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zwischen britischen Truppen und arabischen Natio­nalisten fielen in der Nacht zum Sonntag in der Nähe von Haifa allein vierzehn Araber. Die Trup­pen sollen keine Verluste zu verzeichnen gehabt haben. Von arabischen Nationalisten wurden außer­dem in der Nacht zum Sonntag in Haifa ein ara­bischer Polizist und ein jüdischer Kraftwagenführer erschossen. Im Hafen von Haifa wurde weiter ein jüdischer Zollbeamter durch Schüsse verletzt. Eben­falls in der Nähe von Haifa kam ein arabischer Nationalist bei einem Schußwechsel mit einem jüdi­schen Polizisten ums Leben.

Japanischer (Steg

herankommenden chinesischen Truppen, Lastkraft- Wagenkolonnen und Truppenkonzentrationen mit Bomben belegen.

Der Kampf gegen die chinesische Mittelstellung war außerordentlich schwer. Die Japaner stießen auf Regimenter die sehr stark mit chinesischen A/^bnten durchsetzt waren, die, wie die japa- pämnfL ®eri$teK äugeben, mit größter Tapferkeit kämpften und deshalb auch schwere Verluste er- Tri. No^lich des Jangtse stehen die japanischen Truppen vor Kwangtsi. Nördlich des Tatich-

Roberten die japanischen Truppen die ersten Bergstellungen acht Kilometer westlich von Vehkiansl.

am Luschan-Berg.

Schanghai, 4. Sept. (DNB.) Die Schlacht am Luschan-Berg endete mit einem japanischen Sieg. Nachdem die rechte Flanke der chinesischen Mitte durch die Eroberung des Tschentschap-, Berges erschüttert worden war, brach auch der chinesische Widerstand in den Stellungen westlich des Luschan-Massivs zusammen. Die chinesischen Divi­sionen befinden sich^ wie der japanische Sprecher mitteilte, zu beiden Seiten der Kiukiang-Bahn auf dem Rückzug nach Süden. Inzwischen be­setzte eine von Juitschang südwärts vorgestoßene japanische westliche Umgehungskolonne M ö h w e i ° ling, 12 Kilometer nördlich von Teian, so daß dem chinesischen Gros die hauptsächlichsten südwärts führenden Straßen abgeschnitten worden sind. Die Einheiten der japanischen Umgehungskolonne nä­hern sich bereits Teian auf dem halben Wege zwi­schen Kiukiang und Nantschang. Zur Unterstützung der Operationen zog das japanische Heereskom- mando Heeresfliegerverbände zusammen und ließ die zurückweichenden und die von Süden

Nationaler Vormarsch an der Ebrofront.

$ 5 a o, 5. Sept. (DNB. Die nationalen Trup- pen haben ihren Vormarsch an der Ebrofront fort- gesetzt und wichtige Stellungen erobert. Flugzeuge bestrichen die feindlichen Gräben mit ihren Mcrschi- nengewehren, so daß der Infanterie trotz zähen Wlberstandes des Gegners der Durchbruch gelang. -Oie nationalen Truppen besetzten die Höhen rings um den Ort Corbera, drei Kilometer nördlich von Gandesa und drangen dann in den Ort selbst ein, wo sie nach kurzem Kampf eine große Zahl von Ge­fangenen und reiche Beute machten. Dann setzte die nationale Infanterie ihren Vormarsch längs des Eaballos-Gebirges fort und erreichte stellenweise die zweite Verteidigungslinie der Roten. Der nationale Heeresbericht verzeichnet auch eine Verbesserung der vorderen Linien im Abschnitt Saladaberd der Va­lencia-Front südlich der Straße TeruelSagunt. Gegenangriffe der Bolschewisten an dieser Stelle wurden blutig abgeschlagen.

Gudetendeuisches Erntedankfest.

Das Karlsbader Programm bleibt die Grundlage jeden Ausgleiches.

