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Landesbauernsiihrer Dr.'

-ft

agner in Annerod.

Kunst und Wissenschaft.

Ausklang der Äuchtvoche:

Verleihung der Münchener Dichterpreise.

Die erste Großdeutsche Buchwoche klang in Mün­chen mit einer Abschlußkundgebung aus. Oberbür­germeister Fiehler betonte, daß die Hauptstadt der Bewegung seit 1913 ihren Stolz darein gesetzt habe, das Schrifttum zu fördern. Nach Beratung mit den Literaturbeiräten habe er für 1938 an die Stelle eines das Gefamtschaffen eines Dichters würdigen­den Preises drei Anerkennungspreisttz zu verlechen beschlossen. Unter lebhaftem Beifall über­reichte der Oberbürgermeister Urkunden und Geld­beträge an Kreisleiter Franz Buchner für das WerkKamerad halt aus!" als die mitreißende Chronik des nationalsozialistischen Ringens rm Kreise Starnberg, an den bekannten Münchener Erzähler Alfons von Czibulka für seine No­vellen in dem BandeWürfelspiel", die eine er­hebende Darstellung der Tapferkeit und soldatischer Tugenden sind, sowie an den SA.-Sturmführer Reichshauptstellenleiter Hannes Kremer für den Roman .Gottesrune", in dem er ein lebensechtes Bild des Aufbruches unseres Volkes gibt. Dann sprach Reichsamtsleiter Hagemeyer, der für den verhinderten Reichsminister R u st erschienen war, über das ThemaBuch und Volk". Die Schlußansprache hielt der stellvertretende Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Regierungsrat Schlecht. Er führte u. a. Als: Besonders stolz können wir in diesem Jahre auf das reiche dichte­rische Schaffen der Ostmark und des Sudetenlandes sein. Die heimgekehrten deutschen Länder haben uns eine Reihe begnadeter Dichter geschenkt, deren Werk im Ringen um die völkische und persönliche Freiheit wurzelt.

Dr. Goebbels besichtigt den Umbau des Berliner Schiller-Theaters.

Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte mit Staatspräsident Dr. Lippert unter Führung von Professor Baumgarten den Umbau des Berli­ner Schillertheaters. Der Intendant. Staatsfchau- fpieler Heinrich George, erstattete Bericht über die künstlerischen Vorarbeiten zu der Wiedereröff­nung des Hauses. Am 15. November wird es mit einer Schillerfeier und einer Festaufführung von Kabale und Liebe" seine Tore öffnen.

Aus aller Wett.

Dreißig Todesopfer einer Brandkatastrophe in Oslo.

Oslo, 6. Nov. (DNB.) Line nächttiche Brand- katastrophe, die 30 Todesopfer forderte, hat Oslo und ganz Norwegen in tiefe Trauer ver­fehl. Zum 40. Geschäftsjubiläum eines früheren hof- photographen Halle fein Nachfolger in dem Atelier eine Feier veranstaltet, zu der etwa 40 Personen geladen waren. Dem Atelier hatte man mit buntem Seidenpapier und anderem leicht brennbarem Material einen südlichen Charakter gegeben. Der Brand muß explosionsartig ausgebrochen fein; als die Feuerwehr auf der Brandstätte eintraf, stand das Atelier bereits in Flammen, und es war un­möglich, zur Rettung von Menschenleben in die Glut einzudringen. Die Katastrophe hat sich offen­bar in wenigen Minuten abgespielt; nach einigen entsetzlichen Schreien und Hilferufen herrschte im Atelier Totenstille. Wie später feslgestellt wurde, war die einzige auf die Hintertreppe führende Tür durch Möbel versperrt, während die andere ins

3n einer großen Kundgebung im Saalbau Engel­hardt in Annerod sprach am Samstagabend Lan- desbauernsührer Dr. Wagner. Hierzu hatten sich auch zahlreiche Ortsbauernführer und Bauern aus der näheren und weiteren Umgebung eingefunden. Als der Landesbauernführer, in dessen Begleitung sich die Kreisamtsleiter Frank und Grüne- w a l d von der Kreisleitung Wetterau befanden, den Saal betrat, wurde er freudig begrüßt. Die Orts- jugendwartin des Reichsnährstandes überreichte ihm nach einem Gedichtvortrag einen Blumenstrauß, Ortsgruppenleiter und Beigeordneter Schäfer hieß ihn herzlich willkommen.

