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p her J (er in die Luft gesprengt wurden, kam es in den ponbers n- Naßen von Ramallah zwischen der aufs äußerste Oreifi op Ieipörten und gereizten Bevölkerung und arabischen Wiheitskämvfern auf der einen und englischen neben S InPPßn auf der anderen Seite zu schweren

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rungen berichten.

Anhaltende antiitalienische Kundaebunqen in Tunis.

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!puikt vertreten habe, Japan könne die englischen Llrsuche zur Verhinderung einer Neuordnung im me.'nen Osten nicht dulden. Die Blätter schreiben, bif) Japan den Neun - Mächte - Pakt als bürd? die Ereignisse überholt betrachte. Es sei bei Meinung, daß die anderen Mächte die Unver- midlichkeit einer Abänderung anerkennen sollten. Ilie Vereinigten Staaten und die europäischen West, rncchte könnten nicht länger eine Sonderstellung für ihre Staatsangehörigen in China beanspruchen. Die heutigen Besprechungen scheinen noch nicht die Vor- oussetzung für die Erörterung konkreter Fragen er. geben zu haben. Der britische Botschafter soll viel-

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Reue Häuiersprengungen. jmtner schärferes Nnterdrttckungssystcm in Palästina.

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Ein bezeichnendes Licht auf die Unterdrückungs- Mhoden wirft die unglaubliche Rolle, welche die genannteZisterne" in Ramallah zu spielen hr. In diesen verhältnismäßig kleinen und dump- stu Kellergewölben werden seit Wochen 3 0 0

oa 1887 bis 1910 Offizier, unternahm ausgedehnte fciifcu nach Indien, China, Japan und Sibirien, millt seit 1921 als Professor an der Unversität £Q uchen. Haushofer begründete die deutsche Geo- tik als selbständige Wissenschaft und gibt feit 19:4 die Zeitschrift für Geopolitik heraus. .Von sei­le Büchern seien genanntJapan und die Ja- porer",Geopolitik des Pazifischen Ozeans", Äehrgeopolitik",Grenzen" und eine dreibändige spanische Geschichte".

Trippen auf der anderen Seite zu schweren blutigen Kämpfen.

. cJ, riralem wurde ein englisches Militärflugzug von sjQrflF Mbischen Freiheitskämpfern abgeschossen. Das Dorf 4rt,e darauf in der üblichen Weisedurchge- ^fikitu fr' und zahlreiche Einwohner verhaftet.

Ü a r t s , 8. Dez. (DNB.) Die antiitalienischen 5uidgebungen in Tunis,' die am Donnerstogoor- mi.tag mit Umzügen von Gymnasiasten begannen M faschistische Gegendemonstrationen auslösten, gegen die die Polizei vorging, haben auch den Nach­mittag über angehalten. Wie Havas meldet, sollen bisher 16 Personen verhaftet worden Mn, darunter auch der Vorsitzende der italienischen Eizeitorganisation Dopolaooro von Tunis, der chmals Vorsitzender der italienischen Kriegsteilneh- mcr war, sowie ein Mitglied des Personals des iialienischen Generalkonsulats.Zur Aufrechterhal- Iwtg der Ruhe und Ordnung" sind bedeutende P o - lizeikräfte eingesetzt worden, außerdem werden rrch drei Abteilungen der Mobilen Garde von Con- siokitine nach Tunis verlegt. Andere Abteilungen der Mobilen Garde werden unverzüglich von Frankreich aus nach Tunis geschickt.

Drei Wochen »Burgfrieden" in Belgien.

Brüssel, 8. Dez. (DNB.) Ministerpräsident Cfaak beabsichtigt, bis zum Jahresende einen Burgfrieden" mit den Regierungs- Parteien abzuschließen, um inzwischen eine einigende Formel für das Fort- bestehen der Drei- Parteien - Regie­rung zu finden. Die sozialdemokratische Ä'rrteileitung teilte nach einer Sitzung mit den Ge- s-rkschastssekretären mit, daß in der gegenwärtigen Loge eine Demission der sozialdemokratischen Mnister nicht erwünscht sei. Die Ablehnung be» Regierungsbeschlusses, diplomatische Beziehungen

Burgos aufzunehmen, werde jedoch aufrecht- kalten. Der rechte Flügel der katholischen drrtei teilte mit, daß er die ^Regierung weiter­

er das fiert, die berl lipunoen t Kiel Derlei

C iU'? ^usländerrechte in China.