Prag, 4. Sept. (Europapreß.) In nahezu sämt­lichen Bezirksstädten des sudetendeutschen Siedlungs­gebietes der Tschecho-Slowakei hielt die Sudeten­deutsche Partei am Sonntag Erntedankfeste ab. Hunderttausende waren auf den Festplätzen zu­sammengeströmt und gaben in ihrer Begeisterung den Feiern den Charakter einer einzigen gewaltigen Kundgebung eines Volkes, das sein Recht fordert. Besonders eindrucksvoll verlief das Erntedankfest in Asch, dem Wohnsitz Konrad Henleins. Kon­rad Henlein, der durch die politischen Beratungen , in Anspruch genommen war, erschien erst gegen ! Ende der Feier. Er wurde mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt. Kreisleiter Wollner erklärte: iEin Ausgleich zwischen Tschechen und Sudeten- deutschen ist überhaupt nur möglich a u f Grund der acht Karlsbader Punkte. Die Voraussetzung hierzu ist allerdings, daß sämt­liche Tschechen, die seit oder nach 1918'in das su­detendeutsche Gebiet eingewandert sind, wieder in ihre Heimat zurückkehren. Wir führen unseren Kampf nicht mit kriegerischen Mitteln, sondern mit gesetzlichen. Man sollte daher auch jetzt nicht wieder im geheimen eine Ortschaft nach der anderen mit Militär belegen. Man sollte lieber die-Göttin der Gerechtigkeit anrufen. Es ist nicht einzusehen, warum man jetzt neuerlich militärische Maßnahmen trifft, während man in Prag verhandelt und Lord Runciman in Prag ist, um friedlichen Rat zu er­teilen. Uns wird man mit solchen Maßnahmen nicht aus der Ruhe bringen; denn zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gehören zwei. Dieser zweite ist nicht da. Deutschland will keinen Krieg, aber der Führer will eindeutig, daß den 3V2 Millionen Su­detendeutschen das gleiche Recht zuteil wird, das ihnen als Teil der großen und stolzen Nation ge­führt. Kompromisse gibt es in diesem Rechtskampf feine mehr. Die Karlsbader Forderungen sind der Ausgangspunkt für den Ausgleich. Sie sind daher nicht die letzten, sondern die ersten Forderungen, Me wir anzumelden haben." Kreisleiter Wollner schloß dann mit den Worten:Wir haben nur einen Wunsch an den Allmächtigen: Er möge uns Konrad Henlein und Adolf Eitler erhalten."

Bei dem Erntedankfest in T e t s ch e n , das 45000 I'estnehmer sah, sprach Abgeordneter S a n b n e r, er u. a. ausführte, daß man noch niemals vom ichechifchen Staat oder tschechischen Volk etwas habe rpressen wollen. Auf die Karlsbader Forderungen

müsse man aber kompromißlos bestehen, denn ihre Annahme würde nicht nur den Frieden sichern, sondern entscheidend dazu beitragen, das Zusammen­leben der Völker im böhmisch-märischen Raum zu aewährleisten. Das tschechische Volk und die tschechi­sche Presse beharren leider noch immer in der ge­wohnten Unbelehrbarkeit. Man müsse deshalb der Regierung und den verantwortlichen tschechischen Po­litikern einbeutia erklären, baß eine Verstänbigung nur schwer sei, solange in ben Straßen Prags ober Brünns tschechische Jugenb Jaab auf weiße Strümpfe machen kann. Trotzbem würbe man wei­ter verhanbeln, um bie Welt bavon zu über­zeugen, baß bas Subetenbeutschturn keine Schulb an der fommenben Entwicklung trägt, ganz gleich, wie sie auch ausfallen möge.

Besprechung in Asch.

Runcimans Mitarbeiter bei Henlein.

Asch, 4. September. (DNB.) heute besuchte Ashton -Gwatkln, der Mitarbeiter Lord Runcimans, Konrad Henlein in Asch, um mit ihm nochmals die politische Situation zu be­sprechen und sich über den Besuch Konrad Hen­leins beim Führer und Reichskanzler informieren zu lassen. Die Unterredung dauerte zwei Stunden. Zu gleicher Zeit weilten Für st Rlax Egon von Hohenlohe, der der Unterredung als Dolmet­scher beiwohnte, sowie der Stellvertreter Konrad Henleins, Karl Hermann Frank, in Asch. Ashton- Gwatkin war Gast des Fürsten Hohenlohe-Langen­burg auf Schloß Rothenhaus bei Görkau. Er traf gegen 4 Uhr in Prag ein und begab sich sofort ins Hotel Alcron. Um 5.30 Uhr traf dort auch Lord Runciman, der bis dahin auf der erz- bifchöflichen Residenz in Brezany als Gast des Prager Erzbischofs, Kardinal Kaspar, weilte, ein, um den Bericht Athton-Gwatkins von der Unterredung mit Henlein entgegenzunehmen. Die Kanzlei Lord Runcimans dementiert Londoner Gerüchte, daß Lord Runciman dem Führer einen Besuch abstatten werde. Der Lord wird, wie dem DNB. von zu­ständiger Stelle mitgeteilt wird, die Tschecho-Slo­wakei in unabsehbarer Zeit nicht verlassen.

