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Witterung nur geringen Auftrieb. Er setzte sich aus einigen Transporten aus Belgien eingeführter Ar­beitspferde. die von guter Beschaffenheit waren, aus Hunsrücker Bauernpferden sowie aus mittel­schweren Arbeitspferden und älteren leichten Lauf­tieren zusammen. Der Handel war gut, so daß nahezu 75 v. H. der Zufuhren m anderen Besitz Überging. Die Preise für Belgier bewegten sich zwischen 1750 bis 1900 Mark, für schweren Huns­rücker Schlag zwischen 1200 bis 1400 Mark, für mittlere Arbeitspferde zwischen 900 bis 1100 Mark und zwischen 600 bis 850 Mark für ältere Tiere und Laufpferde. Für Schlachttiere 1. Qualität wur­den je 50 Kilogramm Schlachtgewicht 26 bis 28 und für 2. Qualität 19 bis 21 Mark bezahlt. Der nächste Pferdemarkt findet am 1. Februar statt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 4. Jan. Auftrieb: Kälber 1266 (gegen 1020 am 26. Dez.), Hämmel und Schafe 391 (167), Schweine 3880 (1409). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in' Mark: Kälber a) 61 bis 65 (60 bis 65), b) 52 bis 59 (52 bis 59), c) 44 bis 50 (44 bis 50), d) 30 bis 40 (30

bis 40). Hämmel b?) 46 bis 48 (40 bis 45), c) 40

bis 45 (38 bis 39), d) 28 bis 39 (). Schafe a) 40

bis 42 (32 bis 37), b) 35 bis 38 (20 bis 30), c) 20

bis 32 (12 bis 17). Schweine a) 56,50 (54), bl) 55,50 (54), b2) 54,50 (54), c) 52,50 (53), d) 49,50 (50), e) (). Sauen gl) 53,50 (54), g2) 51,50 (52). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe lebhaft.

Der Verlauf des ersten Gießener Schlachtviehmarktes.

Der gestrige erste Gießener Schlachtoiehmarkt, über den wir gestern bereits kurz berichteten, nahm den ganzen Vormittag in Anspruch. Erst gegen die Mittagsstunde wurde es in den umfangreichen Stäl­len der Gießener Viehoersteigerungshalle etwas ruhiger. Der Markt wurde bis auf einige Stücke Großvieh geräumt. Der in Verbindung mit dem

Schlachtvieh in der Gießener Viehoersteigerungshalle. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Markt abzuwickelnde Geldverkehr wird, entspre­chend einer Anordnung des Landesbauernführers, durch die Gießener Dolksbank vollzogen, die dem Reichsnährstand angegliedert ist.

Bei dem gestrigen Markt wurden folgende Preise erzielt bzw. es wurde nach* folgenden Richtpreisen verkauft:

Großvieh (die genannten Preise verstehen sich je 1 Pfund Lebendgewicht): Ochsen 44 Pf.,. Bullen 42 Pf., Kühe 42 Pf. und Färsen 43 Pf.; Kälber 40 bis 55 Pf.

Schweine: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 55.50 Mark, b 1 (135 bis 149,5 Kilogramm) 54,50 Mark, b 2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 53,50 Mark, c (100 bis 119,5 Kilogramm) 51,50 Mark, d bis k (unter 100 Kilogramm) 48,50 Mark, g 1 und 1 (fette Specksauen und Altschneider) 52,50 Mgrk, g 2 und b (andere Sauen und Eber) 50,50 Mark. Diese Preise verstehen sich für je 50 Kilogramm Lebendgewicht.

Amtsgericht Gießen.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit hatte sich der W. E. aus Gießen wegen tätlicher Beleidigung zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich im August 1937 an einem ihm bekannten 15jährigen Mädchen, das allerdings bei ihm angegeben hatte, es sei schon 16 Jahre alt, vergangen. Das Urteil lautete auf zwei Monate Gefängnis.

