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den nur entsprechende Kredite gewährt.
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Spanien gehörte bis zu dem aufwühlenden Ereignis des Konfliktes von 1936/38 zu den Ländern, die noch an der Scheide zwischen feudaler Gesell- chafts- und Wirtschaftsverfassung und moderner Technik standen. Gerade in einer solchen lieber- gangszeit sind die sozialen Mängel ost kraß ausgebildet. Aber es fehlen die Antriebe und Kräfte, um sie zu überwinden, weil eben noch keine Klarheit besteht, wohin das Land steuert. Auf der einen Seite bestanden in der Landwirtschaft Zustände fort, wie sie sich vor Jahrzehnten und Jahrhunderten herausgebildet haben; auf der anderen Seite war es häufig ein volksfremder Kolonial oder Raubkapitalismus, der das Land nur deshalb zum Schauplatz feiner Wirksamkeit genommen hat, weil er billige Arbeitskräfte vorfand, oder weil er die Verdienstspanne ausnützen wollte, die durch die Zollgesetzgebung geschaffen worden war.
In solchen Uebergangszeiten war es sehr häufig der Krieg oder — im Frieden — das militärische Bedürfnis nach ausreichender Selbstversorgung, das über diesen Hänge- und Schwebezustand hinausgeführt hat. In Deutschland wirkten die napoleonischen Kriege und später die Einigungskriege unter Bismarck in ähnlicher Weise. Und immer gingen auch vom Heere starke soziale Interessen aus, seit jenem preußischen General von Horn, der im Jahre 1828 das Ergebnis der Musterungen in' Schlesien dahin zusammenfaßte, -daß die Rekruten aus dem Arbeiterstande vielfach die nötigen körperlichen Voraussetzungen für den Militärdienst vermissen
tärischen Operationen stark gelitten haben, hegt man für Tschengtschau ernste Befürchtungen.
Am Jangtse haben die Chinesen Deiche d e s Nordufers durchstochen, und zwar in dem Gebiet, das Kiukiang gegenüber liegt. Die Wasser des Jangtse überströmten sofort das weite Gelände und drangen bis Hwangmei heran. Durch diese Maßnahmen der Chinesen dürfte der japanische Vormarsch schwieriger wer-
Die Karte zeigt das Unruhegebiet bei Huntschun-Schanfeng. Auf der Karte erkennt man die koreanischen Bezirke, in denen neben mehreren Dörfern auch die Grenzstadt Keiko von sowjet- russischer Artillerie sowie Fliegern bombardiert wurde. — (Zeichnung Kurzhauer — Scherl-M.)
Ostseefahrt des britischen Marineministers.
London, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Erste Lord der Admiralität Duff Cooper
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ließ am Mittwochabend an Bord der Admirolitäts- jacht „Enchantreß" Portsmouth, um sich auf eine Ostseefahrt zu begeben. Duff Cooper trifft morgen in Kiel ein. Anschließend wird er Danzig, Helsinki und Kopenhagen besuchen.
ließen. .
Der Konflikt in Spanien hat genau so gewirkt und vielleicht um so nachhaltiger, als die Ausrüstung des Heeres recht unvollkommen und zum Teil wohl auch kümmerlich gewesen ist. Es mußten also Fehler gut gemacht werden. Und wenn Fehler gut gemacht werden, dann wird eben „reformiert", und bann entsteht jene geistige und gefühlsmäßige Einstellung, aus der die Probleme klarer und schärfer gesehen werden, als wenn Parteipolitiker um die Gunst des Wählers werben und nur ein Kompromiß suchen, bei dem sie sich „nicht vergeben". Niemals hätte Franco eine so nachhaltige und allgemeine Unterstützung in der spanischen Bevölkerung gefunden, wenn er nicht an die sozialen Probleme herangegangen wäre. Seine Agrarpolitik läuft auf die Schaffung eines gesunden bäuerlichen Besitz st andes hinaus. Sie hebt sich dadurch auf das Merklichste von der bisherigen landwirtschaftlichen Betriebsform ab, bei der Besitzer riesiger Ländereien — also Latifundien- besitzer und nicht bloß Großgrundbesitzer in unserem Sinne — den Boden zunächst an einen Generalpächter verpachteten, der wieder Unterpächter unterhielt, von denen jeder endlich so und so viele Land- orbeiterkolonnen beschäftigte. Das Ergebnis dieses grausamen sozialen Spiels war, daß unterhalb einer wenig zahlreichen Klasse von Bodenrentnern ein Heer von Landarbeitern tätig war, die gar nicht au dem ßanbe, lebten, sondern in Dörfern und Städten ober Stäbtchen. Unb um bas Unheil voll zu machen, waren biese Dörfer unb Stäbte noch aus den Zeiten des mittelalterlichen Kampfes gegen die Mauren vielfach Wehrdörfer und Wehrstädte, deren dicke Mauern wie ein Symbol der Trennung des Landarbeiters vom Land wirken.
