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Hochwürdige Herr Geistliche Rat
Johannes Bayer
Ehrendomkapitular von Mainz
Buntes Allerlei.
Einer, der die Kräheniproche versteht.
Wenn der moderne Ornithologe auch nicht wie die Helden des M irchens wundersame Geschichten von den gefiederten Luftbewohnern erfährt, so kann er doch das Geheimnis ihrer Verständigung untereinander ergründen. Ein englischer Vogel- kenner, Oliver G Pike, hat iich viel mit die,em Thema beschäftigt und ist daßvn überzeugt, daß manche Voaelarten ihre besondere Sprache haben, wenn sich diese auch in engen Grenzen bewegt. Insbesondere glaubt er, daß er die Sprache der Krähen verstehen kann. „Die Mitglieder der Krähenfamilie", so führte er in einer ^Betrachtung über die Vogel- sprache im Allgemeinen aus, „sind sicherlich die klügsten Vögel, während die Vögel, die auf dem Meer leben und wenige Feinde haben, die größten Dummköpfe sind. Fangen doch sogar die Küstenbewohner Sturmschwalben und Larventaucher, indem sie eine Schlinge am Ende ihrer Angelstöcke befestigen, eine Fangart, die ihnen bei keinem Land- vogel gelingen würde. Und sie locken die Seevögel an, indem sie die seltsamen Kehllaute der einzelnen Arten täuschend nachahmen und ihnen dadurch Vertrauen einflößen. Eine große Anzahl unserer Vögel haben Töne in ihrer Kehle, die noch niemals genau bestimmt worden sind. Diese „Sprechtöne" sind ganz verschieden von den Liedern, an denen wir sie er» kennen. Nur wenn man sich in der Nähe ihrer Nester verbirgt und in enger Berührung mit ihnen bleibt, kann man diese Noten hören.
Die meisten Singvögel haben außer den Ton- solgen ihrer Lieder verschiedene weiche Töne, die sie nur hören lassen, wenn sie ganz unter sich sind. Ich habe so manche idyllische Szene beobachtet,
wenn Männchen und Weibchen nebeneinander sitzen und über ihre Jungen plaudern. Zweifellos haben die Nüancierungen dieser Laute ganz bestimmte Bedeutung. Die Krähe hat ihre besondere Sprache, die meines Erachtens nicht viel weniger ausgebildet ist als die irgend eines australischen Urvolkes. Wenn ich mich in der Nähe des Nestes dieses Vogels verbarg, so wurde mir klar, daß das Weibchen sich mit ihrem Männchen sehr gut verständigen kann und ebenso mit den Jungen. Wenn sie mit Nahrung für die Brut heirnkchrt, so läßt sie einen bestimmten Schrei hören, lange bevor sie für Die Kleinen sichtbar wird. Die Jungen haben den Nus vernommen, der ihnen anzeigt, daß sie Futter ve- kommen, denn sie sind außerordentlich aufgeregt. Neben dem Willkommensgruß „Kur Kur" gibt es auch ein heiseres „Krraak Krraak". Die Jungen wissen, daß das „Gefahr" bedeutet, ebenso wie ihnen ein folgendes „Kek Kek" anzeigt, daß „alles in Ord- nung" 'ist. Es gibt noch viele andere Laute, die alle etwas bedeuten, und nachdem ich mehrere Tage in Gesellschaft der Krähen verbracht hatte, war ich imstande, ihre Sprache zu übersetzen. Jeder, der sich die Mühe nimmt, eine Schar von Krähen im Frühjahr zu beobachten, wird bald erkennen, daß Die Vögel sich miteinander unterhalten. Vergleicht man diese gani verschiedenartigen Töne mit einem ^n« tön men Gelärm einer großen Siedlung von eee» touchern, so wird man finden, daß die Seetouch er sich nichts mitteilen, daß sich die Krähen aber sehr Verschiedenartiges zu erzählen haben."
Farbenspiele des Meeres.
Wenn mir Meerwasser in eine vollkommen durchsichtige und farblose Vase gießen, so erscheint es selbst auch völlig klar und farblos. Wenn wir da- gegen am Strande stehen, entzückt uns das Meer
Nach Gottes anbetungswürdigem Ratschluß ist am Feste Mariä Unbefleckte Empfängnis, am 8. Dezember 1938, um 19 Uhr, im Alter von 78 Jahren sanft im Herrn entschlafen der
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Dekan und Pfarrer von Gießen
Die katholische Gemeinde von Gießen beklagt tief den Tod ihres Pfarrers, der den größten Teil Zeines Lebens, nahezu 47 Jahre, ihrer Seelsorge gewidmet hat und der Erbauer ihrer Kirche ist. Bis zur letzten Stunde seinem Berufe lebend, hat er nach einem hochachtbaren Lebenswandel unter uns, versehen mit den hl. Sakramenten unserer Kirche, seine Seele ihrem Schöpfer zurückgegeben.
