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Ereignisse dieses stolzesten Tages der Kärntner Grenzmark miterleden kann.

Der Gauleiter des Traditionsgaues München- Dbcrbanern, Adolf Wagner, überbringt die Grüße der Hauptstadt der Bewegung, spricht von dem feierlichen Bekenntnis der Volksgenossen in Bayern zu den Brüdern in Oesterreich und berich- tet, wie ungeheuer glücklich die Menschen im alten Reichsgebiet über die Ereignisse sind, die sich hier in Oesterreich abspielten. Unter tosenden Sieg-Heil- Rufen stellt Adolf Wagner fest, daß es das Herr­lichste sei, wie sich das deutsche Oesterreich mit offe­nem Herzen zu Adolf Hitler bekannt habe.

Der Führer spricht.

Und nun betritt der Führer die Halle. Ihn emp­fängt eine Welle des Jubels. Er begrüßt mit Hand­schlag die Hinterbliebenen der ermordeten Kämpfer der Bewegung und die verdienten Kämpfer aus der illegalen Zeit. Rach herzlichen Grußworten des Gauleiters Kutschern betritt der Führer das Po­dium. Minutenlange Heil-Rufe und Sprechchöre grüßen ihn. Als dann der Führer beginnt, liegt gespannteste Aufmerksamkeit über der Menge. Alles hält den Atem an, als er von dem weiten und schmerzlichen Wege spricht, den unser Volk aus der Not bis zum Siege zurücklegen mußte. Aufbrau­sende Heil-Rufe und improvisierte Sprechchöre wechseln mit gespannter und atemloser Stille wäh­rend der packenden Schilderung, wie die national­sozialistische Bewegung die frühere Klassentrennung und die innere Zerrissenheit Deutschlands durch unermüdlichen Einsatz überwand.

Und erneut braust der Beifall auf, als der Führer dabei erklärt, er sei auf seinen vielen Fahrten durch alle deutschen Gaue häufig mo­natelang nicht zwei Nächte nacheinander in demselben Quartier gewesen. Aber auf diesen Fahrten durch ganz Deutschland habe er fein Volk und fein Land kennengelernt, wie wohl kaum ein Staatsmann. Er habe in ganz Deutschland feine Hei­mat gefunden, aber er habe dabei nie­mals feine engere Heimat verges­sen, und er habe nun in den letzten Wochen mit ganz besonderer Freude und mit tiefer Be­wegung feststellen können, daß auch feine Heimat ihn nicht vergessen habe. Und wieder dankt die Süboftmarf das Bekenntnis des Führers mit bekennenden Rufen der Liebe und der leidenschaftlichen Treue, mit Rufen und Jubel, die kein Ende nehmen wollen.

Ttit besonderer Spannung und mit leidenschaft­licher Anteilnahme verfolgen die Hunderttausenoe in der Halle und draußen auf den Straßen die Darlegungen über die Entwicklung der letzten Wochen in Oesterreich. Mit tosender Zustimmung nehmen sie die Worte des Führers auf, daß das deutsche Volk in Oesterreich nicht dauernd gegen seinen Willen vom Reich getrennt bleiben konnte, und immer wieder aufs neue erzittert die Halle bei den Beifallsstürmen, die dann wieder von empörten Pfui-Rufen erfüllt ist, als der Führer die letzten entscheidenden Verhandlungen mit Schuschnigg schildert. Die Massen hier wissen nichts von einer eigenen Mission Oesterreichs im Sinne des wortbrüchigen Schuschniggs, aber sie bekennen vor ihrem Führer ihr gottgegebenes deutsches Volks­tum. Sie danken dem Führer dafür, daß er den Toten der Bewegung in Oesterreich, die als Opfer des Kampfes um die deutsche Einheit gefallen sind, die höchsten Ehren, erweist, sie danken ihm, daß er ihre Mission erfüllt hat.

