Arbeitseinsatz der Krau
der
7,93
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Der
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3. Dez. 1936 Mill. Stück
25,86
find in zwei Lesungen durchberaten, so daß der Abschluß der Ausschußarbeiten- in Kürze in Aussicht steht. Don den Gesetzen, die zur Ergänzung dieser drei großen Gesetze dienen, ist der Entwurf
10,01 4,12 0,98 0,20 der
____ch t abschließen soll zur uedermittlung an die französische und britische Regierung im Laufe der nächsten 14 Tage. Dan Zeeland stimmte zu, daß der Bericht veröffentlicht werden kann, sobald die französische und britische Regierung Gelegenheit gehabt haben, ihn zu erwägen.
zutreten. Die Ankündigung hat die Juden zu „Protesterklärungen" auf den Plan gerufen. Der Präsident der „Union österreichischer Juden", Oppen- h e i m er, meint im .Wiener Tag", die Entschlüsse des Grafen. Thurn-Valsassina widersprächen der österreichischen Verfassung und den Gesetzen über die Einrichtung des österreichischen Jungvolks. Er werde bei der Leitung des Oesterreichischen Jungvolks, die aus "Bundeskanzler Dr. Schuschnigg, Un- t^rrichtsminister Pernter und Staatssekretär Zer- natto besteht,. P r o t e st einlegen.
Bericht verzeichnet ein Todesopfer und s ch'w e r v e r l e tz t e Personen.
Kunst und Wstsenschast.
Führer besucht das Münchener Gastspiel der
Die Gchweinezahtung.
Weitere Steigerung der Nachzucht erforderlich.
gische Ministerpräsident van Zeeland hatte eine vierstündige Unterredung mit Ministerpräsident Chamberlain. Eine amtliche Mitteilung besagt: Van Zeeland war von dem Wunsche beseelt, mit dem Ministerpräsidenten in persönliche Fühlung zu treten, um seine Ansichten über die Aussichten auf ein internationales Vorgehen a u f Wirtschafts- uund Finanzgebieten kennen zu lernen, bevor er seinen Bericht über die Mission schließt, mit der er von der französischen
Gesamtbestand darunter: Schlachtschweine (über xk Jahr alt) Jungschweine: (8 Wochen bis noch nicht Vs Jahr alt) Ferkel unter 8 Wochen trächtige Sauen x davon Jungsauen
Während der Rückgang
Katzenjammer hinter der Maginot-Linie.
Der Länge nach zieht sich durch Elsaß-Lothringen die Maginot-Linie, jenes große Befestigungswerk, das mehrere Stockwerk tief in die Erde hineinreicht, mit schwersten Geschützen bestückt ist und so beschaffen sein soll, daß es niemals eingenommen werden kann. Zu dieser Befestigung gehören zahllose Garnisonen, die aus dem Innern Frankreichs an die Ostgrenze vorgeschoben worden sind. Und schließlich lebt Elsaß-Lothringen unter einer Axt Ausnahmezustand, der'mit dem Charakter des Landes als Bettung für die Verteidigungsanlagen zusammenhängt. Schon aus diesen wenigen Tatbeständen geht hervor, wie unangenehm das Dasein der Bevölkerung Elsaß- Lothrings ist, die zudem noch von Paris her über die Schulter angesehen wird und der man bei jeder Gelegenheit zu verstehen gibt, daß sie, da sie eine deutsche Volksgruppe darstellt, in der französischen Volksgemeinschaft nur eine minderberechtigte Rolle spielen kann. Gegen diese Rolle setzen sich die Elsaß-Lothringer seit dem Tage des pomphaften Einzugs französischer Truppen in Straßburg und Mülhausen zur Wehr. Eben erst hat die Elsaß- Lothringische Landespartei dem Zorn der Bevölkerung über das Verhalten der Franzosen Ausdruck verliehen. In einer längeren Erklärung stellt sie fest, daß Elsaß-Lothringen hinter unübersteigbaren Zollmauern und Festungswänden wirtschaftlich verkümmere, daß Frankreich auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet seine Assimilierungspolitik fortsetze und daß die Ungerechtigkeit des Schulsystems geblieben ist.