Landesbauernführer Dr. Wagner

der während feiner Ansprache wiederholt von an­haltendem Beifall unterbrochen wurde, gab dann einen kurzen Aufriß der erfolgreichen Arbeiten in den ersten fünf Jahren, durch die nicht nur sieben Millionen Arbeitslose wieder zur Arbeit gebracht wurden, sondern Deutschland auch eine Machtposi­tion erhielt, die überall Respekt abnötigt. Hieraus schilderte er die Ereignisse, die zur Befreiung der Sudetendeutschen, führten. Er beleuchtete dabei auch die Stellung Frankreichs und Englands und gab die Vollständigkeit dieses Erfolges des Führers zu er­kennen, die darin bestand, daß nicht einmal eine Volksabstimmung nötig war, ferner Deutschland und Italien als Schiedsrichter zwischen der Tschechei und Ungarn anerkannt wurden.

In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit innerpolitischen Fragen. Dabei for­derte er zur Dankbarkeit und Liebe aller Deutschen für unseren Führer auf, dessen Arbeit für Deutsch­land von der Vorsehung sichtlich gesegnet ist. Die Ereignisse der ätzten Wochen haben bewiesen, daß nur ein vom Geiste der SA. und beseeltes Volk zu außerordentlichen Leistungen fähig ist, und die Folgerung darin besteht, daß dieser Geist noch stärker als bisher in die letzten Glieder des Volkes hinein­getragen werden muß. In treuem Zusammenstehen und im Glauben an die Kraft der Nation wird Großdeutschland alle Schwierigkeiten überwinden, die sich ihm noch in den Weg stellen.

Freie führende Tür sich nur nach innen öffnen ließ. Diese hatten sich die Opfer bei ihrem panik- arttgen Fluchtversuch aber selbst versperrt, vor dieser Tür wurden im Zimmer etwa 20 verkohlte Leichen, dicht zusammengedrängt, aufgefunden. Mehrere Personen sprangen aus dem vierten Stock auf die Strahl wo sie zerschmettert liegen blieben.

In der Namensliste der Opfer finden sich allein fünf Familienmitglieder des Photographen, ferner der Direktor einer Filmgesellschaft und dessen Frau, fowie mehrere weitere Ehepaare. Eine Hausgehilfin, die in der Küche beschäftigt war, konnte als einzige nach Ausbruch des Brandes die Treppe erreichen und sich in Sicherheit bringen. Der norwegische Rundfunk änderte nach Bekanntwerden des Un­glücks fein Programm; in allen Gaststätten wurden die musikalischen Darbietungen abgefetzt und die Abendvorstellungen der Kinos fielen aus.

Deutsches Flugzeug erreicht höhen-Deltrekord.

Die Klemm-Flugzeugbau-Werke in Böblingen in Württemberg konnten ihren Mitte September auf­gestellten Weltrekorden einen weiteren internatio­nalen Höhenrekord hinzufügen. Chefpilot K a l k st e i n startete mit dem Leichtflugzeug Klemm Kl. 35 B zu einem Fluge, bei dem er die erstaunliche Rekordhöhe von 8350Meter erreichte. Der HirtH- Motor HM 506 mit 160 PS hat sich hierbei glänzend

Anschließend ging der Landesbauernführer auf Preisfragen ein, wie sie sich aus der Marktordnung ergeben haben, und betonte, daß die Erhöhung des Milchpreises keine - Belastung des Verbrauchers be­deutet, sondern eine Stützungsaktion für den Bauern darstellt, dem diese Erhöhung zugute kommt.

Zur Frage der Landflucht und des Landarbeiier- prodlems stellte der Redner drei Forderungen auf, die eine grundlegende Aenderung der Verhältnisse anbahnen sollen: 1. Anpassung der kulturellen Ein­richtungen des Landes an die der Stadt; damit soll das Land nicht zur Stadt gemacht werden, sondern das Land hat ein Recht auf die kulturellen Errun­genschaften des Volkes; 2. die zivilisatorischen Ein­richtungen müssen dem Landvolk zugänglich gemacht werden. Es müssen alle maschinellen Einrichtungen auf das Land kommen, die £ur Erleichterung der Arbeit dienen und als brauchbar anerkannt werden. Dazu ist es notwendig, daß auch die Strompreise derart herabgesetzt werden, daß der Bauer sich die­ser maschinellen Hilfsmittel bedienen kann. Genossen­schaftliche Einrichtungen, die der Erleichterung der Feldarbeiten dienen und eine Ersparung an Ar­beitskräften bedeuten, müssen gefördert werden. Dazu ist notwendig, daß das Reich bei deren Be­schaffung den Bauern beisteht; 3. muß ein Ausgleich zwischen den Preisverhältnissen in den Stadt- und den Landgeschäften herbeigeführt werden. Die Ver­dienstspanne des Bauern ist derjenigen der gewerb­lichen und anderer Unternehmen anzupassen.