Tiefer Ernst erfüllt die Tausende bei den er­greifenden Worten des Führers:Wer an Gott glaubt, der muh bekennen: wenn sich in drei Tagen ein Völkerschicksal wendet, dann ist das ein Gottesgericht!" Es ist ein Schwur des deutschen Volkes in Kärnten, als der Füh­rer, immer wieder von einem jubelnden Orkan überschwellender Begeisterung unterbrochen, er­klärt, dah am 10. April nicht nur Oesterreich allein, dah ganz Deutschland auf­stehen muh, Deutschland vom Nordmeer bis zu den Karawanken, und sein Bekenntnis ab­legen wird vor der Geschichte. Kärnten leistet mit tosender Begeisterung den Schwur, den der Führer fordert, als er in feinen letzten Worten zur Schaffung Grohdeutschlands auf­ruft:Jetzt, deutsches Völk, halt' es fest in deiner Faust, und lass' es niemals dir ent­winden!"

Und der Schwur wird bekräftigt mit dem feier­lichen Gesang der Lieder der Nation. Auch Kärnten hat sich zur unverbrüchlichen Gefolgschaftstreue gegenüber dem Schöpfer Großdeutschlands bekannt. Wer diesen Tag in Klagenfurt und diese dankbare, von Herzen kommende Begeisterung der endlich be­freiten Kärntner miterlebte, der weiß, auch sie werden am 10. April ihr freudigesJa" dem Füh­rer des geeinten Deutschlands geben.

Volksfest als Ausklang.

Die Kärntner konnten sich nicht satt sehen am Führer. Das Volk vom Fuße des höchsten Berges Deutsch­lands, des Großglockners, dachte nicht daran, am Abend noch zurückzukehren in die Orte rund um den Wörther See nach Millstatt, Pörtschach, nach Maria-Saal, nach Gmünd, an die Drau oder an die Hänge der Sattnitz. Das Volk stand wie Mauern vor des Führers Ga st haus und rief nach ihm. Und wenn er dann endlich er­schien, riefen die Menschen aus allen Gassen und Straßen auf dem Vorplatz zusammen. Die Sttaßen- bahnen hörten auf zu klingeln, die Schaffner spran­gen herab mit den Fahrgästen, faßten ihre um­gehängten Taschen fest am Lederriemen und eilten, so schnell sie konnten, hinüber. Es bedurfte einmal der ganzen Zähigkeit eines im letzten Augenblick herzueilenden Schuvos, um die glücklichen Menschen daran zu hindern, das Haus vor Liebe zum Führer auseinanderzureißen. Unten im Hausgang sam­melten sich Frauen und Mädchen in besonders hübschen Trachten mit Blu- mensttäußen, die von Obergruppenführer Brückner für den Führer in Empfang genommen würben. Wenn es den Trachtengruppen auch nicht gelang, Adott Hitler selbst zu sprechen, so konnten sie doch die Männer seiner nächsten Umgebung vom Führer erzählen hören.

Die ganze Stadt ist heute abend in Freude und Glück getaucht. In den Gaststätten sitzen die Bauern und erzählen sich, wie und wo sie oen Führer sahen. Das ist ihr großes Gesprächsthema und wird es wohl bis ans Lebensende bleiben, wenn sie einmal von dem Werden des neuen großen Reiches sprechen. Aus den Plätzen der Stadt,

so auch auf dem weiten Geviert, wo das Wahr­zeichen Klagenfurts, der Lindwurm, hell angestrahlt im Dunkel dräut, erklingt Musik. Heimatlieder singt die Jugend, im Kreise stehend, jedes Dorf für sich, und die Soldaten und Polizei­mannschaften und die Männer der Leibstandarte

Straubing, 4.April. (DNB.) In Straubing, der alten Bauernstadt in der bayerischen Ostmark, sprach am Montag Reichsbauernführer Darre zu 25 000 Volksgenossen aus Stadt und Land. Der historische Ludwigsplatz in seiner malerischen mittel­alterlichen Gotik, der mit diesem Appell für alle Zukunft alsGroßdeutschland-Platz" geweiht wurde, bot ein überwältigendes Bild: Fahnen wehten von allen Häusern, jedes Fenster leuchtete im Glanz vieler taufend Lichter, der weite Raum des Platzes war von Scheinwerfern und den vielgliedrigen Ket­ten der Fackelttäger erleuchtet. Mit 300 Fahnen säumten die Gliederungen der Bewegung die Tri­bünen, geschlossen waren auch die Wehrmachtsteile Straubings zur Stelle. Reichsbauernführer Darre leitete feine Rede mit dem stolzen Ausspruch ein, daß die heute lebende Bauerngeneration wisse, daß einmal ihre Enkel sagen werden:Unser Ahn war in Deutschlands großer Zeit ein Bauer unter Adolf Hitler!" Wenn mitten in der Zeit der Frühjahrsbestellung das Landvolk so zahlreich zu­sammenkomme, so beweise es damit, daß jeder ein­zelne empfinde, welch historische Bedeutung der 10. April für Deutschlands Zukunft besitzt. Dem Land­volk gebühre der Dank des ganzen Volkes, daß es die Nahrungsfreiheit der Nation gesichert und dem Führer die unentbehrlichen Grundlagen jeder selbständigen Politik gegeben habe. Von einem Spielball der Nationen sei Deutsch­land heute ein Machtfaktor in Europa geworden. Durch das geniale Werk des Führers sei Europa, wenn es den Sinn unserer Tage verstehe, vor dem grauenvollen Schrecken des jüdischen Bolschewismus bewahrt worb«..