Italiens Webrproarannn
Erhöhung der Schlagkraft.
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Luftschlacht südlich von Hankau.
Hankau, 3. August. (Ostasiendienst des DNB.) Südlich von Hankau kam es heute zwischen 20 japanischen Bombern, die von 50 Jagdflugzeugen
Ruhige Lage bei Schangseng.
Japan wartet die Wirkung seiner Proteste in Moskau ab.
Metaxas.
Zwei Jahre bolschewistenfreies Griechenland.
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Franco-Spanien im inneren Ausbau
Der soziale Lebensantrieb.
schwere Verluste gekostet; er hat über 300 Tote auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Don den nationalen Truppen wurden außerdem hundert Gefangene ge. macht.
3m Kampfabschnitt an den Quellen des Guada« lamar wurde ein feindlicher Angriff durch die nationale Kavallerie zurückgeschlagen. Der Gegner ließ auch auf diesem Kampfplatz zahlreiche Tote ^Am Dienstag hatte die nationale Luftwaffe mili- tärische Ziele in den Bahnhöfen von Hospitalet und Tarragona mit Bomben belegt. Die Kriegsmaterialfabrik von Paitrosot wurde gleichfalls mit Bomben belegt und in Brand gesetzt.
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Hier war auch der Punkt gegeben, wo die Sozialpolitik in die allgemeine Wirtschaftspolitik umschlug. Selbstverständlich wurden die Unterstützungen großzügig und gern gewährt, aber I Rom, 3. Aug. (DNB.) In mehreren Besptt" doch nur solange, bis die Menschen in den befreiten chungen, die unter dem Vorsitz des Duce mtbi Gebieten wieder in Brot und Arbeit gebracht mer«|im Beisein des Finanzministers sowie des General- den konnten. Die Bedürfnisse der Armee sorgten stab^chefs für Heer und Luftwaffe stattfanden, wurde schon dafür, daß die Kessel bald wieder unter Dampf ein zusätzliches Programm zur Erhöhung her gesetzt wurden und die Kamine zu rauchen began» Schlagkraft ber italienischen Wehr - nen. Spezialisten mürben herangezogen, um bie ent» macht beschlossen.