Zur Erreichung dieser Ziele forderte der Landes- bauernführer alle Volksgenossen auf, voll und ganz ihre Pflicht zu erfüllen. Das deutsche Volk muß sich daraus besinnen, daß das Land die Blutsquelle ist und die Volkskraft vom Lande kvmmt. Das natio­nalsozialistische Deutschland hat bewiesen, daß es mutig und unnachgiebig sein Schicksal in eigene Hände genommen hat und auch diese Fragey^erfolg- reich lösen wird.

Dem Landesbauernführer dankte anhaltender Bei­fall. Der Musikzug der Werkschar des Fliegerhorstes bereicherte den Abend durch feine Darbietungen.

bewährt. Der Erfolg wurde bei der FAI. als inter­nationaler Rekord der Leichtflugzeugklasse bis zu 6,5 Liter Zylinderinhalt angemeldet. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß der internationale Rekord in dieser Klasse, den bisher Frankreich innehatte, um annähernd 1000 Meter Überboten wurde, so erscheint die von dem Flugzeug erzielte Leistung um so be­achtenswerter. Ein weiterer internationaler Rekord ist fomit in den Besitz der deutschen Luftfahrt gelangt.

KdF.-Schiffe ins ANttelmeer ausgelaufen.

Nachdem der neu in die KdF.-Flotte eingereihte DampferStuttgart" in der vorigen Woche die Reife nach Italien angetreten hatte, setzten sich am Donnerstag die K d F.- S ch i f f eDer Deutsche" und Sierra Cordoba" fahrplanmäßig um 18 Uhr nach dem Mittelmeer in Marsch. Beide Schiffe waren mit je 950 Passagieren besetzt, die aus den Gauen Baden, Schlesien, Düsseldorf und Oberbayern tarnen. Kurz vor der Abfahrt verabschiedeten sich die Vertreter des Amtes Seefahrt von der Besatzung und den Passa­gieren und wünschten ihnen glückliche Fahrt und Heimkehr.

Schweres Slrahenbahnunglück bei Mailand.

Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Straßenbahn, die von Mailand nach Cassano d'Adda führt. Dor der Ortschaft Cernusco stieß bei einer Ausweich-Stelle ein aüs acht Wagen bestehen­der, mit Arbeitern besetzter Straßenbahnzug mit

einem aus Trieb- und Beiwagen bestehenden Zütz zusammen. Hierbei wurde eine Person getötet und etwa 80 Personen schwer und leicht verletzt. Die ersten Anhänger gingen zum Teil in Trümmer, lieber die Ursache des Unglücks konnten noch feine näheren Feststellungen gemacht werden.

Schwerer Slrahendahnunfall in Wien.

Am Praterstern in Wien ereignete sich ein schwe- rer Straßenbahnunfall. Infolge Versa­gens der Bremse fuhr ein Straßenhahnzug in eine andere, an einer Haltestelle stehende Straßenbahn. Durch den Zusammenstoß wurden die Wagen m- einandergeschoben. Von den Passagieren wurden durch den Zusammenprall 17 leicht und drei schwer verletzt. 14 Personen mußten ins Krankenhaus gebracht werden.

Tödlicher Sturz auf der Treppe.

Auf der Treppe feines Hauses erlitt der Bäcker­meister I ü n g aus Idar-Oderstein einen tödlichen Unfall. Jung rutschte auf einer Stufe so unglücklich aus, daß er die Treppe hinabstürzte und sich einen Schädelbruch zuzog. Ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, ist er bald darauf seinen Ver­legungen erlegen.

Sechs Tote beim Absturz eines französischen Flugzeugs.