] Cotio, 9. Dez. (Europapreß.) Außenminister Arita empfing nacheinander den amerikanischen IBltschafter Crew und den englischen Botschafter 6ir Robert Craigie zu Besprechungen über die Frage der Ausländerrechte in China, verlautet, daß der Außenminister den Stand-

inhr zu verstehen gegeben haben, daß England jene Interessen in Ostasien nicht preiszugeben beab- fK)tige. Zunächst sollen beide Botschafter ihren

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ierschisf,K gen Teschs ; ' und an b;: \' -eiber ber r b Hefen Cchis-^ ' ablegte do-' ,

bi^ 4 0 0 verhaftete Araber über Nacht gepfercht, um tagsüber zu Fron dien st en h^ngezogen zu werden.Durch die jeder Spur von Miene völlig hohnsprechenden Verhältnisse dieses ßotfyes Schlafgelegenheiten sowie Latrinen sind - übirhauvt nicht vorhanden ist es zu schweren ges u n o h e i tli ch e n S'ch äden bei den Derhaf-

Wdn gekommen.

u Die englische Mllitärbehörde hat Anweisung gc- aehm, von nun an in jedemdurchsuchten" Dorf dii zur Hälfte der männlichen Bevölkerung aefan- «ü zu setzen und zu Frondiensten heranzuziehen. Trotzdem wird der Widerstand der Araber täglich starker. Nachdem die seit Monaten still liegende Eisenbahn st recke von Jerusalem nach Lidda in den letzten Wochen in mühseliger Arbeit wider instandgesetzt worden war und der Verkehr air dieser Strecke wieder ausgenommen werden solle, zerstörten arabische Freiheits- (impfet den Schienenweg wiede r u m Billig. Bei dem Dorf Soba westlich von Je-

Kairo, 8. Dez. (DNB.) Trotz des von der e'ng- (ipen Militärbehörde verhängten Verbotes, über ^Hen r (yuilerjprengungen zu berichten und trotz der rigo- ' rc- ^handhabten allgemeinen Zensur, dringen aus sßjöffina Meldungen durch, die bestätigen, daß die Massensprengungen arabischer Häu. [e* einen immer größeren Umfang annehmen. Die arische Bevölkerung läßt diese Zerstörungen jedoch nicht ohne Gegenwehr. Als im Bezirk Ra- nic-lah von den Engländern wieder zahlreiche Häu-

Der pariser Skoblin Prozeß.

Cigenartige Rolle des ehemaligen sozialistischen Innenministers.

L. ?. P a r i s, 8. Dezember.

Am dritten Tag des Projesses gegendie Ple- w i tz k a j a geißelte der Rechtsvertreter der Fami­lie des entführten Generals Miller die Hilfe­leistung, die den Entführern durch gewisse lintsae- richtete Kreise in Frankreich gewährt worden sei. Als es nach der Entführung feftgestanden habe, daß der weißrussische General sich tot oder lebendig auf dem sowjetrussischen Frachtdamp­fe rM arta Uljanow a" befand, hätte Leon Blum den Sowjetbotschastrr zu sich gebeten, um ihm den dringenden Rat zu geben, den Dampfer von der Moskauer ReaieriMa durch Funkspruch nach Le Havre zurückoeordern zu lassen, um die geheimnisvollen Vorgänge, in deren Mittelpunkt der Botschafter stand, durch die französische Krimi­nalpolizei aufklären zu lassen. Der damalige Innen­minister Marx D o r m o y habe, um die Zurückbe­rufung des Dampfers zu verhindern, dem Minifterprästdenten eine Reihe falscher An­gaben gemacht, durch die Blum, veranlaßt wor­den sei, von seiner Forderung an den sowjetrussi- ichen Botschafter A b st a n d zu nehmen. Dormoy, der als Zeuge geladen, aber bisher nicht e r - schienen ist, wurde unter der Drohung erneut geladen, man werde bei erneutem Nichterscheinen die gegen säumige Zeugen üblichen Strafmaßnah­men ergreifen. Bei der Zustellung des neuen Vor- ladungsbefehls stellte sich jedoch heraus, daß der Pariser Aufenthaltsort Dormoys unbekannt ist.

