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Lob der Organisation
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Abschluß: Radbalt-Wettkampse
Harter Kamps über 220 Kilometer
Großer Motorradpreis von Europa
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19 Mann in der letzten Runde.
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Links: Das Feld unterwegs. Rechts: Der Sieger und neue Deutsche Meister im Schmuck des Siegerkranzes, — (Aufn. [2]: Neuner« Gießener Anz.)
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Allen den vielen hundert Zuschauern, die sich schon gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen auf der Kaiserallee und vor der Volkshalle einfanden, bot sich ein überraschendes und freundliches Bild. Von der Georg- Philipp-Gail-Straße ab bis zum Schützenhaus stand zu beiden Seiten der Straße Fahnenmast an Fahnenmast. Die Fahnen leuchteten im Lichte der Morgensonne. Schon gegen 5.30 Uhr herrschte großer Betrieb. Die Fahrer kamen nacheinander an in ihren bunten Trikots, überprüften noch einmal ihre Räder, besprachen sich mit ihren Kameraden, durch den Lautsprecher wurden erste Anweisungen gegeben, und es dauerte nicht lange, da wurde die große Zahl der Fahrer zum Start aufgerufen. Mann um Mann trat an und nur wenige der gemeldeten Fah-
Vereinsführer Hauck eröffnete den Begrüßungsabend mit einer kurzen Ansprache, in der er einen Ueberblick gab über die Pflege des Radsportes in unserer Stadt. Er erinnerte an die hervorragendsten Ereignisse, an unvergeßliche Fahrer und an große Erfolge, die manchem Gießener Radfahrer beschieden waren. Er gab aber auch dem Wunsche Ausdruck, daß es dem Gießener Radsport wieder einmal möglich sein möchte, Rennen auf einer Zementbahn auszutragen. Worte des Dankes richtet der Vereinsführer an das Reichsfachamt, das dem Verein die Ehre erwies, ihm die Durchführung des Rennens zu übertragen. Die Radfahrervereinigung habe alles aufgeboten, um dem vom Fachamt bewiesenen Vertrauen gerecht zu werden. Weitere Worte des Dankes widmete er der Stadtverwaltung, die in vielfacher Hinsicht dem großen sportlichen Ereignis förderlich gewesen sei. Mit der Hoffnung, daß das Rennen zu aller Zufriedenheit verlaufen möge, schloß der Redner. ... ,
Gaufachamtsleiter Eggerth, überbrachte die Grüße des Reichs- und des Gaufachamts und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß diese Meisterschaft im Gau Hessen ausgetragen werde. Er gab dabei der Ueberzeugung Ausdruck, daß die Radfahrervereinigung Gießen zweifellos alles getan Habe, um dem Rennen den ordnungsgemäßen Verlauf zu sichern. Mit einer Erinnerung an die Tage von Breslau und mit der Aufforderung, auch für die Zukunft alles daran zu setzen, daß das deutsche Volk 1 ein Volk der Leibesübungen werde, schloß Gaufach- I amtsleiter Eggerth.
auf den schnellsten Neukonstruktionen dieses Jahres harte Kämpfe, in denen die Fabrikfahrer die erste Rolle spielten. Noch idealer ist der 8,6 Kilometer lange Sachsenring nach dem vor wenigen Wochen beendeten Umbau als Rennstrecke geworden. Es
(Schweinfurt) und Weimer (Cannstatt) durch das Ziel. Stürmischer Jubel empfing den neuen Meister. Jedoch auch allen denen, die dichtauf folgten blieb die Anerkennung nicht versagt. Unter großem Jubel empfing der neue Deutsche Meister im Einer-Streckenfahren durch den Kreisfachwart August Deibel (Gießen) das Meisterschaftstrikot und den Eichenkranz. Nach einer Ehrenrunde, vorbei an den Tausenden von Zuschauern, wurde der junge Meister um Autogramme bestürmt und konnte sich erst spät aus der begeisterten Menge freimachen. Die Schlacht war geschlagen! Der neue Deutsche Meister, der schon aus manchen Rennen im Reich siegreich hervorging, hat seinen Sieg verdient er« rungen.
