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Reichsorgamsationsleiter Dr. Ley eröffnet die DeutscheVau-undSiedlungsausstellung inZrankfurt

NSG. Zur Eröffnung der 1. Deutschen Bau- und Siedlungsausstelluna in Frankfurt a. M. hatten sich zahlreiche Gäste auf dem festlich geschmückten Platz vor dem Gemeinschaftshaus der Siedlungsstraße eingefunden. Vom Eingang des Festhallengeländes bis zum Kundgebungsplatz bildete Reichsarbeits­dienst Spalier. Auf dem Platz waren die Handwer­ker, die die Ausstellung aufgebaut haben, in ihrer Berufstracht angetreten. Bürgermeister Gauamts­leiter Kremmer begrüßte im Namen der Stadt des deutschen Handwerks die'Gäste.

Gauleiter Sprenger

sprach dann über den Sinn der Ausstellung. Er er­innerte an die Nachkriegsjahre, in denen gerade in Frankfurt eine künstlerisch und technisch entartete, unter jüdischer Führung stehende Bauart zu einem wahren Baubolschewismus geführt habe. Die NSDAP, habe gegen diesen sofort den Kampf aus­genommen und immer wieder positive Wege zu einem deutschen Wohnstättenbau gewiesen. Die so- oenannten Arbeiterwohnungen an den Stadträndern seien Zeugen des Irrsinns jener Zeit und würden immer eine warnende Mahnung an das deutsche Volk darstellen, daß es nie wieder undeutschen Geist in sich aufnehme.

Gauleiter Sprenger stellte dann heraus, daß nach der Machtübernahme die Partei ^sofort darangegan­gen sei, die nationalsozialistischen Ziele auf dem Ge­biet des Siedlungswesens zu verwirklichen. In rascher Folge seien an 200 Orten mehr als 10 000 Sieülerstellen, Eigenheime und Mietwohnungen ge­baut worden. Des Kernstück der AusstellungUn­sere Mustersiedlung" stelle die vier Grundgedanken der Siedlungsarbeit in Hessen-Nassau dar. Boden­ständige, heimatgebundene Bauweise, kein Schema­tismus bei Art und Größe der Häuser, eine wahre Gemeinschaftssiedlung für Menschen verschiedenen Berufes und verschiedenen Einkommens und muster­gültige Gemeinschaftsanlagen. Die Ausstellung zeige weiter die großen Anstrengungen des Handwerks, die Ausgaben des Vierjahresplanes zu meistern, und eine große Schau von Bau- und Werkstoffen aller Art. Wenn der Arbeitsdienst sich auch beteiligt habe, so vor allem deshalb, weil gerade er vielfach erst die Voraussetzungen für das Bau- und Siedlungs­werk schaffte. Mit dem Dank an alle Mitarbeiter und Gestalter dieser Ausstellung verband dann Gau­leiter Sprenger seinen besonderen Dank an Gau­amtsleiter Avieny, durch dessen zähe und ziel­bewußte Arbeit solche Erfolge im Bau- und Sied­lungswesen Hessen-Nassaus aufzuweisen seien.

Reichsorganisationsleiter Dr. Ley

eröffnete hierauf die Ausstellung. Es ist bekannt, so führte Dr. Ley aus, daß der deutsche Mensch be­sonders geeignet ist, sein Heim auszubauen. Das Heim ist die Vorbedingung für die Familie und für das Voll überhaupt. Wenn das Volk nicht alle An­strengungen macht, um gesunde Wohnungen zu schaffen, sind alle anderen Anstrengungen zu einer Stärkung des Volkes ohne Erfolg. Ein Volk kann noch so tapfer fein, es kann die besten Soldaten haben, wenn es ihm nicht gelingt, genügend und gefunde Wohnungen zu haben, dann stirbt es eines

