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Blockade und Besetzung Kantons erwogen

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Sportoereia in Kapstadt. Anschlietzend vereintste sich Sparrier kämpften.

ein Ortsgruppen ab end der Auslands-Orga­nisation bei den Darbietungen der Bordkapelle und der Vorführung des Films vom Besuch Mussoli­nis in Berlin die deutsche Gemeinschaft. Der Kom­mandant derSchleswig-Holstein" übermittelte die Grüße des Führers und des Gauleiters Bohle. Der deutsche Gesandte Leitner begrüßte die NSDAP, und das Deutschtum am Kap, wahrend Konsul Koester dem Ortsgruppenleiter ine Me­daille des deutschen Auslandsinstituts aushändigte. Landesgruppenleiter Stiller stellte den Fort­schritt der inneren Geschlossenheit fest und schloß mit der Mahnung an die Parteigenossen, weiter­zuarbeiten an sich mit dem Bewußtsein ihrer Ver­pflichtung für die Stärkung des deutschen Volkstums.

Tokio, 10. Ian. (DRV. Funkfpruch,) Osl- asiendienst. Der Sprecher des japanischen Außen- amtes erklärte heute, die japanische Regierung habe sich zu endgültigen Maßnahmen gegen die chinesische Zentralregierung ent­schließen müssen, da alle Bemühungen Japans, mit China zum Frieden zu kommen, anscheinend erfolg­los seien. Japan sei, wie wiederholt mitgeteilt worden sei, sowohl zum Ariedensschluß als auch zur Fort­setzung der bewaffneten Aktionen vorbereitet. Der Frieden mit Japan sei jedoch nur möglich, wenn China unlerBeweis stelle, daß es seine japan- feindliche Haltung und damit seinen Wider- stand aufzugeben entschlossen sei. Da aber die chinesische Zenlralregierung unter völliger Außerachtlassung der Wohlfahrt des chinesischen Vol­kes die Fortsetzung des Widerstandes vorbereite, werde Japan alle Mittel anwen­den, um die japanfeindliche chinesische Zenlral­regierung zu zerschlagen.

Die gesamte japanische Presse kündigt an, daß in der heutigen kabinettssihung auch über die Frage entschieden werde, ob zur Erreichung der japanischen Ziefe der Krieg anChinazuerklären sei. Die entschiedene Richtung innerhalb des Kabinetts, wozu besonders der neue Innenminister Admiral S u y e l s u g u und General A r a k i gerechnet wer- den, scheint nicht nur für eine Kriegserklärung, son­dern auch für eine Blockade der gesamten chinesischen K ü st e und die Sperrung sämtlicher Zufuhrmöglichkeiten elnzu- treten. Damit würde die Frage einer Besetzung

irgend etwas ähnliches.

Geringe Einwanderung nach den Vereinigten Staaten.

Washington, 8. Jan. (DNB.) Das amerika­nische Außenamt hat die Statistik der Einwande­rung für das Ende Juni 1937 beendete Haushalts- fahr veröffentlicht. Nach dem Gesetz sind jährlich 153 774 Personen zugelassen. 246 869 Aus­länder beantragten amerikanische Visa, von denen nur 30898 bewilligt wurden. «Somit wurde das Gesamtkontingent nur zu etwa 20 v. 5). ausgenutzt. Die Länderkontingente für Alba­nien, Griechenland, Rumänien, Syrien und Türkei wurden voll ausgenutzt, die für Ungarn zu 90 v. $). und für Spanien zu 99 v. $). Aus Deutschland wanderten 12532 oder 48 v. H. der zugelas­senen 25 957 Auswanderer ein. Aus Polen kamen 2567 oder 39 v. H. des polnischen Kontingents. Aus England wanderten nur 2793 Personen oder 4 v. H. des britischen Kontingents nach den Vereinigten Staaten ein. Bei den Einwande­rern aus Deutschland dürfte es sich in der über­wiegenden Mehrzahl um jüdische Emigranten handeln.

Deutsche Werst liefert Tankschiff für Kalifornien.

