb Vogel beschäftigen unb zeigen, wie man den Vogel wirksam vor der Katze schützen kann. Die richtige Vogelfütterung im Winter wirb ebenso ausführlich behanbelt. Mit bem nunmehr beenbeten Vogelfilm ist nur ein Teil bes Filmes fertiggestellt. Die übrigen Teile gehen auch langsam ihrer Vollendung entgegen. Noch manche Ausnahme allerdings wird dazu notwendig fein. Der ganze Tierschutzfilm wirb noch in biesem Jahre, voraussichtlich Enbe September, Anfang Oktober, in Frankfurt, bem Sitz bes Reichstierschutzbundes, ur- aufgeführt werben.
aufgreift und das Vertrauen zur Polizei stärkt. Ein Wirkung der Knrnin a I p o lizei eing - derer Film mit. dem Titel „Geheimzeichen^ schaltet werden, bereits große Erfolge gehabt Auch L. B. 1 7 " führt in den geheimen Nachrichtendienst, der V e r k e h r s f i l m — soweit Derkehrsunfallc in die militärische Spionage ein und vermittelt auf auf verbrecherischen Leichtsinn zuruckzufuhren sind
i- gefährlichen Gebiet beste Aufklärung, wird in der nächsten Zeit mehr als bisher, em- l l D e r u g a ", ein Kriminalfilm, der geschaltet werden.