Wieder Kühe und Ordnung in Tsinanfu.
Peking, 7. Jan. (DRB.) Die Eisenbahnverbindung zwischen Peking und Tsinanfu, der kürzlich von den Japanern besetzten Hauptstadt der Provinz Schantung, ist in vollem Anfänge wieder in Betrieb. Lediglich der Uebergang über den Hoangho muß durch Fährboote bewerkstelligt werden, da die große Eisenbahnbrücke stark beschädigt ist und für lange Zeit unbenutzbar sein wird. In der Stadt ist wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt. Die Wasser- und Elektrizitätswerke arbeiten normal. Das deutsche Konsulat ist unbeschädigt. Die Angehörigen der deutschen Kolonie, darunter zehn Frauen und drei Kinder, sind wohlauf. Das deutsche Eigentum blieb von den Kriegsereignissen völlig unberührt.
Kleine politische Nachrichten.
Die Feier der Grundsteinlegung der 10 Adolf-Hitler-Schulen in Waldbrühl wird am 15. Januar in der Zeit von 15.00 bis 15.30 Uhr vorn Reichssender Köln als Reichssendung a u f alle deutschen Sender mit Ausnahme des Deutschlandsenders übertragen.
*
Reichsorganisationsleiter Dr. Ley ist auf der Rückreise von einem Ferienaufenthalt i n.S i z i l i e n am Freitag in R o m eingetroffen.
Der Reichsarbeitsminister hat zum dritten Male aus der von ihm bei der Rückgliederung der Saar für die Kriegsopfer errichteten Saarspende 10 000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Hieraus werden am 13. Januar in Erinnerung an die Abstimmung von 1935 im Saarland einmalige Geldspenden an bedürftige Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene überwiesen werden.
Der Earl of Athlone, der Bruder der Königinmutter Mary von England, wird möglicherweise Saudi-Arabien auf Einladung König Ibn Sauds besuchen Dieser Besuch würde der erste sein, den ein Mitglied der englischen Königsfamilie Saudi-Arabien abftattet.
Der französische Ministerpräsident Chautemps und Außenminister D e l b o s sind v o m P a p st mit dem Großkreuz des Ordens Pius IX. Ausgezeichnet
worden. Den Orden vsm Heiligen Sylvester erhielten eine Reihe anderer Minister.
Nach dem nationalen Heeresbericht konnte auch am Freitaa eine starkbefestigte bolschewistische Stellung an der Teruel-Front erstürmt werden. Mehrere mit zahlenmäßig bedeutend überlegenen Kräften und Unterstützung von Tanks durchgeführte Gegenangriffe der Bolschewisten wurden blutig zurückgewiesen. , (
Aus aller Welt.
Gefängnisstrafe wegen fahrlässiger Tötung und Führerflucht.
Eine schnelle Sühne fand die rohe Tat des Kraftfahrers, der, wie gemeldet, am Silvestertage einen Mann bei Trebnitz überfahren und in den Straßengraben geworfen hatte. Das Schöffengericht in Oels verurteilte den Täter Erich B a r t n i ck wegen fahrlässiger Tötung und wegen Führerflucht zu einer Gesamtstrafe von 7 Monaten Gefängnis. Ferner wurde Haftbefehl erlassen. Die Beweisaufnahme ergab, daß außer dem Angeklagten auch der Getötete unter alkoholischem Einfluß gestanden hatte. Ferner war der Verunglückte ohne Licht auf seinem Fahrrad gefahren. Der nAgeklagte war noch -Nicht einschlägig vorbestraft und geständig.
Schiffszusammenstoh auf der Weser.