Die Verwandten betrauern in dem teueren Verstorbenen den unvergeßlichen Bruder und Onkel, der stets mit den Seinen und seiner oberhessischen Heimat aufs innigste verbunden war, und dessen Hinscheiden für sie ein unersetzlicher Verlust ist
Wir empfehlen die Seele des lieben Verstorbenen dem hl. Opfer der Priester und dem Gebete der Gläubigen.
Der Katholische Kirchenvorstand Gießen. Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, Oppershofen, Bad-Nauheim, Bingen, den 9. Dezember 1938.
Die Beisetzungsfeierlichkeiten finden am Montag, dem 12. Dez., in der kath. Kirche zu Gießen statt.
9,30 Uhr ist Chorgebet der Geistlichen.
10 Uhr Ueberführung der Leiche in die Kirche und Requiem, danach Beisetzung in der Gruft der Kirche.
durch seine herrlichen Farbenspiele, besonders durch sein wundervolles Azurblau. Woher kommt dos? Diese Farbenspiele der See werden durch tfiltriß« rung der Sonnenstrahlen durch die zahllosen kleinen Salzkörperchen, die im Wasser schwimmen, heroor- aerufen. Darum strahlt dos Mittelländische Meer, das eine ungewöhnlich große Zahl dieser Sah- körperchen enthält, in der tiefsten Blaue. Auch die Polarmeere haben nach den Schilderungen der Forscher eine glänzende ultramorinbloue tfarbe, ebenso dos Wasser des Atlantischen Ozeans am Aeouator, während der Stille Ozean sich fast dem Indigo nähert. Alle diese vier Meere gleichen sich jedoch Darin, daß in der Nähe der Küste die Farbe sich ändert und grün wird. Wenn das Wasser bewegt ist, wandelt das Grün sich zu einem bräunlichen Ton, bei einem ruhigen Sonnenuntergang leuchtet die Oberfläche in einer ganzen Skala der zartesten Färbungen, Rosa, Topas, Smaragd und Purpur.
Es gibt auch örtlich begrenzte Ursachen, die die Farbe des Seewassers beeinflussen. Ein Grund von weißem Sand ruft eine grünliche oder apfelgrüne Farbe hervor. In d?r Vai von Loango erscheint das Wasser infolge des roten Grundes in einem tiefen Rot. Um die Küsten von Neuseeland gibt es Meeresstellen, an denen zahllose schwimmende rote Tierchen eine Karmoisinfärbuna des Wassers zur Folge haben. An den Küsten Japans ist die See gelb, westlich von den Kanarischen Inseln hat sie ein scharfes Grün. Im Hafen von Lima in Peru ist das Meerwasser olivefarben, während in der Nähe des Kap Palmas und längs des Golfes von Guinea das Schiff oft durch eine See von Milch zu fahren scheint. Alle tropischen Meere nehmen gelegentlich die Farbe von Feuer an; man nennt Die Erscheinung Pphosphoreszenz, und sie wird
durch Tausende von schwimmenden Tierchen oder durch die toten Körper gewisser Fische, die ein intensives Licht ausstrahlen, heroorgerufen. B.
Sportsleute und Lebensalter.
Man hört oft die Behauptung, daß Sportsleute, die ein hartes und Jahre hindurch fortgesetztes Trai- _ ning auf sich nehmen, in der Regel kein hohes Alter erreichen. In einem besonderen Fall ist diese Meinung gründlich widerlegt worden. Es handelt sich um Die studentischen Ruderer von Oxford und Cambridge, die alljährlich im Frühjahr das klassische Bootsrennen ausfechten, für das sich die beiden Parteien einem sehr anstrengenden Training unterwerfen. Man hatte behauptet, daß diese Ruderer fast alle das 50. Lebensjahr nicht erreichten. Eine genauere Nachprüfung, über die in der „Medizinischen Klinik" berichtet wird, hat indessen ergeben, daß 1929 von Den Teilnehmern an den Rennen, von denen viele zwei, drei, vier und mehr Rennen mitgemacht hatten, fünf Achtel bereits das 50. Lebensjahr überschritten hatten, und daß das mittlere Alter ungefähr bei 56 Jahren lag. Von den 155 beobachteten Todesfällen waren 75 auf Unfälle, Kriegsgefangenschaft und Kolonialerkrankungen zurückzuführen. Unter denen, die im Stichjahr 1929 lebten, befanden sich viele ehemalige Ruderer, die sicher weit über 50 Jahre alt zu werden Aussicht hatten; es wurde sogar fest- gestellt, daß ganz unverhältnismäßig viele der ehemaligen Ruderer das 70. Lebensjahr überschritten hatten. Gegenüber der normalen Absterbe-Ordnung in einer Großstadt stehen Die Oxford-CambriDge-Ru- Derer geradezu glänzend da.