Der L. Sch. aus Gießen hatte wegen Uebertre- tung der Friedhofsordnung und Beleidigung einen Strafbefehl von insgesamt 30 RM. erhalten. Auf

seinen Einspruch hin kam die Sache gestern zur Hauptoerhandlung. Der Angeklagte hatte auf dem Alten Friedhof an einem Grabe gearbeitet. Da er zum Anschleifen seines Meisels kein Wasser zur Hand hatte, entnahm er dieses einem auf einem Grabe stehenden Gefäß. Dies wurde von dem Friedhofswärter bemerkt, der dem Angeklagten dar­aufhin Vorhaltungen machte. Es kam zu einer Aus­einandersetzung zwischen beiden, in deren Verlauf der Angeklagte den Wärter beleidigte. Der Ange­klagte gab dies in der gestrigen Hauptverhandlung zu,' bestritt jedoch nachdrücklich, das Gefäß von einem fremden Grabe genommen zu haben, und behauptete, es handelte sich um das Grab, an dem er gerade gearbeitet habe. Da ihm das Gegenteil nicht nachgewiesen werden konnte, mußte hinsichtlich der Übertretung der Friedhofsordnung Freispruch erfolgen. Trotzdem beließ es das Gericht, mit Rück­sicht auf die Schwere der Beleidigung, bei der im Strafbefehl erkannten Geldstrafe in Höhe von 30 Reichsmark.

Kalender und Almanache.

Das schöne Deutschland mit seinen unüber­sehbaren Schätzen alter und junger Kultur und Kunst, von den hehren mittelalterlichen Bauwerken der Dome, Burgen und alten Städte bis zu den monumentalen Schöpfungen des Dritten Reichs, zeigt der Deutsche Kalender für das Jahr 1 9 3 8, der von derReichsbahnzentrale für den Deutschen Reiseverkehr (RDV.)" im Verlage von Carl Gerber, München, (577) herausge- geben wird und nunmehr im 17. Jahrgang zum Preis von 2,50 Mark erscheint. Die Mannigfaltig­keit der deutschen Landschaft, die zwischen Meer und Alpen eine Fülle anmutiger und großartiger Bil­der birgt, findet man ebenso wie etwa das deutsche Volk bei feiner Arbeit upd bei den großen Festen der Nation. Ein Spiegel des deutschen Volkes und des Landes, das ihm Lebensraum ist.

In seinem 28. Jahrgang ist der Bayern- kalender 1 9 3 8 im Verlag Carl Gerber, Mün­chen, (578) soeben erschienen. Er bietet zum Preise von 2,50 Mark auf 122 Blättern eine Fülle der schönsten Bilder bayerischer Kunst, bayerischen Städtebaues, bayerischen Volkslebens und bayeri­scher Landschaft. Dabei ist besonders darauf Ge­wicht gelegt worden, Bildzeugen aus demunbe­kannten" Bayern reden zu lassen, wodurch die vielen Freunde des Landes angeregt werden sollen, sich auch einmal jenen Gebieten zuzuwenden, die, abseits vom großen Reisestrom, noch so viele köst­liche Perlen landschaftlicher, künstlerischer und städte­baulicher Art im Verborgenen hüten.

Der Köhlersche Flotten-Kalender 1 9 3 8 (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W. 441) erzählt spannende Geschichten von Fahrten und Abenteuern in allen Weltmeeren, von den Lei­stungen und vom Aufbau unserer Kriegsmarine, von den wenig bekannten Taten der Marine-Frei­korps und von der heutigen Roten Flotte der Sow­jets. Die deutsche Seefahrt zeigt sich als Brücke zum Auslandsdeutschtum, und in diesem Sinne, gibt Gauleiter Bohle dem Flotten-Kalender ein Geleit­wort auf den Weg. Auch kommt der Humor nicht zu kurz. Ueber 150 Bilder und ein Vierfarbenkunst­blatt illustrieren den vielseitigen Inhalt des 280 Sei­ten starken Jahrbuchs. Preis 1,30 Mark.

Der Köhlersche Illustrierte Flie­ger-Kalender für 1 9 3 8 (Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. W., Preis 1,30 Mark) (440) enthält viel Wissenswertes und Spannendes aus allen Gebieten der Luftfahrt. Unter Mitarbeit nam­hafter Fachleute ist in dem Kalender allgemeinver­ständlich und unterhaltend interessantes Material aus allen Luftfahrtgebieten zusammengetragen worden.