Tages aus, weil ihm der gefunde Kindernachwuchs fehlt. In feiner Wohnung holt sich der Mensch die Kraft für seine Arbeit. Die einzige Freizeit verlebt der Mensch zu Häuft, dort holt er sich seine Ge­sundheit wieder. Man kann die Fabriken schon machen, man kann die Freizeit gestalten, man kann den Menschen die Möglichkeit zu Reisen geben aber das alles genügt nicht, vielmehr ist die Wohnung das A und das O aller Arbeit in der Gemeinschaft. Die Frage ist damit zu einer Frage der Dolksfüh- rung überhaupt geworden. Sie darf kein technisches Problem, kein bauliches Problem und kein Geld-, Problem mehr sein, sondern sie'ist ein höchst politisches Problem. Die Partei muß sagen, wie sie sich die Wohnung, wie sie sich die Häuser vorstellt, wie der Hausrat sein soll. Sie muß dar­aufhin wirken, daß mit den geringsten Mitteln der höchstmögliche Effekt erzielt wird. Die Partei hat diese Aufgabe der DAF. überwiesen, die für das soziale Wohl der Menschen zu sorgen hat. Allein die DAF. hat 830 000 Wohnungen in den letzten fünf Jahren erstellt, insgesamt sind seit der Macht­übernahme IV2 Millionen Wohnungen vollendet worden. Und trotzdem fehlen heute immer noch drei Millionen Wohnungen. Daraus ist zu ermessen, wie schwierig es ist, den Bedarf an Raum zu decken. Es genügt aber nicht, daß ein Mann und eine Frau eine Wohnung haben, sondern es muß eine Woh­nung geschaffen werden, in der es möglich ist, Kin­der zu erziehen. Der Typ der sogenannten Kleinft- wohnungen ist des Volkes Tod und nicht des Volkes Leben. Die Wohnung muß auch schön sein. Wir haben bewiesen, daß man mit kleinen Mitteln auch etwas schön machen kann. Das verlangt nur etwas mehr Geist und Witz. Erst wenn diese drei Forderungen auf eine genügende Zahl von Woh­nungen, auf ausreichenden Raum in der Wohnung und auf Schönheit der Wohnungen erfüllt find, dann können wir auch die einzelnen Wünsche der Menschen berücksichtigen.

Es ist müßig, immer wieder die Frage zu stel­len, ob Siedler st eile oder Stockwerk­haus. Die Art des Bauens hängt nämlich von den Mitteln ab, die zur Verfügung stehen. Und wenn wir jetzt in einer Zeit leben, in der mit Material aller Art, aber auch mit Arbeitskraft gespart wer­den muß, dann müssen wir natürlich auch mit dem Bau von Einzelwohnungen sparsam umgehen. Der deutsche Arbeiter kann auch nicht 80 öder gar 100 Mark Miete bezahlen. Es müssen Wohnungen gebaut werden, bei denen die Miete höchstens 25 bis 30 Mark beträgt. Die Art des Bauens hängt auch davon ab, für wen die Wohnungen bestimmt sind. Einem Bergmann gehört ein Einzelhaus mit Garten, denn er braucht Licht und Luft. Ein Fein­mechaniker aber soll nicht abends im Garten schwer arbeiten, sondern er soll sich das geschickte Können seiner Hände erhalten. Es gibt keine grundsätzliche Forderung, nach der jeder ein Einzelhaus bekom­men soll, wer aber siedeln will, wer Sehnsucht nach dem Lande hat, dem muß dazu die Möglichkeit er­schlossen werden. Um alle materiellen Mittel der Deutschen Arbeitsfront zusammenzufassen, wurde eine neue Trägergesellschaft gegründet als Motor auf dem Gebiet des Bau- und Siedlungswesens. Zu dem einheitlichen Ziel werden eingesetzt die Bau­