Ulan neige in Deutschland allzu leicht dazu, das in fünf Jahren errungene als selbstver­ständlich anzusehen und die Jahre der Ver­elendung zu vergessen. Daher fei ein V1 ick in die österreichischen Verhält­nisse der Landwirtschaft eine besonders lehr­reiche Erinnerung an das Deutschland vor der Machtübernahme des Nationalsozialis­mus. In Oesterreich Absahnot, in Deutschland

sehen zu, wie zu den Klängen der Ziehharmonika Steierer und Osttiroler kunstvolle Figuren tanzen. So endet der Tag in Gesang und Musik, ein wundervoller Tag im Leben dieses Volkes, über das nun Adolf Hitler schützend seine Hand hält.

ständig steigende Nachfrage. In Oesterreich produktionseinschränkung und preiszusammen- bruch, in Deutschland Erzeugungsschlacht und Marktordnung mit der Sicherung fester preise.

Zu Beginn unserer Arbeit haben viele den Kopf geschüttelt, als wir unter bewußter Ablehnung aller Vorschläge einer sogenannten, aber falschverstan­denen Rentabilitätssicherung den Gedanken der L e i st u n g s st e i g e r u n g in die Tat umsetzten", führte Darrs weiter aus.Niemals hätte die- Er­nährung eines ständig wachsenden Volkes in dem

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erreichten Ausmaß gelingen können, wenn wir das Wohl des einzelnen über das Wohl der Gesamt­heit und damit über die Zukunft des Reiches gestellt hätten. Und wenn heute Teile des Auslandes uns ärgerlich bescheinigen, daß wir gut gewirt­schaftet haben, so haben wir das nicht deshalb gekonnt, weil wir etwa bessereWirtschaftler" waren, sondern weil wir konsequente National­sozialisten sind." Der Reichsbauernführer begrün­dete, welche Probleme auf dem Wege zu lösen waren, den Anteil der Erzeugung am Nahrungsmittelverbrauch von 75 v. H. im Jahve 1932 auf 81 v. H. im Jahre 1936 zu steigern. Die Jnlandserzeugung im Anteil

des Gesamtverbrauches nach Abzug des auf ein­geführte Futtermittel entfallenden Teiles beträgt bei Milch und Molkereierzeuanissen 75 statt 60 v. H. im Jahre 1932, bei Schweinefleisch 87 statt 61 v.H., die Getreide-, Hackfrucht-, Heu-, Obst- und Gemüse­ernte zusammengenommen stieg vom Jahre 1934 mit 50,1 Millionen Tonnen Stärkewert und 5,3 Millionen Tonnen Eiweiß im Jahre 1937 auf 60,8 Millionen Tonnen und 6,5 Millionen Tonnen. Die landwirtschaftliche Rohstofferzeugung konnte im gleichen Zeitraum verzehnfacht werden. Die An­baufläche von Raps, Rübsen, Flachs und Hanf stieg von 10 000 Hektar auf etwa 115 000 Hektar.

Durch diese gewaltigen Mehrleistungen erzielte die Landwirtschaft ohne fühlbare Be­lastung der Verbraucher eine Mehr­einnahme von jährlich rund zwei Milliarden Reichsmark. Diese Sum­men wurden nun nicht etwa auf die hohe kante gelegt, sondern wieder zur Inten­sivierung der Betriebe verwandt und damit dem ganzen Volke durch ständig steigenden Auf­wand für Düngemittel, Maschinen und Geräte nutzbar gemacht.

