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Wirtschaft

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Aus der engeren Heimat

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12, Bohnen, grün, 25, Spargel, 1. Sorte 60, 2. Sorte 55, 3. Sorte 50, 4. Sorte 35, Unterkohlrabi 10, Erb­sen 15 bis 30, Tomaten 40 bis 70, Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Rhabarber 10 bis 15, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, % kg, 14 bis 16 Pf., Aepfel, aus­ländische, 50 bis 60, Kirschen 55 bis 60 Pf., junge Hähne 1,10 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 1,05 Mk., Tauben, das Stück 55 Pf., Blumenkohl 10 bis 80, Salat 5 bis. 10, Salatgurken 35 bis 60, Oberkohlrabi 15 bis 20, Lauch 5 bis 10, Rettich, das Bündel, 15 bis 20, das Stück 10 bis 15, Sellerie 10 bis 30, Ra­dieschen, das Bündel, 5 bis 10 Pf.

kennen. So zeigten zahlreiche Werte ihren Mittagsschlußkursen eine leichte

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Die Abendbörse hatte naturgemäß angesichts der stillen Hauptbörse während öer Mittagsstunden

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4s- Allenüorf (Lahn), 8. Juni. Wie alljährlich, stierte die christliche Gemeinschaft im Allendorfer Wäldchen ihrfreies Fest". Von den umliegenden Ortschaften und aus Gießen hatte sich eine große Zuhörerschaft um die Redner Schild und E i r i ch (Gießen) versammelt. Die Feier wurde von Cho­rälen und Gesangsvorträgen des Posaunen- und Gemischten Chores umrahmt. Die Gesamtleitung lag in den Händen des Predigers Jung (Großen- Linden), der auch das Schlußwort sprach.

wg. Großen-Buseck, 8. Juni. Dieser Tage wurde der weit über unsere Heimat hinaus be­kannte Schäfer i. R. Heinrich H a r b a ch VII zur letzten Ruhe geleitet. Er stand im Alter von 80 Jahren. -Zahlreiche Einwohner erwiesen ihm die letzte Ehre. Fast 40 Jahre lang hatte er seinen Beruf bei derLcmggässer Schäfereigesellschaft" ausgeübt. Nach dem Rückgang der Schafzucht in den Nachkriegsjahren betreute er auch die Tiere derZahlgässer Schäfereigesellschaft" mit. Später mußte er aus Alters- und Gesundheitsrück­sichten sein Amt niederlegen. An seine Stelle trat eines seiner Enkelkinder. Die Schäfereigesellschaft, wie auch der GesangvereinHeiterkeit-Sängerkranz" widmeten dem Verstorbenen am Grabe besondere Ehrungen.

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der Zugendgruppenführerinnen.

Zu Pfingsten vereinten sich zum ersten Male die Jugendgruppenfuhrerinnen des Gaues Hessen-Nassau in einem zweitägigen Lager im Taunus.

Auch aus unserm Kreis Wetterau machten sich die Madel am Samstag auf die Fahrt. Schon gleich im Zuge wurde gesungen uttd alle Lieder noch ein-

** Verkehrsunfall. Am gestrigen Mitt­wochnachmittag stießen an dqr Kreuzung Bahnhof- straße/Horst-Wessel-Wall ein Fernlastzug mit An­hänger und ein Schlepper mit Anhänger dadurch zusammen, daß der Fernlastzug den ersten An­hänger des Schleppers beim Kreuzen berührte. Durch den Anprall der beiden Fahrzeuge entstand einiger Sachschaden. Personen wurden zum Gluck nicht verletzt. Da sich der Zusammenstoß auf den Gleisen der Straßenbahn ereignete, wurde der Straßenbahnverkehr einige Zeit behindert, bis die beiden Fahrzeuge wieder uuseinandergebracht waren.

** Unfall. Heute morgen, kurz nach 9 Uhr, erlitt eine ältere Frau in einem Geschäft in der Schulstraße einen Unfall. Die bedauernswerte Frau, die sich im Laden auf einen Stuhl setzen wollte, glitt dabei ab und durchstieß im Fallen mit dem Ellenbogen eine Scheibe der Ladentüre. Dabei erlitt sie erhebliche, stark blutende Schnittoerletzun­gen am rechten Unterarm. Hilfsbereite Volksgenos­sen nahmen sich der Verunglückten an und brachten sie zur Sanitätsbereitschaft. Von dort wurde die sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik veranlaßt.