gesellschaften der DAF., die Bank der Deutschen Ar­beit und die Versicherungen der Deutschen Arbeits­front. Als besondere Anerkennung für die vom Gauleiter Sprenger im Gau Hessen-Nassau gelei­stete mustergültige Arbeit erhob der Reichsorgani­sationsleiter dann den bei Oberursel gegrün­deten und am gleichen Tag von ihm eröffneten Gausiedlungshof zum Reich ssied- l u n a s h 0 f und zu einer Hochschule des Siedelns, Bauens und Wohnens. Der Reichssiedlungshof soll die geistige Zentrale für die gesamte Siedlungsarbeit sein. Dort sollen Methoden und Möglichkeiten der Siedlungsarbeit erprobt wer­den, um dann mit dem Erprobten und Erforschten in der Siedlungsarbeit Mustergültiges leisten zu können. Ferner soll der Reichssiedlungshof die Keim­zelle für ähnliche Einrichtungen von den übrigen Gauen sein. Die enge Zusammenarbeit des Reichs­siedlungshofes mit der Universität gibt die Gewähr dafür, daß feine Arbeiten zu einem beachtlichen Er­folg führen werden. Der geschloffene materielle und geistige Einsatz zeigt aber auch, welche Bedeutung dem Bau- und Siedlungswesen zugesprochen wird.

Der neue AeichLsiediungshos in Oberstedten.

NSG. Am Nachmittag weihte Reichsorganisa­tionsleiter Dr. Ley den Gausiedlungshof in Ober­stedten bei Oberursel. Gauamtsleiter Avieny be­zeichnete den Gausiedlungshöf als die Lehr- und Forschungsstätte aller am Rhein-Maintschen' Sied­lungswerk Beteiligten, als Versuchs- und For­schungsstätte für alle mit Kleintierzucht und Garten­wesen zusammenhängenden Fragen und als Auf­zuchtsbetrieb für Siedler-Kleintiere. Im Gaufied- lungshöf sollen die Kreisheimstättenwalter, die Ob­männer für Kleintierzucht, die Siedlungsarchitekten und Handwerker zu zwanglösen Wochenendkurfen zusammen gefaßt werden. Die erstellten drei Siedler- Häuser, von denen zwei bewohnt sind, sollen als Anschauungsmaterial dienen. Dieser Lehrbetrieb ist in sinnvoller Weise ergänzt durch Versuchs- und Forschungsanlagen. Zwei Universitätsinstitute, das Institut für Kleintierkunde und das Institut für Bienenkunde, arbeiten mit dem Gausiedlungshof eng zusammen.

Der Gauleiter gab dann einen Ueberblick über die frühere Siedlungspolitik im Gegensatz zu der des Nationalsozialismus. Dr. Ley bezeichnete es als ein Wunder, daß ein Staat, der erst so kurz aus einem unentwirrbaren Chaos sich entwickelt habe, heute schon an die Lösung solcher Aufgaben Herangehen könne.-Wenn Deutschland erst einmal mit seinen außenpolitischen Schmierigkeiten zu Rande gekommen sei, dann werde es der Welt beweisen, daß es in der Lage ist, innerhalb von drei Jahren die heute fehlenden drei Millionen Wohnungen zu schaffen. Zum Schluß feiner Rede verkündete dann der Reichsorgantfationsleiter die Berufung des Gauamtsleiters Avieny cntf Grund feiner Verdienste und vielseitigen Erfahrungen in die Reichsarbeitskammer. Hier solle er in größerem Rahmen weiter zum Segen des deutschen Volkes wirken.

Die Reichstagung der Ausländsdeutschen in Stuttgart mit einem festlichen Appell beendet.