Badischer Kalender 1938. Heraus­gegeben vom Landesfremdenoerkehrsverband Ba­den, Karlsruhe. Verlag Carl Schmitt, Heidelberg. Preis 2,25 RM. (529) Der Kalender zeigt eine Sammlung mit Sorgfalt und Liebe ausge­wählter Lichtbilder. Die gut wiedergegebenen Pho­tos vermitteln eine plastische Vorstellung von dem Gau Baden, seinen Menschen und seiner Land­schaft, und zeigen, wie das Kulturschaffen der ober­rheinischen Vergangenheit und Gegenwart eine vielfältig gegliederte und doch straffe Einheit dar­stellt. Trachten und Volksbräuche, Bauernwerk und bodenständiges Gewerbe sieht der Beschauer in vie­len Einzeldarstellungen, auch das, was die Natur diesem Landstrich so freigebig an Blute und Frucht schenkt.

Ausritt 1 9 3 7/1 93 8." Almanach des Verlages Albert Lyngen-Georg Müller in München. Mit 9 Bildbeigaben. Preis 80 Pfennig. (478) Der Almanach gibt einen zusammenfassenden Ueber- blick über die- Arbeit des Verlages. Außer den Ein­führungen in die neuen Werke finden sich zahlreiche Proben, die Wert und Bedeutung der angekündigten Bücher veranschaulichen. Besonders liebevolle Be­rücksichtigung erfährt das Schaffen Wilhelm Schä­fers, dem, zu Ehren feines 70. Geburtstages am 20. Januar 1938, der Hauptteil des Büchleins ge­widmet ist. Drei von der Hand des Dichters ge­malte Bildnisse, eine Schriftprobe und verschiedene weitere charakteristische Bilder aus seinem Leben machen diesen Almanach zu einem Gedenkbuch, das Wilhelm Schäfer Dank ist und Gruß.

Kosmos-Kalender 1938. 25. Jahr­gang. 52 Kunstdrucktafeln und vier bunte Einschalt­tafeln. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart, Pfizerstraße 5 bis 7. Preis 2,40 Mark. (566) Für alle, die Natur und Heimat lieben, wird dieser liebevoll ausgestattete Kalender auch jetzt wieder ein schönes Geschenk sein. Schöne Blumen, ver­traute Tiere, stimmungsvolle, Landschaften aus Heimat und Ferne, Ausnahmen von kaum beach­teten Pflanzen, als Titelbild ein kolorierter Kupfer­stich von Maria Sybilla Merian begleiten den Lauf des Jahres in buntem Wechsel.

Kosmos-Sternkarte mit durchscheinen­dem Deckblatt, bearbeitet von Robert H e n s e l i n g. Durchmesser 25 Zentimeter. Mit erläuterndem Text­heft in Tasche, 2,60 Mark. Franckh'sche Verlags­handlung, Stuttgart. (561) Der Sternfreund möchte mit den Sternen vertraut werden, möchte sie bei Namen nennen fötmen. Das ist gar nicht so schwer, man darf sich durch die Ueberzahl der Sterne nicht verwirren lassen. Eine einfache und handliche Hilfe dazu bietet sich in derKosmos-Sternkarte". Ihr besonderer Vorzug ist das durchsichtige Deck­

blatt, das bedeutet also: der gesamte Sternhimmel unserer Breiten und der Jahreslauf der Sonne am Himmel sind bei allen Einstellungen der Karte voll­ständig sichtbar. Die genaue Gebrauchsanweisung zeigt, welche Aufgaben die Sternkarte löst.

Robert Henseling, Sternbüchlein 19 3 8 (27. Jahrgang.) Mit 75 Abbildungen, einer Planetentafel und einer Mondlaufdarstellung. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart, Pfizer­straße 5 bis 7. Geheftet 1,50 Mark. (561) Jeder, der gern nach den Sternen sieht, kann sich hier rechtzeitig und zuverlässig über alles unter­richten, was im Laufe des Jahres vorgeht. Vor allem eine ausgezeichnete kurze Einführung in die astronomischen Grundkenntnisse macht es auch dem Anfänger leicht, sich rasch am Himmel zurechtzufin­den.

Büchertisch.