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ratorium erhebliche Mengen an Fetten und aus­ländischen Gummisorten, die durch inländische Stoffe zu ersetzen sind, eingespart werden.

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Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 8. Juni. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 210, W16 213, W19 217, W 20 219; Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R19 196, Großhandelspreise der Mühlen der ge­nannten Preisgebiete; Futtergerste, Futterhaser ; Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Sojaschrot, Palmkuchen, Erd­nußkuchen, Treber, getrocknet 14,, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel, Heu, gut, gesund, trocken, 5,50, do. drahtgepreßt, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,, Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverlade- tation. Tendenz.: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

F r a n k f u r t a. M., 9. Juni. (Vorbericht.) Auf- trieb: 869 Rinder, darunter 195 Ochsen, 130 Bul­len, 392 Kühe, 152 Färsen; 359 Kälber, 83 Schafe und 330 Schweine. Es kosteten: Ochsen 34 bis 45 Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen 32 bis 44, Kälber 32 bis 65, Lämmer, Hämmel und Schafe 42 bis 50, Stallmastlämmer 30 bis 40, Schafe 50 bis 57 Mark. Marktverkauf: Rinder, Schweine und Kälber zugeteilt, Schafe mittel.

Rundfunkprogramm

Freitag. 10. 3uni.

_ , , , Steigerung

von 0,13 bis 0,50 o. H. Schwächer lagen nur Hoesch um 0,25 v. H. und Erdöl um 0,50 v. H. Der Ren-

Marktverlauf: Großvieh und Schweins zugeteilt. Kälber lebhaft. Alles ausoerkauft.

Meiu-Mainische Börse.

Meist weiter freundlich.

F r a n k f u r t a. M., 8. Juni. Die Börse lag ohne besondere Anregung und blieb auch im Verlaufe farblos. Nachdem die sog. Auswandereroerkäufe in Auswirkung des neuen Devisenrunderlafses so gut wie ganz aufgehört haben, war zwar von dieser Seite keinerlei Abgabedruck vorhanden, auf der an­deren Seite fehlten aber auch die Kaufaufträge der Bankenkundschaft. Somit schrumpften die Umsätze völlig zusammen. Trotzdem blieb die Grundhaltung der Börse ganz überwiegend freundlich.

Am Aktienmarkt eröffneten IG. Farben­industrie mit 162,13 (161,90), Metallgesellschaft un­verändert. Elektrowerte zumeist noch weiter anzie­hend, vor allem AEG. bei allerdings kleinstem Um- atze um 1 v. H., Gesfürel um 0,50, Bekula um 0,13 v. H. Siemens eröffneten mit 206,50, also etwa auf dem gestrigen ermäßigten Schlußkurs. Von Zellstoffwerten Feldmühle um 1,25 v. H. gegen den letzten Frankfurter Kurs erhöht, Julius Bet- ger erneut 1 v. H. höher, die übrigen Bauaktien gehalten. Maschinen- und Motorenwerke setzten gut gehalten ein, Demag 0,50 v. H., Rheinmetall 0,13 o. H. fester. Reichsbank-Anteile im Gegensatz zum Dortag ruhiger und 0,25 v. H. leichter. AG. Ver­kehrswesen wieder 0,50 v. H. höher. Sonst gewan­nen noch Conti Gummi 0,65 v. H. Im Gegensatz zur allgemeinen Haltung lag der Montanmarkt überwiegend etwas leichter, wobei Harpener 1,90, Hoesch 0,50, Rheinstahl 0,40, Verein. Stahlwerke 0,25 o. H. verloren.

Renten zeigten das seit langem gewohnte Bild der kleinen Umsätze, aber gut behaupteten und fast unveränderten Kursen. Oesterreichische Werte zum Teil etwas freundlicher, vor allem die 4 v.H. Treffer-Anleihe mit 338 (335) RM. je Stück, die 4 v. H. Ablösung mit 94 und die 4V2 o. H. In­vestitions-Anleihe mit 98,65 v. H.