Der Festzua

Stuttgart, 4. Sept. (DNB.)Das ganze Deutschland soll es fein!" unter dieser Parole stand der große F e st z u g, den Stuttgart am letzten Tage der 6. Reichstagung der Ausländsdeut­schen erlebte. Der Festzug mit seinen 2000 Teil­nehmern wurde unter dem Beifall der begeisterten Zuschauer mit den Wagen aus der O st mark eröffnet. Da zieht eineDonau-Plätte", ein lang­gestreckter Kahn, vorüber, auf dessen Brücke eine Ländlergruppe tanzt. Hundert Frauen, Männer und Kinder aus dem Gau Oberdonau gehen hinter dem Schiff her. Der Kärnten-Festwagen erinnert an die Freiheitskämpfe dieses Landes. Tirol bringt einen Wagen mit seinen Städtewappen, über die ein Freiheitsadler seine schützenden Fittiche spannt. Ferner zeigt Tirol eine besonders große Trachten- gruppe. Es kommen die Wagen der Steiermark mit den steierischen Wappentieren, die beiden Wagen aus Wien, der Zug der Nibelungen aus dem Gau Niederdonau, und dann erscheint der Mozart-Wagen aus Salzburg, der ein besonderes Meisterwerk dar- stellt. Sehr wirkungsvoll. iff dann die Gruppe der Fahnenschwinger, die nebst einer Trachtenkapelle den Wagen Danzigs anführt.

Jetzt beginnt der bunte Reigen der Wagen des Altreiches. Jeder Gau zeigt eines feiner Wahrzeichen oder in einem besonders reizvollen Stuck die Eigenart seines Landes, seiner Sitten und seiner Bewohner. Ein großer, von Hitleriungen getragener Hoheitsadler beschließt die Gruppen der Wagen und Trachten, und dann dröhnt der Marsch­tritt der Kolonnen aller Gliederungen der Partei Die Spitze hat die zur Zeit in Stuttgart weilende Ehrenkompanie der Marine-Unteroffiziersabteilung.

Der Schlußappel!.

Am Sonntagabend sprach auf dem Schlußappell der Reichstagung auf dem Stuttgarter Schloßhof Reichspropagandaminister Dr. Goebbels. Weit über 100 000 Volksgenossen umsäumten den Schloß- hof den Schloßplatz bis zum Königsbau und die anliegenden Straßen schon lange vor Beginn der nächtlichen Feierstunde. Fanfarenstöße des Jung­volkes künden das Eintreffen des Reichsministers an, der sich durch das breite Ehrenspalier der SA zur Ehrentribüne begibt. Unter Vorantritt des Musikkorps schwenkt bann die von der Kriegs­marine gestellte Ehrenkompanie durch das Spalter vom rechten Schloßflügel ein und nimmt Aufftel- hing vor der Ehrentribüne. Nachdem der Kom­mandierende General des V. Armeekorps, General Geyer, die Meldung entgegengenommen hat, er­folgt der Einmarsch der etwa 200 Fahnen und Feld- Zeichen durch die Mitte des Schloßhofes.

Bauleiter Bohle

verabschiedete sich sodann von den Teilnehmern an der 6. Reichstagung. Wte in den vergangenen

Jahren, so sagte er, haben zahlreiche führende Män­ner und Frauen des neuen Reiches durch ihre An­wesenheit bei der 6. Reichstagung ihrer tiefen Ver­bundenheit mit den Auslanddeutfchen Ausdruck ver­liehen. Sie haben zu uns gesprochen von ihrer Ar­beit für Deutschland und haben uns das Schicksal des neuen Deutschland gezeigt. Schon diese Tat­sache allein mußte auch dem letzten Auslanddeut­schen das beglückende Gefühl vermitteln, daß er nicht w i e ein st allein in der Welt steht, sondern ein ganzes Volk und seine Führer ihm die Treue halten. Ihr habt auch im vergangenen Jahre der ganzen Welt ge­zeigt, daß euer Glaube an Adolf Hitler und fein Reich unerschütterlich ist. Ihr habt kein Opfer und keine Mühe gescheut, um euer Dr. Goebbels spricht zu