Bruno Schörlfelder: Was blüht auf Tisch und Fensterbrett? Ein Kosmos- Naturführer. Mit 23 bunten und 206 Textbildern. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Preis kartoniert 2,50 Mark. (565) Hier sind die Zimmerpflanzen, nach äußeren Merkmalen einge­teilt, die auch der Laie sofort erfassen kann. Die Ta­bellen bringen Angaben über Blütezeit, Blüte, Blatt, über Pflege und Zucht, geeignete Erde und Stand in Sonne oder Schatten, über Gießen, Dün­gen, Umtopfen, Vermehren und über Schädlings­bekämpfung. Eine kleine Anleitung faßt die un­bedingt nötigen Vorkenntnisse und Regeln der Zim­mergärtnerei kurz zusammen.

Dr. Max Hessenland: Deutschlands Kampf um seine Roh st off e. Preis Lein­wand 4,20 Mark. I. F. Lehmanns Verlag, Mün­chen. (567) Jeder von uns steht heute irgend­wie im großen Getriebe unseres Wirtschaftslebens, ob als Kaufmann, Techniker, Gewerbetreibender oder als Verbraucher. Und täglich suchen wir Ant­wort auf .Fragen, die sich beim Lesen der Zeitung oder bei sonstiger Gelegenheit ergeben. Welche Roh­stoffe haben wir ganz oder teilweise und welche feh­len uns? Die deutsche Fettversorgung. Die deutsche Seefischerei. Unser Kalireichtum. Förderung der Schafzucht. Flachserzeugung. Zellwolle. Was wir dem Holz alles verdanken. Eisenerze und Leicht­metalle. Mineralöl. Kohleverflüssigung. Harze und Kunststoffe. Ueber alle diese Fragen unterrichtet uns dieses Buch klar und leichtverständlich. Man be­kommt eine gewaltige Hochachtung vor den Män­nern, die unser Wirtschaftsgut verwalten und eine grenzenlose Bewunderung für die rastlose Arbeit

Kinder, wirspielen mit Ilse Obrig. 128 Seiten. Mit 180 Bildern: Seinen 4,80 Mark. Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. (419) Ilse Obrig kennen die Kinder in Deutschland durch ihre Rundfunksendungen. Das Buch bringt viele ' Vorschläge für frohe Stunden im Freien, Spie7e mit dem Ball, Nachlaufen, Wettrennen, Schnitzel­jagden, Kreisspiele usw., zeigt neue und manch ver­gessene alte Spiele fürs Zimmer: Zaubern, Theater­spielen, Pfänderausteilen, Rätselraten, Schreibspiele und vieles andere. Spiele für einzelne, für zwei, für viele, für die Kleinsten und für die Größeren. Die Spielregeln sind einfach und klar. Viele Bil­der, die alle im fröhlichen Kinderkreis entstanden sind, zeigen, wie mans macht und wieviel Freude solche Spiele den Kindern bringen. Dr. Ilse Obrig begnügt sich in diesem Buche nicht damit, Spiel­regeln zusammenzustellen, sondern in dem Erlebnis­bericht aus einem Kinderkreis liegt mancher Hin­weis über Sinn und Entstehung des Kinderspieles.

Auguste Supper: Der stärkste Zau­ber. Erzählungen. 83 Seiten. Seinen 1,10 Mark. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. (469) Die beliebte Erzählerin schildert imStärksten Zauber", wie sich für zwei Menschen manches un­entwirrbar scheinende Geschehen in ihrem Seben als freundliche Fügung entschleiert; in der zweiten Novelle wird ein haltloser Mensch auf den Pfad der Tugend zurückgeführt.

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Sonntag, den 9 Januar 1938, an­schließend an die Winter-Stern-

Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueber- lanbgebiet sind nach den Sieferungsbebingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht bies nicht, bann können bie Stromgelber noch innerhalb ber nächsten 8 Tage unb bie Gasgelber noch innerhalb 10 Tagen ohne kosten an'bie Kasse ber stäbtischen Betriebe Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Nr. 27 707 Frankfurt a. M., ober auf bie auf ben Quittungs­karten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werben. Bei Ueberschreiten ber Zahlungstermine müssen bie Beitreibungskosten berechnet werben.

Vom 15. Januar 1938 ab wirb bie Strom- unb Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, bie bie Strom- unb Gasgelber für Monat November 1937 einschließlich kosten noch nicht entrichtet haben.

Gießen, ben 3. Januar 1938. 36A

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Die Beiträge für den Monat Dezember 1937 der­jenigen Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen, und die Bei­tragsnachweisungen einreichen, können noch bis zum 10. Januar 1938 ohne Kosten bezahlt werden.

Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. 39D

Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen

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