Im Verlaufe änderte sich nichts mehr an der Geschäftsstille. Von später notierten Werten lagen Schuckert 1, RWE. und Felten je 0,50 v. H., Deut­sche Linoleum 0,75 v. H., Junghans 1 v. H., BMW. 0,50 v.H. über Vortag. Im Börsenperlauf selbst zogen IG. Farben um 0,25 v. H. bis 162,40 v. H. weiter an.

Abendbörse gut gehalten.

tenmarkt war so gut wie umsatzlos, österreichische 4 v.H. Treffer-Anleihe bei 383 RM. je Stück wei­ter gesucht.

Im einzelnen notierten: Adlerwerke 116,50, MAN. 136, Bemberg 141,50, Bekula 162, Conti Gummi 209,65, Deutsche Erdöl 138,75, Scheidean­stalt 247, Deutsche Linoleum 161,75, El. Licht und Kraft 141,50, JG.-Farben 162,50, Feinmech. Jetter 100, Gesfürel 147,50, Hoesch 114, Junghans 120,25, Hartmann und Braun 140, Laurähütte 18,75, Mannesmann 114,25, Metallgesellschaft 135,25, Moenus 132, Rheinmetall 144,75, Rheinstahl 146, Stempel 106, VDM. -175, Verein. Stahlwerke 109,75, Adca 104, Commerzbank 114,40, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 112, Nordd. Lloyd E 77,50, IG. Farbenbonds 130,25.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Juni. Auftrieb: Kälber 520 (gegenüber dem letzten Dienstag 1034), Schafe 96 (45), Schweine 3622 (5516). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber, andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (54 bis 59), c) 44 bis 50 (43 bis 50), d) 34 bis 40 (33 bis 40); Hämmel b2) Weidemasthämmel 47 bis 48 (48), c) 42 bis 45 (42 bis 45), d) 35 bis 39 (): Schafe a) 38 bis 40 (42), b) 33 bis 35 (), c) 30 bis 31 (); Schweine a) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 50 (50), Sauen gl) 54 (54), g2) nicht notiert (). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe mittel.

Fleischgroßmarkt. Angebot: 725 Viertel Rind­fleisch, 898 halbe Schweine, 51 ganze Kälber, 13 Hämmel und Schafe, 17 Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80; Bullenfleisch a) 77; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Farsenfleisch a) 80, b) 69; Kalbfleisch I. 76 bis 90, II. 75 bis 80; Schweinefleisch b) 73; Fettwaren: roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80. Marktoerlauf: lebhaft.

Herzgiste aus Miglöckchen und Feuerröschen

Neue Ergebnisse der Vierjahresplanforschung.

Gängerfest in Daubringen.

§ Daubringen, 8. Juni. Der hiesige Ge­sangvereinSängerlust" konnte an den beiden Pfingsttagen sein 65jähriges Be­stehen feiern. Das Fest nahm einen sehr schönen Verlauf. Auf die Einladung des Vereins hatten sich etwa zehn auswärttge Vereine der nächsten Umgebung eingefunden.

Die Sängergäste wurden am ersten Feiertag mit Musik in das Dorf geleitet. Jrn Anschluß an die Einholung fand ein Festumzug durch das 2)or: statt. Auf dem Festplatz beim Gasthaus ,Lurn Ludwig" hielt der Vereinsführer Wilhelm O p p e r dre Begrüßungsansprache, in der er besonders die Gastvereine sowie alle anderen Festteilnehmer herz­lich willkommen hieß. Im Anschluß daran über­reichte er den Ehrenmitgliedern Ludwig Münch, Karl Walther I. und Karl Grölz III. Ehren­urkunden, ferner wurden die Sänger Karl Deibel, Karl Roll, Ernst Weimer, Wilhelm Bütt­ner, Ludwig Münch, Ludwig Schäfer und Ludwig Walther für regelmäßigen Besuch der Singstunden mit der silbernen Ehrennadel des Ver­eins ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf der Feier heftete Fräulein Margarethe Münch (nach dem Vortrag eines Feftprologs) eine Schleife an die Fahne. Sänger E f p i ch aus Lollar überbrachte in kurzer Ansprache die Grüße der Kreiswaltung des Deutschen Sängerbundes. Die Feier war von gesanglichen Darbietungen des festgebenden Ver­eins wie auch der Gastvereine umrahmt. Besonde­ren Eindruck machte der unter der Leitung des Dirigenten Häuser (Watzenborn-Steinberg) vor­getragene BegrüßungschorAlles für Deutschland!". Musik und Tanz hielten bis in die Nacht hinein die Sänger in froher Gemeinschaft beisammen. Der zweite Feiertag wurde durch einen Umzug aller ortsansässigen Vereine eingeleitet, an den sich dann ein Volksfest anschloß, das noch manche unterhalt­same Stunde brachte.

