teidigungsfahia gemacht werden soll. Außerdem besitzt das Schiff noch zehn 10,5 » Zentimeter « Flaks, 22 3,7 • Zentimeter • Flaks und Maschinengewehre, während die Bewaffnung der amerikanischen Flugzeugträger nur aus zwölf 12,7 - Zentimeter - Flaks besteht. Der deutsche Flugzeugträger, der für 40 Flugzeuge einaerichtel ist, erreicht eine Geschwindig- keit von 32 Knoten während der schnellste Flugzeugträger, der amerikanische „Porktown" 34 Kno- ren erreicht.
Auch der deutsche Flugzeugträger dürfte ein Vertreter des „I n s e II y p s" sein, ba$ heißt: olle Aufbauten des Schilfes, wie Schornstein. Brücke, Mast, Feuerleitanlagen und Artillerie, liegen in einer „3nsel" auf der Steuerbordseite des Schiffes und geben diesem das mit einem Schiff scheinbar nichts mehr zu tun habende seltsame Aussehen, das wir immer m Wochenschauen etwa bewundern konnten, wenn die amerikanischen und englischen Flugzeugträger im Bild erschienen.
Segensreiches Wirken der RGV im (SuMenlanfr
Bereits für 40 Millionen Reichsmark Hilfsmittel ausgegeben.
R e i ch e n b e r g, 9. Dez. (DNB. Funkspruch.) Auf einer Arbeitstagung der Hauptstelle Wohlfabrts- pflege im Kurshaus Bad Liebwerda bei Reichenberg wurde berichtet, daß die NSV. i m G a u Sude t e n l a n d neben der ersten umsassenden wirtschaftlichen Hilfe für die bedürftigen Volksgenossen bereits Nahrungsmittel, Kleidungsstücke und Winter feuerung im Werte von 40 Millionen Mark ausgegeben hat. Nachdem die erste Not gelindert ist, gilt es, die eigentlichen Ausgaben der NSV. als Träger einer völkischen Wohlfahrtspflege zu gestalten. U. a. richtet die NSV im Gau Sudetenland zur Zeit überlOOOHilfs- stellen „Mutter und Kind" ein und übernimmt die Führung von zusammen 6 0 0 Kinder- tagesstätten. 75 000 Kinder werden bis zum Monat Januar in Erholungsheime und Ferienfreistätten ins Altreich geschickt werden. Daneben werden Hilfsmaßnahmen für die Betreuung derKleinkinder u n b Säuglinge vorbereitet. Für die Kinderzahnpflege werden demnächst 20 motorisierte Zahnstationen eingesetzt werden. Für die Durchführung der weiteren Ausgaben werden über 1 00 F ü r'- forgerinnen und über 60 NS. - Ge - meindeschwestern sowie weitere zahlreiche fachliche Mitarbeiter hauptamtlich eingesetzt. Daneben werden viele Tausende ehrenamtliche Helfer und Helferinnen an der Gestaltung einer völkischen Wohlfahrtspflege Mitarbeiten. Besonders gilt d^es für den Einsatz der NS.-Frauenschaft, die bereits in den letzten Jahren wertvolle Vorbeiten in der sozialen Arbeit geleistet hat.