In der Nähe von La Reole stürzte ein französisches Privatflugzeug ab. Alle sechs Insassen, ein Fabrikant mit seiner Familie, wurden sofort getötet.

Großer Juwelendiebstahl in Paris.

In einem Pariser Goldwarengeschäft wurde wäh­rend der Abwesenheit des Besitzers um die Mittags­zeit ein Einbruch verübt, wobei dem Einbrecher Schmuckgegenstände im Werte von über 100 00 0 Franken in die Hände fielen. Der oder die Ein­brecher scheinen mit den Verhältnissen genau ver­traut gewesen zu sein, da sie sich über den Hof Ein­gang verschafften, obwohl dort mehrere Arbeiter mit Ausbesserungsarbeiten am Gebäude beschäftigt waren.

Wetterbericht

Die Gesamllage zeigt wenig Aenderuna. Unser Gebiet liegt, wie überhaupt der größte Teil des Reiches, im Zufuhrbereich sehr milder Meeresluft. Dadurch ist leichte Unbeständigkeit gegeben, doch kommt vor allem in den südlichen Teilen des Reiches zeitweise auch freundliches Wetter zum Durchbruch. Die vergangene Nacht brachte durch Ausstrahlung und Abkühlung verbreitete Nebelbildung. Eine durch­greifende Aenderung der Gesamtlage ist nicht zu er­warten.

VorhersagefürDienstag: Morgens viel­fach dunstig oder neblig, sonst meist wolkig und ver­einzelt leichter Regen. Mild; Winde um West.

Vorhersage f ü r Mittwoch : Leicht unbe­ständiges, mildes Wetter.

Lufttemperaturen am 6: November: mittags 16,2 Grad Celsius, abends 13 Grad; am 7. November: morgens 9,1 Grad. Maximum 16,5 Grad, Minimum heute nacht 8,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. November: abends 11,7 Grad; am 7. No­vember: morgens 10,7 Grad. Sonnenscheindauer 1,5 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. X. 38: 10 013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Bertha Sittig.

Balduinstein, den 7. November 1938.

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Für die wohltuende Anteilnahme an meinem Leid beim Heimgange meines lieben Mannes sage ich, gleichzeitig im Namen meiner Verwandten, herzlichen Dank.

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Sie werden es auch immer wieder hören, daß die Dauerbrand­fähigkeit der

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Allen denen, die während der Krankheit und dem Hinscheiden unseres Heben Entschlafenen uns zur Seite gestanden haben, sowie der Krankenschwester für die liebevolle Pflege, die trostreichen Worte des Herrn Dekan Sattler, den ehrenden Grabgesang der Sängervereinigung und die vielen Kranz- und Blumenspenden sage ich meinen innigsten Dank.

Frau Katharine Eckhardt.

Wieseck, den 7. November 1938.

Viver tn Deutschland

Don Professor Dr. Gustav Hinze

75 Seiten mit 9 Textabbildungen und 62 Abbildungen auf Kunstdrucktafeln nach Natururkunden des deutschen Dibervaters

Amtmann Behr

Herausgegeden von der Rsichsstelle für Naturschutz, Berlin In Leinen gebunden RM. 3,00

Wie Wisent und Elch, so gehört auch der Biber zu jenen Tierarten die einst in Deutschlands Gauen weit verbreitet waren, aber durch da» unnachsichtige Eingreifen des Menschen mehr und mehr der Vernichtung anheimfielen. (Es gehört beute zu den wichtigsten Aufgaben aller Freunde unserer heimischen Tierwelt, diese» seltsame Nagetier vor eem Aussterben zu schützen und die wenigen in Deutsch­land noch vorhandenen Biber zu erhalten und zu hegen. Ein hervor­ragender Kenner gibt hier in trefflichen Schilderungen und herrlichen Natururkunden ein anschauliches Lebensbild vom deutschen Biber. Hugo Vermühler Verlag,Berlin-Lichterfelde

Herr Fritz Daniel

im Alter von 48 Jahren,

aller trauernden Hinterbliebenen

Im Namen

Jeanne Daniel.

Gießen, den 7. November 1938.

Stille statt. - Von Beileidsbesuchen

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Am 3. November verschied an den Folgen eines Autounfalles mein guter Mann und Lebenskamerad, mein lieber Bruder, Schwager, Stiefsohn, unser Neffe, Vetter und Onkel

Die Einäscherung findet in aller bittet man abzusehen.