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und das Feld „ , . .
nun nicht einmal aus, sondern ging sogleich an die
in Gemeinschaft mit Kameraden des NSKK. die Ordnung an Start und Ziel aufrecht, und die Gen- darmerie des Kreises Gießen stand ebenso bereitwillig im Dienste der Sache. Um bei eventuellen Stürzen der Fahrer rasch helfen zu können, waren durch die Sanitätsbereitschaften der einzelnen Orte viele Kameraden eingesetzt, die aber glücklicherweise in keinem. ernsteren Fall einzugreifen brauchten. Die Hitler-Jugend bildete Spalier am Ziel. So wurde aus einer Gemeinschaftsleistung heraus der Ablauf des großen Rennens gesichert und damit bewiesen, daß das Reichsfachamt Radsport mit der Wahl der Stadt Gießen als Austragungsort für diese Meisterschaft nicht schlecht beraten war.
pressor schied schon zu Beginn aus, während H a m e l e h l e (DKW.) und R u s k auf der zweiten Norton durch Stürze vorzeitig aufgeben mußten.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
H. S. Da der Mieter A. die Wohnung trotz der von ihm selbst ausgesprochenen Kündigung am 1. April 1938 nicht geräumt, sondern bis zum 7. April 1938 innehabt hat, ist er zur Zahlung des anteiligen Mietzinses für die Zeit vom 1. bis 7. April 1938 verpflichtet; sollte Zahlung nicht erfolgen, kann Klageerhebung angeraten werden. Ein Anspruch gegen den Mieter B. besteht nicht.
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folgte — aber das Feld gestattete keine Extratouren. ' Bald lagen wieder alle zusammen. Dahlhoff und s Pütte hatten dann kurz hinter Londorf Pech mit i ihren Rädern, fielen ab und wurden nicht mehr ge- < sehen. Zum allgemeinen Bedauern fiel dann auch 1 Zöbisch (München), ein aussichtsreicher Fahrer, ! aus, und zwar durch Reifenschaden auf schlechter Ortsdurchfahrt in Treis.
Und dann kam die böse Ueberraschung! Auf der Kreisstraße zwischen Mainzlar und Staufenberg, in einer Kurve, gab es einen Massensturz, der ■ ungefähr 15 Mann zum Opfer forderte. Da gab es verbogene Felgen, Reifendefekte, Hautabschürfungen (glücklicherweise nur leichte) und für Augenblicke eine Verwirrung, die aber bald einem zähen Ringen um die Behebung der Schäden wich. Einige der Fahrer blieben aber doch auf der Strecke, andere vermochten weiterzufahren, während das Gros der Fahrer in Richtung nach Lollar enteilte. Aber auch zwischen Staufenberg und Lollar fand man mindestens alle hundert Meter einen Mann, der die Reifen von den Felgen riß. Die steinige Straße, die leider nicht gekehrt worden war, forderte Opfer über Opfer. Kaum 60 Mann überstanden diesen herben Abschnitt der Strecke. Sie fanden sich am Lollarer Kopf wieder zum gefchlossenen Feld und fuhren unvermindert scharf dem Ende der Runde zu. Immerhin war der Schreck über das Ende dieser ersten Runde allen etwas in die Glieder gefahren. Schon war eine Anzahl der besten und aussichtsreichsten Fahrer ausgeschieden. Der Gießener Neumann überstand diese Runde sehr gut und passierte an dritter Stelle die Startlinie.
Langsamere zweite Runde.