Wenn heute ein Landarbeitermangel auf dem Lande feftzuftellen fei, so werde das Land­volk diese vorübergehende Erscheinung zu würdigen wissen als seinen Beitrag zur Wiederherstellung der deutschen Freiheit und chröße. Wenn der National­sozialismus mit der Millionenarmee der Arbeits­losen fertiggeworden sei, so werde er auch mit dem Problem des Landarbeitermangels fertig werden. Der Reichsbauernführer fand weiter besonders an­erkennende Worte für die Leistungen der Land­wirtschaft und sprach besonders der deutschen Landfrau feinen tiefen Dank für die in den letzten Jahren geleistete schwierige Arbeit aus. lieber die sozialpolitischen Maßnahmen zur Aner­kennung des Landarbeiterberufes als eines Be­rufes gelernter Facharbeiter, über den Bau von Landarbeiterwohnungen auf dem Lande und über das weibliche Pflichtjahr machte der Reichsbauernführer bemerkenswerte Ausführungen. Von den 1 7 0 00 Neubauernhöfen, dis feit der Machtübernahme geschaffen wurden, seien 35 v.H. an tüchtige Landarbeiter ge­geben worden. Schon diese eine Zahl beweise eindeutig die Richtung der ländlichen Sozialpolitik. Zum Schluß wies der Reichsbauemfüyrer noch einmal zusammenfassend auf die Bedeutung des 10. April für Deutschlands Zukunft hin. Das ganze Landvolk werde in tiefem Gefühl feines Dankes geschlossen zur Stelle sein, um Adolf Hitler unter der ParoleEin Volk, ein Reich, ein Führer" seine unwandelbare Treue zu beweisen.

Des Landvolks Leistung dient der Ration.

Reichsbauernführer Darre sprach zu den bayrischen Bauern.

Einheit der großdeutschen Wirtschaft.

Neichswirtschaftsminister Funk über die Probleme des Wirtschastsneubaus in Oesterreich.

Wien, 4. April. (DNB.) Jrn Konzerthaus in Wien sprachen Reichswirtschaftsminister Funk und Neichsorganisationsleiter Dr. Ley vor den deutsch- österreichischen Wirtschaftsführern, vielen Abord­nungen aus industriellen Werken und zahlreichen Vertretern von Stat und Partei. Unter dem leb­haften Beifall der Zuhörer, die die Ausführungen aufmerksam verfolgten, hielt Reichswirischaftsmini- fter Funk eine großangelegte Rede.

Die Vereinigung Oesterreichs mit dem übrigen Deutschland zu einem Großdeutschland ist nicht nur eine tausendjährige Sehnsucht aller guten Deutschen und der Inhalt einer mehr als hundertjährigen poli­tischen Forderung, sondern auch ein ebenso altes wirtschaftspolitisches Problem. Der große deutsche Nationalökonom Friedrich L i st hat schon 1820 vor dem österreichischen Kaiser Franz die Not­wendigkeit dieses wirtschaftlichen Zusammenschlusses auf dem Wege einer Zollunion begründet, und durch alle Jahrzehnte hindurch ist dieser Gedanke immer

wieder ausgenommen worden. Aber ohne ein poli­tisches Großdeutschland konnte es nie ein wirt­schaftliches Großdeutschland geben. Der Natio­nalsozialismus hat nicht nur ein neues völki­sches und politisches Ideal geschaffen und das deutsche Volk in diesem Ideal geeinigt, son­dern er hat auch eine neue Wirtschafts- auffassung begründet. Und diese Wirt­schaftsauffassung war die Voraussetzung für den gewaltigen deutschen Wirtschaftsaufstieg.

Der Führer fehle den Umrechnungskurs von Mark zu Schilling auf 2:3 fest, was eine Auf­wertung des Schilling ummehratsZZv. h. bedeutet. Auf diese Weife rückte das Dert- niveau der öfterreichifchen Wirtschaft sofort in das hohe Wertniveau der deutschen hochkonjunk­turellen Wirtschaft heran. Es liegt auf der Hand, dah damit das Deutsche Reich dem öfter-

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reichischen Volk ein Entgegenkommen und eine Vergünstigung erwies, die dem Wunsche ent­sprachen, in Oesterreich sofort stabile und gesunde Wirtschaf tsverhältnisse zu schaffen und mit der Währungseinheit auch fogleich die Grundlage für eine Wirtschafts­und Konjunktureinheit herbeizuführen.