Nach Gauleiter Bohle ergreift, von den Massen erneut jubelnd begrüßt, Reichsminister Dr. Goeb­bels das Wort. Dr. Goebbels begann mit dem Hin­weis darauf, wie notwendig es fei, daß die deut­schen Volksgenossen im Auslande, die ja doch im­mer wieder der Lügenflut einer feindlichen Propa­ganda ausgesetzt sind, von Zeit zu Zeit den Weg in die Heimat nehmen, um sich selbst ein Bild von den Verhältnissen in Deutschland zu machen und die Lüge mit der Wahrheit vergleichen zu können. Für uns sei es nachgerade langweilig geworden, all die Vorwürfe und Verdächtigungen zu entkräf­ten oder zu widerlegen, die so oft draußen in der Welt gegen das Reich Adolf Hitlers erhoben wür­den. Die Gegner irrten sich sehr, wenn sie meinten, Deutschland durch die ständige Wiederholung dieser penetranten Bosheiten auch nur im geringsten aus der Ruhe bringen zu können.

Wir sind nicht die Schwächlinge", so rief Dr. Goebbels unter begeisterter Zustimmung der Ausländsdeutschen aus,die ehedem das kaiser­liche oder das marxistische Deutschland regiert haben! Wir kennen unsere Gegner. Deshalb machen diese Lügenkampagnen auf uns gar keinen Eindruck mehr. Das nationalsozialistische Deutschland hat sich als Großmacht in der Welt durchgesehk, und heute stehen wir wieder mitten im Spie! der Kräfte, weil wir uns mit Wut, Kraft und

Intelligenz zu behaupten verstanden."

Die Ausländsdeutschen hätten am eindringlichsten erfahren, welch ungeheure Wandlung sich in den letzten fünf Jahren vollzogen hat. Hätten sie sich früher immer wieder ihrer eigenen Heimat schämen müssen, einer Heimat, die von Bankrotteuren und Korruptionisten regiert wurde, so wüßten sie heute ein durch eigene Tatkraft gewachsenes machtvolles Reich hinter sich. Alle Erfolge habe Deutschland in

Deutschtum in fernen Ländern und auf dem Meere hochzuhalten. Ich danke euch allen für diese Treue, eine Treue, die vom ganzen Reich erwidert wird. Ihr werdet wieder hinausgehen und denen, die nicht zu uns kommen konnten, sagen, daß Deutsch­land unter Adolf Hitler wieder ein Reich der Ehre geworden ist. Ihr werdet aber auch im besten Sinne des Wortes Brücken schlagen zu den fremden Völkern, un­ter denen ihr lebt. Die Welt weiß heute, daß ihr Nationalsozialisten seid und immer bleiben werdet, und sie weiß, daß keine Macht der Welt Euren Glauben an Deutschland erschüttern kann. Das wird das schönste Ergebnis dieser unvergleichlichen Tage sein, und das wird trotz allem Zuversicht geben für die kommende Zeit.

den Ausländsdeutschen.

unendlicher^Mühe und Arbeit sich selbst er­kämpft und dem Schicksal abgepreßt. Es wäre darum gerechter, wenn die Welt diesen Weg des selbsterkämpften Aufstieges mit Hochachtung statt mit Haß verfolge. Z u Unrecht übe man Kritik an den Methoden, die Deutschland dabei angewen­det habe. Mittel und Wege seien nebensächlich. Ent­scheidend sei das erreichte Ziel.Und ich glaube", so fuhr Dr. Goebbels unter Beifallsstürmen fort, daß wir uns der erreichten Ziele nicht zu schämen brauchen!"

Auch dem Gerede von der in Deutschland an­geblich mißachteten Demokratie trat der Mi­nister mit prägnanten Ausführungen entgegen:Es kommt schließlich ja darauf an, was man unter De­mokratie versteht. Versteht man'darunter eine Viel­zahl von Parteien, die sich gegenseitig im Wege stehen, versteht man darunter das Aufstellen un­erfüllbarer Sozialprogramme, daun danken wir für diese Demokratie. Wenn man aber unter Demo­kratie versteht, daß sich ein Volk durch seine besten Söhne selbst regiert, dann haben wir diese höchste Form der Demokratie i n D e u t s ch- land erreich t."