mal für die Tagung geprobt. Unterwegs in Großen- Lmden, Butzbach, Bad-Nauheim, Friedberg, Okarben, und Vilbel stiegen noch Jugendgruppenführerinnen hinzu, und in Frankfurt waren 27 Mädels bei­sammen. Dort trafen sich schon die Teilnehmerinnen aus den verschiedensten Kreisen, und so war der kleine Taunuszug nach Königstein voll besetzt mit frischen, frohen Mädels, die voller Lust und Be­geisterung singend auf Fahrt gingen. In weißer Dienstbluse und blauem Rock, mit vollgepacktem freut)1^' 6°ten mäbeIs ein Bild echter Jugend -

In Königstein angelangt, wurde das Lager bezogen. Die Aelteste jeder Stube war für ihre Belegschaft verantwortlich, ihren Anordnungen hat­ten sich die die anderen zu fügen. Dadurch konnte ein ordnungsgemäßer Verlauf der Tagung ein- gehalten werden.

21m Samstagnachmittag eröffnete die Gaufrauen­schaftsleiterin, Frau W e st e r n a ch e r, die Tagung, begrüßte die Jugendgruppenführerinnen mit herz­lichen Worten und erinnerte sie an die - Pflichten und die Verantwortung, die sie mit ihrem Amt übernommen. Arn Abend, fand in Bad Soden eine schöne Feierstunde statt, bei der Gauleiter Sprenger und Frl. S u ß l i ck, die Gaujugend- gruppenführerin, sprachen. Auf der schönen Park­wiese am Kurhaus wurden Vorführungen, schöne Volkstänze und gymnastische Uebungen gezeigt. Die anderen Teilnehmerinnen standen mit Fackeln rund um die Wiese, wodurch eine festliche, magische Stimmung geschaffen wurde.

Am anderen Morgen wurde um 6 Uhr durch Gesang geweckt. Nach dem Frühsport und dem Hissen der Fahne begann die Arbeitstagung mit einem Vortrag über die weltanschaulichen Fragen des Nationalsozialismus. Anschließend sprach die Gausugendgruppenführerin über die Aufgaben der Fuhrerinnen. Am Nachmittag sprach Frl. Suß- lick über die Erwerbung des Leistungsbuches.

Nachdem die Fahne eingeholt war, hieß es Ab­schied nehmen. Das gleiche schone Erleben hatte alle schnell miteinander bekannt gemacht, und alle schie­den mit dem Eindruck, daß diese Tagung, die in echter Kameradschaft verlies, allen Teilnehmerinnen etwas mit auf den Weg gegeben hatte, nämlich: neuen Mut und neue Begeisterung, zu Haus an die Arbeit zu gehen und das Amt durchzuführen mit einsatzbereiter Hingabe. F K

* Großen-Buseck, 8. Juni. Am Pfingst- dienstag unternahm die hiesige Frauen-Orts- gruppe des Roten Kreuzes mit vier Auto­bussen (148 Personen) bei herrlichem Wetter ihren Jahresausflug. Die Fahrt ging zunächst nach dem Flughafen Frankfurt a. M., wo derZeppelin" besichtigt wurde. Gegen Mittag kam man in Hei­delberg an, wo die Hauptsehenswürdigkeiten das Staunen der Frauen erregten. Nach dem Mittag­essen fuhren die Wagen ins schöne Neckartal bis Hirschhorn, von da durch den landschaftlich schönsten Teil des Odenwaldes bis Lindenfels, lieber die Nibelungenstraße gelangte man nach Bensheim, von da die Bergstraße entlang nach Darmstadt. Am Grabe der großherzoglichen Familie auf der Rosen­höhe legte die Vorsitzende, Freiin v. Rabenau, einen Kranz nieder. Zu später Stunde wurde die Heimfahrt angetreten, nachdem man sich im Jagd- chloß Kranichstein noch etwas gestärkt hatte. Wohl­behalten gelangten die Frauen nach einer weiten, aber unvergeßlichen Fahrt in der Heimat wieder an.