Auf der Weser stieß der amerikanische Dampfes „Saccarappa" mit dem Tankdampfer „I. A. Mo- winkel" im dichten Nebel zusammen. Die Kollision war so heftig, daß die „Saccarappa" a u f S t r a nd gesetzt werden mußte, da zwei Räume undicht geworden waren. Der Tankdampfer wurde nur leicht beschädigt.
Die Suche nach dem vermißten USA.-Bombcr.
35 Kriegsschiffe und etwa 300 Marineflugzeuge suchten am Freitag im Pazifik auf einem Gebiet von rund 60 000 Quadratmeilen vergeblich nachdem seit Mittwoch vermißten Marine-Bomben-Flug- zeug. Das Flugzeug, das eine siebenköpfige Besat
zung hatte, .ist einer der neuesten Luftkreuzer und gehörte einem der Aufklärungsgeschwader an, die an den Flottenmanövern teilnahmen. Die Suche forderte bereits ein Todesopfer. Ein Marineflieger stürzte aus elftem vorn Kreuzer „Chikago" geschleuderten Flugboot und ertrank.
Straßenbahnungtück in Prag.
Auf dem Siegesplatz in Prag-Dewitz ereignete' sich ein schweres Straßenbahnunglück. Der Motorwagen eines aus drei Wagen bestehenden Zuges geriet ins Schleudern, entgleiste und fuhr mit großer Heftigkeit gegen einen eisernen Straßenmast. Das Dach und die Plattform wurden abgerissen, und der Wagen selbst stürzte um. Der amt-
Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen, dazu braucht man gutes Sehen! Oder die tadellos angepaßte Brille von (g^D Optiker ßpl| r a.Bahnhof vClIvl
Liefet ant auch Ihrer Kra nkenkasse
Hamburg, 7. Jan. (DNB.) In dem Prozeß gegen den Juden Arnold Bernstein und mehrere seiner Direktoren und Angestellten, die des Volksverrats und des Vergehens gegen die Devisen-, bestimmungen angeklagt waren, wurde nach mehrwöchiger Verhandlung vor dem Hanseatischen Son- dergericht das Urteil gefällt Es wurden verurteilt Bernstein zu zwei Jahren sechs.Monaten Zuchthaus und zu einer Geldstrafe von ^^r Millwn Reichsmark, G u p e l zu zwei Jahren sechs Monattn Ge-
Oie Reform -es Strafrechts
Oer Stand des Gesehgebungswerkes.
10,94 5,21
1,20 0,29 trächtigen
Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes hatte die Schweinezählung vom 3. Dezember 1937 folgendes Ergebnis:
Altersklassen: 3. Dez. 1937
Mill. Stück
23,83
Das Jahr 1938 wird auf dem Gebiete des Strafrechts voraussichtlich eine Reihe von grundlegenden Aenderungen bringen. Der Entwurf ves neuen Strafgesetzbuches liegt feit Dezember beim Reichskabinett, das sich in vier Sitzungen mit mm befaßt hat. Der allgemeine Teil und ein großer Xetl des besonderen Teils ist durchberaten. Der Abschluß der Beratungen ist für das neue Jahr zu erwarten. Mit dem Jnkrafttretn des neuen materiellen Strafrechts aber sind auch auf dem Gebiet öes formellen Rechts weitere Reformen verbunden. Der zuständige Abteilungsleiter des Reichsjustiz- minifteriums gibt über den gesamten Aufgabenkreis m der „Deutschen Justiz" einen guten Ueberblick.
Da ist zunächst die künftige Strafverfahren sordnung. Die für sie eingesetzte Kommission hat ihre Arbeiten vor einem Jahr begonnen und unter Zugrundelegung des von einer kleinen Vorkommission ausgestellten Vorentwurfes den ganzen Stoff durchberaten. Sie hat im November die erste Lesung beendet. In enger Verbindung damit steht der Entwurf einer sie ergänzenden Friedensrichter- und Schiedsmann-Ordnung, die vom Ausschuß im Dezember in erster Lesung tzurchberaten wurde. Der Beginn bet zweiten Lesung der Strafoerfahrensordnung ist für Ende Februar festgesetzt. Der Abschluß der gesamten Ausschußarbeiten ist noch für das Jahr 1938 zu erwarten.