Dr. Goebbels wandte sich dann besonders an die Ausländsdeutschen. Als Söhne des neuen Reiches steht ihr in aller Welt auf Vorposten, müßt ihr es täglich am eigenen Leib erfahren, wie drau­ßen in der Welt dieser Aufstieg von gewissen Krei­sen mit Neid und mit Mißgunst verfolgt wird Dar­auf ist es auch zuvückzuführen, daß man euch unter­stellt, Spione und Spitzel des Reiches zu fein, wäh­rend ihr doch nichts anderes wollt, als ehrlich eurer Arbeit nachgehen.

Immer wieder von Kundgebungen der Zu­stimmung unterbrochen, stellte Dr. Goebbels fest, daß die Ausländsdeutschen nichts anderes taten! wie die Angehörigen anderer Völker auch, daß sie fid) nämlich 3um eigenen Zglk pvd

zum eigenen Reich bekennen.Daß ihr das aber fo tapfer, fo mutig und so uneigen­nützig tut, dafür wollen wir euch danken. Wenn ihr nun gestärkt, innerlich gefestigt und aus­gerichtet wieder aus eure Vorposten in alle Län­der der Erde zurückkehrt, dann seid ihr in Wahr­heit des Führers politischeGefolgs- leute in der Welk, seid ihr unter den Deutschen in der Welt d i e Träger seiner Idee und seines Werkes. (Ittinuten- langer, stürmischer Beifall.) Eure Loyalität ge­hört eurem Gastland, eure Liebe aber eurem Vaterland! Adolf Hitler ist heute für alle Deutschen in der Welt b e r Inbegriff un­seres Deutschlands. Zwar haßt man in der Welt vielfach diesen Mann, aber man be­neidet uns auch um ihn. Deutschland besitze heute einen nationalen Reichtum, der wichtiger sei als Devisen und Goldbarren: nämlich Per­sönlichkeiten. Die Völker werden nicht von Aktionären, sondern von Männern geführt, und diese Männer haben wir. Deutschland schaut voll Vertrauen in seine Zukunft", schloß Dr. Goebbels,denn es besitzt einen Führer, dessen getreueste Gefolgsleute wir alle fein wollen!" Ein Fanfarenruf des Jungvolks vorn Mittelbalkon des Schlosses kündet sodann den Einmarsch der Ehren­kompanie des Heeres für den GroßenZapfen- str e.i ch an. Es ist ein imposantes militärisches Schauspiel, das vor allem unseren Ausländsdeut­schen noch einmal einen nachhaltigen Eindruck ver­mittelt von der ftraffen Disziplin unserer neu erstan­denen Wehrmacht. Dann wird in den Anlagen vor dem Staatstheater und auf dem Karlsplatz ein Feuerwerk abgebrannt. Taufende betrachten das märchenhafte Schauspiel von den Stuttgart um­gebenden Höhen.

Kriegsmarine und Auslandsdeulschium.