6 Göbelnrod, 9. Juni. Am 10. Juni kann der Landwirt Hermann Velten seinen 8 0. Ge­burtstag feiern. Herr Velten ist weit über die Irenzen seiner Heimat bekannt als früherer er- olareicher Züchter des Vogelsberger Rindes. Der Gesundheitszustand des alten Herrn ist befriedigend.

A Hungen, 8. Juni. Eine in Oberheffen weit­bekannte Persönlichkeit, der frühere Redakteur und Verleger derLandpost", August Konrad zu Hungen, wurde gestern zu Grade getragen. Ge-' boren war er 1870 in Rainrod (Kreis Schotten) er erlernte in Schotten in der Druckerei Engel das Buchdruckerhandwerk. Später machte er sich als Photograph selbständig, verzog nach Hungen und gründete dort die heute noch bestehendeLandpost". Mit der Stadt Schotten und ihrer Bevölkerung un­terhielt Konrad noch bis zuletzt die besten Be­ziehungen. Die Stadt Schotten ließ durch ihren Bürgermeister am Grab einen Kranz in Dankbar­keit mederleaew

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man zwar die keimtötende Wirkung der Kamille, aber nicht den Stoff in der Kamille, der diese Wir­kung hervorruft. Wenn es gelingt, diesen Stoff zu finden, ist die Möglichkeit gegeben, ihn synthetisch aufzubauen. Aus dem gleichen Grunde werden auch ausländische Pflanzen untersucht.

Ein weiteres, vielleicht noch ergiebigeres Betäti­gungsfeld bietet die Untersuchung von Fetten und Deien, deren Einfuhr zu den wichttgsten Problemen des Vierjahresplans gehört. So hat das Frankfurter Jnstttut bedeutende Unter­suchungen an Sterinen gemacht. Sterine sind Natur­stoffe, von denen sich wichtige Verbindungen, wie Herzgifte, Gallensäure, Sexualhormone und Vita­mine der O-Reihe, ableiten. Die Frankfurter For­scher haben bei den Sterinen, die aus Fetten und Dolen gewonnen werden, eine neue Klasse entdeckt, ' die Stickstoff enthält. Ein solches Sterin mit Stick­stoff konnte in der Kartoffel gefunden werden. Bei der weiteren Untersuchung wurde festgestellt, daß dieses Sterin mit Stickstoffgehalt b?i Pflanzen wachstumsfördernd wirkt. Damit ist ein neues pflanzliches Wachstumshormon entdeckt.

Schon im Laboratorium können im Rahmen des - Vierjahresplanes weitgehende Ersparungen erzielt werden. Hier wird vor allem versucht, die Unter- suchungsmethoden bei solchen Stoffen, die dem Viersahresplan unterliegen, zu ändern. Durch die relativ großen, bis jetzt zu den Versuchen benötigten Mengen entsteht ein ziemlich großer volkswirtschaft­licher Verlust. Es ist daher die Aufgabe gestellt, Mikro- bzw. Halbmikromethoden aufzufinden oder gar Bestimmungen ohne Substanzoerlust auszu­arbeiten. Auf diese Weise können bereits im Labo-

Das neue und vorbildliche pharmazeutische Institut in Frankfurt nimmt im Rahmen der pharmazeu­tischen Forschung, besonders im Hinblick auf den V i e r j a h r e s p l a n eine besondere Stellung ein, weil es bereits seit langer Zeit diese Forschungen in ganz hervorragendem Maße betrieben hat.