Der weitere Verhandlungsverlauf galt der Ver­nehmung des Generals K u f f o r g s k i, des ehe­maligen Generalsekretärs des weißrussischen Front­kämpferverbandes. Das Gericht machte Kussorgski schwere Vorwürfe. Er habe den Brief, den General Miller zurückgelassen hatte, und in dem er Mitteilung von einer bevorstehenden geheimen Unterredung mit General Skoblin machte, erst am Abend des Tages der Entführung geöffnet, als Miller bereits seit den Mittagsstunden verschwunden war. Weiter wurde ihm vorgehalten, er Hobe dann Skoblin entwischen lassen, dem er ge­meinsam mit dem Admiral Kodow und dem Ober­sten Massilew den von Miller hinterlassenen Brief gezeigt habe. Die Offiziere, die um Rechenschaft zu fordern, zu Skoblin gekommen waren, haben sich von diesem auf eine sehr einfache Weise hinein-.

legen lassen. Skoblin hatte gebeten, einmal aus­treten zu dürfen, kehrte dann aber nicht mehr zu­rück.

Rechtsanwalt Ribet verlas sodann eine Reihe von Schriftstücken, die bei der Angeklagten Frau Skoblin bei ihrer Verhaftung beschlagnahmt wur­den. Es handelt sich um B r i e f e v o n i n Frank­reich lebenden Russen, meist Leuten, die stark im Verdacht stehen, G e d e i m a g e n t e n her G^P U. und Spione zu sein. Wie Rechts­anwalt Ribet feststellte, hatte die GPU. schon vor 1936 in Frankreich einen ehemaligen sowjetrussischen politischen Kommissar in die Kraftwagenfahrerge­werkschaft des damals noch bestehenden kommuni­stischen Gewerkschaftsoerbandes CGTU. eingesetzt. In den Renault- und Citroenwerken waren Stoß­truppabteilungen gebildet worden.

Schiffsmakler Olivier aus Le Havre erklärte, daß der sowjetrussische FrachtdampferMaria Uljanowa" sich vom 19. bis 23. September im Hafen befunden habe. Er habe den Kraftwagen um 16.15 Uhr auf dem Kai längs des Schiffes gesehen, als er von Bord ging. Während seiner Unterhaltung mit dem Kapitän sei ihm ausgefallen, daß ein Mann ol?ne anzuklopfen in die Kabine gekommen sei und daß der Kapitän sofort mit dem Mann hinausgegangen sei. Der Kapitän hatte den Makler schon vormittags davon unterrichtet, daß er einen Funkspruch aus Leningrad mit dem Befehl erhalten hätte, sich für ein sofortiges Auslaufen bereit zu halten, um unterwegs Fahrgäste aufzu- nehmen (!). Die Zollwächter sagen aus, daß der Lastkraftwagen aus Paris die ZeichenC. D." gehabt hätte. Da also der Wagen dem Diplo­ma tischen Korps angehörte, hätte er nicht vom Zoll untersucht werden können. Gleich nach der Ankunft des Kraftwagens auf dem Hafenkai sei dann von vier Mann der Besatzung" des Sowjetdampfers eine schwere Kiste auf das Schiff befördert worden.

Die Frau des Zeitungshändlers Krioochieff be-f tätigt ihre früheren Aussagen, wonach General Skvblin auf seiner Flucht in der Nacht um 2.45 Uhr zu ihr gekommen sei, um sich Geld zu borgen. Skoblin habe sehr bleich ausgesehen und sei sehr aufgeregt gewesen und habe erklärt, seine Brief­tasche verloren zu haben. Nachdem er 200 Franken erhalten hatte, sei er fortgegangen.

h i n unterstützen werde, daß ein Nachgeben in der Burgos-Frage aber nicht möglich fei. Es gehe nicht an, daß die Regierung sich dem Diktat der Marxisten unterstelle.

Oie Beisetzung der Königin Maud.