Zu-Beginn und während eines erheblichen Teils der Strecke wurde auf der zweiten Runde etwas gebummelt. Man bieb einträchtig beisammen, bis hinter Grünberg wieder einige 3U Ausreißversuchen vorstießen. Bronold (Chemnitz), Kropp (Aachen) und Stzrakati (Wien) ließen es auf einen Versuch onkommen — es blieb aber beim Versuch! Nach wenigen Kilometern fand man sie wieder mitten im Feld. Bis Avendorf ging wieder alles gut. In Treis ereilte Stzrakati (Wien) das Geschick Ein Bowdenzug war ihm gerissen und hatte sich in die Kelte verfilzt. Mit vieler Mühe erst gelang es ihm, die Kette wieder freizubekommen. Als das Feld fein Fehlen bemerkte, wurde ein phantastisches Tempo vorgelegt, denn man hatte den Wiener als einen
gab nur verhältnismäßig wenige Stürze und dazu in allen Klassen neue Rekorde.
Kluge (DKW.) vor Petruschke.
Nach der feierlichen Flaggenhissung durch Korps- füijrer Hühnlein wurden die 20 Teilnehmer der _250er-Klasse für ihr 301 Kilometer langes Rennen gestartet. Zum fünften Male machten in einem internationalen Rennen dieser Klasse jetzt die DKW.-Fahrer Europameister Ewald Kluge und B. Petruschke weit vor den übrigen das Ende unter sich aus, und zum fünften Male überfuhr Kluge vor seinem Rivalen als Sieger das Zielband.
White auf Norton allen überlegen.
In der Klasse bis 350 ccm über 344 Kilometer erwies sich die auf dem Sachsenring bisher ungeschlagene Norton als schnellste Maschine. Nach Simpson, Rusk, Frjth und Daniel! war diesmal I. H. White der Steuermann und neue Rekordsieger. Zunächst waren es die beiden DKW. von Winkler und Wünsche, die ihm wie ein Schatten folgten, aber dann vermochte nur noch Winkler einigermaßen mitzuhalten, der als einziger nicht überrundet wurde. White tankte nach der Hälfte des Rennens in 20 Sekunden und blieb von Beginn an immer an der Spitze. Um den dritten Platz
Aßlar. Die Ergebnisse der Spiele im einzelnen waren folgende (es wurde in zwei Gruppen gekämpft): Gruppe I : Krofdorf I.—Wieseck I. 10:0; Krofdorf III.—Wetzlar 1:5; Krofdorf III.— Wieseck I. 11:1; Wieseck I —Wetzlar 6:7. — Gruppe II: KrofdoiG II. — Wieseck II. 4:2; Aßlar—Wieseck II. 10:2; Krofdorf II.—Aßlar 9:6. Im Entscheidungsspiel, das öij> Sieger der beiden Gruppen, Krofdorf und Wetzlar, gegeneinander aus- trugen, konnten sich mit 6:7 die Wetzlarer einen knappen Sieg sichern.
Ein Jugend-Kunstfahren sah drei Wetz- larer im Wettbewerb, die mit sehr schönen Leistungen aufwarteten. Das Ergebnis: 1. Engel, Wetzlar, 195,4 Punkte; 2. Hagner, Wetzlar, 161,7 Punkte; 3. Schmidt, Wetzlar, 149,4 Punkte. Den Siegern in diesen Wettbewerben wurden schöne und wertvolle Ehrenpreise zuteil.
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Seit etwa einem halben Jahr sind die Männer der Radfahrervereinigung Gießen mit aller Hingabe damit beschäftigt gewesen, die „Deutsche Amateurmeisterschaft im Einerstreckenfahren" vorzubereiten. Gestern vormittag lief nun das große Ereignis im Zeitraum von 6 Stunden ab. Die große Frage des Tages ist beantwortet: Sieger ist der Berliner Her-- bert Schmidt vom Postsportverein Berlin. Schmidt ist der Träger des Meisterschaftstrikots für ein Jahr. Dem Sieger gebührte der Titel zu Recht, den er sich in einem grandiosen Endspurt errang. Die Gießener Radfahrervereinigung hat mit der Durchführung dieses Rennens ihrer Geschichte ein neues Ruhmesblatt hingugefügt. Der große Kampf des Tages nahm einen spannenden, zum Teil hochdramatischen Verlauf. Den Auftakt bildete am Samstagabend ein
Degrüßungsabend.