Abbruch der Gvortbeziehunqen zu Holland
Berlin, 8. Dez. (DNB.) Der R e i ch s s p o r t - führer hat bis auf weiteres den Abbruch der sportlichen Beziehungen zu Holland verfügt. Diep? Verfügung ist zurückzuführen auf das Verbot, das der Bürgermeister von Rotterdam, Oud, gegen die Durchführung des Fußball - Länderspiel -'s Deutschland — Holland, das am 11. Dezember 1938 stattfinden sollte, ausgesprochen hat. Sie bezieht sich auf sämtliche Sportarten und auch auf die schon verabredeten Begegnungen
Wenn auf eine scheinbare Einzelmaßnahme einer kommunalen Stelle in Holland eine so umfassende Gegenmaßnahme erfolgt, so liegt der Grund nicht in einer Ueberschätzung des Verbotes des Bürgermeisters von Rotterdam, sondern in der Tatsache, daß hinter dem Bürgermeister Oud die Tendenz maßgebender Kreise steht, das Gebiet des Sportes, das sonst von den Völkern als Brücke der Nationen respektiert wird, in einseitige politische Auseinandersetzungen hin-- einzu ziehen. Wenn deshalb der Bürgermeister van Rotterdam sich zum Werkzeug der Interessenpolitik macht, so muh der Reichssportführer als V"r- treter der Interessen auch der internationalen Sportbeziehungen eindeutig den Trennungsstrich zu einem Lande ziehen, in dem eine derartige einseitige Maß nähme möglich ist. Auch wenn die oben gekennzeichneten Kreise sich hinter die Person des Bürgermeisters von Rotterdam zurückziehen sollten — es bleibt dann den Vertretern einer fairen Sportouffassung in Holland überlassen, dafür zu sorgen, daß derartige Maßnahmen auch in Holland i n Zukunft unmöglich gemacht werden.
Die Lage in Rumänien.
Der frühere Ministerpräsident Manin gegen die Terror-Methoden der Regierung.
B u d a p e st, 8. Dez. (Europapreh.) „Pesti Hir- lap" veröffentlicht eine Unterredung seines nach Rumänien entsandten Berichterstatters mit dem früheren Ministerpräsidenten Julius M a n i u , der das gegenwärtige Regime verurteilt und darauf bin- weift, daß Die gesamte rumänische Oeffentlichkeit mit Ausnahme dersenigen, die unmittelbar daran interessiert seien, dem gegenwärtigen Regierungssystem feindlich gegenüberstehe. Das werde am besten durch die Drti'ache bewiesen, daß die Regierung ihre Z i, f l u ch t zu f e r r o r i ft i f d) e n Mitteln "chmen miHe, obwohl der ganze ft a a t l' che Apparat in ihren Händen sei Darauf fei es auch zurückzusühren, daß staatliche Organe den bekannten Massenmord verübt hätten Er, Mamu, fei ein politischer Gegner der Eisernen Garde Das könne ihn aber nicht daran hindern, auf das entschiedenste gegen das ungesetzliche und empörende Vorgehen gegen den Führer und ein- Seine Mitgliedes dieser Partei zu protestieren. — „Uj Magnarsag" schreibt Codreanu habe sein Martyrium vorausgefühlt und vorqusaesagt. Seine Bewegung werde hierdurch zu einer lebendigen Kraft und zu einem fanatischen Heer von Gläubigen gemacht werden.
Hütftrüf des
Memelqouverneur« Tobelis.
Somno. 8. D-z. (DNB.» Der Rücktntt des Memelgouverneurs Tubelis wird amtlich be- stätigt. Gleichzeitig ist der langjährige stellvertre. tende Gouverneur, Erster Gouoernementsrat Dr. S a k a l a u s k a s, zurückgetreten. Zum neuen Gouverneur ist der bekannte Memellitauer Victor Gailius ausersehen, der jetzt Mitglied des Hauptausschusses der Landtagswahlen ist. Gailius ist bereits in den früheren Jahren einmal stellver- tretender Gouverneur gewesen.
Der GM-Lhef Jeschow gestürzt.
Ein besonderer Günstling Stalins wird sein Nachfolger.
Moskau 8. Dez. (DNB.) Nach einer kurzen Notiz, die in sämtlichen Blättern an versteckter Stelle erscheint, ist der bisherige Volkskommissar für Inneres (GPU), Jeschow, „auf eigenen Wunsch" aus seinem Amte ausgeschieden und soll in Zukunft nur noch das ihm gleichfalls unterstehende, politisch jedoch unbedeutende Volkskommissariat für Wassertransport beibehalten. Als neuer Innenkommis - f er ist der frühere georgische Parteigewaltige Lawrentls Berija ernannt worden.