sprechenden Industrien in Gang zu drin- Unter ber Ueberschrift „Die Richtlinien bes Dvc« gen oder überhaupt neu aufzubauen. Diele „Rote" I für eine weitere Aufrüstung der italienischen Wehr« hatten sich verdrückt. Ihre Arbeitsplätze kann- macht" erklärt „Tribuna", diese Erhöhung bet ten nun von arbeitslos geworbenen Menschen an* I Schlagkraft werde nicht nur ben Erfordernissen bet genommen werden. Der Außenhanbel mußte schließ* Verteidigung entsprechen, sondern auch mit bet lich weiter gehen, um die Einfuhren bezahlen zu strategischen Richtlinien übereinstimmen, die in be? können. Darum würben bie Bergwerke wieder in Formel „rasche Entscheidung" ihren Aus- Gang gesetzt. Das bedeutete Wiederherstellung berhjru(f fänben. Zur Zeit sei man mit der Prüfuni Verkehrswege, und die dadurch entstehenden Auf- von Maßnahmen beschäftigt, die den Infanterie' gaben waren oft so umfangreich, daß auf Kriegs- Divisionen eine größere Beweglichkeit gestatteten, gefangene zurückgegriffen werden mußte. und die Manöver des römischen Armeekorps wär«
Das wichtigste aber ist, daß der blutige Konflikt ben in dieser Hinsicht wertvolle Aufschlüsse geben, alle ft a r r e n Verhältnisse lockerte, die Schon jetzt könne man klar erkennen, baß die u«' geweckte Widerstandskraft in schaffenden Willen um- lienische Wehrmacht alle jene Eigenschaften besitze, setzte und ein wahres nationales Erwachen deren sie zur Lösung ihrer Ausgabe bedürfe. Dtt erzwang, das bie Menschen aus ihrer Gleichgültig- Maßnahmen des Duce feien dazu bestimmt, bie keit herausriß unb in das tägliche Leben hinein- militärische Stärke Italiens, die bei stieß Dr. Ho. sichersten Schutz des Imperiums unb der fasch'
Oie Kämpfe im Ebro-Gebiet. blIlcte' no*
ÄEngland und Italien.
Als im Juli 1936 die Bolschewisten in Spa. nien die Früchte ihrer Umtriebe pflücken zu können glaubten, war ihnen an ber Ostecke des Mittelländischen Meeres, in Griechenland, anschei* nend ein gleicher Triumph beschieden. Der Paria» Imentarismus hatte versagt, die Regierung war ! machtlos, ein Streik jagte den anderen. Die Kommunisten rüsteten zum letzten Schlage, um durch Ausrufung des Generalstreiks in Saloniki auch den Griechen das Schicksal Spaniens zu bereiten. Da löste in der Nacht zum 4. August 1936 Joannis Metaxas, ein bewährter General und Monarchist, das Parlament auf, verordnete das Stand- recht, erklärte den Kommunismus für außerhalb der Gesetze stehend und errichtete eine autori« liäre Regierung. Seine weiteren Maßnahmen ■ I zielten darauf hin, eine einheitliche und wehrfähige Nation zu schaffen. Vor allem gelang es ihm, die I griechischen Besitzlosen sowie bie kleinasiatischen Flüchtlinge mit dem Staate auszuföhnen und sie I dem Kommunismus zu entreißen. Metaxas, ber
aefahr bebroht. Die durch die Schneeschmelze an- Retter Griechenlands, wurde der Erneuerer des gestiegenen Fluten des Gelben Flusses haben den Hellenentums. .
Raum oberhalb von Tschengtschau, dem Kreuzungs- Joannis M e t a x a s, der im Jahre 1871 auf der punkt der Lunghai-Bahn mit der Peking—Hankau- Insel Kephaloma als Sohn einer angesehenen, ur- Bahn erreicht. Da dort die Deiche infolge der mili- alten Familie geboren ist, gehört ^u jenen grie- tärischen Operationen stark gelitten haben, hegt man chischen Generalstabsoffizieren, Die Die Kriegs- 1 ’ akademie in Berlin besucht und sich eine Vorliebe