Oslo, 8. Dez. (DNB.) Heute mittag sand in Anwesenheit von 1600 Trauergästen die Trauer- feier für die am 20. v. Mts. verstorbene Königin Maud in der Kathedrale von Oslo statt. Unzählige Kränze, unter ihnen der des Führers und Reichskanzlers mit der Schleife in den Farben des Reiches und eingesticktem Hakenkreuz, der Kranz der R e i ch s r e g i e r u n g, der deut­schen Wehrmacht sowie ein Kranz der Deut­schen in Norwegen, umsäumten den Sarg. Nachdem der Präsident und die Mitalieder des Storthing, die Regierung und weitere offizielle Per­sönlichkeiten von Land und Stadt und das Diplo­matische Korps Platz genommen hatten, betrat König Haakon mit der königlichen Familie unter den feierlichen Klängen des Requiems von Gounod die Kirche. Die Trauerpredigt hielt der Bischof von Oslo. Nach der kirchlichen Feier wurde der Sarg durch ein Spalier des Garde-Bataillons sowie anderer Truppenteile und einer dichten Volks­menge zur Schloßkirche geführt, wo die Bei- setzung der Königin im Beisein der nächsten An­gehörigen erfolgte.

Kleine politische Nachrichten.

Am 1. Dezember 1938 betrug die Zahl d e r Rundfunkempfangsanlagen im alten Reichsgebiet 10 379 348 gegenüber 10 098 188 am 1. November. Im November sind mithin 281160 Rundfunkteilnehmer (2,8 v. H.) hinzugekommen. Die Zahl der Rundsuntgebührenbefreiungen im Altreich betrug am 1. Dezember 663 450.

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Korpsintendant Marcard, Chef der Wehrkreis- verwaltuna IX. AK., ist zum Gruppeninten­danten beim Heeresgruppenkommando VI ernannt worden.

Der italienische Korporations- und Wirtschafts­minister L a n t i n t wurde in Begleitung des Reichs- organisationsleiters Dr. Ley vom Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, empfangen. Vorher hatte Minister Santini dem Amt für Berufs- erziehung und Betriebsführung einen Besuch ab­gestattet und war von Reichsminister Dr. Goeb­bels empfangen worden.

X *

Gegen den Devisenschieber Sacerdoti, der jüdischer Abstammung ist, und seine Genossen wur­den vom Devisenkömmissar Minister Guarnieri Geldstrafen von insgesamt 2 125 725 Lire verhängt. Sacerdoti, das Ehepaar Godi di Godio und Gio- vanna Orta kamen in Sicherheitsverwah- rung. Drei Angeklagte, denen eine Schuld nicht nachgewiesen werden konnte, gehen frei aus.

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Königinmutter Maria von Jugoslawien traf zu einem mehrtägigen Aufenthalt in London ein. Sie wird, wie die fett drei Wochen in London wei­lende Gattin des Prinzregenten, Prinzessin Olga, im Buckingham-Palast Wohnung nehmen.

Aus aller Wett.

Straßenwetterdienst der Generalinspektion.

Berlin, 8. Dez. (DNB.) Reichsautobahnen: Im allgemeinen schnee- und eisfrei; bis auf ge­ringe Glatteisstellen auf der Strecke München Salzburg bei Siegsdorf und München Nürnberg, die jedoch gestreut sind, sind sämtliche Autostraßen ohne Behinderung befahrbar.

Allgemeines Straßennetz: Im Flachlande schnee- und eisfrei, nur in den höheren Lagen von Kärn­ten, Tirol, Vorarlberg, Steiermark sowie teilweise auch in den Sudeten Schneeglätte, Glatteis. Straßen werden geräumt und gestreut. Für diese Gebiete sind Schneeketten erforderlich. Großglockner- Hochalpenstraße zwischen Ferleiten, Hochtor und Heiligenblut: Verkehr bis auf weiteres unmöglich. Leiblpaß-Straße von Unter-Leibl bis Leibl-Paß: Schneedecke über 15 Zentimeter, Verkehr stellen­weise behindert. Sonst Verkehr überall unbehindert.

Zwei Kindesmörderinnen hingerichtet.