Mit einer 12stündigen Tagesabnahmefahrt in die Ostsee wurde der von der Fried. Krupp - G e vn ania - Werft in Kiel erbaute 17 430 Tonnen-TankerC h i n g" nach gut verlaufener Meilenfahrt in der Eckernförder Bucht dem Ver­treter der Standard Oil Company of Ca­lifornia (San Francisco) übergeben. Während der Meilenfahrt wurde eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 13 Knoten bei voller Tankbelastung erzielt. Das Tankschiff nahm Fahrt durch den Nord- Ostsee - Kanal nach seinem künftigen Heimathafen Panama. Der Tanker faßt 21 000 Tonnen Schwer- und Leichtöle, verfügt außerdem über einen Laderaum für Stückgut und besitzt Kabinen sowie Kajüten für die 47köpfige Besatzung. Die Bauzeit betrug knapp neun Monate. Es ist das z w a n z i g st e Tankschiff der Krupp-Germania- Werft für die Standard Oil Company. Der An­trieb erfolgt durch zwei Zweitakt-6-Zylinder-Krupp- Dieselmotoren von je 2400 PS.

Grundsteinlegung zur Brücke über den Uruguay-Fluß. Buenos Aires, 9. Jan. (DNB.) Am Sonn- tagoormittag fand die Grundsteinlegung für die internationale Brücke zwischen Bra­silien und Argentinien, die den Uruguay- Fluß überqueren wird, in der Grenzstadt Urugua- yana statt. Der Präsident von Argentinien Justo hatttz sich zusammen mit dem Kriegsminister und dem Marineminister in die argentinische' Grenz­stadt Paso de los Libres in der Provinz Corrientes begeben. In Motorbarkassen wurden der Präsident und seine Begleitung nach Uruguayana übergesetzt, wo sie von Präsident Vargas auf dem Boden Brasiliens begrüßt wurden. Nach der Grundstein­legung auf brasilianischem Boden begaben sich die beiden Präsidenten mit ihrer Begleitung in die argentinische Grenzstadt Paso de los Libres, wo ebenfalls in feierlicher Form die Grundsteinlegung auf argentinischem Boden vollzogen wurde.

EinVerteidigungs-Ausfuhrzoll" in Aiederländifch-Zndien.

Amsterdams. Jan. (DNB.) Wie aus Batavia gemeldet wird, hat die niederländisch-indische Regie­rung dem Volksrat einen Entwurf über die Einfüh- ruüg eines neueg Ausfuhrzolles eingereicht. Er ist

»Die Schleswig-Holstein'' in Kapstadt

Kapstadt, 8. Jan. (DNB.) Anläßlich des Be­suchs des deutschen KriegsschiffesSchleswig-Hol- stein" in Kapstadt veranstaltete die Besatzung ein Gemeinschafts turnen mit dem deutschen

Reichsminister Darre in Rom.

Der Duce zeichnet die Preisträger der italienischen Erzeugungsschlacht aus.

Das japanische Kabinett kündigt scharfe Maßnahmen an. Japan wird mit allen Mitteln den Widerstand der chinesischen Zentralregierung

Die Kronprinzenhochzeit in Griechenland

Die Trauung in der Kathedrale. Große Begeisterung in Athen.

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Rom, 9. Jan. (DNB.) Die erste große faschi- tische Feier des neuen Jahres galt der Würdigung )er Leistungen, die der italienische Nähr­tan d im Kampf um die wirtschaftliche Autarkie des Landes im verflossenen Jahr vollbracht hat. Der italienische Regierungschef überreichte den er» olgreichsten Bauern Geldprämien von ins­gesamt 650 000 Lire. Eine besondere Note erhielt die Feier durch die Anwesenheit des Reichsministers D a r r 6, der sich in Begleitung des Staatssekretärs Backe und des Botschafters von H a s s e l l be- and. Der eBifall, mit dem Kamerad Darrö, der Landwirtschaftsminister des Reiches, empfangen wurde, sei, so betonte Mussolini einleitend, der Ausdruck seiner und aller Anwesenden Gefühle der Sympathie und Freundschaft. Die Aufgabe, die Minister Darrä vollbringe, sei ungeheuer und werde von ihm mit der ganzen Begeisterung für die Land­wirtschaft erfüllt.Auch auf diesem Gebiet ist eine Zusammenarbeit der beiden Völker möglich und nützlich." Nach einem Hinweis, daß man nicht in jedem Jahr eine so gute Ernte wie im vergangenen erwarten dürfe, unterstrich Musso­lini, daß der Faschismus mit seiner Preis­politik die Landwirtschaft vor dem Zusammen­bruch gerettet habe. Zu niedrige Preise zerstörten die Produktion, zu hohe Preise würden den Konsum verhindern und sich dadurch wiederum nachteilig auf die Produktion auswirken.Ich kenne", schloß Mussolini,die italienischen Bauern und weiß, daß ie entschlossen sind, den Endsiegen der Er­nährungsschlacht zu erringen und daß sie ihn erringen werden."