für die deutsche Kultur und Dichtkunst bewahrt hoben. Seine Rolle in ben Wirren, die das alte Griechenland zerrissen, ist die eines aufrechten, un» antastbaren unb befähigten Monarchisten gewesen. Er unterzeichnete am 26. Oktober 1912 das Proto» kvll, bas Saloniki ben Griechen gewann, er lehnte als militärischer Berater König Konstantins während des Weltkrieges die von ber Entente vorge- schlagene Eroberung der Dardanellen durch die griechische Armee ab unb bewies dadurch seinen militärischen Weitblick. Im Juni 1917 landete die Entente in dem durch eine Blockade ausgehunger» ten Griechenland Truppen und besetzte Athen. Sie , verlangte die Verbannung des Königs und ber kö» begleitet waren, und einem chinesischen Geschwader niglichen Familie, griechischer Staatsmänner unb 311 einer schweren Luftschlacht. Aus beiden Offiziere, und wies auch Metaxas als ententefeinb* Seiten sind erhebliche Verluste zu verzeichnen, die lich aus . ,
, ' J,, Aber 1920 kehrte Metaxas zurück und wandte sich
im einzelnen noch nicht festftehen. gegen das Abenteuer des kleinasiatischen Feldzuges
Am Mittwochvormittag griffen 18 japarttfdje gegen die Türken. Die Revolution von 1922 war Bomber Hankau selbst an und ivarsen Bomben das Werk von Venizelos, gegen den Metaras auf den Flugplatz. einen zähen Kampf führte. Sechs Minister des Kö»
l nigs wurden hingerichtet, ber König mußte außer Landes gehen. Der Kreter Denizelos war ber Günstling ber Entente, ber Freimaurer und Bol» schewiften. Fast allein stand Metaxas gegen diese unterirdischen Mächte, die Griechenland in Verwirrung stürzten. Venizelos putschte im Jahre 1933, » . •• rn r, _ . < «als er General Plastiras vorschob, am 1.März
Franco ging zunächst, schon'N ben ersten Wochen er ^ch eine Hanbvoll politisch»
einer ©taotsfubrun^ an Die bc® * euH reoDlutionärer Militärs wieber zur Macht zu kom- [ung ^eran. Für die Jnbustriearbeiterschaft w Uber General Kondylis warf mit Me-
ben Arbeiterwohnhauser gebaut. Das 6eutf4 den Aufruhr nieber. Am 10. Oktober 1935
D.orbilb regte zur Errichtung eines Winter-1„ nQd) G.^chenlanb zurück, -r? - Somm- Professor Demerdzis übernahm die Ministerpräsi»
ift m Nativnalspanlen h i kJ) 9 * ; dentschaft, aber bas Land blieb voll Unruhe. Im
lVnJcn LrSbeh«rnn^^ic Verlo/auna der Parlament stritten die Gruppen. Der Bolschewis- 8ni^^nt-rbl^ebenen bellte ein Massenproblem mU5 im Bunde mit den Anhängern Venizelos' zer> da ^u d^en Kr^ieaerhinterbliebenen auch die Personen rüttete Handel und Gewerbe, das Wirtschaftsleben gere^iK^murbe^n/berenGrnä^rer^om roten Terror ftarb im
gemordet worden roar. Ein besonderes Hilsswerk ^er Kbmq Me10 x 0 s mit dem hoEkN Posten, wurde eingerichtet für die Verpflegung der Be> Im August kmn es zur Entscheidung Metoros red oölterunq in den neu eroberten Gebieten, die in- J0*.6 dus Land gestattete das Verhältnis der Ao folge der schlechten Lebensmittelversorgung in Rot- beiter und Bauern zur Regierung neu, merzte du panien stets regelrecht ausgehungert waren. D-b-i uralte Parte,ungssucht der Griechen aus, kurzum, ergab sich die Notwendigkeit, eine Unterscheidung Wus Disziplin, Ruhe und Drtmunn ®er Boll»o zu treffen zwischen der Bevölkerung, die überhaupt wwmus bat emen Sstitzpunkt un Mittelmeer end- nichts hatte, also arm in der vollsten Bedeutung M->t,g verloren. Der Wiederaufbau der gr>ech,l»e»i des Wortes war, und jenen Spaniern, denen die PaU"u ist untrennbar nut einem Namen verknüpft. Roten alles abgeknöpft hatten, was Geld und Metaxas^ An diefer Tatfache hat auch der soeben: Geldeswert hatte, die aber noch irgendeinen Besitz. °uf der Insel Kreta, der fieirnat des ewigen 3ntn- z. B ein Haus, retteten. Die Arbeiterbevölkerung «unten Vemzelvs, niedergeschlagene Putsch einiger wurde unterstützt, bis die Fabriken wieder in Sang unbelehrbarer Vemzelisten nichts zu andern ver- kamen; ben gelblosen, aber besitzenben Kreisen wur-1 mocht. rt.