im „Burghof", zu dem sich allerdings weniger die Fahrer, die sich zeitig zur Ruhe begeben hatten, als die Mitglieder des Vereins mit zahlreichen Gästen aus dem Kreise der Partei und ihrer Gliederungen (deren sich einige äußerst wertvoll in den Dienst der großen Veranstaltung stellten), einfanden. Unter den Gästen sah man auch den Gaufachamtsleiter Egge r t h von Kassel. Mit großer Freude wurde ein Telegramm d e s R e i ch s s p 0 r t f ü h r e r s ausgenommen, das folgenden Wortlaut hatte:
„Der Deutschen Meisterschaft im Einer-Strecken- fahren erfolgreichen Verlauf! Heil Hitler!
Gez.: von T^chammer."
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35 Mann stark war. Bald aber erlebte man eine besondere Freude. Stzrakati kam, kurz hinter Lindenstruth, wieder in Sicht und holte Meter um Meter auf. In großartiger Fahrt hatte er allein und im Kampf gegen den Fahrtwind 35 Kilometer gefahren und das Feld wieder eingeholt. Aber er ruhte sich
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Spitze.
Wieder ging es geschlossen ins Lumdatal. In Treis gab es wieder drei Opfer und Stzrakatis Einsatz wurde von Fortuna auch schlecht belohnt. Wieder Schaltungsdefekt! Die Kette hält ihm nicht, er steigt auf, steigt wieder ab — endgültig! Es war sehr schade! Auf den nächsten Kilometern der Ortsdurchfahrt wurde auch die Streitmacht der Schweinfurter immer kleiner. In Lollar wartete dann für die heimischen Radsportfreunde eine böse Ueberraschung. Neumann, der bisher bravourös gefahren war und immer in der Spitzengruppe lag, immer auf dem 3., 4., 5., 6. Platz zu sehen war, hatte zwischen Staufenberg und Lollar Reifenschaden bekommen und mußte in Lollar absteigen. Zwar er sich daran, einen neuen Reifen aufzuglaubte sich aber nicht mehr in der Lage, Kampf eingreifen zu können und gab auf.
___ursprünglich so stattliche Feld war nun sehr klein geworden. 19 Mann lagen noch im Rennen und gingen in dieser Stärke in die letzte Runde. Nicht einmal sonderlich rasch! Ausreißversuche wurden gar nicht erst unternommen. Erst nach Allendorf löste sich das Feld in einige Gruppen auf. Ätzer
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Das Ergebnis.
1. und Deutscher Meister im Einer« Streckenfahren der Amateure: Herbert Schmidt, Postsportverein Berlin; Zeit 6:04,30 Stunden; 2. Balling, Schweinfurt (zwei Rad- längen zurück); 3. Weimer, Cannstatt; 4. Wevelsiep, Delbert; 5. Bösch, Lustenau; 6. Lück, Duisburg; 7. Schellhorn, Schwein- furt; 8. Hackebeil, Chemnitz; 9. I s ch e., Han- nover; 10. Peter, Schöneberg; 11. S e u f e r t, Schweinfurt; 12. Lepke, Berlin; 12. Bille. Dortmund-Hombruch.
Das große Rennen fand mit der Verteilung von Ehrenpreisen an die sechs besten Fahrer ihren Ab- schluß.
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Deutscher Sieg in der Halbliterklasse.
In der Halbliterklasse, kam es nicht zu dem mit Spannung erwarteten ' großen Kampf zwischen unserer Kompressor-BMW. und der italienischen vierzylindrigen Gilera von Serafini. Meier setzte sich sofort an die Spitze, und schon die ersten Runden zeigten, daß der Deutsche einige Sekunden schneller war. Serafini versuchte zu folgen, aber in der 15. Runde siel er wegen eines Maschinenschadens aus, nachdem er vorher schon einmal hatte anhalten müssen. Die beiden englischen Norton- Fahrer Daniel! und Frith, die bemerkenswert gleichmäßig ihre Runden zogen, belegten den zweiten und dritten Platz. — In der 34. Runde erreichte Meier mit 142,2 km/st die Tagesbestzeit.