Danzig, 8. Dez. (DNB.) Die 1916 geborene Frau Gertrud Jung aus Danzig und die 1910 geborene Frau Marta Szyalowski aus Tann­see, Kreis Groß-Werder, sind h i n g e r i ch t e t wor­den. Frau Jung war durch Urteil der Jugend­schutzkammer des Landgerichts in Danzig wegen M o r d e s zum Tode -verurteilt worden, weil sie ^ihr fünfjähriges Stiefkind Inge Jung durch fortgesetzte Mißhandlungen und Nahrungsen'tziehung zum Tode gequält hat. Frau Szyglowski war durch Urteil der Jugendschutzkammer des Landgerichts in Dan- zig wegen Mordes zum Tode verurteilt worden, weil sie ihr vierjähriges Stiefkind Renate Szyglowski erwürgt hat. Frau Szyglowski mar außerdem wegen versuchten Mordes an ihren beiden anderen Brief» kindern zu einer Zuchthausstrafe von insgesamt 15 Jahren verurteilt worden.

Gattenmörder hingerichtet.

Berlin, 8. Dez. (DNB.) Am 8. Dezember ist der 1908 geborene Wilhelm Bruckermann aus So- lingen-Wald hin gerichtet worden, der vom Schwurgericht in Wuppertal wegen Mordes und Mordversuchs zum Tode, zu 15 Jahren Zuchthaus und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte verurteilt worden ist. Bruckermann hat am 5. März 1938 seine Ehefrau ermordet, weil er seine Geliebte heiraten wollte. Wenige Tage vorher hat er versucht, seinen drei Jahre alten Sohn zu er­morden, indem er das Bett, in dem das Kind schlief, in Brand setzte.

Jüdischer Devisenschieber in Italien verurteilt.

Die Devisenschmuggelaffäre des Ju­den Sacerdoti und seiner Mitschuldigen hat jetzt ihre Sühne gefunden. Der Jude hatte vor einigen Monaten versucht, durch Mittelsleute Millionenbe­träge über die italienische Grenze nach Frankreich schmuggeln zu lassen, was in Italien größtes Auf­sehen und Helle Empörung ausgelöst hatte. Sacer­doti, der jüdischer Rechtsanwalt ist, die ehemalige Zirkusreiterin Kay, deren Gatte Godi di Godio, und ein nach Paris geflüchteter Helfershelfer wur­den nunmehr durch Erlaß des Deoisenbewirtschaf- tungsministers Guernio in eine Geldstrafe von 2 125 0 0 0 Lire genommen. Auf diese Strafe werden eine Million Lire angerechnet, die seiner­zeit bei der Zirkusreiterin beschlagnahmt werden konnten, als sie sie im Luxuszug über die italienische Grenze schmuggeln wollte. Außerdem hat der

Minister bei den zuständigen Stellen für die vier Devisenschmuggler die Verschickung vorge* schlagen.

verbrecherischer jüdischer Arzk von der italienischen Polizei verhaftet.

Die italienische Polizei hat in Monfalcone den jüdischen Arzt Dr. Heinrich Mannheimer verhaf­tet, der bet der Bezirkskrankenhasse und als Ver­trauensarzt in einer Werft beschäftigt war. Mann­heimer wird beschuldigt, Abtreibungen vorge­nommen zu haben. Nach dem Verhör wurde er in das Bezirksgefängnis cingeliejert.

Italienisches Seminar in Kassel.

In Kassel wurde im Rahmen des deutsch-italieni- |chen Kulturabkommens das italienische Se­minar eröffnet. In Vertreteung des Oberbürger­meisters übermittelte Dr. Schaumburg die Grüße und Glückwünsche der Stadt Kassel. Er be­tonte, daß die Durchführung eines Seminars in diesem Rahmen erstmalig im Reiche in Kassel ge­schehen und als vorbildlich anzusprechen sei. Der Gauführer des NS.-Rechtswahrerbundes, Gau­rechtsamtsleiter Mesferfchmidt, führte u. a. aus, daß der Gau Kurhessen in der deutsch-italieni­schen Vereinigung immer an der Spitze gewesen sei. Darum sei es auch Kassel bestimmt gewesen, als erste deutsche Stadt ein italienisches Seminar eröff­nen zu dürfen.

Ein neues Darmstädler Volkssiück.