Der Abtritt Jeschows schien schon seit geraumer Zeit bevorzustehen, seit Ende August der jetzige Innenkommissar Berija seinen Einzug in der Lubljanka gehalten hatte. Dann begann es um Jeschow mehr und mehr still zu werden, während verlautete, daß sein Gesundheitszustand sich verschlimmert habe. Nun dürfte der schwindelnden Karriere Jeschows ein jähes Ende gesetzt sein. Der heute 43jährige hatte erst vor wenig mehr als zwei Jahren nach raschem Aufstieg im zentralen Parteiapparat die Nachfolge des später erschossenen Ja? g o d a übernommen. Diese zwei Jahre seiner Herrschaft in der GPU. sind durch die u m f a s s e n d st e „Säuberung" aller Organe des Staatsund Parteilebens gekennzeichnet, die die Geschichte der Sowjetunion' bisher gekannt hat. Die Amtszeit Jeschows im Innenkommissariat stellt eine Periode bar, die durch ihre unzähligen Verhaftungen und Erschießungen, durch ihre Schauprozesse, durch ihre Terror- und Zwangsmaßnahmen selbst in der Geschichte des Bolschewismus einzig dasteht.
Die Ursache für Jeschows Rücktritt dürfte wohl darin zu sehen sein, daß die von der GPU. und
unter seiner Leitung angewandten Methoden keineswegs zu den Ergebnissen geführt haben, die sich Jeschows Auftraggeber davon erhofften. Durch die Terrormaßnahmen hat sich dos bolschewistische Regime — gerade in den Reihen seiner früheren Anhänger — zweifellos neue Feinde geschaffen, während die erstrebte Stabilisierung der inneren Lage nicht eintrat.
Der neue GPU.-Kommissar Berija ist ein georgischer Landsmann und besonderer Günstling Stalins, hat sich als Diktator Moskaus in Tiflis durch die gründliche Durchführung der „Säuberung" in den kaukasischen Gebieten schon einen besonderen Ruf geschaffen. Berija, der kaum über 40 Jahre alt ist, gilt in Parteikreisen als besonders gewandt, skrupellos unb fanatisch. Durch eine Schrift zur Geschichte der revolutionären Bewegung im Kaukasus, bie zur Glorifizierung ber dortigen Tätigkeit Stalins in den Jahren vor der bolschewistischen Revolution dienen sollte, fall sich Berija die Gunst Stalins erworben haben. In der Tat kann der Kreml bei der augenblicklichen Lage der Machtverhältnisse im Sowjetstaat nur einem Mann seines besonderen Vertrauens das wichtigste Exekutivinstrument feiner Herrschaft, die GPU., an- vertrauen. Es heißt, daß Berija, der eine große Anzahl von Georgiern aus feiner Tifliser Umgebung nach Moskau mitgebracht haben soll, bereits in der GPU. selbst eine Reihe von Aemtern neu besetzt hat und deren bisherige Inhaber verschwinden ließ. Daß der neue Mann vor ähnlichen Aufgaben steht, wie Jeschow, und baß keine prinzipielle Aenderung der GPU.-Methoden zu erwarten ist, geht schon daraus hervor, daß in der
gesamten Presse immer wieder betont wird, die „Säuberung" und die „Vernichtung ber Volksfeinde" sei eine ständige Aufgabe, die an Wichtigkeit alle anderen überrage.
pariser Gerüchte.
Woroschilow
soll bei Ltalin interveniert haben.