Dann nahm der Duce nach einer Rede des ita­lienischen Landwirtschaftsministers Rossoni die Preis­verteilung vor. Als die Kapellen nach Mussolinis Schlußworten die Giovinezza intonierten, forderte der Duce mit lebhafter Geste den Diriaenten auf, zuerst die deutschen Nationalhymnen zu spielen.

Reichsminister Sarr6 beim Eintopfeffen derOeutschenKolonie

Reichsminister Darre nahm das Eintopf­es f e n am Sonntag mit seiner Begleitung bei der Ortsgruppe Rom der NSDAP, im Deut­schen Heim ein. Während des Essens, zu dem auch Botschafter v o n H a s s e l l erschienen war, begrüßte Ortsgruppenleiter Dr. Fuchs den Reichsbauern­führer. In herzlichen Worten wies Reichsminister Darrö darauf hin, daß er selbst als Auslands- d e<d t s ch e r zu den Volksgenossen spreche und daß auch Staatssekretär Backe das Leben der Ausländs­deutschen aus eigener Anschauung kenne. Es komme nicht nur auf die Gemeinschaft der Sprache und der Stämme an, sondern vor allem auf die Schick­salsgemeinschaft, die heufe alle deutschen Volksgenossen im In- und Auslande verbinde. Am Nachmittag besuchte Reichsminister Darr6 bie A u- gustus-Ausstellung und die faschistische R e - volutionsausstellung. Der italienische Land­wirtschaftsminister Rossini gab am Abend zu Ehren seines Gastes ein Essen mit anschließendem Empfang.

Heuer kommumstischerpuffchplan in Frankreich.

Enthüllungen des Jour.

Paris, 9. Jan, (DNB.) Nachdem erst in den letzten Wochen ein umfangreicher kommunistischer Aufstandsplan vereitelt wurde, ist nunmehr wie der Jour meldet a u f dem kommunisti­schen Parteikongreß in Arles bereits ein neuer Putschplan unter Mitarbeit von sechs Abgesandten Dimitroffs ausgearbeitet worden. Ferner seien dreiSachverständige" zu diesem Zweck aus Barcelona nach Arles gekommen. Es sei beschlossen worden, im Augenblick der Be­kanntmachung eines General st reiks in Frank­reich eine allgemeine Mobilmachung der paramilitärischen Organisationen der kommunistischen Partei anzuordnen, um durch die Waffengewalt des Proletariats seinen Widerstand zu verstärken". Alle Provinzleitungen hätten den Auftrag erhalten, lokale Mobilmachungs­pläne dem Zentralausschuß der kommunisttschen Partei bis zum 20. Januar zu übermitteln. In Arles sei weiter die Bildung von elf Waffen- lagern beschlossen worden. Für ihre Ausstattung sei von Moskau ein Sonderkredit von 18 Millionen Frank gewährt worden. Von dieser Summe seien bereits 7000 automatische Pistolen mit Munition, 2500 Gewehre und 12 000 Hand- granaten angekauft worden. Zur Beschleunigung der Aufrüstungen habe Moskau an seinen Agenten in Ayisterdam Anweisungen gegeben, zwei kleine Frachtdampfer mit W a f f e n l a d u n g e n nach Marseille zu schicken.

Blutige Unruhen in Tunesien.

Paris, 8. Jan.* (DNB.) Havas meldet aus Tu­nis: In Bizerta haben nAgehörige der Destour- Bewegung Kampfschriften vertrieben, in denen dis kleinen Kaufleute aufgefordert werden, Kundgebun­gen gegen die Regierung zu veranstalten. Jeder, der dieser Anweisung zuwiderhandele, würde mit dem Tode bestraft werden. Etwa 1000 Kundgeber fanden sich an einem der Hauptplätze der Stadt zusammen. Als die Polizei sie auseinandertreiben wollte, kam .es zu einem Handgemenge. Die Kundgeber be­warfen die Polizei mit Steinen und beschossen sie aus Revolvern. Ein Polizeikommissar und drei Sol­daten wurden getötet. Darauf machte der Ord­nungsdienst von der Waffe Gebrauch. Es wurden sechs Kundgeber getötet und 35 verletzt. Erst in den frühen Nachmittagsstunden gelang es, die Kundgeber auseinanderzutreiben.

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche von der GPU. des Hochverrats angeklagt.