Die Hessische Spielgemeinschaft, die sich große Verdienste um die Pflege, bodenständiger Volks­und Heimatftücke erworben hat, hat jetzt ein neues Darmstädter Volks- und Mundart- st ü ck aus der Taufe gehoben. Es istDie Stuhlrevolution" betitelt und von Karl Heinrich H a u m d a ch, einem fern der Heimat woh­nenden Darmstädter, verfaßt. Die Handlung geht auf einen geschichtlichen Vorgang aus den neunziger Jahren des 18. Jahrhunderts zurück und zeigt, wie sich die Darmstädter Schreinerzunft dagegen wehrte, daß höhere Beamte Stühle auswärts machen ließen. Das neue Volksstück errang bei feiner Uraufführung im Kleinen Haus des Hessischen Landestheaters einen beachtlichen Erfolg.

Flugzeugunglück fordert zehn Todesopfer.

Ein Flugzeugunglück, das sich auf der Höhe von Naha (auf den zwischen Formosa und Fukuoka gelegenen Lootschoo-Jnseln) ereignete, hat nach den letzten in Tokio eingetroffenen Meldungen Zehn Todesopfer gefordert. Wie es heißt, ge­lang es einem japanischen Dampfer, zwei Passagiere aus den Fluten zu retten. Der Flugzeugfübrer konnte vorläufig nicht aufgefunden werden. Das Flugzeug war eine 14sitzige, zweimotorige Ganz- metall-Douglas-Maschine, die wegen eines Motor­schadens zu einer Notlandung gezwungen war.

Schwerer Taifun über den Philippinen.

Ein verheerender Taifun suchte auf der zu den Philippinen gehörenden Insel Luzon mehrere Provinzen südöstlich von Manila heim. Die Zahl der Toten, die bisher ermittelt wurden, beträgt 19. Tausende sind obdachlos, weite Gebiete wurden überschwemmt. Insgesamt wurden 15 Pro­vinzen der Mittelphilippinen betroffen, darunter am schwersten die Provinzen Sorsogen, Albay und Camarinessur. Die Berichte sprechen von bedeuten­den Sachschäden. Ein großer Teil der Ernte wurde vernichtet. In Manila verspürte man nur die Aus­läufer des Taifuns.

Eisenbahnunglück bei Lüttich.

Ein Eisenbahnunglück ereignete sich bet Lüttich. Ein Personenzua fuhr mit großer Geschwin­digkeit auf einen fahrbaren Kran. Dabei wurde ein vollbesetzter Eisenbahnwagen fast völlig zer­trümmert. Durch die Glas- und Holzsplitter und durch die aus der beschädigten Lokomotive aus­strömenden Dämpfe erlitten 27 Fahrgäste Brand, und Schnittwunden. Mehrere Personen mußten in schwerverletztem Zustande m ärztliche Obhut gebracht werden.

Weiierbprickt

Das Eingreifen neuer Tiefdruckstörungen hat uns wieder Wetterverschlechterung und verbreiteten Re­gen gebracht. Bei Irland ist ein neuer kräftiger Atlantikwirbel angenommen, der bereits im Laufs des Samstags feinen Einfluß auf unser Wetter nehmen wird. Das Wetter bleibt also auch weiter­hin unbeständig, wenn auch vorübergehend mit Aus« Weiterung gerechnet werden kann.

Vorhersage für Samstag: Nach an­fänglicher Aufheiterung wieder zur Unbeständigkeit und zu Niederschlägen neigend, auffrischende Winde aus südlichen Richtungen, tagsüber mild.

Lufttemperaturen am 8. Dezember: mittags 2,5 Grad Celsius, abends 2,9 Grad; am 9. Dezember: morgens 2,1 Grad. Maximum 3 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Dezember: abends 3,3 Grad; am 9. De­zember: morgens 3,2 Grad. Niederschläge 0,4 mm.

Dinlersporknachrichlen.

Rhön. Wasserkuppe: Heiter,3 Grad, Gesamt- schneehöhe 10 cm , verharscht, Schi und Rodel in den Wali-schneisen sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Regen, + 2 Grad, Gesamtschneehöhe 20 cm.

Alpen. Oberstdorf: Wolkig,4 Grad, Gesamt­schneehöhe 5 cm, Pulverschnee, tod)i und Rodel stel­lenweise. Predigtstuhl: Wolkig, 4 Grad, Ge­samtschneehöhe 34 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel mäßig.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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