Das wichtigste Ziel der nattonalsozialistischen Wirtschaftsführung in Oesterreich muß die B e -- seitiaung der Abhängigkeit der öster­reichischen Wirtschaft vorn Auslande sein, insbe­sondere auch von den Schwankungen der Weltkonjunktur. Die Steigerung eine£ auf jede Weise forcierten Exportes, die erfolgte, um die hohen Auslandsverpslichtungen zu erfüllen, steht in feinem gesunden Verhältnis zu der gleichzeitigen Entwicklung des inneren Marktes. Dieser verküm­merte unter dem ständigen Exportdruck, während normalerweise der innere Markt stets das Rückgrat der nationalen Wirtschaft sein muß. Unabhängig von den Schwankungen des Weltmarktes wird Die österreichische Wirtschaft nach Der Vereinigung mit dem Deutschen Reich im großdeutschen Raum den Absatzmarkt finden, dessen sie bedarf, um stark und krisenfest zu werden. Wenn es auch roegen Der Verschiedenheit der Auslandsbeüehungen bisher noch nicht möglich gewesen ist, die wirt­schaftlichen Grenzen zwischen Oesterreich und Dem übrigen Reichsgebiet, insbesondere die Devisen­grenze, vollständig aufzuheben, so sind der öster­reichischen Wirtschaft durch die Erleichterung des Zahlungsverkehrs mit dem Reich und die Zollfrei­erklärung aller Waren österreichischen Ursprungs doch schon die Wege eröffnet worden, um ihren Absatz in das alte Reichsgebiet zu erweitern. Insbesondere haben wir erst letzthin wesentliche Erleichterungen für Den Fre mb enverkehr geschaffen. Der deutsche Markt ist aber auch für österreichische Waren aufnahmefähig, denn die deutsche Industrie, die durch öffentliche Auf- träge und durch Die Vorhaben Des Vierjahresplanes teilweise bis zur Grenze ihrer Leistungsfähigkeit ausgenutzt ist, kann den durch die Steigerung Der inneren Kaufkraft vermehrten Bedarf kaum voll befriedigen. Es ist durchaus erwünscht. Daß die österreichische Wirtschaft es übernimmt, diesen über­schieß end en Bedarf zu decken. Die Einführung Des Vierjahresplanes in Oesterreich und die Verkündung des Aufbauprogramms für das Land Oesterreich durch Generalfeldmarschall Göring machen diese Ausgleichsmaßnahmen sofort erforder­lich. Im übrigen werden Maßnahmen, die eine Angleichung an die deutsche Roystoffbewirtschaftpng herbeiführen, beschleunigt in Angriff genommen werden. Hierbei wird mit aller Vorsicht und mit größter Rücksicht auf Die Interessen Der österreichi­schen Wirtschaft' verfahren roerDen. Was wir ver­hindern wollen, ist, daß einzelne persön­lichen Nutzen aus der Vereinigung zu Lasten der österreichischen Volksgenossen und Der österreichischen Wirtschaft ziehen. Die Verordnung über Beschrän­kung Der Errichtung gewerblicher Unternehmungen unD Betriebe im Lande Oesterreich verhindert, daß Das österreichische Land mit Vertretungen oder Ver­tretern aus Dem übrigen Reichsgebiet in einem Zeitpunkt überschwemmt wird, in dem die Wieder­belebung der österreichischen Unternehmungen erst begonnen hat. Schutz und Stärkung des inneren Marktes in Oesterreich bilden Die Voraussetzung für einen gefunDen und entwicklungsfähigen Export. Der Export Darf nicht um feiner selbst willen ge­tätigt werden, sondern um notwendige Einfuyr- bedurfnisse zu befriedigen. Das großzügige Auf­bauprogramm, das Generalfeldmarschall Göring verkündet hat, wird sofort seine Wirkungen auf den österreichischen Jnlandsmarkt ausüben.

Die neuen großen Aufträge werden durch die in Aussicht genommenen Finanzierungshllfen» Steuer,