11.30 bis 12.30 Uh§ 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschlossen.
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Achtzehnte Ziehung der Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reichs.
Bei dei am 5. Dezember IV88 erfolgten öffentlichen Ziehung dei Auslosungsrechte wurden folgende Nummern gezogen:
3 50 53 138 U 2 146 173 229 305 414 551 657 808 862 889 994 1149 246 243 259 289 345 377 385 447 480 529 536 653 703 766 798 810 838 856 895 983 2000 022 168 186 240
294 407 454 513 549 749 834 852 924 944 949 3001 036 155
180 189 362 560 663 716 729 776 859 898 4095 174 288 306
324 347 382 422 430 443 448 484 508 524 528 822 824 830
885 930 990 5058 132 159 353 464 473 497 502 561 601 666 727 741 824 837 892 937 6042 105 189 199 251 291 363 464
581 608 640 648 760 829 858 876 975 7052 077 170 213 219
240 401 405 475 498 523 565 574 619 738 741 858 859 867
927 8011 041 153 182 304 305 480 533 712 779 842 858 878 980 9089 153 217 223 366 440 509 804 808 900 983
10025 026 197 203 216 242 316 340 352 355 366 437 440 519 583 599 616 657 685 699 808 849 877 965 990 11127 190 236 261 279 319 321 331 341 345 346 489 516 544 548 556 665 683 12079 083 115 200 251 312 387 398 617 696 768 834 942 1 3004 090 097 098 119 217 276 469 481 535
587 626 852 1 4099 203 292 372 498 704 705 745 755 789
819 859 918 999 1 5074 079 092 216 234 273 314 492 562
609 761 856 1 6078 191 260 286 340 350 370 503 655 658
733 842 853 932-978 1 7084 128 280 312 457 475 666 750
762 821 822 833 883 899 909 948 18008 022 218 223 273
277 282 292 347 353 368 398 401 451 516 528 549 553 562
666 688 783 901 982 11)131 242 301 303 325 457 464 562
625 733 772 810 883 897 923 933 984 995
20001 027 097 109 114 122 149 1304 314 322 510 518
527 535 541 542 586 587 729 742 758 763 821 928 949 958
2 1 064 103 211 315 324 332 359 420 468 512 534 613 691
697 791 22077 122 204 283 363 402 529 565 569 578 581
652 677 785 889 923 966 2 3005 050 090 104 264 269 277
351 404 446 490 572 575 617 645 771 899 925 927 965 2 4018 167 204 219 347 364 419 542 551 685 733 735 740 753 794 838 865 959 25177 282 296 527 563 609 668 726 815 885
934 938 2 6031 165 167 172 369 378 422 522 652 680 691
697 698 774 779 878 27047 145 322 363 372 515 570 586
5h6 655 787 885 914 2 8049 052 140 590 618 634 703 779
823 850 978 2 9043 188 336 358 426 515 536 589 633 688
703 718 732 769 778 798 918 931
30054 079 141 247 252 305 367 529 553 616 648 711 784 793 817 828 832 31073 075 112 173 240 409 418 516
522 635 662 681 729 778 812 880 932 3 2006 089 129 207
225 253 335 381 392 395 533 670 685 689 777 809 911 913
926 960 33018 033 195 200 221 244 309 363 399 471 524
542 602 608 631 641. 692 701 764 974 986 34053 100 123
136 234 252 257 556 775 855 929 972 35097 177 209 417
481 561 599 710 729 736 964 3 G046 312 416 467 506 547
577 593 605 652 665 719 814 858 889 971 977 987 37009
032 077 144 209 341 478 548 560 582 612 657 713 796 8&1 38146 151 301 373 374 516 569 643 738 929 957 987 39055 068 162 185 211 358 502 545 648 683 782 854 896 966
40052 071 080 178 285 350 392 400 453 459 465 483
519 529 541 729 903 920 958 41045 104 138 148 196 345
413 577 587 592 697 702 709 731 742 756 811 864 884 978
42104 148 201 212 322 439 528 549 676 680 690 695 804
825 837 892 43015 071 181 183 196 208 328 351 374 431
433 476 584 659 898 926 952 977 44021 030 053 100 114