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am Lollarer Kopf war wieder alles beisammen. Inzwischen hatte sich aber allerlei ereignet. Bronold, der aussichtsreiche Chemnitzer, fiel aus, Bille (Dortmund) und Bolte (Chemnitz) ebenfalls, Diebrock (Bielefeld) mußte in Lollar die Segel streichen, und zwischen Staufenberg und Lollar ereilte auch den, der von vielen als Favorit genannt worden war, Hackebeil (Chemnitz), das Pech, Reifenschaden hinnehmen zu müssen. Aber bald saß er wieder auf dem Rad, raste dem Feld nach und holte es auch noch ein. In die letzte Entscheidung vermochte er aber nicht mehr einzugreifen.
Auf den letzten Abschnitten vor dem Ziel entspann sich noch ein ungemein harter Kampf zwischen dem Cannstatter Weimer, dem Berliner Schmidt, dem Schweinfurter Balling und noch einigen anderen, die nun im Rudel von etwa 10 Mann dem Ziel zustrebten. Geufert (Stuttgart) trat dann den Endspurt an, konnte aber nicht ausreißen, vielmehr riß sich der Berliner Schmidt im steilsten Stück der Kaiserallee zu einer gigantischen Spurtleistung hin und schoß mit zwei Radlängen Vorsprung vor Balling
Runde der Ueberraschungen.
Dar Wetter war dem Rennen über jegliche Erwartung hinaus günstig Es war nicht so heiß, wie während der Tage der vergangenen Woche. In den ersten Morgenstunden war es sogar angenehm kühl. Die Sonne blieb fast während des ganzen Vormittags hinter Wolken. Es war dabei ziemlich windstill. Die Fahrer hatten also nur Fahrtwind, keinen Gegenwind! So waren die Voraussetzungen für ein schnelles Rennen nicht ungünstig. Rasant zog das große Feld los. Wie die Tachometer der folgenden Kraftwagen auswiesen, wurde in der ersten Runde ein Durchschnittstempo von nahezu 40 Kilometer gefahren. Obwohl man mit 15 Minuten Verspätung gestartet war, wurde der herausgegebene Zeitplan der Durchfahrten in den Orten, fast auf die Minute genau eingehalten.
Das Rennen brachte aber schon während der ersten Runde etliche Ueberraschung. Vor allem eine b ö s e Ueberraschung. In den ersten Minuten, schon nach 1000 Meter gab es einige Schaltungsdefekte (manche Fahrer hatten Drei-, ja sogar Viergangsschaltungen am Rad), die allerdings rasch behoben werden konnten, so daß die betreffenden Fahrer rasch wieder aufholten. Bald gab es die ersten Ausreißversuche. Richter (Chemnitz) versuchte es zuerst, Hackebeil (Chemnitz) schloß sich an, Bähler (Jena)
ernsten Gegner kennengelernt. Die blendende Fahrtechnik des Wieners fiel stark auf. In Staufenberg gab es wieder neue Opfer. Meurer (Tilsit), der schon auf der ersten Runde einmal ins Hintertreffen geraten war, fiel durch Reifenschaden aus, Siegel (Chemnitz) und Csigowski (Leipzig) ebenfalls. In Staufenberg löste sich dabei eine Spitzengruppe von acht Mann ab, die aber wieder eingeholt wurde.
Einen schweren Verlust erlitt das Feld durch einen Sturz, der sich Ende der ersten Runde auf der Kaiserallee ereignete. Irrgang, der talentierte und faoorierte Berliner kam durch einen Rahmenbruch zu Fall und schied aus. Zwei Mann fielen außerdem noch über ihn, konnten aber weiter fahren.