Tokio, 3. August. (Ostasienbienst des DNB.) Die Lage bei Schangfeng ist jetzt ruhiger geworben, da bie gegen bie japanischen Stellungen angesetzten Sowjettruppen sich auf ihre Ausgangsstellungen zurückzuziehen scheinen. In politischen unb militärischen Kreisen Tokios beurteilt man dieses Problem nach wie vor ernst, wozu auch bie Stimmen aus Dem Auslanbe beigetragen haben mögen, die zum großen Teil bie Möglichkeit ernster Verwicklungen erwägen. Man glaubt hier weiterhin, baß Japan militärisch nichts unternehmen werbe, was ben Zwischenfall verschärfen könne, unb lediglich mit bem Einsatz entsprechender Wehrmittel auf bie Sicherung der Grenze bedacht sei. Gleichzeitig erklärt man aber, baß selbstverstänblich genügenb Kräfte bereitgestellt seien, um etwa weitergehende Absichten Der Sowjets unmöglich zu machen. Zunächst erwartet man in Tokio, baß die von Manbschukuo unb Japan in Moskau unternommenen Schritte zuminbest darüber Klarheit bringen werben, welche Absichten und Beweggründe hinter ber sowjetrussischen Provokation stehen.
Chinesen durchstechen die Deiche des Jangtse.
Schanghai, 3.Aug. (Ostasienbienst des DNB.) China ist von einer neuen Hochwasser-
davon überzeugen können, in welcher Gesinnung die Tschechen die Besprechungen beginnen: im Zeichen verschärfter Feindseligkeit gegenüber ihren Volksgruppen unb einer Provokationspolitik gegenüber Dem Reich, die mit einem Zynismus ohnegleichen vorwärtsgetrieben wird unb von der wahnwitzigen Vorstellung ausgeht, baß Europa keine andere Aufgabe hätte, als sich auf dem Altar tschechischen Größenwahns opfern zu lassen."
„Prags Anschauungsunterricht" überschreibt das „Berliner Tageblatt" feinen Kommentar und führt bann aus: Die Tatsache, baß tschechische Flieger ben Augedlick bes Eintreffens Lord Runcl- mans in Prag benutzen, um mit einer alle bisherigen llebergriffe übertrumpfenden Verletzung beutfchen Hoheitsgebietes bem englischen Mittelsmann unb zugleich aller Welt zu verstehen zu geben, wie wenig ben tschechischen Militärs an einer frieblichen Lösung ber tschechischen Frage gelegen ist. rechtfertigt bie ernstesten Besorgnisse. Lord Run'ciman hat selbst in ber ersten Stunde seines Aufenthaltes in ber Tfchecho-Slowakei einen sehr eindrucksvollen Anschauungsunterricht von ber Wirklichkeit erhalten, bie er, wie Chamberlain im Unterhaus versicherte, zu hüten entschlossen ist.
Mit Schärfe weist auch ber „Berliner Loka l a n z e i g e r" bie neue Provokation zurück. Es ist gerabe so, so führt das Blatt aus, als wollten bie Tschechen nicht nur vor uns, fonbern vor ber ganzen Welt plakatieren: W i r pfeifen auf bie Vermittlungsversuche, wir legen aar feinen Wert barauf, baß bie Spannung mit Deutsch„- lanb beseitigt wirb, wir machen, was wir wollen."
Die „Germania" verweist besonbers auf bie Zusicherung Kroftas, nach ber sich tfchecho-flo- wakifche Militärflugzeuge 5 Kilometer von ber Grenze entfernt aufzuhalten haben, um Grenzzwischenfälle zu oermeiben. Das Blatt fährt bann fort: Sollte biese Zusicherung bei den zuständigen Kommanbostellen — wie anzunehmen — mittlerweile in Vergessenheit geraten fein, so dürfte sich ihre sofortige nachbrückliche Wieberholung wohl bringenb empfehlen. Im übrigen gestatten wir uns, an bie Verantwortlichen der Prager Burg bie Frage zu richten, ob diese neuerliche Grenzverletzung als die Begleitmusik zu bem Empfang Lord Runcimans in Prag gebucht ist.
Runciman über seine Mission.
„Freund aller und Feind von niemand."