148 189 242 267 274 290 329 341 520 597 738 751 805 961 976 45040 068 157 257 306 360 469 536 576 708 806 8:35
848 891 927 963 973 46241 353 472 499 545 789 909 996
47126 136 177 201 419 449 470 471 492 494 641 744 905
923 928 48001 018 038 044 070 210 386 455 602 610 624
656 762 774 784 787 825 837 889 932 944 948 49017 035 044 120 129 164 194 340 400 414 480 494 597 611 724 893 936
50100 135 159 161 205 426 586 592 637 648 742 864
996 51156 162 319 365 385 391 462 529 654 804 824 843
52011 044 117 185 258 313 348 481 505 506 528 680 742
775 804 890 909 978 53074 156 486 490 500 534 538 551
618 741 767 793 811 891 54013 041 299 423 537 543 556
645 776 827 856 870 55053 107 198 216 337 432 481 585
612 653 695 775 791 800 855 878 880 979 51)048 088 229 258 295 297 362 385 397 405 412 507 564 659 788 805 5 7121 133 189 211 219 >53 257 272 2$8 334 393 403 468 478 513
573 621 639 655 737 758 785 807 814 878 898 927 580 f4
072 127 152 160 263 301 445 476 522 587 627 786 867 888
927 968 59054 075 16o 214 226 249 325 328 395 435 492
514 609 615 661 684 733 7:38 810 811 878 901 931 955
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70019 024 046 066 145 223 237 260 483 491 495 516 586 602 636 692 718 755 925 959 71014 039 225 255 274 308 361 428 446 615 726 780 832 852 910 924 926 967 999 72015 076 218 336 549 706 821 903 945 963 7 3004 010 016 025 150 163 244 322 327 353 381 391 411 455 460 508 514 548 724 828 866 990 7 4012 095 149 218 260 287 388 449 694 745 820 831 902 945 958 7 5000 091 098 130 137 220 244 322 332 395 561 669 703 850 853 76131 192 196 293 331 419 6:38 723 866 906 909 947 964 990 77115 125 211 219 245 353 407 441 469 506 538 569 572 586 662 695 735 781 834 848 931 78002 067 098 290 424 500 670 721 851 883 941 79082 205 246 280 314 324 370 SSO 386 464 488 505 555 580 605 691 758 791 820 932 947 972
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Die gezogenen Nummern gelten für alle Gruppen jede# WeniUhctinitts. 8ei Jei Einlnsun weiden gezahlt für je 100.— RM. Nennwert der Auslosungsrechte 500,— RM., dazu 4*/»% Zinsen tür 131/« Jahre — 298,125 RM., zusammen 798,125 RM. Der einem Einlieterer auszuzahlende Gesamtbetrag wird auf volle Reichspfennig nach unten abgerundet. Die Zahlung ertolgt gegen Quittung und Rückgabe der Auslosungsscheine und eines gleichen Nennbetrages in *<cnuldVerschreibungen dei Anleiheablösungsschuld les Reichs hei der Reichs<chuldenkasse in Berlin sw 68. Oranienstraße 106/109, oder auch bei allen Reichsbankanstalten mit Ausnahme der Reichshauptbank Berlin Mit dem Ablauf des 31. März 1939 hört die Verzinsung des Linlosungsbetrags aut. Die Einlösungsbeträge tür die gezogenen Auslosungsrechte, die im Reichsschuldbucb eingetragen sind, werden den Gläubigern ohne ihr Zutun überwiesen, so daß Scbuldbucbgläubiger dieserhalb nichts zu veranlassen haben.
n > Sonderdrucke dieser Ziehungsliste sind zo beziehen vom Verlag der Allgemeinen Verlosungstabelle in Grünberg, Schlesien, (Postscheckkonto Breslau 12347) rum Preise (einschließlich Porto) von: I Stück 35 Pfg 2 Stück 65 Pfg., 3 Stück 95 Pfg.» 4 Stück !,Ä RM.. ■> Stück 1,45 RM., 10 Stück 2,70 RM.. 100 Stück 13»- RM. Der Einfachheit halber empfiehlt es sich, der Bestellung den Betrag in Briefmarken beizulegen. Bei größerem Bedari Preise nach Anfrage beim Verlag,
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