Moskau, 9. Jan. (DNB.) Die in Nischni- nowgorod erscheinende ZeitungGorkowskaja Kom- muna" bringt einen ausführlichen Bericht über dis neue st e Verfolgungsaktion gegen die rus­sische orthodoxe Kirche in der Sowjetunion. Man erfährt, daß zusammen mit dem Metropoliten von Nischninowgorod, TSofan Tuljäkow, noch sie­ben weitere hohe kirchliche Würdenträger von der GPU. verhaftet worden sind. Es sind dies der Erzbischof von Pitirim, Krylow, der Bischof L e bedejew, der Metropolit Witalij (der oberste Leiter der sogenanntenLebendigen Kirche", einer neuen Strömung innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche) und der Metropolit Wissarion Sorin in Moskau, ferner der Bischof P u r l e w s k i in Ser- gatsch, der Bischof Korobow in Wetluga und der Bischof M a s l o w s k i in Reasan. Die verhafteten Bischöfe werden der schwersten Verbrechen, wie Sa­botage (!), Spionage, terroristischer Akte usw. bezich­tigt, auf denen nach Sowjetgesetz die unverzüglich zu vollstreckende Todes st rafe steht. Auch das Ober­haupt der gesamten russisch-orthodoxen Kirche, Me­tropolit Sergius von Moskau, wird unter den Saboteuren im Bifchofsgewande aufgezählt. Im ganzen beträgt die Zahl der in jüngster Zeit verhaf­teten Bischöfe zusammen mit den im November v. I. bekanntgegebenen Fällen bereits über 20.

Andauern der Kämpfe bei Teruel.

Salamanca, 9. Jan. (DNB.) Der nationale spanische Heeresbericht meldet: Die Schlacht bei Teruel wurde fortgsetzt. Feindliche Gegen­angriffe südlich der Muela-Stellung sind blutig abgeschlagen worden. Die Kämpfe in der Innen st adt haben zur Zerstörunavieler Gebäude geführt. Eine unserer Stellungen innerhalb der Stadt mußte aufgegeben wer­den, 500 voll ausgerüstete Soldaten und 100 Ein­wohner verließen Teruel und gelangten in unsere Etappe. Eine andere Abteilung der Teruel- garnison, die lange Zeit hindurch den Bolschewisten heldenhaften Widerstand geleistet hatte, mußte Teruel ebenfalls verlassen, da sie in den letzten Tagen nicht mit Wasser ver­sorgt werden konnte. Bei ihr befindet sich auch der Bürgermeister von Teruel, der die Auf­gabe von nattonalen Stellungen innerhalb Teruels als Folge der mangelnden sowatifchen Standhaftta- keit des Abschnittskommandeurs bezeich­nete.

Die Waffen, die an der Teruel - Front den Nationalen in die Hände fielen, stammten aus französischen Waffenfabriken, während Die Tanks ausnahmslos fowjet russischen Ursprungs sind. Unter den Flugzeugen befinden sich die neue st en Mo.delle der französi­schen Armee, deren Fabrikation aus Gründen der französischen Landesverteidigung bisher streng geheimgehalten wurde. Daß der bolschewi­stische Ueberfallsplan auf Tereul das Werk französischer General st übler war und die Durchführung der Operationen ebenfalls in den Händen französischer Offiziere lag, wird allseittg er­neut bestättgt. Es wird bar auf hingewiesen, daß auf nationaler Seite an der Teruel-Front a u s s ch l i e ß»

Roosevelts Kampf gegen die60 Familien".

Wirtschaftsankurbelung durch Aufrüstung.

Washington, 9. Jan. (DNB.) Der 8. Januar wird in ganz Amerika von der Demokrattschen Partei als ,Zackson-Day" gefeiert. Als prak­tische Leute benutzen die amerikanischem Demokraten bicfe Feiern gleichzeitig dazu, die Parteikasse wie­der aufzufüllen, und ein Teil des Eintrittsgeldes zu Festbanketten wird hierzu verwendet. In Wa­shington, wo Präsident Roosevelt redete, mußte jeder Teilnehmer 100 Dollar für das Essen bezahlen. Der Präsident erläuterte seine staats­sozialistischen Ideale, ohne diesmal das Ausland in den Kreis seiner Betrachtungen zu ziehen. Um so schärfer verurteilte erdie kleine Clique macht- hungriger, egoistischer, individualistischer Amerika­ner", die durch Konzentrierung aller finanzieller Machtmittel in ihren Händen und unter Ablehnung jeder sozialer Verantwortlichkeit, aber unter dem Mantel von Märtyrern und Wohltätern das Volk Amerikas ausbeuten wollten und darin von der ihnen gefügigen Presse weitgehend unterstützt wür­den. Mit diesen wenigen aber werde er gern den Kampf ausnehmen und ohne Kompromiß bis zum Sieg durchfechten, ohne Rücksicht darauf, ob eine gewisse Presse, die immer von Pressefreiheit rede, sich seinen Gegnern in diesem Kampf zur Ver­fügung stelle. Der Fortschritt der Partei könne nicht aufgehalten werden.