Der dritte große Gesetzentwurf, das neue Straf- vollstreckungsgefetz, ist im vergangenen Jahr ebenfalls gefördert worden. Der jetzt mit feiner Aufstellung betraute amtliche Ausschuß hat seine zweite Lesung beendet. Auch die zur Ergänzung des verhgltnismäßig knapp gehaltenen Gesetzes bestimmten umfassenden Ausführungsanweisungen
Piermieten und Provisionszahlungen gebildet wurde. Auf diesem Konto wurden unter Umgehung der deutschen Devisenbestimmungen ohne Genehmigung Zahlungen im 2ku slande für Bernstein geleistet. Obwohl den Besitzern geheim gehaltener Auslandguthaben Straffreiheit zu- gesichert worden war, wenn sie diese Beträge ordnungsmäßig den zuständigen Behörden anzeigten, hat Bernstein trotzdem sein enormes Auslandguthaben verschwiegen und damit ein Verbrechen gegen das Dolksoerratsgesetz begangen.
Hinricktung eines Landesverräters.
Die Ju st izpresse stelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der am 3. Sept. 1937 vorn Volksgerichtshof wegen Landesverrats zum Tode und zu lebenslänglichem Ehrverlust verurteilte 30jährige Herbert G a j e w s k i aus Schneidemühl ist Freitagmorgen hingerichtet worden. Als Gajew- fki bei feinen im Ausland lebenden Verwandten zu Besuch war, wurde er von diesen mit einem „reichen Erbonkel" bekanntgemacht, der ihn in den nächsten Tagen in großzügiger Weise freihielt und unter dem Vorwand ausfragte, Nachrichten für eine deutschfreundliche Zeitung zu sammeln. Als der Fremde so das Vertrauen des Verurteilten erworben hatte, offenbarte er sich ihm als Agent de» ausländischen Spio - nagedienstes. Anstatt nunmehr sofort alle 23e/ Ziehungen zu dem Agenten abzubrechen und nach seiner Rückkehr nach Deutschland alsbald Anzeige zu erstatten,.hielt der Verurteilte auf das Drängen des Agenten und aus Geldgier die Beziehungen zu diesem ein Jahr lang aufrecht und suchte dessen Aufträge, die wie Üblich, mit einem harmlosen Probeauftrag begannen und dann immer verfänglicher wurden, auszuführen. So wurde der Verurteilte zum Landesverräter. Für feinen schmählichen Treubruch gegenüber Führer und Volk hat ihn jetzt die verdiente Strafe ereilt. Amerikas neuer Botschafter in Berlin.
Washington, 7. Jan. (DNB.) Präsident Roosevelt ernannte den bisherigen Chef der politischen Abteilung des amerikanischen Außen- amtes Ministerialdirektor Hugh. Wilson zum Botschafter in Berlin. Wilson, der in der zweiten Januarhälfte feinen neuen Posten antreten wird, gilt als einer der fähigsten und erfahrensten amerikanischen Berufsdiplomaten. — Roosevelt ernannte ferner den bisherigen Leiter der Bundes- fchiffahrtsbehörde Kennedy ■gum Botschafter in London und den bisherigen Gesandten in Ottawa Norman Armour zum Botschafter in Santiago de Chile. Der Präsident teilte ferner mit, daß er zu Anfang des Sommers den bisherigen Botschafter in Moskau Daries zum Botschafter in Brüssel ernennen werde.
Van Zeeland bei Chamberlain.