Prag, 3. Aug. (DNB.) Lord Runciman unb Gattin sind am Mittwochnachmittag in Prag eingetroffen, wo sie u. a. von dem englischen Gesandten in Prag, Newton, unb bem Chef des diplomatischen Protokolls empfangen mürben. An
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KM » f5#«" y®« xv * Spionage i London. 3-^ A berichtet nb L-Vkeu f* von einem De ^ün6h"£ ft'Ä ijjiebene Lander itn einen Betrac Jart, an- Walke' ^Kopien bas y
Lord Runciman. — (Associüted-Preß-M.) ber Begrüßung nahmen als Vertreter ber Subeten- beutschen Partei die Adgeorbneten Kunbt unb Dr. Sebekovsky teil. Auch bie in- unb ausländische Presse war stark vertreten.
Lorb Runciman empfing abends die in» unb auslänbischen Pressevertreter. Eingangs stellte Lorb Runciman fest, baß er um bie Übertragung dieser Aufgabe nicht ersucht habe. Zwei Parteien haben mich gebeten, sagte Lord Runciman, diese Ausgabe zu übernehmen, unb mir mitgeteilt, baß sie sich freuen würben, wenn ich bem Wunsche nachkäme. Ich danke ber tschecho-slowakischen Regierung sowie ben subetendeutschen Führern unb ben tschechischen Vertretern für ihr herzliches Willkommen. Ich habe 40 Jahre Erfahrung in ber Politik unb weiß, daß der Frieden nur auf der Basis des gegenseitigen Vertrauens hergestellt werden kann. I ch komme als Freund aller unb Feind von niemand. Ich weiß auch, daß es viele Schwierigkeiten zu lösen gibt. Manche dieser Schwierigkeiten werden mir wohl noch näher erklärt werden, unb ich hoffe, daß manche davon bereinigt werben können. Lorb Runciman sagte, er sei überzeugt, baß, wenn guter Wille vorhanben sei, auch die Hoffnung auf erfolgreiche Zusammenarbeit bestehe. Er betonte, daß dazu vor allem die Presse beitragen könne, ber er von Zeit zu Zeit Mitteilungen machen zu können glaube. Einen großen Pressedienst werde er aus technischen Gründen nicht aufziehen können. Am Schluß seiner kurzen Ausführungen bat Lorb Runciman. heute keine Fragen an ihn zu richten, weil er sie vorläufig noch nicht beantworten könnte.
Gudetendeutsche Abgeordnete bei Hodza.
Prag, 3. Aug. (DNB.) Wie das Presseamt ber Subetendeutschen Partei mitteilt, empfing Ministerpräsident Hodza heute die Abgeordneten der SDP. Kundt unb Resche. Der Ministerpräsident überreichte dabei die Antwort über die ihm vom Abgeordneten Kundt gestellten fünf Fragen. Im übrigen erstreckte sich bie Aussprache auf ben weiteren Fortgang ber Fühlungnahme zwischen ber Regierung unb der SDP.
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Berlin, 3. imunminifter Dr Linderung 1 soeben ergangen, dem Finanzbedal Besserung der dem Gedanken, c zenimNahnm heii dachellen. Lemnsahung d gung der dr besonderen Tie unternehmunge ber wirb bie 1 hoben und jugi Äiersteuer (teuer, deren t)i etwa den gleie bähe Steuern.
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Nacht zum Donnerstag ausgegebenen Heeresbericht: Nnlerreduna Chamberlains mit Halifax.
Der Mißerfolg ber feinblichen Truppen im ' r x ,, .
Ebrogebiet hat am Mittwoch angehalten. Die ßonbon, 4. Aug. (Europapreß.) Eine Unter- Kennzeichen einer sowjetspanischen Nie- rebung bes englischen Ministerpräfibenten C h am» ber Tage werben immer beutlicher. Die Verluste berlain, ber gestern für kurze Zeit in Lonoon bes Feinbes finb unberechenbar. Ein neuer Kampf weilte, mit Außenminister Lorb Halifax gaiu im Bezirk nördlich von Fayon hat dem Gegner iwie die „Times" zu berichten weih, tn erster
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