Sztrakatis großartige Leistung.
Durch die mancherlei Ausfälle kam es, daß das Feld, als es in die dritte Runde ging, nur noch etwa
Wie es nicht anders zu erwarten war, waren die Fahrer, wie auch alle, die sich vom Ablauf des Rennens überzeugen konnten, über die Organisation des Lobes voll. Es klappte alles ausgezeichnet! Viele Helfer hatten sich uneigennützig in den Dienst der Sache gestellt. Die Lautsprecheranlage, manchmal ein Schmerzenskind, funktionierte ausgezeichnet, die Streckenabsperrung durch den Sturm 3 der Motorstandarte 147 war hervorragend, die durch den Nachrichtensturm der Standarte 116 verlegten Fernsprechleitungen gestatteten eine Unterrichtung der Zuschauer über große Teile des Rennens, die motorisierte Polizei aus Frankfurt-Höchst sicherte die Straße wahrend des Rennens mit zwei Wagen, die Polizei unserer Stadt hielt
Jrn Laufe des Nachmittags wurden im Garten des Schützenhauses noch Kämpfe im Zweier-Radballspiel gezeigt, die einen großen Kreis interessierter Zuschauer fanden. Es kämpften sowohl Jugend- wie auch aktive Mannschaften aus unserer näheren Umgebung um die Siege in den Turnieren.
Diese Spiele zeitigten folgende Ergebnisse:
Aktive: Gesamtergebnis: 1. Radsportoerein „Adler" Hanau; 2. Radfahrer-Vereinigung Gießen; 3. Radfahrerverein Wetzlar; 4. Radfahrerverein 1900 Wieseck. Die einzelnen Spiele in dieser Klasse brachten folgende Ergebnisse: Hanau—Wetzlar 7:6; Gießen—Wieseck 15:6; Hanau—Wieseck 11:4; Wetzlar—Wieseck 9:1; Hanau—Gießen 8:7; Wetzlar- Gießen 3:15.
Jugend: Gesamtergebnis: 1. Radfahrerverein Wetzlar; 2. Radfahrerverein Krofdorf 1. Mannschaft; 3. Krofdorf 2. Mannschaft; 4. Radfahrer-Vereinigung
rer fehlten. Die blitzenden Maschinen, die Fahrer in ihrer farbenprächtigen Sportkleidung, die Fahnen, die gespannte Menschenmenge — das alles bot jenes Bild, wie man es zu einem Meisterschaftskampf nicht anders erwarten kann. Ortsaruppen- leiter Weber (Gießen-Mitte) hielt im Auftrage der Partei eine kurze Ansprache, wies kurz auf die hohe Bedeutung der Veranstaltung hin, ermahnte die Fahrer zu ritterlichem Kampf und gab dann das Kommando zur Hissung der Flagge des Reichsbundes für Leibesübungen. Eine stattliche Menschenmenge säumte die Straße, als das Kommando zum Start gegeben wurde und sich das große Feld in Bewegung setzte. Für 100 Meter galt die Strecke als neutralisiert, und dann zogen die'Fahrer los. —
Mehr als 300 000 Zuschauer hatte das größte! entspann sich em harter Kampf zwischen Wunsche motorradsportliche Ereignis der Welt, der Große und Mellors (Velocette); der Engländer mußte aber Preis von Europa, in Verbindung mit dem Großen ! an der Box halten und wurde so nur Vierter vor Preis von Deutschland an die Rennstrecke des den beiden NSU. von Bodmer und Hentze, öie noch Sachsenringes bei Hohenstein-Ernstthal gelockt, das alte Zweizylindermodell fuhren. Fleisch- Europas beste Motorradfahrer lieferten sich hier mann als einziger mit dem neuen NSU.-Kom-
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Hochdramaüscher Misterschastskampf im Emer-Sirelkensahren.
Das große Radsportereignis von Gießen. — Deutscher Meister: Herbert Schmidt, Berlin 100 Fahrer im Kampf um den Titel.
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