London, 7. Jan. (DNB.) Der ehemalige beb
zu einem Jahr Drei iixonaien
Reichsmark Geldstrafe und Grün s eid zu zwei Monaten Gefängnis. Meyer und Gottschalk wurden freigesprochen. Bernstein werden die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von zwei Jahren aberkannt. Bernstein und Wolff wird die Schutz- und Untersuchungshaft auf die Strafe an gerechnet Die gegen Grunfeld festgesetzte Strafe gilt durch die Untersuchungshaft als verbüßt.
Bernstein hatte 1919 die Beteiligung an einem kleinen Küstendampfer übernommen. .Er verstand es, den Betrieb zu einem großen Schlsfahrtsunter- nehmen mit internationalen Finanzverstechtungen zu entwickeln, bas Ichlietzlich ioflar
Red Star Linie übernahm. Diese internationalen Verbindungen hat sich Bernstein nun zunutze gemacht, um die deutschen Devisenbestimmungen zu umgehen. Offenbar wurde Sernftctn der Boden zu heiß, er beabsichtigte, am 1.
1937 den Hauptteil feines Betriebes ins Ausland zu verlegen, um sich dem Zugriff der deutschen Behörden zu entziehen.
Den Kernpunkt der Anklage bildete die Schaffung eines Geheimfonds im Auslande dessen Beträge in die Hunderttausende von Mark gingen. Bernstein hatte auf Grund persönlicher Abmachungen bei der Neuyorker Agentur diesen Geheimfonds angesammelt, der aus angeblich hohen
V. A. Der mit Hinblick auf den Facharbeitermangel heute verstärkte Einsatz der Frau in die gewerbliche Berufsarbeit, darf nach einem Aufsatz des Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung, Geheimrat Syrup, nicht zu einer m 6 i ter en Verminderung der weiblichen Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, der Hauswirtschaft und in den Sozialberu- f e n führen, denn in diesen Bereichen sind vor allem die der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit der Frau angepaßten Betätigungsmöglichkeiten gegeben. Auch für Mädchen, die sich gewerblichen Berufen zuwenden wollen, fei eine vorhergehende einjährige Betätigung in diesen Frauenberufen wichtig. Die Landwirtschaft müsse aber, so schreibt Präsident Syrup weiter, selbstverständlich alles tun; um den Anreiz zum Uebergang der Frau in die städtische und gewerbliche Arbeit auszugleichen. Es müsse sowohl die Lohnfrage, als auch die Frage der Arbeitserleichterung durch Maschinisierung des bäuerlichen Hausbetriebes einer Prüfung unterzogen werden. Ferner fei eine bessere Freizeitgestaltung anzustreben. Auch die Maßnahmen zur Erleichterung der Eheschließung und zum Wohnungsbau sind geeignet, die Abwanderung Frauen vom Lande zu stoppen.
Sauen gegenüber dem Vorjahr bei der Septemberzählung 22,2 v. H. betrug, beläuft er sich bei der Dezemberzählung nur noch auf 18,3 v. H. Wenn sich hieraus auch die ersten Anzeichen einer günstigeren Entwicklung erkennen lassen, so ist doch zu beachten, daß die Zahl der trächtigen Sauen auch jetzt noch beträchtlich unter derjenigen liegt, die notwendig ist, um die Schweinefleischversorgung in Zukunft sicherzustellen. Es ist daher dringend erforderlich, die Nachzucht weiter zu steigern, zumal sich die Futterlage im laufenden Wirtschaftsjahr durch die Rekordernte an Kartoffeln und Rüben wesentlich gebessert hat.
Internationale Handwerksausstellung in Berlin.