Paris, 9. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Agen. tur Fournier meldet, daß man trotz ber an den höchsten sowjetischen Stellen bewahrten Diskretion aus guter Qulle f o l g e n b e (3 r ü n b e für bie Absetzung Jeschows erfahren Hobe: Eine Intervention Woroschilows bei Stalin gegen bie massenweisen Verhaftungen von Offiziere), der roten Armee, ber Marine unb der Luftwaffe. Zahlreiche Proteste gegen bie massenhaften Verhaftungen innerhalb ber Partei unb ber Komintern. Die Haltung ber GPU. gegenüber Marschall Blücher, der von Jeschow beschuldigt wurde, an der Spitze einer Verschwörung gegen Stalin gestanden zu haben. (Eine Einmischung Jeschows in bie Außenpolitik. Eine Klage mehrerer sowjetrussischer Diplomaten gegen bie Ueberwachung ber Botschaften und ber Konsulate burd) die GPU. Man sprech besonders von einem Schritt des Botschafters Lugane-Orefki gegen den seiner Botschaft beigeordneten GPU.-Vertreter, ber zwei Beamte zum Selbstmord getrieben habe. Schließlich bie Kampagne Jeschows gegen Molotow, Woroschilow, Kalinin, Litwinow unb den Volkskommissar für das Postwesen Bergmann, ber 20 Jahre hinburch zusammen mit Jeschow eine große Rolle in ber GPU. gespielt habe. Bergmann sei es im übrigen, gewesen, ber Jagoba Jeschow ausgeliefert habe. Marschall Blücher unb anbere Generäle mürben jetzt wahrscheinlich amnestiert unb rehabilitiert werben.
Der erste deutsche Flugzeugträger.
Der Gtapellauf in Kiel in Anwesenheit des Führers.
Des Führers Ankunft.
Stürmische Begrüßung in Kiel unb aus der Werst.
Kiel, 8. Dez. (DNB.) Auf bem Gelände ber Deutschen Werke sind bie letzten Vorbereitungen für den Stapel lauf b e 5 e r st e n deutschen Flugzeugträgers getroffen. Zu bei» ben Seiten bes Neubaues, beffen hoch aufragenber Bug mit ber Reichsflagge unb Girlanden geschmückt ist, haben Aborbnungen ber Kriegsmarine, ber Luftwaffe und ber Parteiglieberungen Aufstellung genommen. Neben zahlreichen Ehrengästen haben ich viele Zehntausende von Volksgenossen eingefunden Besonders zahlreich ist die Gefolgschaft der Bauwerft erschienen. Vor dem Bug des neuen Flugzeugträgers ragt bie Taufkanzel empor, an deren Fuß je eine Ehrenkompanie ber Kriegsmarine unb ber Luftwaffe mit Musikkorps und Spielmannszug Aufstellung genommen haben.
Kurz nach ber Ankunft des Reichsluftfahrt- mmifters, Generalfelbmarschall Göring, fährt ber Sonderzug des Führers unb Reichskanzlers in den festlich geschmückten Kieler Bahnhof ein. Unbeschreiblicher Jubel schlägt dem Führer entgegen, als er mit seiner Begleitung im Bahnhofs- poital erscheint. Unter den Klängen des Präsentier- morsches schreitet der Führer mit Generalfeldmar- chall Göring und Generaladmiral Raeber die Front ber Ehrenkompanie ber 3. Marine-Unteroffizier- Lehradteilung Plön a*b unb begibt sich bann a n Bord ber Stationsjacht ,,N i x e", um bie Fahrt nach der Bauwerft anzfttreten.
Beim Betreten bes Werftgeländes wird der Führer vom Betriebsführer ber Deutschen Werke, Ge- ncralbireftor Middenborff, willkommen geheißen. Der Kommandant der Befestigung der westlichen Ostsee, Konteradmiral M «' w i s , erstattet Meldung. Unb nun schreitet ber Führer unter den Klängen bes Präsentiermarsches und der National- bnmnen die Front der Ehrenabordnungen der Kriegsmarine unb ber Luftwaffe sowie ber beiden Ehrenkompanien ab. Vor dem Aufstieg zur Taufkanzel begrüßt ber Führer ben Befehlshaber ber Luftwaffengruppe 3, General der Flieger Felmy, den Kommandierenden General ber Luftwaffe See, General ber Flieger 3 a n b e r , ben Kommandierenden General des X. Armeekorps, General ber Kavallerie Knochen Hauer und Dr. Eckener sowie bie Taufpatin Gräfin Hella v. Bran- d^e n st e i n - Z e v v e l i n. Gleichzeitig ffeiat die Standarte des Führers vor derst Bug des Schiffes empor.