Die moralische Entente.

Paris 4. Sept. (DNB.) Arn Sonntagvormittag wurde in Point de Graves an ber ©ironbemünbung frei Borbeaux ein Ehrenmal für bie im Weltkrieg gefallenen amerikanischen Soldaten eingeweiht. Da­tei sprach Außenminister Bonnet über die fran­zösisch-amerikanische Waffenbrüderschaft im Welt­krieg und die Freundschaft der beiden Staaten. Je rrehr die Entfernung der beiden Kontinente durch > die technische Entwicklung abnehme, um so mehr hätten sich die Amerikaner mit den europäischen Problemen zu befassen, es genüge Frankreich, wenn ber moralischen Entente mit Amerika sicher sei. Frankreich sei ber amerikanischen Freundschaft sicher, wenn es mit allen feinen Nachbarn eine Friedens­politik verfolge, wenn es allen Staaten der Welt md zunächst denen, bie es umgeben, ein von Haß freies Herz hinhalte, wenn es versuche, mit allen in ehern so großen Einvernehmen zu leben, wie biete er wünschten. Er verhehle nicht ben Ernst des ischecho-slowakischen Problems, aber er hoffe, daß angesichts der friedlichen Gefühle, die Ee Völker beseelen sollten, und auf Grund des großen Verantwortungsbewußtseins der Regierun­gen von Berlin und Prag und der engen und loya­len Zusammenarbeit Großbritanniens und Frank­reichs bie schweren Gefahren, bie über Mittel- ^iropa schweben, abgewenbet werben würben. Swnkreich werde auf jeden Fall den Pakten und Erträgen, die es abgeschlossen hat, treu bleiben, «s werde den übernommenen Verpflichtungen nach- btnmen. Frankreich wolle keinen Krieg. Sein wünsch bestehe darin, daß man ihm helfe, den Frie- ?n ZU bewahren und zu organisieren, um die Welt ' Messer zu gestalten Die französisch-amerikanische Kundschaft habe sich niemals ein anderes Ziel als J1 Frieden gesetzt. Diese Freundschaft bedeute in Mer Weise eine geschlossene Gesellschaft, im Gegen- s g, sie gewänne an Stärke, wenn andere Völker

W ihr anschlössen.

Kanada liefert Bomber für die britische Luftwaffe.

L o n d o n , 3. Sept. (DNB.) Eine Mitteilung der ^enblicklich in Kanada weilenden britischen Luft- Mtmission, die die Möglichkeiten über kana -

che Flugzeuglieferungen an Eng­

land überprüfen soll, kündigt an, baß bie britische Reaierung zusammen mit den hauptsächlichen kana­dischen Flugzeugwerken Vorkehrungen für bie Lie­ferung von Bombern auf Grund eines ausgedehn­ten Ankaufsprogramms getroffen hat. Die kana­dischen Flugzeugfabriken werden demnächst ihre augenblickliche Herstellungsfähigkeit vergrößern und hauptsächlich Flugzeugteile Herstellen. Für den gleichen Zweck sollen zwei neue Werke in Montreal und Toronto gebaut werden. Weiter haben die Vertreter der britischen Regie­rung mit den kanadischen Flugzeugfabrikanten Vor­kehrungen besprochen, um andere Flugzeugtypen in Vancouver und Fort Williams her­zustellen.

Wetterbericht

Während über Mitteldeutschland zum Wochenende wieder verbreitete Niederschläge einsetzten, die durch aufgleitende Warmluft verursacht sind, kam es in unserem Gebiet bei häufiger Aufheiterung nur zu vereinzelten, zeitweise aber gewittrigen Niederschlä­gen. Auch für bie Folge wird bei uns zeitweilig im­mer wieder Hochdruckeinfluß zUm Durchbruch kom­men, doch ist beständiges Wetter keineswegs wahr­scheinlich.

Vorhersage für Dienstag: Vielfach die­sig, zeitweilig aufheiternd, doch unbeständig und zu einzelnen Niederschlägen geneigt. Kühle Winde aus West bis Nord.

Vorhersage für Mittwoch: Aufheitern- das Wetter mit einzelnen Niederschlägen.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton. Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theoder Kümmel. 2). 21. VIII. 38: 8916. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G.,. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.