Die Einfuhr ausländischer Drogen, die einen nicht unbeträchtlichen Anteil unserer Devisen beansprucht, muß eingeschränkt werden. Es ist daher die Aufgabe der Pharmakognosie, einheimische Pflanzen zu suchen, die geeignet sind, den Arzneimittel- s ch a tz zu bereichern. Außerdem sind ausländische Pflanzen bzw. deren Jnhaltsstofte zu untersuchen und nach Möglichkeit durch einheimische zu ersetzen. Der Anbau dieser neuen ober bereits bekannten Heilpflanzen, deren Bedarf bei uns noch nicht ge­deckt werden konnte, muß propagiert und unter­stützt werden. Vorhandene Extraktionsverfahren sind hinsichtlich der Ausbeute zu verbessern oder durch neue ergiebigere Gewinnungsmethoden zu ersetzen. Die pharmazeutische Chemie untersucht diese Wirk­stoffe in ihrer chemischen Struktur und soll nach Möglichkeit durch die Synthese die Herstellung in der Fabrik ermöglichen. Das Pharmazeutische Institut in Frankfurt hat diese Forschungen in besonderem Maße betrieben. So gelang es, das be­kannte Herzmittel Strophantin, das aus dem ausländischen Strophcmtussamen gewonnen wirb, aus deutschen Pflanzen, wie z. B. Maiglöckchen und Feuerröschen (Adonis), zu gewinnen. Ferner wurde die auch in der Nähe Frankfurts vorkommende Einbeere auf Strophantinähnliche Wirkungen unter­sucht. Diese Untersuchungen hatten bereits Erfolg.

Auch die Volksheilmittel, die zum Teil schon lange verwendet werden, wie Arnika ober Kamille, wurden vom Frankfurter Jnstttut aufgegriffen und hinsichttich ihrer Wirkstoffe untersucht. So kannte

Wochen 50 bis 55 Mark. Nur ein sehr geringer Ueberstand verblieb. Bei schönstem Wetter ent- wrckelte sich mittags und abends auf dem Markt regstes Leben.

Landkreis Gießen.

T Großen-Linden, 8. Juni. Arn zweiten Pflngstferertag begingen die vor 50 Jahren hier Konfirmierten ihre goldene Konfirmation. Die Manner und Frauen nahmen in der Kirche in den vorderen Bänken' vor dem mit Blumen geschmückten Altar Platz. Das Innere der Kirche war mit Birkenbäumchen geschmückt. Im Jahre 1888 waren 22 Konfirmanden eingesegnet worden. Davon sind neun verstorben, fünf konnten sich wegen Krankheit an der Feier nicht beteiligen. Der Drtsgeistliche legte seiner Predigt den Text ihres Konfirmationstages zugrunde, gedachte ihrer Alters­kameraden, die nicht mehr unter ihnen weilen, deren Gräber nach dem Gottesdienst in f Ilern Gedenken besucht wurden. Am Nachm ttag n sich die Jubilare zu einer Nachfeier zusammen. . 3 war dies ote erste goldene Konfirmationsfeiei in Großen- Linden.

Steigerung in der Buttererzeugung.

Fwd. Vorübergehend hatte die Entwicklung der Milch, und Buttererzeugung nicht ganz zufri'eden- stellen können, da die verzögerte Entwicklung der Grünflächen eine entsprechend langsamere Steige­rung zur Folge hatte. Dieser Rückstand konnte, wie »er Reichsnährstand berichtet, nach den Nieder- chlägen der letzten Zeit nunmehr aufgeholt werden. In allen maßgebenden Teilen des Reiches stand bedeutend mehr Milch zur Verfügung, und da an­derseits Trinkmilch bei kühlem Wetter nur wenig verbraucht wird, konnten die Molkereien ihre But- tererzeugung wesentlich verstärken. Im Vergleich zur Vorwoche ist eine Steigerung um fast 11 Ö00 Dop­pelzentner eingetreten. Eine weitere Zunahme, wenn auch selbstverständttch in engeren Grenzen, i auch in der kommenden Woche nicht unwahrschein­lich. DieBedarfsdeckung blieb in gewohnter Weise ichergestellt. Neben der regelmäßigen und hinrei­chenden Belieferung der Märkte können erfreulicher­weise zur Zeit aus der Jnlanderzeugung 2Ibgaben an die Kühlhäuser erfolgen.

Gießener Schlachtviehmarkt.

Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main« in Gießen wurden 3Dchsen, 4 Bullen, 26 Kühe, 19 Färsen, 134 Kälber, 187 Schweine und 1 Schaf aufgetrieben.