GeneraladmiralRaeder sprach in Stuttgart

Stuttgart, 3. Sept. (DNB.) Jrn Mittelpunkt der letzten Kundgebung auf der 6. Reichstagung der Ausländsdeutschen stand eine Rede des Oberbefehls­habers der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder. Nach Erläuterung der ersten Aus- landsf ährten der wiedererstandenen deutschen Kriegsmarine schilderte Generaladmiral Raeder die Vorbereitung und die Bedeutung der Auslands­fahrten, wie sie von der heutigen Marineleitung gesehen wird.Erst die persönliche Anschauung und das persönliche Erleben", so erklärte der General- admiral,ergibt jenen Schatz an Erfahrung und weltmännischer Sicherheit im besten Sinne des Wor­tes, aus der heraus in jeder Lage der richtige Ent­schluß entsteht und die zweckmäßigste Art der Durch- fuhrung erkannt wird. Wir . sind stolz darauf, Deutsche zu fein. Es gibt wohl niemanden unter uns, der wünschen möchte, daß seine Wiege in einem anderen Lande gestanden hätte. Aber wir Deutsche sind nicht allein auf dieser Welt. Um uns leben andere Völker, die auch ihr Lebensrecht fijr sich beanspruchen und ihr Leben nach anderen Ideen und in anderer Form gestatten. Dies zu erkennen, den eigenen Wert immer wieder an dem, was wir bei anderen sehen, zu überprüfen und frei zu werden von jener verhängnisvollen Einstellung, daß das, was für uns richtig ist, es auch notwendiger­weise für andere fein müßte, kann nur durch per­sönliche Anschauung des Fremden erreicht werden. Das berechtigte Selbstgefühl", so betonte der Gene­raladmiral,werde nicht gemildert, sondern viel- mehr vor der Gefahr der Selbstüberschätzung und Selbstüberheblichkeit bewahrt, wenn der einzelne fest­stellen könne, daß auch in fremdem Lande fleißig gearbeitet, klug geplant und mit Hingabe die Liebe Aum Daterlande gepflegt wird. Ich kann mit Stolz sagen, daß es sowohl in den Jähren vor wie nach 1933 bisher noch jedesmal gelungen ist, nach einem Aufenthalt in einem fremden Hafen von nur wenigen Tagen auch die feindseligste Stimmung zunächst in wohlwollendes Interesse, dann in un­eingeschränkte Anerkennung und Bewun­derung zu verwandeln."

Den letzten Teil seiner Ausführungen widmete der Generaladmiral den herzlichen Beziehungen, die die deutsche Kriegsmarine überall dort, wo sie hin­kommt, mit unseren Ausländsdeutschen aufnimmt und damit sowohl die Arbeit der Aus­landsorganisation der NSDAP, in der Betreuung jener, die deutsche Reichsbürger sind, wie auch die Tättgkeit des VdA. in der Fürsorge für alle Volks­deutschen, die Staatsbürger fremder Länder sind, unterstützt. Vielfach zeige sich auch die Möglichkeit, die Deutschen mit den maßgebenden Kreisen des Gastlan­des zusammenzubringen, deren Interesse zu wecken und so den eigenen Volksgenossen Türen zu öffnen, die ihnen bis dahin verschlossen waren. Immer wieder ergebe sich aus solchen Besuchen die Stärkung des Willens des einzelnen, sein Deutschtum zu pflegen und zu behaupten, auch seine Kinder darin zu er­halten; neben der ideellen Ausrichtung der Volks- und Ausländsdeutschen ergebe sich eine sammelnde und einigende Wirkung, die weit über die Tage des Besuches hinaus in Kraft bleibt. Das Gefühl, auch tief im Innern eines Landes in der Fremde nicht vergessen zu sein, sondern von den Weltboten des Reiches bedacht zu werden, schaffen neue starke An­hänglichkeit ans Vaterland.

Ein Anschlag

ans den König von Aegypten.

Kairo. 5.Sept. lDNB. Funkspruch.) Ms König Faruk am Sonntag nach einer Verteilung von Sportpreisen das Schwimm-Stadion in Alexandria verließ, ereignete sich ein Zwi­schenfall, der anscheinend noch nicht völlig aufgeklärt werden konnte. Aus der Zuschauer- menge kam plötzlich ein Revolverschuß, durch den ein junger Italiener am Bein verletzt wurde. Augenzeugen ließen durch die im Stadion an­wesenden Polizisten einen jungen syrischen Studenten festnehmen, der jedoch leug­nete, geschossen zu haben oder der Be­sitzer des Revolvers zu sein, der auf dem Boden gefunden wurde. Während die ersten Vermutungen dahin gingen, daß ein Anschlag auf Öen König vorlag, spricht eine später veröffentlichte amtliche Verlautbarung nur von einemSchuß- zwischenfall".

Blutiges Wochenende in Palästina.

Jerusalem, 4. Sept. (Europapreß.) Das Wochenende in Palästina hat wieder eine große An­zahl von Todesopfern gefordert. 17 Araber und ein Jude wurden erschossen und ein weiterer Jude ver­wundet. 2m Verlauf eines mehrstündigen Gefechte

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