Auf dem Jackson-Day-Bankett in' Denver sagte der amerikanische Kriegsminister Woodring, daß Amerika in der Außenpolitik die Losung Frieden habe, aber nicht Frieden um jeden Preis, sondern -Frieden mit Ehre und Würde und Sicher­heit. Amerika suche keinen Streit und greife nie­manden an. Man bleibe aber gerüstet, selbst wenn das auf Kosten weiteren Defizits im Bundesetat gehe. Ein Nebenerfolg dieser geplanten und durchaus -bescheidenen Auf­rüstung werde der A n t r i e b fürdieJndu- strie und damit für die Gesamtwirtschaft sein. Amerika wolle keine Diktatur, keinen kommunistt­schen Staat, keine korporative Regierung noch

10 000 Mark für den Wiederaufbau der beut- fchen Mifsionsstadt zur Verfügung stellte.

Bei den L ei tz-Werken in Wetzlar ging dieser Tage ein Brief Filchners ein, in dem es u. a. heißt:Während meiner Gefangenschaft in Chotan konnte ich den Lieblingswunsch, des Padischah von Chotan erfüllen, eine deutsche Leica- Kamery zu echalten. Ich schenkte ihm, wenn auch schweren Herzens, die meinige... Ich rettete dadurch vielleicht mein Leben und das meines Be­gleiters. Jedenfalls schaffte uns dieses Geschenk eine etwas bessere Behandlung... Der Padischah schenkte mir als Gegenleistung eine russische Leica, die der Ihrigen nachgemacht ist, die aber allgemein als schlecht angesprochen wird."

polis, der Athener Kathedrale. 40 Bischöfe in ihren prächtia gestickten Ornaten, an ihrer Spitze der Erzbischof, erwarteten das Brautpaar vor der Kirche und führten es sodann, zusammen mit den Trauzeugen und Brautjungfern auf ihre Plätze in­mitten der Kathedrale, ule mit weißen, blauen und gelben Blumen überaus eindrucksvoll geschmückt war. 101 Kanonenschüsse kündigten sodann den B e - ginn der Trauung den Tausenden an, die auf Straßen, Plätzen, Dächern und Balkons warteten. Die Zeremonie hinterließ bei allen Teilnehmern einen großen Eindruck. Die Trauringe, die ge­wechselt wurden, sind aus Goldmünzen Alexanders des Großen, der noch heute für Griechenland das Symbol der Einigkeit und Stärke bedeutet, gegossen.

Nach Vollzug der orthodoxen Trauung erschienen die Neuvermählten beim Läuten der Glocken vor der Kirche, wo sie von der versammelten Menge stürmisch begrüßt wurden. Kronprinzessin Mar­garita so lautet ihr jetziger Name, da Friede­rike kein griechischer Mädchenname ist dankte bewegt für die begeisterten Zurufe, die ihr entgegen­schollen. Das Paar bestieg sodann den Prunk­wagen und kehrte in das Schloß zurück. Hierauf fand im engsten Familienkreise die deutsche pro­te st antische Trauung durch Pastor Öfter» mann statt. Anschließend beglückwünschten die Re­gierung, das Diplomatische Korps, darunter der deutsche Gesandte Prinz Erbach, sowie Vertreter der Militär- und Zivilbehörden das junge Paar. Kronprinz Michael von Rumänien war mit Prinz Georg von Griechenland und dem Groß­fürsten Dimitri von Rußland Brautführer, Brautjungfern die Prinzessinnen K a t h e r i n a und E u g e n i e von Griechenland sowie die beiden Töchter des Prinzen Oskar von Preußen.

Der Führer und Reichskanzler hat zur Vermählung des griechischen Kronprinzen dem K ö - nig von Griechenland und dem Brautpaar drahtlich feine Glückwünsche übermittelt.