Görings Taufrede.
Generalfeldmarschall Göring hält bie Taufrede. (Er sagt u. a - Das stolze Schiff, das hier festgefügt und stark emporragt, ist Sinnbild deutscher Kraft unb Ausdruck eines Strebens zu h ö ch st e r Leistung, bas alle beseelt, die es ersannen und erbauten. Als monatelang eine Flut oon Verleumdungen an die deutschen Grenzen brandete, als verantwortungslose Hetze eine gefährliche Kriegspsychose erzeugte, wurde hier in dieser Werk- tatt mit Fleiß unb boppeltem Eifer gearbeitet in dem untrüglichen Bewußtsein, daß unser Volk solcher Verteidigungswaffen bedarf, um sich zu behaupten. Hier in den Hafenstädten, wo der Blick auf die weite See gerichtet ist, weiß jeder, wie notwendigder Schutz derdeutschen K ü st e i ft, und nirgends erkennt man klarer, daß Handel und Schiffahrt nur gedeihen, wenn sie von der Kraft der Nation gestützt und getragen werden. Die Meere stehen nur dem Starken offen.
Das, Schiff, dieser gigantische Rumpf aus Eisen und ntahl, entstand dank ber Zusammenarbeit von Technikern unb Arbeitern verschiedener Vorbilbung >mb mannigfaltiger Fähigkeiten. Der Gemein- l ch a f t s g e i st, in dem es geschaffen wurde, lebt auch im Werke selbst. Sein späterer Einsatz in bie tfront ber Reichsverteibigung erfordert ebenfalls ge- wiffenbaftes Zusammenwirken vieler deutscher Man- ner. Jflugwugträger oereinigt bie Kampfkraft der Kriegsmarine mit der ber V u ft w a f U Seeoffizier unb Flieger, Schiffsbe- fafeung und Mannschaft ber Flugzeuge — sie sind m täglichem Dienst aufeinander angewie * len. Nur aemeinsam können sie die dauernde Gemeinschaft des Schiffes sichern und, wenn der Julwer ruft, ben Erfolg des Einsatzes gewährleisten. Darum muffen auch auf diesem Schiff vorbildlich die Grundtugenden des Soldaten Herr chen.
Ich erinnere daran, daß heute vor 24 Iah- r e n ein deutsches Geschwader vor den Falklandinseln nach heldenmütigem Kampfe gegen einen weit überlegenen Gegner mit wehender Flagge unterging. Unb ich erinnere an die heldenhaften Kriegsfahrten unserer Luftschiffe und besonders an die bei den letzten Angriffen gebliebenen Helden. Traditionsbewußtsem ist eine Quelle starker Kraft. Darum sollst du stolzes Schiff auch traditionsgebunden sein. Du sollst den Namen eines Mannes tragen, dessen Leben in großen klaren Linien vor uns liegt. Er war ein guter Deutscher und ein unerschrockener Soldat 2Us Verfechter einer Idee, als Erfinder und Konstrukteur hat er sich jahrelang gegen Mißtrauen und Unverstand durchsetzen müssen. Kein Rückschlag und keine Enttäuschung konnte feinen Mut brechen. Das Lebenswerk dieses leidenschaftlichen Kämpfers galt der Eroberung des Luftraumes, galt deutscher Größe. Seine Sorge galt bis zum letzten Atemzuge dem Vaterlande. Der erste deutsche Flugzeugträger soll auf Befehl des Führers „Graf Zeppelin" heißen. Der Name birgt ein heiliges Vermächtnis.