An Preisen wurden erzielt: Dchsen 39 bis 42 Pfennig, Bullen 38 bis 42, Kühe 19 bis 42, Färsen 39 bis 43, Kälber 33,50 bis 60, Schafe 40 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,12 Mk.^ Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, Klasse b2 (130 bis 134,5 kg) 1,08, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,04, Klasse d bis f (unter 100 kg) 0,98, Klasse gl und i (fette Speck- auen und Altschneider) 1,06, Klasse g2 und h (andere Sauen und (Eber) 1,02 Mk.

Der GesangvereinSängerlust" in Daubringen wurde im Jahre 1873 gegründet und stand bis zum Jahre 1913 unter der Leitung von Dirigent V o r m e n b. Bei seinem Abgang loste sich der Verein auf, und es entstanden die Gesangvereine Sängerlust" undGesangverein Daubringen". Bis zum Kriegsausbruch und auch noch einige Zeit nach dem Weltkrieg führte Dirigent Groß den Stab. Er wurde durch Chorleiter Nicolai abgelöst, unter dessen Leitung der Chor des Vereins eine beachtliche Leistung erreichen konnte. Seit einem Jahre liegt die Leitung des Chores in Händen des Watzenborn-Steinberger Dirigenten Rod. Häuser.

Unfälle auf dem Lande.

Der 32jährige Arbeiter Heinrich Döring aus Lindenstruth wurde auf dem Wege zu feiner Arbeitsstätte von einem Auto angefahren und er- litt Verletzungen an beiden Unterschenkeln. Der ejwa 50 Jahre alte Landwirt Heinrich Railer aus Grüningen stürzte über eine Gleisanlage und zog sich einen Bruch des rechten Armes zu. Die Witwe Kätherina Dedus aus Alten-Buseck erlitt bei einem unglücklichen Sturz einen Bruch der linken Schulter. Mit einem komplizierten Unterschenkelbruch mußte der Landwirt Wilhelm Knoß aus Lardenbach in ärztliche Behand­lung gebracht werden. Der Landwirt Heinrich Werner II. von Ddenhausen wurde von einem Fohlen umgerissen und erlitt beim Stürz rinen rechtsseitigen Unterschenkelbruch. Sämtliche Verunglückten mußten in die Chirurgische Klinik gebracht werden.

Markt in Schotten.

k. Schotten, 8. Ium. Der Schottener Pfiug st markt wurde an den Pfingsttagen in gewohnter Weise abgehalten und zeigte wieder seine alte Anziehungskraft. Auf dem Marktplatz waren Zelte, Buden, Juxplätze, viele Verkaufsstände auf- geschlagen. Auf dem Schwelnemarkt wäre« 650 Schweine und über 20 Stück Vieh aufgetrieben. I Seiber mußte bie Prämiierung wegen ber Maul- unb Klauenseuchengefahr ausfallen, in Verbindung damit auch die Lotterie, bie sonst jedes Jahr statt­fand. Der Zustrom an Marktbesuchern war sehr stark. Der Handel auf dem Diehmarkt war flott. Es wurden gezahlt für Schweine bis 6 Wochen 28 bis 30 Mark, 7 bis 8 Wochen 32 bis 36 Mark, 9 bis 10 Wochen 39 bi§ 45 Mark, für 11> 13

5 Uhr: Fruhmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Mor- genlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkon. zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus Bad Bertrich: Baderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt nut dem Kind. 10: Von Breslau: Schul unk 10 30-. Segelflugmodelle fliegen in ber Rhön 12: Von Saarbrücken: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Von Saarbrücken: Mittagskonzert. 14: Nachrichten.

-10- Komponisten ber Gegenwart unterhalten uns.

15: Kleines Konzert. 15.45: Motoren auf bem Nür­burgring. 16: Von Freiburg: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Musik zur Unterhaltung 20: Sohne, Winb unb Weite". Von frohen KbF.-Fahr- ten. 20.30: Jugoslawisches Konzert. 21.45: Ein Be­uch im Frankfurter Wörterbuch. Dlroel, Schlächt-

------»-!tll schwatzer, Spitzklicker. 22: Nachrichten. 22.15: Vom

u ®eni£ ließ aber bei vielen Papieren I Traimng auf bem Nürburgring. 22.30: Unterhattunä eher Kaufneigung fettens der Bankenkundschaft ex-1 und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. 9 $