Vom 28. Mai bis 10. Juli 1938 findet in Der- lin eine internationale Handwerksausstellung fcptt, an der sich mehr als 30 Länder beteili- g e werden. Der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, skizzierte vor Pressevertretern den Aufbau dieser Ausstellung, zu der die Vorbereitungen bereits in vollem Gange sind. Die architektonische Gestaltung liegt einem Archi- tekten-Ausschuß ob, der unter der Leitung von Baurat Schulte-Frohlinde steht und dem u. a. Prof. Sagebiel (Berlin), Wiederan- ders (München) und Opgen Orth (Köln) an- gehören. Eine wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft, die für den kulturhistorischen Bereich verantwortlich zeichnet, wird von Prof. Dr. von Seers geleitet. Das große Interesse, das vom Ausland der Ausstellung entgegengebracht wird, zeigt sich bereits in den Besuchen ausländischer Regierungs- und Handwerkerdelegationen, die Wünsche für die Ausstellung äußern. Die Ausstellung ist in eine Reihe von Ha'uptgruppen gegliedert, wie die Kulturhistorische Schau, die internationale Länderschau, die Deutsche Handwerksschau, eine Sonderschau „Das Tischlerhandwerk als Schöpfer einer neuen Wohnkultur", eine weitere Sonderschau, in der die Sieqerarbeiten des Handwerker-Wettkampfes 1937- 1938 zu sehen sein werden, eine internationale Frisur- und Modenschau, sowie eine große Ausstellung von Rohstoffen, Geräten und Hilfsmaschmen des Handwerks. Das Rahmenprogramm ift vielseitig gestaltet. Veranstaltungen, teils in der Deutschlandhalle, teils bei Kroll, teils auf der *Bfaueninfel, werden der Öffentlichkeit starke Eindrücke vermitteln. Auf 20 internationalen handwerklichen Fachkongressen werden bekannte Wlfsenschast- ler und Fachleute des In- und Auslandes über Handwerkerfragen sprechen.
Zuchthaus für Volksverräter.
,3um großen Teil so weit gefördert, daß sofort nach der Verabschiedung des Strafgesetzbuches im Reichskabinett die Aufstellung des enbgültigen Entwurfes mfammen mit den Ausführungsverordnungen erfolgen kann.
Weiter ist noch zur Ergänzung des Strafgesetzbuches ein besonderes Drbnungsftrafgefetp buch in Vorbereitung, worin das bisherige lieber» tretungsstrafrecht einheitlich zusammengefaßt werden soll. Das Reichsjustizministerium hat den Entwurf bereits fertiggeftellt, der in einem allgemeinen Teil — ähnlich dem allgemeinen Teil des Strafgesetzbuches — und in einen besonderen Teil zerfällt, der vornehmlich auch, die bisher in einzelnen Ländern noch bestehenden Polizeistrafgesetzbücher ersetzen wird. Auch ein Vorentwurf üb$r die Erneuerung des Jugendstrafrechtes und der Jugendstrafgerichtsbarkeit ist fertiggefteüt Er wird einem Ausschuß aus Vertretern der Wissenschaft, der Praxis, der Jugendbewegung und der Wohlfahrtspflege zur Durchberatung 'zugeleitet/ Endlich ist noch em Vorentwurf über ein neues Straf- regifterrecht ausgearbeitet, deren endgültige Gestalt aber von der Verabschiedung der großen Gesetze bedingt wird.
eines umfassenden Einführungsgesetzes im Reichsjustizministerium im wesentlichen fertiggestellt. Vorgesehen ist ein großes Rahmengesetz zur Anpassung des gesamten Nebenstrafrechts ' Reiches und Der -Länder, daneben eine Reihe Durchführungsverordnungen. Die Entwürfe find
’s RR! Geldstrafe W o l f f und britischen Regierung beauftragt worden ift.
'&»1b«i «Se®* 50Okatan kam überein .baß van Zeeland jetzt seinen
fflrunfelb zu zwei Bericht a b s ch l, e tz e n soll zur Ueberm.ttlung
OaS „Oesterreichische Jungvolk" soll von Juden gesäubert werden.