Fahre stets glücklich, deutsches Schiff, sei ein Hort kühnen Fliegergeistes unb zäher Seemannsart unb mehre Macht unb Ansehen bes Reiches! In dieser Stunde dankt das deutsche Volk mit heißem Herzen dem Manne, dem wir das verdanken, bem Manne, ber die Wehrkraft Deutschlands schuf, unserem heiß- geliebten Führer und Obersten Befehlshaber Ädolf Hitler! Sieg-Heil!
Die Taufe.
Nach Görings Rede donnert ber Startschuß über den Hafen. Die Taufpatin Gräfin Hella von Branden st ein-Zep pelin spricht die Tauf- roorte: „Auf Befehl des Führers unb Reichskanzlers taufe ich dich auf den Namen ,©raf Zeppelin*!" Klirrend zerschellt die Flasche am stählernen Bug des Schiffes. Die Haltevorrichtungen lösen sich, und unter dem Jubel der Zehntausende setzt sich der Flugzeugträger „Graf Zeppelin" erst langsam, bann immer schneller in Bewegung, um unter ben Sieg- Heil-Rufen der begeisterten Massen in bie Wasser der Kieler Föhrde zu gleiten. Die Lieder der Nation hallen empor. Während die Truppenabordnungen präsentieren unb die 60 000 auf der Werft in das Sieg-Heil des Schiffsbaudirektors Löflund begeistert einstimmen, grüßen ber Führer unb neben ihm Hermann Göring das neue Schiff.
Nach dem Stapellauf begab sich der Führer unb Reichskanzler mit Generalfelbmarschall Göring an Bord ber Stationsjacht „Nixe", um durch den festlich geschmückten Kieler Hafen zum Aviso „Grille" zu fahren. Auf den über die Toppen beflaggten Schiffen der Kriegsmarine waren dis Besatzungen zur Parade angetreten. Bei ber Vorbeifahrt des Führers erklang der Präsentiermarsch, und die Besatzungen brachten ein Sieg-Hell auf ben Führer aus. Immer mteber grüßte der Führer zu seinen
Soldaten hinüber. Vorbei ging die Fahrt der „Nixe" an ben kleinen schnittigen Schiffen ber Begleitflottille, an ben Zerstörerdivisionen, dem Panzerschiff „Admiral Graf Spee" mit seinen mächtigen Geschütztürmen, dem Schlachtschiff „Gneisenau" und an den schlanken Kreuzern. Die stahlgrauen Leiber ber in den Verbänben schnurgerade ausgerichteten Schiffe boten ein herrliches Bild, das Zeugnis ablegte von der Kraft des neuen Deutschlands auch zur See.
An Bord des Aviso „Grille" fand ein Frühstück statt. Als gegen 16 Uhr die Stationsjacht „Nixe" sich vom Aviso „Grille" löste und mit dem Führer, Generalfelbmarschall Göring unb der Begleitung des Führers zur Anlegebrücke am Kieler Hauptbahnhof fuhr, brauste ber Jubel der Bevölkerung noch einmal auf. Wieder war bas Bahn- hofsgebäube von Zehntausenden umlagert, die dem Führer noch einmal begeisterte Huldigunaen darbrachten, als er die Kriegsmarinestabt Kiel verließ.
Generalmajor a. D. HauSkwfer
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In Berlin fand eine außerordentliche Hauptversammlung bes Volksbundes für das Deutschtum im Ausland statt, die zum Vor- sitzenben ber Bundesleitung den bekannten Geopolitiker unb Nestor der Volksdeutschen Arbeit, Generalmajor a. D. Karl Haushofer wählte. Dem bisherigen stellvertretenden Bunbesleiter, Stadtrat Fritz B e h a g h e l, wurde ber Dank ber Hauptversammlung • für seine erfolgreiche Tätigkeit ausgesprochen. Als Bundesgeschäftsführer wurde Paul M l n k e ernannt
Karl Haushofer, geboren 1869 in München, war
Die Backbordseite des neuen Flugzeugträgers «Graf Zeppelin". « (Scherl-Bilberbierrst-A-j
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