Kantons spruchreif werben. Die heutige Entschei- bung bes Kabinetts wirb bem Kaiser sofort burch ben Rllnisterpräsibenten Fürst Konoye vorgelegt werben.

Die Japaner in Tsingtau.

Tientsin, 10. Jan. (DNB. Funkspruch.) Nach hier eingetroffenen Meldungen sind a rn M o n t a g- morgen japanische Matrosen in Tsing- tau gelandet worden. Die chinesischen Truppen­abteilungen bei Tsingtau sollen geflohen sein, ohne besonderen Widerstand geleistet zu haben. An Zivilbevölkerung sind von 400 000 Einwohnern kaum noch 10 000 in der Stadt geblieben. Alle Re­gierungsbüros sind geschlossen. Aus Befehl des Oberbürgermeisters setzte Ende Dezember eine systematische Zerstörung aller wich­tigen Anlagen ein. Elektrizitäts- und Wasser­werke, die Kabel, die Telegraphen- und Telephon­büros wurden, wie auch das japanische Eigentum, von Grund auf zerstört.

Vor Abberufung

des japanischen Botschafters.

Tokio, 9. Jan. (DNB.) Am Montag soll die Abberufung des japanischen Botschafters Kawa- g o e aus China beschlossen werden. Die Abberu­fung des Botschafters wird als die japanische Ant­wort auf die feindliche chinesische Haltung erklärt und steht im Zusammenhang mit der wahrscheinlich demnächst erfolgenden Anerkennung der Neuen provisorischen Regierung für China" durch Japan.

Athen, 9. Jan. (DNB.) Schon in den frühen Morgenstunden ist buchstäblich ganz Athen auf den Beinen. Jeder sucht einen möglichst günsti­gen Platz zu erhaschen, um alle Vorgänge der heu­tigen Prinzenhhchzeit miterleben zu können. Die Fenster und die Balkonplätze, die von den an der Feststraße ansässigen Hotels, Büros und Privatbe­wohnern zu hohen Mietpreisen ausgeboten worden waren, sind längst ausverkauft. Um 8 Uhr zeigen fünf Kanonenschüsse den Beginn der Feier an. Ge­gen 9 Uhr beginnt die Auffahrt der Hoch­zeit sgäfte. Unter den Mitgliedern des Diplo­matischen Korps sieht man den deutschen Gesandten Prinz zu Erbach-Schönberg mit Gesandt­schaftsrat Dr. Kordt und dem deutscken Militär­attache Oberst Rohde. Höchste Vertreter der grie­chischen Wehrmacht, der Ministerien und Behörden und zahlreiche kirchliche Würdenträger folgen. Be­sonders herzlicher Beifall grüßt den Ministerpräsi­denten Metaxas, der in Begleitung der Mini­ster Georgacopoulos und Kotzias erscheint. Ihnen folgen auch die anderen Regierungsmitglieder. An­schließend fahren die früheren Ministerpräsidenten und bekannte Persönlichkeiten des politischen Le­bens, der Künste und Wissenschaften und der Wirt­schaft auf.

21 Salutschüsse kündigen den Beginn des fönig* lichen Hochzeitszuges an. In 20 Autos fuhren die zahlreichen in- und ausländischen Fürstlichkei - te n zur Kathedrale. Im letzten Wagen saß Kö­nig Georg mit der deutschen Brautmutter, der Herzogin Viktoria Luise von Braunschweig, die besonders herzlich von der spalierbildenden Menge begrüßt wurden. Es folgte eine Abteilung Kavallerie und danach her von sechs weißen Pfer­den gezogene Prunkwagen, in dem die deutsche Braut mit dem Brautvater, Herzog Ernst August von Braunschweig, Platz genommen hatten. Prin­zessin Friederike Luise, bei deren Vorbei­fahrt überall ein unbeschreiblicher Jubel herrschte, grüßte herzlich nach allen Seiten, Langsam und mit großen Umwegen bewegte sich der königliche Braut­zug durch das festtich geschmückte Achen zur Metro-

als Sonderabgabe gedacht und soll 1 v. H. vom Werte aller Ausfuhrgüter betragen. Sie wird die BezeichnungVerteidiaungs- Ausfuhrzoll" führen. Das Aufkommen wird auf 6,5 Millionen Gulden geschätzt und soll der Verstärkung der 9t ü ft u n g dienen. Der neue Zoll soll am 25. Fe­bruar d.J. in Kraft treten, _

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