Wien, 7. Jan. (DNB.) Der Bundesführer des staatlichen Jugendverbandes' „Oefterreichisches Jungvolk",^ Graf Thurn-Dalfaffina, .gab auf einer Arbeitstagung die Erklärung ab, daß jüdi - sch e I u g e n d li ch e in Zukunft nicht mehr im allgemeinen staatlichen Jugendverband verbleiben dürfen,' sondern in einem besonderen Jugendoerband zusammengefaßt werden sollen. Wenn die österreichische Jugend deutsch und sozial gerecht erzogen werden soll, könne ‘ es jüdischen Eltern unmöglich recht fein, ihre Kinder in das „Oesterreichische Jungvolk" zu schicken. Es solle daher ein Verband geschaffen werden, in dem die jüdische Jugend unter sich fei. Das bedeute keinesfalls eine Verletzung der Verfassung, zumal auch den jüdischen Jugendlichen Möglichkeiten offenge- fraiten würden, in die «VaterlgMche Front" eür-
Tanzgruppe „Deutsches Opernhaus Vertin".
Die Tanzgruppe „Deutsches Opernhaus Berlin" errang bei ihrem dreitägigen Münchener Gastspiel „T a n z u m d i e W e l t" im Theater am Gärtnerplatz den stürmischen Beifall der begeisterten Münchener Kunstgemeinde. Der Aufführung am Freitag wohnte auch der F ü h r ö r mit zahlreichen Persönlichkeiten des Münchener politischen Lebens bei. Die Tanzschau aus 13 Ländern in DriginalEoftümen erregte das Helle Entzücken des bis auf deh^ letzten Platz besetzten Hauses. Die musikalische Leitung hatte Kapellmeister Leo Spies, die Choreographie und Einstudierung besorgte Rudolf Koel - li n g und die Gesamtausstattung stammt vom Reichsbühnenbildner Benno v. Ar ent.
Magnesium-Tagung 1938 in Frankfurt.
NSG. Im Städtischen Saalbau zu Frankfurt findet dieser Tage die Magnesium-Tagung 19 3 8 statt, die der Verein deutscher Ingenieure im NS.-Bund Deutscher Technik und die Deutsche Gesellschaft für Metallkunde im VDJ. auf Veranlassung des Amtes für deutsche Roh- und Werkstoffe durchführen. Die Tagung ift mit einer Magnesium-Ausstellung verbunden, die in den Sälen des Städtischen Saalbaues gezeigt wird.
' Wetterbericht.
Von Westen werden weiterhin Luftmassen nach Deutschland geführt, sie bringen unbeständigeres, etwas milderes Wetter, als seither. Dabei wird es in den unteren Lagen unserer Mittelgebirge zu Tauwetter kommen.
Aussichten für Sonntag: Wechselnd bewölkt, zeitweise Regenfälle, Temperatur zwischen 0 und plus 5 Grad. Winde um West.
Aussichten für Montag: Weiterhin unbeständig, Temperatur wenig geändert.
Lufttemperaturen am 7 Januar: mittags —0,7 Grad Celsius, abends + 4,7 Grad; am 8. Januar: morgens + 2,3 Grad. Maximum 1,6 Grad, Minimum 0,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Januar: abends —0,5 Grad; am 8. Januar: morgens —0,4 Grad. — Niederschläge 2,8 mm. — Sonnenscheindauer 0,5 Stynden.
Wintersport-Wetterbericht.
Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Schneefall, — 4 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, 20 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. — Hohe- rodskops: Nebel, —3 Grad, 75 cm Gesamtschneehöhe, 20 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.
Rhön. Wasserkuppe: leichter Schneefall, •‘—3 Grad, 90 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneefall, — 5 Grad, 83 cm Gesamtschneehöhe, 25 cm Neuschnee, Ski, Rodel und Eisbahn gut.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. PZ- Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Vlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt her Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 37: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universiiätsdruckcrei R. Lange, K °G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit bet Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ift Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 MiL


